Ausgabe 
27.8.1930
 
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der Tod Leguias sei innerhalb weniger Ctun- f den zu erwarten.

Die Militär-Junta in Ama entsandte vier Offi­ziere nach Arequipa. die eine Verständigung mit Oberst Sanches Cerro herdecführten, wonach die Junta von Arequipa al» bie Legierung Peru­anerkannt wird. Die revolutionäre Junta ver­öffentlicht eine Kundgebung, in der es u. a. heißt, daß die Junta die internationalen Verträge genau einhalten wolle, die schlechten Mono­pole ab schaffen und das Vermögen aller Anhänger der früheren Legierung beschlag­nahmen werde, bte Legierungsgelder unter» schlagen hätten. Ferner sollten in allen diplo­matischen Vertretungen Personalveränderungen erfolgen, allgemeine Wahlen ausgelchne- ben und in Kürz« eine politische Amnestie et-

Gustas nagel lebt noch und ist sehr unter- nehmung-lustlg augenblicklich bereist er da» Land und sammelt emfig Unterschriften für eine ..deutsche kristliche s o l k» p a r t e i", al­beren Spitzenkandidat er in den kommenden Reichstag einziehen will. Aber nicht nur in den Wahlkampf zieht dieser sandalenbewehrtesottS- sreund", er hat noch gröbere- vor-- er

will heiraten! Gustav hat also an sein Häuschen in Arendsee in der Altmark zwei sein säuberlich geschriebeneStauenaufrufe folgenden Inhalts angeschlagen.

..eine gute frau ist meine gute genossin! zur erftffnuna meine- kurhalenbetribes benötige ich eine solche genossin, di bereit ist, in jeso namen den betrib zu füren, wa- ir getan habt einem meiner geringsten einen, da- habt ir mir getan, spricht kristus, unser Held, welche schwarz-weih-rote übernimmt bi brautschast? gotbcfolen. guftaf nagel.

si gingen ale an mir vorüber, bi deutschin» nen, di friftinnen, bi schwarz-weib-rotinnen. di fegetarinnen, di mittelständischen und lachten mir wa- aus, weil ich ein deutschkristlicher mittetftanb«man bin mit echt mänlichen zügen und mit manlichem geilte und mit einem Herzen vol mänlichcr libe, di ir höchstes glük, toi got e- will, in der ehelichen libe aufbauen will und lihen mich unbarmherzig in meinem blute Ilgen, fomt her ir Heidinnen und jüdinnen unb ir andersfarbigen und ir ausländerinnen. wen ir mir samariterisch mit echt weiblicher libe bi menschliche etc geben wolt, fomt eS ist ale- bereit zu ber Hochzeit, toi jesu» spricht, ir müht entgegen gen. gotbcfolen. guftaf nagel. Anscheinend haben diese Werbemittel versagt. Ädn Wunder Sauerkohl ist heute bei den jungen Damen recht unbeliebt. Aber vielleicht versucht Gustav noch einmal sein Heil mit einem Zeitung«- Inserat.

Ein Tonfilm-Archiv der Zeitgeschichte.

Die Deutsche Gesellschaft für Ton und Bild tragt sich mit der Absicht, ein Ton­filmarchiv zu schassen, das sich auf alle be­deutenden Person ^ichkeiten der Zeitgeschichte erstreckt. Unter weitgehender Förderung aller zuständigen Amtsstellen sollen die Aufnahmen durchgesührt werden Schon jetzt umfassen fie die wichtigsten Vertreter der deut­schen Politik der Gegenwart, sowie eine grobe Reihe von Wissenschaftlern, Technikern und Künstlern Vis letzt befinden sich u. a. im Besitz der Gesellschaft Tonsilmstreifen von dem preuhi- schen Ministcrprafidenten Braun in einer An­sprache über den deutschen Einheitsstaat, Staats­sekretär Bredow, der über die völkerverbin­dende Mission des Lundsunks spricht. Adolf v. Harnack, der verstorbene Präsident der Kai- ser-WZhelm-Gesellschaft, Vepeimrat P l a n ck, Gerhart Hauptmann und andere. Da es in­zwischen auch gelungen ist, eine Sprechaufnahme des Grasen Zeppelin auszufinden, trägt man sich mit der Absicht, diese für eine Ton­filmaufnahme. die eventuell synchronisiert wer­den mutz, zu verwenden. Das Tonfilmarchiv wird weiterhin noch Tonbildaufnahmen künstle­risch oder allgemein kulturell bedeutsamer Er­scheinungen aufnehmen.

