Ausgabe 
23.6.1930
 
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Wirtschaft

a-

»erlln

Frankfurt o. M.

Sronffurf a. M.

Datum

21 b. I 23 b

Dalum 21 6

101

ssaliwerke ÜBeflerraeht ... 10

Kaliwerke Salzdetfurth . . . lf>

360

10 124-25

158

158.75

155.9

Devijenmarkl Berlin Frankfurt

L.M.

149,25

218,5

70

232,25

5

89,25

Schluß» kure

57,75

61,75

90

216

112

105,5

102

124

142,25

70,5

90,25

130,13

122

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234

100

90

95

70

101,5

88,5 213

110,25

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61

114

56,75

61,13

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3

3

229,4 100

96

69

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114

124

160

142,25

209,25

134,5

134

257,5

150

140

147

110,13

142,75

132,4

149

163

217,5

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12 161,5

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259 I

151,25

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er.

134,5

134,75

158,25 ,

145,5 ;

57

62

114 I

Härt et u. a. fiamtt, er habe häusluöer Ät>v« gänge wegen nicht schlafen können und deshoD einen Morgcmfpaziergang dem Aufenthalt im Bette vorgezogen. Auch schon bei früheren Ver­handlungen hat er derartige verdächtige Mot- genspaziergängc auf dieselbe Weise erklärt. Dem Gericht fiel es nicht schwer, aßt diese Behauptun­gen als leere Ausreden zu entkräften. Es ge­wann, auch ohne daß der Eigentümer der Felle crmitelt werden konnte, die Lieberzeugung, daß sie von dem Angeklagten gestohlen worden find', wahrscheinlich kurz vor dem Erscheinen der Wachtmeister auf der Lahnbrücke. Denn in der Nähe der Bleiche befindet fich eine Fellhandlung. in der der Angeklagte beschäftigt wird. Doch konnte ihr Eigentümer sachdienliche Angaben» nicht machen. Der Angeklagte eryislt 10 Sage Gefängnis, die aber sofort in eine Gelo­st r a f e von 50 M k. umgewankMewurden.

I. G. Barben Industrie Dynamit Nabel . . . Echeidcanslalt.... Goldschmioi .... ROlger-werfe .... Melallgesellschast. . .

- cc

Bereinigte Stahiwerte Otavt Minen . . . . Kaliwerke Ascher»leben

Bestrebungen zur Senkung

-es allgemeinen Zinsniveaus.

Zwischen den Spihenverbänden der Banken, Sparkassen und Genossenschaften fand am ver- iiangenen Samstag eine erneute Besprechung tatt, in deren Mittelpunkt die gemeinsamen De- trebungen des Kreditgewerbes standen, im In­teresse der Förderung der Produktion in In­dustrie, Gewerbe und Landwirtschaft eine Sen­kung des allgemeinen Z insniveaus zu erreichen. Es bestand Einigkeit darüber, daß zu diesem Zwecke alles getan werden soll, um die Kapitalbildung zu fördern, und es wurde in diesem Zusammenhänge lebhaft bedauert, daß durch die Nichtberücksichtigung des wiederholten Verlangens der Verbände auf Wiederherstellung des Bankge­heimnisses der Kapitalflucht weiter Vor­schub geleistet worden ist. .

Man war sich des ferneren darüber einig, dah eine Senkung des Sollzinses eine Senkung des Habenzinses im kurzfristigen wie im lang­fristigen Emlagegeschäft zur wesentlichen Vor- auseshung hat. Die Verbände streben nun eine Er­gänzung des zwischen ihnen bestehenden Wett- bewerbsabkommens an, wodurch wirk­samer als bisher einer gegenseitigen Heber- bictung in der Zinsreklame entge­gengewirkt werden kann, über deren zinsver- teuembc Wirkung alle Anwesenden einig waren. Durch Zusammenarbeit der örtlichen Verbände der beteiligten Gruppen soll in einer den ört­lichen Verhältnissen angepatzten Weise auf die Verwirklichung dieses Zieles hingewirkt werden.

