Fleischbons für Minderbemittelte.
Als Ersatz für das fortfallende Gefrier- fleischkontingent.
Berlin. 22. Mai. 3m Reichsemährungs- Ministerium haben eingehende Verhandlungen über die Maßnahmen stattgefunden, die der Reichscrnährungsminister als Ersah für den Wegfall des Gefrierfleisch ko ntin- gen tc s zum 1. 3uli treffen will. Grundlage fü>: die Verhandlungen bildet eine Erklärung Schieles, nach der er auch nach dem Wegfall des Gefrierfleischkontingentes der wirklich min » derbenlittelten Bevölkerung den bisherigen Fleischverbrauch auf anderem Wege ermöglichen will. Man plant die Ausgabe von Bons im Werte von etwa 20 Pf., die f ü r den Kauf von Fleisch und Wurst gültig sind. Für andere Waren kommen die Bons nicht in Frage. Große Schwierigkeiten bereitet die -Umgrenzung des Begriffes „minderbemittelter Bevölkern n g s t e i l" in der Praxis, wozu verschiedene Vorschläge aufgetaucht sind, die als Grundlage etwa die Wohlfahrtscrwerbslosen oder eine ähnlich festumgrenzte Kategorie vorsehen. Hierüber ist eine Einigung abei5 noch nicht erfolgt. Fest steht auf jeden Fall, daß man zu irgendeinem starren System kommen muß, um der Gefahr von Schiebungen und Durchstecherei einigermaßen begegnen zu können. Zur Durchführung der Aktion denkt man an die Gemeinden, denen dadurch allerdings eine verwaltungstechnische Mehrbelastung zugemutet wird. Auch die Arbeitsämter sind als Dermitt- lungsstation in Vorschlag gebracht worden. Die für die Fleischverbilligungsaktion notwendigen Mittel werden sich auf rund 20 Mill. M. belaufen.
Fricks Schurgebete.
Erläuterungcn im Landtag. — Wirth verlangt Zurückziehung des Erlasses.
Weimar, 22. Mai. (WTB.) Im thüringischen Landtag erklärte Staatsminister Dr. F r i tf, Zweck und Ziel der Schulgebetsoerordnung seien von links in tendenziöser Weise entstellt worden. Er werde nochmals mit den Organisationen der Evangelischen Landeskirche und der Lehrerschaft in Verhandlungen über die Einführung des Schulgebetes eintreten. Vorläufig werde er auf eine Berichterstattung durch die Direktoren und Schulräte über die Auswirkung feiner Verordnung verzichten. Zum Text der Schul- gebete erklärte er, es handele sich n i d)t um Haßgebete, sondern um Freiheitsgebete und führte u. a. folgendes aus: Ich verstehe unter „Betrug und Verrat" den Verrat vom November 1918. Unter dem Volksbetrug, der damals begangen worden ist, leidet vor allem heute das deutsche Volk. Es muß bestritten werden, daß durch die Gebete ein Verstoß gegen die Reichsoer- fasfung erfolgt sei. Durch ihren Wortlaut würden Andersdenkende nicht verletzt. Es scheint, als ob Reichsinnenminister Dr. Wirth den amtlichen Text der Schulgebete im Reichstagsausschuß nicht zur Hand gehabt hat, denn sonst hätte er nicht seststellen können, daß die Gebete sich gegen die Juden richten.
Reichsinnenminister Wirth hat, wie die „Germania" meldet, gestern das Antwortschreiben der thüringischen Regierung auf seine ausführlichen Darlegungen erhalten. Minister Wirth hat noch gestern das Schreiben beantwortet, soweit es sicb um die von Minister Frick empfohlenen „Schulgebete" handelt, die ja nur eine der zwischen dem Reich und Thüringen bestehenden Streitfragen darstellen. Er hat den Staatsminister Baum ersucht, die von Minister Frick gegebene Emp. fehlung der Schulge.bete und die an die Schulbehörden gerichtete Aufforderung zur Berichterstattung über die Ausführung dieser Empfehlung unverzüglich zurückzuziehen.
Muffolini gegen d e Abrüstungsheuchelei.
Lcharfe Sprache des Tuce.
