Ausgabe 
23.8.1930
 
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Wirtschaft.

Wochenbericht

vom frankfurter Effektenmarkt.

Der Beginn der verflossenen Woche enttäuschte; denn wider (Srtoarten wurde die Tendenz merk­lich schwächer, obwohl ungünstig beeinflussende Nachrichten nicht mehr hinzugekommen waren. Die Abschwächung erklärte sich aber bald, und sie war nur auf G e w i n n m i t n a h m e n, in deren -Zusammenhang Material an den Markt kam, zurückzuführen. Das Geschäft war ziemlich gering, da die weiter ungünstige Lage in der Eisen- und Stahlwarenindustrie und die wieder schwächere Neuyorter Börse zur Zurückhaltung Veranlassung boten. Am -Zellstoffmarkt kam in größerem Umfange Material heraus, und bei wieder stärkerem Kursverlust wurde die Börse von dieser neuen Abwärtsbewegung un­günstig beeinflußt. Die Lage klärte sich aber rasch wieder, und die Stimmung nahm ihre alte !Freundlichkeit an, was in erster Linie auf die aktive Außenhandelsbilanz zurückzu- sührcn war. Aber auch der günstige Reichs­bankausweis beeinflußte die Börse vorteilhaft, so daß die Kulisse erneut zu Rückdeckungen schritt, zumal das Publikum kleinere Aufträge an den Markt gegeben hatte. Das Geschäft war aber nur in Spezialaktien reger. Die schlechten Arbeitsmarktverhältnisse, die weiter rückläufige Konjunktur und weitere Stillegungen im Ruhrgebiet, sowie verschiedenartige Lohnkon- slikte drückten aus der anderen Seite und wirkten vorläufig geschäftshemmend. Die Stimmung besserte sich jedoch zusehends, und die trüben Momente traten fast ganz in den Hintergrund. Die Reuhorker Börse bot mit ihrer besseren Verfassung eine gewisse Anregung. Vor allem war aber das Deckungsbedürfnis des 3n» und Auslandes in Anbetracht des bevorstehenden Ultimos für die Börsen- und Geschäftsgestaltung ausschlaggebend. Das Geschäft wurde auf der ganzen Linie lebhafter. Die Schweiz soll sich hauptsächlich für Elektrowerte inter­essiert haben. Es ergaben sich teilweise ganz beträchtliche Kurssteigungen.. Kleine Rückschläge, die in Reaktion der Aufwärtsbewegung ein­traten. waren natürlich nicht zu vermeiden.

Die Tendenz war an den letzten Börsentagen ausgesprochen fest. Die Festigkeit trat besonders in Erscheinung, da die internationalen Börsen meist schwächer, oder fast ohne Geschäft lagen. Dies dokumentierte sich besonders bei den inter­nationalen Werten. Svenska verloren aus diesem Grunde etwa 10 Mark. Auch Chadeaktien waren anfangs erheblich schwächer, was aber in erster Linie auf die schwache Veranlagung des Peseta­kurses zurückzuführen war. Die übrigen Werte hatten Gewinne bis zu 10 Prozent und teilweise noch darüber aufzuweisen. An Oer Spitze standen Kaliwerte, von denen Aschersleben 14 Prozent, Salzdetfurth 19 Prozent und Westeregeln 14,5 Prozent anzogen. Siemens-Schuckert, Licht & Kraft und Gesfürel. die von Schweizer Seite gesucht waren, zogen bis zu 10 Prozent an. Auch Zell­stoffwerte erfreuten sich regerer Nachfrage und gewannen bis zu 11 Prozent. Der Montanmarkt war stärker beachtet und bis zu 6 Prozent fester. Schiffahrtspapiere und Kunstseidewerte bei letzteren nahm Holland Material aus dem Markte gewannen bis zu 4 Prozent. Reichsbankanteile konnten auf die Gewißheit hin, daß wieder 12 Prozent Dividende verteilt werden, um 13 Pro­zent anziehen. 3.-G.-Farben waren 7 Prozent fester. Auch Renten lagen freundlicher und fester. Don Ausländem waren Mexikaner und Türken mehr beachtet. Teilweise konnte auch der Pfand- ' briefmarkt von der regeren Geschäftsentwicklung .profitieren. Tagesgeld war infolge des Medios angespannter, aber im Verlaufe der Woche mit 3 Prozent wieder ziemlich flüssig. Am Devisen­markt lag Spanien sehr schwach, konnte sich aber wieder bessern. Die sonstigen Devisen zeigten mir unwesentliche Veränderung.

