Ausgabe 
25.2.1930
 
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srgab eine ganze Reihe 'spannender Momente. In dieser Zeit hätte sich D. f. D. den Sieg sichern können. Allmählich wurden die Angrifse langsamer und auch systemloser. Kurz vor der Pause gelang es Ocker rhausen, bei einem Durch­bruch infolge eines Mißverständnisses zwischen einem Verteidiger und dem Tormann der Gie­ßener Elf das einzige Tor des Tages und damit das Siegestor zu erzielen. Aach der Pause war das Spiel einige Zeit verteilt, bis der Gegner sich ebenso stark überlegen zeigte, wie dies V. f. V- vor dem Wechsel vermochte. Vei der Planlosigkeit des Gießener Spiels hätte Ockersbausen Gelegenheit gehabt, das Resultat zu erhöhen: sein Sturm machte es aber nicht besser, als der der Plahelf. Erst eine Viertel­stunde vor Schluß schien es dieser klar zu wer­den, waS auf dem Spiele stand. Ihr Endspurt kam jedoch zu spät: wohl drängte sie den Gegner ganz zurück und kämpfte verzweifelt um den Ausgleich, der ihr aber versagt blieb. Ein Unentschieden hätte den Leistungen beider Geg­ner eher entsprochen. Richt unerwähnt darf bleiben, daß der Kampf beiderseits sehr fair und ruhig durchgesiihrt wurde. Schiedsrichter Win- g en selb (Fulda), war dem Spiel ein umsich­tiger und objektiver Leiter.

Die zweite Mannschaft hatte ein Gesell­schaftsspiel mit der ersten des Sportvereins Oberschmitte n abgeschlossen, muhte dies aber infolge Erkrankung und Verhinderung einiger Spieler absagen.

Handball im Lahn'Oünsberg-Gau.

Beuern 2. Staufenberg 1. Jugend 1:5 (0:2).

Äm Sonntag trafen sich in Staufenberg Beuern 2. Mannschaft und Staufenberg 1. Jugend. Staufen­berg spielte durchweg leicht überlegen und konnte bald das erste Tor für sich buchen, dem kurz vor

Halbzeit das zweite folgte. Nach der Pause spielle Staufenberg weiter überlegen und konnte bis zum Schluß noch drei Tore werfen, während Beuern nur eins entgegensetzte. Bemerkt sei noch, daß Beuern das Spiel nur mit neun Mann durchführte.

Arbeiter-Turn- und Sportbund.

Gießen I Wetzlar I 5:3.

Gießens erste Mannschaft hatte am Sonntag Wetzlars Erste auf dem Trieb im Rückspiel zum Gegner. Bald gelang es Wetzlar, in Führung zu geben. Dann kam auch Gießen merklich auf, und der flinke Schlußmann der Gäste mußte öfters rettend eingreifen. Rach längerer Zeit konnte Gießen zum Ausgleich kommen, doch Wetz­lar erzielte in kurzer 3eit wieder die Führung, um sie aber bis Halbzeit wieder zu verlieren. Rach dem Seitenwechsel war Gießen mit dem Wind als Bundesgenossen stark überlegen. Wetz­lar verlor durch Verletzung nacheinander drei Spieler. Wohl wickelte sich das Spiel nur noch in der Spielhalfte der Gäste ab, trotzdem ge­lang es Gießen, nur noch drei Tore zu erzielen.

Vorher spielten die zweiten Mannschaften bei­der Vereine und trennten sich nach gleichwertigem Spiel mit einem Unentschieden 2:2.

wieseck Ib Lich I 4:0.

Lich, der Neuling des Bezirkes, war am Sonntag in Wieseck zu Gast. Wieseck 1b stellte auch diesmal unter Beweis, daß sic in der kommenden Serie ihren Mann stellen wird. Der Anstoß der Einhci- misä-en brachte ein flottes Spiel. Lich lieferte vorerst eine gute Partie, bis es den Platzbesitzern gelana, in Führung zu gehen. Nun wurde die Mannschaft etwas aufgeregt, wahrend die Einheimischen merk­lich überlegen wurden. Trotz aller Anstrengungen I kamen die Angriffe der Gäste nur his zur Verteidi­gung, die immer klärte. Wieseck erzielte dann noch I drei Tore.

Wirtschaft.

Handels» u. Gewerbebant Gießen.

