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Gießener Wochenmarktpreise.

Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Butter 140 bis 180, Watte 30 bis 35. Käse tiü Stück) 60 bis 140, Wirsing 20 bis 35, Weih­kraut 10 bis 15, Rotkraut 15 bis 20, gelbe Rüben 10 bis 15, rote Rüben 10 bis 15, Spinat 35 bis 40, Llnter-Kohlrabi 8 bis 10, Grünkohl 15 bis 20, Rosenkohl 35 bis 40, Feldsalat 150 bis 180, Tomaten 70 bis 83, Zwi.beln 10 bis 15, Meerrettich 50 bis 70, Schwarzwurzeln 40 bis 60, Kartoffeln 41/« bis 5 (der Zentner 3,80 bis 4 Mk.), Aepsel 10 bis 15, Birnen 10 bis 15, Dörrobst 30 bis 35, Honig 40 bis 50, junge Hähne 120 bis 130, Suppenhühner 100 bis 120, Russe 50 bis 80 Pf. das Pfund; Tauben (Stück) 70 bis 80, Eier 13 bis 14, Blumenkohl 50 bis 100, Salat 30 bis 40, Endivien 40 bis 63, Lauch 5 bis 15, Rettich 10 bis 20, Sellerie 10 bis 40 Pf. das Stück.

Bornotizen.

Tageskalender f ür Dienstag. Stadttheater:Musik", 23 bi» 22 Uhr. - Licht- spielhaus, Bahnhofftrahe:Die eiserne Maske" undWeekend-Freuden". Astoria-Lichtspiele: Die geheimnisvolle Macht" undRoch sind die Tage der Rosen".

Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Heute 20 Uhr zum letztenmal Musik , von Wedekind. Mittwoch. 26. Februar, zum letztenmal im AbonnementW:e es Euch ge­füllt", von Shakespeare.Drei alte Schachteln", Operette von Kollo, wird zum letztenmal am Frei­tag, 28. Februar, gegeben. ; ' .

Rebel im Reuyorker Hasen.

Gin dichter Rebel hüllte den Reuyorker Hasen ein, legte den Hasenverkehr völlig lahm und ver­ursachte verschiedene Zusammenstöhe. Gin von Staten Island, der dem Reuyorker Hasen vor­gelagerten großen Insel, kommendes Fährboot fuhr am Dattery Park mit ziemlicher Gewalt gegen seinen Pier. Bei dem Anprall wurden an Bord des Fährbootes fünf Frauen verletzt. Der aus Boston kommemde Pa^sagierküstendampfer Plymouth" dockte am falschen Pier und rammte dabei einen anderen Dampfer. Beide Schiffe wurden beschädigt. Ein zweiter Küstendampfer stieh in der Mitte des Häsens mit einem Fähr­boot zusammen, jedoch ging es hierbei ohne grö­beren Schaden ab. Tausende von Personen,_ die sich auf dem Wege nach ihren Arbeitsstätten befanden, wurden durch die Verkehrs­störungen aufgehalten. Acht große Ozeandampfer, die fahrplanmäßig heute auslau­fen sollten, konnten infolge des Rebels ihre Aus­reise nicht antreten.

Aus der Provinzialhouptstavt

(Sieben, den 25. Februar 1930.

Prof von Zher ng f.

An der Gießener UniDcrfität haben mein Vater und mein Schwiegervater, Professor Buss, gewirkt. Ich selbst habe an ihr studiert und für mein Leben viel gewonnen von so vor- trefflichen Lehrern wie Leuckhard, Hofmann, Will. Buff. Eckhardt. Oncken u. a. m. So ist es mir nicht nur eine hohe Ehre, sondern auch für mein von Gießen ausge^angenes und zu ihm zurückgekehrtes Leben ein wundervol er Ab­schluß. dem Lehrkörper der Landesun.vrri.tät an­zugehören." Wit diesen Worten dankte der jetzt nach kurzer Krankheit im 80. Lebensjahr ver­storbene Dr. med. ct phil. Hermann v. Ihering dem Rektor der Landesuniversität, als er im Jahre 1926 zum o. Honorarprofessor ernannt wurde.