Wochenbericht

vom Frankfurter Produktenmarkt.

. Die für die Ernte im Laufe der Woche ein­getretene ziemlich günstige Wetterlage und die zumeist sehr flauen ileberfeemelbungen liehen auch den Frankurter Produktenmarkt in der neuen Woche wieder in sehr ruhiger Hal­tung verkehren. Wenn auch die sehr schwachen Kurse der Auslandsbörsen nur wenig Einfluß auf den Frankfurter Markt ausüben konnten, f°_ war doch eine gewisse Zurückhaltung der Händlerschaft unverkennbar. Die Llmsatztätigkeit

, bewegte sich daher wieder in engen Grenzen. Die Stimmung war indessen nicht unfreundlich, und auf einzelnen Märkten war ein leichtes An­steigen der Preise zu verzeichnen.

So lag vor allem Hafer alter Ernte sehr fest, da das Angebot darin sehr klein war. Auch Neuhafer in besseren Qualitäten wurde etwas mehr beachtet. Das reichliche Angebot von geringeren Sorten blieb völlig vernachlässigt. Zum Wochenschluß war die Tendenz für Hafer alter Ernte weiter fest, während Neuhafer sei­nen Preisstand gegen den Wochenbeginn nicht behaupten konnte.

Weizen war zu den Preisen der letzten Woche angeboten, noch nahmen namentlich rhei­nische Mühlen etwas mehr Ware aus dem Markt, so daß anfangs ein leichter Preisgewinn zu verzeichnen war, der sich aber zum Wochen- schluh nicht ganz behaupten konnte. 3m Ver­laufe der Woche kauften die Mühlen nur noch den notwendigsten Bedarf, und zwar unter der Bedingung, daß gleichzeitig der Absatz für Mehle gesichert war. Weizen in abfallender Qualität entsprechend niedriger. 3m Termin- Handel waren namentlich die späteren Sichten, wohl im Einklang mit der schwachen Veranla­gung des Auslandes, ziemlich matt.

Roggen war ebenfalls angeboten, doch nicht so stark; das Interesse war aber nur sehr klein, so daß der Preis weiter etwas nachgeben mußte.

Das Mehlgeschäft hing, wie schon erwähnt, von der Lage am Brotgetreidemarkt ab. Trotz­dem die Forderungen für Weizenmehle abermals um 0,25 Mk. per Doppelzentner ermäßigt wa­ren, war das Geschäft nur schleppend. Roggen­mehl bei unveränderten Preisen gleichfalls sehr ruhig.

Futterartikel bei ebenfalls sehr ruhigem Geschäft im Preise unverändert.

Hülsenfrüchte, Rauhfuttermittel und Kartoffeln ruhig; Preise unverändert.

3m Vergleich mit den Preisen der letzten Derichtswoche lagen Weizen und Roggen je 2,50 Mark per Tonne niedriger, während Hafer alter Ernte um weitere 5 Mark per Tonne anziehen konnte; Neuhafer dagegen nur behauptet. Die Woche schloß zu folgenden Notierungen: Wei­zen 270 00, Roggen 167,00, Hafer alte Ernte 200,00, Hafer neu 172,50 bis 175,00, Weizen­mehl, südd., 43,0043,75, Weizenmehl, nieder­rheinisches, 42,7543,50, Roggenmehl 26,50 bis 27,50, Weizenkleie 7,757,90, Roggenkleie 7,75 bis 7,90. Kartoffeln: gelbfleischige Frühkartof­feln, per Zentner 3,25 Mk.