Das Institut hielt gestern seine 71. ordent­liche Generalversammlung ab. Der Vorsitzende des Auffichtsrats, Kommerzienrat Roll, eröffnete die Versammlung mit kurzen Begrüßungsworten und wies darauf hin, daß die deutsche Wirtschaft eines der schwersten Jahre seit der Stabilisierung hinter sich habe. Durch die fortwährenden Beunruhigungen politischer, finanzieller und wirtschaftlicher Art sei jeder Auf­trieb des Geschäftslebens unterbunden worden. Trotzdem habe die Bonk auch im vergangenen Jahr befriedigende Ergebnisse erzielen können.

Den Geschäftsbericht für 1929 erstat­tete Direktor Arnold, der nach kurzer Betrach­tung der allgemeinen wirtschaftlichen Verhältnisse die verschiedenen Bilanzposten, die wir bereits bei der kürzlichen Besprechung des Jahresbe­richts wiedergegebcn haben und von denen nur die wichtigsten wiederholt werden sollen, ein­gehend erläuterte und in Vergleich zu den Ziffern des Vorjahres setzte. Sämtliche Posten der Bilanz weisen Steigerungen auf. Der Ge­samtumsatz betrug etwas mehr als 130 Mil­lionen Mk., die Bilanzsumme per 31. De­zember 1929 hat den Betrag von 3 Millionen Mk. überschritten. Das eigene Vermögen der Bank ist auf 768 000 Mk., das ® e f a m t g a » r antiekapital auf 2,5 Millionen Mk. an- gewachsen. Die Einlagen, die auf 2,15 Mil­lionen Mark gestiegen sind, dürfen demnach als auherordentlrch stark gedeckt bezeichnet werden. Auch die Zahlungsbereitschaft der Bank, auf die die Verwaltung in der jetzigen Zeit besonderen Wert legt, war ausreichend. Die flüssigen Mittel decken die kurzfristigen Verbind­lichkeiten mit 88 Prozent, die gesamten Verbind­lichkeiten mit 44 Prozent. Aus dem Reinge­winn, der sich nach vorsichtiger Bewertung der Aktiven auf 73 335,39 Mk. beläuft, werden 10 Prozent Dividende verteilt. Auf die auf­zuwertenden alten Spareinlagen und Geschäfts­anteile wird eine dritte Teilgutschrift von 3 Prozent des Goldwerts genehmigt, so daß die bisherige Aufwertung nunmehr 9 Prozent beträgt. Die Verwaltung hofft, bis Ende näch­sten Jahres die aus freien Stücken beschlossene Aufwertung von 12,5 Prozent durchgeführt zu haben.

Besonderes Interesse beanspruchten die Aus­führungen über den Reubau der Bank in der Goethestraße. der im Rohbau sertiggestellt ist und bis zum Spätsommer beziehbar sein soll. Die Gesamtbaukosten find auf 300 000

Mark veranschlagt. Bisher blieben die Kosten im Rahmen des Voranschlags, der auch bei den Innenarbeiten nicht überschritten werden soll. Heber die Fiiranzierung selbst wurden nähere Mitteilungen gemacht. Eine Beanspruchung von Geschäftsmitteln in der heutigen geldknappen Zeit zum Rachteil der kreditsuchenden Mitglieder ist vermieden worden. Der Verwaltung war eS, noch bevor der Dau beschlossen wurde, durch günstige Abmachungen gelungen, den größten Teil der Baumittel zu einem Zinssatz von 6 Pro­zent und teilweise 7 Prozent bei voller Aus­zahlung auf 10 bzw. 20 Jahre fest zu beschaffen. Der Rest wird durch den Erlös des alten Bank­gebäudes und eine Baureserve gedeckt. Als eine glückliche Lösung wurde der Vertrag mit dem Ge­werbeverein und der Handwerkskammerneben­stelle bezeichnet, die sämtliche Räume im ersten Obergeschoß gemietet haben. Von dieser räum­lichen Vereinigung wird eine weitere Ver­tiefung der Beziehungen zum Hand­werk und Gewerbe erhofft. Sie kam schon jetzt dadurch zum Ausdruck, daß bei den Ersatz­wahlen zum Aufsichtsrat der erste Vorsitzende des Gewerbevercins, Schreinermeister G g. Hau - bad), neu neben den bisherigen Aufsichtsrats­mitgliedern Amtsgerichtsrat Gros, Kaufmann Fritz Jung, Hhrmacher Otto Schmidt und Heinrich W i n n gewählt wurde.