Als Sohn des großen Juristen und Rechtsphilo* sophen Rudolf von Jhering am 9. Oktober 1850 ge­boren, verlebte er Schul- und Universitätszeit in Gießen Nachdem er in Berlin und Göttingen sein medizinisches Schlußeramen bestanden hatte, wid­mete er sich dem Studium der Zoologie und Geo­logie und erwarb 1876 auch noch den Doktor­grad der Philosophie. In demselben Jahr habili­tierte er sich in Erlangen und 1878 in Leipz.g als Privatdozent der Zoologie. Lange hielt es ihn aber nicht in der Heimat, sondern für ihn, der schon als Knabe Afrikaforscher werden wollte, war es 1880 ein förmlicher Zwang, fein Forschungsgebiet nach den Tropen zu verlegen. Seine universelle Bil­dung und fein Streben, sich nie auf bestimmte enge Grenzen in feinen Arbeiten festzulegen, ermög­lichten ihm in Brasilien ein Wirken, das feinen Namen schließlich weit bekannt gemacht hat. Zu- nächst war er als Arzt, bann aber mehr und mehr als Naturforscher tätig. 1883 wurde er zum reisen­den Naturalisten des National-Museums in Rio be Janeiro ernannt. Nach Aufenthalt an verschie­denen Orten erwarb er 1886 die nach ihm benannte Doktorinsel im Delta eines großen Flusses, wo er nur mit seiner Familie und der Bedienung zu­sammenlebte. 1895 bekam fein Leben aber eine gleichmäßige Richtung, er wurde zum Direktor des Museums in Sao Paulo ernannt. Mit nie er­müdendem Fleiß und rastloser Energie hat er hier aus ganz kleinen Anfängen Großes hervorgebracht. Er,hat nicht nur das Museum nach allen Rich­tungen ausgebaut, sondern auch einen botanischen Garten, rne botanische Station und eine biologische Station im Urwald geschaffen. Trotzdem er so im Laufe von vier Jahrzehnten eine Arbeit geleistet hat, wie sie nur selten ein Mensch Übernehmen kann, wurde er 1916 rücksichtslos entlasten, als ein­ziger Deutscher der in Brasilien noch Chef einer Staatsanftalt war.Ein offenkundiger Faustschlag der deutschfeindlichen Einflüsse um die pauliftaner Regierung herum ins Antlitz des Brasil-Deutsch- tums", wie die deutschen Zeitungen in Porte Alegre schrieben. Nach vorübergehender Tätigkeit in Argen­tinien ließ er sich schließlich im 74. Lebensjahre in Büdingen nieder.

Schon sein 70. Geburtstag brachte ihm zahlreiche Ehrungen, unter denen ihn besonders die Festschrift des Deutschen Wissenschaftlichen Vereins von Sao Paulo und diejenige der Deutschen Malakologischen Gesellschaft erfreuten. Dreißig Akademien und ge­lehrte Gesellschaften nennen ihn als Ehren- und korrespondierendes Mitglied, mehr als 100 Arten und fünf Gattungen von Tieren und Pflanzen tragen feinen Namen.

Sein Aufenthalt In Büdingen diente aber nicht der Muße, sondern unermüdlich war er weiter tätig, und ungefähr 20 wissenschaftliche Arbeiten zum Teil größeren Umfangs entstanden in dieser Zeit.

