Einzelbild herunterladen

et betreibt nicht eine Tchankwirtschaft gewöhn­licher Art. sondern ein Llnternchmen, das sich wirtschastlich als einen Bestandteil eines Eisen­bahnbetriebs darstellt, und ist daher ebenso Unter­nehmen eines Eisenbahnbetriebs, wie dies der Pächter einer ganzen Eisenbahnuntsrnehmung ist. Wenn sich ein Betrieb nach seiner objektiven Deschassenheit und Zweckbestimmung als ein Be­standteil eines Eisenbahnbetriebes darstellt, so bleibt er dies auch, wenn der ihn ausübende Gewerbetreibende nicht Eigentümer des Unter­nehmens. sondern Pächter ist. Dagegen ist eine Schanlwirtschaft, die ein selbständiger Unterneh­mer auf eigenem Grund und Boden in unmittel­barer Bähe des Bahnhofs betreibt, selbst dann nicht ein Teil des Eisenbahnbetriebs, wenn sie ausschließlich den Bedürfnissen des Reiseverkehrs dient, da ihr jeder wirtschaftliche Zusammenhang mit dem Eiscn-ahnunternehmen fehlt. Eine solche Schankwirtschaft unterliegt daher der Kon- zessionspflicht.

Auch das Reichsgericht hat Bahnhofswirtschaf­ten als Hilfsbetriebe des Eisenbahnunterneh- menS angesehen, soweit sie auf Anordnung der Gisenbahnverwaltung innerhalb der Betriebs­räume eingerichtet werden. Ist aber die Bahn­hofswirtschaft als zum Betrieb des Eisenbahn­unternehmens zugehörig anzusehen, so findet die Borschrift deS § 33 der Gewerbeordnung nach der oben angegebenen Bestimmung des Reichs» bahngcsehes keine Anwendung und es besteht dann auch tetne Konzefsionspflicht.

Dr. V.

Wirtschaft.

L.G.Farbenindustrie A.-G.

Keine wesentlichen Veränderungen im letzten Quartal 1929.

Im letzten Viertel des Geschäftsjahres 1929 der I.. G.. F a r b e n i n d u st r i e - A. - G. waren wesentliche Veränderungen gegenüber dem Vorquartal nicht zu verzeichnen. Das gilt ins­besondere für Farbstoffe und Färbereihilfspro­dukte, in denen das Inlandgeschäft in den letzten Vlonaten leicht gesteigert und der Auslandabsatz im ganzen gut war. Chemikalien liegen gegen­über den ersten drei Vierteljahren bei ungefähr gleichem Preisniveau fast unverändert. Ende des Jahres führten die Verhandlungen mit der Ruhc-Industrie in Stickstoff zu einer Verständi­gung in den grundsätzlichen Fragen. Der Absatz verläuft normal

Die aus dem bekannten Abkommen mit der Standard Oil Co. of Rew Jersey sich ergebenden Schritte zur weiteren Anwendung des Hydrier- versahrens sind von der Standard I. G. Co. in die Wege geleitet. Pharmazeutische Produkte hatten ungeachtet der auch hier bemerkbaren allgemeinen wirtschaftlichen Schwierigkeiten gegenüber dem Vorjahre gesteigerten Absatz. Die Spezialprodukte Sera und Pflanzenschutzmittel befriedigen. Photographische Artikel und Kino­filme sind etwas zurückgegangen. Kunstseide ist voll beschäftigt bei unbefriedigenden Preisen. Distrafaser ist in erfreulichem Ansteigen, des­gleichen das Riechstoffgeschäft.

Trotz der gespannten wirtschaftlichen Lage kann der Geschäftsgang im ganzen als be­friedigend bezeichnet werden.

*

* Subventionen für den Sieg-, Dill - und Lahnbergbau. Bei den gestern im Preußischen Landtag vorgenommenen Ab­stimmungen zum Derghaushalt wurde u. a. ein Antrag angenommen, nach dem die dem Erz­bergbau im Sieg-. Dill- und Lahngebiet ge­währten Subventionen für längere Zeit erhalten bleiben sollen.