Zum Schluß hielt Direktor Mattern ein Referat über die Organisation der Kre­ditgenossenschaften. Er behandelte den Aufbau der Genossenschaften, ihre Leistuugs- fähigkeit und Sicherheit, sowie im besonderen ihre Aufgaben als Mittelstandsinstitute. Er­höhtes Gewicht müsse heute von jedem Kredit­institut auf die Zahlunasbereitschaft gelegt wer­den. Die Liquidität gehe in der heutigen Zeit noch vor der Rentabilität.

Wie die Verwaltung mitteilte, habe sich auch im neuen Jahr das Geschäft befriedi­gend weiterentwickelt.

Oie Arbeitsmarktlage im Bezirk des Landesarbeitsamts Hessen.

Heber die Arbeitsmarttlaqe in Hessen und Hessen-Nassau berichtet das Landesarbeitsamt Frankfurt: Die Zahl der Arbeitsuchenden hat in der letzten Woche wieder um 2300 zu- aenommen, sie betragt jetzt 229500. Der Ar­beitsmarkt des Baugewerbes und der übrigen Außenberufe wird immer noch durch den Frost ungünstig beeinflußt. Die Deschäftigungsver-

schlechterung in der Metallindustrie beruht zum größten Tell auf konjunkturellen Einflüssen. Diese sind auch die Hrsache der wenig besriedigenden Entwicklung des Marktes der übrigen Verbrauchs­industrien, wie Rahrungs- und Genuhrnittelge- werbe, Bekleidungsgewerbe, Lederindustrie und Holzgewerbe. Die Zahl der arbeitsuchenden A n g e st e l l t e n steigt beständig, sie beträgt zur Zeit fast 15000 und hat den ungünstigsten Stand der Vorjahre wesentlich überschritten. Die beiden Hnterstützungsarten (Arbeitslosen- und Krisenunterstützung) nahmen rund 166 300 Per­sonen für sich und ihre Angehörigen in Anspruch (Vorwoche 163 900). Die Zahl der Haupt- unterstühungsempfänger liegt also zur Zeit um 13 100 über dem Stand von Mitte Fe­bruar 1929 und um 8300 über dem Höchststand von Witte März deS Vorjahres.

Zusionpreuß.(LentralbodenkreditA.-G. preuß. Pfandbriefbank.

In den Sitzungen des Verwaltungsrats der Preu­ßischen Central-Bodenkredit A.-G. und des Aufsichts­rats der Preußischen Pfandbrief-Bank wurden von den Direktionen Geschäftsbericht, Bilanz und Ge­winn. und Derlustrechnung vorgelegt, die überein­stimmend die Ausschüttung' einer Dividende von 12 v. H. vorsehen (i. V. Eentralboden 10 v. H., Pfandbriefbank 12 v. H.). Ferner wurde die Ver­einigung der beiden Institute beschlossen. Die zusam- mengeschlossene Gesellschaft soll den Firmennamen Preußische Central-Bodenkredit» und Pfandbrief­bank" führen. Stamm- und Vorzugsaktionäre der Preußischen Central-Bodenkredit A.-G. erhalten 18,2 Mill. Mk. Aktien des neuen Instituts im Verhältnis 1:1 Von den 18,2 Mill. Mk. Aktien werden 11 Mill. Mark auf dem Wege einer Kapitalerhöhuna der Pfandbriefbank beschafft und 7,2 Mill. Mk. von Aktio­nären der Pfandbriefbank zur Verfügung gestellt. Das Grundkapital des neuen Instituts wird hierdurch 36 Millionen Mk. betragen und ausschließlich aus Stammaktien, bestehen. Dem Vorstand der «reinig« ten Gesellschaft werden als ordentliche Mitglieder Je drei Vorstandsmitglieder der beiden Institute an­gehören. "

v Zweite Teilauvschüttung der Hess. Landeshypvthekenbank. Die Hessische Landeshypothekenbank schüttet aus der Teilungsmasse für Vorkriegspfandbriefe einen zweiten Teilbetrag von 7,5 Prozent aus. Die Ausschüttung erfolgt mit 5 Prozent in 4,5prozen- tigen Liquioationsgoldpfandbriesen bzw. Gold­pfandbriefzertifikaten und mit 2,5 Prozent in bar. Die Spitzende träge unter 10 Goldmark wer­den in bar ausgezahlt. Die Auszahlung erfolgt gegen Einreichung der Ratenfcheine Rr. 1, die ab 1. Mai mit den kostenlos von der Bank zu beziehenden Vordrucken vorzunehmen ist.