Das Lieblrngsfeld des Verstorbenen war die Zoogeographie. Da er aber die Lleberzeugung gewonnen hatte, daß er nur solche Klassen des Tierreiches zur Beurteilung heranziehen könnte, die er selbst bearbeitet hatte, sind von ihm eine ganze Reche von Spezialarbeiten verfaßt worden, die im Lause der Zeit eine Ausnutzung nach den verschiedensten Richtungen ermöglichen. SeineGeschichte des Atlantischen Ozeans" zeigt vielleicht am vollständigsten, wie er unter Her­anziehung verschiedener Gebiete arbeitete, ©eine Arbeiten, von denen mehr als 300 zu zählen sind, erstrecken sich auch im einzelnen nach den verschiedensten Richtungen, auf allgemeine Bio­logie. Anthropologie, Zoologie, Botanik, Pa­läontologie, Geographie und Kolonisation. Mit besonderer Vorliebe beschäftigte er sich schon seit seiner Kindheit mit den Mollusken, ein Gebiet, aus das er immer wieder zurückkam. Für das Geologisch Paläontologische Institut der Landes- universilät fteLte er mit großer Liebe und Sorg­falt eine Dergleichssammlung von Mollusken zu­sammen, die für alle Zeiten ein besonders Wert­stück darstellen wird.

Ein 5cjahriges Forscherleben ist mit ihm da- hingegangen, das bis zum Ende mit gleicher Ausdauer, Frische und Freude erfüllt war.

Taten für Mittwoch, 26. Februar.

1529: Reichstag zu Speyer; 1802: der fran­zösische Dichter Victor Hugo in Besan^on geboren (gestorben 1885). _________________________________

Helft dem deutschen dauern: Eßt Roggenbrot!

* Aufgehobene Straßensperre. Die Sperrung der Goethe st raße zwischen dem Sel- tersweg und der Johannesstraße ist seit gestern ausgehoben.

** Von der Studentenschaft. In der gestrigen Kammersihung der allgemeinen Studen­tenschaft gab der Vorsitzende, stuck, jur. Theo Mittler, einen Bericht über die im letzten Semester geleistete Arbeit der Aemter der Stu­dentenschaft. Sodann wurde der Vorstand ent­lastet und zum Ferienvertreter stuck, theol. Kurt Davidson ernannt. Nachdem die gesamte Kammer dem Vorsitzenden und den übrigen Amtsleitern Dank für die Arbeit des vergange­nen Semesters ausgesprochen hatte, wurde die Sitzung der Kammer, die in dieser Zusammen­setzung das letzte Mal einberufen worden war, geschlossen.

** Die demokratische Studenten- gruppe an der ßanbesunioerfität traf sich, wie man uns berichtet, am Sonntag mit den Vertretern der Marburger und Frankfurter Hoch­schulgruppen in Gießen, um über eine zukünftige gemeinsame Zusammenarbeit zwischen den drei Uni­versitäten auf hochschulpolitischem Gebiet au beraten. Für das Sommersemester 1930 ist für Mitte Juli «in Bundestreffen, verbunden mit einer Kundgebung in Marburg vorgesehen.

** Gin Wasserrohrbruch ereignete sich am Sonntag in der Kaiserallee, so daß bas Wasser auf dem Bürgersteig zwischen den Häusern Nr. 14 und 16 stark hervorguoll. Die Wiederherstellungs- arbeiten wurden alsbald vorgenommen. Dadurch wurde leider auch der Straßenbahnverkehr in Mit- leidenschaft gezogen. Da die Wagen an der Auf­bruchstelle nicht durchfahren können, wird der Ver­kehr durch Umsteigen aufrechterhalten.

Verschärfte feuchenpolizeiliche Vorschriften für Zucht- und Rutz- v i e h. Der hessische Ministrr des Innern hat die preußischen Regierungsbezirke Potsdam, Köslin, Strastund, Liegnitz, Hannover, den bayrischen Regierungsbezirk Schwaben, sowie den toürttcm- bergischen Donaukreis als stark verseucht im Sinne der Vorschriften über die Einfuhr von Vieh aus stark verseuchten Gebietsteilen bezeichnet. Alles aus diesen Gebietsteilen nach Hessen eingeführte Zucht- und Rutzvieh (Rinder, Schafe, Schweine und Ziegen) unterliegt daher der fünftägigen Absonderung.

