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Aus der Provin;iashauptstadi.
Die hen, den 2S. tXuguft 1930.
WoS ist ein Quadratmeter?
Als ich gestern nachmittag «ach Haufe kam, brachte ich die Flurtür kaum auf. da mehrere Stühle den Weg versperrten. 3ch klemmt« mich durch und wollte schon ärgerlich werden, da sah ich meinen Jüngsten, er ist zu Ostern in d»e Se,ta gekommen, auf der Ortx knien, vor sich einen Haufen Zeitungen. Etliche hatte er fchon auSgebreitet, andere legte er daneben. Aber wo er auch hinkam, immer war irgendein Möbel- stück im Wege.
„Zum Kuckuck! WaS treibst du denn bat* fragte ich. . „
„linker Lehrer hat gesagt, wir sollen ein Quadratmeter machen."
..WaS sollt ihr machen?"
„Sin Quadratmeter."
.AuS ZettungSpapier?"
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Da ich doch auch mit bet Neuzeit gehe und einmal etwa- von Arbeitsschule gelesen habe, läge ich verständnisvoll: „Sv! So!" Neben dem ZeitungShaufen stand eine Schüssel mit einer weihen Masse. „WaS ist denn daS?"
„Mehlpappch zum Kleben! Wir dürfen auch Leim nehmen. Hast du welchen?" fragte er schnell, „bat andere Zeug hält doch nicht!"
„Olein! Hier nicht, auf meinem *Bureau. Nimm nur ruhig den Mehlkleister, der hält auch. Am besten ist"natürlich Roggenmehl. Hast du folcheS?"
„Nein! Nur Weizenmehl, anderes war nicht da."
Ich untersuchte die Klebemasse, sie war viel zu dünn, weichte daS Papier auf und hielt doch nicht. „Man muh mehr Mehl nehmen", damit ging ich zur Küche, und da kam der erste Zusammenprall mit der HauSfrau. Sie hielt daS Ganze für Spielerei und schalt über die Flecken, die schon auf dem Boden waren, auch daS Mehl hätte fie nicht übrig. 3ch beruhigte sie, fo gut «S ging, und schuf neuen Klebstoff. Dann betrachtete ich sinnend den Hausen Papier, der da neben dem Kohlenkasten lag. Wieviel Male mochte der Kleine fchon fein Quadratmeter zusammengeklebt haben, um eS dann wieder vernichten zu müssen!
Nun legte er von neuem die Zeitungen nebeneinander. 34) selber staunte auch, dah man soviel Papier dazu haben muhte. Mit vier Doppel- 6[allem war eS keineswegs getan, wir muhten neun Stück nehmen. DaS ist doch eine ganz verdämmt arohe Fläche, dachte ich. Mein Junge fing an und klebte. Kaum waren die ersten zwei Blatter aneinander, da klingelte eS. Der Backer kam mit Brot. Die Arbeit wurde gestört, Stühle wurden gerückt. Die Blätter verschoben sich. Aber unverdrossen wurden sie wieder zurecht- gelegt. Die Arbeit ging ihren Dang. Da Vingelle eS wieder. Die Abendpost. Jetzt gab'S in der Flurtüre fchon eine ansehnliche Wunde. Auch der eine Stuhl knackste verdächtig. Auher mir und meinem Jungen konnte sich überhaupt niemand auf dem Dorplab aufhalten. Endlich halte er „sein" Quadratmeter zusammen.
Und nun? Wohin damit? ES muh doch trocknen. Hier im Flur kann eS unmöglich liegen bleiben. 3m Wohnzimmer? Kein Gedanke! Mein Aeltester kam heraus, schaute prüfend das Werk an und trat dabei unabsichtlich auf daS ZeitungS- quadratmetcr. Ich brauche nicht zu sagen, dah unsere IungenS heule schnell mit der Faust bei der Hand sind. ES gab so einen kleinen Dorkamps. Kaum dah daS Papierwerk gerettet wurde. Also wohin damit?
Meine Frau war in der Küche. Leise machte ich die Türe nach dem Shzimmer auf, winkte meinem 3ungen. und vorsichtig hoben wir daS an den Drenzstellen noch nasse Quadratmeter vom Boden auf. Wie sah der schön gebohnerte Boden au»! DaS Papier war noch nicht trocken, aber die weihen Flecks auf der Srd«! Nun aber leise in daS Shzimmer!