3 >©.-5arbenfnhufIrk und kunstseidenpatt

Die I.-G.-Farbenindustrie AG. ver­öffentlicht eine längere Erklärung, in der sie die Gründe darlegt. aus denen die Gesell­schaft den Kunstseidenpakt nicht un­terzeichnet hat. Nach einem kurzen Heber­blick über das Zustandekommen des Paktes wird der Standpunkt der I. - G. in bezug auf den Begriff des Weltmarktpreises bargelegt dahin- gehend, dah der Schiedsrichter bis zu der in­ternationalen Stabilisierung der PreisverhAt- nisse die Möglichkeit haben müsse, bei der Fest­setzung der Preise, die den Weltmarktpreisen entsprechen, heute schon den bestehenden Zoll ganz oder teilweise zu berücksichtigen.

Die I.-G. wäre bereit gewesen, den Kunst­seidenpakt zu unterzeichnen, wenn diese Auf­fassung von den Derarbeiterverbänden aner­kannt worden wäre. Den auherordentlich weit­gehenden Zugeständnissen steht als Gegenleistung einmal die Zusage der Verarbeiterverbände ge­genüber, dah sie gegen die Zollerhöhung kei­nen Einspruch erheben werden und dah sie be­reit sind, die Erzeuger bei allen Mahnahmen zu unterstützen, die den Zweck haben zu er­reichen, dah die Derbandsmitglieder als Ge­samtheit grundsätzlich 90 Prozent ihres Bedarfs aus deutscher Produktion decken. Da die Ver­arbeiterverbände sich nicht entschliehen konnten, -den Vorbehalt der I.-G. anzuerkennen, erscheint es der I.°^. untragbar, den Vertrag zu unter- I zeichnen.

Die I.-G. steht auf dem Standpunkt, dah die 7 erzeugende Industrie unter dem Druck bet Ver­hältnisse mit den bisherigen Zusagen schon so weit gegangen ist, bah sie unmöglich auch auf diesen Vorbehalt noch verzichten kann. Die Hnterzeich- nung des Paktes nach der ausdrücklichen Ab­lehnung des Vorbehalts würde bedeutet haben, dah gerade in einer Zeit, wo der internationale Konkurrenzkampf an Schärfe zunimmt, die In­dustrie vollkommen auf die Möglichkeit der preis­lichen Auswertung des Zollfchutzes verzichtet.

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e (R o e _ !

Hamburger ElektrizItüU<Werk« 10

Rheinische Elektrizität .... 9

Amtsgericht Gießen.

Gießen, 17. Iuni.

Nur eine Verhandlung endete heute mit einem Hrteilsspruch, und zwar mit einem verur­teilenden Erkenntnis. Demjenigen, den es traf, war bet Sih auf der Anklagebank nicht unge­wohnt, benn ber 60jährige Angeklagte ist viel­fach vorbestraft, meist wegen Roheitsbelikte. aber auch schon wegen Diebstähle, die z.T. erst im vorigen Iaht begangen würben. Diesmal war er eines Tages frühmorgens um 5 Hhr, von den Bleichen herkommend, von zwei Polizeibeam­ten von der Lahnbrücke aus beobachtet worden, als er ein Paket unter dem Arm trug, das er beim Erblicken der Wachtmeister sofort wegwarf. Er wollte es sich später wieder holen, wurde aber von den Polizeibeamten, die sich versteckt gehalten hatten, gestellt. In dem Paket waren Hasenfelle. Heber deren Herkunft erzählte er allerlei Märchen, bei denen der große Unbe­kannte, auf den er sich in ähnlichen Fällen schon gar oft berufen hat, eine erhebliche Rolle spielte. Er will die Felle zwecks Weiterveräuherung von einem unbekannten Mann aus der Hmgc- gend, der in einer bekannten Wirtschaft hier häu­fig verkehre, erhalten haben. Ermittelungen über eine derartige Persönlichkeit waren erfolg­los. Den Gang in der Frühe um 5 Hhr er-

V fp ö" a

'16*/. . io

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is|

Deutsche Bank und

DiSconto-Gesellschaft, . . . Dresdner Bank ...... Reichsbant .

A.S.G...........

Bergmann........

Eiektr. Ltslerungrgesellschaft.

Licht und Krall......

Fetten S Guilleaume . . . Gesellschast für Elektrische

Unternehmungen . . . .

103,13

140

103.5

114.25

124,5

162

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210 ; !

135 I

135

258 |

151 I

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221,75

161 I

71,5 I

91,75

130.5 |

123,13 1

93,75

234

100

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102

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216,5

111,75

3:5-0

9> 5

Berlin

Echluß-l Anfang» kur- | Kure

Lchlestfche Elektrizität. . . Schuckeri S (So.....