Schöffengericht Gießen.

* © ie 6 en, 21. Febr. Ein auswärtiger Müller­knecht ist beschuldigt, eine Dürgschastsbe- scheinigung seines Dienstherrn fälschlich angefertigt und sich darauf Vorteile ver­schafft zu haben. Er ist umfassend geständig. Da er wiederholt vorbestraft ist und sich wegen Be­truges sogar im Rückfall befindet, muh eine höhere Strafe plahgreisen. Mit Rücksicht auf das Geständnis und das jugendliche Alter des An­geklagten bewilligt ihm das Gericht noch einmal mildernde Umstände und erkennt auf drei M o- na te Gefängnis.

Ein schon mehrfach und teilweise mit höheren Strafen belegter Arbeiter hat nach feiner Ent­lastung aus dem Gefängnis in einer Wirtschaft sich einen Geldbetrag angeeignet. Er ist ebenfalls geständig und will wieder in das Gefängnis zurück, dieses fei für ihn einEr­holungsheim". Rachdem der Staatsanwalt feinen Antrag gestellt, bittet der Angeklagte das Ge­richt, die Strafe nicht so kurz zu bemessen, er wolle sich im Gefängnis in der Korbmacherei, die er dort begonnen habe zu lernen, noch weiter ausbilden. Er wird zu 7 Monaten Gefäng­nis verurteilt, 3 Monate 2 Wochen Unter- suchungshaft werden auf die Strafe angerechnet. Ein ärztliches Gutachten hat ihn übrigens als zwar geistig nicht ganz vollwertig, wohl aber als straf verantwortlich bezeichnet.

Zwei auswärtige Kaufleute, die sich^als Ver­sicherungsagenten betätigten, find bet Ur tun- denfälschung und des M i e t b etrugs an- getlagt. Sie sollen einen Versicherungsantrag über einen höheren Betrag gefälscht und sich die Provision dafür haben auszahlen lassen. Beide leugnen. Die umfangreiche Beweisaufnahme läßt jedoch an der Schuld des einen Angeklagten keinen Zweifel. Dieser wird zu 3 Monaten

Gefängnis verurteilt. Der andere Angeklagte wird mangels Beweises freigespro­chen. Der Mietschwindel wird als nicht bewiesen angesehen. Dicserhalb erfolgt Freisprechung bei­der Angeklagten.

Amtsgericht Gießen.

Gießen, 18. Febr. Eine Gerichtsverhand­lung über Unterschlagungen wilder Tiere gehört wohl zu den Seltenh?iten. Ein zur Zeit auswärts wohnender Schausteller, der weg .n , u großer Entfernung von dem Erscheinen in ter heutigen Hauptvcrhandlung entbunden wor­den war, wurde derartiger Unt'.rschlagungen an- geklagt. Er hat sich in zwei Fällen von Tier- befihern eine Hyäne und ein? Pantherkaye bz. einen braunen Bären und e nen Eisbären ; u Tierschauzwecken übergeben lassen. Eine Gegen- eiftung war nicht erfolgt. Vereinbart war wor­den, daß die Tiere in dem Eigentum der Vor­besitzer verbleiben sollten. Richt d.stoweniger hat der Angeklagte die Tiere v e r k a u f t; auf An- ragen gab er den Uebergeb?m, die von den Kaufpreisen nichts erhielten, den Bescheid, die Tiere seien verendet. Der dritte Fall lag ganz ähnlich; es handelte sich hier um einen Assen. Der wegen Eigentumövergehen noch nicht vor­bestrafte Angeklagte wurde zu einer G e l d - strafe von insgesamt 500 Mk., die im Falle der Uneinbringlichkeit mit 53 Tagen Ge» ängnis zu verbüßen sind, verurteilt.

