et betreibt nicht eine Tchankwirtschaft gewöhnlicher Art. sondern ein Llnternchmen, das sich wirtschastlich als einen Bestandteil eines Eisenbahnbetriebs darstellt, und ist daher ebenso Unternehmen eines Eisenbahnbetriebs, wie dies der Pächter einer ganzen Eisenbahnuntsrnehmung ist. Wenn sich ein Betrieb nach seiner objektiven Deschassenheit und Zweckbestimmung als ein Bestandteil eines Eisenbahnbetriebes darstellt, so bleibt er dies auch, wenn der ihn ausübende Gewerbetreibende nicht Eigentümer des Unternehmens. sondern Pächter ist. Dagegen ist eine Schanlwirtschaft, die ein selbständiger Unternehmer auf eigenem Grund und Boden in unmittelbarer Bähe des Bahnhofs betreibt, selbst dann nicht ein Teil des Eisenbahnbetriebs, wenn sie ausschließlich den Bedürfnissen des Reiseverkehrs dient, da ihr jeder wirtschaftliche Zusammenhang mit dem Eiscn-ahnunternehmen fehlt. Eine solche Schankwirtschaft unterliegt daher der Kon- zessionspflicht.
Auch das Reichsgericht hat Bahnhofswirtschaften als Hilfsbetriebe des Eisenbahnunterneh- menS angesehen, soweit sie auf Anordnung der Gisenbahnverwaltung innerhalb der Betriebsräume eingerichtet werden. Ist aber die Bahnhofswirtschaft als zum Betrieb des Eisenbahnunternehmens zugehörig anzusehen, so findet die Borschrift deS § 33 der Gewerbeordnung nach der oben angegebenen Bestimmung des Reichs» bahngcsehes keine Anwendung und es besteht dann auch tetne Konzefsionspflicht.
Dr. V.
Wirtschaft.
L.G.Farbenindustrie A.-G.
Keine wesentlichen Veränderungen im letzten Quartal 1929.
Im letzten Viertel des Geschäftsjahres 1929 der I.. G.. F a r b e n i n d u st r i e - A. - G. waren wesentliche Veränderungen gegenüber dem Vorquartal nicht zu verzeichnen. Das gilt insbesondere für Farbstoffe und Färbereihilfsprodukte, in denen das Inlandgeschäft in den letzten Vlonaten leicht gesteigert und der Auslandabsatz im ganzen gut war. Chemikalien liegen gegenüber den ersten drei Vierteljahren bei ungefähr gleichem Preisniveau fast unverändert. Ende des Jahres führten die Verhandlungen mit der Ruhc-Industrie in Stickstoff zu einer Verständigung in den grundsätzlichen Fragen. Der Absatz verläuft normal
Die aus dem bekannten Abkommen mit der Standard Oil Co. of Rew Jersey sich ergebenden Schritte zur weiteren Anwendung des Hydrier- versahrens sind von der Standard I. G. Co. in die Wege geleitet. Pharmazeutische Produkte hatten ungeachtet der auch hier bemerkbaren allgemeinen wirtschaftlichen Schwierigkeiten gegenüber dem Vorjahre gesteigerten Absatz. Die Spezialprodukte Sera und Pflanzenschutzmittel befriedigen. Photographische Artikel und Kinofilme sind etwas zurückgegangen. Kunstseide ist voll beschäftigt bei unbefriedigenden Preisen. Distrafaser ist in erfreulichem Ansteigen, desgleichen das Riechstoffgeschäft.
Trotz der gespannten wirtschaftlichen Lage kann der Geschäftsgang im ganzen als befriedigend bezeichnet werden.
*
* Subventionen für den Sieg-, Dill - und Lahnbergbau. Bei den gestern im Preußischen Landtag vorgenommenen Abstimmungen zum Derghaushalt wurde u. a. ein Antrag angenommen, nach dem die dem Erzbergbau im Sieg-. Dill- und Lahngebiet gewährten Subventionen für längere Zeit erhalten bleiben sollen.