Wir gingen zu leite: denn mit meinem Aermel streifte ich eine kostbare Dafe (vom DippelouvS in Wieseck!) vom Kredenz. SS wäre eigentlich ihre Pflicht gewesen, dah sie duf den Teppich fiel, wo fie vielleicht keinen Schaden genommen hätte. Aber nein! Sie fiel weder auf den Teppich. noch auf die Srde, sondern auf die Schreib- tischlampe, die hier neben dem Deschirrschrank stand. Und so ist denn daS Quadratmeter auS Zeitungspapier schuld daran, dah wir eine neue Base und eine neue Gchreibtifchlampe bekommen. Die Lampe war ja auch schon etwas veraltet.
Don den Flecken, die eS auch auf dem Teppich gab, will ich schweigen, auch von der liebevollen Aussprache nach dem Fall Mein 3unge halte Tränen in den Augen, meiner Frau erstarb das Dort im Munde lwaS feiten vorkomm t), ich sagte auch nicht» (WaS sehr oft verkommt). und auS der Nebentür grinste der grohe Bruder! SS war ein liebliches Bild.---
DaS eine aber weih ich, dah meinem Zungen daS Dort Quadratmeter kein leeres Don mehr ist, sondern ein Begriff mit viel 3nhalt. Oder find die Flecken auf dem Boden, auf dem Teppich, die zerbrochene Dafe. die Stücke der Schreibtisch- larnpe. die gequetschte Zlurtür unb der geschundene Stuhl etwa kein 3nhalt? Die Dröh« deS Quadratmeters ist ihm (auch mir!) In sehr fühlbarer Welfe veranschaulicht worden.
3ch freue mich fchon. wenn mein 3unge beim- kommt und einen Kubikmeter auS Zettungs- papler zusammenveben muh Dann werde ich wohl einen Teil meiner Wohnung räumen oder umziehen müssen. O. R
Unfer neuer Roman.
Nachdem der Roman .Wirble InS Leben" von Anna Fink in der heutigen Ausgabe unseres BlatteS zum Abschluß gelangt ist. werden wir morgen mit der Veröffentlichung eine« neuen Werkes beginnen, besten Verfasserin mit ihren früher im (Siebener Anzeiger abgcbrudlen Erzählungen allgemein lebhaften Anklang gesunden hat unb sich zunehmender Beliebtheit in unserem Leserkreise erfreut SS handelt sich um die geschätzte Schriftstellerin 3. Schneider- F o e r st l, deren bei unS in den letzten 3ahren erschienene Romane .Märtyrer der Liebe", .Lache Bajazzo" und .DaS Erbe deS Herrn von Anstetten" ausgesprochene PublikurnSersolge barstellten. Der neue Roman,
„Orient t!hlodwigS Schuld und Sühne" von 3- Schneider Foerstl,
dessen Abdruck in der morgigen Ausgabe beginnt, ist ein Werk, wel4>es alle Vorzüge der beliebten Verfasserin aufs glücklichste in sich vereinigt, ein Familien- und LiebeSroman von auherordent- llcher Spannung unb dramatischer Steigerung der Konsllkte. DaS Generalthema des Werkes, daS ein wichtiges Problem im Verhältnis der Geschlechter zueinander der phantasievoll bewegten Handlung zugrunde legt, ist uralt und zugleich immer und zu allen Zeiten — in der Gegenwart besonder« — wieder aktuell und umstritten.
Wir sind daher überzeugt, dah jeder, der den Roman lieft, mit steigender Anteilnahme den ergreifenden Schicksalen der in Leidenschaft und schwere Schuld verstrickten Heldin de« Buche» bis zum versöhnenden AuSklang folgen wird. Und wir sind, nach den Erfahrungen der letzten 3ahre und den eindrucksvollen Erfolgen der früher bei unS erschienenen Romane von 3. Schneider-Foersll, sicher, auch diesmal den richtigen Griff getan zu haben und unseren Leserinnen unb Lesern eine wirklich spannende und zu Herzen gehende Lektüre bieten zu können. WaS die Deutsche Staatspartei will.
3n einer sehr gut besuchten Wählerversammlung in der Turnhalle am OswaldSgarten trat die Deutsche Staatspartei am Mittwochabend vor die Wählerschaft.
