Ausgabe 
2.1.1931
 
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ftern des Wohlfahrtsamtes gedankt, die sich zur

um damit vor allem auswärtigen Besuchern die

Holzversteigerung. sLungenverschleimung

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Altbewährt bei Störungen der Verdauungs- und Hamorgane und bet Stoffwechselkrankheiten (Gicht, Diabetes)

hannäck. Husten. Luftröhrenkalarrh. Keuch­husten, Bionchialkatarrh, Asthma eic., be­hebt und linden selbst tn veralteten Fallen der schleimlösende

4. und 5. Klasse

Buchen- und Eichen-Knüppel Buchen, und Eichen-Reis (2. und 3. Durchforstung in ganzer Länge).

uns: Die iJn- werr veieiligt yanen. yiuu;inuiug=i<iti renoanz ocaui mjuai, uuu, t... uxA Jahre die verschönt durch gesangliche Dorträge des Herrn sonntäglichen Fremdenvorstellungen fortzusetzen. H a b e r m e h l Wieseck. Welter wurde den Schwe-

Oellheim'S Brust- u.Lungeniee

Breis Mk. 1,25. Zu haben tn den Apo­theken. bestimmt: Pelikanapotheke Wie ken. Kreuzvlay 2. 74261 >

Zhre Verlobung geben bekannt

Minny Dörr August Martin

Mittwoch, den 7. d. sollen in den Di­strikten Stangenwald und Buchwald ver­steigert werden: 120

Wiesbaden Gießen

Dinkeler Straße 6 Großer Steinweg 23

Dezember 1930

Fichtenstangen l.und 2. Klasse 3. Klasse ~

Leopold Löb

Telephon 4181 Gieße« Nordanlage 1

Ab heute sieht ein größerer Transport 18D ostpreußifche, hochtragende MemM-er in meinen Stallungen Hommstr.-lS zum Verkauf.

Verfolgung sofort ausgenommen wurde, konnten die Räuber, die während der Flucht noch mehrmals Schüsse abgaben, ohne jedoch zu treffen, unerkannt mit der Beute in den benachbarten Wald ent­kommen.

Brunnenschriften durch dae Fachfnger ZentralbOro, Berlin 131W 8. WUhelnutr. 51. Erhältlich In Mlnerelwatserhandlungen, Apotheken, Drogerien usw. sowie in Gießen bei Jean Weisel, Sonnenstr. 6, Tel. Nr. 3888

Gelegenheit zu bieten, die besten Werke unseres SpieftKans kennen zu lernen Als erste Fremden­vorstellung im Jahre 1931 geht am Sonntag. 4. Ianuar, die erfolgreiche Schlageroperette »Meine Schwester und ich" mit eigenen Kräften in Szene. Obschon diese Operette bereits einmal als Fremdenvorstellung gegeben wurde, trägt die (In­tendanz vielen Wünschen nach einer nochmaligen Wiederholung Rechnung. Der Erfolg, den dieses musikalische Lustspiel an allen Bühnen zu ver­zeichnen hatte, ist ihm auch in Gießen geblieben. Die Spielleitung hat Intendant Dr. Prasch selbst übernommen: musikalische Leitung Kapellmeister Fritz Cuje; Einstudierung der Tänze Ewald Bäulke. Beginn der Vorstellung: 18.30 ilfyr, Ende 21.30 Uhr.

* Evangelische Psarr Personalien. Die Stelle eines Pfarrassistenten in der evangeli­schen Gemeinde zu Giehen wurde vom 1. Januar ab mit dem Pfarrassistenten Wilhelm Seemann aus Schwerin (Mecklenburg) beseht. Ferner wurde dem Pfarrassistenten Pfarrer Otto Hahn zu Heppenheim a. d. B. die erste evangelische Pfarr­stelle zu Erbach. Dekanat Erbach, und demPfarr- verwalter Lic. Justus Ferdinand Laun zu Okar­ben die evangelische Pfarrstelle zu Okarben, De­kanat Rodheim, übertragen.