Mailand, 22. Mai. (Agenzia Sfefani.) Bei der feierlichen Uebetgabe eines von den italienischen kriegsoerletzten geffiftefen künstlerischen kommando- slabes an Mussolini hielt dieser eine Rede, in der er u. a. ausführte: Die Folgen meiner Reden in Livorno und Floren; war, daß alle Gänse schnatterten, um ihre Kapitale der verschiedenen Länder Europas zu retten. Niemals hat man ein glänzenderes Schauspiel der menschlichen Heuchelei gesehen. Die es scheint, gibt es Flugzeuge nur in Italien, denn anderswo hat man offenbar nur harmlose Drachen. Nur in Italien gibt es Kanonen, denn anderswo hat man nur Spazier st öcke. Nur in Italien stehen Kasernen, denn anderswo gibt es nur Bergnügungs- und 21 n-= dachtsorte. Nur Italien hat die Frechheit, eine Kriegsmarine zu besitzen, während die anderen Nationen nur Fischer- ober B e r - gnügungsboofe haben. Sie wissen aber, daß die Wirklichkeit ganz anders aussieht, und daß, wenn alle Länder gerüstet sind oder rüsten, man nicht begreifen könnte, weshalb Italien allein entwaffnet sein oder nicht rüsten sollte.
Italienische Kritik am Brian-- Memorandnm.
Dom, 22. Mai. (WTB.) Die Blatter beschäftigen sich erst heute mit dem Briandschen Entwurf zur Gründung Paneuropas. Aach Heber- Prüfung der einzelnen Punkte bemerkt Tri» duna, der einzige Staat, der nach dem Kriege die Initiative zu besonderen Machtgruppierungen, die mit Bündnisverträgen verbunden waren, ergriff, sei gerade Frankreich gewesen. ~ 2 avor o Fafcisto sagt, dieses Programm ser kein ideales und habe keine praktische Bedeutung für die Befriedung Europas. Das Blatt meint ferner, das Programm sei ganz und gar überflüssig und inhaltlos und diele darauf hm, Frankreich und nur Frankreich die angestrebte Sicherheit zu garantieren, die der Grundstein der gesamten Nach- kriegspolitik Frankreichs sei. Das sei d a s w a h » re Antlitz, das sich unter der Maske de« Briandschen Programms verstecke. Diese Maske sei gefährlich und tonne niemanden, weder m Europa noch in Amerika täuschen.
Macdonalds Sieg über Mosley.
Oie Arbeiterpartei lehnt Mosleys Mißtrauensvotum gegen die Arbeitslosen- poliiik -es Kabinetts mit großer Mehrheit ab.
London, 22. Mai. (WTB.) In der heutigen Sitzung der Parlamentsfraktlon der Arbeiterpartei wurde der Lntschließungsantrag Mosleys mit 210 gegen 29 Stimmen abgelehnt. Die Sitzung, die um 8 Ahr begonnen Halle, dauerte bis 11 Ahr. während der ersten Stunde kam es zu lebhaften Auseinandersetzungen. Mosley sprach 50 Minuten lang. Er brachte folgenden Antrag ein: Die Arbeiterpartei ist unzufrieden mit der bisherigen Arbeitslofenpo- litik der Regierung und verlangt die Formulierung einer Allernativpolilik, die mehr i n Beberein ft immung mit dem Programm und den Berfpred)ungen der Partei bei den letzten Wahlen ist. Darauf erhob sich der Premierminister und hierauf Arbeitsminister Thomas, nach dessen leidenschaftlicher Rede, die mit größter Spannung angehört wurde, eine lebhafte Erörterung ausbrach. Der Antrag Mosleys wurde abgelehnt.
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London, 22. Mai (TU.) Die Verhandlungen zwischen Lloyd George und Macdonald über
die Forderung der Liberalen auf Herbeiführung einer Wahlrechts reform sind nach Erkundigungen von konservativer und liberaler Seite bereits gescheitert. Macdonald hat die von Lloyd George vorgebrachte Forderung als zu weitgehend abgelehnt. Die liberale lln» terhausfraktion wird infolgedessen am kommenden Mittwoch bei der Arbeitslosenaussprache im Unterhaus sich ebenso wie vor einigen Tagen der Abstimmung enthalten und beabsichtigt, wenn die Regierung ihren Standpunkt inzwischen nicht ändern sollte, nach und nach zu einer schärferen oppositionellen H a 1 tung zurückkehren. 3n liberalen Kreisen wird von einer starken Möglichkeit für baldige Aeuwahlen gesprochen, während die Konservativen Gerüchte über ein baldiges Ende der gegenwärtigen Regierung nicht emst nehmen. Tatsächlich liegen die Dinge etwa so, daß Konservative und Liberale, verstärkt durch eine kleine Gruppe der Unabhängigen Arbeiterpartei, eine Mehrheit gegen die Regierung im Parlament Ausammenbringen könnten, daß aber weder die Konservativen noch die Liberalen im gegenwärtigen Augenblick ernstlich Aeuwahlen wünschen.