* Getreide-Kredit-Bank A.-G., De r- l i n. Der Dividendenvorschlag beträgt nach er­heblichen Abschreibungen 8 v. H. (i. D. 10 v. H.).

* Brauerei Henninger - Kempff- Ster n A.-G., Frankfurt a.M. Die G.-B. ge­nehmigte ohne Debatte den bekannten Abschluß für 1928'29 mit wieder *10 v. 5). Dividende.

* Stillegungsantrag der Zigaret­tenfabrik Cckstein-Halpaus G. m. b. H. In einer Pressekonferenz gab die Verwaltung der Cckstein-Halpaus Zigarettenfabrik G. m. b. H. zur Kenntnis, daß es als aussichtslos erkannt werden mühte, den Breslauer Betrieb auf ein neues Rivcau zu stellen, daß er wenigstens ohne Verlust zu arbeiten in der Lage wäre. Die Gesellschaft sehe sich infolgedessen gezwungen, den bisher in Breslau unterhaltenen Zweig­betrieb am 28. Februar stillzulegen, und habe dies in einem Schreiben an den Regierungs-

Die Generalversammlung der Hekoga.

WSN. Darmstadt, 28. Jan. lieber den gestri­gen Verlauf der Generalversammlung der Hekoga hören wir noch: Die Vertagung der end­gültigen Verabschiedung der Vertragsentwürfe, die der Aufsichtsrat im Dezember zur Annahme emp­fahlen hatte, ist im ivesentlichen darauf zurückzu- führen, daß von Mainz und Worms noch keine Stellungnahme vorlag. Der Mainzer Stadtrat konnte sich wegen der Geschäftslage noch nicht mit der Angelegenheit befassen, dürste jedoch in absehbarer Zeit dazu kommen. In Worms ist die Verzögerung dadurch entstanden, daß bekanntlich die Stadtratswahl von kommunistischer Seite attgefoch- ten worden ist und eine Entscheidung über diesen Einspruch noch aussteht. Die Vertreter der andern Hekoga-Mitglieder brachten mit eingehender Be- gründung den Standpunkt ihrer Körperschaft zum Ausdruck. Er lautet für Oberhessen grund­sätzlich zustimmend: dasselbe gilt für die Stadt Ki eßen. Die Provinz Rheinhessen verhält sich noch abwartend, offenbar im Hin­blick auf die noch nicht erfolgte Stellungnahme der Stadt Mainz. Der Provinzialausschuß Startend rirg hat grundsätzliche Beden­ken gegen das Vertragswert geltend gemacht. Der

Vertreter von D a r m st a d t erklärte sich entspre­chend dem Stadtratsdeschluß gegen die Verträge in vorliegender Form. Von oberhessischer Seite (Gießen) wurde auf das st a r k e unmittel­bare Interesse hingewiesen, das dort an der Lösung besteht, und betont, daß Städte wie Darm­stadt, die Bedenken haben, die Rückwirkung ihrer Haltung auf die übrigen Landesteile nicht übersehen durften. Es fei nach den Hekogaverträgen durchaus möglich, daß man dem Vertragswert z u stimme, ohne praktisch in vollem Um­fange mitzu machen, insbesondere was die Stillegung der einzelnen Gaswerke betrifft. Im übrigen wurde ausführlich über die Zweifel und Bedenken gesprochen, die noch gegen das Vertrags­werk in der vorliegenden Form bestehen, und die bis zur endgültigen Stellungnahme der General- oersammluna gehört werden müssen. Man nimmt an, daß in späte st ens acht Wochen alle Mit­gliedskörper chaften zu den neuformulierten Verträ­gen endgültig Stellung genommen haben, so daß dann die Generalversammlung zur Beschlußfassung zusammentreten kann. Dem diesmaligen Beschluß stimmten alle Mitgliedskörperschaften bis auf zwei zu, die sich der Stimme enthielten.

