Wirtschaft
a-
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Frankfurt o. M.
Sronffurf a. M.
Datum
21 b. I 23 b
Dalum 21 6
101
ssaliwerke ÜBeflerraeht ... 10
Kaliwerke Salzdetfurth . . . lf>
360
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Devijenmarkl Berlin — Frankfurt
L.M.
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57
62
114 I
Härt et u. a. fiamtt, er habe häusluöer Ät>v« gänge wegen nicht schlafen können und deshoD einen Morgcmfpaziergang dem Aufenthalt im Bette vorgezogen. Auch schon bei früheren Verhandlungen hat er derartige verdächtige Mot- genspaziergängc auf dieselbe Weise erklärt. Dem Gericht fiel es nicht schwer, aßt diese Behauptungen als leere Ausreden zu entkräften. Es gewann, auch ohne daß der Eigentümer der Felle crmitelt werden konnte, die Lieberzeugung, daß sie von dem Angeklagten gestohlen worden find', wahrscheinlich kurz vor dem Erscheinen der Wachtmeister auf der Lahnbrücke. Denn in der Nähe der Bleiche befindet fich eine Fellhandlung. in der der Angeklagte beschäftigt wird. Doch konnte ihr Eigentümer sachdienliche Angaben» nicht machen. Der Angeklagte eryislt 10 Sage Gefängnis, die aber sofort in eine Gelost r a f e von 50 M k. umgewankMe—wurden.
I. G. Barben Industrie Dynamit Nabel . . . Echeidcanslalt.... Goldschmioi .... ROlger-werfe .... Melallgesellschast. . .
■- cc
Bereinigte Stahiwerte Otavt Minen . . . . Kaliwerke Ascher»leben
Bestrebungen zur Senkung
-es allgemeinen Zinsniveaus.
Zwischen den Spihenverbänden der Banken, Sparkassen und Genossenschaften fand am ver- iiangenen Samstag eine erneute Besprechung tatt, in deren Mittelpunkt die gemeinsamen De- trebungen des Kreditgewerbes standen, im Interesse der Förderung der Produktion in Industrie, Gewerbe und Landwirtschaft eine Senkung des allgemeinen Z insniveaus zu erreichen. Es bestand Einigkeit darüber, daß zu diesem Zwecke alles getan werden soll, um die Kapitalbildung zu fördern, und es wurde in diesem Zusammenhänge lebhaft bedauert, daß durch die Nichtberücksichtigung des wiederholten Verlangens der Verbände auf Wiederherstellung des Bankgeheimnisses der Kapitalflucht weiter Vorschub geleistet worden ist. .
Man war sich des ferneren darüber einig, dah eine Senkung des Sollzinses eine Senkung des Habenzinses im kurzfristigen wie im langfristigen Emlagegeschäft zur wesentlichen Vor- auseshung hat. Die Verbände streben nun eine Ergänzung des zwischen ihnen bestehenden Wett- bewerbsabkommens an, wodurch wirksamer als bisher einer gegenseitigen Heber- bictung in der Zinsreklame entgegengewirkt werden kann, über deren zinsver- teuembc Wirkung alle Anwesenden einig waren. Durch Zusammenarbeit der örtlichen Verbände der beteiligten Gruppen soll in einer den örtlichen Verhältnissen angepatzten Weise auf die Verwirklichung dieses Zieles hingewirkt werden.
3 >©.-5arbenfnhufIrk und kunstseidenpatt
Die I.-G.-Farbenindustrie AG. veröffentlicht eine längere Erklärung, in der sie die Gründe darlegt. aus denen die Gesellschaft den Kunstseidenpakt nicht unterzeichnet hat. Nach einem kurzen Heberblick über das Zustandekommen des Paktes wird der Standpunkt der I. - G. in bezug auf den Begriff des Weltmarktpreises bargelegt dahin- gehend, dah der Schiedsrichter bis zu der internationalen Stabilisierung der PreisverhAt- nisse die Möglichkeit haben müsse, bei der Festsetzung der Preise, die den Weltmarktpreisen entsprechen, heute schon den bestehenden Zoll ganz oder teilweise zu berücksichtigen.