Der staatsparteiliche Spitzenkandidat in Hessen, Bürgermeister Dr. S h r h a r d , Mainz, wieS zunächst eindringlich daraus hin, daß es bei dieser ReichStogswahl um unseren letzten Hort, den Bestand des Reiches, gehe. Da der verflossene Reichstag sich nicht um die Sicherung der Zahlungsfähigkeit des Reiches gekümmert, sondern sich in Parieitaktik erschöpft habe, sei die Regierung mit Recht zur Tat übergegangen und habe dem Reiche gegeben, WaS es brauche. Diese Tat der Regierung müsse durch den WahlauSsall bestätigt werden. Eine Reichstagsmehrheit der staat-bejahenden Parteien, die über allen 3n* tcreffenftrelt hinweg nur das Wohl deS Volke- erstreben, müsse durch die Wahl gesoffen werden, um das Vaterland zu erhalten. Die Auslösung der Demokratischen Partei und die Gründung der Staatspartei bezeichnete der Redner als kühn, aber doch richtig: es handle sich hierbei um einen wohlüberlegten Schritt. Die StaatS- bartet habe die Grundsätze der alten Demokratischen Partei, aber in neuer Form, durchtränkt von neuen 3deen. Er sprach sich sodann gegen die mächtige Herrschaft der Parteibürvkratie aus unb forderte eine lebendigere Verbindung -wischen Staat und Volk, insbesondere zwischen dem Staat und der 3ugenb. Dem Willen zur Mitarbeit solle die Staat-Partei die Form geben, sie
wolle auf diele Weise eine Sammlung der aktiv am Staate mitarbeittnben Mitt« erreichen Die Staat-Partei wolle btt Partei der Staatsbürger deS wahrhaft sozialen und nationalen VolkS- staateS fein, bet dem alle Gewalt vom Volke auSgehe. Damit fei auch ein klare» Bekenntnis zur Republik abgelegt, damit werde die Monarchie abgelehnt, deren Wiederherstellung noch dem widerstandslosen Zusammenbruch von 1918 unmöglich let. Die Staat-partel lehne aber auch jede offene ober geheime D. Natur ab. Der Redner trat für eine Aenderung deS Wahlrecht- ein, durch Me die persönliche Verantwortung für da» DolkSwohl ganz ander- al- bisher gewertet werde. Weiter forderte er eine starke, führende Regierung. von den Parteien verlangte er Selbstbes<cheidung. damit fie nicht Selbftzr^ck werden, sondern sich als ein Teil des Staate- fühlen. Er bekannte sich zu den Rerchsfarben Schwarzrotgold, forderte aber Achtung und Ehrerbietung für Schwarzwechrvt Er forderte die Schaffung einer wahren Volksgemeinschaft. lehnte die Anerkennung lrgendwel4>er pvli- tifchen oder rechtlichen Unterschiede zwischen den Staatsbürgern ab und iprach sich entschieden gegen den Anilsem Ul-mu- au». Der Dvlksstaat muh nach der Forderung deS Redner- auch sozial sein und sich seiner Aufgaben in dieser Hinsicht immer bewußt bleiben. Der Redner betonte sodann, daß sich die Staat-Partei scharf von der Sozialdemokratie trenne durch deren MarriSmu» Die Staat-Partei wolle keine KlastenveNretung, fie trete auch entschieden für die Aufrechterhaltung de» Privateigentum- ein. Sie sei aber auch gegen die Ablehnung der sozialdemokratischen Mitarbeit im Staate, sie halte e- für falsch, alle die, di« sich zur Sozialdemokratie bekennen, in die Opposition gegen den Staat zu drängen. Der Redner bezeichnete eS al- selbstverständlich, daß unser Reich nach der Wiedererlangung dec außenpolitischen Freiheit streben muh. auf kne unfer Volk Anspruch hat. Er forderte zu liefern Zwecke eine starke Außenpolitik, aber keine zum Kriege treibende Politik, sondern die eneraif4>c Vertretung unserer berechtigten außenpvlltis4>en Forderungen auf der Grundlage unsere- guten Recht». Mit der Aufforderung, alle Kräfte anzu- fPannen zum Aufbau eine» in der Welt geachteten beutf4>cn Dolk-staate- im Sinne der bargelegten Grundgedanken, schloß der Redner seine Ausführungen.
Sine Aussprache wurde von der mit Spannung unb Ruhe lauschenden Versammlung nicht gewünscht.