„Graf Zeppelin" in pernambuco glücklich gelandet. Begeisterter Empfang inBrasilien — GlatierVerlauf -er Fahrt über -en Aeauator
Vor Erreichen -er Küste.
Eckeners Linientaufe.
Aeuhork, 22. Mai. (WTB.) (Associated Preß.) „Graf Zeppelin" hat die 3nsel Fernando do Aoronha um 1.25 Uhr passiert. Er umkreiste die etwa sieben Meilen lange und anderthalb Meilen breite 3nfel eine Viertelstunde lang und steuerte dann, der 125 Meilen entfernten brasilianischen Küste zu, die er Mitte des Nachmittags erreichen dürfte. Offenbar nimmt der „Graf Zeppelin" eine größere Geschwindigkeit als bisher. Als „Graf Zeppelin" heute vormittag den Aequator überflog, erhielt, wie ein Funkspruch besagt, Dr. Eckener, der die Linie zum ersten Male kreuzte, entsprechend dem alten Seemannsbrauch die Linientaufe von den anderen Fahrgästen, die bereits Mitglieder der sogenannten Reptun- Gesellschaft waren. Weitere Funksprüche besagen, der Zeppelin gedenke sich in Pernambuco mehrere Stunden aufzuhalten und nach kurzem Aufenthalt in Rio de Janeiro nach Pernambuco zurückzukehren, um am Sonntag oder Montag nach Havanna zu fliegen.
Die Landung.
Freitag abend Weiterfahrt nach Rio de Janeiro.
Pernambuco, 22.Mal. (WTB.) Als „Graf Zeppelin" am Horizont austauchte, ström- ten Tausende aus den Häusern und füllten die Straßen, um das Luftschiff zu beobachten. Hunderte von Automobilen fausten nachdem Landungsplatz, wo sich eine stetig wachsende Menschenmenge ansammelle. Das Luftschiff flog in einer höhe von 300 Meter über Stabt und Hafen. Die Sirenen der Fabriken, Schiffe und Automobile boten einen schrillen Willkommensgruh. Die Lan- dungsmanöver begannen um 7.10 Ahr örtlicher Zeit. Nach dem erstmaligen Erscheinen über dem Flugfeld flog der „Graf Zeppelin" in südlicher Richtung weiter. Nach einer halben Stunde kehrte er zurück und kreuzte über dem von einer begei- sterten riesigen Menschenmenge umsäumten Flugfeld. Das Luftschiff ging dann langsam herunter und warf 8.08 Ahr abends die Landungstaue aus.
Der Flugplatz war bei den Landungsmanovern im Umkreis von einem Kilometer abgefperrL Der Staatsgouverneur und die Spitzen der Behörden hatten sich zur Begrüßung eingefunden. Eckener und die Passagiere des Luftschiffes sind Gäste der Stadt. Die Zugangsstrahen zum Flugplatz sind mit Me.nschen und Fahrzeugen vollgepfropft. Kilometerlange Reihen von allen erdenklichen Fahrzeugen, von Automobilen, uralten Kutschen, Ochsenkarren stehen auf dem Wege zum Landungsplätze. Die Zeitungen bezeichnen den heutigen Tag als den größten in der Geschichte Pcrnambucos. Zahlreiche Bewohner der umliegenden Dörfer haben die Gelegenheit benutzt, um die Stabt aufzufuchen. Sämtliche im Hafen liegende Schiffe, alle Fabriken begrüßten dos Luftschiff mit Sirenengeheul. Die Bevölkerung ist außer Rand und Band. Bei den ungeheuren Menschenmassen, die zu Fuß, mit Automobilen und wagen aller Art zum Landungsplatz strömten, um das noch nie gesehene Schauspiel einer Luftschifflandung zu beobachten und die den Ankermast umdrängten, hatte die Polizei und das Militär die größte Mühe, die begeisterungsoolle Menge zurückzuhatten. Noch ehe die Riesenbegeisterung sich etwas gelegt hatte, begann bereits die Arbeit der Auffüllung von Wasser, Brennstoff und Gas, und die Ergänzung der Lebensmittel, da anfänglich noch die Absicht bestand, bei Tagesanbruch weiterzufahren.
