daß der Eschweiler Derawerksverein es als seine Ehrenpflicht betrachte, den Hinterbliebenen treu zur ©eite zu stehen. Nach Dankesioorten an die Aerzte, Rettungsmannschaften, Sanitäts- und Feuerwehrkolonnen rief Dr. Westermann den Toten ein letztes ..Glück auf" zu ihren, Wege m die Ewigkeit zu.
Reichsarbeitsminister Är. Stegerwald als Vertreter des Reichspräsidenten, des Reichskanzlers und der Reichsregierung: Unendliche Trauer liegt über ganz Deutschland und mit unserem Volke trauern fast alle Völker der Welt um die Helden der Arbeit, vor deren Särgen wir aufs tiefste erschüttert stehen. Namens der Reichsregierung danke ich für Die zum Ausdruck gebrachte Teilnahme an unserem deutschen Unglück. Unser herzliches und aufrichtiges Mitgefühl gilt vor allem den Hinterbliebenen und Verletzten. Was irgend getan werden kann, um ihr Leid zu lindern, sie vor Rot zu bewahren, soll und wird geschehen. Die Hilfe wird nicht nur auf vom Gesetze vorgeschriebe- bene Unterstützungen beschränkt, sondern darüber hinaus sind besondere Hilfsmaßnahmen eingeleitet. St. Stegerwald schloß: „Ihr, die ihr letzt im Tode ruht, standet im Bewußtsein des Schicksals, das euch täglich ereilen konnte, in eurer ärmsten harten Arbeit. Ihr fielt in treuer Pflicht- erfüllung im Dienste eures Volkes! Mit dem Kranze, den ich im Auftrage des Herrn Reichspräsidenten und der Reichsregierung überbringe, ehrt das ganze deutsche Volk in dankbarem Gedenken euer Wirken, euer Sterben!"
Im Namen der preußischen Staatsregierung drückte der Handelsminister Dr. Schreiber den Angehörigen der Opfer die wärmste Anteilnahme aus. Es folgten Ansprachen eines Betriebsrats« Mitglieds und der G e i st l i ch e n der drei Konfessio« nen Weihbischof Straeter, Aachen, Synodal- Präses Dr. Wolff und Rabbiner Dr. Schönberg e r, Aachen, die herzliche Trostworte an die
Angehörigen der Verstorbenen richteten. Vertreter der verschiedenen Gewerkschaften gaben dem Wunsche Ausdruck, daß alles getan werden inoge, um in Zukunst solche Katastrophen zu verhindere Zum Schluß sprach der Vorsitzende des Rieder ländischen Roten Kreuzes der im Ramen des Prinzen Heinrich und des Riederländischen Roten Kreuzes tue Anteilnahme an dem schweren Unglück aussprach. Die Feier war umrahmt von Choralvorträgen der Knappschaftskapelle des Eschweiler Bergwerksvereins.
D'e Beisetzung.
Unter den Klängen des Chopinschen Trauer- marsches setzte sich der gewaltige Leichenzug vom Verwaltungsgebäude aus in Bewegung. Sani- tätsmannschaften und Bergmannsabordnungen eröffneten den Zug. Vor den 40 Lastkraftwagen mit den Särgen schritten 32 katholische Geistliche und 16 evangelische Geistliche, sowie der Rabbiner^Die Sarge waren von reichen Kranzspenden verdeckt. Im Trauerzuge sah man die Fahnen der Knappschaftsvereine, umhüllt mit Trauerflor, in langem Zuge trügen Feuerwehrleute Kränze des Reichspräsidenten, der Reichs- und Staatsbehörden, der Städte und Verbände. Unmittelbar hinter den Wagen folgte der Zug der Angehörigen der Verstorbenen, leidtragende Frauen, Männer, Kinder, Väter und Söhne. Die Vertreter der Verwaltung des Eschweiler Dergwerkvereins, der Zechenverwaltungen usw^ bildeten den Abschluß. Rach einer kurzen Strecke zweigten die Wagen mit den in Kellersberg und Schaufenberg beheimateten Toten ab. Heber eine Stunde zog der Trauerzug an den Tausenden von Menschen vorüber. Der kleine Friedhof konnte die Menge der Leidtragenden nicht fassen. Rach der Einweihung der Gräber durch die Geistlichen und nach kurzen Gebeten wurden die Särge m die Gruft gesenkt. Blumengewinde deckten sie zu, der Dergmannsgruß „Glück auf" schwebte über den Gräbern.