Siemen» & Hal-ke .... Lransradio.......

Lahmeyer & (So..... .

Buderu» Deutsche Erdöl .... Eisener Steinkohle .... Gelsenkirchener .... Harpenei......

Hoeich Eisen.......

J>se Bergbau .

KIScknerwerle......

Köln-Neucssen ManneSmann-Röhren . . ManSselder Bergbau . . . Oberfchles. Eisenbedars . . Obersckles. KokSwerke. . . Phönir Bergbau.....

Rheinische Braunkohlen . Rhein stahl.......

Riebeck Montan

Nal. Automobil ..... Orenitctn Ä Koppel . . . Leonhard Tietz ..... EvenSka........

Frankfurter Maschinen . .

Grttzner..........6

Heyligenstaedt ...... 0

Iungyan-..........6

Lechwerte 8

Mainkraftwerke Hbchsi a.M.. .8

- Großhandelsindex. Die aus den Stich­tag des 18. Juni berechnete Großhandelsindexziffer des Statistischen Reichsamtes ist mit 124,2 gegen­über der Vorwoche (124,8) um 0,5 Prozent zurück- gegangen. Von den Hauptgruppen ist die Index­ziffer für Agrarstoffe um 0,4 Prozent auf 109,1 und die Indexziffer für industrielle Rohstoffe und Halb- ronren um 0,8 Prozent auf 121,9 gesunken. Die In­dexziffer für industrielle Fertigwaren hat mit 151,1 gegenüber der Vorwoche (151,2) leicht nachgegeben.

'* Viskose -Konvention und Verbrau­cher von Kunstseidegarnen. Die Konven­tion der deutschen Viskose - Kunstseidensabriken hat aus prinzipiellen Erwägungen beschlossen, die Einkaufsvereinigungen von Verbrauchern von Kunstseidegarnen nicht mehr zu beliefern. Reben

5 !« -4

10 135

io 135,25

Schul thei» Patzenhofer . . vstwerk«........

Atu..........

Bemberg Zellttoss Waldbos . . . . Zellstoff Aschaffenburg . . Charlottenburger Wasser . Dessauer Gar......

Daimler Motoren . . . . Deutsche Linoleum . . . Maschinenbau A.-G. . . .

Schluß» : kurs

21 6

90"

45,5

204.25

207 !

369 I

1-Uhr« Kuro

23 b

anderen Erwägungen waren für diese Stellung, nähme der Konvention Fragen der Mangelrüge und der Solidarhaftung maßgebend.

Frankfurter Börse.

F r a n k f u r t a. M.. 23. Iuni. Tendenz schwä­cher. Da durch die Ablehnung Hoepker- Aschoffs noch feine Entscheidung über bic Besetzung des Finanz Ministeriums ge­troffen wurde und somit die innerpolitische Krise, wenigstens in dieser Beziehung, noch keine Klä­rung erfahren hat, machte sich zu Beginn ber neuen Woche bei ber Spekulation toieber eine starke Zurückhaltung bemerkbar. Aber auch die erneut schwächere Neu Yorker Börse und bic ungünstige Wirtschastslage in Amerika ver­anlaßte stärkeren Pessimismus. Das Geschäft be­wegte sich im kleinsten Nahmen. Die Kulisse schritt zu Abgaben. Da bic Nachfrage infolge der anhaltenden Orberlofigteit gering war, er­gaben sich gegenüber den Schlußkursen vom Samstag teilweise wieder beträchtliche Kursein- buhcm. Stärker unter Druck standen am Kaki­rn a r k t S a l z d e tf u r t b, die bei größerem An­gebot, ohne daß ein Sonderanlah hie^u bekannt wurde. 9 Prozent einbuhten. Am Montan- markt gaben Buderus 2Prozent nach. Far­ben blieben knapp gehalten. Ilse Bergbau mußten von ihrem Anfaßgsgewinn 1 Prozent her- geben. S chi s f a h r t s w er te waren vis 1,25 Prozent abgeschwächt. Von Chemiewerten verloren I.-G.-Farben 2.25Prozent, Gold­schmidt 1,5 Prozent und Nütgerswerke 1,5Prozent. Deutsche Erdöl blieben knapp gehalten. Am Elektromarkt gaben AEG. 2 Prozent und Siemens 3,5 Prozent nach Dankwerte hatten ebenfalls Kursverluste hin- zunehmen, die aber nicht über 1 Prozent hinaus­gingen. Renten Togen still. Deut sch e Au^ leihen etwas niedriger: Schutzgebiete blie­ben behauptet. Im Verlaufe trat keine Belebung des Geschäftes ein, doch war die Stimmung leicht gebessert, auf vereinzelte Deckungen ber Kulisse. Die Kurse besserten sich zumeist um Bruchteile eines Prozentes. Am Geldmarkt war Tages­geld mit 2,25 Prozent leicht. Am Devisen­markt nannte man Mark gegen Dollar 4,1925, gegen Pfund 20,375, London gegen Kabel 4,8585, gegen Paris 123,77, gegen Mailand 92,78, gegen Madrid 41,79, gegen Schweiz 25,0940, gegen Holland 12,0825.

Berliner Börse.

Berlin, 30. Iuni. Auch die neue Woche brachte nicht bic geringsten Anzeichen einer Geschäfts­belebung. Im Gegenteil: bie G es ch ä f t s ft i 11 e ist kaum noch zu überbieten. Im heutigen Vor­mittagsverkehr fanden überhaupt feine Hmfähe statt, und man rechnete mit einer schwächeren Börseneröffnung, die auch dann tatsächlich eine allgemeine ©enfung des Kursni - v eaus von 1 bis 3 Proz., vereinzelt auch 4 bis 6 Proz. brachte. Die anhaltende Schwäche der Neuyorker Börse vom Samstag, bie matten Auslanbbörsen von heute, und die immer noch ungeregelte F i n anz mi n i st e r f r a g e mahnten zur Zurückhaltung. Die Spekulation schritt erneut zu Abgaben, die zwar nur geringen Hmfang hatten, aber trotzdem nicht leicht Auf­nahme fanden. Man überlegte ferner, dah der Halb jahresultimo kurz vor der Tür steht, der zwar Schwierigkeiten kaum bringen wird, daß aber die Differenzen zum Teil recht erheb­lich sein dürften. Heber 3 Prozent hinaus waren Rhein. Braunkohlen. Salzdet­furth, Siemens. Ost wer ke abgeschwächt: die Rückgänge betrugen hier bis zu 4,5 Prozent. Berger lagen 5,5 und Polyphon, bei denen heute 8,25 Proz. Bezugsrecht abgezogen wurden, verloren noch 6,25 Prozent. Deutsche An­leihen waren nicht einheitlich. Neu besitz lagen schwächer. A usländer waren fast ge- schästslos. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 175 bis 4 Proz. sehr leicht: Monatsgeld stellte sich auf 4,5 bis 5.75 und Warenwechsel auf 4 Prozent. Man glaubt, daß der morgen zur Festsetzung kommende Reportgeldsatz 0,5 Proz. unter den letzten Sah lauten wird. Nach den ersten Kursen verstärkte sich die Geschäftsstille immer mehr. Orders waren nicht auszuführen, ja die Börfe selbst schritt eher noch zu weiteren Positionslösungen, die ein erneutes Abgleiten des Kursniveaus zur Folge hatten. Allgemein gingen die Kurse 1 bis 2 Proz. unter Anfang zurück. Salz detfurth und Siemens mit minus 3 bzw. 2,5 Prozent etwas stärker gedrückt.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a.M., 23. Iuni. Auftrieb: 1474 Stück Rinder: darunter 375 Ochsen, 140 Bullen, 526 Kühe, 380 Färsen: ferner 587 Kälber, 17 Schafe, 4980 Schweine. Rinder: Ochsen, voll- fleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts, jüngere, 56 bis 59, altere 52 bis 55. sonstige vollsleischige, jüngere 47 bis 51; Bullen, jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts 52 bis 56, sonstige vollfleischige oder ausgemästete 48 bis 51; Kühe, jüngere vollsleischige, höchsten Schlachtwerts 46 bis 50, sonstige vollsleischige oder ausgemästete 42 bis 45, fleischige 36 bis 41, gering genährte 80 bis 35; Färsen < Kalbinnen, Iungrinder), vollsleischige. ausgemästete, höchsten Schlachtwerts 58 bis 61. vollsleischige 54 bis 57, fleischige 50 bis 53. Kälber: Doppellender bester Mast 78 bis 81. beste Mast° und Saugkälber 72 bis 77, Mittlere Mast- und Saugkälber 65 bis 71. Schweine: vollsleischige Schweine von etwa 240 bis 300 Pfund Lebendgewicht 59 bis 62, von etwa 200 bis 240 Pfund Lebendgewicht 63 bis 65, von etwa 160 bis 200 Pfund Lebend­gewicht 63 bis 64, fleischige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfund Lebendgewicht 62 bis 64 Mk. Marktverlauf: Rinder ruhig, Heberstand. Schweine schleppend. Heberstand. Fettschweine schwer verkäuflich. Kälber langsam, ausverkauft.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 23. Iuni. Zu Beginn der neuen Woche blieb das Geschäft am Frankfurter Produktenmarkt sehr ruhig. Die Auslandnotie­rungen fanden keine Beachtung. Die Notierungen lauteten für Weizen und Roggen bis zu 5 Mark niedriger. Hafer und Gerste gut behauptet. Das Angebot von Inlandware war infolge der Trockenheit und des sehr heißen Wetters ziemlich gering, aber trotzdem konnte keine Belebung des Geschäfts eintreten. Das Mehlgeschäft war wei­terhin schleppend. Die Preise verstehen sich für Getreide je Tonne, für die übrigen Waren je 100 Kilo. Es wurden notiert: Weizen, Hektoliter­gewicht von 78 Kilo 312.50; Roggen, Hektoliter­gewicht 72 Kilo 165 bis 167,50; Hafer, inländi­scher 163,50 bis 165; Weizenmehl, süddeutsches. Spezial 0 44 bis 44,75; Roggenmehl 24,50 bis 25,50; Weizenkleie 6,75; Roggenkleie 6,75; Erbsen, je nach Qualität für Speisezwecke 26 bis 35; Linsen, je nach Qualität für Speisezwecke 38 bis 80; Heu, süddeutsches, gut, gesund, trocken 6,50; Weizen^ und Roggenstroh, drahtgepreht 4.50 bis 4,75; Weizen- und Roggenstroh, gebündelt 5; Treber, getrocknet 9,25 bis 10.25 Mark. Tendenz: ruhig.

Frankfurter Eicrmarkt.

Marktlage: Das Geschäft nahm auch in dieser Woche einen normalen Verlauf. Eine Belebung war nicht eingetreten. Die Preise waren im allgemeinen weniger verändert. Vereinzelt mach­ten sich Symptome einer Abwärtsbewegung be­merkbar. Es notierten per Stück: Italiener 8,50 bis 8,75 Pfennig; Bulgaren 6,75 bis 7; Iugo» flatren 6,75 bis 7; Rumänen 6,25 bis 6,75; Russen 6,25 bis 6,75; Holländer 7,50 bis 9,50; Dänen 7,50 bis 9,50; Belg.-Flond. 8,50 bis 8,75; Schlesier 7 bis 7,75; Bayern 7 bis 7,50; Nord­deutsche 6,75 bis 7,75 Pfennig.

bül?r-

23 6.

1Ö2

Schluß» kurS

21 6

"

45,5

204,5

206.5

369 I

Ansong» .fluni

23- 6

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45,4

205

365

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FU !h!

Briefkasten der Redaktion.

(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)

f). k. In Beleidigungs- und einfachen Körperoer- leßungssachen findet vor der Erhebung einer Privat- flage ein Sühnetermin statt, wenn die Geaner im selben Gemeindebezirk wohnen. Erscheint der Be­leidiger (geladen) nicht oder kommt ein Vergleich nicht zustande, so gilt der Sühneversuch als erfolglos, und es kann nunmehr Privatklage erhoben werden. Die Kosten des Sühnetermins trägt vorerst der Privatkläger. Sie werden entweder im Vergleich geregelt öder später gerichtlich bei Erledigung des Strafverfahrens. Im Sühnetrmin find Zeugen nicht notwendig. Unbeteiligte Personen sind im Sühne­termin nicht zugelassen, wohl aber bei der gericht- lichen Hauptoerhandlung.

Daten für Montag, 23. Juni.

1804: der Industrielle Johann Friedrich August Borsig in Breslau geboren; 1805: der Bildhauer Friedrich Drake in Pyrmont geboren; 1919: Deutschland nimmt die Friedensbedingungen an.

Daten für Dienstag 24 Juni.

1777: der Entdecker des magnetischen Nordpol- John Roß in Wigtownshire geboren; 1916: Be­ginn der Somme-Offensive.

Vermischtes.

Die Deutsche Strafrechtliche Gesellschaft zur Neuregelung des juristischen Studiums.

Die Deutsche Strafrechtliche Gesellschaft hat auf ihrer Bamberger Tagung nachstehende Entschließun-- gen zu der oöm preußischen Unterrichtsministerium geplanten Neuregelung des juristischen Studiums gefaßt.

1. Die Deutsche Strafrechtliche Gesellschaft erblickt in der preußischen Studienreform eine große Gefahr für die deutschen U n i o e r f i t ä - ten als Stätten der Pflege wissenschaftlichen Geistes und als Anstalten des Unterrichts. Sie erblickt ins- besondere in dem Versuch, die Methode der Vor­lesungen zwangsweise zu bestimmen, eine Verletzung de r verfassungsmäßig ge­währleisteten Lehrfreiheit, gegen die sie schärfsten Einspruch erhebt. Die Gesellschaft hält es für dringend geboten, daß die nichtpreußi - schen Rechtsfakultäten möglichst umgehend zu den preußischen Vorschlägen und den Bestrebun­gen, sie für alle Rechtsfakultäten Deutschlands bindend zu machen, Stellung nehmen.

2. Die Deutsche Strafrechtliche Gesellschaft erhebt lebhaften Einspruch gegen den Versuch des preußi­schen Volksbildungsministeriums, die systemati­schen Strafprozeßvorlesungen auf zwei Stunden heravzudrücken. Die Gesellschaft weist mit Nachdruck darauf hin, daß die für den Freiheits­schutz des Einzelnen so grundlegende Lehre des ^trafprozeßrechls im Universitätsstudium diejenige Stelle einnehmen muß, die dieser Bedeutung ent­spricht. Die Gesellschaft ist sich bewußt, daß die sogenannte Vertrauenskrise der deutschen Justiz nicht besser bekämpft werden kann, als dadurch, daß die künftigen Richter, Staatsanwälte und Anwälte in der Materie des Prozeßrechts auf das ein­gehendste unterrichtet werden, was bei einer Aus­bildung in zweistündiger Vorlesung ein Ding der Unmöglichkeit ist.

Kunst und Wissenschaft.

200 Jahre Darmstädter Kunst.

In Darmstadt wurde am.Sonntagvormittag vor geladenen Gästen und in Anwesenheit der staatlichen und städtischen Spitzen die Ausstellung2 0 0 I a h r e Darmstädter Kun st" im Ausstellungsgebäude der Kunftlerkolonie eröffnet.

Miag...........10

Gckr. Reeder ...... 10

Boigi & Haessner ...... S

Süddeutsche fiudet .... 10

'bt MV. W. 3 2^0 oi u 5 u « ?

L <=

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Hamvurg-ÄmeNla 'Lake! . . . < 1Ö3 25

Hamburg-Südom. Dampsschiss. 8

Hama Dampsschiss.....10

Norddeutscher Lloyd.....8 103

Allgemeine DeutjchsSredilansk. 10 113,75 Barmer Bankverein .... ,A ,n* '>K Berliner Hanve!?gesellschast . (Sommer*» und Privat-Banl . DarmstSdter und Naltonalbant

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börfe.

Die hinter den Pnplcren angeführten Ziffern geben die tzühe der zuleht befchleffenen Dividende an. - Reichebankdiskont 4 n. f>., Lomdardzinefub S » S.

Phllipp Holzmann 1

Zcmcniwerk Heidelberg . . 10

(Semeniwerk narlstadt. ... 10

Wavtz L Freyiog......8

Vanknoten.

Berlin, 21- Zuni . . .

Geld

3rk|

Amerikoniiche Noten......

4.171

4,191

Belgische Noten........

58,41

58.65

Dänische Noten ........

111,86

112,30

Englische Noten .......

20,322

20,402

flranzbsische Noten .......

16,39

16.45

167,98

163,56

Atalienische Noten........

21,96

22,04

Norwegische Noten.......

111,94

112,38

Deutsch-Oesterreich, ä 100 Schilling

59,05

59.29

gdlniänischc Noten.......

2,46

2,48

Schwedische Noten .......

112,28

112,72

Schweizer Noten........

81,04

81,36

Spanische Noten........

48,60

48.80

Tschechoslowakische Noten.....

12,42

12,48

Ungarische Noten ........

73,07

73.37

Frankfurt o. Ul.

Berlin

Schluß»! kur«

l«llhr» Alt«

Schluß»: kur4 |

Anfang» .Aur4

Daium

21 6-

23 6

21 6.

23 6

6% Deuych« Neicheanteche

88,25

7% Deutsche Reichsanleihe nnn 1M9..........

104,9

104

Deutsche «nl..Ablös.-Schuld mit

58,6

58,5

58,7

58.6

DeSgl. ohne Auslos.-Rechte . . .

9,05

9,25

9

6% Hess. BolkLstoat von 1929

(rüdtch"j 10%)......

95,5

96

O berhessen Provinz»Anleihe mit

Deutsche Komm. Sarnrnelabl.

Anleihe Serie 1.......

58,4

58,25

6% Franks. Hqp.-Bank Goldpse

XI I> unkündbar bis 1934 . . -

100,75

7% Franks. Hyp.-Banl Goldpse

unkündbar 6t3 1932 .....

95

4y2% Rheinische Hyp.-Banl

Liqu. Goldpse.........

89,5

_

1 -

8% Pr. LandeSpsandbriesanstalt,

<Rfanbbriefc SR. 17......

101

101,25

-

8% Pr. LandeLpIandbriesanstall,

Komm.-Obl. R. 20......

96,5

e

7% Pr. Landeipsandbriesanstalt,

Psriridbriese R. 10......

95,5

94,75

_

a.@.@. abg. Borkrieg».Obltgatlo.

neu, rückzahlbar 1932 .....

98

4% Oesterreichssche Golvrente . .

4,20% Lesterreichische Silberrente

26,5

26,6

4% Oeslerreichische Einheitliche

f'R f n t c

_

2

«% Ungarische Goldrente . . . .

23

23,2

4% Ungarische Staalsrente v. 1910

4N% desgl. von 1913.....

21

4% Ungarisch« Sronenrenle . . .

2,05

-

2

-

4% Dürktsche Zollanlethe von 1911

5,75

>

4% Türkische Bagdadbohn»Anl

I .........

5,75

_

5,9

4% bHfli. Serie II.......

5,75

5,75

5% Rumänische veretnh. Rente

9,6

9,6

9,05

4Vi% Rumänische vereinh. Rente

-

4% Rumänische veretnh. Rente

7,75

7,9

7,8

I 7,85

93 1

91

21. Juni

23. Juni

114 1

Notierung

Amtliche Notierung

136

78,5 1

77,5

Geld 1

Vriei

Geld

Sriel

l'lmft-Nott.

168,29

168,63

168.28

168,62

290

287

Buen.-Aires Brss'Antw

1,550

58,41

1,554 58,53

1,545 58.42

1,553

58,54

112 32

237,5

233

112,08

112,30

112,10

88.5

89

86,5

K open k>ag-ii Stockholm . Helsingfors.

112,08

112,30

112,10

112,32

97

99

98

112,36

112,48

112,47

112,69

158

157,75

153

10,54

10,56

10,544

10,564

120

118,5

118,25

21,945

20,389

21,94

21,98

99,5

98,25

20,349

21,985

20,35

20,39

.

147,75

146,13

Weunor! .. Pari-. . » . Schwei; .

4,1885

16,435

4,1965

4.189

4.197

-

34,75

33,75

16,475

16.44

16,48

204

204,5

202

81,10

81,26

81,13

81,29

-

47,25

Spanien ..

48.75

48,85

48-95

49.05

15,65

15

yäpan . . -

2,069

2,073

2.069

2,073

69

Rio de Jan-

0,472

0,474

0.472

0,474

148

"°H

146,25

Dien in D-»

69.23

302

302

Oest- abgest-

59.10

59,22

59,11

Prag

Belgrad , -

12,425

12,445

12,433

12,453

25

35

25,5

7.401

7,415

7,402

7.416

__-

34,4

_

Budapest - - Bulgarien .

73,255

3,035

73,395

3,045

73,25

3.035

73,39

3,041

18,81

_

36

Lissabon .

18.77

81,81

18,77

97,5

Danzig. .

Aorist intm.

81,38

1,784

81,54

1,789

81.36

1,785

81,54

1,789

_

113

112,25

Athen. .

5,425

5,435

5,425

5,435

ins

_

Canada .

4,180

4,196

4,189

4,197

__

150

Uruguay -

3.656

3.664

3,666

156'5

157,29

Lairo . .

I 20,86

20.90

20,86

20,90

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