* Getreide-Kredit-Bank A.-G., De r- l i n. Der Dividendenvorschlag beträgt nach erheblichen Abschreibungen 8 v. H. (i. D. 10 v. H.).
* Brauerei Henninger - Kempff- Ster n A.-G., Frankfurt a.M. Die G.-B. genehmigte ohne Debatte den bekannten Abschluß für 1928'29 mit wieder *10 v. 5). Dividende.
* Stillegungsantrag der Zigarettenfabrik Cckstein-Halpaus G. m. b. H. In einer Pressekonferenz gab die Verwaltung der Cckstein-Halpaus Zigarettenfabrik G. m. b. H. zur Kenntnis, daß es als aussichtslos erkannt werden mühte, den Breslauer Betrieb auf ein neues Rivcau zu stellen, daß er wenigstens ohne Verlust zu arbeiten in der Lage wäre. Die Gesellschaft sehe sich infolgedessen gezwungen, den bisher in Breslau unterhaltenen Zweigbetrieb am 28. Februar stillzulegen, und habe dies in einem Schreiben an den Regierungs-
Die Generalversammlung der Hekoga.
WSN. Darmstadt, 28. Jan. lieber den gestrigen Verlauf der Generalversammlung der Hekoga hören wir noch: Die Vertagung der endgültigen Verabschiedung der Vertragsentwürfe, die der Aufsichtsrat im Dezember zur Annahme empfahlen hatte, ist im ivesentlichen darauf zurückzu- führen, daß von Mainz und Worms noch keine Stellungnahme vorlag. Der Mainzer Stadtrat konnte sich wegen der Geschäftslage noch nicht mit der Angelegenheit befassen, dürste jedoch in absehbarer Zeit dazu kommen. In Worms ist die Verzögerung dadurch entstanden, daß bekanntlich die Stadtratswahl von kommunistischer Seite attgefoch- ten worden ist und eine Entscheidung über diesen Einspruch noch aussteht. Die Vertreter der andern Hekoga-Mitglieder brachten mit eingehender Be- gründung den Standpunkt ihrer Körperschaft zum Ausdruck. Er lautet für Oberhessen grundsätzlich zustimmend: dasselbe gilt für die Stadt Ki eßen. Die Provinz Rheinhessen verhält sich noch abwartend, offenbar im Hinblick auf die noch nicht erfolgte Stellungnahme der Stadt Mainz. Der Provinzialausschuß Startend rirg hat grundsätzliche Bedenken gegen das Vertragswert geltend gemacht. Der
Vertreter von D a r m st a d t erklärte sich entsprechend dem Stadtratsdeschluß gegen die Verträge in vorliegender Form. Von oberhessischer Seite (Gießen) wurde auf das st a r k e unmittelbare Interesse hingewiesen, das dort an der Lösung besteht, und betont, daß Städte wie Darmstadt, die Bedenken haben, die Rückwirkung ihrer Haltung auf die übrigen Landesteile nicht übersehen durften. Es fei nach den Hekogaverträgen durchaus möglich, daß man dem Vertragswert z u • stimme, ohne praktisch in vollem Umfange mitzu machen, insbesondere was die Stillegung der einzelnen Gaswerke betrifft. Im übrigen wurde ausführlich über die Zweifel und Bedenken gesprochen, die noch gegen das Vertragswerk in der vorliegenden Form bestehen, und die bis zur endgültigen Stellungnahme der General- oersammluna gehört werden müssen. Man nimmt an, daß in späte st ens acht Wochen alle Mitgliedskörper chaften zu den neuformulierten Verträgen endgültig Stellung genommen haben, so daß dann die Generalversammlung zur Beschlußfassung zusammentreten kann. Dem diesmaligen Beschluß stimmten alle Mitgliedskörperschaften bis auf zwei zu, die sich der Stimme enthielten.