Oer Hapagvampser „Baden" im Hafen von 2Rio de Janeiro beschossen.
Die Hochzeit des Königs von Vnlganen
Oie Trauung im Jranziskanerkloster von Assisi. — Lleberfahri nach Barna.
Assisi, 26. Okt. (TU.) Am Samstag kurz vor 11 Uhr traf als erster der Hofzug des italienischen Königspaares mit der Prinzessin Gio- vanna in Assisi ein. In kurzen Abständen folgten die weiteren Sonderzüge König Ferdinands von Bulgarien, des Königs Boris mit seinen Geschwistern und des Gefolges. Da die Züge mit großer Verspätung eintrafen, waren Mussolini, die Minister und die übrigen Würdenträger gezwungen, etwa anderthalb Stunden auf dem Bahnhof zu warten. Trotz des strömenden Regens wurden die
von Hessen. Während der Trauung hatte der starke Regen und Hagelschlag aufgehört, so daß der Hochzeitszug sich nach der Trauung im Trockenen aus der Oberkirche in die Unterkirche zum Grabe des heiligen Franziskus von Assisi begeben konnte. Darauf führte König Boris die junge Königin aus der Kirche. Anschließend folgte die Ausfertigung der Eheschlie- hungsakte und die Lieberreichung der Geschenke im Rathaus von Assisi. Die Hochzeitsgäste begaben sich sodann zum Festessen in die Villa Costansa.
Die Villa Constanzi di Spello bei Assist, wo nach der Trauung im Kloster des hl. Franziskus die Hochzeitsfeier für das junge bulgarische Königspaar Boris und Giovanna ftattfano.
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darunter auch ein Reichsdeutscher. - Oer Kapitän verhaftet/ weil - Entschuldigung der brasilianischen Regierung
27 Tote angeblich keine Flagge gezeigt.
Berlin, 27.Okt. (ERB.) Die deutsche Gesandt- fchast in Rio de Janeiro bestätigt die Nachricht, daß der hapag-Dampfer „Vaden" im ha- f e n von Rio de Janeiro von dem Fort Ehaopachana aus beschossen worden sei. wie die Hamburg-Arnerika-Linie mitteilt, sind 27 Tote, 25 Schwer- und zirka 30 bis 33 Leichtverletzte zu beklagen. Unter den Toten befindet sich ein Reichsdeutscher, der Heizer Willi Müller. Die Uebrigen sind spanischer Rationalität. Unter den Schwerverletzten, die gleichfalls überwiegend Spanier sind, wurden sechs Reichsdeutsche festgestelll, nämlich die drei Passagiere Georg Pohle, Otto
Die große Anzahl der getöteten Menschen wird damit erklärt, daß die Granate das Vorderdeck traf, welches mit spanischen und polnischen Auswanderern für Buenos Aires dicht beseht war. Die brasilianischen Darstellungen halten daran fest, der Kapitän der „Baden" sei davor gewarnt worden, das Dock ohne Klarierungspa p i e r e zu verlassen. Die Hafenbehörde soll, während die „Baden" aus dem Hafen fuhr, eine z w e i- malige Warnung gefunkt haben, allerdings wird zugegeben, daß Ozeandampfer den Funkbetrieb in der Regel erst auf hoher See eröffnen. Der Kapitän, der verhaftet wurde, erklärte, er habe nicht beigedreht, weil er die drei warnungs-
Der Hapag-Dampfer „Baden".
D a m m b e ck und Paul höhn und die drei Mitglieder der Besatzung der Matrose Heinrich Oster- lamp, der Heizer Heinz Ewersdorf und der Maschinenwärter Willi Ahrbeck. Unter den Leichtverletzten befinden sich ebenfalls fünf Reichsdeutsche. Gestern sand in Rio de Janeiro das Begräbnis der 27 Todesopfer auf Staatskosten statt.