* Sie Preußische Landespfand­brief a n st a 11 in Berkin (Grundkapital und offene Reserven über 31 Millionen Mark), die sahungsgemäß Darlehen zur Herstellung und Erhaltung von Klein- und Mittelwohnungen ge­währt, weist in ihrer Bekanntmachung im heu­tigen Anzeigenteil darauf hin, daß sie in der Zeit vom 27. Februar bis 19. März einen Be­trag von 5 Millionen Goldmark ihrer Zproz. Goldmarkpfandbriefe, Reihe XVH/XVIII zum Vor­zugskurse von 96,50 Prozent zur öffentlichen Zeichnung auflegt. Die Pfandbriefe sind reichs­mündelsicher; sie werden an den Börsen Berlin und Frankfurt a. M. mit 97 Prozent notiert und sind bei der Reichsbank in Klasse A lombardfähia. Die Stücke sind zu 100. 200, 500, 1000 und 5000 Mark lieferbar. Alle durch den Berkaus der Papiere aufkommenden Beträge werden aus­schließlich dem Wohnungsbau zugeführt.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M., 25. Febr. Tendenz: schwä­cher. Auch zum Liquidationstage herrschte an der Frankfurter Börse starke Geschäfts­stille. Aufträge vom Inland und Ausland waren wieder nicht eingetroffen, so daß im Zu­sammenhang mit dem Mangel an Anregungen die Spekulation keine Reigung zeigte, Deckungen vorzunehmen. Es kam Material an den Markt; von einem größeren Angebot konnte jedoch nicht die Rede fein, doch genügten bei der herrschen­den Hnlust schon kleine Angebote, um Verluste bis zu 2 Prozent gegenüber der gestrigen Abend­börse herbeizuführen. Die Tendenz neigte zur Schwäche, zumal der Verlauf der gestrigen Aus­landbörsen viel zu wünschen übrig ließ. Aber auch das langsame Fortschreiten der Debatte im Reichstage über den Voungplan trug zur Ver­schlechterung der Situation bei. Die günstigen Geldmarktver hältnisse fanden keine Be­

achtung. Eine Anspannung m geringem Hm» fange war wohl, im Zusammenhang mit dem be­vorstehenden Ultimo, selbstverständlich. Am Elektromarkt lagen Siemens mit minus 2,5 Pro­zent stärker im Angebot. Schuckert und Licht & Kraft eröffneten 1 Prozent bzw- 1,5 Prozent schwächer. Rach 'Berücksichtigung des Dividenden­abzuges bei AEG. lagen diese Aktien zur Erst- notiz leicht gebessert. Gesfürel gut behauptet. Am Chemiemarkt kam in Farben Material her­aus, bei einem Rückgang von 2 Prozent- Rüt- gerswerke vernachlässigt. Am Montanmarkt toaf die Ablahtätigkeit etwas reger, aber trotzdem er­gaben sich auch hier Abschwächungen bis zu 1,25 Prozent. Zellstoff Waldhof eröffneten gut behauptet, während Aschaffenburger Zellstoff et­was nachgeben muhten. Kunstseidewerte bis zu 2 Prozent gedrückt. Am Kalimarkt eröffneten Westeregeln mit einem Spitzenverlust von minuÄ 3 Prozent. Aschersleben bis zu 1 Prozent, Ban- ken und Schiffahrtswerte leicht nachgebend. Tietz lagen behauptet- Renten still und zur Schwache neigend. 2m Verlaufe trat keine Bele­bung ein. Material kam kaum mehr an den Markt, doch gab ein Teil der Werte bei der an­haltenden Geschäftslosigkeit weiter leicht nach-. Man hörte heute nur Kurse per Hltimo März. Der etwas bessere Reichsbankausweis für Die dritte Februarwoche blieb ohne Wirkung. Am Geldmarkt war der Sah für Tagesgeld mit 6,5 Prozent etwas angespannter. Geld über Ultimo 6,5 bis 7,5 Prozent. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,1880. gegen Pfund 20 371, London gegen Kabel 4,8630, gegen Paris. 124,21, gegen Mailand 92,83, gegen Madrid 39,10, gegen Schweiz 25,1990. gegen Holland 12,1275.