Der Iahre»kongreh der deutschen Heilsarmee in Berlin.

Die deutsche Heilsarmee veranstaltete im Rahmen ihres Iahreskongresses eine Kundgebung, an der Abordnungen der Heilsarmee aus allen Teilen Deutschlands, aus Oesterreich, Danzig und dem Me- melgebiet teilnahmen. Rach einer Begrüßungscm- spräche des Kommandeurs Friedrich folgten Dar­bietungen der einzelnen Divisionsabordnungen in ihren heimatlichen Trachten. Von überall wurden gute Erfolge der Misfionsarbeit berichtet. Die Heils- armee nennt eine stattliche Anzahl von Einrichtun- gen, wie Hospize, Manner-, Mädchen» und Alters­heime ihr eigen. Allein im letzten Jahre wurden Sfben neue feinte mit rund 2000 Betten geschaffen.

er Stabschef der Heilsarmee, Kommandeur Mapp (London), der der Berliner Tagung bei­wohnte, lobte in anerkennenden Dorten die Arbeit der deutschen Gruppe. Die Kundgebung schloß mit dem gemeinsamen Gesang des LiedesNun danket alle (Bott*.

Bootsunglück im Kurischen hass.

Auf» dem Kurischen Haff bei PerweU wur­den an dem Hasenleuchtturm, der etwa 150 Me­ter vom Ufer entfernt am Hafen liegt, von An­gestellten deS Hafenbauamtes Memel Jnstand- setzungSarbciten vorgenommen. Dabei wurde ein Monteur mit einem Doot abge­trieben. Angestellte des Hafenbauamtes ver­suchten, ihren Kollegen in einem Segelboot zu erreichen und an Land zu bringen. In einer Entfernung von mehreren hundert Meter vom Lande schlug das Segelboot um und alle sechs fielen ins Wasser. Fischer konnten nur drei Mann retten. Die anderen drei ertranken. Das abgetriebene Doot mit dem Monteur wurde später von einem Fischer in dem Hafen treibend aufgefunden und gerettet.

Schwere Bluttat

In dem Mors am Niederrhein benachbarten Leukirchen-Dluyn wurde eine schwereBluttat verübt, der der 30jährige verheiratete Bergmann Stanul zum Opfer fiel. Der arbeitslose Berg­mann Pm^mski. der sich ferne Arbeitslosenunter­stützung abgeholt hatte, begab sich anschließend

nul Parzinski beruhigen wollte, stach diefer blinb- Ungs mehrmals mit einem Wester zu Durch e-.nen der Stich« wurde ötanul an derHal«- schlagader getroffen, so daß der Tod bald darauf eintrat Der Mörder verbarrikadierte sich dann m seiner Wohnung unb konnte nur mit Gewalt verhaftet werben. Eine große Menschenmenge wollte den Mörder lynchen, so daß die Polizei mit dem Gummiknüppel eingreifen mußte.

Ein oorpommersche» Rittergut niedergebrannt

Zn der Feldscheune de» Riuergute» Ahrendfee im Kreis« Grimmen bei Stralsund brach ein Brand aus. Das Feuer sprang auf zwei große Holzicheunen, den Iungoiehstall und den Kuhstall über. All« Ge­bäude brannten innerhalb einer Stunde nieder. Mitoerbrannt sind neben wertvollen An­lagen drei Viertel der gerade eingebrachten gesam­ten (Ernte Das Vieh konnte gerettet werden. Der Schaden ist sehr groß.

Da» Grubenunglück auf dem Hildebrand-Schacht.

Die Rettungsarbeiten auf dem ost oberschlesischen Hildebrand-Schacht gestalten sich durch die dauernd nachstürzendenGesletnsmassen außerordentlich schwie­rig. Aus dem Hildebrand-Schacht wurden 12 Opfer bisher zutagegeförbert. Von ihnen sind drei tot, die übrigen schwer verletzt. Die drei noch in den Gesteinsmassen Eingeschlossenen geben auf Klopfzeichen keine Antwort mehr. Aus Kreisen der Bergverwaltung wirb noch mitgeteilt, daß bas Unglück auf ein tektonisches Beben zurückzusühren sei, das den Pseileveinsturz veranlaßt habe.

3n ben Dolomiten abgestürzt.