Präsidenten in Breslau zur Anmeldung gebracht. Von dieser Maßnahme werden 532 Arbeiter und 49 Angestellte betroffen.

Der Aktienindex. Der vom Statisti­schen Reichsamt errechnete Aktienindex (1924 bis 1926 gleich 100) stellt sich für die Woche vom 20. bis 25. Januar auf 122,3 gegenüber »123,2 in der Vorwoche, und zwar in der Gruppe Bergbau und Schwerindustrie auf 121,2 (121,0), Gruppe ver­arbeitende Industrie auf 110 7 (112,5) und Gruppe Handel und Verkehr auf 141,1 (141,4).

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M., 29. Jan. Tendenz zurück­haltend. Im Zusammenhang mit der ungeklär­ten innerpolitischen Lage eröffnete die Börse zurückhaltend. Die Grundstimmung war aber nicht unfreundlich, da der Farbenmarkt nach dem reibungslosen Verlauf des gestrigen Liquidationstages zu gewissen Hoffnungen An­laß bot. Das Geschäft konnte aber im allgemeinen feine Belebung erfahren, da der Auftragsein­gang äußerst gering war. Rur für Montan- werte machte sich anschließend an die Aufwärts­bewegung von gestern nachmittag weiter regere Rachsrage geltend. Mannesmann lagen 1,5 Proz., Klöckner, Phönix und Rheinstahl bis zu 1 Proz. höher. Buderus, Harpener und Ilse Bergbau hatten dagegen etwas unter Angebot zu leiden und eröffneten etwas niedriger. Am Kalimarkt hatte das Auslandinterefse erheblich nachge­lassen. Cs kam eher Material heraus, Salzdet­furth eröffneten sogar niedriger. Am Glektro- martt war die Stimmung ebenfalls beruhigter. Am Siemensmarkt hatte der Druck der Baisse- Partei nachgelassen, und dieses Papier konnte sich leicht bessern. Der Rücktritt Primo de Riveras wurde viel besprochen und in günstigem Sinne beurteilt. Am Elektromarkt machte sich für Chadeaktien recht lebhafte Rach­frage geltend, bei einer Besserung bis zu 9 Pro­zent. AEG., Gesfürel und Schuckert eröffneten bis 1,5 Prozent hoher. Mehr hervortreten konnten noch Deutsche Linoleum mit plus 3 Prozent. Am Chemiemarkt hielt die Verstimmung an. Farben lagen weiter niedriger. Kunstseideaktien eröff­neten etwas fester. Banken leicht abgeschwächt. Renten still. Deutsche Anleihen etwas gebessert. Im Verlaufe war die Stimmung lustlos. Das Geschäft konnte keine Belebung erfahren. Es kam Material heraus, wobei eine gewisse Lln- sicherheit hervortrat. Farben lagen etwa 1,5 Prozent, AEG. 2 Prozent, Siemens etwa 3 Pro­zent und der Montanmarkt bis zu 1,5 Prozent gegen Anfang schwächer. Am Geldmarkt war der Sah für Tagesgeld auf 6 Prozent erhöht. Am Devisenmarkt war der Peseta leicht gebessert. Man nannte Mark gegen Dollar 4,1859, gegen Pfund 20.366, London gegen Kabel 4,8650, gegen Paris 123,89, gegen Mailand 92,87, gegen Madrid 37,00, gegen Schweiz 25,1850, gegen Holland 12,11.

Berliner Börse.

