Ausgabe 
30.5.1930
 
Einzelbild herunterladen

Oer Sport am kommenden Sonntag

Se

Geschä

bei Brüt

Pfil

I

i

Hervo

SCHONE HAARE

aufie

Patgulli, Gauner, Südwind usw. das die auch sonst stark heutigen Anzeige.

Delifee, Negus, Mignoma, Programm der Flachrennen, beseht sind. Näheres in der

Di

ver

Mk., Kl. 2a 18,10 Mark.

Frl

Ein Poi

Arbeiter-Turn- und Sportbund.

Wieseck I vezirksmannschaft 2:4.

Aus dem Wiesecker Sportplatz standen sich gestern diese Mannschaften im Rückspiel gegen­über. Im Vorspiel siegte die Bezirksmannschaft mit 7:4 Toren. Auch gestern waren die Ber­einigten, die in anderer Besetzung antraten, dem Platzbesitzer etwas überlegen. Bereits wenige Minuten nach Spielbeginn konnte die Bezirks-Elf in Führung gehen. Dann strengte sich Wieseck etwas mehr an, doch die ballsichere Abwehr der Verteidigung der Bezirks-Elf klärte alle guten Angriffe. Rach Verlauf einer Viertelstunde kamen die Vereinigten zu ihrem zweiten Tor, dem nach kurzer Zeit ein Strafstoß den dritten Erfolg anfügte. Dann kam auch Wieseck zu einem längst verdienten Erfolg und stellte so das Halb­zeitergebnis 3:1 her. Vach Seitenwechsel war Wieseck mehr im Angriff und stellte nach kurzer Zeit das Ergebnis auf 2:3. Dann folgte weiter schönes offenes Spiel, bei dem Wieseck gegen Schluß etwas abfiel und die Bczirksmannschaft das Endergebnis mit 4: 2 Toren herstellen konnte.

ferne.

Der Redner ging dann auf den Umfang der Wirkungen Les Krieges auf einzelne wirtschaft­liche Gebiete ein. Die finanzielle Lage könne nicht so schlecht gewesen sein, wie man bisher glaubte, denn die große Zahl von Truppen, die 1648 ent­lassen werden mußten, sei pünktlich entlohnt wor­den. Ferner sei der Zinsfuß in Deutschland nach dem Kriege ebenso niedrig geblieben wie vor ihm;

* ' ' ' .ch das bewegliche Ver-

allerdings habe sich ja au:, ,

mögen verringert. Daneben könne man ein Stei­gern der Verschuldung der öffentlichen Hand feststellen: de.ch sei noch zu erforschen, ob diese ungesunde Bewegung nicht schon vor 1618 im Gange gewesen sei, oder ob der Krieg die Pro­duktion geschwächt habe. Beim Beurteilen der Wirkung auf die Landwirtschaft müsse man be­achten, daß es Landschaften gab, die kaum vom Kriege berührt wurden, neben andern, die sehr stark litten. Dauernde Wüstungen aber habe es

PIXAVON-J^z^m

BEUTEL 304$

Geitrell Kellner leote Ei Ml. 12.- Buthes sowie lsl Elienbih Bnriehei

Seue leie nni bhg Sommer]« schied, da

Talen für Samstag, 31. Mai.

Sonnenaufgang 3.51 Ahr, Sonnenuntergang 20.04 Ahr. Mondaufgang 6.22 Ahr, Mond Un­tergang 0 Ahr.

1750: der preußische Staatsmann Karl August Freiherr v. Hardenberg in Cssenroda geboren; 1857: Papst Pius XL zu Desio, Provinz Mai­land, geboren; 1916: Deutsch-englische See­schlacht vor dem Skagerrak

Mene eien

M 25.-

Tritl.

Auch hi au.