Die I.-G. wäre bereit gewesen, den Kunstseidenpakt zu unterzeichnen, wenn diese Auffassung von den Derarbeiterverbänden anerkannt worden wäre. Den auherordentlich weitgehenden Zugeständnissen steht als Gegenleistung einmal die Zusage der Verarbeiterverbände gegenüber, dah sie gegen die Zollerhöhung keinen Einspruch erheben werden und dah sie bereit sind, die Erzeuger bei allen Mahnahmen zu unterstützen, die den Zweck haben zu erreichen, dah die Derbandsmitglieder als Gesamtheit grundsätzlich 90 Prozent ihres Bedarfs aus deutscher Produktion decken. Da die Verarbeiterverbände sich nicht entschliehen konnten, -den Vorbehalt der I.-G. anzuerkennen, erscheint es der I.°^. untragbar, den Vertrag zu unter- I zeichnen.
Die I.-G. steht auf dem Standpunkt, dah die 7 erzeugende Industrie unter dem Druck bet Verhältnisse mit den bisherigen Zusagen schon so weit gegangen ist, bah sie unmöglich auch auf diesen Vorbehalt noch verzichten kann. Die Hnterzeich- nung des Paktes nach der ausdrücklichen Ablehnung des Vorbehalts würde bedeutet haben, dah gerade in einer Zeit, wo der internationale Konkurrenzkampf an Schärfe zunimmt, die Industrie vollkommen auf die Möglichkeit der preislichen Auswertung des Zollfchutzes verzichtet.
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Hamburger ElektrizItüU<Werk« 10
Rheinische Elektrizität .... 9
Amtsgericht Gießen.
Gießen, 17. Iuni.
Nur eine Verhandlung endete heute mit einem Hrteilsspruch, und zwar mit einem verurteilenden Erkenntnis. Demjenigen, den es traf, war bet Sih auf der Anklagebank nicht ungewohnt, benn ber 60jährige Angeklagte ist vielfach vorbestraft, meist wegen Roheitsbelikte. aber auch schon wegen Diebstähle, die z.T. erst im vorigen Iaht begangen würben. Diesmal war er eines Tages frühmorgens um 5 Hhr, von den Bleichen herkommend, von zwei Polizeibeamten von der Lahnbrücke aus beobachtet worden, als er ein Paket unter dem Arm trug, das er beim Erblicken der Wachtmeister sofort wegwarf. Er wollte es sich später wieder holen, wurde aber von den Polizeibeamten, die sich versteckt gehalten hatten, gestellt. In dem Paket waren Hasenfelle. Heber deren Herkunft erzählte er allerlei Märchen, bei denen der große Unbekannte, auf den er sich in ähnlichen Fällen schon gar oft berufen hat, eine erhebliche Rolle spielte. Er will die Felle zwecks Weiterveräuherung von einem unbekannten Mann aus der Hmgc- gend, der in einer bekannten Wirtschaft hier häufig verkehre, erhalten haben. Ermittelungen über eine derartige Persönlichkeit waren erfolglos. Den Gang in der Frühe um 5 Hhr er-
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Deutsche Bank und
DiSconto-Gesellschaft, . . . Dresdner Bank ...... Reichsbant .
A.S.G...........
Bergmann........
Eiektr. Ltslerungrgesellschaft.
Licht und Krall......
Fetten S Guilleaume . . . Gesellschast für Elektrische
Unternehmungen . . . .
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Berlin
Echluß-l Anfang» kur- | Kure
Lchlestfche Elektrizität. . . Schuckeri S (So.....
Siemen» & Hal-ke .... Lransradio.......
Lahmeyer & (So..... .
Buderu» Deutsche Erdöl .... Eisener Steinkohle .... Gelsenkirchener .... Harpenei...... •
Hoeich Eisen.......
J>se Bergbau .
KIScknerwerle......
Köln-Neucssen ManneSmann-Röhren . . ManSselder Bergbau . . . Oberfchles. Eisenbedars . . Obersckles. KokSwerke. . . Phönir Bergbau.....
Rheinische Braunkohlen . Rhein stahl.......
Riebeck Montan
Nal. Automobil ..... Orenitctn Ä Koppel . . . Leonhard Tietz ..... EvenSka........