'Berlin, 29. Ian. 2m heutigen Vormittags­verkehr fehlte es an Anregungen, und das Ge­schäft war außerordentlich still. Rach dem glatten Verlauf der Liquidation erwartet man zu dem Zahltage keine Schwierigkeiten mehr. Die anwachsende Arbeitslosenziffer mahnte zur

Zurückhaltung. So eröffnete die Börse ebenfalls uneinheitlich und ziemlich unsicher. Es ergaben sich jedoch nur geringe Abschwächungen. Etwas verstärktes Interesse für Montanwerte regte an. Es sollen angeblich vor allem rheinische und Hamburger (amerikanische) Käufe vorgenommen worden sein. Diesem lebhafteren Verkehr am Montanmarkt stand am Farbenmarkt erneut etwas größeres Angebot gegenüber, lieber das Rhein- stahlpaket der I.-G.-Farben konnte man nichts neues Horen. Die Verhandlungen um die Ab­gabe des Phönix-Pak.'tes der Otto-Wolf-Gruppe an die Gruppe Flick find noch nicht zum Ab­schluß gekommen. Bemerkenswert schwächer er­öffneten Svenska und Braubank. Deutsche An­leihen ruhig. Auch Ausländer wenig verändert. Pfandbriefmarkt eher etwas freundlicher. Der Geldmarkt war unverändert. Tagesgeld 4,5 bis 6,5 Prozent, vereinzelt auch bis 4 Prozent. Monatsgeld 7,5 bis 9 Prozent; Warenwechsel etwa 6,5 Prozent. Auch international blieben die Geldsähe leicht. Beachtung fand übrigens auch der gestrige Goldkauf Deutschlands in London, der die Situation der Reichsbank weiter verändert hat und die Möglichkeit einer Diskontsenkung für Anfang Februar wieder naherückt. Im Verlaufe wurde die Stimmung unter leichten Schwankun­gen wieder freundlich und zuversichtlicher. Die vernachlässigten Farben fanden Beachtung. Am Montanmarkt lagen Erdöl, Rheinstahl und Gel­senkirchen weiter lebhaft. Polyphon zogen eben­falls um 4 Prozent an und Schiffahrtswerte waren 1,5 Prozent gebessert.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a.M., 29.Ian. Am Produkten­markt war die Grundstimmung nicht unfreundlich. Das Geschäft erfuhr jedoch keine Belebung, da die Händler sehr zurückhaltend waren. Das An­gebot von Auslandware blieb gering, die For­derungen lauteten teilweise etwas höher. In Er­wartung neuer Regierungsmaßnahmen hinsichtlich der Getreidepolitik wurde später die' Zurück­haltung vergrößert, so daß das Geschäft einen stockenden Verlauf nahm. Rur für Weizenmehl bestand bei leicht erhöhtem Preise einiges Inter­esse. Inländischer Hafer war etwas nachgebend, ebenso Sommergerste. Cs wurden notiert: Wei» den 26,75 bis 26,85 Mk., Roggen 18,25 bis 18,50, Sommergerste (für Brauzwecke) 19,50, Hafer (in­ländischer) 16,75 bis 17, Mais (gelb) 16,25 bis 16,50, Weizenmehl (süddeutsches, Spezial 0) 39,75 bi« <40.75, Roggenmehl 26.50 bis 27,50, Weizen- kleie 8,25 bis 8,35, Roggenkleie 9 Mk. Tendenz: ruhig.

Vermischtes.

Strafanzeige wegen Selbstmordversuchs auf dem Bahngleise.

Ein 38jähriger Musiker warf sich auf dem Bahnhof Alexanderplah in Berlin vor einen Dorortzug. Es gelang, den Zug zum Halten zu bringen und den Mann unverletzt hervorzuziehen. Die Eisenbahndirektion hat in Anbetracht der Tatsache, daß sich diese Selbstmordversuche in letzter Zeit häufen, gegen ihn Strafanzeige wegen unbefugten Betretens des "Vahngleises und wegen Trans­portgefährdung erstattet. Der Mann hatte

eine Absperrkette überfliegen und war so auf den Bahnkörper gelangt.

Aus der französischen Fremdenlegion desertiert.

