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Wochenbericht vom Frankfurter Schlachtviehmarkt. Trotz des zumeist geringeren Auftriebs ent­wickelte sich das Geschäft am Frankfurter Schlacht- Viehmarkt nur sehr langsam. Auch die Beteiligung des Exports am Geschäft war in dieser Woche geringer. Die hiesigen Metzgar deckten lediglich den notwendigsten Bedarf, so das; auf den meisten Märkten Heber st and verblieb. Auf dem Rindermarkt war der Auftrieb geringer als in der Vorwoche. Das angetriebene Bich war von mittlerer Qualität. Aach ruhigem Handel verblieb Heber ft anb. Auf dem Schweine-

markt war die Beschickung ebenfalls etwas stärker. Aach schleppendem Geschäft und nach­gebenden Preisen verblieb Heberstand. Kälber hatten zu Anfang der Woche ruhiges, zum Schluß schleppendes Geschäft bei weiter leicht nachgeben- den Preisen. Es verblieb gröberer Heberstand. Schafe bei ruhigem Handel geräumt. Der Gesamtauftrieb bestand aus 1484 Rindern, darunter befanden sich 369 Ochsen, 80 Dullen, 521 Kühe und 345 Färsen, ferner aus 1540 Käl­bern, 563 Schafen und 5311 Schweinen. 3m Vergleich mit dem Auftrieb der vergangenen Woche waren 323 Rinder und 197 Kälber weniger angetrieben, während 113 Schafe und 73 Schweine mehr zum Verkauf standen. Bezahlt wurde pro Zentner Lebendgewicht in Mark: Ochsen: A I 55 bis 57. AII 50 bis 54, B l 45 bis 49; Dullen: A 53 bis 53, B 46 bis 52; Kühe: A 44

bis 47 B 40 bis 43, C 35 bis 39, D 28 bis 34;

Färsen: A 57 bis 59, B 53 bis 56, C 48 bis 52;

Kälber: B 70 bis 75. C 64 bis 69, D 52 bis 63;

Schafe: AI 43 bis 51. B 40 bis 47; Schweine: A 78 bis 80. B 79 bis 81, C 80 bis 82. D 79 bis 81, E 77 bis 80. Verglichen mit den Preisen der letzten Woche gaben Schweine bis 4 Mk., Ochsen, Kälber und Schafe je 1 Mk. nach.

* Handels- und Gewerbebank e. G. m. b. G. Gießen. 3n der gestrigen Aufsichts- ratssihung wurde über den Abschluß des letzten Geschäftsjahres berichtet. Danach hat die Dank auch im vergangenen Jahre durchaus befriedigend gearbeitet, so daß wiederum die Verteilung einer Dividende von 10 v. H. in Aussicht ge­nommen ist.

* D i e neue Siemens-Anleihe. Zu den Pressenachrichten über die neue Siemens-Anleihe erfährt WTD-Handelsdienst von der Verwal­tung: Daß der Siemens-Konzern seit längerer Zeit Finanzierungsverhandlungen führt, ist in der Oeffentlichkeit bekannt und in der G.-V. der Siemens & Halske QI.-®, am 17. Januar aus­drücklich beschlossen worden. Die Verhandlungen sind aber noch nicht abgeschlossen, so daß die Ver­waltung noch nicht in der Lage ist, Aäheres mit- zuteilen. Der verschiedentlich genannte Betrag ist aber unzutreffend und geht ganz erheblich über die Summe hinaus, um die es sich voraus­sichtlich handeln wird. Wie bei früheren Gele­genheiten ist beabsichtigt, neben der amerikani­schen Tranche auch eine deutsche Tranche auszu­geben, die den Aktionären zu vorteilhaften Be­dingungen zum Bezüge angeboten werden soll.