Eine aus zwei Damen und zwei Herren aus Berlin bestehende Gesellschaft unternahm eine Be­steigung der Fünf - Finger - Spitze in den Do­lomiten. Als sie an einer Felswand waren, r t ß aus unbekannter Ursache plötzlich da» Seil. Der zuletzt gehende 21jährige Student Gün­ther R ö ß n e r stürzte über 70 Meter in die Tiefe Seine Freunde fanden ihn mit schweren Verletzungen auf, denen er nach einer Stunde erlag.

Aus Oer Provcnzialbouptfiad»

Gießen, ben 27. August 1930.

Gommer-Finale.

Der satte Farbenaktorb von Grün unb Braun- gelb. mit bern bie Gevierte der Felber die Land­schaft beHerrichten, ist im Verklingen. Der Wind in Öen Stoppeln enttäuscht wie ein Griff m zerrissene Saiten. , Ä _ ...

Stärker mischen sich die auf Hetde und Herbst- zeitlose vorbereitenden, bald mehr, bald weniger vom Purpur ber Lose abweichenden Tone in den spärlicher werdenden Flor der Flur. Wohl brennen die gelben Feuer des Lainfarns in kräftigen Sträuchern an Lickergrenzen und Feld­wegen empor, bie verlöschenden Blütensterne des gleichfarbigen Johanniskrauts ablösend. Wohl leuchten noch immer bie schneeweißen Schirme der Schafgarben, bie schon etwas angegilbten bet Mohrrübe und de- Kerbelkrauts unb die gold- herzigen Strahlenblüten ber Margeriten Wohl lacht aus den Glöckchen ber zierlichen, von Bläu­lingen und kleinen Perlmutterfaltern geliebten Glockenblumen noch immer der Abglanz be­klauen Sommerhimmels. Aber sie alle werden übertroffen von den mächtigen Sträußen der Flockenblumen, deren prall gefüllte Blütenkörbe ebenso rot lodern, wie bie meterhohen Kerzen der Gebüsche bilbenben Wribenröschen. Sie ha­ben nichts von der Tönung ber Abendröte und doch weckt ihr Glühen die gleiche Gewißheit: ES ist schon Verglühen. Die ragenden Glocken­stäbe des Fingerhuts, die auf Weghängen unb Wald steigen sich vordrängen, brauchen nicht zu läuten. Es wirb doch nur ein melancholischer Lhor von Sommerend unb Abschiebnehmen. Ein­zelne Außenseiter der im Tobestanz mit den Aehren hingefunkenen Kornblumen zittern bereit- mit ihren weißgewordenen Kopsen im Wind wie müde Greisinnen, die die Erde ruft. Unb die stolze Königskerze erscheint in den weichen Pelz ihrer filzigen Stengel- und Blütenhaare gehüllt, als fürchte sie schon nahende Stürme unb Kälte­schauer. _

Streng und herb riecht der gepflückte Strauß, wahrnehmbar nur. wenn ich mein Gesicht dar­über beuge. Kein entzückender Ueberschwang. keine zart berauschende Gewalt, wie sie die Dust- spenderinnen des Frühling- verströmten, läßt vorüberwandernde Schritte verweilen. Dankbar bücke ich mich hinab zu dem auf karger Scholle kriechenden, anspruchslosen Thymian. Er, der bescheidenste Blütlcr des späten Sommer«, hat allein noch köstlichen Atem, wenn auch fein würziger Luch nicht heranreicht an den Wohl­duft seiner Frühlingsschwester, des ebenso be­scheidenen Veilchens.

Die pralle, fingerlange Raupe, die sich mtf dunkelgrünem, prachtvoll rot und gelb gezeich­neten Leib hastig am Wegrand hinschiebt, hat von ihrem Sommersitz Abschied genommen. Die kahl gefressenen Stetten in der üppigen Wolfs- rnilchweid«. in die kein Tier einbricht, weil e- die Giftmilch der schmalen Blätter fürchtet, ver­raten. wo sie hauste. Run rennt die Todes­ahnende nach einem stillen Platz, ihr buntes Raupenlleid abzuftreifen unb sich in einen wider­standsfähigeren Puppenpanzer einzukerkern, biS ein schönerer Auferstehungsmorgen zu neuem Le­ben ruft- Bei jeder Berührung hält die Eilende im Lauf inne und schlägt mit Kopf und Hinterteil um sich. Aber diese ruckhaften Abwehrbewegun­gen künden bereit- beginnende Erstarrung. Darum hastet sie von neuem vorwärts. Das unermüd­liche Strecken und Zusammenziehen der Körper­ringe im Kriechen läßt im spielenden Wechsel die Rückenfarben aufleuchten und dunkler werden.