Dr. Eckener gab jedoch nach der Landung bekannt, daß die Weiterfahrt nach Rio de Janeiro am Freitagabend um 7 Uhr Ortszeit erfolgen werde. In der Halle des Zentralhotels von pernambuco wurde Dr. Eckener von begeisterten jungen Mädchen um Autogramme bestürmt, die er allen lächelnd gewährte. Unmittelbar nach der Landung des Luftschiffes richtete Dr. Eckener an die brasilianische Presse folgende Botschaft: Ich begrüße das große brasilianische B o l k und wünsche ihm Frieden und Wohlfahrt, die ich für alle Bölker beider amerikanischen Kontinente erhoffe. Ich hoffe, daß diese erfolgreiche Fahrt von Ihnen als feierliche Bezeugung der Berbrüderung zwischen Deutschland und den beiden amerikanischen Kontinenten aufgesaht werden wird.
Die Eialsberaiun« des Hessischen Landtags.
D a r m st a d t, 22. Mai. (WHP.) Vizepräsident Blank eröffnet die Sitzung um 10.15 Uhr zur Fortsetzung der Etatsberatung bei
Kapitel 2: Siedlungswesen.
Abg. Maurer (Soz.): Trotz der Rekordarbeitslosigkeit in den Städten hält der Zustrom vom Lande an. Die Auswanderung nach Ueberfee beträgt immer noch über 1000 gegenüber einer Zahl von etwa 100 im Jahre 1914. Deshalb ist Siedlung eine Tat am notleidenden Volk. 3m Osten und namentlich in Mecklenburb haben wir noch ausgezeichnetes Siedlungsland. Wir haben soeben erst wieder eine Gruppe von etwa 20 Siedlern nach dem bestgeeigneten Mecklenburg gebracht, wo die finanziellen und sonstigen Bedin » gungenam günstigsten sind, wie uns durchweg von den bereits ansässig gewordenen Siedlern aus He.sen-Nassau bestätigt wurde. 3n erster Linie kommen nachgeborene Bauernsöhne und landwirtschaftlich interessierte Arbeitslose, die besonders als Viehzüchter geeignet sein sollen, in Frage. Diese wichtige Aufgabe darf keine Parteisache werden. Wir wünschen Angliederung dieser Abteilung an das Wirtschaftsministerium und lehnen alle Abstriche ab.
Abg. S) ein ft ab t (Zentr.): Es ist erfreulich, festzustellen, daß diese Frage endlich Allgemeingut aller Parteien wird. Heber den arbeitspolitischen Gründen müssen die bevölke- rungs- und nationalpolitischen betont werden. Nur Siedler mit festem Charakter, strenger Sittlichkeit und religiöser Einstellung werden in der Siedlung Erfolg und Zufriedenheit haben.
Abg. Dr. Müller (Ldbd.) verzeichnet gegenüber den Debatten vor fünf bis acht Zähren einen erfolgreichen Fortschritt. 3n Hessen ist nicht mehr viel Siedlungsgelegenheit, im Osten ist Siedlung nationalpolitisches„Muß". Selbst wenn unter Umständen die Maschinen
arbeit billiger ist, dann ist Menschenarbeit immer noch sittlich wertvoller.
Abg. Schott (D.V.) betont: Die Siedlung in Hessen ist seit 1924 ziemlich abgeschlossen. Bei uns im Süden ist wohl nur noch in Bayern Siedlungsgelände vorhanden. Für eine rentable Wirtschaft sind 50 bis 60 Morgen notwendig. Ledigen ist die Siedlung nicht zu empfehlen. Eine tüchtige Frau ist für den Siedler und seine Familie die Hauptstütze. Begrüßenswert im Ostprogramm ist die Vorsehung des Baues von Straßen und Bahnlinien.