Wochenbericht vom Frankfurter Gchlachtviehmarkt. Am Frankfurter Schlachtviehmarkt machte die Besserung der Geschäftslage allge­mein weiter kleine Fortschritte. Na­mentlich für Kälber zeigte sich wieder vermehrtes 3nteresse. Da der Auftrieb in allen Vieh- gattungen zum Teil erheblich geringer war, wur­den die Märkte bei meist etwas anziehenden Preisen ziemlich glatt geräumt. Kälber hatten zunächst ruhiges, im Verlaufe sehr lebhaftes und zum Schluß wieder abflauendes Geschäft. Beste Kälber erzielten Preise über Notiz, sonst konnten die Preise an diesem Markte bis zu 4 Mk. anziehen. Der Markt wurde ausverkauft. Ebenfalls sehr lebhaftes Geschäft verzeichneten Schafe, die bei 2 Mk. höheren Preisen ge­räumt wurden. Auf dem Rindermarkt ge­ringer als in der Vorwoche. Bei ruhigem Han­del verblieb Heberftanb. Das angetriebene Vieh war von mittlerer Qualität. Die Preise blieben bei Ochsen und Färsen gleich, gaben bei Kühen leicht nach und zogen bei Bullen 2 Mk. an. Die Exportbeteiligung bewegte sich etwa auf dem Niveau der Vorwoche. Aus dem Sch w eine - markt war die Beschickung erheblich geringer, als in der Vorwoche. Nach anfangs regem, zum Schluß abflauendem Handel wurde der Markt bei ziemlich gut behaupteten Preisen ge­räumt. Lediglich leichte Ware gab bis zu 2 Mk. nach. Fettschweine waren gesucht. Der Gesamt­auftrieb bestand aus 1586 Rindern, darunter befanden sich 382 Ochsen, 130 Bullen, 533 Kühe und 417 Färsen, ferner aus 1242 Kälbern, 220 Schafen und 5194 Schweinen. 3m Vergleich mit dem Auftrieb der vergangenen Woche waren 172 Rinder, 56 Kälber, 91 Schafe und 395 Schweine weniger am Markt. Bezahlt wurden pro Zentner Lebendgewicht in Mark: Ochsen al) 58 bis 61, a2) 54 bis 57, bl) 50 bis 53; Bullen a) 55 bis 58, b) 50 bis 54; Kühe a) 48 bis 50, b) 44 bis 47,

c) 40 bis 43, d) 35 bis 39; Färsen a) 60 bis 62, b) 56 bis 59, d) 50 bis 55. Kälber b) 80 bis 84, c) 75 bis 79, d) 65 bis 74. Schafe al) 50 bis54, b) 43 bis 49. Schweine a) 68 bis 71, b) 69 bis 71, c) 70 bis 72, d) 69 bis 71, e) 65 bis 68.

*

* Lokomotivlieferungen auf Re- parationskonto? Die Lokomotivfabrik Ar­nold 3ung G. m. b. H. in Kirchen an der Sieg, die etwa 1200 Arbeiter und Angestellte beschäf­tigt, steht in aussichtsreichen Verhandlungen über den Abschluß eines über Reparationskonto lau­fenden Auftrags auf Lieferung von 30 Loko­motiven für die serbischen Staatsbahnen.

* Der Privatdiskontsah für lange Sicht ist um Vs Prozent auf 3Vs Prozent ermäßigt worden; der Sah für kurze Sicht erfuhr gestern eine Ermäßigung auf 3Vs Prozent.

Frankfurter Abendbörse.