Kinderti jahrsmäj äuherst1 Joppen

fiebrin:h auch für i

Bonn f0|

8

Arni

D. f. B.

Die Ligamannschaft steht am kommenden Sonntag wieder vor einer schweren Aufgabe. Sie hat auf hiesigem Platz die Ligareserve (Pokalmannschaft) des Fuhballsportver» eins Frankfurt in einem Gesellschaftsspiel zum Gegner. Die Gäste sind Meister der Liga II und haben seit Beginn der vorjährigen Ver­bandsspielsaison einschl. aller ausgetragenen Privatspiele nicht ein einziges Spiel verloren. Die Elf wird trainiert von dem ehemaligen Internationalen Schmidt, früher 1. F. C. Nürn­berg, dessen Anleitung sie ihren Aufstieg zu verdanken hat. Sie pflegt das ausgesprochen flache Kombinationsspiel, auf das ihr Trainer als langjähriger Spieler der Nürnberger Meister­mannschaft speziellen Wert legt, versteht aber auch, ihr glänzendes FelVspiel dank des Schuß- Vermögens der Stürmerreihe in zählbare Er­folge umzusetzen. Die V. f. B.-Mannschaft wird

Hauptversammlung ab. Auf der Tagesordnung steht ein Referat des Oberamtsanwaus S a r k a m m (Berlin) über die Justizreform im Reiche, in Preu­ßen und in Hessen, sowie eine größere Anzahl von Anträgen, die sich mit dem Problem der Verein­fachung, Beschleunigung und Verbilligung des Ge­schäftsganges bei den Gerichten befassen und aus eine Verreichlichung der Länderjustizverwaltungen hinausgehen. Im Anschluß an die ösfentliche Sitzung findet eine nichtöffentliche Tagung statt.

Oberhefsen.

Landkreis Gietzen.

:: Beuern, 27. Mai. Dieser Tage fand hier

Irenen

Sand- und Fußballmeisterschaft der D. $.

Vorschlußrunde am 1. Juni.

Nachdem die Turnerinnenmannschaft von Tv. Mainz 1817 auf eine Wiederholung des zweimal unentschieden geendeten Zwijchenrundspiels gegen Turnerbund Ulm verzichtete, stehen jetzt alle Teil­nehmer für die Vorschlußrunde im Handball und Fußball, die am l.Juni zum Austrag kommen, fest. Die Spiele im einzelnen sind: Handball (Männer): TSV. 1867 Leipzig Tv. Friesen­heim (in Erfurt); Mto. Braunschweig Mtv. Kö­nigsberg (in Braunschw.) Handball (Frauen): Berliner Tschft. Barmbeck Uhlenhorst (in Ber­lin); Turnerbd. Ulm Vorwärts Breslau (in Er­furt). Fußball: Kruppsche Tgm. Essen Tv. Mannheim 46 (in Essen); Mto. Altenburg Mtv. Harburg (in Braunschweig).

Zußball-MeisterÄasts-Zwischenrunde.

Acht Mannschaften haben die erste Schlacht der berühmten K.o.-Runde um die Deutsche Fuß­ball-Meisterschaft erfolgreich überstanden. Der nächste Sonntag wird wiederum der Hälfte alle Hoffnungen nehmen. Es sind folgende Begegnun­gen akigesetzt: Dresden: Dresdener S.C. Sp- Vg. Fürth; Berlin: Eintracht Frankfurt Hol­stein Kiel; Köln: Hertha B.S.C. Köln/Sülz 07; Nürnberg: 1. F.C. Nürnberg Schalke 04. Der Dresdener SC. ist bei manchen Fußballkennern der Geheimtyp des diesjährigen Meisterschaftsren­nens. Man geht nicht fehl, wenn man den Sachsen manches zutraut und von einem glatten Sieg der Fürther nicht zu sehr überzeugt ist. Eintracht Frank­furt sollte gegen Holstein Kiel gewinnen, doch eine Niederlage käme auch nicht überraschend. Zu dem­selben Schluß kommt man bei dem Spiel Hertha B.S.C. gegen Köln/Sülz 07. Vielleicht warten die Berliner mit einem ansprechenden Sieg auf, viel­leicht kommt es auch anders. Es ist bei diesen Mei­sterschaftsspielen halt allesdrin".

Rechten der O T

Haine

Eifler

I

ceita.

""i kh .Bemt te|niä( seid(

Eingesandt.

(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem

Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Beschwerde von der Westanlage.

