Ausgabe 
28.7.1930
 
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Dabei wird der (Betroffene nur für eine getotffe Zeit betäubt, er erleidet im übrigen keinen Scha­den an feiner Gesundheit. Die Polizeipräsidien der großen preußischen Städte sollen entsprechend den verfügbaren Mitteln so rasch wie möglich mit den neuen Pistolen in beschränkter Zahl ausgestattet werden.

Deutscher Studententag.

Der in- Breslau zusammengetretene Deutsche Studententag beschäftigte sich mit Anträgen des Wirtschaftsausschusses, die zumeist angenommen wurden. U. a. wird gefordert, für die Ver­waltung der Studentehäufer und -Heime die Mitwirkung der studentischen Lelbst- verwaltungSkörper sicherzustellen. Die Studenten­heime dürfen nicht allein unter dem Gesichts­punkt der Bedürftigkeit besetzt werden. Ins­besondere ist zu' vermeiden, daß die Bewohner der Heime sich gegenüber der Allgemeinheit der Studierenden oblchliehen. Der Bau und Betrieb reiner Mietskasernen für Studenten ohne Förderung studentischen Gemeinschaftslebens fei obzulehnen. Der Deutsche Studententag wen­det sich an daS Deutsche Studentenwerk mit der Bitte, für sämtliche Einrichtungen der Einzel­fürsorge einheitliche Richtlinien aufzu­stellen. Ferner wurde ein Antrag angenommen, gegen die Umbenennung derWirtschaftshilfe der Deutschen Studentenschaft" inDeutsche- Studentenwerk" Einspruch zu erheben. Unter den Anträgen deS Fachausschusses wurde u. a. ein Antrag angenommen, nach welchem die Mini­sterien der deutschen Länder gebeten werde» sollen, den Fragen der innerdeutschen Studentenangleichung erhöhte Aufmerk­samkeit zuzuwenden und au einer möglichst raschen für daS Reich einheitlichen Regelung von Studien - und Prüfungsordnung zu kommen.

Aus der provmzialhaupistavt

Dießen, den 28. 3uli 1930.

Allerlei vom Regen.

Die alltäglichsten Dinge erregen meist am wenigsten unsere Aufmerksamkeit, und doch woh­nen in ihnen die meisten Wunder. So ist eS auch mit dem Regen, den wir leider in diesen Wochen in einer seltenen Ausgiebigkeit genossen haben. Wer fragt sich wohl, wenn er dem unendlichen Rauschen des Tropfensall- lauscht, wenn er die Schleusen des Himmels ihr Rah so verschwende­risch herabgießen sieht, wie diese Tropfen ent­stehen, wie groß und wie schwer sie sind usw.? Ter eigentliche Riederschlag wird in den Wolken durch die Bereinigung kleinerer Tropfen zu grö­ßeren ausgelöst. Ie tiefer die Wolken herab­reichen, desto kleiner sind die Tropfen, aber selbst aus einer Höhe von nur 300 Meter brauchen sie noch etwa eine Stunde zum Fallen, und dar­an- erklärt sich mancherRegen aus heiterem Himmel", denn die Regenwolke kann längst auf­gelöst sein oder sich seitwärts verzogen haben, ehe der auS ihr stammende Regen die Erde be­rührt. Die Größe der Tropfen liegt zwischen 0,01 und 5,5 Millimeter, ja man hat logar schon Tropfen mit einem Durchmesser von 7 Milli­meter gemessen. Wie klein der kleinste fallende Regentropfen ist, kann man sich danach vorstellen, daß der kürzeste Haarschnitt, der mit der Ma­schine erreicht werden kann, Vio Millimeter be­trägt, während es Tropfen von 1/I00 Millimeter gibt. Ebenso winzig ist das Gewicht des gewöhn­lichen Regentropfens, der zwischen Viooo u. 1 /< Gr. wiegt. Doch kommen bei Wolkenbrüchen schwere Tropfen bis zu 5 Gramm vor. Die Fallgcschwin- diakeit nimmt mit der Tropfengröße anfangs sehr rasch und dann langsamer zu. Bei der mittleren Höhe einer Regenwolke von L5 Kilo­meter brauchen die Tropfen zwischen fünf und eine Stunde, je nach der Größe, um herunter zu gelangen. Jeder Tropfen hat einen festen Kern, um den sich das aus dem Dampf niedergeschla­gene Wasser legt. Diese Bestandteile sind teils kosmischer, teils irdischerStatur; sie bestehen aus Kohlenstoff, aus Stickstoff, aus Ammoniak, Ritraten und Chlor und betragen etwa 10 Kilo­gramm pro Hektar Im Iahr. Die Luft wird also durch die Entfernung dieser Berunreinigungen gesäubert, und daher haben wir bei einem Spa­ziergang nach dem Regen ein solches Wohl­befinden.