* Stundung der Golddiskontbank­kredite. Wie die Deutsche Rentenbank-Kredit­anstalt (Landwirtschaftliche Zentralbank) in Ber­lin mitteilt, hat sie angesichts der schwierigen Verhältnisse in der Landwirtschaft und der un­günstigen Lage des Kapitalmarktes, die sich seit langem insbesondere in einem höchst unbefrie­digenden Absatz von Pfandbriefen auswirke, be­schlossen, den mit der Weiterleitung der Gold- diskontbanlkredite betraut gewesenen Instituten einen Betrag von insgesamt 33 Mill. Mk. mit der Maßgabe zu stunden, das) sie einen Teil der Darlehensnehmer in gleicher Höhe Stun­dung zu gewähren haben. Die Deutsche Renten­bankkreditanstalt hat sich schon jetzt grundsätzlich bereit erklärt, diese 30 Mill. Mk. im 3uli 1931 in langfristigere Darlehen umzuwandeln, falls nicht inzwischen eine wesentliche Erleichterung auf dem Kapitalmarkt eingetreten sein sollte. Der Zinssatz . für den gestundeten Betrag beträgt 8 v. H. zuzüglich 0,5 v. H. Derwoltungskostenbei- trag und 0,5 v. H. einmalige Stundungsprovision für die Institute.

Frankfurter Börse.

Frankfurt, 25. Jan. Tendenz zurückhaltend 3m Zusammenhang mit den Gerüchten, das in nächster Zeit der Zentralausschust der Reichs­bank zwecks abermaliger Ermäßigung des Diskontsatzes zusammentreten werde, mar die Tendenz an der gestrigen Abendbörse befestigt. An

Wirischastsverluste durch Konkurse.

Vorschläge des Verbandes der Vereine Creditreform zur Beschleunigung des Konkursverfahrens.

Das Kreditwesen ist ein Fundament der Volks­wirtschaft. Gehen dem Kreditgeber die gewährten Kredite verloren, so gehen sie der W-i r t s ch a f t verloren. Es muß daher im Interesse des ge­samten deutschen Volkes jedes Mittel versucht werden, um den Gläubiger vor Der- lüsten zu schützen und ihm fein ausgeliehenes Kapital möglichst ungeschmälert zu erhalten. Jeder Konkurs führt mit absoluter Sicherheit zu irgendwelchem Verluste von Kapital. Das hat in der Kriegs- und Aachkriegszeit Maßnahmen treffen lassen, welche die Eröffnung des Konkurs­verfahrens vermeiden sollen. So kam man zu der Einrichtung der Geschäftsaufsicht, dann folgte das Gesetz über den Vergleich zur Abwendung des Konkurses. Trotz­dem weist die Statistik über die Konkurse er­schreckend hohe Ziffern auf. Auch das Kon­kursverfahren muß so umgestaltet werden, daß es seine das Kapital verzehrende Wirkung verliert. Cs muß dafür gesorgt toerben, bah ber Gläubiger nicht jahrelang auf sein Geld zu warten braucht, um schließlich eine Quote zu erhalten, die oft kaum den Zins- verlust deckt. Die Aotwendigkeit, das Verfahren zu beschleunigen, ergibt sich schon aus der Tatsache, daß 1928 nur die Hälfte der Kon­kursverfahrens innerhalb eines Jahres erledigt wurde und daß ein volles Viertel 2 bis 3 Jahre in Anspruch nahm. Dabei sinkt das luotcnmäßige Durchschnittsergebnis von Jahr zu Jahr. Will man das Hebel an der Wurzel fassen, so muß man dafür sorgen, daß die Zahl der mit dem Konkursverfahren zusammenhängen­den Feststellungsprozesse, Anfechtungs- und Re- greßklagen auf ein Mindestmaß redu­ziert wird.