Frankfurt a. M., 22. Aug. Tendenz: eher schwächer. An der Abendbörse war die Haltung nach etwa behaupteter Eröffnung meist etwas abgeschwächt, da sich die Liquidationen im Zu­sammenhang mit dem herannahenden Ultimo fortsetzten. Angeboten waren vor allem We­steregeln, die 2,75 Prozent einbühten. Am Elek­tromarkt lagen Schuckert 1,25 Prozent niedriger. Auch 3.-G.-Farben gaben im Verlaufe etwas nach. Danken waren überwiegend behauptet. Renten wenig verändert. Altbesih 60,25, Adca 108, Barmer Bank 116,25, Danatbanr 181,50, Dresdner Dank 124,25, Gelsenkirchen 108, Har- pener 100,50, Aschersleben 189, Westeregeln 196, Rhein. Draunkohlen 205, Rh einst ah l 86,75, Stahl­verein 78,50, Aku 83, AEG. 139, Daimler 28, Deutsche Linoleum 183, Licht & Kraft 136, 3.-G.- Farben 150,39, Gesfürel 140, Holzmann 82,50, Schuckert 150,50151, Waldhof 130, Südd. Zucker 146, AG. für Verkehr 73, Hapag 92.

Berliner Börse.

"Berlin, 22. Aug. Die letzte Börse dieser Woche wurde zu Beginn des Verkehrs von verschiedenen ungünstigen Nachrichten aus der Wirtschaft etwas nach unten beeinflußt, zumal Das Geschäft wieder recht klein ge­worden ist. Gegenüber den retartierenöen Mo­menten, wie dem 178 Millionen Mark betragen­den Reichsbahn-Fehlbetrag int ersten Halbjahr 1930, dem schwächeren Schluß der gestrigen Neu- Yorker Börse, den großen 3nsolvenzverlusten in den ersten sieben Monaten dieses 3ahres, dem starken Derkehrsrückgang in Berlin usw., ver­mochten die von der Reichspost int Rahmen Des Arbeitsbeschaffungs - Programms erteilten Auf­träge in Höhe von 200 Millionen Mark wenig Anregung zu bieten. Allerdings wurde noch einige Ware für Ultimofchiebung unter Satz hereingesucht, so daß die Tendenz hiervon etwas gestützt wurde. 3mmerhin betrugen die Ver­luste, den Erwartungen des Vormittags ent­sprechend, fast allgemein 1 bis 2 Pro­zent. Darüber hinaus waren Kaliwerte bis 5,5 Prozent gedrückt. Spritwerte verloren bis

Die Hessische Amtliche Pressestelle teilt mit:

Um den Absatz von anerkanntem Origi- nalsaatgutfürWintergetreide (Win­terweizen, Winterroggen. Wintergerste) für die bevorstehende Herbstbestellung zu heben, hat der Reichsminifier für Ernährung und Landwirt­schaft Mittel zur Verfügung gestellt, die dazu be­stimmt sind, den Zinssatz für Kredite zu senken, die für den Bezug von anerkanntem Original- Wintersaatgetreide gewährt werden. Die Zins­verbilligung soll ausschließlich den deutschen Landwirten zugute kommen, die anerkann­tes deutsches Original-Nöintersaat- g u t kaufen; sie besteht in einer Senkung des Zinssatzes für Diskontkredite für die Dauer von zweimal drei gleich sechs Monaten. Die Zins­verbilligung erfolgt:

soweit genossenschaftlicher Absatz in Frage kommt, durch die Preußische Zentral-Ge- nossenschaftskasse für Diskontkredite, die die Preu­ßische Zentral-Genossenschaftskasse im üblichen Geschäftsverkehr mit den ihr angeschlossenen Ge­nossenschaften gewährt;

soweit Absatz durch die Originalsaatzüchter im freien Handel in Frage kommt, durch die Reichskredit-Gesellschaft für Diskontkredite, die hierfür von Bankseite gewährt werden, wobei den diskontierenden Banken eine Diskontmöglichkeit für die mit ihrem Giro versehenen Wechsel bei der Reichskreditgesellschaft AG. gegeben ist.

