Oie Sünde
-er Senate Mercandin.
Vornan von Fred Nelius.
6 Fortsetzung. Nachdruckoerboten.
Griebenow wurde Warm und erzählte. Längst verklungene alte Zeiten standen wieder auf. Man verschwatzte sich. „Bleiben Die zu Mittag", bat >Frau Rcugereuth.
Er blieb.
i Gelegentlich deS Essens fragte der Geheimrat: .Haben Sie schon irgendwelchen Anschluß in Berlin gefunden?"
Gricbenow verneinte.
, »Was tun Sie denn deS Abends?"
! „Ich lese ... schreibe ... gehe früh zu Bett."
.Schön ... schön ... Aber nicht zu sehr ver- sinrpcln, Herr Gricbenow. Sie müssen ein paar nette Menschen kennenlcrnen. älebrigens, da fällt, mir ein ... haben Sie am Samstagabend Zeit?"
.Selbstverständlich, Herr Geheimrat."
.Dann bitten wir Sie um sieben Uhr zu uns. Sie finden einen größeren Kreis. Abendessen... nachher etwas Tanz. Und, bitte, Frack! Einverstanden?"
Gricbenow verneigte sich.
Am nächsten Abend kam er auS dem Dienst. Er fuhr bis Bahnhof Zoo, stieg dort aus und bummelte so hin bis zu der Gedächtniskirche. Der Strom des Verkehrs umbrandete das Gotteshaus.
Er ging weiter. Richtung Tauenhienstrahe. Menschen ... Menschen ... Erste Lichter flammten auf. Strahlende Geschäfte. Juwelen, Seide, Spitzen. Die Läden überfüllt. In langen Reihen Autos. Auf den Bürgersteigen stauten sich die Menschen. Damen, schick, raffiniert gekleidet, mit Pelzen bis zur Rafenspihe, mit Röcken, die den Oberschenkel kaum bedeckten. Stutzer promenierten. In den Ecken Armut. Bettler. Blaue Veilchen zwischen den Fingern abgehärmter Dlumen- weiber.
Langsam ließ sich Gricbenow vom Strom der Menschen treiben. Wieder, wie so oft, empfand er daS betäubende Gemisch von Luxus, Lebens- aier und Sunde, das aus diesem Hexenkessel strömte ... ein Gemisch, das jeden Rerv in ihm zum angenehmen Schwingen brachte.
Aus einer Bar erklang Musik. Fiedeln und zwei Mandolinen. Gricbenow blieb stehen. Vor ihm eine Frau im Pcl^. Schlank ... sehr elegant. Tadellos geformtes Bein. Sie drehte flüchtig ihren Kops. Eine feine, edle Rase im Profil. Gricbenow durchzuckte es. Irrte er? War die Dakne vor ihm etwa ---?
Gricbenow beschleunigte den Schritt. Eben löste sich die Dame aus dem Menschenstrom. Sie über
querte den Straßendamm. Groh und mächtig reckte sich der Schupo auf der anderen Seite. Die Dame trat an ihn heran. Scheinbar bat sie ihn um eine Auskunft. Der große Schupo legte höflich seine Finger an den Tschako. Die Frau im Pelz ging weiter. Unsicher und tastend ging sie auf dem glitschigen Asphalt. Plötzlich war sie in dem Doppelstrom der Autos eingekeilt. Sie konnte weder vor- noch rückwärts. Im nächsten Atemzuge schwankte sie.
Es war, als treffe sie ein Schlag. Sie schrie, schloß die Augen, machte eine Wendung, um sich umzudrehen. Ihr schwindelte. Sie griff mit beiden Händen in die Luft — Öa war es schon geschehen.
Ein Pfiff ... ein Wink des Schupo. Der Strom der Autos stoppte. Die Frau'im Pelz lag auf der Erde. Ein Knäuel von Menschen um sie her. Das Gesicht Griebenows war Über sie gebeugt. Männer faßten an. Man trug sie. Legte sie in einen Raum hinter einem Laden, auf irgendeine Polsterbank. Und wieder beugte Gricbenow sich über sie und sah sie an. Diese bleiche Frau vor ihm mit den geschloffenen Augen war Frau Doktor Mercandin ... die blonde Dame aus dem Restaurant Paris in Monte Carlo. Gr starrte entrückt auf diesen blassen Frauenkopf, die goldenen Haare, auf die langen Mimperfahnen und die schmalen, blutcntlecrten Lippen. Herrgott, wieviel Schönheit ...I dachte er ergriffen, wieviel Seligkeit!