Das Schiff liegt beschädigt im Hafen. Die Reparatur wird mehrere Tage in Anspruch nehmen, so daß an eine weiterfahrt zunächst nicht zu denken ist. Der brasilianische Marinern i n i st e r hat sofort den deutschen Gesandten ausgesucht und ihm sein Bedauern zum Ausdruck gebracht. Er hat hinzugefügt, daß alles geschehen werde, um den Vorfall auszuklären, von brasilianischer Seite wird betont, daß die Beschießung auf eine Verkettung von Mißverständnissen zurückzuführen sei. Es heißt, daß die Beschießung des Dampfers darin ihren Grund gehabt habe, daß Befürchtungen laut geworden feien, brasilianische Beamte mit öffentlichen Geldern könnten sich a n Bord befinden Gegenüber der Darstellung des brasilianischen Justizministeriums, wonach die Beschießung deshalb erfolgt sei, weil das Schiff entgegen den Bestimmungen feine Flagge g e - zeigt habe, hält es die Hamburg-Amerika-Linie für vollkommen ausgefchlossen, daß die „Baden" keine Flagge gezeigt habe. Das Schiff werde von einem alten erfahrenen Kapitän geführt, der in allen internationalen Bestimmungen genau Bescheid wisse. Der Vorwurf, daß der Kapitän der Aufforderung, die Flagge zu zeigen, nicht nachgekommen sei, sei schon deshalb hinfällig, weil das Schiff um 19 Ahr, also bei völliger Dunkelheit, den Hafen verlasien habe.
fchüsse für Salutschüsse gehalten habe. „Rew York Times" schreibt, die provisorische Regierung Brasiliens sei s c h r b e st ü r ; t über den Vorfall und verbiete die Absendung von Kabelnachrichten darüber, weil sie offenbar den nachteiligen Eindruck im Auslande befürchte.
Die neue politische Ordnung in Brasilien.
Reuyork, 27.Oft. (WTB. Funkspruch.) Wie Associated Preß aus Rio de Janeiro berichtet, kommt in den dort vorliegenden Rachrichten aus allen Teilen des Landes die Zustimmung der Bevölkerung zu der Uebernahme der Präsidentschaft durch den Präsidenten des Staates Rio Grande do Sul, Getulio Vargas, zum Ausdruck. Wie verlautet, wird Vargas noch heute das Amt des Staatspräsidenten übernehmen. In Sao Paulo wurde bei S t r a h e n k ä m p f e n, die am Freitag und am Samstag vergangener Woche stattfanden, erheblicher Schaden angerichtet. Ein Gefängnis wurde vollständig demoliert. Die Handelskammer richtete einen Aufruf an alle Danken und Geschäftshäuser, den üblichen Betrieb wieder aufzunehmen. Die Militärjunta in Rio de Janeiro hat bereits die Entlassung der Reservisten angeordnet. Die Hafenstadt Bahia soll von der Rordarmee der Aufständischen eingenommen worden sein.
Die brasilianische Gesandtschaft in Berlin meldet:
In Rio de Janeiro hat sich eine Regierungsjunta gebildet, welcher Diviswns- general Augusto Tasso Fragoso als Präsident sowie Divisionsgeneral Ioao de Dels Menna B a r r e t o und Konteradmiral Isaias de R o -
r großen Volks-, Ueber einen Teppich von Misteln, Lorbeer unB üßt. Die drei Könige I Mimosen führte der Weg, auf jtem die Automobil«
war. . ..