Das dänische Schiff ^Crik Boye" setzte in: Leith zwei Deutsch? und einen Dänen an Land, die aus der französische Fremdenlegion deser­tiert sind. Sie hatten sich im tunesischen Hafen Susa an Bord des Schiffes geschlichen und tauchten erst zwei Tagereisen vor Granton, dem Bestimmungshafen des Schisses, aus ihrem Versteck auf. Drr deutsche und der dänische Konsul in Leith lassen dir Flüchtlinge in ihre Heimat befördern.

Eine ganze Familie verbrannt.

Bei Frederick (Colorado) ist beim Brande einer kleinen Wohnhütte in der Nähe des Slopeline-Berg- werkes eine ganze Familie, bcftehend aus Mann, Frau und fünf Kinder, in den Flammen umgekommen. ,

Zeitschriften.

Eine streng sachliche Aufklärung über das Wesen der Strahlen geschieht in umfassender und allgemeinverständlicher Weise durch hervor­ragende Wissenschaftler in dem neuesten Sonder­heft der Süddeutschen Monatshefte (München)Die Welt der Strahlen". Da gibt zunächst Univ.-Prof. Dr. Rüchardt, München, einen umfassenden lleberblicf über die Strahlun­gen in der Physik. Den Menschen als Strahlen- empsänger und Strahlensender zeigt Privat­dozent Dr. Aschner. Don besonderer Bedeutung ist, was wir hier über den Menschen als Strahlensender hören, vom animalischen Mag­netismus bei den fernöstlichen Völkern bis zu den okkultistischen Strahlungen Reichenbachs. Dr. Laqueur, dirigierender Arzt am Rudolf-Virchow- Krankenhaus in Berlin, schildert moderne Me­thoden der elektromedizinischen Behandlung, und zwar mit galvanischen wie mit hochfrequenten Strömen. Prof. Dr. Doltz, Leiter der Strahlen­abteilung der Universitätsfrauenklinik in Mün­chen behandelt die moderne Krebsbehandlung mit Röntgen» und Radiumstrahlen. Die Ultraviolett­bestrahlungen von Tieren und Rahrungsmitteln zeigt Geheimrat Dr. Bach, Weißer Hirsch, Dres­den. Einen umfassenden Aufsatz widmet Dr. Huld- schinsky, Charlottenburg, der modernen Rachitis- behandlung, während Prof. Dr. Groedel, Bad- Rauheim, mit dem sehr wichtigen Kapitel über Schädigungen durch Strahlen den Hauptteil deS reichhaltigen Heftes schließt. Wenn dieses Heft in hohem Maße praktischer Aufklärung des Pu­blikums dient, so erfüllt es außerdem noch die heute sehr wichtige Mission, auf den Wert deS naturwissenschaftlichen Wissens hinzuweisen.

i e Kun st". Verlag F. Bruckmann A.-G., München, Februarheft 1930. Das vorlie­gende Heft zeigt wieder einen überraschend gro­ßen Ausschnitt, von den Werken der Malerei unb Plastik bis zu spielerisch anmutenben kunst­gewerblichen Dingen unb künstlerischen Kostümen. Malerische Werke von Fran.; Lenk, vornehmlich Lanbschaften mit lebendiger Empfindung und auf­geschlossenem Sinn für das Organische in der Ratur; dekorative Malereien August Dabbergers. Plastiken von Ludwig Kunstmann, malerische Werke von Ludwig Bock und Franz Masereel; Wohnhausbauten, neue Möbel-Cntwürse, kunst­gewerbliche Dinge von der Handweberei bis zu kapriziösen Requisiten für die Vitrine und den Toilettentisch der Dame.

Letzte Nachrichten.

Gmmh Dcstinn f.