Wieder beugte Gricbenow sich vor. Schon hatte er den Puls. „Bitte, Kognak bringen", sagte er. Dann blickte er sich um.
„Bitte doch das Zimmer zu verlassen. Ich muß die Dame untersuchen." Der Schupo drängte alle Herren aus dem Zimmer und ging selbst. Rur zwei Damen blieben.
„Helfen Sie mir doch." Man zog den Pelz vom Körper. Oeffnete das Kleid. Gesicht, Hals, Finger waren wächsern bleich ... wie bei einer Toten. Die Lippen ohne Farbe. Die weihe Brust lag frei. Gricbenow hob eine Schulter nach der andern. An der rechten war ein kleiner Bluterguß. Er horchte nach dem Herzen. Er hob den schönen bleichen Kopf der Kranken. Rieb die Stirn, die Schläfen, Hals und Racken.
Plötzlich ging ein Zittern durch den Frauenleib. Gesicht und Hände zuckten, färbten sich. Der Blick enthüllter blauer Augen, forschend in unfaßbarem Erstaunen zwischen rosenbraunen Schatten, siel auf Gricbenow.
Dann ein Ruck. Der Oberkörper richtete sich auf. Mit der Rechten raffte sie das Kleid auf ihrer Brust zusammen. Gricbenow nahm ihre Schultern, drückte sie hinab. Er sagte milde: „Bitte, liegen bleiben, gnädige Frau." Und dann: „Tut irgend etwas weh?"
Wieder jener Blick voll tiefen, scheuen Staunens ... eine seltsam schlaffe, müde Handbe- wcgung über Haar und Kleidung und ein dünner
Ton von Hochmut in der letfert, dunkeln Stimme.
„Rein. Ich verstehe nur nicht. Das um alles in der Welt ist denn geschehen?"
„Vor allem nicht erregen, gnädige Frau. Geschehen ist gar nichts, Gott sei Dank. Sie sind gefallen oder von dem Auto umgestoßen worden. Sie haben sich erschreckt. Weiter nichts. Wir haben diesmal Glück gehabt. Ra, da ist ja auch der Kognak. Augen zu, und dann hinunter mit dem Gift. Das Herz ist etwas schwach. Also, wenn ich bitten dürfte---“
Man reichte ihm ein Glas mit Kognak. Er fetzte es der Dame an die Lippen. „Run schön trinken", sagte er noch einmal. Frau Professor Mercandin verschluckte sich. „Aber, aber ..." suchte Gricbenow zu trösten, hob mit einer Hand den Kopf der blonden Frau und flöhte ihr geschickt den Kognak ein.
„So, und nun ist wieder alles gut." Er erhob sich. „Sie werden noch ein Weilchen liegen bleiben, während ich ein Auto holen lasse. Fühlen Sic sich wohl genug, um heimzufahren?"
Sie schloß die Augen und gab keine Antwort. Dann, als Griebenow besorgt die Hand auf ihre Stirn legte und den Puls zu fassen suchte, blickte sie ihn an. Ein hilflos mattes Lächeln. Wieder jener forschende, erstaunte Blick auf Griebenow.
„Aber selbstverständlich---"
„Schön. Die Damen werden Ihnen sicher gern helfen wollen. Darf ich mich inzwischen nach dem Taxi umsehen?"
Eine lässige, bejahende Gebärde. Sie saß. Wieder fuhr die schmale, ringgeschmückte Hand zum Haar und ordnete daran. Griebenow sah weg und drehte sich herum.
Er verließ das Zimmer, um eine Autotaxe anzurufen.
Es war Samstag.
Griebenow erschien um sieben Uhr bei Reugereuths, im Frack. DaS lange Ordenskettchen an dem Aufschlag, an der linken Brust das G. K. i. Er hatte ein paar langgestielte rote Rosen in der Hand.
Der Diener hatte ihm die große Flügeltür zu den Salons geöffnet.
Eine Flucht von Räumen lag vor Griebenow. Ueber spiegelnden Parketten lag der Lichterglanz von ungezählten Flammenkerzen. Man sah Räume, die den Stil und Farbenton verschiedener Kunstepochen zeigten. Biedermeier, Gotik und Barock, die sormcnreiche Welt Ludwigs des Fünfzehnten, den napoleonischen Geschmack in mattem Gold und rotem Stoff.