Durch Regenmesfungen und -beobachtungen, die durch viele Jahrzehnte hin ausgeführt worden sind, wissen wir, zu welcher Tages- und Jahres­zeit es durchschnittlich am häufigsten und am |

seltensten regnet. Im Sommer fällt am we­nigsten Regen morgens um 7 Uhr und abend- gegen 10 Uhr, dagegen regnet e- am meisten zwischen 5 und 7 Uhr; auch im Frühling sind die RachmittogSstunden am regenreichsten. Im Winter ereignen sich die häufigsten Diederschläge zwischen 5 und 6 Uhr morgens und abends um 7 Uhr; im Herbst ist Regen am häufigsten um Sonnenuntergang zu erwarten. Irn ganzen Jahr müssen wir in den RachmittagSstunden mit mehr Regen rechnen, als nacht- und vormittags. Wenn man die Monatsmenge des Riederschlage- durch die Zahl der Regentage teilt, so erhält man die sog. Regendichte, die in Rordeurvpa im Sommer 4 Millimeter, im Winter 2 betragt. Berlin hat jährlich etwa 1000 Stunden Regen, und zwar beträgt die durchschnittliche Dauer pro Regentag 5 bis 6 Stunden. Selten dauert ein Regen länger, wenn wir das auch annebmen, weil wir die kurzen Perioden deS Aulbörens nicht beachten. Landregen von 24 Stunden kommen recht selten vor. Wie verteilt sich nun der Regen bei unS auf die einzelnen Monate? Da schneidet der Juli am schlechtesten ab, und wir dürfen unS daher nicht beklagen, daß wir im regen­reichsten Monat diesmal so schlechtes Wet­ter hatten. Die Ferienzeit ist .im Durchschnitt stet- mit den meisten Niederschlägengesegnet"; die Regenmenge ist im Juli mehr als doppelt so groß als im April; es folgen dann in der Reihenfolge des Regenreichtums August, Juni, Ma», Dezember, Oktober, Rovember. während die anderen Monate die wenigsten Riederfchläge aufweisen. Trockene Jahre sind häufiger als nasse. In den drei Wintermonaten fallen bei uns im Durchschnitt 125, in den drei Sommermonaten 225 Millimeter, Frühjahr und Herbst haben etwa je 150 Millimeter. Das nasseste Jahr, das in Deutschland im letzten Jahrhundert vorgekommen ist, war 1882, in dem die Regenmenge fast einen ganzen Meter betrug, während sie sonst durch­schnittlich kaum 2/3 Meter ist. Das trockenste Jahr war 1857, das nur 1/s Meter aufwies.