Präsidenten in Breslau zur Anmeldung gebracht. Von dieser Maßnahme werden 532 Arbeiter und 49 Angestellte betroffen.
• Der Aktienindex. Der vom Statistischen Reichsamt errechnete Aktienindex (1924 bis 1926 gleich 100) stellt sich für die Woche vom 20. bis 25. Januar auf 122,3 gegenüber »123,2 in der Vorwoche, und zwar in der Gruppe Bergbau und Schwerindustrie auf 121,2 (121,0), Gruppe verarbeitende Industrie auf 110 7 (112,5) und Gruppe Handel und Verkehr auf 141,1 (141,4).
Frankfurter Börse.
Frankfurt a. M., 29. Jan. Tendenz zurückhaltend. — Im Zusammenhang mit der ungeklärten innerpolitischen Lage eröffnete die Börse zurückhaltend. Die Grundstimmung war aber nicht unfreundlich, da der Farbenmarkt nach dem reibungslosen Verlauf des gestrigen Liquidationstages zu gewissen Hoffnungen Anlaß bot. Das Geschäft konnte aber im allgemeinen feine Belebung erfahren, da der Auftragseingang äußerst gering war. Rur für Montan- werte machte sich anschließend an die Aufwärtsbewegung von gestern nachmittag weiter regere Rachsrage geltend. Mannesmann lagen 1,5 Proz., Klöckner, Phönix und Rheinstahl bis zu 1 Proz. höher. Buderus, Harpener und Ilse Bergbau hatten dagegen etwas unter Angebot zu leiden und eröffneten etwas niedriger. Am Kalimarkt hatte das Auslandinterefse erheblich nachgelassen. Cs kam eher Material heraus, Salzdetfurth eröffneten sogar niedriger. Am Glektro- martt war die Stimmung ebenfalls beruhigter. Am Siemensmarkt hatte der Druck der Baisse- Partei nachgelassen, und dieses Papier konnte sich leicht bessern. Der Rücktritt Primo de Riveras wurde viel besprochen und in günstigem Sinne beurteilt. Am Elektromarkt machte sich für Chadeaktien recht lebhafte Rachfrage geltend, bei einer Besserung bis zu 9 Prozent. AEG., Gesfürel und Schuckert eröffneten bis 1,5 Prozent hoher. Mehr hervortreten konnten noch Deutsche Linoleum mit plus 3 Prozent. Am Chemiemarkt hielt die Verstimmung an. Farben lagen weiter niedriger. Kunstseideaktien eröffneten etwas fester. Banken leicht abgeschwächt. Renten still. Deutsche Anleihen etwas gebessert. Im Verlaufe war die Stimmung lustlos. Das Geschäft konnte keine Belebung erfahren. Es kam Material heraus, wobei eine gewisse Lln- sicherheit hervortrat. Farben lagen etwa 1,5 Prozent, AEG. 2 Prozent, Siemens etwa 3 Prozent und der Montanmarkt bis zu 1,5 Prozent gegen Anfang schwächer. Am Geldmarkt war der Sah für Tagesgeld auf 6 Prozent erhöht. Am Devisenmarkt war der Peseta leicht gebessert. Man nannte Mark gegen Dollar 4,1859, gegen Pfund 20.366, London gegen Kabel 4,8650, gegen Paris 123,89, gegen Mailand 92,87, gegen Madrid 37,00, gegen Schweiz 25,1850, gegen Holland 12,11.
Berliner Börse.