Prag, 29. Ian. (WTB. Funkspruch.) Die be­kannte tschechische Sängerin Emmy D e st i n n , die in letzter Zeit kränkelte, ist in der vergangenen Nacht in Budweis geworben. Die Künstlerin, die sich gestern zu einem Spezialisten begeben hatte, um sich bei ihm röntgen zu lassen, erlitt einen Schlaganfall. Emmy Destinn, die mit richtigem Namen Ki11l hieß, wurde am 27. Februar 1878 in Prag geboren. Sie trat bereits als 20jährige inCavalleria Rusti- cana* als Santuzza an der Berliner Hofoper auf, von der sie wegen ihres großen Erfolges sofort en­gagiert wurde. Dem Verband der Berliner Hofoper gehörte die Künstlerin 10 Jahre hindurch an; wäh­rend dieser Zeit gastierte sie auch in Bayreuth, Pa­ris und am Nationaltheater in Prag. In den Iah- ren 1905 und 1907 trat sie als Gast im Londoner Cooent-Garden-Theater auf, 1908 wurde sie von der Intendanz des Nationaltheaters in Prag zum ersten Ehrenmitglied dieses Theaters ernannt. Im gleichen Jahre wurde sie nach Amerika engagiert, wo sie eine Reihe von Jahren mit sensationellem Erfolg auftrat.

Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 6,5 v. H., Lombardzinsfuß 7,5 v. H.

.itonlhm a M

Berlin

ctlnuB-l Kure I

Ul) Jhtr

Schlug | tiiiianfl» Kur« fiur?

Damm

28. I.

29 1

28 1

29. 1

6% Leu iche ji id}ȟnieigc

ron ivn? ....... ,

8.,5

87,5

7% Deutsche Reichsanleihe

von 1929 .........

Li. Vnl^.'tbtös.-Schuld mU flut

96.4

96,7

los.JWfrtitcn........

50,9

51,15

50.9

51,3

Tc-ol rbni AuSlot Rechte 8% Helt. Bolttstaat von 1929

8,05

8,1

8.1

8

lruckjahlh. 102%)

Oberbesscn Provinz - Anleihe mit

87,75

Aueloj.-Rechten.....

Tcmldic Komm. Sammclabl.

Anleihe ecrir 1 . .

8% grants. Hnp.-Vant Goldpsr

49,3

49,25

XIII utilütibb.it VIS 1934 .

96,5

_

7% grants. Hvv Bank (Holbple

uiilunbbiit bk' 1032 .....

<H% Rheinische Huv-Bank

4,'iqu. «Si'lbvir........

84

-

82,25

_

-

6% Pr. LaiibrSpsandbriesanstall

Psaudbriese R. 17.....

8% Pr. Lniiveepkaiivbrlcsanslnli

97

97

Romm.-Cbl. R. 16.....

94,5

94

7% Pr. LattdrepsandbricsanNalt,

Psanbbrtesc R. 10

ÜAi tt. obfl. k orknegi> Obligation

88,5

89

uictiablbar 1932 ....

4% Qesterretchische CBolbrte..

26,75

_

26.75

4.20% Crttftt silbern 4% Oekterrrichilche Einheitliche

3.6

3,5

Rente..........

2,2

2,5

4% Unflartiche Sotdne.. . .

4% Ungarische Etaanir. v. 1910

24,13

24,1

23,0

22,1

22

4H% Ccbfll. von 1913 . . . 4% Ungars,che Kronenrte.. .

23,25

23,25

2,2

_

2,2

4% tütt. Zvllanteihe v. 1911 .

7,9

8.05

4% Darmche Bagdadbohn-Ln!

Serie 1......

7,9

8,05

4% brtfll Seri- II

7,9

_

8 05

6% Rumänische vereint) Rente

von 1903 . . . .

4H% « im.lntldir vereint). Rente

10

10,1

von 1913 .......

15,5

_

15,5

% tKumanttAr vereint). Aen;c .

8

8

">ranIhm a M

Berlin

edbuy- ffnro

-Üb' ffur

Schluh Kure

Arnanfl- Kur

Saturn

28. 1

29- 1.