Frankfurter Maschinen . .
Grttzner..........6
Heyligenstaedt ...... 0
Iungyan-..........6
Lechwerte 8
Mainkraftwerke Hbchsi a.M.. .8
- Großhandelsindex. Die aus den Stichtag des 18. Juni berechnete Großhandelsindexziffer des Statistischen Reichsamtes ist mit 124,2 gegenüber der Vorwoche (124,8) um 0,5 Prozent zurück- gegangen. Von den Hauptgruppen ist die Indexziffer für Agrarstoffe um 0,4 Prozent auf 109,1 und die Indexziffer für industrielle Rohstoffe und Halb- ronren um 0,8 Prozent auf 121,9 gesunken. Die Indexziffer für industrielle Fertigwaren hat mit 151,1 gegenüber der Vorwoche (151,2) leicht nachgegeben.
'* Viskose -Konvention und Verbraucher von Kunstseidegarnen. Die Konvention der deutschen Viskose - Kunstseidensabriken hat aus prinzipiellen Erwägungen beschlossen, die Einkaufsvereinigungen von Verbrauchern von Kunstseidegarnen nicht mehr zu beliefern. Reben
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Schul thei» Patzenhofer . . vstwerk«........
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Bemberg Zellttoss Waldbos . . . . Zellstoff Aschaffenburg . . Charlottenburger Wasser . Dessauer Gar......
Daimler Motoren . . . . Deutsche Linoleum . . . Maschinenbau A.-G. . . .
Schluß» : kurs
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45,5
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207 !
369 I
1-Uhr« Kuro
23 b
anderen Erwägungen waren für diese Stellung, nähme der Konvention Fragen der Mangelrüge und der Solidarhaftung maßgebend.
Frankfurter Börse.
F r a n k f u r t a. M.. 23. Iuni. Tendenz schwächer. — Da durch die Ablehnung Hoepker- Aschoffs noch feine Entscheidung über bic Besetzung des Finanz Ministeriums getroffen wurde und somit die innerpolitische Krise, wenigstens in dieser Beziehung, noch keine Klärung erfahren hat, machte sich zu Beginn ber neuen Woche bei ber Spekulation toieber eine starke Zurückhaltung bemerkbar. Aber auch die erneut schwächere Neu Yorker Börse und bic ungünstige Wirtschastslage in Amerika veranlaßte stärkeren Pessimismus. Das Geschäft bewegte sich im kleinsten Nahmen. Die Kulisse schritt zu Abgaben. Da bic Nachfrage infolge der anhaltenden Orberlofigteit gering war, ergaben sich gegenüber den Schlußkursen vom Samstag teilweise wieder beträchtliche Kursein- buhcm. Stärker unter Druck standen am Kakirn a r k t S a l z d e tf u r t b, die bei größerem Angebot, ohne daß ein Sonderanlah hie^u bekannt wurde. 9 Prozent einbuhten. Am Montan- markt gaben Buderus 2Prozent nach. Farben blieben knapp gehalten. Ilse Bergbau mußten von ihrem Anfaßgsgewinn 1 Prozent her- geben. S chi s f a h r t s w er te waren vis 1,25 Prozent abgeschwächt. Von Chemiewerten verloren I.-G.-Farben 2.25Prozent, Goldschmidt 1,5 Prozent und Nütgerswerke 1,5Prozent. Deutsche Erdöl blieben knapp gehalten. Am Elektromarkt gaben AEG. 2 Prozent und Siemens 3,5 Prozent nach Dankwerte hatten ebenfalls Kursverluste hin- zunehmen, die aber nicht über 1 Prozent hinausgingen. Renten Togen still. Deut sch e Au^ leihen etwas niedriger: Schutzgebiete blieben behauptet. Im Verlaufe trat keine Belebung des Geschäftes ein, doch war die Stimmung leicht gebessert, auf vereinzelte Deckungen ber Kulisse. Die Kurse besserten sich zumeist um Bruchteile eines Prozentes. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 2,25 Prozent leicht. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,1925, gegen Pfund 20,375, London gegen Kabel 4,8585, gegen Paris 123,77, gegen Mailand 92,78, gegen Madrid 41,79, gegen Schweiz 25,0940, gegen Holland 12,0825.