'Berlin, 29. Ian. 2m heutigen Vormittagsverkehr fehlte es an Anregungen, und das Geschäft war außerordentlich still. Rach dem glatten Verlauf der Liquidation erwartet man zu dem Zahltage keine Schwierigkeiten mehr. Die anwachsende Arbeitslosenziffer mahnte zur
Zurückhaltung. So eröffnete die Börse ebenfalls uneinheitlich und ziemlich unsicher. Es ergaben sich jedoch nur geringe Abschwächungen. Etwas verstärktes Interesse für Montanwerte regte an. Es sollen angeblich vor allem rheinische und Hamburger (amerikanische) Käufe vorgenommen worden sein. Diesem lebhafteren Verkehr am Montanmarkt stand am Farbenmarkt erneut etwas größeres Angebot gegenüber, lieber das Rhein- stahlpaket der I.-G.-Farben konnte man nichts neues Horen. Die Verhandlungen um die Abgabe des Phönix-Pak.'tes der Otto-Wolf-Gruppe an die Gruppe Flick find noch nicht zum Abschluß gekommen. Bemerkenswert schwächer eröffneten Svenska und Braubank. Deutsche Anleihen ruhig. Auch Ausländer wenig verändert. Pfandbriefmarkt eher etwas freundlicher. Der Geldmarkt war unverändert. Tagesgeld 4,5 bis 6,5 Prozent, vereinzelt auch bis 4 Prozent. Monatsgeld 7,5 bis 9 Prozent; Warenwechsel etwa 6,5 Prozent. Auch international blieben die Geldsähe leicht. Beachtung fand übrigens auch der gestrige Goldkauf Deutschlands in London, der die Situation der Reichsbank weiter verändert hat und die Möglichkeit einer Diskontsenkung für Anfang Februar wieder naherückt. Im Verlaufe wurde die Stimmung unter leichten Schwankungen wieder freundlich und zuversichtlicher. Die vernachlässigten Farben fanden Beachtung. Am Montanmarkt lagen Erdöl, Rheinstahl und Gelsenkirchen weiter lebhaft. Polyphon zogen ebenfalls um 4 Prozent an und Schiffahrtswerte waren 1,5 Prozent gebessert.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a.M., 29.Ian. Am Produktenmarkt war die Grundstimmung nicht unfreundlich. Das Geschäft erfuhr jedoch keine Belebung, da die Händler sehr zurückhaltend waren. Das Angebot von Auslandware blieb gering, die Forderungen lauteten teilweise etwas höher. In Erwartung neuer Regierungsmaßnahmen hinsichtlich der Getreidepolitik wurde später die' Zurückhaltung vergrößert, so daß das Geschäft einen stockenden Verlauf nahm. Rur für Weizenmehl bestand bei leicht erhöhtem Preise einiges Interesse. Inländischer Hafer war etwas nachgebend, ebenso Sommergerste. Cs wurden notiert: Wei» den 26,75 bis 26,85 Mk., Roggen 18,25 bis 18,50, Sommergerste (für Brauzwecke) 19,50, Hafer (inländischer) 16,75 bis 17, Mais (gelb) 16,25 bis 16,50, Weizenmehl (süddeutsches, Spezial 0) 39,75 bi« <40.75, Roggenmehl 26.50 bis 27,50, Weizen- kleie 8,25 bis 8,35, Roggenkleie 9 Mk. — Tendenz: ruhig.
Vermischtes.
Strafanzeige wegen Selbstmordversuchs auf dem Bahngleise.
Ein 38jähriger Musiker warf sich auf dem Bahnhof Alexanderplah in Berlin vor einen Dorortzug. Es gelang, den Zug zum Halten zu bringen und den Mann unverletzt hervorzuziehen. Die Eisenbahndirektion hat in Anbetracht der Tatsache, daß sich diese Selbstmordversuche in letzter Zeit häufen, gegen ihn Strafanzeige wegen unbefugten Betretens des "Vahngleises und wegen Transportgefährdung erstattet. Der Mann hatte
eine Absperrkette überfliegen und war so auf den Bahnkörper gelangt.
Aus der französischen Fremdenlegion desertiert.