28. 1

29- 1.

Hamdurg-Amerika Palet .

«

104

104

103

103,75

Hamb Slldam. Dampssch. .

. !-

169

Hanta Domrsschtss.....

10

.

_

152

Norddeutscher Lloyd ....

Allfl Deutsche Ercdtianst. . .

. r

104,65

_

104

104

123

126

184,75

156,75

241

151,25

151.25

152

292

li

122.75

_

123.5

124 25

183

Barmer Bantvercin .... Berliner HandclsgeteUIch. . .

1<

125

_

n

183

_

Eooimerz- unb Prival-Bant . Darms), u. Narionawani . . Deuliche Bank......

Ditkonto-Äesellschap, Ant. . Drc»bncr Boni......

Retchrdam . .......

ii

1

1- 1<

1.

1

158

241

151,25

151,25

152,25

289

156.-5

152

157

239.25

150,5

150.5

151.5

291

«.<r.»...........

Bergmann . . .

1-1

205,5

171,25

170,4

904

161,25

207

Elektr. Lielerung-grleMchaft

1

164

4 64.25

üicht unb Krast

gellen 4 Guilleaume.... Set. I Elektr. Untern.. . . . Hamb (Elcftt -Werte .... Rhein. Elektr. ......

Schlei. Stet' ......

Gdiuderi S Go. . . Siemens 5 pahSle . . Transradio ......

1' IV,

H 1

li' 11 M

. 8

167

121

168

184

275,5

169

185.5

276

166

121

168.75

133.25

141,25

164.75

182,65

273.25

167.5

122.75

168

134.4

142

166

184.5

276

Lahmeyer 4 4o.. . . .

10

170

129

169

72,75

72

71.75

72,25

Deutsche SrbSl......

. 6

103.4

106

Ihirnrr Steinkohle.....

137,75

Geilenkirchener ......

. 8

142,5

143

141,9

143,5

Orroener.........

. 0

142

141.9

140.75

141

Hoetch Eisen........

6V,

116.75

108,5

älk Bergbau..... .

KtSckuerwerke ......

10

252

105,75

251,5

250.25

104.5

251

105,5

K Sin Neuesten . . .

. 7

»

_

114.25

Mannesman"-Röhre» . . .

. 7

108.25

109,75

107?5

109.5

Manescldci Bergbau ....

110.25

109,25

110 5

Cbenrfj'ei. Eueu.eoar! . .

RI)

80,75

t)berichtet Sottwecke....

. 7

_

101.4

Pdonh Bergbau......

Rhe'niiche Braunkohle». . .

Rdetnklaht .......

Riedeck Montan......

8*

10

7A

107

257.5

124

108.5

124

107

255

121,4

98,75

108.75

254.5

124

'ranlfurt a M

Berlin

ccDiub- ffurt

Ub. Kur

Schluss Kure

länidng- Kuex>

Datum

28- 1.

29. 1

28. 1.

29. 1.

Bereinigte Stahtw

103

104

102./5

104

CtoDi Minen

16/,

55,65

56

Cqi werke A'cherSIeben

1

221

221

221

Ka, werte Westeregeln

e

10

224,25

223.5

223,5

ffalintut e SaUdenurth

15

372

367.5

368,5

371

9- ® IZarben-Invustrto Dvnamli Rodel . . .

12

166,75

166

166

166

. 6

78.75

75

ScheideanstaU....

. V

Golbichmibl ....

. 6

69.75

69,65

Rlligerowerte ....

. 6

78

'7,75

19,25

MeiällgeteUI chatt . .

8

113

113

Phlltov s>ot,mann

. ?

98

__

97

Lemen werk Heidelberg

10

tietnrnirocrf Karltlabt

10

142

-

Waov » ,rr. Q ag

-

. 8

84,25

Schundet» Pagenyoser

15

276

278

Ostwerte......

