Ausgabe 
31.7.1930
 
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König das Ausland aufsuchen mußte. Die Scheidung hatte in Belgrad viel böses Blut gemacht, und Milan dankte am 6. März 1889 zugunsten seines Sohnes Alexander ab. Er lebte nun vorwiegend in Paris unter dem Namen eines Grafen von Takooo. Bon Paris aus beeinflußte Milan die Politik seines Sohnes, und um die Dynastie zu sichern, söhnte er sich im Jabre 1893 sogar mit seiner Frau aus. Frei­lich nur offiziell. Natalie war damals ena befreun­det mit dem österreichischen Legationsrat Dumbo, der später österreichischer Botschafter in Washington gewesen ist. Vorübergehend hatte sie die Erlaubnis erhalten, sich in Serbien wieder aufzuhalten, aber dann hatte man sie erneut des Landes verwiesen. Noch der offiziellen Versöhnung des Königspaares fetzte Alexander seinen Vater und seine Mutter wie­der in ihre Rechte als Mitglieder des königlichen Hauses ein. Aber die Eltern zogen vor, Belgrad vereint zu verlassen und getrennt imAuslandzu leben. Dann kam die Verlobung König Alexanders mit der wunderschönen Draga Maschin, einer srüheren Hofdame der Königin. Draga Maschin, die Witwe eines Ingenieurs, war russenfreundlich, und der Zarenhof förderte die Heirat, während Milon und Natalie, diesmal einig, heftig dagegen waren. Aber Milans Einfluß schwand. Am 11. Februar

1901 starb der erste König von Serbien, wie es sich für einen Abenteurer ziemt, im Wiener Jockey-Club. Nun brach die Königinwitwe alle Brücken zu ihrer Heimat ab; sie trat aus der griechisch-orthodoxen Kirche aus, wurde Katholikin. Die Heirat Alexanders mit der elf Jahre älteren Draga Maschin schuf die Stimmung, in der die Verschwörung der Karadjordjewitschs Erfolg haben konnte. In der Nacht vom 10. zum 11. Juni 1903 wurden Alexander und Draga Maschin ermordet, und Natalie verlor ihren Sohn, den Inhalt ihres Lebens.

Bald darauf war Serbiens erste Königin ver­schollen. Im Jahre 1911 hörte man von einem Pro- zeß, den die Witwe eines Pariser Arztes gegen sie angestrengt hatte, weil der ermordete König Alexan­der seine Arztrechnungen nicht zu bezahlen pfleate. Vor einem halben Jahr wurde die Exkönigin Na­talie durch Zufall in Paris entdeckt; sie trug die Tracht einer barmherzigen Schwester des Klosters Notre Dame de Somon. Die siebzigjährige Frau, die mit sechzehn Jahren eine gefeierte Schönheit und Fürstin von Serbic.-, mit dreiundzwanzig Jahren Königin gewesen war, sah furchtbar her­untergekommen aus. Soeben wurde sie von der Pariser Polizei als Bettlerin aufgegriffen, weil sie mit einem Schankwirt in Streit geraten war.

Wirtschaft.

* Bevor st ehende Emission von Rei chs- bahnschakan Weisungen. Bei der zur Fi­nanzierung Der großen Aufträge zur Ankurbelung der Wirtschaft von der Reichsbahn geplanten Be­anspruchung des Geldmarktes im Ausmaße von 350 Millionen Mark soll es sich, nach Informatio­nen des WTB.-Handelsdienstes, zunächst um die Unterbringung von 150 Millionen Mark Schatz- anweisungen handeln, von denen ein Konsortium unter Führung der Reichsbank 100 Millionen über­nimmt. Die Laufzeit der Schatzanweisungen, die mit 6 v. H. verzinslich sind, soll Jünf Jahre betragen. Der Uebernahmekurs ist noch nicht festgesetzt, er dürfte zwischen 95 bis 95^ v. H. liegen.