Aeber die Verwendung der leeren An­lagenflächen in der umgebauten Westanlage wird allerhand gemunkelt. Einige wollen wissen, daß der Verein der Bienenzüchter 1 das Bepflanzen dieser Fläche mit Klee beabsich­tigt. Für diesen.Zweck lagern bereits im Haupt- . zollamt 95 Sack ausländischer Kleesamen. Andere | sind für die Anlage von Kartoffeläckern, aber, glaubwürdiger ist die Behauptung, daß die Ver­einigung hiesiger Banken die Flächen mitTau- I sendguldenkraut" einsäen lassen will. Tausend ehemalige süddeutsche Gulden sind bekanntlich 1714,29 Mk., während holländische Gulden ge­wöhnlich nur mit 1700 Mk. umgerechnet werden. Abgesehen von dem wertvollen Namen zeigt dieses Geldkraut noch ein hübsches Blümchen und ist ziemlich selten geworden. Es sind bereits 171 Leute für diese Arbeit verpflichtet. B.

eine Submission über Fichten- und Tannen­stammholz aus den hiesigen Gemeindewaldungen statt. Es wurden insgesamt neun Angebote abge­geben. Die Preise lagen im allgemeinen durchschnitt­lich je Festmeter 3 bis 4 Mark niedrigeres bei der im Februar abgehaltenen Submission. Es wurden geboten (Höchstgebot), Fichtenstämme: Klasse 1b je Fm 17 Mk., Kl. 2a 19 bis 22,50 Mk., Kl. 2b 22 Mk., Kl. 3a u. 3b 23,50 Mk., Kl. 5 24,55 Mk. Kie­fernstämme: Klasse la je Fm. 9 Mk., Kl. 1b 14,20 " ~ 16,10 Mk., Kl. 2b 17,10 Mk., Kl. 3a

nie gegeben. Die beim Anmarsch eines Heeres geflohenen Bewohner seien nach dem Abrücken der Truppen in ihre Wohnsitze zurückgekehrt und hätten die Produktion wieder aufgenom­men. Am Beispiel Brandenburg zeigte Pro­fessor Roloff, wie durch Flucht und starke Men­schenverluste unter den Ansiedlern eine Stei­gerung des Großgrundbesitzes durch Aneignung von Bauerngut und damit eine Aenderung der sozialen Struktur zustande kam. Zu den Devölke- rungsverlusten habe der Krieg selbst nur wenig beigetragen. In den Schlachten hätten verhält­nismäßig geringe Massen sich gegenüberge­standen; das Heer habe die Bevölkerung zur Nahrungslieferung gebraucht und sie deshalb geschont. Durch Hungersnöte und Seuchen die in den von Flüchtigen überfüllten Orten leicht entstanden, seien mehr Verluste hervorgerufen worden, als durch den eigentlichen Kampf. Han­del und Gewerbe zeige allgemein einen starken Rückgang. Die Ausfuhr besonders habein ach- gelassen, während die Einfuhr, vor allem eng­lischer Tuche, nach dem Kriege steige. Doch müsse auch hier nach untersucht werden, ob erst der Krieg diesen Rückgang erzeugt, oder etwa nur eine schon vorher einsetzende Entwicklung stark gefördert habe. Die Hanseaten hätten bereits vor 1600 ihre Organisation verloren. Beim Rück­gang der süddeutschen Reichsstädte müsse man den Merkantilismus mit in Betracht ziehen und die Territorienbildung mit ihrem Bestreben, klei­nere Gebiete aufzusaugen, um so eine stärkere Stoßkraft gegen die kaiserliche Zentralgewalt zu bilden. Beim Betrachten all dieser Fragen komme es darauf an, stets das Augenmerk auf die Gesamtheit der Probleme zu richten und größere geographische Räume auch bei Arbeiten über ein kleines Gebiet in Betracht zu ziehen.

Der Vortrag, überaus klar aufgebaut, gab den Studierenden einen ausgezeichneten Einblick in die Methode der Forschung und vermittelte den Hörern ein anschauliches Bild von der Arbeitsweise des Historikers. F. H.

*

** Der Verein Hessischer Iustizamt - männer hält am kommenden Sonntag im Völks- bildungsheim zu Frankfurt a. M. feine diesjährige

Aus her provinzialhaupistaöi.

Gießen, den 30. Mai 1930.

Rottreuztag.

Eonn ag, 1 Juni.

Das Deutsche Rote Kreuz ruft auch in diesem Jahre wieder in allen Teilen des Reiches feine Gelreuen zur Kundgebung für den großen Hilfs- gebantcn des Roten Kreuzes zusammen. Auch unser Ort wird am Sonntag, l.Juni, im Zeichen des Rotkreuztages stehen.