Der Verband der CBereine Creditreform hat auf Grund seiner Einblicke in die Struktur der deutschen Wirtschaft in einer Eingabe an das Reichsjustizministerium die Vorschläge zusammen- ?estellt, die eine Abkürzung des Äon« ursverfahrens ermöglichen. 3m Hinblick auf den heutigen Tiefstand ber Schuldnermoral wird eine Ausdehnung der rückwirken­den Fristen verlangt, welche für die An­fechtung der sogenannten Familien­schiebungen maßgebend sind. Ebenso wird eine für alle Beteiligten verbindliche Ermittlung und Festsetzung des Zeitpunktes ber Zah­lungseinstellung gefordert. Aber auch die Gleichgültigkeit der Gläubiger richtet viel Hnheil an. Es geht nicht an, daß die Gläubiger noch im letzten Moment Fe st st e l l u n g s k la g e n er­heben und dadurch eine weitere Verschleppung verursachen. Eine dreimonatige Ausschlußfrist für die Einreichung derartiger Klagen genügt voll­kommen. Aus denselben Gründen empfiehlt sich die Anmeldung von Konkursforderungen eine gesetzlich zu bemessende Sperrfrist. Bei den lücken­haften Bestimmungen über die Tätigkeit des Konkursverwalters fehlt es besonders an der genügenden Beaufsichtigung. Ander­seits stehen ihm nicht genügend Hilfsmittel zur Verfügung, um eine Mafsebildung zu erreichen

und vorgenommene Schiebungen ansechten zu können. Bereits in dem 3ahresberichte 1928/29 des Verbandes der Vereine Creditreform hat der Reichsgerichtspräsident a. D. Professor Dr. S i - mons sich dafür eingesetzt, daß den Kon­kursverwaltern das Armenrecht zu gewähren fei. Ein Bericht des Konkursrichters über die Tätigkeit des Konkursverwalters wird stets eine verantwortungsvollere Auffassung die­ser Aufgabe fördern und darüber hinaus einer Auslese der befähigten und gewissenhaften Kon­kursverwalter dienen. An der Gleichgültigkeit der Gläubiger liegt es meistens, wenn straf­bare Handlungen des Konkursver­walters infolge mangelnder Kon­trolle durch den Gläubigerausschuh immer wieder vorkommen. Wenn der Konkurs­richter darauf hinweist, daß der Gläubigeraus- schuß allmonatlich eine Revision der Kasse vor­zunehmen habe und daß er sich bei Außeracht­lassung dieser Vorschrift haftbar mache, so wirb bas stets eine gute Wirkung haben. Die Vorschrift aus der Vcrglcichsordnung über die sogenannte Sicherungssperre, daß Einzel- vollstreckungen aus der Zeit 30 Sage vor Stel­lung des Antrages auf Veröffentlichung unwirk­sam sind, hat sich burchaus bewährt und ihre Hebernahme auf das Konkursverfahren ist des­halb zu empfehlen. Die vor mehr als 50 Jahren unter ganz anderen Verhältnissen geschaffene Konkursordnung bedarf ohne Frage in vielen Dingen einer Anpassung an die heutige Zeit. Die Versendung der Konkursakten an andere Prozeßgerichte kann dadurch vermieden werden, daß das Konkursgericht oder eine be­stimmte Kammer des Landgerichtes für die mit dem Konkursverfahren zusammenhängenden Pro­zesse ausschließlich zuständig wird. Wo aber die Versendung nicht zu vermeiden ist, läßt sich eine Verschleppung sehr leicht dadurch ver­hindern, daß durch Anfertigung von Durchschla­gen Duplikatakten geschaffen werden. Die Konkurse bilden nicht nur für die Gläubiger selbst, sondern für die gesamte Geschäftswelt stets eine Quelle von Verdruß und Verlusten, da jedesmal große Mengen von Waren zu Schleuderpreisen den Markt überschwemmen. Auch hier kann Abhilfe geschaffen werden. Die Handels­kammern sind die gegebenen Stellen, den Konkursverwalter wegen der bestmöglichen Verwer-tung von Konkursmassen zu Beraten. Eine Veräußerung der Forderungen im ganzen ist der Veräußerung von Warenlagern vorzuziehen.

