Ausgabe 
27.5.1930
 
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KriegsbesKSdigien-TaglMg in Mainz.

-2B6QL Main;. 2»Mai. Als Auftakt der Dundestagung des Reichsbundes der Kriegsbeschädigten. Kriegs­teilnehmer und K r i e g e r h i n t e r b lie­be n e n foni) heute vormittag im großen Saal der Stadthalle und auf dem Halleplah eine von etwa 15 000 Menschen besuchte

Kundgebung der Kriegsopfer

statt. Der Vorsitzende des Bundes, Pfändner (Berlin), stellte in seiner Eröffnungs- und Be­grüßungsansprache als Zweck der Kundgebung heraus, die gesetzgebenden Körperschaften erneut darauf hinzuweisen, daß es unerläßlich ist, den Kriegsopfern eine auf soziale Gerechtig­keit gegründete Versorgung und Fürsorge zu sichern und dem Geiste des Krieges üoerall den Geist des Friedens entgegen­zusetzen. Er faßte die Ziele der Arbeit des Bun­des zusammen mit den Worten: Fiir ausrei­chende Versorgung und Fürsorge, für Völker- frieden und Schiedsgerichtsbarkeit, für friedliche Verständigung, für den republika­nischen Staat, bei dessen endgültiger Formung wir als deutsche Kriegsteilnehmer und Krieger­hinterbliebene den ersten Anspruch darauf haben.

daß unser neuer Staat, daß unsere deutsche Re­publik mit einem sozialen Inhalt erfüllt werde.

Mit lebhaftem Beifall begrüßt, betrat sodann Professor Caffin (Paris) das Rednerpult. Er äußerte zunächst in französischer Sprache seinen Dank für die ergangene Einladung und erklärte, daß die Anion Generale ihn beauftragt habe, ihre Grüße den deutschen Kameraden zu über­bringen. Seine weiteren Ausführungen machte der Redner in deutscher Sprache. Die Anion Generale arbeite in Frankreich in demselben Geist. Die französischen Kriegsteilnehmer seien Anhänger der Politik des Friedens und der Zusammenarbeit allerRationen. Dieses Ziel werde zur Wirklichkeit, wenn die Völker Deutschlands und Frankreichs das Bei­spiel ihrer Verständigung geben. Seine Rede klang aus in den Ruf:Es lebe die Verständi­gung zwischen der französischen und der deut­schen Republik! Es lebe das organisierte Europa! Rie wieder Krieg!" Zum Gedenken der Ge­fallenen erklang das Lied:Ich hatt' einen Kameraden."

Am Schluß der Kundgebung wurde einstimmig eine Entschließung angenommen, in der eine Reihe von Forderungen der Kriegsopfer aufgestellt und gegen den

Krieg Stellung genommen wird. Sodann be­gab sich eine Abordnung nach dem Friedhof, wo an dem deutschen und dem französischen Ehrenmal Kränze niedergelegt wurden.

Rachmittags fand im großen Saal der Lieder­tafel die Eröffnung der

Bundeöiagung

statt. Rach einem einleitenden Orgelvortrag hieß Bundesvorsitzender Pfändner die Delegierten und Gäste willkommen. Er begrüßte insbesondere die Vertreter der Behörden und die Kameraden aus dem Ausland. Sodann umschrieb er noch­mals die Ziele des Bundes; einerseits in der Richtung einer ausreichenden Versor­gung der Kriegsopfer, andererseits in dem Streben nach Frieden und Verstän­digung der Völker.

Oberbürgermeister Dr. Külb sprach namens der Stadt Mainz herzliche Degrüßungsworte und gab insbesondere seiner Sympathie mit den Friedensbestrebungen des Bundes Ausdruck.

In Vertretung des Reichsarbeitsministers dankte Ministerialrat Griesmeyer für die Einladung. Er wies in seinen Ausführungen auf die Schwierigkeiten hin, die infolge der übergroßen Arbeitslosigkeit und der ungeheuren Last der Arbeitslosenversorgung einer Erfüllung der weitergehenden Wünsche des Reichsbundes entgegenständen.

Für die hessische Staatsrsgierung überbrachte Minister K o r e l l herzliche Grüße. Gerade die hessische Regierung stehe den Kriegsbeschädigten mit besonderer Sympathie gegenüber, denn sie habe ein Land zu verwalten, das den fürchter­lichsten Leiden ausgesetzt gewesen wäre, wenn nicht die Krieger sich als lebendiger Wall vor den Rhein gesetzt hätten.

Sodann sprach noch eine Reihe von Bezirks­vertretern, an ihrer Spitze der Vertreter» der Ortsgruppe Mainz, Stadtrat Trelle, außerdem Vertreter und Gäste aus dem Memel­land, aus Rordschleswig, aus der Tschecho­slowakei, der Schweiz usw.