Berliner Börse.
Berlin, 30. Iuni. Auch die neue Woche brachte nicht bic geringsten Anzeichen einer Geschäftsbelebung. Im Gegenteil: bie G es ch ä f t s ft i 11 e ist kaum noch zu überbieten. Im heutigen Vormittagsverkehr fanden überhaupt feine Hmfähe statt, und man rechnete mit einer schwächeren Börseneröffnung, die auch dann tatsächlich eine allgemeine ©enfung des Kursni - v eaus von 1 bis 3 Proz., vereinzelt auch 4 bis 6 Proz. brachte. Die anhaltende Schwäche der Neuyorker Börse vom Samstag, bie matten Auslanbbörsen von heute, und die immer noch ungeregelte F i n anz mi n i st e r f r a g e mahnten zur Zurückhaltung. Die Spekulation schritt erneut zu Abgaben, die zwar nur geringen Hmfang hatten, aber trotzdem nicht leicht Aufnahme fanden. Man überlegte ferner, dah der Halb jahresultimo kurz vor der Tür steht, der zwar Schwierigkeiten kaum bringen wird, daß aber die Differenzen zum Teil recht erheblich sein dürften. Heber 3 Prozent hinaus waren Rhein. Braunkohlen. Salzdetfurth, Siemens. Ost wer ke abgeschwächt: die Rückgänge betrugen hier bis zu 4,5 Prozent. Berger lagen 5,5 und Polyphon, bei denen heute 8,25 Proz. Bezugsrecht abgezogen wurden, verloren noch 6,25 Prozent. Deutsche Anleihen waren nicht einheitlich. Neu besitz lagen schwächer. A usländer waren fast ge- schästslos. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 175 bis 4 Proz. sehr leicht: Monatsgeld stellte sich auf 4,5 bis 5.75 und Warenwechsel auf 4 Prozent. Man glaubt, daß der morgen zur Festsetzung kommende Reportgeldsatz 0,5 Proz. unter den letzten Sah lauten wird. Nach den ersten Kursen verstärkte sich die Geschäftsstille immer mehr. Orders waren nicht auszuführen, ja die Börfe selbst schritt eher noch zu weiteren Positionslösungen, die ein erneutes Abgleiten des Kursniveaus zur Folge hatten. Allgemein gingen die Kurse 1 bis 2 Proz. unter Anfang zurück. Salz detfurth und Siemens mit minus 3 bzw. 2,5 Prozent etwas stärker gedrückt.
Frankfurter Schlachtviehmarkt.
Frankfurt a.M., 23. Iuni. Auftrieb: 1474 Stück Rinder: darunter 375 Ochsen, 140 Bullen, 526 Kühe, 380 Färsen: ferner 587 Kälber, 17 Schafe, 4980 Schweine. Rinder: Ochsen, voll- fleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts, jüngere, 56 bis 59, altere 52 bis 55. sonstige vollsleischige, jüngere 47 bis 51; Bullen, jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts 52 bis 56, sonstige vollfleischige oder ausgemästete 48 bis 51; Kühe, jüngere vollsleischige, höchsten Schlachtwerts 46 bis 50, sonstige vollsleischige oder ausgemästete 42 bis 45, fleischige 36 bis 41, gering genährte 80 bis 35; Färsen < Kalbinnen, Iungrinder), vollsleischige. ausgemästete, höchsten Schlachtwerts 58 bis 61. vollsleischige 54 bis 57, fleischige 50 bis 53. Kälber: Doppellender bester Mast 78 bis 81. beste Mast° und Saugkälber 72 bis 77, Mittlere Mast- und Saugkälber 65 bis 71. Schweine: vollsleischige Schweine von etwa 240 bis 300 Pfund Lebendgewicht 59 bis 62, von etwa 200 bis 240 Pfund Lebendgewicht 63 bis 65, von etwa 160 bis 200 Pfund Lebendgewicht 63 bis 64, fleischige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfund Lebendgewicht 62 bis 64 Mk. Marktverlauf: Rinder ruhig, Heberstand. Schweine schleppend. Heberstand. Fettschweine schwer verkäuflich. Kälber langsam, ausverkauft.