Das Kapitel wird genehmigt. Die Vergütung an die Amtsvorstände für Mitversehung der Landamtmannsgeschäfte wird auf je 200 Mk. herabgesetzt. Das Plenum genehmigt den Ankauf des Fabrikanwesens der Firma Bender & Go., Gießen, Bismarck st raße 24, zum Preise von 62 000 Mark für Zwecke der Landesuniversität.
Bei Kapitel 5: Braunkohlen werke Wölfersheim bemängelt Abg. Dr. Werner (Rats.), daß immer noch keine Aufstellung erteilt wurde über die Summen, die insgesamt in die Werke gesteckt wurden. Die Angriffe des kommunistischen Abg. Hammann gegen die Regierung wegen des Verkaufs an die Preußen Elektra wurden von den Abgg. Lux (Soz.) und Hein» stadt (Z.) zurückgewiesen. Abg. Dr. Leuchtgens (Ldbd.) ist froh, daß dieser „Sorgen- und Druchbetrieb" an die Preag zu annehmbaren Bedingungen übergegangen ist.
Abg. Dr. Werner (Rats.) verliest die ablehnende Rede des Abg. Kindt aus dem Jahre 1927.
Abg. Dr. Aiepoth (D. D.) legt dar, daß das Geschäft mit der Preag unter Den gegebenen Umständen das bestmögliche war. Abg. Kindt ist seinerzeit aegen den Hefrag-Dertrag nur aufgetreten, weil die Stadt Frankfurt beteiligt war.
Rach weiteren Ausführungen der Abgeordneten Lux (Soz.), Dr. Werner (Rats.) und Dr. Leucht-
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gen« (Ldbd.) erklärte Finanzminister Kirn- berger, daß die Regierung das Geschäft mit der Preag als ein reelles und gutes Ge- schäft für beide Teile ansehe. Wir haben für Beamte, Angestellte und Arbeiter uns in 9lecher Weise eingesetzt, muhten aber aus finanziellen Gründen für die Beamten eine vertrag» hebe ^Regelung fixieren. Wir sind selbstverständ- uch bereit, dem Antrag Werner zu entsprechen. _ Rbg. H am mann (Komm.) polemisiert gegen den Abg. Dr. Werner, der, ein alter Reaktiv» nar, nunmehr als Rationalsozialist über seinen Wolfspelz einen Schafpelz gezogen habe und für Arbeiterforderungen eintrete. — Abg. Dr. Werner erklärt unter allgemeiner Heiterkeit: 3ch habe mich schon für die Arbeiterschaft eingesetzt, als Herr Hammann noch in aggressiven De» Ziehungen zu seinen Windeln stand.
Zu Kapitel 6: Salzwerk und-Bg^-Nauheim wünscht Abg. H einst ad t (Ztr.) Vereinheitlichung in der Derkehrswerbung für Dad-Rau- heim, das seine Weltgeltung zum größten Teil der Fürsorge des Landes verdanke.
Abg. Lux (Soz.) erklärt, Bad-Rauheim habe sehr niedrige Realsteuersähe, und da Krankenhausbauten kommunale Aufgaben seien, könnten eventuell notwendige Beträge aufgebracht werden. 3n Bad-Rauheim seien große Kapitalien investiert.
Abg. Frl. Birnbaum (D. V.) hält es für richtiger, wenn die großen Verbände nicht weiter eigene Heime ankaufen.
2lbcL Dr. Werner (Raff.) wünscht nicht, daß Bad-Rauheim durch die Ablieferungen konkurrenzunfähig gemacht werde.
Aus aller Well.
Das deutsche Operngastspiel in London.