Unterbeften berauscht sich der dicke Schwärmer, der im Vorjahr den gleichen Weg im Staube kroch, in surrenden Rachtflügen an den Honig- bomen des Wald-Geisblatte«. Denn auch der Wald glüht noch in Farben. Rote Veerensträuhe winken aus den Büschen, unb am moosigen Grund entfaltet sich mit dem winzigen Zwergenvölkchen der Pilze ein farbenwunder- sames Märchenreich.

Aber in den Wipfeln greift der Wind ra­schelnde Blätter. P. B.

Die Sozialdemokratie vor den Wählern

In einer überfüllten Berfammlang im Cafs Leib trat am Montagabend bie Sozialdemo­kratische Partei in Gießen vor die Wählerschaft. Der bisherige Reichstagsabgevrdnctc Vogel (Berlin) erkürte, in diesem Wahlkampf handle es sich am ein Ringen zwischen Kapitalismus imb Sozialismus, es gehe um die Frage Diktatur

oder Demokratie. Er verteidigte sodann in ein­gehenden Darlegungen bie sozialdemokratische Politik der letzten Jahre. Anstelle de- kapitalisti­schen Wirtfchast-sdstem-5 forderte ber Jtebner bie gesellschaftliche Produktion der Arbeit. Sodann polemisierte er gegen das Kabinett Brüning, dessen Maßnahmen er in allen Teilen verwarf. Der Regierung Hermann Müller sprach er all« Anerkennung aus. sie allein habe für bie brei­ten Volk-maffen gesorgt Die Behauptung, ber Reichstag habe bei ber Sanierung ber Finanz- Wirtschaft versagt bezeichnete der Redner als unzutrefjend. Die Soztaldemokrat e habe Sanie­rung-Vorschläge gemacht, die aber von der Re­gierung Brüning abgelehnt worden seien. Der Redner polemisierte bann besonder« gegen die Rationalsozialisten unb bie Kommunisten. Bei den jetzigen Wahlen Handl« cs sich auch um

Wenn Ihre

Empfehlungsanzeige

in der Freitags- oder in der Samstag»-

numme^des GteSene* Anzeigers durch sorgfältige, wirksame Satzausstattung

werben soll

dann geben Sie sie bitte spätestens im Laufe des Mittwochs beziehungsweise Donnerstags in der beschiftsstelle aut

die Verteidigung der sozialbemokratifchen Füh­rung in Preußen. Trotz aller Tagespolitik blecbe ber Sozialismus selbst baS letzte Ziel der So­zialdemokratie.

Der hessische sozialbernokrattsche Reichstogskanbi- bat Oberrcgierungsrat Ritzel (Gießen) beschäftigte sich insbesondere mit der Steuer- unb Finanzpolitik. Er verteidigte in längeren Ausführungen die Fi­nanzpolitik Hilferbings, die unter sozialen Gesichts- punkten orientiert gewesen sei. Sodann kritisierte er die Maßnahmen des Kabinetts Brüning, insbeson­dere die Kopfsteuer, bie Ledigensteuer unb bas Rcichsnotopscr. Diesen Maßnahmen hab« bie So- zialdemokratie nicht zustimmen können. Sie habe eine allgemeine lOprozentige Erhöhung der Ein- kommensteuer unb die Offenlegung der Steuerliften verlangt, sei aber mit diesen Forderungen ebenso- wenig burchgebrungen, wie mit der vorgeschlagenen Sehfunfl bzw Beseitigung ber Zuckerstcuer unb der Ermäßigung der Zölle Der Redner wandte sich dann u. a. gegen eine Besteuerung der öffentlichen Betriebe, betonte den Willen der Sozialdemokratie zur Schaffung des Einheitsstaates durch Beseitigung der Kleinstaaterei auf dem Wege der Reichsreform. Er bezeichnete den Abschluß des sfloungplans als ein großes Verdienst der Regierung Müller, die in Verbindung mit Dr. Strescmann dadurch den schlim- meren Dawesplan beseitigt hab«. Die Sozialdemo­kratie habe in der Regierung Müller innen- und außenpolitisch ihre Pflicht unb Schulbigkcit getan. Durch großzügige Arbeitsbeschaffung, steuerliche Ge­rechtigkeit und Fortführung der bisherigen Sozial­politik wolle sie auch künftig für das Volk ar­beiten.