Ein auswärtiger Viehhändler wurde der Ver­letzung von Bestimmungen über die Führung von Viehhandelskontrollbüch er. \ schul­dig befunden. Eines Samstags sollte bei ihm Revision der Bücher statt',indem Er war aber nichi zu Hause; die Bücher hatte er eingeschlo.sen und den Schlüssel mitgenommen, sodaß sie dem Revisionsbeamten nicht zugänglich waren. Er be­hauptete, er habe nicht annehmen können, daß Revisionen am Sabbat stattfänden; doch wußte er recht wohl, daß in dem Orte dieselben im allgemeinen gerade Samstags vorgenommen zu werden pflegten und daß bei ihm selbst schon solche Samstags erfolgt sind. Er wurde mit seinen Einwendungen nicht gehirt und zu einer Geld­strafe von 20 M k. verurteilt. Das Gericht war der Ansicht, daß es Pflicht des Viehhänd­lers gewesen wäre, auch in seiner Abwesenheit derartige Revisionen zu ermöglichen; von einer Sabbatcnthei'igung könne bei derartigen Revi­sionen nicht die Rede sein, zumal eine Geschäfts­ausübung nicht vorliege, die Revisionen auch ganz ohne Zutun des Viehhändlers, der die Bücher dem Beamten nur zugänglich zu machen habe, stattfinden könnten.

Gaskrieg" in Darmstadt.

WSR. Darmst adt, 23. Febr. Bereits In der vergangenen Woche wa es zu einem schweren Angriff von sozialdemokratischer und deutschnatio­naler Seite gegen den technischen Bürgermeister R i tz e r t gekommen, weil dieser in Abwesenheit des Direktors der städtischen Betrieb«, Ruh, dessen Stenogrammhefte über die amtliche und private Korrespondenz während der letzten drei Monate beschlagnahmt habe, sie von der Stenotypistin des Gaswerksdirektors übersehen ließ und dieser dann verboten habe, Direktor Ruß zu unterrichten. Bürgermeister R i h e r t, bekanntlich der Vorsitzende der H e t o g a und dienstlicher Vorgesetzter von Direk­tor Ruß, erflärte, Direktor Ruh habe sich der Dienstordnung nicht gefügt, In der Gassernver- sorgungssrage gegen ihn gearbeitet und schwere Beleidigungen und Verdächtigungen wegen seiner Haltung in der Hekoga gegen ihn gebraucht. -Um diese Angelegenheit nicht weiter vor der Oeffent- lichkeit auszuspinnen, war sie an den Rechts- ausschuh verwiesen worden, wo auch Direktor Ruh gehört werden sollte. Jetzt wird nun Bür­germeister Rihert im .Volksfreund" und am schärfsten in der .Hessischen Lan' eize tung" wegen dieses Vorgehens attackiert. Er erklärte daraus u. a. in der gestrigen Stadtratssitzung den Artikelschreiber derLandeszeitung" für einen gemeinen, niederträchtigen Verleumder"._ Man darf auf den weiteren Gang dieser merkwürdigen und peinlichen Angelegenheit gespannt sein.

TieHesüiche Landeszcittmg" klagt gegen Bürgermeister Ritzert.

WSR. D a r tn ft a b t, 24. Febr. In der Sams- tagsihung des Stadtrats hat Bürgermeister R i tz e r t den Verfasser eines in diesen Tagen in derHessischen Landeszeitung" erschienenen Artikels, der seine Haltung bei dem Zwischenfall mit dem Direktor Ruh einer au her­ordentlich scharfen Kritik unterzogen hatte, einen gemeinen und niederträchtigen Verleumder" ge­nannt Die Schriftleitung derHesfifchen Landes­zeitung" teilt letzt mit, daß sie beabsichtige, Bür­germeister Rihert vor den ordentlichen Gerichten wegen dieser Aeußerung zur Re­chenschaft zu ziehen.

Oie Wetterlage.