Unterhalb des Lichtstroms eines großen Pris- mcnleuchters stand Frau Reugereuth. Sie begrüßte Griebenow, der sich verneigte und die Hand der Hausfrau an die Lippen führte. Der Salon war angefüllt mit Menschen. Ein Chaos schwarzer Fräcke über weißer Hemdbrust, halb enthüllter Frauenylieder zwischen Seide, Spitzen und Brokat, ein Meer von Licht, Geflimmer
edler Steine, eine WogL Duft und Festraufcf
Andere Gäste kamen, um der Hausfrau ihr Verbeugung zu machen. Griebenow ging weitei Er traf Doktor Hämerling, den Innenarchi tekten, der ihm lächelnd auf die Schulter klopft« Seine schöngeschnittenen, glattrasierten Züge ml der scharf gebogenen Römernase und den dichter eisgrauen Haaren waren ganz geruhsame Ver gnüglichkeit.
„Run, was geht im Rat der Götter vor, Gr laucht?"
„Dienstgeheimnis, Hämerling. Rur das ein im Vertrauen. Kleusch hat Gallensteine und ha abgesagt."
„So, so ... Seine Seele war heut morgen schoi auf Dur gestimmt. Er wird statt Leckerbissei ein paar Tage trockene Semmeln essen müssen Run, das ist kein Fehler. Ich habe irgendwi gelesen, daß man dumm wird, wenn man immer zu dasselbe ißt. Aber soll idT Ihnen ein Ge heimnis sagen, lieber Griebenow?"
"Run?"
„Unter strengster Diskretion, mein Lieber."
„Selbstverständlich."
„Ehrenwort?"
„Auch das."
Hämerling hob beide Hände trichterförmig an den Mund.
„Ich habe Durst, mein Lieber", schrie er Grie bcnow ins rechte Ohr. „Sagen Sie der Haus frau, daß das Essen endlich anfängt.“
Griebenow ging weiter.
Im Halbkreis saßen ein paar Herren. Da, Licht der großen Ständerlampe fiel auf die Ge fichter. Eben fiel der Rame Mercandin. Griebe now blieb stehen.
„Einsatz der bekannten Willensenergie, bis e das Aomtesserl hatte. Und dann Kunststück .. Mercandin war Millionär. Das zieht immer wenn nicht bei der Tochter, so doch bei de Mutter."
„Mercandin hat jene nervenlose, zynische Kul tur, die sich nicht ausgibt", sagte jemand. „Da, höflich Kalte und Brutale. Das Unbestimmt zwischen Schwarz und Weih, das Rätselhaft zwischen Licht und Dunkel."
„Ueberall und stets die gleiche Sache. Ohn> Szene und Theater, ohne wirksame Regie uni Hintertreppe kommt kein Casanova aus."
Das Gespräch verebbte. Vom Salon aus fati Bewegung in die Gäste. Man begab sich paar weise in den hohen, großen und ganz weitzei Speisesaal von Reugcreuths. In der Mitte ft an die runde Tafel. Rosenketten spannten sich vo: einem hohen goldenen Leuchter strahlenförmig blutrot über Weißen Damast. Ringsherum ver teilten sich vier kleine Tische, die sich durch di Blumenfarben unterschieden: Weiß, Gelb, Veil chenblau und Violett.
(Fortsetzung folgt.)
liehe Bräunen der Haut, verhütet JSonnenbrand. Vor Gebrauch die Haut trodeen reiben.
Konkursverfahren.
lieber das Vermögen der Firma h. Dkl-1 mer, hoch-, lief- und (Elfenbetonbau, | (R. m. b. f). In (Rieften, Wetzlarer weg 37, wird heute am 27. Juni 1930 nachmittags 12 H Uhr, das Konkursverfahren eröffnet, da die Gemeinschuldnerin zahlungsunfähig ist und ihre Zahlungen eingestellt hat.
Der Volkswirt R. £). V. Dr. jur. Ruckels- baufen in (Rieften, Goelheslraftc 30, wird zum Konkursverwalter ernannt.
Konkursforderungen sind bis zum 17. Juli 1930 bei dem Gericht anzumelden.
Es wird zur Bcschluftfasfung über die Beibehaltung des ernannten oder die Mahl eines anderen Verwalters sowie über die Bestellung eines Gläubigeraus- fchusses und eintretcndenfalks über die im tz 132 der Konkursordnung bezeichneten Gegenstände, ferner zur Prüfung der an- gemeldeten Forderungen auf 4693D
Donnerstag, den 24. Zull 1930 vormittags 9 Uhr
vor dem unterzeichneten Gerichte, Saal 201, 2. Obergeschoß, Termin anberaumt.