Das Rote Kreuz will helfen, nichts als helfen. Jeder kann zu ihm kommen, der irgendwelcher Hilfe bedarf. Die Zeiten sind nicht besser geworden. Die wirtschaftliche Not lastet immer schwerer auf allen Volksschichten. Kaum ist ein Stand, ein Beruf, ein Gewerbezweig .vom Existenzkampf verschont. Das Heer der Arbeitslosen setzt sich schon lange nicht mehr aus den Handarbeitern zusammen. Unzählige Angestellte und Angehörige der freien Berufe sind ohne Stellung. Die Zahl der Hilfsbedürftigen wächst ins Uferlose, |o daß die öffentliche Wohlfahrtspflege unter den Ansprüchen, die an sie gestellt werden, finanziell fast zusammenbricht.

Das Deutsche Rote Kreuz, als ein starkes Glied der freien Wohlfahrtspflege in Deutschland, sieht deshalb seine Ausgaben wachsen und stellt mit selbst­verständlicher Bereitschaft seine Kräfte und Mittel in den Dienst für die Gesamtheit, geleistet am ein­zelnen. Seine populärsten Helfer sind seine Schwe­stern und seine Sanitätsmänner. Aber nicht in der Krankenpflege und der ersten Hilfe bei Unglücks­fällen erschöpft sich die Tätigkeit des Roten Kreuzes. Vor die Heilung stellt es die Vorbeugung durch Fürsorge für Mutter und Säugling, Beratungs­stellen, Milchküchen und Krippen und den Kampf gegen Tuberkulose, Krüppeltum, Geschlechtskrank­heiten und Trunksucht. In seinen Kindergärten, Horten, Erziehungs- und Erholungsheimen dient es der Jugend.

Der Rotkreuztag trägt einen werbenden Gedanken in sich. Er will gemäß der hohen Mission und Tradition des Roten Kreuzes den Dienst am Nächsten als Selbstzweck des Menschen hinstellen und immer neue Bekenner und Mitarbeiter dafür gewinnen. Möge der Rotkreuztag auch in diesem Jahre wieder seinen vollen Erfolg haben! Denn der Dienst am Nächsten bedeutet ©egen für das Ganze.

Oberhessiicher Geschichtsverein.

Auf Einladung der Historischen Fach­schaft an der Landesuniversität hörte man die­ser Tage einen Vortrag von Professor Dr. G. Roloff Über das Thema:Zu denWir- kungen des 30jährigen Krieges auf Deutschlan b.

Der Redner wies so berichtet man uns einleitend darauf hin, daß die stärkere Beschäfti­gung mit den Problemen des 30jährigen Krieges nicht eine Folge des letzten Krieges sei; sie sei rein wissenschaftlichem Interesse entsprungen und schon seit den 93er Iahren zu beobachten. Nach der landläufigen Vorstellung sei Deutschland vor dem Kriege wohlhabend gewesen, habe blühen­des Leben und eine zahlreiche Bevölkerung ge­zeigt. Nach ihm sei es völlig verarmt, wirtschaft­lich und moralisch ruiniert gewesen. Prüfe der Historiker diese Behauptung, die sich auf zeit­genössische Schilderungen stütze, müsse er beach­ten, daß diese in einer Art Kriegspsychose zur Aebertreibung neigten, besonders aus zwei Grün­den: dem Interesse des Berichterstatters, Mit­leid zu erwecken, und dem konfessionellen Gegen­satz, der dem Gegner das Schlimmste zuschrerben wolle. Auch müsse die Tatsache stutzig machen, daß die Schilderungen um so farbenreicher wür­den, je weiter man von den Ereignissen sich ent-

Torwart sehr gute Abwehr. Nordeck kam sehr auf und konnte zweimal erfolgreich sein, während Lon­dorf das Resultat von 9:3 herstellte.

$. CTeutonia" Steinberg.

Steinberg I Bissenberg I 1:1 (0:0).