Betrachtet man die Regenverteilung auf der ganzen Erde, fo können wir uns damit trösten, daß es in andern Regionen sehr viel mehr vom Himmel gießt als bei uns. 3n Deutschland bait der größte Teil östlich der Elbe weniger als 600 Millimeter, der Durchschnitt für ganz Rord- deutschland beträgt rund 640 Millimeter. In den übrigen Ländern Europas gibt es aber Jahres­mengen von mindestens 2000 Millimeter, und in den regenreichsten Gegenden Europas, in ein­zelnen Bergländern Norwegen-, an der West­küste Schottlands, in der portugiesischen ©erra da Estrella und an der Bucht von Eattaro kommt es sogar zu einem Durchschnitt von 3000 Millimeter. Die größte Regenmenge der Erde findet sich in Asien, und dort genießt der Ort Cherrapunji auf dem Plateau des Khasia-Ge- birges an der Grenze Vorder- und Hinterindiens den zweifelhaften Ruhm, der nasseste Fleck der Erde zu sein. Die kleinste Jahresmenge betrug dort 7170 Millimeter, die größte 16 300 Milli­meter. Im Juli allein stieg die Regenmenge auf 5290 Millimeter, also auf zehnmal soviel in einem Monat, wie bei uns im ganzen Jahr, Bei Wolkenbrüchen im Sommer fallen auch bei uns in kurzer Zeit große Wassermengen; diese haben schon in Wien und Berlin pro Quadrat­meter über 1 Liter in der Minute betragen; ge­wöhnlich aber fallen bei solchen Platzregen in der Stunde 3 Liter pro Quadratmeter; in Ba­tavia aber sind es acht, und dort prasselt dev Regen so heftig nieder, daß das Wasser wieder hochspriht und man eigentlich zwei Regenschirme, einen nach oben und einen nach unten, tragen müßte.

Taten für Dienstag, 29 Juli

Sonnenaufgang 4.19 Uhr, Sonnenuntergang 19.53 Uhr; Mondaufgang 9.59 Uhr, Mondunter­gang 21.49 Uljr.

1718: der Quäker William Penn, Gründer des Staates Pennsylvanien, in Ruskombe gestorben; 1856: der Komponist Robert Schumann in Endenich gestorben; 1883: der italienische Mi­nisterpräsident Mussolini geboren; 1890: der Maler Dinzent van Gogh in Anvers-sur-Oise gestorben.

Bornotizen

Tageskalender für Montag: Licht­spielhaus, Bahnhofstraße:Die Insel der Verscholle­nen".

Stadttheater Gießen. Man schreibt unS: Die morgige Vorstellung im Sommer­abonnement beginnt bereits um 19.30 Uhr. Es findet eine einmalige und letzte Wiederholung

der Operette von Jean Gilbert: .In der Jo- hannisnacht" statt. Frau Auguste Prasch- Grevenberg (Ehrenmitglied deS Meininger LandeSiheaters) wird sich in dieser Aufführung für diese Spielzeit vom Gießener Theaierpubli- kum verabschieden. HanS Hais, der über ein 3ahr dem Ensemble angehörte, wird zum letzten Male in Gießen auftreten.

* Straßensperrungen, mitgeteilt vom Oberhessischen Aulomobilclub (A. v. D l Dießen: Die Provinzvalstraßc HartmannShain Gedern wird ab 30. Juli für jeglichen Verkehr gesperrt. Umleitung erfolgt über Oder-Seemen - Volkartshain. Die Strecke Riesel dH or- genau im Zuge der Hauptstraße Grünberg UlrichsteinLauterbach wiird ab 1. August für jeglichen Verkehr gesperrt. Umleitung erfolgt über HopfmannSfeid Frischborn.