In der Aussprache wandten sich ein Kommunist unb ein Parteiloser gegen bie sozialbemokrafische Partei. Die Referenten antworteten den beiden Kri­tikern mit längeren Ausführungen.

Hornoti.cn

TageskalenberfürMittwoch: Deut- sche Staatspartei: Wahleroersammlung, 20.30 Uhr, in ber Turnhalle an Dsroalbsgarten. Gewerbe­verein Gießen (e. 23.): Hauptversammlung, 20 Uhr, im Saale Kirchstraße 16. Hausfrauen-Abenb: VortragDas Gas im Dienste ber Hausfrau: 20.15 Uhr im Eafs Leib Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: Die Arche Noah".

Aus bem Stabttheaterbureau wirb uns geschrieben: Am Samstag, 30. August, 16 Uhr, finbet auf ber Walbbühne bei billigen Preisen eine Schülervorstellung von Shakespeares Lust­spielLiebes Leid und Lust" statt. Am barauffolgen- den Sonntag wirb dasselbe Stück zum letztenmal im Sommerabonnement als vorletzte Vorstellung ge­geben werben. (Stücke des Sommerfpielplans wer­den nicbt in den Winterspielplan übernommen!) Die Vorstellung am Sonntag beginnt bereits um 15.30 Uhr. Bei schlechtem Wetter wird im Stadttheater gespielt und dann keine Flagge am Theaterge- baube in der Südanlage gehißt werden.

6 0. Geburtstag einer bekannten Krankenschwester. Schwester G r a t l a n a vorn Katholischen Schwesternhaus begeht am Frei­tag, 29. August, ihren 60. Geburtstag. Seit 30 Jahren ist sie ununterbrochen in unserer Stadt tätig. Sie hat sich in vorbildlicher, auf­opfernder Weise in den Dienst der leidenden Menschheit gestellt, ohne Unterschied des Stan­de« unb der Konfession. Möge es ihr beschieden sein, in derselben geistigen und körperlichen Frisch« wie seither ihre hohe Aufgabe erfüllen zu können.

Prüfung der Schankgefäße. Born Polizeiamt wird mitgeteilt: Ab 1. September wird innerhalb der Stadt Dießen eine allge­meine polizeiliche Prüfung der Schankgefäße vor» genommen.

" Am nächsten Sonntag vorüber­gehend gesperrt. Wegen der 10. Herbst- Regatta des Lahnregattaverbandes ist die BootshauSftraße zwilchen dem Bootshaus der Gießener Rudergeselllchast und der Wih- marer Straße (Bahnüberführung) am nächsten Sonntag, 31. August, von 14 bis 19 Uhr für den Durchgangsverkehr gesperrt.

UraufführungdesGießenerStabt- theaters. Anläßlich eines Gastspieles unseres Gie. ßener Stabttheater-Ensembles in Bob Homburg am morgigen Donnerstag wird ein Lustspiel des jungen österreichischen Autors Wilhelm Lichtenberg Seine Majestät das Publikum" zur Uraufführung gebracht werden. Lichtenbergs Stück ist bereits zu einer zweiten Uraufführung vom Wiener Burg- cheater angenommen worden. In Gießen wird es als letzte Vorstellung der diesjährigen Sommerspiel­zeit gegeben werden.

Die Schwimmhalle im Städtischen Dolksbad, die in ben letzten Monaten wiederum einige Verbesserungen erfahren hat, wird vom näch- ften Freitag ab bem Publikum roieber zur Ver­fügung stehen.

Gegen Üblen Mundgeruch, nach längerer Mundrvhe unb nach bem Rauchen benutze man zum Desodorieren anb Aromatisieren bes Atems eine Spülung mit bem herrlich erfrischenden Thlorodont-Mundwasser. Masche V- ML

DieGießener Ga «wvche nimmt tK<üt ihren Anfang Täglich von 10 Ufcr ab »ft etm Ausstellung bei geringem Eintrittspreis geöffnet abends finden Vorträge statt. Bet dem heutigen Haussrauenaberrd werben zwei Themata behan­delt werden, die für unsere Hausfrauen von be­sonderem Interesse sein bünten. Die gesamten Veranstaltungen finben im Saale des Gase Leid statt.