Rotstandsarbeiten der Provinz Oberheffen.
Zur Linderung der Arbeitslosigkeit wird auch die Provinzialverwaltung für Ober- Hessen ein große» NotstandSarbeit»- programm zur Durchführung bringen. Neben den voranschlagsmäßig fcftgeleglen Strahenbau- arbeiten wird als Notstandsarbeit In aller Kürze ein weitere» Straßenbauprogramm in Angriff genommen werden. Es handelt sich dabei um die Verbreiterung der Landstraße Liß- berg—Ortenberg—Selter-, um KleinpslasterHerstellung in der sog. Tiefenbach auf der Strecke Lollar bis zur Landesgrenze, sowie um Land- straßenwalzungen mit Oberflächenbehandlung auf einer Anzahl Landstraßen in verschiedenen Gegenden der Provinz. Die Durchführung der Arbeiten im ßffentli4>en Wettbewerb ist in unserem gestrigen Anzeigenteil ausgeschrieben worden. Für das gesamte Notstandsarbeitsprogramm ist ein Be trag von 500 000 Mark bereitgestellt. Zu dieser Summe gibt der hessische Staat den zin-verbilligerrden Zuschuß auf 3 Prozent für ein Baukapital von 300 000 Mark, die weiteren 200 000 Mark werden aus den Mitteln der Provinz selbst verfügbar gemacht.
Bornotizen.
— TageSkalender für Freitag. Glehener Gas-Woche: Lichtbilder- unb Film- Vortrag, 20.30 Uhr, im dafe Leib. Lichtfpiel- 6au» Bahnhofstraße: „Die Arche Noah."
— AuS dem Stadttheaterbureau wird un» geschrieben: Morgen um 16 Uhr findet bei gutem Wetter auf der Waldbühne eine Schülervorstellung deS Shakespeareschen Lustspiel» .Liebe» Leid und Lust" statt. (3nszenierung Dr. Rolf Prafch.) Am Sonntag, 15.30 Uhr, wird dasselbe Stück xum letztenmal wiederholt werden. (Vorletzte Vorstellung im Sommerabonnement.) Del gutem Wetter wird al» Zeichen, daß auf der Waldbühne und nicht im Stadttheater gespielt wird eine Fadn« am Theater- gebäuoe in der Südanlage aufgezogen teert) m.
•• Wählerliste einsehen f Die Wählerliste zur beporflcbcnbcn Reichstag-Wahl liegt noch bi» einschließlich nächsten Sonntag, 31. August, zur Sinlicht offen Man überzeuge sich im Stadthaus, Bergstraße. Zimmer Nr. 13, davon, ob man in der Wählerliste cmgclchrie- ben ist. Wer nicht In der Wählerliste steht, darf bekanntlich nicht wählen! Werktags ist das Bureau in den üblichen Stunden geöffnet, am nächsten Sonntag nur von 9 bis 13 Uhr
* DiePreife für dieHerbstregatta de» Lahn-Regatta-Verbandes, die am nächsten Sonntag auf der Lahn bet Gießen stattfindet unb vom Verein Rudersport durch- gefübrt wird, sind im Schaufenster der Firma SO.Reuter. SelterSweg, ausgestellt.
" Kärntner DolkSkunst. Zu dem am morgigen Samstagabend in der Turnhalle am OSwaldsgartcn stattfindenden Kärntner - Abend deS VDA dürfte ein Bericht aus Bad-Rau heim über das dortige Gastspiel der Kärntner Volk»- kunstgruppe von 3ntcrdle sein. Unser .^-Mitarbeiter berichtet uns darüber auS Bad-Nauheim folgendes: Einen Gewinn für die auslandSdeutfche Sache bedeuteten die Kärntner DolkSkunstveran- ftaltungen, die morgen» vor Schülern von hier und Friedberg, abend» vor Erwachsenen in bet Turnhalle von der Klagenfurter 3ugendgruppe de- Deutfchen Schulveve n» Südmark geboten wurden. Die au» Abiturienten. Lehramtskandidaten und Lehramtskandidatinnen bestehende Gruvpe erfreute mit einer erfrischenden Vortragsfolge, die vor allem daS urwüchsige Kärntner Voltt^ lieb unb frohen Volkstanz zur Geltung kommen ließen.