Dissenberg weilte am Sonntag mit seiner ersten Mannschaft in Steinberg zum Rückspiel. Dissen­berg stellte eine technisch gute und flinke Mann­schaft. Bei dem Platzbesitzer ragte die Hinter­mannschaft hervor, in der sich der Torhüter ganz ausgezeichnet schlug. Der Spielverlauf sah vorerst die Bissenberger stark in Angriff. Gegen Ende der ersten Halbzeit wurde das Spiel ausgegliche­ner und in der zweiten Halbzeit war Stein­berg leicht im Vorteil. Kurz nach Halbzeit gingen die Gäste bei einem Durchbruch in Füh­rung. Das Spiel wurde nun härter, da Stein­berg mit aller Macht den Ausgleich erzielen wollte. Den Plahbesihern wurden einige Straf­stöße zugesprochen, von denen einer unhaltbar zum Ausgleich eingelenkt wurde. Dis zum Schluß wurde trotz Anstrengungen beider Parteien kein Tor mehr erzielt.

Preußen

Hohensolms, 27. Mai. Schlechtes Wetter schreckt die Iugend nicht; so hatten sich trotz des durchweichenden Regens am Samstag und am Sonntagmorgen etwa 70 Teilnehmer von aus­wärts zur er st en Sommertagung der Hohensolmser Arbeitstage f. evan­gelische Lebensgestaltung" eingefunden. Im Mittelpunkt der Tagung stand ein Vortrag von Kaufmann Ludwig R ö s s i n g e r, Frank­furt a. OH., über denSinn von Arbeit und Beruf in der heutigen Wirtschaft". Seine klaren und eindrucksvollen Worte führten die Nöte des heutigen Arbeitslebens und ihre Zusammen­hänge mit den gesellschaftlichen Zuständen vor Augen und riefen eine lebhafte Aussprache her­vor. Wie immer, so umkleideten auch diesmal frohe gesellige Stunden die ernste Tagungsarbeit. 3m Juli wird die zweite Sommertagung statt­finden. Seit Anfang Mai läuft im Schloß auch wieder einMädchenlehrgangderVolks- ( Hochschule. Am Pfingstfest und in der Pfingst- woche finden größere Tagungen statt, so daß auch das Dorf wieder Einquartierung bekommen wird.

Kirche und Schule.

Eupenntendenlurkonserenz der Evan­gelischen Geistlichen von Oberheffen.

Stark besucht trat diese Konferenz am Mittwoch­vormittag im Johannessaal zu Gießen zusammen und wurde von Dekan Engel (Obbornhofen) mit Schriftlesung und Gebet eröffnet. Der Superinten­dent, Oberkirchenrat Wagner, begrüßte die Er- schienenen und gedachte der im letzten Jahr Heim­gegangenen Mitglieder: Landeskirchenrat Bern- beck (Okarben), Pfarrer i. R. Nebel (Laubach), Pfarrer Weber (Trais-Horloff), Pfarrer i. R. Muhl (Schotten). Im letzten Jahr hat die Zahl der hessischen Pfarrer um 11, dabei in Oberhessen allein um 5, abgenommen, zu den Zeichen der Zeit gehört das Zunehmen der Sekten und freidenkeri- chen Bestrebungen, auch Verstöße des Kultusmini- teriums gegen das Volksschulgesetz bei der Be- etzung von Lehrstellen, die dann eine Regelung cr- ahren müssen, ferner das Autzerachtlassen der De- timmungen über die Feiertage und Abendmahl - tage. Solche Erscheinungen gebieten den Pfarrern, stark und entschieden den kirchlichen Standpunkt za wahren.

Alsdann behandelte ein Referat von Pfarrer Clotz (Frischborn)Die Bedeutung des Be-' kenntnisses von Augsburg für unsre pfarramtliche Tätigkeit". Seinen Aus­führungen lagen folgende Leitsätze zugrunde: 1. Die geschichtliche Bedeutung des Augsburgischen Bekenntnisses liegt: a) darin, daß es den Protestan­tismus in entscheidungsvoller Stunde zusammen­geschmiedet hat, b) darin, daß es durch die Jahr­hunderte hindurch Einheilsband und Lehrnorm der lutherischen Kirchen gewesen ist. 2. Die Gegenwarts­bedeutung ergibt sich daraus, daß es in klassischer- Weise den Zugang zu den tragenden Grundgedan­ken der Reformation vermittelt: a) die Grundhal­tung ist theozentrisch, b) das Thema ist die Recht-) fertigung des Sünders vor Gott; c) Ethik, Kirchen- und Sakramentsbegriff find von hier aus bestimmt. 3. Aus dieser inhaltlichen Bestimmtheit ergibt sich seine Bedeutung für unser Pfarramt: a) es will nichtgefeiert", sondern bekannt werden; b) es will uns helfen zu rechter Zielsetzung für Seelsorge, Pre­digt und Unterricht.