Allen Personen, welche eine zur Äon- kursmasse gehörige Sache in Besitz haben oder zur Konkursmasse etwas schuldig sind, wird aufgegeben, nichts an den Gemein- fchuldner zu verabfolgen oder zu leisten, auch die Verpflichtung auferlegt, von dem Besitze der Sache und von den Forderungen, für welche sie aus der Sache ab- gesonderte Befriedigung in Anspruch nehmen, dem Konkursverwalter bis zum 17. Juli 1930 Anzeige zu machen.
Hessisches Amtsgericht in Gießen.
Bekanntmachung.
In unser Handelsregister, Abteilung B, wurde am 19. Juni 1930 bei der Firma Darmstädter und Dationalbanf, Kommanditgesellschaft auf Aktien, Zweigniederlassung (Rieften, in (Rieften folgendes eingetragen: Auf Grund der von der Generalversammlung vom 9. April 1929 beschlossenen Streichung der Paragraphen 9, 10, 11, 48 und 49 des Gesellschaftsver- träges sind durch Beschluß der General- Versammlung vom 12. April 1930 die Paragraphen 12 bis 47 In Paragraphen 9 bis 44 und die Paragraphen 50 und 51 in Paragraphen 45 und 46 umnumeriert worden. 4666V
Gießen, den 20. Juni 1930.
__________Hessisches Amtsgericht._________
Bekanntmachung.
In unser Handelsregister Abteilung B, wurde am 20. Juni 1930 eingetragen: Osco Gummimaren-Gefellfchaft mit beschränkter Haftung in (Rieften. Gegenstand des Unternehmens ist der Handel mit Gurnrniwaren jeglicher Art und mit anderen Handelswaren, sowie deren Fabrikation. Das Stammkapital beträgt 20 000 Reichsmark. Geschäftsführer ist der Kauf- mann Otto Schmidt in Gießen. Der Ge- schaftsocrtraa ist am 3. April 1930 fest- gestellt. Oeffentliche Bekanntmachungen der Gesellschaft erfolgen im Deutschen Reichsanzeiger. 4667D
Gießen, den 23. Juni 1930.
Hessisches Amtsgericht,
50 Millionen RM
Verslcherungslelstungen wurden In den Jahren 1925-1929 zur Auszahlung gebracht durch die
BARMENIA
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Mittelstand und Beamte V. a. G. zu BÄRMEN
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Grundsätze: Freie Wahl des Arztes und Krankenhauses als Privatpatient, Ablehnung jeglicher Krankenkonlrolle u. Nachuntersuchung.
Leistungen: Arztbehandlung (70—100°/0), Krankenhauszuschuft (bis RM 12.— täglich), Zahnbehandlung (bis RM 6.— pro Zahn), Wochenbeihilfe (bis RM 150,—), außerdem Erstattung auf Kosten für Operationen, operative Geburtshilfe, Arzneien, Hell- und Hilfsmittel, Krankentransporte, Wegegebühren usw.; Sterbegeld, bis RM 500.— (bei Unfall Doppelsätze).
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In unser Handelsregister, Abteilung B, wurde am 20. Juni 1930 bei der Firma Ziegelstelnverkaufsstelle (Rieften, Gesellschaft mit beschränkter Haftung in (Rieften folgendes eingetragen: Durch Beschluß der Gesellschafter vorn 6. Juni 1930 ist die Gesellschaft aufgelöst. Der Kaufmann Adolf Steinmetz in Gießen ist Liquidator. Die Vertretungsbefuanis des bisherigen Ge- lchäftsführers August Rehberg ist erloschen. 4665V
Gießen, den 24. Juni 1930.
__________Hessisches Amtsgericht._________
Bekanntmachung.
Die Lieferung von etwa 2000 Zentner suftem wiefenheu, beste Qualität, ist zu vergeben. 4637D
Die Lieferung kann geteilt werden.
Bedingungen liegen bei der unterzeichneten Verwaltung zur Einsicht offen.
Angebote sind verschlossen und versehen mit der Aufschrift „Anaebote für Heuliefe- rung" bis zum 10. Juli 1930, vormittags 10 Uhr, einzurejchen.
In den Angeboten sind die Bedingungen anzuerkennen.
Zuschlagsfrist fünf Tage.
Gießen, den 24. Juni 1930.
Verwaltung
der Veterinär-Kliniken und -Institute.