3 Prozent. Ferner lagen Gesfürel minus 2,75 Prozent, Phönix minus 3,5 Prozent, Schlesische Zemet minus 2,5 Prozent und BMW. minuS 2,75 Prozent. Anderseits fielen Thüringer Gas mit plus 3 Prozent durch Festigkeit auf; man wollte hier Käufe für amerikanische Rechnung beobachtet haben. Recht fest lagen auch Aschaffen­burger Zellstoff mit plus 2,5 Prozent. AG. für Verkehrswesen, die auf Gerüchte, wonach der Mitinhaber einer ersten Bank in den Aufsichts­rat eintreten werde, 1,5 Prozent gewannen, hielten den Verlust, obgleich dieses Gerücht keine Bestätigung erfuhr. Deutsche Anleihen waren uneinheitlich. Altbesitz gut behauptet. Neubesitz nachgebend. Ausländer lagen geschäftslos. Der Pfandbriefmarkt war noch unentwickelt. Der Geld­markt war bei unveränderten Sätzen leicht. 3m Verlaufe erfuhr das Geschäft keine Belebung; Aufträge waren nicht eingetroffen, und auch die Spekulation verhielt sich abwartend. Es ergaben sich weiter kleine Abbröckelun­gen, die jedoch nicht mehr als 1 Prozent be­trugen. Aschaffenburger Zellstoff mußten 2 Pro­zent ihres Anfangsgewinnes wieder hergeben, während Thüringer Gas ihre Steigerung um weitere 3 Prozent fortfetzen konnten. Ganz ver­einzelt waren auch Heine Besserungen zu beob­achten.

Kirche und Schule.

-O Hörnsheim, 22. Aug. Am vergange­nen Sonntag feierte unsere Gemeinde bei starkem Besuch ihr diesjähriges M i s s i o n s f e st. Wie immer, wirkten die Posaunenchöre von Hochel­heim, Lützellinden und Hörnsheim mit. 3m Festgottesdienst hielt Missionsinspektor Hoff­mann von der Rheinischen Mission die FesL- predigt. Nach der Kafseepause fand eine Nach­feier statt. Der Missionsinspektor berichtete hier­bei aus der Arbeit der Rheinischen Mission, Missionar Bähr (Groh-Rechtenbach) erzählte aus seiner langjährigen Missionstätigkeit m China; die dritte Ansprache hielt Pfarrer Schneider (Hochelheim). 3n der Schlußan- sprache dankte der Ortsgeistliche, Pfarrer Koch, allen Mitwirkenden und besonders für die Gaben in den Opferbüchsen, die "einen hohen Ertrag brachten. Das Fest war umrahmt von Gesangs­vorträgen des Männerchors und des Gemischten Chors von Hörnsheim unter der Leitung von Albert Kuhl.

Turnen, Sport und Spiel.

Handball im T. D. Heuchelheim.

Am Sonntag hat Heuchelheims 3ugend die gleiche Mannschaft vom Tv. Klein-Linden zu Gast. Der Spielausgang ist offen.

Die 1. Mannschaft trägt in Treis (Lumda) ein noch fälliges Rückspiel aus und mühte, nach den bisherigen Leistungen zu urteilen, auch auf dem fremden Platz Sieger bleiben.

Die Preußische Zentralgenossenschaftskasse und die Reichskredit-Gesellschaft AG. rechnen die von ihnen hereingenommenen Wechsel zu einem Zins­satz ab, der um bis zu 5 Prozent pro Anno ver­billigt wird, insoweit der Zinssatz hierdurch nicht unter 1 Prozent pro Anno sinkt.

Die Prüfung der Bonität und der sonstigen für die Hereinnahme der Wechsel maßgebenden Momente erfolgt nach den bei der Diskontierung von Wechseln im allgemeinen geltenden bank­mäßigen Gesichtspunkten.