12

210

211,25

Bet. Glanz stoss . . .

18

Bömberg......

14

163

163.75

165.75

Hrimoh Walbdos . . ßcUfioii «ichair.nbnrg Eharlouendurgcr Wage

197

198

.t

149,75

149.75

. 8

101

101.9

Deuauer Ga» .

. V

166

166

Daimler Motoren . .

39.4

40

Deutsche Linoleum .

e

e

.

243

246,5

246

248,5

Maschinenbau .

e

. 0

45 25

45,75

4 rw ti - »rl n '

. 0

L'UOtD. Voero

e

10

Rat Automobil . . .

. r>

21,25

Crrnftetn 4 Kopvcl .

e

. 6

76.5

V onharb lieg . . .

10

161.5

Sventka . . .

337

340,5

338

»Zranki. Mmchme» . .

. 4

48,25

47.75

_

Grinner .....

e

. 6

54.5

54,5

Heoilgenstae« . . . nungbait».....

Vrdtroede.

. u

. 6

. 8

7

47

106

47

MaintrM twerle Höchst a. BL

8

107

107

«tag.

10

130.5

130

131

Gedr Roeder . . .

-

10

114

Boigt 4 Cartisa . .

e

9

220

220

«Ob». Buda .

10

157,5

157,75

Banknoten.

Devisenmarkt Berlin - Frankfurt a. M.

Berlin, 28. Januar

Geld

Ml -

tilmerikanische Noten ....

4.164

4,184

Belgische Noten .......

58,13

58,37

Dänische Noten ........

111,70

112.14

Englische Noten .

20,332

20.412

ntanzosttche Noten ......

16.435

16.495

Holländische Noten .......

167,78

168.46

Italienische Noten........

Norwegische Noten.......

21.855

21,935

111.53

111 97

Deutsch-Oesterreich, 1 100 Schilling

58.70

58.94

Rumänische Noten.......

2.465

2,485

Schwedische Noten .......

112.05

112.49

Schweizer Noten ......

80.84

81.16

cixiniltbe Noten .......

53.71

53 93

Tichechoiiowakische Roten .....

Ungarisch, Noten .....

12,33

72,90

12,38

73 20

28 Januar

29- Januar

AmtlidK Notierung

Amtlich» Not,-runa

Wflf

Bries

»vir

«rt

«mit.-'Jtou

167.95

178.29

167.98

168.32

Buen.-Airetz

1 .669

1,673

1,661

1,665

Brfl. Än,w

58.215

58.335

58.21h

58.335

E Kristiania

111,66

111.88

111,67

111.89

.Kopendagin

111,87

112.09

111,85

112,07

Stockholm .

112,24

112,46

112,23

112,45

HclsingiorS.

10 508

10,528

10.508

10,128

Italien.

21,875

21,915

21.87

21,91

London. . .

20.339

20,379

20.337

20-377

.'ifunorf . .

4,1815

4,1895

4.1810

4,1890

Paris. . .

Stdwetz . .

16.415

16,455

16.415

16,415

80,76

80,92

80.7b

80 92

Sva ihn .

53.90

54,00

55.04

55.16

Japan . . .

Hlo dr Ian

2.057

2,061

2,055

2,059

0.477 .

0.479

0,477

0.479

Wien in D->

Ctfi. abflcfl

58.83

58.95

58.86

58,96

Prag . Belirad

12.37

7,375

12,39

7,389

12.367

7,375

12,387

7,389

Budapest. Bul arten

73,105

73,245

73,105

73.245

3,027

3 033

3.024

3,030

yifTabon Donjia

18.78

18.82

18.78

19,12

81,335

81,495

81.34

81.50

Konst..mtn. fltben.

1.963

1,967

1.973

1.977

5.435

5,445

5.435

5,445

Canoda

4.134

4,142

4.134

4142

Um naö .

3.796

3.804

3,376

3.784

Latro

20,86

20,90

20.86

20,90