Hierauf wurde in die praktische Arbeit ein­getreten, die mit der Wahl der Leitung und der Ausschüsse ihren Anfang nahm. .

Auch bei der Eröffnungsfeier wurde der Toten mit dem LiedIch hatt' einen Kameraden" ge­dacht.

Berliner Börse.

Berlin, 27. Mai. (WTB. Funkspruch.) Nach Beendigung der Liquidation trat auch im heutigen Frühverkehr eine Geschäftsbelebung nicht ein. Da Kurse bisher noch nicht zu hören waren, kann man nicht einmal feststellen, ob sich die Reports behaup­teten. Am Devisenmarkt nannte man London gegen Paris 123,9250, London gegen Mailand 92,75, Low don gegen Spanien 39,92.

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In unser Handelsregister, Abteilung B, wurde am 22. Mai 1930 bei der Firma h. Schaffstaedt Gesellschaft mit beschränkter Haftung in Gießen folgendes eingetragen: Dem Kaufmann Fritz Müller in Gießen ist Prokura erteilt. 4006V

Gießen, den 23. Mai 1930.

__________Hessisches Amtsgericht.__________

Bekanntmachung.

Der Stadtrat hat in seiner Sitzung vom 20. Mai bzw. 27. März 1930 den Be­bauungsplan sowie die Ortsbausatzung zum Bebauungsplan für das Schwarzlach, gebiet genehmigt. Der Plan und die Orts- baufatzung liegen in der Zeit vom 1. bis 15. Juni 1930 bei dem Städtischen Hoch­bauamt, Asterweg 9, während der üblichen Dienststunden offen. Einsprüche sind wäh­rend dieser Zeit bei Vermeidung des Aus­schlusses bei dem Städtischen Hochbauamt schriftlich oder zu Protokoll oorzubringen.

Gießen, den 23. Mai 1930.

Der Oberbürgermeister. I. V.: Dr. Hamm.

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Ich freue mich immer wieder, dass es ein so gutes Mittel zur Jungerhaltung gibt!

Fräulein Fr. L in Eisenach schreibt am 17. April 1930 wie folgt:

Meine Mutter nimmt seit vier Jahren Neo-Krusehen- 8al* täglich. Matter litt an Rheumatismus im Knie, was eie am Gehen behinderte und sehr schmerzte. Seit­dem meine Mutter Neo-Kruschen-Sale nahm, ver­schwanden ihre rheumatischen Schmerzen immer mehr. Heute hat sie überhaupt keine Schmerzen mehr. Mutter unternimmt Spaziergänge von mehreren Stun­den Berg auf und Berg ab im Thüringer Wald, ver­richtet die viele Hausarbeit ohne Mühe trotz Ihrer 69 Jahre (0, sie leistet mehr als manche SOjÄhrige Frau. Von Natur ist meine Mutter natürlich recht ge­sund, doch plagte sie eben vor einigen Jahren Rheu­matismus im Knie. Mutter ist fast immer frisch und lelstungsf&hig, sie wird bis zu 10 Jahren Jünger ge­schätzt zu meiner größten Freude. Neo-Kruschen- 6als regt außerdem sehr den Stoffwechsel an, darum ist ee auf Reisen bei anderer Lebensweise unentbehr­lich. Ich treue mich immer wieder, daß es ein so gutes Mittel zur Jungerhaltung gibt.

gez. Unterschrift-" (Originalschreiben kann jederzeit eingesehen werden.) Kruschen regt d»s innere System des Menschen zu kräftiger Arbeit an. Lästige Ansammlungen von trägen Massen in den Därmen werden durch die an­genehm leichte Wirkung von Kruschen prompt inner­halb weniger Stunden aasgsschleden. Wer Kruschen su einer Gewohnheit macht, wird sich bei entsprechen­der Lebensweise frisch, froh, rüstig, elastisch und guter Stimmung fühlen, er wird keine Müdigkeit, Mattigkeit in den Gliedern, keine Abgespannthedt kennen. Be­ginnen auch Sie noch honte mit Kruschen Es bedeutet für Sie: Körperliche und geistige Frische, ElastixltÄt und Energie. 1 Originalglai Kruschen kostet in Apotheken und Drogerien Mark 3., sein Inhalt reicht für 100 Tage. Aber hüten Sie sich vor Nachahmungen, die vielfach auch zu billigeren Preisen als ebensogut angeboten werden. Achten Sie auf den NamenNeo-Kruschen-Salz und auf die gelb- schwarze Packung. Kein Land der Erde ohne Kruschen.

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