Dem mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Vor­trag folgte eine rege Aussprache, an der sich außer dem Vorsitzenden beteiligten: Pfarrer Andres (Allendorf a. d. Lda.), Dekan a. D. V o l p (Laubach), Pfarrer K ö d d i n g (Eberstadt), Pfarrer Sch a f e r (Bad-Nauheim), Pfarrer Eckhardt (Wahlen). Dekan Guß mann (Kirchberg), Dekan Vogel (Bruchenbrücken), Pfarrer Ausfeld (Gießen), Sattler (Wkeseck), Prätorius (Homberg), Lenz (Gießen), Fresenius (Lißberg). >

gegen das überragende Können der Gäste nicht aufkommen und muß mit einer klaren Nieder­lage rechnen. Sie sollte aber, wenn sie die Nerven behält und vermehrten Eifer zeigt, verhüten können, daß das Resultat allzu hoch wird. In­wieweit sie Ersatz einstellen muß, steht bei der Niederschrift dieser Zeilen noch nicht fest.

Während die Ligareserve und vierte -Mann­schaft, sowie die gesamte Iugend- und Schüler­abteilung wegen des Ligatreffens pausieren, ist die dritte Mannschaft auf dem Plan. Sie beteiligt sich an den Pokalspielen des Sport­verein s Garbenteich. Auf welche Gegner sie dabei trifft, wird sich dort erst ergeben. Man kann aber annehmen, daß sie sich dank ihrer vielfachen Erfahrung in Pokalspielen, auch bei dieser Konkurrenz erfolgreich durchzusehen versteht.

Fußballklub 1926 Großen-Buseck.

Nächsten Sonntag ist die Liga- sowie die Iugendmannschast des V. f. B. A ß l a r Gast in Großen-Buseck. Aßlar spielt 2. Bezirksklasse und konnte in den verflossenen Verbandsspielen einen guten Tabellenplatz einnehmen. Die Gäste stellen eine flinke und wuchtige Mannschaft, die wohl den Sieg erringen dürfte. Die junge Busecker Mannschaft wird ihr Bestes hergeben, um ein ehrenvolles Abschneiden zu erzielen. Der Aus­gang des Spieles ist von Wichtigkeit, da auch Aßlar in den kommenden Verbandsspielen Gegner der Einheimischen sein wird.

Vorher treffen sich die Iugendmannschaften beider Vereine. Auch hier werden wohl die Gäste als Sieger vom Platze gehen, zumal Großen- Buseck mit neuen Spielern antreten wird.

Rapport im Lahngau

Am kommenden Sonntag findet die100- Kilometer » Zuverlässigkeitsfahrt" des Gaues Lahn im B. D. R. mit Start und Ziel in Wetzlar statt. Die Strecke führt über Herborn, Dillenburg, Mandeln und zurück.

Arbeiter-Turn- und Sportbund.

Der kommende Sonntag bringt eine Anzahl Mannschaften in rückständigen Spielen der Früh­jahrsrunde. In der 1. Bezirksklasse hat

Gießen I. die Ib-Mannschaft Wieseck auf dem Trieb zum Gegner. Hier werden die Plah- besitzer wohl Sieg und Punkte behalten.

Gießen Ib muß nach Grohen-Linden und wird in der dortigen Elf einen Gegner finden, der sich auf eigenem Platze wohl nicht schlagen lassen wird.

Wieseck I. muß nach Naunheim, um gegen die dortige erste Mannschaft anzutrelen. Wenn die Gäste vollständig antreten, dürfte ihnen der Sieg wohl zufallen.

Heuchelheim I. hat Rodheim I. zu Gast und wird, trotzdem die Gäste einen guten Fußball spielen, auf eigenem Platze wohl Sieger bleiben.

In der zweiten Klasse hat Heuchelheim II. Klein-Linden I. zu Gast; auch in diesem Spiel dürften die Einheimischen die besseren fein.

Watzenborn ist in Beuern und wird wohl Sieg und Punkte mit nach Hause nehmen.

Auch Odenhausen dürfte in Fronhausen aus einen Gegner treffen, der sich so leicht nicht schlagen lassen wird.