Mit solchen Vorschlägen zeigt die Eingabe des Verbandes der Vereine Creditreform gangbare Auswege aus ber heutigen Gläubigernot. Der Satz, der ihr vorangestellt ist:das Problem der Konkursreform fei ein Problem der Kapi­tal e r h a l t u n g", läßt erkennen, daß alle darin empfohlenen Maßnahmen der Ausgabe bienen sollen, allmählich auch auf diesem Wege eine Wiedergesundung der deutschen Wirtschaft anbahnen zu helfen.

der Wochenschlußbörse konnte sich jedoch die zuver­sichtlichere Stimmung nicht erhalten, da bekannt ge­worden war, daß eine Sitzung des Zentralausschusses der Reichsbank nicht stattfinden wird. Die Sie« m e n s . A in e r i k a - T r a n s a k t i o n wurde ver­schieden beurteilt. Don der gestrigen festen Neu- yorker Börse konnte keine Anregung ausgehen, eben­so boten die anhaltend günstigen internationalen .Geldmarktverhältnisse keine Anregung. Im Zusam­menhänge mit dem anhaltenden Ordermangel war die Spekulation sehr zurückhaltend, und das Geschäft konnte nur schleppend in Gang kommen. Das Ange­bot war, mit Ausnahme von Siemens, die 2,5 v. ch. einbüßten, gering, so daß gegenüber der gestrigen Abendbörse Kursverluste vermieden wer­den konnten. Bei den wenigen zustande gekommenen Erstnotierungen waren überwiegend kleine Besserun­gen zu verzeichnen. Eine Ausnahme machten auch heute wieder 5k a I i a f t i e n , die von Auslandseite wieder bevorzugt wurden. Aschersleben gewan­nen 3 und W e ft e r e g c l n 2 v. H. Bon Chemie­werten eröffneten Z. - G. - F a r b e n leicht ge­drückt, während Goldschmidt bis 1 v. ch. an­ziehen konnten. Am Elektromarkt lagen AEG. etwas niedriger. G e [ f ü r c l lagen 1 v. ch. fester. Der M o n t a n m a r k t war heute uneinheitlich.

Gelsenkirchen traten mit plus 2 v.ch. etwas hervor, R h e i n ft a h I konnten leicht anziehen, wäh­rend Mannesmann und Ilse Bergbau etwas nachgaben. Bankwerte waren uneinheit­lich. S ch i f f a h r t s w e r t e bis zu 1 v. ch. höher. Von Kunstseideaktien zogen Bemberg 2,5 und AKU. 1 v. ch. an. Renten still. Im Ver­laufe konnte keine Belebung eintreten, die Stim­mung war lustlos, und vom Siemensmarkt ausgehend, traten kleine Verluste ein. Siemens ver­loren erneut etwa 2,5 v. ch. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 6 v. ch. unverändert. Arn Devisen- martt nannte man Mark gegen Dollar 4,1850, gegen Pfund 20,3640, London gegen Kabel 4,8660, gegen Paris 123,90, gegen Mailand 92,99, gegen Madrid 36,90, gegen Schweiz 25,1875. gegen chol- lanb 12,1075.

Berliner Börse.

Berlin, 25. Jan. Nachdem es gestern abend nach Börsenschluß auf die Gerüchte van einer Ein­berufung des Zentralausschusses der Neichsbank zu erheblichen Kurssteigerungen gekommen war, lag der heutige Vormittagsverkehr auf das Dementi dieser Gerüchte ruhig, doch blieb die Grundstimmung freundlich. Die Beurteilung der K a p i kalbe­