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 23. Iuni. Zu Beginn der neuen Woche blieb das Geschäft am Frankfurter Produktenmarkt sehr ruhig. Die Auslandnotierungen fanden keine Beachtung. Die Notierungen lauteten für Weizen und Roggen bis zu 5 Mark niedriger. Hafer und Gerste gut behauptet. Das Angebot von Inlandware war infolge der Trockenheit und des sehr heißen Wetters ziemlich gering, aber trotzdem konnte keine Belebung des Geschäfts eintreten. Das Mehlgeschäft war weiterhin schleppend. Die Preise verstehen sich für Getreide je Tonne, für die übrigen Waren je 100 Kilo. Es wurden notiert: Weizen, Hektolitergewicht von 78 Kilo 312.50; Roggen, Hektolitergewicht 72 Kilo 165 bis 167,50; Hafer, inländischer 163,50 bis 165; Weizenmehl, süddeutsches. Spezial 0 44 bis 44,75; Roggenmehl 24,50 bis 25,50; Weizenkleie 6,75; Roggenkleie 6,75; Erbsen, je nach Qualität für Speisezwecke 26 bis 35; Linsen, je nach Qualität für Speisezwecke 38 bis 80; Heu, süddeutsches, gut, gesund, trocken 6,50; Weizen^ und Roggenstroh, drahtgepreht 4.50 bis 4,75; Weizen- und Roggenstroh, gebündelt 5; Treber, getrocknet 9,25 bis 10.25 Mark. Tendenz: ruhig.
Frankfurter Eicrmarkt.
Marktlage: Das Geschäft nahm auch in dieser Woche einen normalen Verlauf. Eine Belebung war nicht eingetreten. Die Preise waren im allgemeinen weniger verändert. Vereinzelt machten sich Symptome einer Abwärtsbewegung bemerkbar. Es notierten per Stück: Italiener 8,50 bis 8,75 Pfennig; Bulgaren 6,75 bis 7; Iugo» flatren 6,75 bis 7; Rumänen 6,25 bis 6,75; Russen 6,25 bis 6,75; Holländer 7,50 bis 9,50; Dänen 7,50 bis 9,50; Belg.-Flond. 8,50 bis 8,75; Schlesier 7 bis 7,75; Bayern 7 bis 7,50; Norddeutsche 6,75 bis 7,75 Pfennig.
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Briefkasten der Redaktion.
(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)
f). k. In Beleidigungs- und einfachen Körperoer- leßungssachen findet vor der Erhebung einer Privat- flage ein Sühnetermin statt, wenn die Geaner im selben Gemeindebezirk wohnen. Erscheint der Beleidiger (geladen) nicht oder kommt ein Vergleich nicht zustande, so gilt der Sühneversuch als erfolglos, und es kann nunmehr Privatklage erhoben werden. Die Kosten des Sühnetermins trägt vorerst der Privatkläger. Sie werden entweder im Vergleich geregelt öder später gerichtlich bei Erledigung des Strafverfahrens. Im Sühnetrmin find Zeugen nicht notwendig. Unbeteiligte Personen sind im Sühnetermin nicht zugelassen, wohl aber bei der gericht- lichen Hauptoerhandlung.
Daten für Montag, 23. Juni.
1804: der Industrielle Johann Friedrich August Borsig in Breslau geboren; — 1805: der Bildhauer Friedrich Drake in Pyrmont geboren; — 1919: Deutschland nimmt die Friedensbedingungen an.
Daten für Dienstag 24 Juni.
1777: der Entdecker des magnetischen Nordpol- John Roß in Wigtownshire geboren; — 1916: Beginn der Somme-Offensive.
Vermischtes.
Die Deutsche Strafrechtliche Gesellschaft zur Neuregelung des juristischen Studiums.
Die Deutsche Strafrechtliche Gesellschaft hat auf ihrer Bamberger Tagung nachstehende Entschließun-- gen zu der oöm preußischen Unterrichtsministerium geplanten Neuregelung des juristischen Studiums gefaßt.