Das stationäre Hoch der letzten Tage, von dessen Südseite unser Wetter beherrscht wurde, hat seinen Kern nach Südosten gedreht, und beginnt sich auch nach dieser Richtung hin zu verlagern. Den Anlaß zur Verschiebung gab die neuerdings vom Atlanti­schen Ozean heranrückende Tiefdruckstörung, welche stärkeren Einfluß zu gewinnen scheint. Somit steht auch die Umgestaltung der Wetterlage bevor. Zu­nächst herrscht jedoch unter südöstlicher Luftzufuhr des Hochs noch vorwiegend heiteres Wetter mit nächtlichem Temperaturrückgang unter Null Wahr­scheinlich wird sich aber im Laufe des morgigen Ta­ges schon Bewölkung einfteüen, und später mit dem Drehen der Winde über Süden nach Sübmeften zu bei zunehmender Bewölkung und Nebelbildung die Temperaturen ansteigen, was besonders bann nachts in Erscheinung tritt.

Wettervoraussage für Mittwoch. Anfänglich meist heiter, später Auk^rg von De- wöllung, trocken, noch leichter Rachtsrost.

Witterungsaussichten für Don­nerstag. Stellenweise nebelig, sonst wolkig, Temperaturen zwischen Tag und Rächt sich mehr ausgleichend.

Lusttemperaturen am 24. Februar: mittags 4,8 Grad Celsius, abends 0 Grad; am 25. Februar: morgens 4,4 Grad. Maximum 5 Grad, Minimum

56 Grad. Erdtemperaturen In 10 cm Tiefe: am 24. Februar: abends 1 Grad; am 25. Februar: morgens 0 Grad Celsius. Sonnenscheindauer 8n Stunden.

Amtliche Mnterfportnachrlchtea.

Vogelsberg. Hohcrodskopf: Klar,mi- nns 4 Grad, 20 Zentimeter Schnee, Sportmög­lichkeit für Ski und Rodel sehr gut. Herchen- Hainer Höhe: Klar, minus 4 Grad, 15 Zenti­meter Schnee, etwas verharscht, Sportmöglich­keit für Ski und Rodel gut.

Sauerland. Winterberg: Klar, minus 4 Grad, 18 Zentimeter Schnee, Schneedecke lücken­haft, Sportm.,glichkeit für Ski und Rodel gut.

Schwarzwald. Feldberg: Bewölkt, minus 3 Grad, 115 Zentimeter Pulverschnee, Sportmög­lichkeck für Ski und Rodel sehr gut.

Alpen. Garmisch - Partenkirchen: Klar, minus 7 Grad, 4 Zentimeter Schnee, Sport* möglichkeit nicht vorhanden._____________________

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Gewinnavszug

5. Klasse 34. Preußisch-Süddeutsche (260. Preuß.) Klassen-Lotlerie Ohne Gewähr Nachdruck verboten

Aus jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und II .

14. Ziehungslag 24. Februar 1930

3n der heutigen Vormittagsziebung wurden Gewinne über 150 M. gezogen

8 «u 3000 <OL 203013 .251128 287856 329099

16 öetrinn« n> 2000 QR. 52229 154305 204641 218669 253330 254566 302612 342650

34 »rolnne ,u 1000 on. 8228 15498 22249 44934 65622 61491 130168 166131 156927 189436 196132 205282 270700 293466 311679 332537 377342

104 »ctotnne .u 600 QU. 10678 15387 17704 25458 29883 36819 69230 63480 73385 82205 110324 115425 118458 126188 127574 129440 129938

132348 133129 142450 148010 160177 160811

169569 171168 174269 177739 179093 179371

183151 188722 195074 204802 220014 242440

244978 246349 250477 257314 262167 262881

270083 294185 296472 311587 317290 328288

337545 367269 370088 373388 394317

262 «ftp-n* >u 300 -M. 689 1122 3165 10614 14810

16382 18034 18304 21070 21263 23473 30209

33435 41307 45973 46991 69913 60235 65719

66748 73356 74998 77125 81811 90426 91133

94761 96233 95883 97467 99356 103889 104290 106474 108178 109129 109369 113186 114233