schaffungsplane der Siemensoerwok« tu n g war ruhiger geworden; man hört die Ansicht vertreten, daß durch diese Transaktion keine Kapital« ermäßigung eintritt, und die Aktionäre doch auch an einer Steigerung des inneren Wertes beteiligt feien. Wie an fast allen Samstagsmärkten so lagen auch heute zu Beginn der Börse Orders vor, die sich fast sämtlich auf den Kali«, Montan« und Elek­tro m a r f t versteiften. Da jedoch auch die Speku­lation weiter Deckungsneigung bekundete, traten Kursbesserungen bis zu 2 v. H. ein. Die oben er­wähnten Märkte lagen fester, und auch einige Spe­zi a l w e r k e (man spricht davon, daß immer noch nennenswerte Baisse-Engagements bestehen sollen) gewannen darüber hinaus bis 5,5 v. S). (Poly­phon und Bember g). Etwas mehr Beachtung schenkte die Spekulation heute den Schiffahrts- a f t i e n und dem S p r i t m a r 11 c. Nach den ersten Kursen trafen an den Hauptmärkten Orders ein. Das Geschäft belebte sich. Kursbesserungen von 1 bis 2 v. H. waren die Regel. Spezialwerte zogen bis 3,5 v. H. an. D e u t s ch e A u l e i h e n freundlich. Ausländer ruhig. P f a n d b r i e f m a r k t be­hauptet; späte Fälligkeiten der Reichsschuld' buchforderungen gebessert. Der Geldmarkt war unverändert; die Sätze waren etwas versteift. Der Reportgeldsatz wird heute auf 7,75 v. H. bis zu 8 v. H. etwa festgesetzt werden. Im weiteren Ver­laufe der Börse wurde von der Baissepartei ein weiterer Angriff auf die Siemensattie unter­nommen, mit dem Erfolg, daß dieses Papier 4 o. H. einbüßte und bis auf 280 o. H. nachgab.

Aus dem Wiesecker Gemeinderat.

£ Wieseck, 24. Jan. Gestern abend fand eine Sitzung des Gemeinderats statt. Vor Ein­tritt in die Tagesordnung stellte Gemeinderat Keßler den Antrag, als weiteren Punkt der Tagesordnung die Frage der Berichter st at- tung aufzunehmen, während Gemeinderat Ben­ner die Schaffung eines Schwimmbades behandelt haben wollte. Als erster Punkt sollte die Polizeiverordnung über die Entwässe­rung von Grundstücken in der Gemeinde beraten werden. Zur gleichen Zeit soll eine Ortssahung über die zu erhebende Kanal- gebühr geschaffen werden. Heber diese beiden Punkte wurde von Gemeinderat Seibert Aus­sprache gefordert, jedoch lehnte die Mehrheit diese Forderung ab und verwies die Angelegen­heit den zuständigen Kommissionen zur Bear­beitung und Vorlage in der nächsten Sitzung. Bei Punkt 3 Kanalisation im allgemeinen formte ebenfalls nicht der Anregung des Bürger­meisters zugestimmt werden, da der Gemeinderat einstimmig den Standpunkt vertrat, daß alle Arbeiten der Gemeinde auf dem Wege ter Submission zu vergeben sind. Dem Ge­such des SXarl Weller IV. wurde entsprochen. Die Schaffung einer Badegelegen beit, die wie Benner anführte das Bedürfnis vieler Einwohner fei und darüber hinaus die Einführung des Schwimmunterrichts in der Schule ermögliche, gebe ihm Veranlassung, die Schwimmbadfrage erneut wieder vorzu­bringen. Nachdem sich der frühere Gemeinderat wiederholt mit dieser Angelegenheit befaßt und bereits auch Besichtigungen vorgenommen habe, solle nun endlich ganze Arbeit geleistet werden. Es liege hierzu bereits ein Voranschlag vor, der die Gesamtkosten von 50 000 Mark vorsieht, jedoch wird eine Ermäßigung erwartet, zumal man mit Zuschüssen aus der Grundförderung rechnet. Der Gemeinderat war einstimmig der Meinung, daß in bezug auf die Bade- und Schwimmangelegenheit etwas geschaffen werden müsse, jedoch wandten sich die Gemeinderäte Keßler und Seibert entschieden gegen Pläne, die ein Kapital in dieser Höhe feftlegen. Keß - Iler schlug vor, die seitherige Badegelegenheit an der Lahn beizubehalten und vertraglich zu regeln, während Seibert den Standpunkt ver­trat, daß zur Schaffung eines Schwimmbades an der Wieseck im vorgesehenen Ausmaß die natürlichen Voraussetzungen fehlen. Es könnte zwar an der Wieseck auch eine Badegelegenheit geschaffen werden, die insbesondere den Bedürf­nissen der Schule entspreche, jedoch würden die Kosten viel geringer sein. Hm über diese Ange­legenheit hier Hinwegzukommen, wurde beantragt, die Angelegenheit der Finanz- und Baukommis- sion zu überweisen, denen als Fachberater In­genieur Hnnsult und Lehrer Heller an­geboren sollen. Kehler führte dann Be­schwerde über B e r i ch t e r st a 11 u n g. Er er­wartet dringend von Gemeinderat Bremer, daß im Interesse einer Zusammenarbeit die Be­richterstattung sachlicher gehalten werde. Cs entspann sich bann über diese Angelegenheit eine lebhafte Aussprache.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt befchlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 6,5 v. H., Lombardzinsfuß 7,5 v. H.