Darauf begann in der Kirche die Trauung, die vom Abt in der Obertirche des Klosters ohne jedes äußere Gepränge vollzogen wurde. Die geistliche Handlung beschränkte sich auf die Trauungszeremonie, eine Messe wurde nicht gelesen. Prinzessin Giovanna, die von ihrem Vater zum Altar geführt worden war, hatte ein hochgeschlossenes weißes Kleid mit einer langen Schleppe an. Sämtliche Damen waren ohne Schmuck. König Boris und König Ferdinand trugen bulgarische Generalsuniform. Trauzeugen waren der Kronprinz von Italien und der Schwiegersohn des Königs von Italien, Prinz Philipp
Hochzeitsgäste von einer menge stürmisch begrüß, schritten die Front der Ehrenkompagnie ab. So« dann begaben sich die Hochzeitsgäste in geschlossenem Galawagen zur Kirche. In den ersten Wagen fuhren die Flügeladjutanten, im dritten Wagen folgte König Viktor Emanuel mit König Boris, im vierten die Königin von Italien mit König Ferdinand und Prinz Cyrill, im fünften Wagen hatte der Kronprinz von Italien und die Prinzessin Giovanna Platz genommen. Auf der etwa fünf Kilometer langen Strecke vom Bahnhof bis zur Kirche bildeten Truppen aller Waffengattungen Spalier. Während die Glocken der Stadt läuteten, wurden die Gäste von den Franziskanern empfangen und schritten in die Kirche. Das Wetter hatte sich inzwischen so ver- chlechtert, daß der Regen in Hagel umgeschlagen
der fürstlichen Festteilnehmer zu der Villa gelangten. Die Speisenfolge, die von 25 Köchen bereitet und auf silbernen Schüsseln dargereicht wurde, bestan.d aus einer Eierspeise, Hummern, Fasanen und Eis. Vom Capriwein bis zum schaumenden Asti sind nur italienische Weine gegeben worden. Als besonderes Zeichen der Verehrung für den heiligen Franz ist auf Früchte zum Rachtisch verzichtet worden. Zur gleichen Stunde sind in der Stadt Assisi an 300 Arme mit Rahrungsmittel gefüllte Körbe verteilt worden.
Im Hafen von Brindisi ist die Jacht „3 ar Ferdinand" geflaggt. Stadt und Hasen haben Flaggenschmuck angelegt. Die vier italienischen Begleitschiffe liegen ebenfalls vor Anker, darunter der Kreuzer „Quarto", auf dem der italienische Kronprinz seinem königlichen Schwager und seiner Schwester das Geleit in den italienischen Gewässern geben wird. Am Sonntagvormittag trafen das italienische Kronprinzenpaar sowie Prinz und Prinzessin von Hessen ein, um den Sonderzug des bulgarischen Königspaares zu empfangen, der gegen acht Uhr in Brindisi einlief. Das Königspaar begab sich an Bord. Um 10,10 Uhr stach der „Zar Ferdinand" nach Varna in See. Auf einer Schaluppe des italienischen Kriegsschiffes gaben das italienische und das hessische Prin^enpaar dem Königspaar noch ein Stück das Geleit.
ronha angehören. Der bisherige Präsident Washington Luiz hat der neuen Regierung die Regierungsgewalt übertragen. Ihm wurde die der Würde seines hohen Amtes gebührende Achtung erwiesen. Die Staatsminister sind entlassen worden. Das Programm der provisorischen Regierung zielt auf die sofortige Wiederherstellung oer Einheit der brasilianischen Ration, auf die Erfüllung der auswärtigen Verpflichtungen und die Wiederherstellung des inneren Friedens ab. Die Bewegung ist unblutig, in vollkommener Ordnung und bei aller Achtung vor den ab- gesehten Autoritäten verlaufen. Das Volk hat die Gntwicklung der Ereignisse mit Beifall verfolgt. Die Hauptstadt zeigt das an großen nationalen Feiertagen gewohnte Bild
Oie preisfenkungsaküon.
Ter Reichswirtschaftsminister fordert Auswirkung der Kohlenpreissenkung bis zum letzten Verbraucher
B e r l i n, 25. Oft (TU.) A m ll i ch. Der R e i ch s- wlrlschaftsmini st er hat am 25. Oftober a n die Landesregierungen folgendes Schreiben gerichtet:
„Unter Bezugnahme auf die Veröffentlichungen, die bereits in der Presse erfolgt sind, beehre ich mich mitzuteilen, daß eine Reihe von Syndikaten der kohlenwirtschaft eine Senkung ihrer Preise befchlossen hat Sobald die Einzelheiten über die in der Togespresse bekanntgegebenen allgemeinen Preisherabsetzungen, insbesondere über die Staffelung der Preise für die einzelnen Sorten vorliegen, werde ich weitere Mitteilung folgen lassen.