Berliner Börse.

Berlin, 25. Febr. Rach einem ruhigen Vor­mittag erkannte man schon an der Borbörse, daß zum heutigen Prämienerklärungs tag c doch mehr Ware als ursprünglich angenommen; herauskommen würde. Dais Publikum trat auch heute wieder als Abgeber auf, und die Speku^ lation zeigte angesichts der immer noch unge­klärten politischen Lage keine Reigung zu Reu- engagernents. Die ersten Kurse brachten dann, vielfach Abschläge bis zu 2 v. H. Eine Reihe von Werten, wie Salzdetfurth, Licht & Kraft, Elektrische Lieferungen, Siemens, Hamburger Elektrizität, Aku und Reichsbank verloren biä zu 3 v. H. Ilse Bergbau minus 5,13 v. H. und Westeregeln minus 4,5 v. H. lagen stärker ge­drückt. Etwas freundlicher tendierten Felten, Gesfürel und Siegen-Solingen; letztere waren, nachdem sie mit Plus-Plus-Zeichen erschienen waren, 6/8 v. H. höher. Akkumulatoren gewannen 2 v. H. Deutsche Anleihen waren behauptet. Aus­länder geschäftslos. Der Pfandbriefmarkt war uneinheitlich. Der Geldmarkt war etwas ver­steift. Tagesgeld 4,5 bis 7 v. H.; Monatsgelb 6,75 bis 8,5 v. H.; Warenwechsel etwa 5,75 v. H. Rach den ersten Kursen änderte sich an der Ge­schäftslosigkeit und Lustlosigkeit nur wenig, ob­wohl der Reichsbankausweis per 22. Februar eine Entlastung von 12,8 Millionen brachte. 2m einzelnen nahmen die Goldbestände um 59 Mil­lionen zu, während sich die Bestände an Wechseln und Schecks um etwa 100 Millionen verringer­ten. Die Lombardbestände haben um 23 Millicnen abgenommen, und an Roten sind 161,75 Millio­nen in die Kassen des 2nstituts zurückgeflossen. Die Deckung besserte sich von 56,4 auf 60,2 v. H.» bzw. von 66,1 auf 70 v.H. Eine aus Stuttgart gemeldete Insolvenz der Württemberger Privat­bank A.G. vorm. G. Deiswenger verstimmte, und es ergaben sich bei minimalen Hmsähen kleine Kurscllibröckelungen, die nur bei Diemens und Schubert & Salzer bis zu 1 v. H. betrugen. Far­ben, in denen anfangs stärkeres Angebot Vor­gelegen hatte, konnten sich später auf dem er­mäßigten Riveau behaupten. Siemens-Debenturs wurden heute mehrfach mit 233 v. H. gehandelt,

ZRinöcrmarff in Gießen.

Der Auftrieb zum heutigen Rindviehmarkt irt Gießen belief sich auf 1314 Stück Großvieh und 192 Kälber. Der Handel war schleppend, so daß größerer Heberstand verblieb. Gesucht waren Simmentaler und rote Fahrkühe, die aber wenig auf dem Markte vorhanden waren. Es wurden nachstehende Preise erzielt: Für Kühe 1. Quali­tät 600 bis 650 Mk., 2. Qualität 350 bis 450 Mark. 3. Qualität 200 bis 300 Mk. Schlachtkühe 100 bis 400 Mk.. Rinder, ir/sjährig, 200 bis 300 Mark, l/j- bis jährig 120 bis 240 Mk. Kälber das Pfund Lebeichgewicht 55 bis 60 Pf. Bessere Tiere brachten Preise über Aotiz.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlosienen Dividende an. Reichsbankdiskont 6 o.H., Lombardzinsfuß 7 v.H.

$ranrtun a. M.

Berlin

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Frankfurt <l M.

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1 .Uhr- KurS

(5d?luyl lvrS 1

»ntany Kurs

Z)rTnn, 24. .jcrruar

Amerikanische 'Jioten.....

4.163

4,183

58,37

112.24

20,39

16,435

168,14

Datum

24. V.

25.2.

24.2.

25. 2.

Datum

24-2-

25. 2.

24. 2.

25- 2-

Datum

24. 2.

25. 2.

24. V.

25. 2.

neig neue ...........

Dänische Noten.....

Englische Noten.....