E i n Neunzigjähriger. Arn 29. Juli feiert der Rentner Ludwig Kattrein seinen 90. Geburtstag Die Familie Kattrein stammt aus Tirol. Der Familienname wird in den Kirchen­büchern verschieden wiedergegeben, als Catharin, (Katrin, Cathcrey, feit dem Ende des 19. Jahrhun­derts herrscht die heutige Form vor. Am 21. Dezember 1675 heiratete der Soldat Lorenz Catharin, Sohn des Christian Catharin in Pfunds (Tirol), eine Sol- datentochter. Spater war er Maurer; Tatsache ist, daß in dieser Zeit aus Tirol und Graubünden viele Maurer in Südwestdeutschland einwanderten. Lorenz Catharin starb im Jahre 1727 im Alter von 75 Jahren. Seine Nachkommen in der Linie, die mit Ludwig Kattrein endigt, sind allesamt Knopfmacher gewesen, das bedeutet in der Sprache der alten Zeit Posamentier. In direkter Linie folgen auseinander die Knopfmachermeister Philipp Peter Catharin (1690 bis 1758), Johannes Catrin (1723 bis 1796), Johannes Catrin (1750 bis 1833) und Johannes Kattrein (1782 bis 1845). Der zuletzt Genannte ist der Vater des jetzt Neunzigjährigen. Ludwig K a t t r e i n widmete sich dem Berufe feiner Vor­fahren und befaß ein Ladengeschäft in der Schul- straße, das er 1898 aufgab, um als Rentner zu leben. Er ist wohl einer der ältesten Turner Deutsch- lands; denn schon im Jahre 1857 trat er in den Turnverein 1846 ein und gehört diesem Verein seit­her ununterbrochen an. Vom Jahre 1861 bis 1863 genügte er seiner Militärpflicht im 1. Hess. Inf.- Regiment, bei Ausbruch des Krieges 1866 wurde er wieder zur Fahne einberufen und nahm als Soldat in der Hessischen Scharfschützenkompanie an den Gefechten bei Aschaffenburg und Tauberbischoss- heim teil. Der Neunzigjährige ist geistig und körper­lich noch völlig frisch und erfreut sich als einer der ältesten Gießener Bürger großer Beliebtheit. Er­wähnt mag noch werden, daß einer seiner Vettern der aus Nidda stammende Hauptmann Kattrein war, der am 9. Oktober 1870 das von ungefähr 3000 Franzosen besetzte Schloß Chambord an der Loire durch einen kühnen Handstreich mit 3 Offizieren und 70 Mann von der 8. Kompanie des 4. Hess. In- fanterie-Repimentes erstürmte und mit Hilfe der 6. Kompanie besetzte.

* Ehrenzeichen des Hessischen Sän­gerbundes. Die seitherigen Ehrenzeichen des Hessischen SängerbundesFür Verdienst" und Chrenchormeister", die in Feinsilber hergestellt waren, werden laut Dundesbeschluh nicht mehr angcfcrtigl. Bei der Bundesgeschäftsstelle ift nunmehr die letzte Restlieferung dieser Ehren­zeichen cingcgangcn. Der Gesamtbestand ist nur noch sehr gering. Vereine, die Wert darauf legen, ihrem verdienstvollen Chormeister oder Vorstandsmitgliedern dieses nunmehr selten wer­dende Ehrenzeichen zu verleihen, mögen um­gehend entsprechenden Antrag an die Bundes­geschäftsstelle richten. Es wird ausdrücklich dar­auf aufmerksam gemacht, daß die Verleihung in der Reihenfolge der gestellten Anträge, soweit Vorrat, erfolgt.

** Sängerehrungen. Der Hessische Sänger­bund hat für 50jährige aktive Sangestätigkeit den Sänger Adam Sparner vom Männerchor in Schotten mit der goldenen Ehrennnadel und mit dem Ehrenbrief des Deutschen Sängerbundes ausgezeich­net. Für 40jährige aktive Sangestätigkeit wurde der Sänger Ludwig Reichel vom Gesangverein Eintracht" in Nieder-Ohmen mit der silbernen Ehrennadel geehrt.

Schweres Moiorradunglück in Grebenhain.

* Grebenhain, 28. Juli. (Eigener Draht­bericht desGieß. Anz."). Hier ereignete sich gestern gegen 16.30 UF)r ein schweres Mo­

torradunglück. dem leider ein blühen« de- Menschenleben zum Opfer fiel. Ein 24 Jahre alter junger Mann namens Koch au- Hintersteinau. der auf seinem Motorrad mit einem Begleiter bei dem Motorradrennen .Rund um Schotten" geweilt hatte und auf der Rück­fahrt hier in einer Gastwirtschaft eingekehrt war, fuhr beim Verlassen des Gafthaushose) mit sei­nem Motorrad unter Vollgas auf die durch Kirchweihbetrieb stark befehle und inlolgedeffen schwer übersichtliche Straße hinaus. Dabei fuhr er seitlich einen Lastkrastwagenan, von dessen einem Hinterrad er erfaßt und zu Boden geschleudert wurde. Der junge Mann erlitt einen schweren Schädelbruch und ver­starb nach einigen Minuten an der Unglürf*» stelle. Sein Mitfahrer trug eine Armguetschung davon, da- Motorrad wurde leicht beschädigt. Die Leiche de- bedauernswerten jungen Menschen soll heute nach Hintersteinau überjührt werden.