Das dänische Schiff ^Crik Boye" setzte in: Leith zwei Deutsch? und einen Dänen an Land, die aus der französische Fremdenlegion desertiert sind. Sie hatten sich im tunesischen Hafen Susa an Bord des Schiffes geschlichen und tauchten erst zwei Tagereisen vor Granton, dem Bestimmungshafen des Schisses, aus ihrem Versteck auf. Drr deutsche und der dänische Konsul in Leith lassen dir Flüchtlinge in ihre Heimat befördern.
Eine ganze Familie verbrannt.
Bei Frederick (Colorado) ist beim Brande einer kleinen Wohnhütte in der Nähe des Slopeline-Berg- werkes eine ganze Familie, bcftehend aus Mann, Frau und fünf Kinder, in den Flammen umgekommen. ,
Zeitschriften.
— Eine streng sachliche Aufklärung über das Wesen der Strahlen geschieht in umfassender und allgemeinverständlicher Weise durch hervorragende Wissenschaftler in dem neuesten Sonderheft der Süddeutschen Monatshefte (München) „Die Welt der Strahlen". Da gibt zunächst Univ.-Prof. Dr. Rüchardt, München, einen umfassenden lleberblicf über die Strahlungen in der Physik. Den Menschen als Strahlen- empsänger und Strahlensender zeigt Privatdozent Dr. Aschner. Don besonderer Bedeutung ist, was wir hier über den Menschen als Strahlensender hören, vom animalischen Magnetismus bei den fernöstlichen Völkern bis zu den okkultistischen Strahlungen Reichenbachs. Dr. Laqueur, dirigierender Arzt am Rudolf-Virchow- Krankenhaus in Berlin, schildert moderne Methoden der elektromedizinischen Behandlung, und zwar mit galvanischen wie mit hochfrequenten Strömen. Prof. Dr. Doltz, Leiter der Strahlenabteilung der Universitätsfrauenklinik in München behandelt die moderne Krebsbehandlung mit Röntgen» und Radiumstrahlen. Die Ultraviolettbestrahlungen von Tieren und Rahrungsmitteln zeigt Geheimrat Dr. Bach, Weißer Hirsch, Dresden. Einen umfassenden Aufsatz widmet Dr. Huld- schinsky, Charlottenburg, der modernen Rachitis- behandlung, während Prof. Dr. Groedel, Bad- Rauheim, mit dem sehr wichtigen Kapitel über Schädigungen durch Strahlen den Hauptteil deS reichhaltigen Heftes schließt. Wenn dieses Heft in hohem Maße praktischer Aufklärung des Publikums dient, so erfüllt es außerdem noch die heute sehr wichtige Mission, auf den Wert deS naturwissenschaftlichen Wissens hinzuweisen.
— i e Kun st". Verlag F. Bruckmann A.-G., München, Februarheft 1930. Das vorliegende Heft zeigt wieder einen überraschend großen Ausschnitt, von den Werken der Malerei unb Plastik bis zu spielerisch anmutenben kunstgewerblichen Dingen unb künstlerischen Kostümen. Malerische Werke von Fran.; Lenk, vornehmlich Lanbschaften mit lebendiger Empfindung und aufgeschlossenem Sinn für das Organische in der Ratur; dekorative Malereien August Dabbergers. Plastiken von Ludwig Kunstmann, malerische Werke von Ludwig Bock und Franz Masereel; Wohnhausbauten, neue Möbel-Cntwürse, kunstgewerbliche Dinge von der Handweberei bis zu kapriziösen Requisiten für die Vitrine und den Toilettentisch der Dame.
Letzte Nachrichten.
Gmmh Dcstinn f.