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51

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rückzahlbar 1932

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4% Uiiflariidje Goldrte.. . .

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23,75

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2,15

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Rorddeuticher Lloyd ....

102.5

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11

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11

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122

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122

Berliner Hanvelsgeiellich. . .

11

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156.25

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Tarmst. u. Nutionaldanl .

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Tenncke Bank......

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Dicconto-Äclellfchaft, Litt. .

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1

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Sl.E.S..........

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11

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-

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Gei. f. (fleltr. Untern.. . . .

10

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1

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Rhein (Mette........

-

-

140

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Eck'lei. Gleit ......

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164,25

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11

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Siemens * vulok.....

16

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283,5

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Transradio........

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Lohmener 4 Go.......

10

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68,75

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102,5

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58,09

58,33

Taiiiickie Nuten ........

111,58

112,02

Tng!iick>e Noten ........

20,32

20,40

«rranzuiilcke Noten .......

16,42

16,48

Hollündiickie Noten .......

167,85

168,'3

3tnlieniid>e Noten........

21.86

21,94

Rorwegtickte Noten.......

111.43

111,87

Deuncki-Oesterreich, 4 1OO Cchilling

58,68

58.92

iNumäniidte Noten.......

2,475

2,495

Lchweviiche Noten .......

111,93

112,37

Schwerer Noten .......

80,79

81,11

Lvonlickte Noten .......

53,89

54,11

Tlchecttoilotvnklichr Noien.....

Ungariiche Noten ......

72,92

73,22

Devifcnmarkl Berlin Frankfurt a. M.

24 Ianuai

25 Januar

Amtlich- Notierung

amtliche Not erung

WeiB

Brief

chelk

Bn 1

-lmtr.-Non

168.0J

168,34

167,93

168,27

Brnn.-Airee

1,676

1.680

1,676

1.680

Brit.-Nntm

58,23

58,35

58.225

58.345

Cbriitionia

111,69

111,91

111,67

111.89

.«openbagen

111,83

112.05

111,81

112,03

Stockholm .

112,19

112,41

112,19

112.41

HelnngtorS

10,51

10,53

10.50,

10,525

Italien. .

21.87

21.91

21,87

21.92

London. . .

20,342

20,382

20.339

20.379

Neunork . .

4,1815

4,189t

4,1805

4,1885

Paris. . .

16,415

16,450

16.41

16,45

Schweß . .

80,755

80,915

80.76

80.92

Svn ttett .

t>4,10

54,20

54,99

55,11

Javan

2,0 4

2,058

2,0,4

2,058

»io de Ian

0,4635

0,4655

0,472

0,474

Wien in D.> Ceft. abfleft

58,83

58,93

58,815

58,935

Prag .

12,372

12,392

12,369

I2.389

Belgrad .

7,373

7,387

7,376

7.390

Budaprii.

73.12

73,26

73,10

73.24

Bul aricn

3,024

3,030

3,022

3,028

Lissabon

i8.75

18,79

18,75

18,79

Tanüa

81,33

81,49

81,34

81,50

ftpnft.Btüt

1,975

1,979

1,978

1,592

Athen. .

5.45

5,46

5,45

5,46

Kanada

4,134

4.142

4,134

4,142

lltu uat)

3.856

3,864

3,826

3,834

Laiio . .

20,865

20,905

20,86

20,90