For st Personalien. Ernannt wurden die Forstreferendare Wilhelm Preih in Ober- Gleen, Ludwig Schäfer in Butzbach, Martin Schmidt m Gedern und Helmut B i g e n e r in Kloster Arnsburg bei Lich zu Forstassessoren.

Preußisch-Süddeutsche Klassen- lotterie. Um den Verlust des Anrechts zu vermeiden, müssen die Lose planmäßig bis zum 5. Januar, 18 llfjt, bei dem zuständigen Lotter ie- einnehmer erneuert sein.

**DieErhebungundBeitreibungder Hundesteuer von Hundebesitzern in der «Stadt Gießen für das Jahr 1931 wurde vom Minister der Finanzen und vom Minister des Innern auf die Stadt Gießen übertragen. Näheres in der heutigen

Aus der Provinzialhauptstadt.

Gießen, den 2. Januar 1931.

Oer Raucher.

Die Anhänger der Anti-Nikotinbewegung haben mein vollstes Mitleid. Denn abgesehen davon, daß sie einen Kampf gegen Windmühlen kämpfen, oder besser als Fliegen einen Kampf gegen Elefanten, kennen sie zudem noch nicht einmal wenigstens in ihrer großen Mehrzahl den Genuß, den ver­nünftiges Rauchen bietet. Sie wissen nichts von dem Genuß, den so ein Glimmstengel, oder ein Pfeifchen Tabak nach dem Essen bieten, siesehen" nur das Gift, das der Rauchereinschluckl", ohne zu bedenken, daß das Nikotin lange nicht so ge­fährlich wirkt, wie man das allgemein glaubt. Oder aber sie rechnen, mit Logarithmentafel und Rechen­schieber bewaffnet, haargenau aus, wieviel tausend Mark von jedem einzelnen gespart werden könnten, wenn er das Rauchen sein lassen würde. Die Armen! Sie wollen cs nicht wahr haben, daß das Rauchen mitnichten das Leben verkürzt, sie negieren einfach die Tatsackje, daß es außer den paar alt gewordenen Nichtrauchern eine ganze Menge alter und älterer Leute gibt, die schon rauchen, seit sie lange Hosen tragen dürfen, und wohl auch schon vorher hin und wieder eine verbotene Zigarre gekostet haben. Mein Großvater beispielsweise war mit 82 Jahren noch ein entschiedener Gegner der Antinikotiniker, aber der Mann konnte stundenlang marschieren, so daß ein Jüngerer zuweilen seine Not hatte, um mitzukommen. Und das ist kein Einzelfall. Und was das Sparen anbelangt: Rein rechnerisch und in der Theorie mag das stimmen, daß, sagen wir einmal, hundert in der Woche gesparte Zigaretten im Monat 400 und im Jahr rund 5000 ausmachen, oder in

Bekanntmachung.

** Der Alice-Frauenoerei n veranstaltet demnächst eine Feier, in der verdiente männliche und weibliche Hausangestellte, die 20 Jahre und länger bei einer Familie gedient haben, geehrt werden sollen. Näheres in der heutigen Anzeige.

** Weihnachtsfeier für die Krieger­kinder. Der Alieefrauenverein veranstaltete auch in diesem Jahre wieder eine Weihnachtsfeier für die Kinder der Kriegerhinterbliebenen und der Kriegs­beschädigten. Die kleinen Gäste wurden auf man­cherlei Art unterhalten; gemeinsam gesungene Weih­nachtslieder, lebende Bilder und die Vorführung von EngelsbUdern schufen die weihnachtliche Stim­mung und bereiteten den Kindern viel Freude. Die Gäste wurden mit Kaffee und Kuchen bewirtet und dann mit allerlei Geschenken bedacht, die auch in diesem Jahre wieder reichlich gestiftet worden waren. Das Fröbelseminar, Leiterinnen und Schülerinnen, hatte sich wieder aufopfernd in den Dienst der Sache gestellt und sich damit neben anderen die Dankbar­keit des veranstaltenden Vereins erworben. Die Feier, die überaus harmonisch verlief, war nicht nur für die Kinder ein freudiges Erlebnis, sondern auch für die anwesenden Erwachsenen.