Die zu verbilligenden Kredite müssen nach­weislich für den Bezug von anerkanntem Ori­ginal-Wintersaatgut gewährt sein. Zu dem Zweck ist a) bei dem Absatz durch die Genossenschaften die Faktura, oder dex Originalfrachtbrief über den Bezug des Original-Wintersaatguts bereit­zuhalten, b) bei Absatz im freien Handel muh der Wechsel die Unterschrift eines Originalsaatgut­züchters tragen; ohne solche Unterschrift kommt eine verbilligte Diskontierung nicht in Frage.

Die Zinsverbilligung wird nur für den Bezug von anerkanntem Original­wintersaatgut gewährt und nicht für Av- faaten oder sonstiges Saatgut. Die genossenschaft­lichen Zentralkassen und Warenanstalten erhalten nähere Mitteilung durch die Preußische Zentral­genoffenschaftskasse; die Bankinstitute, die mit Originalsaatzüchtern in Verbindung stehen, kön­nen Näheres durch die Reichskreditgesellschaft AG., Berlin W 8, erfahren.

ZinsveMigungsmdeiiWeSWiiiiersaaMeide.

Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 o. S)., Lombardzinsfuß 5 v. H.

Berlin

Schluß- hirtf

Schluß!. Abend- Mrfe

Schluß» furd

Schluß!. Mittag» börse

Datum

21. 8.

22. 8-

21. 8.

22.8.

6% Deunche ltteichoameche

Bon J927 .......

07/7j

88,1

7% Deutsche Reichsanlelhe

Von 1929 ..........

102,1

Heutige Anl.-Ablös.-Schuld mli

60,4

8,075

De-gl. ohne Auilos.-Rechte . . .

R?'95

fifl'?8

CO,2

8% He«. BoUsstaat von 1929

irüchzahld. 102%)......

93,5

93/5

Oberhellen Provinz - Anleihe mit

59

Deutsche Komm. Sammelabl.

Anleihe Serie 1.......

58,9

8% Franks. Hhp.-Bank Goldpse

XIII unkündbar bl« 193-1 . . .

101

101

_

7% Franks. Hyp.-Bank Goldpse unkündbar ml 1939 .....

96

<y<% Rheinische Hyp.U8ank

Liqu. Goldpse.........

07/05

86,9

8% Pr. LandeSpsandbriesanstalt,

Psandbrtese R. 17......

8% Pr. LandeSpsandbriesanstalt,

101,25

101,25

101,25

101,25

Komm^Lbl. R. 90......

98

98

7% Pr. LandeSpsandbriesanstalt,

97

A.E.G. abg. VorkrtegS-Obligatio-

97

97

oen, rückzahlbar 1932 .....

92

92

4% Oesterreichtsche Goldrente . .

26,5

26.96

26,4

4.20% Oesterreichische Silberrente

3,1

*% Oesterreichische Einheitliche Rente...........

3,2

«% Ungarische Goldrent« ....

>4,5

_

24 fi

2,1

4% Ungarische StaatSrente v. 1910

19,5

19,5

19'6

19,R

4y,% bcifll von 1913.....

20,5

90 R

4% Ungarische Aronenrente . . .

2,15

2,15

2,13

9,13

4% Türkische Zollanleihe von 1911

5,13

5,1

5

4% Türkische Bagdadbahn-Anl.

Terie I ..........

5,13

5,95

5,15

5,15

4% deSgl. Serie II . ... - - -

5,13

5,15

5W5

6% Rumänische veretnh. Rente

9,6

9,5

iy,% Rumänische veretnh. Rente

von 1918 ..........

15,9

15,8

15,8

IX StamtaW veretnh. Rente -

7.3

7,4

7,4

7,45

Frankfurt a.Dl.

Berlin

Schluß» kurs

Schluß!. Abend» börse

Schluß» furd

Schluß!. Mittag­börse

Datum

21-8.