1. Die Deutsche Strafrechtliche Gesellschaft erblickt in der preußischen Studienreform eine große Gefahr für die deutschen U n i o e r f i t ä - ten als Stätten der Pflege wissenschaftlichen Geistes und als Anstalten des Unterrichts. Sie erblickt ins- besondere in dem Versuch, die Methode der Vorlesungen zwangsweise zu bestimmen, eine Verletzung de r verfassungsmäßig gewährleisteten Lehrfreiheit, gegen die sie schärfsten Einspruch erhebt. Die Gesellschaft hält es für dringend geboten, daß die nichtpreußi - schen Rechtsfakultäten möglichst umgehend zu den preußischen Vorschlägen und den Bestrebungen, sie für alle Rechtsfakultäten Deutschlands bindend zu machen, Stellung nehmen.
2. Die Deutsche Strafrechtliche Gesellschaft erhebt lebhaften Einspruch gegen den Versuch des preußischen Volksbildungsministeriums, die systematischen Strafprozeßvorlesungen auf zwei Stunden heravzudrücken. Die Gesellschaft weist mit Nachdruck darauf hin, daß die für den Freiheitsschutz des Einzelnen so grundlegende Lehre des ^trafprozeßrechls im Universitätsstudium diejenige Stelle einnehmen muß, die dieser Bedeutung entspricht. Die Gesellschaft ist sich bewußt, daß die sogenannte Vertrauenskrise der deutschen Justiz nicht besser bekämpft werden kann, als dadurch, daß die künftigen Richter, Staatsanwälte und Anwälte in der Materie des Prozeßrechts auf das eingehendste unterrichtet werden, was bei einer Ausbildung in zweistündiger Vorlesung ein Ding der Unmöglichkeit ist.
Kunst und Wissenschaft.
200 Jahre Darmstädter Kunst.
In Darmstadt wurde am.Sonntagvormittag vor geladenen Gästen und in Anwesenheit der staatlichen und städtischen Spitzen die Ausstellung „2 0 0 I a h r e Darmstädter Kun st" im Ausstellungsgebäude der Kunftlerkolonie eröffnet.
Miag...........10
Gckr. Reeder ...... 10
Boigi & Haessner ...... S
Süddeutsche fiudet .... 10
'bt MV. W. 3 2^0 oi u 5 u « ?
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Hamvurg-ÄmeNla 'Lake! . . . < 1Ö3 25
Hamburg-Südom. Dampsschiss. 8 —
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Norddeutscher Lloyd.....8 103
Allgemeine DeutjchsSredilansk. 10 113,75 Barmer Bankverein .... ,A ,n* '>K Berliner Hanve!?gesellschast . (Sommer*» und Privat-Banl . DarmstSdter und Naltonalbant
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börfe.
Die hinter den Pnplcren angeführten Ziffern geben die tzühe der zuleht befchleffenen Dividende an. - Reichebankdiskont 4 n. f>., Lomdardzinefub S » S.
Phllipp Holzmann 1
Zcmcniwerk Heidelberg . . 10
(Semeniwerk narlstadt. ... 10
Wavtz L Freyiog......8
Vanknoten.
Berlin, 21- Zuni . . .
Geld
3rk|
Amerikoniiche Noten......
4.171
4,191
Belgische Noten........
58,41
58.65
Dänische Noten ........
111,86
112,30
Englische Noten .......
20,322
20,402
flranzbsische Noten .......
16,39
16.45
167,98
163,56
Atalienische Noten........
21,96
22,04
Norwegische Noten.......
111,94
112,38
Deutsch-Oesterreich, ä 100 Schilling
59,05
59.29
gdlniänischc Noten.......
2,46
2,48
Schwedische Noten .......
112,28
112,72
Schweizer Noten........
81,04
81,36
Spanische Noten........
48,60
48.80
Tschechoslowakische Noten.....
12,42
12,48
Ungarische Noten ........
73,07
73.37
Frankfurt o. Ul.
Berlin
Schluß»! kur«
l«llhr» Alt«
Schluß»: kur4 |
Anfang» .Aur4
Daium
21 6-
23 6
21 6. ।
23 6
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88,25
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7% Deutsche Reichsanleihe nnn 1M9..........