Absatzkrise auf dem amerikani­schen Automarkt. Wie dem WTB.-Han- delsdienst gemeldet wird, wird die Absahkrise auf dem LISA-Au iomarkt wesentlich erschwert durch die trotz aller Forcierung stark rückläufigen Ex­porte. Der Wert der Gesamtausfuhr einschließ­lich der Teile ist in den ersten fünf Monaten dieses Jahres gegenüber der gleichen Zeit des Vorjahres um 42 v. H. zurückgegangen, und zwar von 299 Mill, auf 173 Mill. Dollar. Zum ersten Male läßt sich ein beträchtlicher Rückgang des Absatzes der im Auslande befindlichen Montan­werkstätten erkennen. 3m Gegensatz zu der all­gemeinen Entwicklung sind die Exporte nach Deutschland infolge der niedrigen deutschen Auto- zölle nur unwesentlich zurückgegangen.

AktiverMotorrad-Auhenhandel. 3m Gegensatz zu der rückläufigen Automobilaus­fuhr, die einen Rückgang des Absatzes von Ruh- fahrzeugen um 40 v. H. zu verzeichnen hat, konnte der deutsche Motorradexport im ersten Halb­jahr erneut eine Steigerung um 20 v. H. auf- weisen, wobei besonders zu betonen ist, daß sich die Tendenz einer rückläufigen Einfuhr für 1930 weiter erheblich fortgesetzt hat. Hauptabnehmer ist neben der Tschechoslowakei Oesterreich. Aber auch auf nahezu allen Märkten der Rachbar­länder und in China konnten Absatzsteigerungen erzielt werden.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M., 31.3uli. Tendenz: lustlos. Der heutige Ultimo veranlaßte die, Kulisse zu weiterer Zurückhaltung, obwohl Schwierigkeiten nicht erwartet werden. Der Auf­tragseingang blieb weiterhin minimal, so daß das Geschäft fast vollkommen sta- f; n i e r t e. Vereinzelt kam noch zu Geldbeschaf- ungSzwecken Material an den Markt, so daß die Kurse gegenüber der etwas freundlicheren Abend- dürfe sich nicht ganz behaupten konnten. Die schwache gestrige Reuyorker Börse verstärkte die Lustlosigkeit weiter. Die Grund st immung war aber widerstandsfähig. Am Chemie­markt eröffneten J.--G.-Farben 1 Prozent schwä­cher. Dagegen konnten sich Rütgerswerke, die in den letzten Tagen besonders stark unter Druck ftan&en, um 1,5 Prozent bessern. Auch am Elektro- markt war die Kursgestaltung nicht einheitlich. AEG. und Schlickert lagen um Bruchteile eines Prozentes niedriger, während Gesfürel höher lagen. Montanwerte lagen ebenfalls still. Bu­derus mit minus 1,25 Prozent stärker gedrückt. Von Autowerten zogen Daimler leicht an. Gut behauptet eröffneten Frankfurter Maschinen,Conti

Gummi und Zement Heidelberg. Banken wenig verändert. Am Kunstseidemarkt waren Aku an- geboten und 2,5 Prozent niedriger. Am Renten­markt waren deutsche Anleihen schwach, aber etwa behauptet, während Reubesitz stärker nach­gaben. 3m Verlaufe trat keine Belebung des Geschäftes ein. Gegen Anfang waren die Kurse nur wenig verändert, zumeist jedoch behauptet. Von Anleihen konnten sich Reubesih weiter bes­sern und erreichten den Stand der gestrigen Abendbörse. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 4,5 Prozent weiter angespannt. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,1842, gegen Pfund 20,3760. London gegen Kabel 4,8695, gegen Paris 123,75, gegen Mailand 92,97, gegen Madrid 43,25, gegen Schweiz 25,0575, gegen Holland 12,0925.

Berliner Börse.