"Weihnachten in der Herberge zur Heimat. Am Heiligen Abend kehrten etwa 70 Wanderer in der Herberge zur Heimat em, die bank der Opferwilligkeit der Gießener Bürger­schaft reichlich beschenkt und verpflegt werden tonn­ten. Erfreulicherweise standen auch viele Klei­dungsstücke zur Verfügung, so daß am anderen Vormittag manches schadhafte Stück erseht wer­den tonnte. Bei der Bescherung hielt Hausvater Loh eine Weihnachtsansprache, wobei er auf die schweren Röte dieser Zeit hinwies und dem Wunsche Ausdruck verlieh, daß auch die Wan­derer, soweit sie bessere Tage erleben wurden, die Rot der anderen nicht vergessen sollten. Der Abend verlief bei einer guten Zigarre und einem Glase Bier, sowie beim Gesang unserer alten schö­nen Weihnachtslieder in harmonischer Weife.

** Weihnachtsfeier in der Heil- und P f l e g e a n st a l t. Die diesjährige Weihnachts- feier in der Heil- und Pflegeanstalt vereinigte Aerzte, Beamte, Personal, sowie die Pfleglinge in großer Zahl in der Anstaltskirche. Die Feier trug eine besondere Note, denn außer dem Bläserchor des Vereins für christliche Musik Gießen hatten sich zahlreiche Pflegerinnen der Anstalt mit Chorgesän- gen, Duetten und Gedichtvorträgen in den Dienst der Sache gestellt. Die verschiedenen Vorträge um­rahmten die Ansprache des Oberpfarrers Müller und die Liturgie in glücklichster Weise und boten ein sehr lebendiges, buntes Bild. Die Mitwirkenden entledigten sich ihrer Aufgaben mit großem Geschick und fanden eine ebenso dankbare, wie aufmerksame

Ruhige Reujahrsncrcht. 3m Gegen­satz zu früheren 3ahren vollzog sich der Jahres­wechsel diesmal in wesentlich ruhigerer Art. Zwar wurde schon von den frühen .Abend­stunden an mit allen möglichen Feuerwerks- törpern geknallt, im ganzen blieb aber der Spek­takel doch zurück hinter dem Ausmaß des Sil­vester krawalls der vorhergehenden 3ahre. Auch der Verkehr in den Straßen war, Wohl nicht zuletzt unter der Einwirkung des unfreundlichen Wetters, geringer als früher. Erfreulicherweise hatten auch die Polizei und die Sanitätswache keinerlei Anlaß zum Eingreifen, da der Betrieb überall in guter Ordnung vor sich ging. Der Reiseverkehr auf der Bahn ging am Silvestor- tage und an Reujahr nicht über den üblichen Rahmen hinaus. Die Iahresschlußgottesdienste am Silvesterabend und die Reujahrsgottesdienste waren in allen Kirchen gut besucht.

** Theaterkritik vom Lande. In der Sitzung des Gießener Kreistages vom Dienstag, über die wir am Mittwoch berichteten, erwähnte der Kreistagsabgeordnete Landgerichtsdirektor Schudt gelegentlich der Aussprache über den Kreiszuschuh an das Gießener Stadttheater u. a., derGießener Anzeiger" habe eine Besprechung des Licher Gast­spiels unseres Theaters nicht veröffentlicht und nur einen farblosen Bericht gebracht. Wir möchten nicht verfehlen, dem Abgeordneten Schudt und den übrigen Mitgliedern des Kreistages zur Kenntnis zu bringen, daß es sich bei dem erwähnten Bericht um eine kritische- Würdigung der Aufführung unseres Theaters handelte, die bereits von unserem zuständigen Theaterreferenten gelegentlich der Erst­aufführung im Gießener Stadttheater erfolgt war. Es geht aus naheliegenden Gründen nicht an, datz wir neben unserer fachlichen Würdigung des Thea­ters noch Berichte mit kritischer Wertung des glei­chen Stückes und der darstellerischen Leistungen au Grund der Gastspiele des Ensembles in den ver­schiedenen Orten des Kreises bringen.