22. 8.

21. 8.

22. 8.

Hamburg-Ämertka Patel . . . <

Hamburg-Südam. Dampsschiss. 8

92

92,65

91,65

Hansa Dampsschiss.....10

_

Norddeutscher Lloyd.....8

91,65

92,5

91,65

Allgemeine DeutscheTreditanst. 10

108

108

108,75

108,25

Barmer Bankverein .... 10

116,25

116,25

116,25

116,25

Berliner Handelsgesellschaft . 12

143,5

142,5

143,75

142,75

Commerz, und Privat-Bank. 11

129,5

129,75

129,5

129,9

Darmstädter und Nationalbank 12

Deutsche Bank und

182,5

181,5

182,5

181

DtSconto-Gesellschaft, ... 10

Dresdner Bank ...... 10

124

125

248,5

124

124,25

124

124,5

249,25

124

124,25

248

Retchsbank ........ 12

A.E.G.............

140,75

139

140,5

169

139,4

167,5

Bergmann.........9

Elektr. LieserungSgesellschaft. 10

129

128,5

127,75

Licht und Graft......10

i39

136

138

136,5

Felten & Guilleaume ... 7yt Gesellschaft für Elektrische

105

105

105,5

105

Unternehmungen .... io

142,5

140

143

140,75

Hamburger Elektrizitäts-Werke 10

129,9

130

Rheinische Elektrizität .... 0

130

128,5

Schlesische Elektrizität. ... 10

Idd

134,75

Schuckert L Co. ...... 11

_

151

153,75

151,75

Siemens & Halöke . 16

193,5

193,25

190,5

TranSradto .......8

Lahmeycr & Co....... io

155

155

155,5

156

Buderus..... . b

57,5

60

57,65

59,25

Deutsche Erdöl ....... 6

72,25

70,75

Essener Steinkohle......8

Gelsenkirchener ...... .8

109

108

109,25

108

Harpener.......... 0

101

100,5

101,75

100

Hoesch Eisen........6%

87

86

Ilse Bergbau ....... 10

222

Klöcknerwerke ........ 7

80

80j

80,75

80

83,5

85,25

KvIn.Neuessen. ....... 7

84,5

84,5

ManneSmann-Röhrea .... 7

4,5

_

55,25

55

Oderschles. Etsen'bedarf .... 6

53,75

53,25

Oberschles. ftoliroerle . .... 7

_

86,4

18,5

206,5

86

Pbönti Bcradau...... 6V,

78,5

206,5

78

205

78

205

Rheinische Braunkohlen .

Rhein stahl . ........ 6

Riebeck Montan ...... 7,2

87,75

86,75

88

86,75

Frankfurt a.M.

Berlin

Schluß­kurs

Schluß!. Abend» börse

Schluß­kurs

Schluß». Mittag» börse

Dalum

21. 8.

22 8.

21- 8.

22. 8.

Bereinigte Stahlwerke . .

Olavi Minen......

/ 8,75

78,5

78,75

78,5

16'/,

37,5

37,25

Kaliwerke Aschersleben . .

10

195

189

195,5

189,9

Kaliwerke Westeregeln . .

10

203

196

204

198,75

Kaliwerke Salzdetfurth . .

15

316

316,5

313,75

F. G. Farben-Industrie . .

12

151,9

150,4

152,25

151

Dynamit Nobel.....

. 6

72,5

Scheideanstalt......

. 9

139

138

Goldschmidt ......

. k>

56

56,4

56,75

56,25

RütgerSwcrke......

. 6

53

51,5

53,4

51,5

Metallgesellschaft. . . . .

. v

106

105

165,5

105

Philipp Holzmann . . . Zementwerk Heidelberg .

. 7

83

82,5

83,5

82,5

10

104,5

103,25

Cemcntwerk Karlstadt. . .

10

_

Wavß & Freytag ....

. 8

65

64

65

64,5

Schultheis Patzcnhofer . .

15

_

256,5

253

Ostwerke...... .

12

206,5

202

Aku..........

18

86

83

85,75

83,13

Bemberg........

14

89

t.8,75

86,5

Zellstoff Waldhof ....

13V.

132

130

133

130,5

Zellstoff Aschaffenburg . .

12

99,75

101

99,5

Charlottenburger Wasser .

. 8

93,5

93,25

Dessauer GaS ......

. 9

133,75

134,75

Daimler Motoren . . . .

. 0

28,5

28

28,75

28,4

Deutsche Linoleum . . .

186

183

186

183

40/'5

40

Rat. Automobll .....

. 0

9,75

10

Orenstein & Koppel ...

. 6

59,5

59,5

Leonhard Tietz .....

10

132

131

134

132

Svenska........

284

285

285

285

Frankfurter Maschinen .

. 4

22

22

22

Grihner........

30

30

30

29

Heyligenstaedt.....

Iunghans........

Lechwelke........

. 6

95,5

29

95,5

28

29,75

Mainkraftwerke Höchst a. M..

. 8

79

79

.

Mag..........

10

86,5

86,5

86,75

87

Gebr. Roeder ......

10

98,5

98,5

Botgt« Haesfner . . » i Süddeutsche ZuLr , ; \

. 9

10

151,25

147

150

146

151,5

146

151,75

146

Banknoten.

Berlin, 22- August

Geld

Bries "

Amerikanische Noten ...... Belgische Noten......... Dänische Noten ........

Englische Noten . ....... Französische Noten ....... Holländische Noten ....... Italienische Noten........ Norwegische Noten.......

Deutsch-Oesterreich, 1 100 Schilling Rumänische Noten.......

Schwedische Noten ....... Schweizer Noten ........ Spanische Noten ........ Tschechoslowakische Noten..... Ungarische Noten...... .

Devisenmarkt Berlin -

4,167

58,31

111,98

20,335

16,415

168,16

21,92

111,88

59,05

2,468

112,25

81,22

44,41

12,38

73,16

- Frankfurt

4,187 58,55

112,42 20,415 16,475 168,84

22,00 112,32

59,29 2,488

112,69 81,54 44,59 12,44 73,46

a.M.

21. August

22. August

Amtliche Geld

Notierung Briet

Amtliche Geld

Notierung Briet

Alltst.» Rott. Buen.-Aires Brss-.Antw- Christiania. Kopenhagen Stockholm . Helsingfors. Italien. . . London. .. Reuyork . . Paris.... Schweiz . . Spanien. . Japan . . . Rio de Jan- Wien inD-- Lest. abgeft. Prag .... Belgrad . . Budapest. . Bulgarien. Lissabon . . Danzig. . . Konstantin. Athen. . . Canada . . Uruguay. . Cairo . . .

168,48 1,512 58,43

112,13 112,16 112,40 10,526

21,91

20,37

1,1825

16,445

81,33 44,46 2,066 0,401

59,115 12,411

7,429 73,35 3,032 18,82 81,43 1,784 5,435

4,184 3,427 20,88

168,82 1,516

58,55

112,35

112,38

112,62

10,546

21,95

20,41

4,1905

16,485

81,49

44,54 2,070 0,403

50,235 12,431

7,443

73,49

3,038

18,86

81,59 1,789

5,445

4,192 3,433 20,92

168,42 1,515

58,415 112,08 112,14 112,39

10,525

21,90

20,367

4,181

16,445

81,295

44,66 2,066 0,404

59,11

12,411

7,423 73,34

3,032

18,83 81,43

1,784

5,435

4,184 3,427

20,88

168,76 1,517

58,535 112,30 112,36 112,61 10,545

21,94 20,407

4,18t 16,485 81,455

44,74 2,070 0,406

59,23 12,431

7,437 73,48

3,038 18,87

81,59 1,789

5,445 4,192 3,433 20,92