Die „Fledermaus"-Aufführung in der Covent- garden-Oper stand im Zeichen des Besuchs des Königspaares. Das Haus war mit einem besonders auserlesenen Publikum gefüllt. Die Rallonalhymne leitete wie üblich die denkwürdige Vorstellung, die einen Höhepunkt der deutschen Operngastspiele in England in der Nachkriegszeit darstellt, ein. Rach jedem Akt gab es rauschenden Beifall, an dem sich auch das Königs- Paar beteiligte. Die ganze Aufmerksamkeit richtete sich besonders auf den Empfang Bruno Walters und der Künstler durch das Königspaar. Der König sprach dem Dirigenten und den Künstlern seine höchste Anerkennung über die Darbietungen aus, die ihm einen genußreichen Abend verschafft hätten. Auch die Königin schloß sich dem Dank an. Reben dem Königspaar war das Herzogspaar von Bork erschienen, vom Diplomattfchen Korps der deutsche Botschafter und der österreichische Gesandte, der frühere König Manuel von Portugal und Königin Auguste Viktoria, sowie ein großer Teil des englischen Hochadels. Ferner Frau Galsworthy und zahlreiche andere Persönlichkeiten aus Kunst, Literatur und Wissenschaft.
Oie Wetterlage.
© dornenlos, ö heiter, o nue Mdecn «worxio. ootdecn
* Schnee c Graupem ■ Neoei K Geeilter ©Windstille. seh» leichter Osl massiger Südsüdwest Q stürmischer «ordwesk Ole Pfeile fliegen mit dem winde Oie oeioen Stationen stehenden Zah» len gehen die Temperatur an. Die Limen verbinden Orte mit gleichcgl auf rteeresnirfeau umgereenneten Luftdruck
Wettervoraussage.
Durch die weitere Lage des hohen Druckes über dem Rordmeer und Skandinavien herrscht an seiner Südseite im allgemeinen nordöstliche bis östliche Luftzufuhr. Mit dem nordöstlichen Vordringen der Discayastörung nach dem Alpen» gebiet und Frankreich wird namentlich im südlichen Deutschland eine Beeinflussung hervorgerufen, welche sich durch erneute Gewitterstörungen bemerkbar machen dürfte. Eine wesentliche Umgestaltung der Wetterlage findet jedoch nicht statt, so daß vielfach ausheiterndes, warmes Wetter bestehen bleibt.
Wettervoraussage für Samstag: Teils heiter, teils wollig, tagsüber zunehmende Erwärmung, aufkommende Gewitterstörung.
Wettervoraussage für Sonntag: Wenig Aenderung der Wetterlage.
Lufttemperaturen am 22. Mai: mittags 18,2 Grad Celsius, abends 13,4 Grad: am 23. Mai: morgens 13,5 Grad. Maximum 18,8 Grad, Minimum 8,9 Grad. — Crdtemperctturen in 10 cm Tiefe am 22. Mai: abends 17,2 Grad: am 23. Mai: morgens 12,0 Grad. — Niederschläge 2,4 mm. — Sonnenscheindauer 10 Stunden.
Reifewetterdienst.
Garmis 0) ° Paltenkirchen. 9 Grad, gestern: Warmer Tag, Westwind, halb bis ganz bedeckt: Witterungsverlauf feit gestern: Teils heiter, teils wolkig.
Baden-Baden. 12 Grad, der Jahreszeit angemessene Temperatur, Westwind, heiter bis halb bedeckt, Witterungsoerlauf feit gestern: teils heiter, teils wolkig.
Westerland auf Sylt. 13 Grad, der Iah« reszeit angemeffene Temperatur, Südwind, halb bis ganz bedeckt, Witterungsoerlauf feit gestern: Teils heiter, teils wolkig.
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Die Äfften
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Kes i daran erinnert, lassen iw
Ä-^derchnn £ Lire
Wl nach y e ° *i ausM Zen vor Morgen 3eman&, der ferne MhKkEfe M hangt, der s- a» der mit aller Ijie Soden wechselt.
dmhentoar.
Immd, der halbe bann A die lar tee hinein stne 2llü Mochten sind.
Jemand, bet sich m ter für bie eige jnlmffe hat, ter ihl hellspielen begleitet, fintierten Ditze zur M herzlich txm
Ssiani), der sell ton er polternd, Wz an einem Tai 'ne Frau sich aud Lksloeh zu haben.
kinand, der ihn ifobtmüH auf ihi eanhält und ai
.: Mann vertan hn Mert und Ii< natürlich
Das M wird zr gehören, bet sch der Denn bie Fran di einem „Oemarib“ um chstens einen Lil b Wchlen abnimnt, b dd selbstverständlich & gesteigerten Lck ’ «nif ter Ehestau fr ohne ihrerseits nstvähren.
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