Intendant Emil Elaar t-

WSR. Frankfurt a. M., 27. Juli. Der frühere Intendant der Frankfurter Bühnen, Emil Elaar, ist im Alter von 88 Jahren gestorben Wn ganze- Menschenalter, 33 Jahre, Hal er die Frankiurter Theater (Opern- und SchauspielhausI geleitet und sie zu einer gediegenen künstlerischen Höhe geführt. Unter Elaars Leitung wurde daS Frankiurter Opern­haus 1880 eröffnet. Professor Emil Elaar, der aus Galizien stammte, hatte in Frankfurt eine zweite Heimat gefunden. Der alte Herr genoß m allen Kreisen der Bevölkerung hohe Ver­ehrung. Aber auch über Frankfurt hinaus war Emil Elaar eine der repräsentativsten Erschei­nungen des deutschen TheaterlebenS am Ende deS vorigen Jahrhunderts. Bis in die letzten Tage hinein nahm Professor Elaar in unge­brochener Lebenskraft an allen künstlerischen Er­eignissen regen Anteil.

Großfeuer in Oppenheim.

Eine Möbelfabrik vollständig etngcäschert. Miilionenfchadcn.

WSR. Oppenheim. 27. Juli. Die Stadt Oppenheim ist in der Rächt zum Sonntag durch einen großen Brand um ein umfangreiches wirtschaktliches Unternehmen ärmer geworden. Die Mit'telrheinischen Möbelwerke Oppenheim sind ein Raub der Flammen ge­worden. Von dem umfangreichen Werk, da- in letzter Zeit 145 Arbeiter beschäftigte und noch einen weiteren Ausbau des Werkes in Aus­sicht stellen konnte, stehen nur noch die Mauern. Das Feuer entstand um Mitternacht in einem Raum der Lackiererei und breitete sich mit rasen­der Geschwindigkeit über daS mit Möbeln und trockenem Holz angefüllte Werk aus. Das Werk stellte in der letzten Zeit monatlich 200 Schlaf­zimmer- und 250 Kücheneinrichtungen her Die ProduktionderletztenWowen. die noch auf Lager war, und mehr alS 20 Waggons Möbel, Holz und Fourniere, der Zuschnitt für etwa 500 Zimmereinrichtungen, die in den näch­sten Monaten hergestellt werden sollten, sind samt den ganzen Vorräten an Lacken und Four- nlcren und allen Maschinen vernichtet wor­den. Der Brand halte schon kurz nach dem AuS- bruch einen derartigen Umfang angenommen, dah sich die Oppenheimer Feuerwehr daraus be­schränken mußte, die an die Fabrikanlagen an­stoßenden Wohngebäude und das Elektrizitäts­werk der Stadt zu schützen. Die Löscharbeiten wurden durch die ungeheuren Rauchmassen, die aus der Lackiererei aufstiegen, durch die außer­ordentliche Hitze und besonders durch den wieder­holt umspringenden Wind sehr erschwert. Dazu drohte fortgesetzt die Gefahr einer Kesseleffplo- sion. Durch die Hitze schmolzen die über daS Fabrikgelände hinführenden elektrischen Leitungen zum Wasserwerk durch, so daß das Wasserwerk der Stadt ohne Kraft war. Glücklicherweise brauch­ten die Wehren das Wasser des Werks nicht in Anspruch zu nehmen, weil die Fabrik in un­mittelbarer Rahe des Hafens liegt. Während des ganzen Sonntags flammte der Brand an vielen Stellen, besonders im Fournierlager, immer wie­der auf, so daß die Oppenheimer Wehr den ganzen Sonntag zu tun hatte. Die Untersuchung über die Dranoursache ist eingeleitet. Der Scha­den beziffert sich auf Millionen.

Verantwortlich für das Feuilleton i. D.: Dr. Fr. W. Lang e.

Alle kehre

Alle Raucher, die mit frfrXyh heren Greiling-ZigarettenC^ fcx

nicht zufrieden waren, sind heute wieder begeisterte «Kolibri» Raucher gewor- den. Alle »Kolibri» Raucher,Q die zwischendurch einmal^ andere Marken versuchten?^- , Kehren stets zur «Kolibri» /nV,

zurück und alle bestätigen: