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Bier- unb B ärgerff euer in TBiesbaDen obgelehnf.

In Wiesbaden hat die otablDerorbnetenoer- (ammlung bie schon vom Magistrat beschlossene Er­hebung der Bier- unb Bürgersteuer mit allen (stimmen abgelehnt. Den nun entstehenden Ausfall von über 700 000 Mk. im Jahr wirb bie Negierung bei ber nunmehr erfolgenden 3 e ft f e B u n g bes Zwangsetats neben ber B e - schränkung ber Ausgaben wohl burch eine härtere Erhöhung ber Realsteuern aus- gleichen.

Enbe ber Bayreuther Festspiele

Die 'Bahreutbcr Seflfpide gingen am Don- ner«tag mit der Aufführung dos .P a r f i f a I zu Ende. Auch am letzten Lage war Da« Haus vollständig au«Dertauft. Der Hefter unter den Dirigenten, Dr. Karl Muck, leitete die lebte Aufführung. Alle gaben nochmal« ihr Beste«, um dem Lanzen einen würdigen Abschluß zu geben. 3n herrlicher Pracht ertönten nochmal« die Ehöre. Wunderbare Klänge gingen von dem Orchester au«, geführt von der durchgeistigten Persönlichkeit Karl Mucks. Hoch einmal zogen die Bilder de« Zauberga^ten« vorüber, ein letzte« Mal in diesem Jahre erglänzte der Gral in dunkler Glut. Dieder entzückten die Künstler durch blendende Stimmen und mimische Kunst. Der Festspielhügel liegt nun vereinsamt, bi« in einem Jahre neue« Leben dort erwachen wirb.

Aus ber Provinzialhauptstabt.

Sieben, den 23. August 1930.

Oer Freund.

Man mag Dem BegriffFreundschaft" so pessimistisch gegenüberstehen wie nur möglich einen freund besitzt heutzutage jede« weib­liche Wesen, ob modern oder altmodisch ein­gestellt. Manche werden ihn schon lange besessen haben, manche neu erworben. Sollten sie ihn verloren haben, trauerten sie ihm vielleicht nach, aber höchstens einen Tag. Am andern Tag gingen sie hin und suchten sich einen neuen. Dinen schlanken, einen dicken, einen großen, einen kleinen der Geschmack ist immer verschieden. Aber beschützt will sich jede Frau fühlen, ge­ludert, für alle Fälle. Unb hatte man sich an Den alten, Heben verlorenen Freund auch noch so gewöhnt Der neue wurde sofort, wie er, in den Arm genommen, sobald c« hinaus in« Freie ging.

Oder kennen Sie ein weibliche« Wesen auf Der Straße ohne Hegenschirm? Linser ein­ziger zuverlässiger Freund und Beschirmer in Diesem Sommer, über dessen Minderwertigkeit auch ein gelegentlich schöner Tag nicht Hinweg­täuschen kann.

Da« Merkwürdige aber ist, dah trotz alledem nicht« so leicht und so oft vergessen wird, wie Der 'Regenschirm. Obgleich fast jcDer durch seine Krücke ober eine Kordel an den Arm gehängt werden kann, hindert selbst diese seine Anhänglich­keit und Der Drohendste grauwolkige Himmel nicht Da« Vergessen feiten« Der unDankbaren Krau.

früher gehörte e« zum Wesen eine« Pro­fessor«. dah er seinen Hegenschirm vergaß. Die Wchblätter lebten förmlich von dieser Eigen­schaft. Die Moden wechseln auch hierin, und heute vergessen Die Professoren entweder andere Dinge, oder sie tragen Wettermäntel und Loden- hu!e. Ich kannte aber einen Pfarrer, der ein wcitgezogene« Kirchspiel hatte, bas er treulich beuchte. Regelmäßig vor jeden, Gange nötigte ihm Die Frau Pfarrerfür alle Fälle, lieber Oliann Den Hegenschirm auf, und ebenso regelmäßig vergaß er ihn dann irgendwo. Lind wiederum ebenso regelmäßig llingelte am nächsten Morgen jemand am Pfarrhaus« und bestellte: (Linen schönen Gruß, und h.ec wäre der Schirm vom Herrn Pfarrer." Jede« Pfarrkinb kannte Den Schirm, Der alle Rächte wo anders stanD, ober morgens immer heimgebracht wurde.

Vei mir wurde vor einiger Feit ein Schirm abgegeben:Schonen Gruß, und hier wäre Der Schirm, den DaS Fräulein Damals in 2.bürg ver­helfen hätte." Es stellte sich heraus, daß nie zeinanD von unS mit einem Schirm in B.burg gewesen war. Es blieb ein unaufgeklärter Fall, Der al« solcher noch im Flur hängt.

Da« aufregcnDflc Schirmerlebnis aber hatte neulich eine Bekannte. Sie ist sehr ordentlich. Besonders ordentlich. 3m Dienst und zu Hause. Außerdem jung und hübsch. Sie vergißt nie ciwaS. Hur immer ihren Schirm. Es muß ein Komplex fein. Eie hatte schon unzählige banale Schirme verloren. Jetzt bekam sie einen be­sonderen vonstarker" Hand geschenkt. Braune Seide mit rötlichen Streifen. Der Stockknauf in Hofenform geschnitzt. Als sie ihn zum erstenmal in der Elektrischen bei sich hatte, vergaß sie ihn trotzdem. Stürzte anderen Tages ins Depot: 3ch habe gestern Linie X. einen Schirm stehen lassen, braune Seide, rötliche Streifen, DrrElock- knaus in Hosenform geschnitzt ..Sie haben Glück, meine Dame, er ist abgegeben worden." Sie mußt« Hamen und Adresse angeben und zog Dann. Den Freund selig an sich drückend, wieder ab. Hach 14 Sagen vergaß sie ihn toicDer in Der Elektrischen. Anderntags stürzte Jtt wieder zum Depot:Ich habe gestern in Stnie X. einen Schirm stehen lassen, braune Seide, rötliche Streifen" (usw. Siehe oben) und der Beamte sagte freundlich:Sie haben Glück. Fräu­lein Ellrih. er ist abgegeben." Hach vierzehn Sagen vergaß sie ihn wieder in der Elektrischen. Als sie, diesmal noch am selben Sage, ins Depot stürzte, rief der Beamte, ehe sie noch ein Wort lagen konnte.Müller, geben Sie doch den Schirm von Fräulein Sllriy heraus!" Beschämt zog sie mit ihm ab.

Dreimal und nicht wieder", gelobte sie sich. unD fuhr mit der Elektrischen zu Freunden, weit draußen vor Die Stadt hinaus. An der End­station auSgestiegen. eilte sie durch Die Däm« metung ihrem Ziele zu. Eilte. Denn es war un- deimlich einsam hier, nur cm Mann folgte in nl^crnVn9- beschleunigte ihre Schritte. Der Mann Die seinen. Immer mehr eilte sie. Da etzte sich Der Verfolger in Trab, Drei weite Sprunge « und er war an ihrer Seite: Meine Dame", keuchte er,laufen Sie doch nicht fo. paben in der Elektrischen ihren

Schirm stehen lallen ..."

^nd auch dieser hoffnungslose Fall ist eine wahre Geschichte! § D

Aornoti;cn.

Tagestülenber für Samstag DHB.: Einweihung des neuen. Hauses. 20.30 Uhr. Sony- straße 18. Lichtspielhaus Bahnhofstraße:Scapa Vlow" undDer König der Sensationen-.

Tageskalender für Sonntag. Stadt* theater: .Liebes Leid und Lust" (auf der Waldbühne),

DHV.-Haus in Gießen.

vor einiger Zeit hat die Hauptverwaltung des Deutschnationalen Handlungsgehil­fen-verbände» für ihre Gießener Ortsgruppe das Wohnhaus Lonystrahe 18 käuflich erworben, um es zu einem Ortsgruppenheim für den Gießener DHL. Herrichten zu lasten. Nach gründlicher Umbauarbeit, die von der Baufirma M. nbermann geleistet wurde, ist nun in den letz­ten lagen das Heim vollendet worden, das In allen feinen Teilen den besten Eindruck macht. 3m Par­terre ist durch die Niederlegung einer Zimmcrwand eine Bereinigung zweier Zimmer zu einem kleinen Lortragssaal als roobgelungen anzusprechcn. neben­an wurde ein Unterrichtssaal für die Fortbildungs­kurse de» DHL. geschossen, gegenüber findet man ein Sitzungszimmer mit einer Bücherei. Im Ober- geschah haben die Geschäftsräume der Gießener Ortsgruppe eine ausgezeichnete Unterkunft gefun­den, ferner befindet sich hier ein interessanter Aus- stellungsraum für die verschiedenartigsten Fortbil- Dungs- und Werbemittel, die der verband seinen Mitgliedern zugänglich macht. Im Kellergeschoß sind Bleiben für bie Lehrlinge und die Iunggehilfen zu geselligem Beisammensein geschaffen, das Dachge- schoß ist für die Wohnung Des Hausmeisters her- gerichtet. In allen Teilen sind die Räume sowohl bautechnisch, wie auch in der Farbengebung sehr har­monisch gestaltet und zugleich mit allen neuzeitlichen Einrichtungen in bester Weise ausgestattet worden. Den Gießener Mitgliedern des DHV. ist Damit ein Heim geschaffen, in dem sie sich sicherlich wohlfühlen werden.

Die Einweihung de« Haufe«

tourbe mit einer akademischen Feier am Mitt­woch vollzogen. Umrahmt wurde die Feier durch Darbietungen von Mttgliedern des Kammer- orchesterS der Volkshochschule unter Leitung des Musillehrer« Bauer jr. Jung- gehilse Depperling sprach nach dem einlei­tenden Musikstück einen Vorfpruch .Kaufleute" von A. Lersch. Dann begrüßte der DilbungS- obmann der Ortsgruppe Schwarz die sehr stattliche Festversammlung. Eine große Anzahl Ehrengäste, etwa 50, konnte er willkommen heißen. Besonders wurde der Gauvorsteher deS Gaues Main-Weser im DHV., Auerbach (Frank­furt a. Hl.), begrüßt, dem gleichzeitig irn Hamen

der Ortsgruppe für Die Unterftübung bei Der Schaffung DeS eigenen Heim« gedankt wurde.

Herr Auerbach hielt Dann eine großange­legte Weiherede Der Hebncr ging dabei u. a fesselnd auf Den Zweck ber DHV -Heime ein unD stellte 5 maßgebende Gesichtspunkte für die Arbeit DeS Verbandes heraus. Der DHV. ist ein natio­naler Verband. Darau« ergibt sich für ihn die Verpflichtung, seine Mitglieder zu deutschen Menschen zu erziehen. Seine Arbeit wurzelt be­wußt im deutschen DolkStum. Al« zweites fei der DHV. ein kaufmännischer De ruf «verband. Die Erziehung der KaufmannSjugend zu beruf-tüch­tigen Menschen gehört zu seinen Hochzielen. Durch berufliche Höchstleistung soll die kommende KausmannSgeneratton dazu beitragen, dah unser Volk wieder frei werde. Al« drittes be­tonte der Heimer, daß der DHV. eine unab­hängige Gewerkschaft fei. Seine Mitglieder er­ziehe er zu guten und treuen Gewerkschaftlern. Genau wie Die Unternehmer sich in starken Ver­bänden zusammenschliehen, sei Die geschlossene Vereinigung Der KaufmannSgchilfen im DHV. ein dringendes Gebot. Dio Vergottung de« Geldes habe vielfach dazu geführt, daß der Mensch nur noch als ein notwendiges Liebel im Unter­nehmen betrachtet werde. Der Mensch muß wie­der zu Ehren und Ansehen kommen und der Adel der Arbeit anerkannt werden. Al- Viertes stellte der HeDner heraus, daß der DHV. den Staat bejahe und er deshalb staatsbürgerliche Erziehungsarbeit an feinen Mitgliedern in wei­testem Maße betreibe. Der Verband ist partei- polittsch völlig neutral. Der Deutschnattonale Handlungsgehilfen-Derband stellt heute mit seinen 401 000 Mitgliedern Den größten An- gc(teiltenoerbanD Der Welt dar. Die Schaffung Der OrtSgruppenheime soll Dazu beitragen. Daß Die hohen Ziele und Ausgaben erreicht und ge­löst werden, »um Wohle De« KaufmannstandeS und Darüber hinaus zum Wohle unsere- Volke« unD Vaterlandes. 3n diesem Sinne wurde daS Heim Der Ortsgruppe Gießen übergeben.

Anschließend fand eine Besichtigung de« HeimS statt, bei der die Besucher ihrer vollen Befrie­digung und Anerkennung über da« wohlgelungene Werk Ausdruck gaben.

Anfang 15.30 Uhr, Ende gegen 18 Uhr. Sänger* gau Gießen: 1. Gauliedcrtag, 13 Uhr, auf Der Liebigshöhe". BfB. 1. Leichtathl. Iugendwett- kämpfe. Gießener Schwimmverein: Schwimm* wettkämpfe in Der Müllerfchen Badeanstalt. Kon­servative Volkspartei: Wahlversammlung, 20.30 Uhr, im Eaf« Leib. Lichtspielhaus Bahnhofstraße: Scapa Flow" unb ,Jönig ber Sensationen".

Aus Dem Stadttheaterbureau wird unS geschrieben: Die morgige Erstauffüh­rung von ShakespearesLiebes Leid und Lust" auf der Waldbühne beginnt um 15.30 Uhr. Bei gutem Wetter wird zum Zeichen, dah auf Der Waldbühne gespielt wird, eine Flagge amStadt- theater aufgezogen werden. Spielleitung: Der Intendant: Bühnenbild: Karl Löffler: Musi­kalische Leitung: Fritz Eujö: Kostüme: Kurt Huber: Inspektion: Anton Wahlen: mitwirkende Damen: Doering, Jahn, Mewes, Schwend (vom Stadttheater Plauen), Walthcr-LeD.rer (Mün­chen): Herren: Bäuerle (vom Deutschen Theater Higa), Dommisch. Fassot, Hauer (vom Siadt- iheater Oberhausen), Hub, Linkmann, Hitter. Scheicher (Köln), Dolck, Wesener, Zingel.

Konservative Wahlversammlung In Gießen. Am morgigen Sonntagabend ver­anstaltet Die Konservative Dolkspartei hier eine Wähleroersammlung im Eaf6 Leib, in Der Professor Dr. Hoetzsch sprechen wird. (Siehe heutige An* zeige.)

Eine soz l a l be mo kra t ische W ah l - Versammlung findet am nächsten Montag­abend im Eafö Leib statt. Hebncr sind Abg. Bogel (Berlin) und Oberrcg;crung8rat Hitzel (Gießen). Höheres in der heutigen Anzeige. Oie Nationalsozialisten im Wahlkampf.

In der überfüllten Turnhalle am Oswalds- garten trat am Donnerstagabend die national­sozialistische Deutsche Arbeiterpartei (Hitleroewe- gung) in den Wahlkampf in Gießen ein. Der Hessische Landtaasabgeordncte Pros. Dr. Wer­ner (Butzbach) betonte, daß er bei feinem Heber» tritt zu den Hationalsozialisten keinen Gesin- nungäwechfel vollzogen habe. Die Hationalsozia- llstische Deutsche Arbeiterpartei wolle ihre Ziele auf durchaus legalem, d. h. auf gesetzlichem Wege erreichen. Die Verbote gejen die nationalsozia­listische Arbeiterpartei bezeichnete der Hebner als durchaus unbegründet, da bisher alle Aus­schreitungen nut von Den Kommunisten began­gen toorben seien und die angegriffenen Hatio- nalsozialisten sich natürlich zur Wehr «setzt hät­ten. In längerer Kritik beschäftigte sich Der HeD­ner mit Der Weimarer Verfassung, Die von führender sozialdemokratischer Seite nur alspa­pierenes Hindernis" bei dem Streben nach der sozialistischen Hepublik betrachtet werde, so daß gar kein Grund bestehe, die Dersallung zu feiern. Unter b efer Verfassung hätten bie Sozialdemokra­ten, gegen bie ber Hebner lange polemisierte, bie Freiheit in Deutschlanb längst beseitigt. Auch bie beutsche Freiheit nach außen könne nur im Kampfe gegen bie Sozialbemokratie errungen werden, die sowohl die deutsche Kriegsschuld, wie auch bie Verpflichtung zur Leistung beutscher Kriegsschul­den ausdrücklich anerkannt habe. Gegen die deutsche Kriegsschuld unb bie beutfdjen Kriegs- schulben müsse eine große Einheitsfront aller Deutschen hergestellt werden, weil sonst ba« beutsche Volk Augrunbe gehe. Hach kritischer Besprechung bes Da wes Plans unb bes Voungplans, bessen Lasten von unS auf bie Dauer nicht getragen werben könnten, erklärte ber Hebner. bie Innen- unb Außenpolitik bes Marxismus sei ein Ver­brechen am brutschen' Volke. Mit biefer Politik müs e gründlich aufgeräumt werden. Dem Heichs- bannet Schwarz-Hot-Gold machte Der Hebner den Vorwurf, bet Vorsitzende des Heichsbanners H ö r s i n g habe von den Franzosen unb Tschechen 30000 Franken zur Unterstützung ber HeichS- bannerbestrebungen angenommen. So werde ber deutsche Pazifismus mit französischem unb tschechi­schen Gelbe unterstützt. Der Hebner forderte weiter bie Beseittgung ber politischen Machtstellung bes von Hom aus btri- gicrtcn Zentrums, lieber die Stellung ber Hationalsozialisten zum Privateigentum erflärte Der Hebner, daß sie in weitestem Umfang für Die Erhaltung Des Privateigentums unb für feine Vermehrung auf legalem Wege seien. Die Hationalsozialisten möchten viele selbständige Exi­stenzen, wehrten sich aber gegen die Waren­

häuser und Konsumvereine. Sie seien für eine ehrliche Mittelstandspolitik, die jedem ein men­schenwürdiges Dasein und ehrliche Arbeit er­mögliche. Die Hationalsozialisten stünden auf dem Boden der wahren Volksgemeinschaft. Sie möchten ein sozial befriedetes Volk schaffen durch eine Politik nicht von Der Wirllchch' ber, sondern von großen staatSpvlitischen Gesichtspunkten au«. Ihre Bewegung werde sich buru; c ,en, und des­halb sähen sie auch mit froher Zuversicht der weiteren Entwicklung entgegen. In Dem Lager der Halionalsozialistcn werde sich alles zusam- menfinben, was nach einem neuen und besseren Deutschland strebe.

In Der freien Aussprache kamen zwei Kom­munisten und zwei andere Hebner, beren politische Zugehörigkeit nicht erkennbar war, zu Wort, bacauf antwortete Professor Dr. Werner im Schlußwort.

(Siebener Wochcnmarttpreisc.

Es kosteten auf Dem heutigen Wochenmarkt: Butter 160180, Matte 3035 Pf. das Pfunb: Gier 1213 Pf. ba« Stück: Käse 10 Stück 60 bis 140 Pf.: Wirsing 1012, Weißkraut 68, Hotlraut 1015, Gelbe Hüben 10-12, Hote Hü­ben 1012, Spinat 2025, Hömischkohl 810, Dohnen, grüne, 1520, Bohnen, gcloe, 2025, Unter-Kohlrabi 68, Erbsen 2025, Tomaten 2025, Zwiebeln 1015, Meerrettich 60, Kür­bis 8-10, Pilze 30-35, Kartoffeln 5,5, Früh- äpfel 1520, Falläpfel 56, Dirnen 2030, Dörrobst 3035, Pflaumen 1015, Zwetschen 2025, Mirabellen 2530, Heineclaubcn 15 bis 20, Honig 4050, Hüffe 6070, Junge Hähne 120130, Suppenhühner 100-120 Pf. ba« Psd.: Tauben 7080 Ps. bas Stück: Dlumenkohl 30 bi« 70, Salat 1015, Salatgurken 1025, Ein­mach gurk en 24, Endivien 1020, Ober-Kohl­rabi 68, Lauch 510, Hettich 1015, Sellerie 1020 Pf. das Stück: HadieSchen 1015 Pf. da« Bund: Kartoffeln per Zentner 5 Mk.: Pfir­siche 5070, Brombeeren 4045, Preißclbeeren 40 Pf. ba« Pfund.

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' VerfassungSfeiern in den Schu­lew Da der Derfassungstag in diesem Jahre in die großen Schulferien gefallen ist. wird nach Anordnung des Kultusministers am heutigen Samstag in Den Schulen der Sag ber Weimarer Verfassung festlich begangen. Der Unterricht fällt aus.

Gefallenen-Ehrung. Gelegentlich ber heute Samstag, 23. August, in Der Zeughaus- fafeme stattsindenden Anloyfeier wirb vom Ossi- zierverein des ehemaligen Infanterie-Hegiments Kaiser Wilhelm (2. Großherzoglich Hessisches Hr. 116) gegen 19 Uhr zum Gedächtnis der an Diesem Sage ber Feuertaufe bes Hegiments gefallenen 13 Offiziere unb 340 Unteroffiziere unb Mannschaften ein Kranz mit einer kurzen, Dem Anbenken biefer Toten gewidmeten An­sprache niebergelegt werden.

Sie Museen mit dem Heiden- türm sind am morgiaen Sonntag zwischen 11 und 13 Llhr zu gewöhnlichen Preisen geöffnet.

Ein öffentlicher Impftermin ist aus Mittwoch, 27. August, in die Turnhalle ber Schiller-Schule anberaumt worben. Die Impf­nachschau finbet am 3. September statt. Die El­tern ber impfpflichiigen Kinder mögen die heu­tige Bekanntmachung beachten.

"Gießener Feuerwehr-Jubiläum. In unserem heutigen Anzeigenteil wird bie ge­filmte Bürgerschaft zur Feier be« 75. Jubiläum« bet beiden Gießener Freiwilligen Feuerwehren am 6. unb 7. September eingclaben. Festabzei­chen, bie zur Teilnahme an Den Veranstaltungen berechtigen, finb jetzt schon, auch "für Hichtfeuer- wehrleute, erhältlich. Diele auswärtige Feuer­wehren haben ihre 'Beteiligung an ber Jubi­läumsfeier schon zugesagt.

Rindermarkt in Gießen. Am kommen- den Dienstag findet hier wieder Rindvieh* (Nutzvieh.) Markt statt.

** E i n^ Schweinezwischenzählung wird am 1. September in den Gemarkungen Gießen und Schiffenberg vorgenommen. Die Schweine­besitzer seien auf die heutige Bekanntmachung der Stadtverwaltung hingewiesen.

" Gießener Gaswoche. Man schreibt uns: Am nächsten Mittwoch beginnt, wie aus Der heutigen Anzeige ersichtlich, die von Der

hiellgen Ga-vereinigung und Hau-srauendera» tung vom 27. August bi« 3 September im Saft Leib veranstaltete Gießener GaSwoche Mil be­lehrenden HauSsrauenveranstaltungen. tniercffcm- ten Gewerbe- unb Fachvorträaen wirb bie Gie­ßener GaSwoche ein abwechslungsreiche- Prv- «ramm bieten, ttmrahmt wird die ganze Deran- allung durch eine Ausstellung neuzeitlicher GaS- und Küchengeräte, an der sich sämtliche Mit­glieder ber Gasvereinigung in guter Zusammen­arbeit beteiligen. Die meisten modernen Ga«- apparate, die die Hau-frau in Küche unb Haus­halt, bei der Warmwasserbereitung unb Heizung entlasten vollen, sind ange'chlosfen und können in Betrieb vorgeführt werden, um auf die prak­tische Gasverwenbung im Hause hinzuweifen. Der Preis Der Eintrittskarten ist niedrig gehal­ten. um jcDcm Interessenten den Besuch Der Ver­anstaltungen und Ausstellung zu ermöglichen. Da seither die Veranstaltungen Der HauSfrauen- beratung unD GaSvereinigung sich grvfien Zu­spruch- erfreuten. Dürfte e« sich. Da nur eine beschränkte Anzahl Karten au-gegeben werden, empfehlen, sich rechtzeitig Eintrittskarten zu be­sorgen. (Man beachte die heutige Anzeige.)

Einbruch in einen Bahnhof.

DJ) erneisen (Oberwesterwaldkreis), 22 August. (WSlst.) Nachts wurde in Das hiesige Bahn­hofsgebäude ein Einbruch verübt. Die Diebe stiegen auf einer Leiter zu einem in ziem­licher Hohe befindlichen Fenster des Güterschuppens empor, rissen das Gitter heraus, schnitten eine Fen­sterscheibe durch und gelangten so in den Innen- raum bes Güterschuopens. Bon bo rt aus erbrachen sic die schwer mit Eisen beschlagene Tur zum Dienst- raum unb gelangten zum Kassenraum. Hier erbra­chen sie sämtliche Schubladen und nahmen den Fahrkartenbehälter mit dem ganzen Inhalt mit, der jedoch später wieder gefunden wurde, ohne daß.Fahrkarten fehlten. Ob den Dieben Geld in die Hände «fallen ist, steht noch nicht sest. Dieser Einbruch ist schon der zweite, der in kurzer Zeit in bas Bahnhosegebäude verübt wurde. Erst in der vergangenen Woche waren Diebe hier am Werk.

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Die Reihe der Tiefdruckstörungen, welche fortgesetzt vom Atlantischen Ozean heranrucken, erstrecken dabet immer ihren Einfluß bis über Deutschland und lassen den pendelnden hohen Druck im Südwesten für Frankreich und der Biskaya nicht zur Geltung ober zu längerer Dauer kommen. Bereits heute morgen lag über den britischen Inseln ein Ausläufer ber neuen Islandstörung mit einem Regengebiet. Er wird nach Deutschland weitergreifen und sich vorerst durch Eintrübung und zeitweise Niederschläge be- merkbar machen. Rach dem Dorüberzug des Nieder­schlagsfeldes tritt wohl wieder eine Lichtung der Wolkendecke ein, aber der Witterungscharakter bleibt noch wechselhaft, und die Temperaturen erreichen nicht die Werte, welche der Jahreszeit entsprechend sind.

Witterungsaussichten für Sonn* t a g. Unbeständig unb mäßig warm, zunächst be- beckt mit Hieberschlägen, bann wechselnb wolkig.

WitterungsauSsichtenfürMontag. Wechselhaftes Wetter mit einzelnen Schauern, auch Dorübergefrmb Aufheiterung, für bie Jahres­zeit kühl.

Lufttemperaturen am 22. August: mittags 20,6 Grad Celsius, abends 15,4 Grad: am 23 August: morgens 10,2 Grad. Maximum 20,8 Grad, Minimum 8,4 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 22. August: abends 22,6 Grad: am 23. August: mor­gens 15,4 Grad. Sonnenscheindauer 5% Stunden.

Reifewellerdiensl.

Garmisch-Partenkirchen. 16 Grad, Süd- westwind, halb bis ganz bedeckt.

Swinemünde. 18 Grad, Nordostwind, heiter.

Borkum. 16 Grad, Südwestwind, heiter bis halb bedeckt.

Gegen Kopfschuppen und Haarausfall verwenden Sie nicht dieses oder jenes, sondern verlan­gen Sie ein Mittel, das wis­senschaftlich erprobt ist und seit 50 Jahren unvergleichliche <007V Erfolge zu verzeichnen hat:

Dr. DRALLE s Birken wasser

OriginaJflasche RM 2.40 Doppel flache RM 4.20