•• HessischesPreishüten. Am kommenden Sonntag, 31. August, findet In Hungen unter dem Protektorat de» ehemaligen Großherzog» wieder ein hessische» Preishüten statt. Es wird veranstaltet vom Landesverband Rhein-Main im Verein für Deutsche Schäferhunde S. D. und wird durchgeführt von der Gießener Ortsgruppe. Au» den vorliegenden Meldungen ist zu ersehen, daß es auch in diesem Jahre heiße Kämpfe um die Trophäen geben wird Die groß da» Interest« für die Sache ist, beweisen die zahlreichen Chrenpreisstiftungen feiten» de» hefsifchen claai-3, der Provinz, Londwirlfchaftskaminer, Uni- oersitäts Tierzucht-Institut und Kommunaldehorden, ferner von fürstlicher und privater Seite. Der Inter- ejfante Arbeit der Schäfer mit ihren Hunden an der Schafherde sehen will, versäume nicht, da» Prei»- hüten in Hungen au besuchen. Das Hüten beginnt vormittags um 8 Uhr im Hütegelände Galgenberg. Man beachte die heutige Anzeige.
Schwerer Derkehrsunfall bei Lollar.
Vater und Lohn auf der Stelle getötet (Wiederholt, well gestern nur in einem Teil« der Auflage enthalten.)
[U Collar, 2». August. Heule mittag gegen 12.30 Uhr stießen auf der Straße Collar — Gießen In der Rähe des Collarer Walbfport- plahe» ein Motorrad, beseht mit dem Pflaster- meister Ludwig Gräf aus Großen-vuseck und seinem Sohn, mit einem Personenauto der Firma Scheidhauer & Giesing (Mainzlar) beim lleberholen eine» Erntewagen» z u - summen. Velde Fahrzeuge wurden beschädigt, die beiden Motorradfahrer derart schwer verletzt, dah sie auf der Stelle tot waren. Da» Motorrad fuhr In der Richtung Collar—Gießen, da» Auto von Gießen nach Lollar. Zufällig auf der Straße befindliche Kriminalbeamte nahmen sofort den Tatbestand auf. Der Arzt Dr. Schlapp (Collar) und da» 5anitäf»aufo der Freiwilligen Sanl- lätefolonne au# Gießen waren gleichfall» rasch zur Stelle, Hilfe konnte den verunglückten jedoch nicht mehr gebracht werden.
Wie wir dem Gießener Polizeibericht ergänzend entnehmen, würbe bet Personenkraftwagen von bem 30 3ahre alten Kraftwagenführer Karl Herrmann gesteuert. Während bie beiden Motorradfahrer auf ber Stell« tot waren, erlitten ber Kraftwagenführer unb bie 3nsassen be» AutvS (drei Kinber) durch die Splitter ber zertrümmerten Windschutzscheibe leichtere Gesicht-Verletzungen. Die Ermittlungen über die Schuldfrage sind eingeleitet.
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| Stephan
| Sc/pifje
Wollen Sie?....
Wenn Ihnen andauernd jemand sagt: „Gehe nicht ins Theater oder nicht in Gesellschaft, denn Du wirst nicht schlafen können", dann glauben Sie es schließlich. Wenn Ihnen jemand sagt: „Iß keine Erdbeeren, nimm kein Salz, trinke keinen Kaffee, denn es ist Giftlll - dann trinken Sie doch den veredelten, leichtbekömmlichen Idee-Kaffee, von dem Herzkranke Nervöse etc. behaupten, daß sie ihn dauernd ohne Beschwerden trinken können. Das große Paket von 200 g kostet nur Mk. 1.50 und ist überall käuflich. mv
J.J. Darboven, Hamburg 15
Vertreter: Ludwig Petri, fließen, Crednerstr.38Jel.3313
Hess. Preishüten
unter dem Protektorat Sr. Kgl. Hoheit, des ehern. Großherzogs von Hessen
Sonntag, den 31. Anfinsl 1930 In Händen Veranstaltet vom Landesverb. Rhein-Main Im Verein für deutsche Schäferhunde, S. V., Rechtssitz Berlin. Durchgefübrt von der Ortsgruppe Gießen u. Umg. Beginn vormittags 8 Uhr / HütegeHnde Galgenberg Vergeben werden Ehrenpreise von Staats-, Provinzial- und Kommunalbehörden, Landwirtschaftskammer. Universität»-Tierzucht-Institut, Fürsten und Privaten._______________________Vie Leitung.
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