Berlin, 31.3uli. Unter dem Einfluß des schwachen Schlusses der gestrigen Reuyorker Börse war schon im heutigen Dormittagsverkehr eine, im Vergleich zu gestern, etwas schwächere Tendenz festzustellen.. Es fehlte, mit Aus­nahme eines etwas besseren Eisenexportberichtes, an Anregungen. Eine gewisse Beruhigung ging von der Tatsacke aus, daß die älltimoregelungen bei der Liquioationskasse bisher einen glatten Verlauf genommen haben. Auch der Bericht der Commerz- und Privatbank fand Beachtung. DaS Kaufinteresse war aber heute immer noch sehr gering; besonders die Spekulation übte Zurüöchaltung, zumal das Ausland eher schwä­chere Kurse meldete. So eröffnete die Börse b e i fast vollkommener Geschäfts­stille uneinheitlich und mit Abweichungen bis zu 1,5 Prozent nach beiden Seiten. Hoher lagen Harpener plus 1,5 Prozent; Salzdetfurth plus 4 Prozent, d. h. diese Papiere konnten ihre gestern abend in Frankfurt erzielten Gewinne voll behaupten. Oberkoks eröffneten 1,25 Prozent hoher, da die Gesellschaft angeblich ihren in Amerika laufenden Prozeß jetzt in allen 3n- stanzen gewonnen hat. Deutsche Eisenhandel (plus-plus) notierten bei einer Rachfrage von 8 bis 10 Millionen 3,75 Proz. hoher. Dagegen eröffneten Berliner Maschinen Schwarzkopf auf ein Baisseangebot von 6 Millionen mit Minus- Minus-Zeichen. Sonst waren Aku, Schubert L Salzer, Conti-Gurnrni, Oberbedarf, Braubank Danatbank und Reichsbank etwas stärker gedrückt. Einen größeren Verlust hatten Zement Heidelberg minus 3,5 Prozent aufzuweisen, was wohl dar­auf zurückzuführen ist, daß die bisher kursregu- Ilerenbe Firma, die Bankfirma 3arislowsky & Co., aus der Liquidationskasse ausgetreten ist und da­durch keine Terminengagements durchfuhren kann. Deutsche Anleihen ruhig; Reubesitz eher nach­gebend. Don Ausländern bröckelten Mexikaner weiter ab. Am Pfandbriefmarkt wollte man wieder Angebot bei Goldpfandbriefen feststellen; das Geschäft war aber noch recht uneinheitlich Geld war zum Ultimo weiter anziehend. Tages- geld, d. h. heute auch Geld über Ultimo 5 bls 7 Prozent; Monatsgeld 4,5 bis 5,75 Prozent, Wa­renwechsel ohne Umsatz. Auch im Verlaufe blieb das Geschäft allgemein sehr ruhig. Es ergaben sich auf Grund der geringeren Umsätze überwie­gend kleine Kursabbröckelungen bis zu 1 Prozent.

Oer Wormser ünruhen-prozeß.

Das Urteil der Berufungsinstanz.

WSR. Darmstadt. 30.3uli. Heute vor­mittag fällte die Große Strafkammer als Berufungsinstanz im Wormser Unruhen­prozeß nach mehrwöchiger Derhandlung fol­gendes Urteil:

Freigesprochen werden die Angeklagten Haas (Urteil erster Instanz: neun Monate Gefängnis). Bayerbach (Urteil erster Instanz: sieben Monate). Fey (Urteil erster Instanz: sieben Monate). Lenz (Urteil erster Instanz: sieben Monate). L e i n h a a s (Urteil erster In­stanz: sechs Monate), Schneioer (Urteil erster Instanz: sechs Monate), W. W i hier (Urteil erster Instanz: neun Monate), Ry11 (Urteil erster Instanz: sechs Monate Gefängnis). Die Berufung der Staatsanwaltschaft gegen das freisprechende Urteil hinsichtlich der An­geklagten Gräf, Zimmermann und Haber- m e h l wird verworfen. Die Berufung des An­geklagten Rossi, der in erster Instanz aus Mangel an Beweisen freigesprochen wor­den war, verfiel gleichzeitig der Ablehnung. Auch die Berufung des Angeklagten 3 e cf, der sechs Monate Gefängnis bekommen hatte, wird ver­worfen. Das Urteil erster 3nstanz wird hinsicht­lich des Angeklagten Landtagsabg. Müller, der erstinstanzlich ein 3ahr drei Monate Ge­fängnis erhalten hatte, auf neun Monate Gefängnis unter Anrechnung von einer Woche Untersuchungshaft abgeändert. Der Angeklagte De ho f f (Urteil erster Instanz: sieben Monate Gefängnis) erhält sechs Monate, abzüglich drei Monaten Untersuchungshaft; Reubauer (Urteil erster Instanz: drei Wochen Gefängnis) kommt mit 50 Mark Geldstrafe, eventuell fünf Tagen Gefängnis, davon. Karaschowski, der in erster Instanz ein 3ahr Gefängnis er­

halten hatte, wird xu sechs Monaten Ge­fängnis verurteilt, die durch die Untersu­chungshaft als verbüßt gelten. Außerdem wird er sofort in die Erziehungsanstalt, aus der er entsprungen ist, zurückgebracht. 3m übrigen bleibt das Urteil erster Instanz bestehen, d. h. die Waffen bleiben eingezogen usw.

Oie Llrieilöbegründung.

3n der sehr ausführlichen Urteilsbe­gründung wurde von dem Vorsitzenden u. a. darauf hingewiesen, daß das Berufungsgericht sich im Gegensatz zur Staatsanwaltschaft und Derteidigung nicht auf eine besondere Gruppe von Zeugen gestützt habe, sondern die Aussagen aller Zeugen bewertete. Die Auflösung des De­monstrationszuges am 10. Januar sei polizeilich falsch gewesen. Auch die Uebergabe des Polizei- befehls in derRheingold"-Dersammlung gab zu Zweifeln Anlaß, ob es sich um den richtigen Polizeibefehl gehandelt habe. Außerdem war der Schriftsatz des Polizeidirektors K^l^p p r o t h so unklar gehalten, daß der Dersammlungsleiter nicht klar darüber war, was verboten war. In der Sprache der Arbeiterschaft wird unterDe­monstration" ein Umzug verstanden. Für das Gericht steht fest, daß der preußische kommu­nistische Landtagsabgeordnete Müller auf dem Markt gerufen hat:Alles stehen bleiben" und Rieder mit der Polizei". Er hat dadurch die Massen aufgewiegelt und ist als Rädelsführer zu bezeichnen und zu bestrafen. Es muß aber angenommen werden, daß die Menge sich nicht bewußt war, an einerZusammenrottung" betei­ligt zu fein, zudem standen in der vordersten! Linie meist Psychopathen.

Rur Rheinische Braunkohlen konnten 2 Proz., d. h. etwas über den Anfangsverlust, anziehen.

Berliner Produttenmarkt.

Berlin, 30. Juli. Auf Grund der erneut schwachen Auslandmeldungen blieben die Käufer im Vormittagsverkehr zurückhaltend. Da jedoch anderseits auch das Jnlandangebot, namentlich von Weizen zur sofortigen Lieferung, sich ver­ringert hat und bei Dörsenbeginn wieder reg­nerisches Wetter eintrat, war die Grundstimmung nur für Weizen zur späteren Lieferung schwächer. Am Lieferungsmarkt zeigte sich in den Julisichten einige Deckungsnachfrage, so daß die Eröffnungs- preife 1,50 Mark über den gestrigen Dchluhpreisen tagen. Weizen auf spätere Lieferung verlor 1 bis 1,50 Mark, Roggen lag stetig, wobei allerdings wieder Interventionen zu beobachten waren. Das Promptgeschäft gestaltete sich bei wenig veränder­ten Preisen infolge des mäßigen Angebotes ziem­lich schleppend. Am Mehlmarkte ist keine Be­lebung zu verzeichnen. Hafer scheint namentlich in feinen Qualitäten etwas besser gefragt. Win­ter- und Sommergerste ausreichend offeriert, auf älntergebote für feine Sorten erfolgen jedoch nur vereinzelt Zusagen. Es notierten für je 1000 kg: Weizen, märt., Juli 291 bis 293, Sept. 260 bis 259, Okt. 261 bis 232, Dez. 267,50 bis 269; Roggen, märt, 158 bis 161 (stetig), Juli 177, Sept. 174 bis 174,50, Okt. 179 bis 180, Dez. 188; Futter- und Jndustriegerste 174 bis 197 (stetig); Hafer, märt, 178 bis 185 (fester), Juli 189,50, Sept. 181,50 (Geld), Okt. 186,50 (Geld), Dez. 191 bis 191,50 (Geld);

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 31. Juli. Auftrieb: 114 Rinder, 757 Kälber, 212 Schafe, 1014 Schweine. Es wurden notiert: Kälber: beste Mast- und Saugkälber 74 bis 78 Mk., mittlere Mast- und Saugkälber 68 bis 73, geringe Kälber 62 bis 67. Schafe: Mastlämmer und jüngere Mast- hämmel (Weidemast) 49 bis 53, mittlere Mast­lämmer, ältere Masthämmel und gut genährte Schafe 42 bis 48 Mk. Schweine: nicht notiert. Marktverkauf: Kälber anfangs rege, zum Schluß stark abflauend. Schafe rege, Ueberftanb. Schweine ruhig, Heberftanb.

Kirche uni» Schule.

O Hochelheim, 30. Juli. Die Kreis- shnode Wetzlar feierte hier am Sonntag ihr Kreisshnodal-Gustav-Adolffest. Im Festgottesdienst hielt Pfarrer Müller (Alzey) bie Festprebigt. Er sprach von dem hohen Wert

der Arbeit des Gustav-AdolfvereinS für die evan­gelische Kirche und das Deutschtum. Der Feft- gottesdienst wurde verschönt durch einen Gesang­vortrag des Männergesangvereins von Hochm- heim unter Leitung des Dirigenten Köhler (Großen-Linden). Die Rachversammlung fand ebenfalls in der Kirche statt. Sie wurde eröffnet mit e«iem Posaunenvortrag des Hochelhelmer Posaunenchors. Der Ortsgeistliche, Pfarrer Schneider, hielt bie Begrüßungsansprache. Die zweite Ansprache hielt Pfarrer K u l k e von Rie- derkleen. Er forderte im Hinblick auf das 100- jährige Bestehen des Gustav-Abolfvereins auf zum opferfreudigen Geben für die Gustav-Adolf- Sache. In der dritten Ansprache berichtete Pfar­rer Müller (Alzey) über die verschiedenen Ge­biete der Diaspora, besonders von Böhmen und Mähren. Das Fest wurde umrahmt durch Ge­sangsvorträge des Gemischten Chors von Hochel­heim unter Leitung von Albert Kuhl (Hörns­heim). In einem kurzen Schlußwort dankte dev Ortsgeistliche, Pfarrer Schneider, der Ge­meinde. Hochelheim für bie gastliche Einstellung. Ferner sprach er den Chören, sowie allen bei dem Feste Mitwirkenden herzlichen Dank aus.

Turnen, Sport und Spiel.

Der Europa-Rundflug.

33 Europaflieger haben bis zum Mitt­wochabend den ersten Teil des Europa-Rund- fluges beendet und sind wohlbehalten in 2er- l i n angekommen. Am Mittwoch trafen weitere acht Flieger ein, und zwar: v. Koppen, Giebel, v. Waldau, Frhr. v. Frehberg, Spengler, Benz und die Polen Gedgowd und Wieckowski. Aus- ge schieden sind inzwischen 20 Teilnehmer, darunter alle noch in Spanien und Südfrankreich befindlichen Flieger. Kurz vor dem Ziel erlitt der deutsche Pilot Dr. King noch ein arges Mißgeschick. Bei einer Rotlandung in Freien­walde a. O. zertrümmerte er seinen BFW.-Tief- decker, blieb aber selbst unverletzt.

Daten für Freitag, 1. August.

Sonnenaufgang 4.23 Uhr, Sonnenuntergang 19.49 Uhr. Mondaufgang 13.09 Uhr, Monduntergang 22.32 Uhr.

1221: Gründung der Schweizer Eidgenossenschaft; 1911: der Sprachforscher Konrad Duden in Son­nenberg gestorben; 1914: Mobilmachung in Deutschland und Frankreich. Kriegserklärung Deutsch­lands an Rußland.

Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 o. H., Lornbardzinsfuß 5 o. H.

Frankfurt a. Dl. I Berlin

Frankfuri a. Dl.

Berlin

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Anfang» KurS

Datum

30. 7.

31. 7.

30. 7.

31. 7.

Datum

30. 1.

31. 7.

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vauibutfl.VUneitla Pale! . . . .

Hamburg-Güdam, Dampfschiff. 8

Hansa Tampfschiss.....10

Norddeutscher Lloyd.....8

Allgemeine Deutsche Credltanst. 10 Barmer Bankverein .... 10 Berliner Handelsgesellschaft . 12 ilommerz. unb Privat-Bank. 11 Darmstädter unb Nationalbant 12 Deutsche Bant unb

DtSconto-Gesellschaft, ... 10

Dretbner Bank.....* 10

Reichsbank........12

a.@.®........ 8

Bergmann.........9

lileltt. Lieferung«gelellschaft. 10

Licht unb Kraft......10

Felten & (BuUleaume . . . 7% Gesellschaft für Elektrische

Unternehmungen .... 10

Hamburger ElektrizitätS-Werke 10 Rheinische Elektrizität .... 0 Schlesische Elektrizität. ... 10 Schuckert L Co.......11

Siemens & Halske ..... 16 ItanotaDlo . ........ 8 Lahmeyer L Co..... . 10

Deutsche Erdöl.......6

Gelsenkirchener.......k

Harpener.......... 0 Hoesch Eisen..... 6^

Fise Bergbau..... . 10

Rlötfnerroerie . .< KSln-Neuessen..... 7

in an n et mann-816 fiten .... 7 DianSselder Bergbau.....7

Oberschles. Crilcnbcbarf .... 6 Oberschles. KokSwerke.....'

i'fiöntr Bergbau......6Vt

Rheinische Braunkohlen . . 10 Rhetnstahl ......... 6 Riebeck Montan ...... 7,2

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138

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132

126,75

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84,75

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91 108,75 115,5 147,5

132 186,5

127,25 127

247

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138 99,75

137,5 131,5

126,75 132,5 154,5

194,25 109,25

155

62 73,25

109 100,5 87,5

83,5 83,5

85

61,5

53 85,5 78,25 214,75 92,25

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91,25

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115,5

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132

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148

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132

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154,75

62,5

73,25

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102

87

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83,6

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61,13 51

86,75

213

91,25

96

Deutiche SnI.-ÄblSI.-Lchuld mit

AuSlos.-Rechten.......

Deflgl. ohne Autlos^Rechte . .

8% He«, fiolteftaat von 192» (tudiablb. 102%) ....

Oberhessen Provinz Anleihe ml' BuSIos.-Rechten......

Deutsche komm. SammelabL Anleihe Serie 1.......

6% firantf. Hyp^Bank Goldpse Xlfl unfünbbar M« 1934 . . .

7% yranks. php^Bank Goldpse unkündbar 61« 1932 .....

Wi% Rheinische Hüp.-Bank

6% Pr. £anbe4ptanbbrie|anfialt, Pfandbriefe R. 17......

8% $r. LandeSplandbriesanstalt, Äomm^Cbl. 81. 80......

7% Pr. 8anbe«p|anbbrtefcmftall, Psandbriese R. 10......

A.S.«. abg. VorkriegS-Obligatto ne«, rückzahlbar 1932 .....

4% OefteneWidje «olbtente . . 4,80% vesterreichtsche Hilberrente 4% Oekterrrichilche Einheitliche

Rente .........

«% Ungarische «olbrente ....

4% Ungarische Staatlrente v, 1010

beMfil. von 1913

4% Ungarische flTonenrente

4% DürNsche gollanleihe von 1911

4% Türkische Vagbabbahn-Anl Serie 1 .........

4% beflßl. Serie II.......

5% Rumänische vereinh. Rente von 1903 ........

4y,% RumLnIiche oerelnh. Rente von 1913 . . . ... - -

Rumänische verein». Rente .

$ranlfun a. Dl.

Berlin

Banknoten.

Echluß- furd

l'Uhr» ffurt

Schluß» kurS

Anfang- KurS

Berlin, 30. Juli

Gelb

Srlef

Amerikanische Noten......

Belgische Noten, .......

Dänische Noten ........

Englische Noten ........ französische Noten ....... Holländische Noten ....... Italienische Noten........

Norwegische Noten.......

Deutsch-Oesterreich, 6 100 Schilling Rumänische Noten.......

Schweizer Noten ....... Spanische Noten ........ Tschechoslowakische Roten.....

Ungarische Noten .......

veotstninarkt Berlin

4,166

58,40

111,85

20,322

, 16,44

168,01

21,96

111,80

59,11

2,46 112,18

81,20

46,71

12,375

73.13

- Frankfurt

4,186

58,64

112,29

20,402

16,50

168,69

22,04

112,24

59,35

2,48

112,62

81,52

46,89

12,435

73.43

a. M

Datum

30. 1.

31. 1.

30. /.

31. ».

Beremigie Siahiwerte ....

Olavi Minen......16'/.

Kaliwerke Aschersleben ... 10

Kaliwerke Westeregeln ... 10

Kaliwerke Salzdetfurth ... 15

I. ®. starben-Industrie ... 12

Dnnamtl Nobel.......6

Ccheibeanslalt........fi

Golbschmibt ........6

maigerswerie........6

Metallgrlellschaft.......8

Philipp Holzmann......?

Zementwerk Heidelberg . . 10

Cementwerk Karlstadt, ... 10

Wayh & ssreytag......8

Schultheis Patzenhofer ... 15

Ostwerke.........12

Aku...........18

Bemberg...... 14

Bellftoff TOalbfief .... 18'/.

Zellstofs Aschaffenburg ... 12

Charlottenburger Wasser ... 8

Dessauer (Ma6........v

Daimler Motoren ...... 0

Deutsche Linoleum ......

Maschinenbau A.«G. ..... 0

Mal. Automobil.......0

Crenflcln & Koppel . .... 6

Leonhard Dietz ...... 10 Svenika ........

frankfurter Maschinen .... 4

chrihner....... 6

Heyligenstaedt ....... 0

Junghan«..........6

Lechwerke..........8

Matnkraftwerke HSchst a. M.. . 8

M!ag 10

Bebr. Roeder ....... 10

Boigt & Haessner......v

Süddeutsche Hu da .... 10

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188 196 326

152

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186

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61,6 132,5 304,5

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31. Juli

Amtliche (»elf

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Amtliche Geld

Notierung Srlei

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Yapcm - . . -ttio be Ian Wien in D-» Cefl. abgcst Prag ... Belgrad . . Budapest. . Bulgarien. Lissabon Danrig. . . Konst nrill. Athen. . . Canada . . Urnjuat). . Cairo . . .

168,35 1,502

58,505 112,06 112,11

112,46

10,52 21,905 20,357 4,1805 16,445 81,265

47,05

2,063 0,489

59,095 12,395

7,419 73,31

3,032

18,79

81,42

1,784

5,43

4,185 3,445

20,865

168,69 1,506

58,626

112,28

112,33

112,68

10,54

21,945

20,397

4,1885

16,485

81,425

47,15 2,067 0,491

59,215 12,415

7,423 73,45 3,038 18,83 81,58

1,789

5,44 4,193 3,453

20,905

168,32 1,505

58,495 112,05 112,10 112,46

10,52 21,905 20,355

4,180

16,45

81,235 47,05 2,063 0,435

59,105 12,393

7,418 73,30 2,032 18,79 81,42

1,784 5,435 4,185 3,418

20,865

168,66 1,509

58,615 112,27

112,32 112,68

10,54 21,945 20,394

4,188 16.49

81,395 47,15 2,067 0,437

59,225 12,413

7,432 73,44 3,038

18,83 81,58

1,789

5,445 4,193

3,425

20,905