111,80

20.31

16.375

67,46

6% Deutsche Reicheanleihe hon 1927 ....

87,5

97

87,4 t7,1

vumbutg.ttmenfa Pakei ... 7

Hamburg-Südam. Dampfschiff. 8

Hansa Dampfschiff.....10

Norddeutscher Liond.....9

99.-5

98.6

99,65

98.5

Leremigre Stahlwerke .... Olavi Minen......16'/,

100,75

100.5

100,65

57

100,75

56.5

sttanionicDe Holländische

y<ottn . . .

Noten . . .

7% Deutliche Reich! anleihe von 1920 ..........

103.75

103,5

147 .03.75

103.5

Kaliwerke Aschersleben . . . 10

Kaliwerke Westeregeln ... 10

206

210

205

207

206^5

205.25

207

Jraltentsche Noten . . .

Norwegische Noten. . .

»

21,95

111,60

22,03

112,04

Seutidie Anl-Ablös^Schuld MmiTnl .

51.1

8,4

Allgemeine Deutsche Creditanst. 10

Barmer Bankverein .... 10

Berliner Handelsgesellschaft . 12

Commerz- und Privat-Bank. 11

Darmstädter und Rationalbank 12

Deutsche Dank und

DiSconto-Gefellschast, ... 10

121

129

128,5

121,5

129,25

121.25

128.5

Kaliwerke Salzdetfurth ... 15

350

351

348

Zeutsch.uenm ,rioo Krone«

Rumänische Noten......

58,1'6

2,46

59.02 2,48

SeiflL ohne $lu5!s(.-3Ud)te . . . »% Heil. BoMlaat von 1929 trüchablb. 102%)......

Lberheilen Provinz Anleihe Lnslos.-Rechten.......

8'55

8,4

8,5

184

155

237

154,25

184,5 155

182,5

154,25

I. G. Farben.Industrie. . . 12

163

161,25

163

161 £

Ltvwevtiche Noten . . . Schweizer Noten ....

112-08

80,655

112.52

80.975

87

87,25

236.75

236

-

_

_

_

Svaniichc Noten .... Tschechoslowakische Noten Ungarische Noten ....

52.23

52,43

69

..

69

68,5 75

12,34

12.40

49,13

148.65

148.75

148

Rütgeriwerke ........ 6

Metallgelellschaft.......8

75.5

75

75.25

72-92

73,22

Deutsche ftomm. Sammelabl.

Anleihe Serie 1.......

49

49

....

Dresdner Bank......10

RetchLbank........12

159

290

149,75

149.75

289.5

149.5

287

107,5

106,5

107,5

Leoi

enmarft Berlin

Frankfurt a. 2R.

8% Fran«. Hyn.-Banl Gowpse.

XIII unkündbar bis 1994 . . .

96,5

_

2.E.G........ 3

170

161.5

170.75

161,75

Philipp Holzmann ...... 1

Zementwerk Heidelberg . . 10

Zementwerk Karlstadt. ... 10

WavßL Frehlag......8

96 123 143

85

96

95,5

24. Februar

25. Februar

7% Fran«. Hvv -Bank Goldpse unmnbbar bis 1932 _.....

200,5

200.25

Amtliche Dotierung «Selb Bries

Amtliche Notierung

Geld i 3 rief

85,75

Clektr. LieserungSgesellschaft. 10

163.5

165.75

125.13

159

163

>25,9

85

4K% Rheinische Hvp^Bank

82,7

Licht und Kraft......10

«eiten S Guilleaume ... 7^ Gesellschaft füt Elektrische

165

125

Älltst-. Rott.

167,78

168,12

167,82

168,16

8%^Br. LandeSPsandbriesanstalt, r 17

166

166.75

167

SchultbeiZ Patzcnhofer ... 15

-

-

268,5

267,5

Puen-.AireS Brss.'Alltw-

1,584

58,29

1,588

58,41

1,578 58,31

1,582

58,43

97

34

Unternehmungen .... 10

Hamburger ElektrizitätS-Werke 10

Rheinische Elektrizität .... 9

Schlesische Elektrizität. ... 10

166

Östwerke.........12

Aku...........18

Bemberg..... 14

Zellstoss Waldhos .... 13'/,

208 112.75

160

2.2,75

207

100.5

158.5

202

8% 'fir SandesVsandbriesanstaU, Ä6mm.»C6l. R. 16......