* Fremdenvvrstellung im Gießener Stadttheater. Man schreibt u^s:^Die In­tendanz beabsichtigt, auch im neu«'

Mark die runde Summe von 250. Das ergäbe auf sagen wir 50 Jahre berechnet 12 500 Mark. Gewiß ein ganz erkleckliches Sümmchen. Die Rechnung an sich stimmt zwar, aber... Neulich las ich irgendwo folgendes: Ein Mann raucht auf der Straße eine dicke Zigarre. Ein anderer tritt auf ihn zu und fragt:Wieviel solcher Zigarren rauchen Sie am Tage?" .Zehn!"Sie Verschwender" sagt der an­dere,rechnen Sie sich aus, wieviel Geld Sie ge­spart haben könnten, wenn Sie etwa 30 Jahre lang nicht geraucht hätten! Jener Häuserblock könnte Ihnen gehören!" Der Raucher:Erlauben Sie eine Gegenfrage: Gehört der Block Ihnen, da Sie durch Nichtrauchen anscheinend so viel gespart habend Der andere:Nein!" Der Raucher:Nun, mein Herr, da kann ich Sie beruhigen, jener Häuserblock gehört nämlich mir!" Sprachs und ließ den Rechcn- künsller stehen. Denn solche Rechnungen stimmen schon deshalb nie, weil sich der Raucher das Rau­chen in den seltensten Fällen aus freien Stücken abgewöhnt, der Nichtraucher aber nie mit dem für Rauchmatcrial auszugebenden Geld gerechnet hat. Also hat er es auch nicht übrig. W. N.

Wandkalender

des Gießener Anzeigers für 1931.

Das breifarbig gedruckte Kalenderblatt ist von dem Frankfurter Künstler W. Fahrenbruch, einem Schüler des in Hessen besonders bekannten Malers B ö h l e , entworfen. Die Schmuckbilder auf Vorder- und Rückseite versinnbildlichen in markigen Zeichnungen die Frühjahrs- und Herbstarbeiten des Landmannes, Saat und Ernte, wobei die Pferde­gespanne an Böhle erinnern. Die Kalenderfelder sind übersichtlich angeordnet und weisen Schreibraum neben jedem Tag des Jahres auf. Die Ausgabe des Künstlerkalenders erfolgt an alle Bezieher des Gießener Anzeigers", und zwar auch an die­jenigen, die die Zeitung vom 2. Januar an halten.

»LZoruotizeu.

Tageskalender für Freitag: Stadttheater Giehen: »Die drei Musketiere", 19.30 bis 22.30 Uhr Lichtspielhaus Bahnhof­straße:Die drei von der Tankstelle".

Die Hessische Vereinigung für Volkskunde veranstaltet am Montag, 5.Ja­nuar, 20.15 Uh< im Hörsaal Rr. 33 der Universi­tät, einen Vortragsabend, an dem Dr. Otto Bramm vom Museum für deutsche Volkskunde in Berlin sprechen wird. An dem Beispiel der süddeutschen Bauernmalerei in Votiv- und Hei­ligenbilder soll für das große Gebiet der Volks­kunst Verständnis geweckt und gefördert werden. 3n unserer Gegend äußert sich die Volkskunst zwar teilweise auch in Malereien, jedenfalls aber kaum in den dem Vortrag zu Gründ ge­legten Erzeugnissen. Um so interessanter wird es für den Hörer fein, die gemeinsamen Wurzeln der Kunstäuherungen des Dolles in denen anderer deutscher Stämme und Gebiete wiederzufinden. Eine große Anzahl von Lichtbildern wird die Ausführungen des Redners unterstützen. Wir verweisen auf die Anzeigen in der letzten Diens­tagnummer und in der morgigen Damtag- nummer.

Das tonische Kräftigungsmittel tür Körper, Nerven und Herz ist

Kalophat-Wein

Flasche Mk. 4.50.

Fabrik: Engelapotheke

In allen Apotheken zu haben.

Zusammenkunft vormittags 9XA Uhr auf der Marburger Sttaße an der Landes- grenze.