Prag, 29. Ian. (WTB. Funkspruch.) Die bekannte tschechische Sängerin Emmy D e st i n n , die in letzter Zeit kränkelte, ist in der vergangenen Nacht in Budweis geworben. Die Künstlerin, die sich gestern zu einem Spezialisten begeben hatte, um sich bei ihm röntgen zu lassen, erlitt einen Schlaganfall. Emmy Destinn, die mit richtigem Namen Ki11l hieß, wurde am 27. Februar 1878 in Prag geboren. Sie trat bereits als 20jährige in „Cavalleria Rusti- cana* als Santuzza an der Berliner Hofoper auf, von der sie wegen ihres großen Erfolges sofort engagiert wurde. Dem Verband der Berliner Hofoper gehörte die Künstlerin 10 Jahre hindurch an; während dieser Zeit gastierte sie auch in Bayreuth, Paris und am Nationaltheater in Prag. In den Iah- ren 1905 und 1907 trat sie als Gast im Londoner Cooent-Garden-Theater auf, 1908 wurde sie von der Intendanz des Nationaltheaters in Prag zum ersten Ehrenmitglied dieses Theaters ernannt. Im gleichen Jahre wurde sie nach Amerika engagiert, wo sie eine Reihe von Jahren mit sensationellem Erfolg auftrat.
Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 6,5 v. H., Lombardzinsfuß 7,5 v. H.
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Boigt 4 Cartisa . .
e
•
9
220
—
220
—
«Ob». Buda . • • •
•
•
•
10
157,5
157,75
Banknoten.
Devisenmarkt Berlin - Frankfurt a. M.
Berlin, 28. Januar
Geld
Ml -
tilmerikanische Noten ....
4.164
4,184
Belgische Noten .......
58,13
58,37
Dänische Noten ........
111,70
112.14
Englische Noten . •••••••
20,332
20.412
ntanzosttche Noten ......
16.435
16.495
Holländische Noten .......
167,78
168.46
Italienische Noten........
Norwegische Noten.......
21.855
21,935
111.53
111 97
Deutsch-Oesterreich, 1 100 Schilling
58.70
58.94
Rumänische Noten.......
2.465
2,485
Schwedische Noten .......
112.05
112.49
Schweizer Noten ......
80.84
81.16
cixiniltbe Noten .......
53.71
53 93
Tichechoiiowakische Roten .....
Ungarisch, Noten .....
12,33
72,90
12,38
73 20
28 Januar
29- Januar
AmtlidK Notierung
Amtlich» Not,-runa
Wflf
Bries
»vir
«rt
«mit.-'Jtou
167.95
178.29
167.98
168.32
Buen.-Airetz
1 .669
1,673
1,661
1,665
Brfl. Än,w
58.215
58.335
58.21h
58.335
E Kristiania
111,66
111.88
111,67
111.89
.Kopendagin
111,87
112.09
111,85
112,07
Stockholm .
112,24
112,46
112,23
112,45
HclsingiorS.
10 508
10,528
10.508
10,128
Italien.
21,875
21,915
21.87
21,91
London. . .
20.339
20,379
20.337
20-377
’.'ifunorf . .
4,1815
4,1895
4.1810
4,1890
Paris. . .
Stdwetz . .
16.415
16,455
16.415
16,415
80,76
80,92
80.7b
80 92
Sva ihn .
53.90
54,00
55.04
55.16
Japan . . .
•Hlo dr Ian
2.057
2,061
2,055
2,059
0.477 .
0.479
0,477
0.479
Wien in D->
Ctfi. abflcfl
58.83
58.95
58.86
58,96
Prag . Belirad
12.37
7,375
12,39
7,389
12.367
7,375
12,387
7,389
Budapest. Bul arten
73,105
73,245
73,105
73.245
3,027
3 033
3.024
3,030
yifTabon Donjia
18.78
18.82
18.78
19,12
81,335
81,495
81.34
81.50
Konst..mtn. fltben.
1.963
1,967
1.973
1.977
5.435
5,445
5.435
5,445
Canoda
4.134
4,142
4.134
4142
Um naö .
3.796
3.804
3,376
3.784
Latro
20,86
20,90
20.86
20,90