122194 125157 126870 128179 128652 130572

133211 134317 138403 138857 140893 143745

143791 153652 154470 157755 162872 163588

168440 171118 174544 176827 177402 182881

187302 195210 196408 197241 209429 210394

212681 213306 214759 219871 229762 231410

233202 234823 236473 237049 239235 241315

244335 247631 253041 256910 257224 257419

260051 265743 271716 273446 274860 274869

278139 280677 280896 281087 282675 291553

304877 305752 306382 308577 311384 311415

322952 323086 328802 330602 331424 331959 333300 334612 335 )0 337361 338917 348794

348908 359713 359325 361029 363219 364555 369214 369782 375079 376854 383625 384494 388716 391714

8n der heutigen Nachmiltagsziebung wurden Gewinne über 150 M. gezogen

2 Gewinn» 75000 M. 126958

2 0*«tDi.nn« «u 25000 M. 146103

2 Gewinn» ;v 5000 M 289912

6 »rwlnn» ,u 3000 M. 52859 108955 287612 331052

10 Gewinn» iu 2000 DL 46181 48738 242024

271962 288796

26 ®«t>tnn» ja 1000 M. 36436 35777 37218 60129 109343 124415 168942 186004 216966 276784 297191 312619 389518

70 Gewinn. ,o 500 M 6197 32737 38351 39612 53139 65686 61380 62294 76196 101514 106118 118461 120679 123588 139935 149931 151084

162159 163967 172868 188186 197948 252939

257803 266449 287108 305393 314641 343260

356343 363578 364713 367442 387493 396165

192 ®»tr> rv, w 300 M 628 7632 8404 10961 14967 15873 25398 23609 31557 40938 49415 50325 52876 54127 56498 60547 62315 62346 65795 75404 87170 90645 93797 98532 99799 101634 103395 111779 114745 118562 120351 126967

135073 135604 136556 136662 137498 143851

153920 160188 163688 168784 170507 170831

175938 176488 178551 181888 185397 197972

200520 202976 221368 226112 230539 239460

240663 241289 243499 250039 251752 252101

253006 256197 262422 263771 264608 271502

283909 290677 291414 293215 296605 308021

311285 320631 330194 332014 339299 340401

351238 364500 367363 367651 367923 367964

371161 377406 382252 389529 394209 395491

396498 397064 398154 399718

Im Gewinnrade verblieben: 2Brämlen zu fe 600000, 2 Gewinne zu je 5(10000, 2 zu ie 750UO, 2 zu ft 50OUO, 4 zu ,e 25(00, 46 zu je 100*0, Sv zu je 5000, 250 zu ft 3o00. 426 zu je 2000, 1132 zu je 1000. 2392 zu ,e 500, 6186 zu je 800 M.

Mißfarbene Zähne

entstellen das schönste Antlitz. Uebler Mundgeruch wirkt abstoßend Beide Schönheits­fehler werden gründlich beseitigt oft schon durch einmaliges Putzen mit der herrlich erfrischend schmeckenden Chlorodont-Zahnpaste. Die Zähne erhalten darnach einen

wundervollen Elfenbeinglanz, auch an den Seitenflächen, besonders bei gleichzeitiger Benutzung der dafür eigens konstruierten Chlorodont-ZahnbOrste mitgezahntem Borsten­schnitt. Faulende Speisereste in den Zahnzwischenräumen als Ursache des üblen Mundgeruchs werden gründlich damit beseitigt Chlorodont: Zahnpaste. Mundwasser, Zahnbürsten Einheitspreis 1 Mark bei höchster Qualität Man verlange nur echt Chlorodont in blau-weiß-grüner Originalpackung und weise jeden Ersatz dafür zurück»