Hessischer Handwerker- unb (Bee roerbetag Die bi es jährige Tagung des hessi­schen /)anbnxrks. und @eroerbcDcrbanbo findet am 4 und 5. Oktober in Alsfeld statt. Der Bezirk»« verband bes Kreises Alsfeld mit (einen Ortsgewerbe» vereinen, Innungen unb Fachoerbänben rüstet eifrig an den Vorbereitungen zu einem würdigen Emp­fang feiner Gälte. Die Tagung fall In Anwelenhett der Behörden eine große Kundgebung des helsifchen Handwerks unb Gewerbes werden, auf der hervor­ragende Männer des Reichsverbandes des deutschea Handwerks als Redner über die Forderungen be» Hanbwerks und Gewerbes sprechen werden. Man erwartet die Beteiligung weitester Kreise des f)anb- werk» unb Gewerbe» an dieser bedeutsamen Shinb- gebung.

Einbruch In ber letzten Lacht haben Einbrecher dem Burg-Gastbos in der Burg Mün- zenberg einen Besuch abgefta:tet. Die Spitzbuben haben dabei nach ben ersten Feststellungen u. a. Schokolade. Zigarren ufto gestohlen. Die Lanbes- kriminalpolizeistelle Gießen hat die Untersuchung beute früh sofort aufgenommen.

Zusammenkunft der 48. R.- D Am st­und 7. Dezember findet in Nassau eine Zusammen« fünft ber Angehörigen ber ehemaligen 48. R.-D. (221, 222, 223. 224, 20er Jäger, R.-« 48) statt. Wie au» ben bereits vorliegenden Anmeldungen heroorgeht, ist das Interesie für bie Veranstaltung sehr rege. Nähere Auskunft bezügllch Quartiere ufro. erteilt Lehrer Mehl, Singhofen bei Nassau.

Sine Erfindet auf dem Gebiete der Slektromusil.

Darmstadt, 26. Aug (TU.) Hier wurde am Montag eine elektrische Orgel vor­geführt, bie von bem mit Mitteln der hessi­schen Regierung unb ber Stabt Darmstadt, sowie ber Rotgemeinschaft ber beutschen Wissenschaft unterstützten Organisten Jörg Mager kon- struierc worden ist. Mager hat in jahrelanger mühseliger Arbeit zunächst ein Musikinstrument in einem Stimmenregister hergestellt, bei dem die Töne mit Hilse der Radioröhre und des elektrischen Stromes erzeugt werden. Diese- In­strument. da- an sich schon eine vielleittge Ver­wendungsmöglichkeit hat, ist nun von Mager zu einer elektrischen Orgel mit vier Registern ausgebaut toorben, die gegenüber der normalen alten Orgel den Vorteil einer außerordent­lichen Steigerung der musikalischen Ausdruck«- möglichkeiten hat. Diese wird vor allem dadurch erreicht, daß durch die Verstärkung oder Ab­schwächung de- elektrischen Strome«, der die Schwingungen der Resonanzen beeinflußt, die Klangfarbe beliebig verändert werden kann Zur Förderung der Erfindung ist seinerzeit die Glektro-Akustische Studiengesellschast gegründet worden. Die Vorführung ergab, daß nunmehr mit der fabrikmäßigen Herstellung der Orgel be­gonnen werden Fann.

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Lüettcrvoraus age.

Langsam schwächt sich bas Hochdruckgebiet, da» bis nach Skandinavien reicht, ab, unb ber Kern ver­lagert sich unter Zufammenschrumpfung weiter süd­östlich nach den Dalkanlänbern hin. Die Winbe drehen langsam nach Süden zu unb tragen zur weiteren Erwärmung bei. Infolgedessen werden auch nachts die Temperaturen ansteigen unb tags« über wirb sich schwüles Wetter bemerkbar machen, wobei allmählich bie Bildung von Gewitterstörung gen einsetzen dürste.

Aussichten für Donnerstag: Wenig Aendcrung. schwüles Wetter unb aufkommende Gewitterstörung.

Aus sichten für Freitag. Weiter« Ucbergang zum Ditterungsumlchlag wahrschein­lich.

Lufttemperaturen am 26. August: mittags 24,8 ®rob Celsius, abends 16,7 Grad; am 27. August: morgens 14,2 Grad Maximum 25,2 Grad, Minimum 10,1 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 26. August: abends 23,1 Grad , am 27. August: mor­gens 16,4 Grad Celsius. Sonnenscheinbauer 10% Stunden.