Jch bitte ergebenft, mit Rachdruck darauf hinzuwirken, daß die Ermäßigung der Protz u k t i o n s p r e i f e fowohl beim Jnbn- ft Hellen wie beim h a u s b r a n d v e r - braucher restlos zur Auswirkung kommt. Deshalb ist es unbedingt notwendig, durch die zuständigen Landesbehörden schon jetzt die örtlichen k o h l e n h a n d el s o r g a n i- f ationen zu entsprechenden Preisherabsetzungen zu veranlassen. Dabei werden zugleich die im handel bisher üblichen Spannen daraufhin geprüft werden müssen, ob sie seit der gegenwärtigen Wirtschaftslage noch ge- rcchtferkigt sind, die eine allgemeine Preissenkung unerläßlich erscheinen läßt. Soweit erforderlich, wer- den Maßnahmen auf Grund der Rotverordnung des Herrn Reichspräsidenten vom 26. Juli d. J. zu
treffen fein, für die nach Paragraph 4 des 5. Abschnittes der Verordnung insoweit die Landesregierungen zuständig sind.
Weiterhin halte ich es für dringend erforderlich, daß die Herabsetzung der Kohlenpreise auch in der Tarifpolitik der Kommunalbetriebe (Gas, Wasser, Kraft- und Lichtslrom usw.) in geeigneter IBeife }um 21 u s b r u rf gelangt, damit auch hier die Preissenkung sich bis zum letzten Verbraucher durchsetzt. Jch wäre daher besonders dankbar, wenn die Landesregierungen ihren Einfluß auf die Versorgungsbetriebe der öffentlichen Hand in dieser Richtung zur Geltung bringen würden. — Für balbgefl. Rachricht über die im Sinne obiger Anregungen getroffenen Maßnahmen wäre ich verbunden."
Die Hilfe für die Landwirtschaft.
Berlin, 25. Ott. (TLI. Amtlich.) DaS Reichskabinett beschäftigte sich erneut mit ver überaus ernsten Lage der Landwirtschaft. Der Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft hat dem Reichskabinett die Vorschläge unterbreitet, die den innerdeutschen Absatz für landwirtschast 1 iche Erzeugnisse unter allen Umständen sicherstellen und den entsprechenden Mehrverbrauch, insbesondere von Roggen und Kartoffeln herbeiführen. Das Reichskabinett stimmte diesen Vorschlägen zu. Es herrschte Uebereinstim- mung darüber, frafj diese dringendstenMahnah-men beschleunigt in Kraft treten mühten. Insbesondere war man sich auch darüber einig, daß die Wiederherstellung der Rentabilität Voraussetzung für alle weiteren Maßnahmen zur Milderung der Rotlage im Osten darstellt.
Das Kabinett hat sich eng an die Vorschläge des Reichsernährungsministers gehalten. Hierher gehören vor allem die zollpolitifchen Maßnahmen, die u. a. eine Erhöhung des Gerste - und Hirsezolls sowie des Weizen- und Kleiezolls vorsehen. Diese Erhöhungen kann das Kabinett auf Grund der chm gegebenen Ermächtigung^vornehmen. Anders verhält es sich mit der Frage des V e rwen - dungszwangs, zumal diese die Abänderung des Lebensmittelgesetzes zur Voraussetzung hat. Im Kabinett ist hierzu eine besondere Gesetzesvorlage beschlossen worden, die allerdings bei Der Wirtschaftspartei auf manche Schwierigkeiten stoßen wird. Der Derwendungszwang, der ebenfalls in Form einer Gesetzesvorlage dem Parlament vorgelegt werden soll, betrifft die Ve»^