Bekanntmachung.
Die Fuhrwerkswaage am Neustädter Tor wird am l.Iuli d. I. außer Betrieb gesetzt. Mit dem gleichen Tage wird die neue Fuhrwerkswaage Gabelsbergerstrahe 3 — nächst der Bahnunterführung nach der Hammstraße — in Betrieb genommen. 46150
Gießen, den 23. Juni 1930.
Der Oberbürgermeister. 3.23.: vr. Hamm.
Bekanntmachung.
Das im hiesigen Stadtwalde noch lagernde Holz muß im Interesse notwendiger Wegherstellungsarbeiten bis zum 15. Juli d. J. abgefahren sein. Es wird auf die Verfteigerungs- bzw. Verkaufs- bedinyungen, wie auch auf die Strafbar- feit einer weiteren Verzögerung der Abfuhr hingewtesen. 4675V
Sich, den 21. Juni 1930.
Hess. Bürgermeisterei Lich.
______________Geil.______________
Bullenverkauf.
Mittwoch, den 2. Juli 1930, vormittags 10 Uhr. soll ein zur Zucht untauglicher Vogelsberger vullc im Wege schriftlichen Angebots verkauft werden. Angebote pro Zentner Lebendgewicht sind bis zum genannten Zeitpunkt einzureichen. Bedingungen werden vor Deffnung der Angebote bekanntgegeben. 4695V
Grünberg (Hesien), 27. Juni 1930.
Bürgermeisterei,
Bekanntmachung.
Dienstag, den 1. Juli 1930, findet Rink vieh- (Nutzvieh-) Markt statt: sämtliche Vieh wird gegen Maul- und Klauenseuch schutzgeimpft. Auftriebszeit am Markttag von 7 bis 8% Uhr vormittags. Der nächst Schweinemarkt findet am 16. Juli 193 statt. 46151
Der Oberbürgermeister.
I. V.: Klings por.
Bekanntmachung.
Die am 1. Juli d. I. fällige Holzgeli rate kann bis zum 15. desselben Monat an unsere Stadtkasse oder deren Posi scheckkonto Frankfurt a. M. Nr. 13196 not ohne Kosten bezahlt werden. 4675!
Hess. Bürgermeisterei Lich. Geil.
Brennholz-Verkauf
Oberförsterei Vrandoberndors.
Mittwoch den 2. Juli, 11 Uhr, „Den' sches Haus In Cleeberg: Westerburgei Heck: 38,10 Hdt. EicheinWellen (Niedei wald) 122 rm Eichen-Lohreiser l.Kl. 4696V Der Preuft. Staatsoberförfie
Äs SWSM zu verkaufen: ein Personenauto (Vie: sitzer, offen), drei Ladentheken mit Schul laden, zwei Warengestelle^ eine Schrell maschine (Adler), einen Schreibtisch, ci Vertiko, eine neue Waschmaschine mit eie irischem Antrieb, eine Waschmaschine m Wasserbetrieb, eine Registrierkasse, mehre: Fruchtpressen (neu) sowie Küchenherde ur Dcfcn (neu). 4716
Näheres durch Treuhänder h. Klrchne Am Nahrungsberg 16, Fernruf 4167.
Spar-u.VorschußvereinA.-S Großen-Linden.
Die Aktionäre unserer Gesellschaft we den hierdurch zu der am 17. Juli 193 nachmittags 6 Uhr, im Rathause zu Gr ßen-Linden stattfindenden
ordentlichen Generalversammlung Tagesordnung: eingeladen.
1. Vorlegung des Geschäftsberichts d Vorstandes, der Bilanz sowie der G winn« und Verlustrechnung für tn Geschäftsjahr 1929.
2. Beschlußfassung über die Genehn gung der Iahresrechnung^
3. Entlastung von Aufsichtsrat und Vo stand.
4. Aufsichtsratswahlen.
Diejenigen Aktionäre, welche an d Generalversammlung teilnehmen wolle haben ihre Aktien ohne Gewinnanteil- ui Erneuerungsscheine spätestens am 11. Ji 1930 in Großen-Linden bei der Gese schaftskasse oder bei einem deutschen Not 3u hinterlegen, dieselben dort bis zu Ablauf der Generalversammlung zu b lassen und, daß die Hinterlegung or nungsmäftig geschehen ist, spätestens b Beginn der Generalversammlung nachz weisen. 4694
Großen-Linden, den 26. Juni 1930.
Der Vorstand,