In L o n d o r f ist S t a u f e n b e r g zu Gast. Den Ausgang dieses Spieles wollen wir offen lassen.

Annerod hat Gießen II bei sich. Ob es den Gästen gelingt, die Punkte mit nach Hause zu neh­men, steht in Frage.

Die I u g e n d G i e ß e n s muß nach Leun, und wird wohl einen Sieg mit nach Hause bringen.

Handball.

Zum Handballspiel hat Wieseck am kommen­den Sonntag Großen-Linden zu Gast. In diesem Spiel werden die Einheimischen Sieg und Punkte für sich behalten.

Hennen in Sranliurt a. M.-Aieberrad.

Am I.Iuni beginnt der Frankfurter Rennklub fein Sommer-Programm, das am 1. Psingstfeier- tag feine Fortsetzung findet. Der kommende Sonn­tag bietet mit dem gleichzeitig, zu Beginn des Nachmittags, ab 1.45 älhr stattfindenden Auto­mobil-Schönheits-Wettbewerb, den der Frank­furter Automobil-Club auf der Rennbahn durch führt, eine besondere Attraktion. Die Rennen treten aber gegen diese Schau schöner Auto- I mobile nicht zurück. In zwei prächtig besetzten Jagdrennen für Herrenreiter sind u. a. Cardi­nal II, Malkasten, Monte Godello, Turned up, Montagne Russe, Thermidor, Cupido und Kabalia engagiert. Neben dem ersten Zweijährigen-Ren- nen des Iahres ziert u. a. der Preis vom Erlen- hof mit Startern wie Waisenknabe II, Pompejus,

Die Fechker des Turngaues Hessen in Gießen.

Am kommenden Sonntag treffen sich die Alt­mannen des Gaues Hessen in der Turnhalle des Turnvereins 1846 zur Ausscheidung auf Florett und leichten Säbel für das Kreistumfest des 9 Kreises Mittelrhein in Hanau. Bei den Flo­rettwettkämpfen am Vormittag streiten 17 Teil­nehmer um die Berechtigung der Teilnahme an obengenannten Kreiskämpfen, die erstmalig den sechs Besten jeder Waffengattung erteilt wird. Die Säbelkämpfe zeigen eine etwas geringere Teilnehmerzahl. Der großen Anzahl der Gefechte wegen werden diese auf zwei Dahnen ausgetra­gen. Die Leitung der Veranstaltung liegt in Händen des Gaufechtwartes Karl Kühn (Fried­berg).

OS. B-Staffeltag.

d. Die deutsche Sportbehörde hat den Großstas- felläufen weitgehendste Förderung zuleil werden lassen und sogar einen Sonntag in jeder Saison für ihre Durchführung vorgesehen. In diesem Iahr sollen die Staffeln tunlichst am 1. Iuni zum Austrag kommen. Für Gießen war ur­sprünglich die von früher bekannte StaffelRund um die Anlagen" vorgesehen, jedoch wurde der Plan fallen gelassen, da die Turnerschaft wegen einer offiziellen Veranstaltung ihrerseits die Zu­sage nicht geben konnte. Der Gau Gießen-Wetz- lar hat nunmehr die Spielvereinigung 1903 be­auftragt, den Staffeltag auf ihrem Platz durch­zuführen, und zwar in Form von Dahnstaffeln. Es werden insgesamt fünf Staffeln gelaufen, (für Aktive 1, für Iugend 3 und Frauen 1). Die Zusammenstellung der Staffeln ist in der Weise erfolgt, daß für alle ßäufertatogorien der teil­nehmenden Vereine im Vordergrund werden V. f. L. Wetzlar, V. f. D. und 1900 Gießen stehen ein Betätigungsfeld haben.

Handball der Sp.-Bg. 1900.

ö. Der mit dem Tv. Alsfeld, der am vorigen Sonntag hier gastierte, eingegangenen Rückspiel­verpflichtung haben die 1900er schon am kommen­den Sonntag nachzukommen. Sie sind vor eine ungleich schwerere Aufgabe als in Gießen gestellt, da sich der Gegner auf heimischem Gelände energisch seiner Haut wehren wird. Es wird als zufriedenstellend zu betrachten sein, wenn die Gießener ein Unentschieden, oder einen knappen Sieg mit nach Hause bringen können, zumal sie auf verschiedene wichtige Posten Ersatzleute stellen müssen.

36I4.A