7% Br. LandeSpfandbriesanstall,

4,5

I

132

162

129,5 142 161

111,5 160

110

202,75

Cbristianta. Koprnbageu Stockholm . HelsingsorL. 9klalien. . . London.. .

111.88

112,07

112,28

10,527

112,10

112.29

112,50

10,547

111.90

112.07

112.29

10.523

112.12

112,29

112,51

10,543

89

Schuckert L Co..... . H

183,75

184,75

Zellstoss Aschaffenburg ... 12

150,5

149.75

151,75

150

A E-G. abg. VorkriegS-Obltgatio- nen, rückzahlbar 1982 .....

91

-

-

Siemens & Halske . . 16

253

255,25

252

Charlottenburger Wasser ... 8

103

170

38

102.25

168,5

37,75

20,347

20,387 4,193

16,41

80,895 52,08

20,348

4.185

16,38

80.745

52.15

20.388

165

165

Trnmlpr Motoren ...... 0

_

Neuuork ..

VariS.... Schweij . . Svaiiiea.

4,185

16,37

60,735

51,95

4,193

16.42

80.905

52,25

4% Oesterretchllche Golvrente . . 4.20% Oesterreichtsche Silberrente

29

5,5

14,^

74,25

74.13

101,25

_

241,75

240,25

_

5^

Buderus..........®

Deutsche Erdöl ........

74

100

Maschinenbau A.-G. . . 0

Rat. Automobil . ...... 0

Lrensteln S Koppel . .... 6

43,75 18,65

159,9 34,

44,13

4% Oestenetchilche Einheitliche Rente...........

4% Ungarische Goldrente ....

4% Ungarisch? StaatLrcnte v. 1910

2,7

26,13

Essener Steinkohle .. 6

137 >35

136.5 137

136,13

159,5

159,5 338

Japan . . . Rio de Jan.

2,058 0.469

2,062 0,471

2.059

0.470

2,063 0.472

25,9

23

26,13

Harpener.

Hoesch Eilen. ..« 6'/j

-

135,25

134 107.45

Leonbard Tietz ...... 10

Svens ka...........

Wien in D-» Oe st- abgcst

58,92

59,04

58,93

59.05

PA% betflL von 1913.....

4% Ungarische Kronenrente . . -

2,7

24,3 2,65

2,75

klöcknerroerke ..« 2

r

260,13

104.26

255

103,75

»frankfurter Maschinen .... 4

36,5

38

Prag .... Bel irad - -

12,396

7,367

12.416

7,381

12.395

7,371

12.415

7 385

4% Türkische Sollanleihe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anl.

6,4

6.4

106.75

50

48,25

Budapest. .

73,14

73.28

73,12

73.27

ManneSmann-Röbren .... 7

03,25

103,13

103,75

103,5 103,5

peplioenstaedt ....... 0

Iunghane....... 6

Lech werke..........8

Mainkraswerke Höchst a.M-. .8

Mwg...........10

45

44,75

Bulgarien. Lissabon . .

3.032

18.83

3,038 18,87

3,032 18.83

3,038 18.87

Serie I...........

6,25

**

6,5

*

Manesclder Bergbau.....<

'04

103.7t

4% betfll. Serie «.......

3% Rumänische vereinh. Rente

6,25

10,75

17

I 1

6,2

10,8

6,4

Oberschles. Eilende darf .... 5

Lberschles. -ottwerke.

Lhönlz Bergbau......6*/z

1«;

100,75

99.5

1 1,65

98.5 kl ,25

i5.5 107 131

I 1 I

129,5

129,5

Dan,ig. . . «onft nttu- Athen. . . (Sanaba . . Uni nach. .

81,34 1,813 5.415

81,50

1,817

5,425

81,35

1,773

5.415

81,51 1,777 5,425

4%% Rumänische veroinh. Rente hnn Iftlft

|6,9

Miinijche Braunkohlen . . 10

Rheinstahl ...... »«.6

239

।113,13

239,55

114,5

338

113,5

Gabr. Roeder.......10

Botgl & Haesfner ...... 8

118,5 218

218

4,164

3,666

4,172

3.674

4,162 3,666

4,170

3,674

4% Rumänische vereinh. Rento .

8,75

8,75

Rtebeck Montan7,9

94.5

Süddeutsche Hücker 10

159

158,75

Cairo . . .

20,865

20,905

20,865

20,905