104,9
104
Deutsche «nl..Ablös.-Schuld mit
58,6
58,5
58,7
58.6
DeSgl. ohne Auslos.-Rechte . . .
9,05
9,25
9
6% Hess. BolkLstoat von 1929
(rüdtch"j 10’%)......
95,5
—
96
—
O berhessen Provinz»Anleihe mit
—
■■■
Deutsche Komm. Sarnrnelabl.
Anleihe Serie 1.......
58,4
—
58,25
6% Franks. Hqp.-Bank Goldpse
XI I> unkündbar bis 1934 . . -
100,75
—
—
7% Franks. Hyp.-Banl Goldpse
unkündbar 6t3 1932 .....
95
—
—
—
4y2% Rheinische Hyp.-Banl
Liqu. Goldpse.........
89,5
—_
1 -
8% Pr. LandeSpsandbriesanstalt,
<Rfanbbriefc SR. 17......
101
101,25
-
8% Pr. LandeLpIandbriesanstall,
Komm.-Obl. R. 20......
96,5
—
—
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7% Pr. Landeipsandbriesanstalt,
Psriridbriese R. 10......
95,5
94,75
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a.@.@. abg.’ Borkrieg».Obltgatlo.
neu, rückzahlbar 1932 .....
98
—
—
—
4% Oesterreichssche Golvrente . .
4,20% Lesterreichische Silberrente
26,5
—
26,6
4% Oeslerreichische Einheitliche
f'R f n t c
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2
«% Ungarische Goldrente . . . .
23
•—
23,2
4% Ungarische Staalsrente v. 1910
—
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4N% desgl. von 1913.....
—
—
21
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4% Ungarisch« Sronenrenle . . .
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4% Dürktsche Zollanlethe von 1911
5,75
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—
——
4% Türkische Bagdadbohn»Anl
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4% bHfli. Serie II.......
5,75
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5% Rumänische veretnh. Rente
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——
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4Vi% Rumänische vereinh. Rente
-
4% Rumänische veretnh. Rente
7,75
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—
91
21. Juni
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—
—
Notierung
Amtliche Notierung
136
78,5 1
77,5
Geld 1
Vriei
Geld
Sriel
l'lmft-Nott.
168,29
168,63
168.28
168,62
290
287
Buen.-Aires Brss'Antw
1,550
58,41
1,554 58,53
1,545 58.42
1,553
58,54
112 32
—
—
237,5
233
112,08
112,30
112,10
88.5
—
89
86,5
K open k>ag-ii Stockholm . Helsingfors.
112,08
112,30
112,10
112,32
97
—
99
98
112,36
112,48
112,47
112,69
158
—
157,75
153
10,54
10,56
10,544
10,564
120
118,5
118,25
—
21,945
20,389
21,94
21,98
—
——
99,5
98,25
20,349
21,985
20,35
20,39
—
.—
147,75
146,13
Weunor! .. Pari-. . » . Schwei; • .
4,1885
16,435
4,1965
4.189
4.197
-—
—
34,75
33,75
16,475
16.44
16,48
204
—
204,5
202
81,10
81,26
81,13
81,29
-
—
47,25
—
Spanien .■.
48.75
48,85
48-95
49.05
——
—
15,65
15
yäpan . . -
2,069
2,073
2.069
2,073
—
—
69
—
Rio de Jan-
0,472
0,474
0.472
0,474
148
"°H
146,25
Dien in D-»
69.23
302
302
Oest- abgest-
59.10
59,22
59,11
Prag
Belgrad , -
12,425
12,445
12,433
12,453
25
35
—
25,5
—
7.401
7,415
7,402
7.416
__-
34,4
_
Budapest - - Bulgarien .
73,255
3,035
73,395
3,045
73,25
3.035
73,39
3,041
18,81
_
36
—
Lissabon .
18.77
81,81
18,77
97,5
—
Danzig. .
Aorist intm.
81,38
1,784
81,54
1,789
81.36
1,785
81,54
1,789
_
113
112,25
Athen. .
5,425
5,435
5,425
5,435
ins
_
Canada .
4,180
4,196
4,189
4,197
__
150
Uruguay -
3.656
3.664
3,666
156'5
—
157,29
Lairo . .
I 20,86
20.90
20,86
20,90
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