Friedelhaufen, am 2. Januar 1931.

Freiherr!, v. Rabenau'sches Revier

Frledelhausen: 3d)weibe^

Opfer der Berge.

Das Föhnwetter hat gestern in den Stu­baier Bergen zwei Todesopfer gefordert. Beim Aufstieg mehrerer Reichsdeutscher zu den Finstertaler Seen trat der Apotheker Krensch aus Köln ein Schneebrett los. das Krensch und zwei Herren in die Tiefe riß. Wäh­rend letztere unversehrt blieben, konnte Krensch nur als Leiche geborgen werden. 3m Gebiete der Pforzheimer Hütte brach ebenfalls ein Schneebrett los und überraschte eine aus sechs Önnsbrucker Handelsschülern bestehende Gesell­schaft. Zwei junge Leute wurden in die Tiefe gerissen und vom Schnee begraben. Einer konnte lebend geborgen werden, während der andere, der 19jährige Wilhelm Sperling aus Innsbruck, nur noch als Leiche aufgefunden wurde.

Seebeben im Stillen Ozean?

Millionen von Fischen sollen in einem großen Seebeben umgekommen sein, das sich in der Nähe der chilenischen Küste im Stillen Ozean ereignet hat. Unter der Küstenbevölkerung von Chile herrscht große Furcht, da sie die geheim­nisvollen Donnergeräusche als die Vorläufer eines neuen Unglücks ansieht. Längere Erd­bebenstöße sind in Vallenar und an anderen Orten verspürt worden. Uebelriechende grüne Seen, so mel­det Reuter, schlagen an die Küste von Nordchile. Die Behörden haben die Einwohner vor dem Baden in der See gewarnt und auch die Berührung des Wassers untersagt, da eine Untersuchung, ergeben haben soll, daß erhebliche Mengen von verwesten Tieren darin gefunden wurden.

Sturmflut in bet Südsee.

RgH einem Funkspruch des DampfersDuris" hat ein Erdbeben, das von einer etwa 2,5 Meter hohen Sturmflut begleitet war, am Weih­nachtsabend die in der Südsee liegenden w e st - lichen Inseln nördlich von Reu-Guinea er­schüttert. Aus den zu ihnen gehörenden Awin- 3nseln wurden Häuser und Vieh ins Meer gerissen.

Das Befinden Marschall Joffreß.

Die Aerzte Marschall 3offres veröffentlichen einen Krankheitsbericht, wonach der Marschall schläft. Kurz vor der Veröffentlichung des ärzt­lichen Bulletins hatte sich in den Mittagsstunden die unzutreffende Rachricht verbreitet, daß der Marschall bereits gestorben sei. Sie war aüch bereits ins Ausland weitergeleitet worden. Um Mitternacht wurde folgender Bericht ausgegeben: Der Kranke hat das Bewußt­sein nicht wieder erlangt und ruht, ohne zu leiden. Seit gestern vormittag ist keine Aenderung in seinem Befinden eingetveten. Parker Gilbert tritt in das Bankhaus Morgan ein.

Der frühere Generalagent für die Re- parationszahlungen, S. Parker Gilbert, wird in das Bankhaus 3. P. Morgan & Co. als Teilhaber eintreten. Parker Gilbert wird 19. Generalpartner" der Firma sein und die gleiche Stellung bei Morgan Grenfell, London, und Morgan and Company, Paris, bekleiden. Es verlautet, daß keine Abweichung von der bis­herigen Politik der Dank, insbesondere auf dem Gebiet der Gewährung von Auslandanleihen be­absichtigt ist.

«Mitarbeit bet der Bescherung zur Verfügung g*. teilt hatten. Die Abendfeier verlief bet gutem De« uch in der gleichen harmonischen Weise. Auch dies­mal waren wieder die Vertreter der Behörden aller Art, mit denen der Reichsbund praktisch zu arbeiten hat, anwesend. Der 1. Vorsitzende Kam. Wall« d o r f Gießen eröffnete nach einem Prolog mit einer Ansprache die Feier. Er dankte besonders den Vertretern der Behörden für ihr Erscheinen sowie s den Mitgliedern der Freien Turnerschaft für die turnerischen Vorführungen und Herrn Habermehl für die gesanglichen Darbietungen, die zur 23er« schöneruna des Festes beigetragen haben. Den musi­kalischen Teil der Feier hatte die Reichsbanner­kapelle Gießen übernommen. Für die Stadtverwal- ( tung und Behördenvertreter sprach Verwaltungs- Inspektor Gräf- Gießen, der das gute Einverneh­men zwischen Reichsbund und Behörden betonte.

Berliner Börse.

Berlin, 2. Jan. (WTB. Funkspruch.) Der erste Frühverkehr im neuen Jahre zeigte eine freundlichere Grundstimmung. Der feste Schluß der Neuyorker Mittwochsbörse und der in Südwales ausgebrochene Bergarbeiterstreik gaben eine gewisse Anregung, i ohne daß das Geschäft allerdings eine Belebung er- 1 fahren hätte. Aktienkurse waren vorläufig noch nicht zu hören. Am Devisenmärkte nannte man London I gegen Paris 123,63, London gegen Mailand 92,7^ London gegen Spanien 46,25, London gegen Am- I sterdam 12,06, London gegen Kabel 4,8555, London gegen Berlin 20,3850 und Kabel gegen Berlin

Oie Wetterlage.

Zuhörerschaft. , .

** Reichsbund der Kriegsbeschädig­ten und Kriegerhinterbliebenen. Man berichtet uns: In der Turnhalle am Oswaldsgarten fand die Weihnachtsfeier des Reichsbundes der Kriegsbeschädigten und Kriegerhinterbliebenen Orts- gruppe Gießen, statt. Am Nachmittag wurden über 400 Kinder beschert. Der Gausekretär Benner, Gießen, begrüßte die Teilnehmer. Er wies besonders auf die Bedeutung der diesjährigen Weihnachtsfeier hin und dankte allen, die sich praktisch an dem Hckfs- werk beteiligt hatten. Die Nachmittagsfeier wurde

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Wettervoraussage.

Der tiefe Druck über dem Kanal hat sich wiedee über Deutschland ausgebreitet und dabei während der verflossenen Nacht zu Niederschlägen geführt. Mit dem Drehen der Winde mehr nach Westen zu gehen die Temperaturen erneut zurück, so daß in unserem Bezirk die Werte im Vergleich zu den gestrigen bereits wieder bis zu 3 Grad tiefer lagen. Don Westen her steigt der Luftdruck durch die käl­tere Luft an. Dadurch dürste das Wetter etwas beständiger werden und die Niederschlagstätigkeit Nachlassen, jedoch sind in Begleitung der Ozeanluft zunächst außer Bewölkung auch noch vereinzelt« Schauer zu erwarten, die bei der weiteren Abküh­lung vielfach in Form von Schnee niedergehen dürsten.

Aussichten fürSamstag: Kälteres, wech­selnd wolkiges Wetter mit vereinzelten Regen-, tn höheren Lagen Schneeschauern.

Lufttemperaturen am 1. Januar: mittags 4,6 Grad Celsius abends 3,9 Grad: am 2. Januar: morgens 2,5 Grad. Maximum 5,8 Grad, Minimum 2,2 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 1. Januar: abends 1,4 Grad: am 2. Januar: morgens 2 Grad Celsius. Niederschläge 8,2 mm.

Amtliche Wintersportnachrichtea.

Sauerland, Winterberg: Schneetvei? ben,2 Grad, 22 cm Schnee, Pulverschnee, Ski und Rodeln gut

Alpen, Gar misch - Partenkirchenr Schneetreiben, 1 Grad, 15 Zentimeter Schnee, 2 Zentimeter Reuschnee, Pulverschnee, Ski und Rodeln sehr gut.

__________(Schluß des redaktionellen Teils.)

Als erste hessische Geldlotterie im neuen Jahre zieht die Offenbacher Geldlotterie. Die Ziehung findet am 9. Januar statt. Wir verweisen auf das in dieser Ausgabe enthaltene Inserat.__________4v

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