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wenn es doch immer gebilligt wird, daß Schul­arbeiten und kleine Handarbeiten als felbst- versertigt angegeben werden?

Die ersten Schularbeiten sind so geringfügig, jedes normale Kind kann sie leisten. Ganz all­mählich wächst das Kind in die größere An­forderung hinein. Eine geistige Trägheit muh überwunden werden. Es ist zweifellos viel be­quemer für das Kind, wenn es gar nicht nach­zudenken braucht, wenn es gedankenlos die Buch­staben in die Reihe schreibt, in die der Helfende sie haben will. Aber leistet dies Verfahren nicht auch der Unaufmerksamkeit in der Schule den größten Vorschub? Das Kind läßt sich in der Schule viel leichter ablenken, wenn es weiß, zu Hause wird ihm alles erklärt. Das Kind muh angehalten werden, die Schularbeiten von An­fang an selbständig zu machen. 3ft das wirk­lich so schwer? Das erste Erfordernis ist natür­lich Aufmerksamkeit in der Schule. Das Kind muh vom ersten Schultag an genau berichten, was der Lehrer gesagt hat. Dadurch lernt es, wie wichtig es ist, aufzupassen. Leider ist es in der Praxis meist anders. Rur selten kommt ein Kind in die Schule, das nicht schon lesen und schreiben und rechnen, nach seiner Auffassung also schon alles kann. Das trägt dazu bei, dem Kinde die Stunde langweilig und unwichtig erscheinen zu lassen. Aber beim Schularbeitenmachen wird auch bei diesenbegabten" Kindern immer eifrigst geholfen.

Viel Mißbrauch wird getrieben mit dem Wortbegabt". Schon von Schülern der unter­sten Klasse wird gesagt, sie seien für Deutsch oder für Rechnen begabt. Warum das Kind gleichbegabt" nennen, wenn es bei einer Lei­stung, die an jedes Durchschnittskind gestellt wird, nicht versagt?

In welcher Weise soll man nun einem Kinde helfen, die Schularbeiten zu machen?

Man sorge dafür, daß das Kind einen ge­eigneten hellen Platz zum Arbeiten hat, daß es nicht zu hoch oder zu tief vor dem Tisch sitzt, eine Fußbank für die sonst baumelnden oder sich um die Stuhlbeine rankenden Beinchen hat. Dann heißt es:So, nun besinne dich ein­mal ganz genau, was der Lehrer gesagt hat." Es ist gänzlich verkehrt, bei jedem Buchstaben zu mahnen oder zu bessern zu versuchen. Wenn die Aufgabe gemacht ist, lasse man das Kind selbst Kritik üben an jedem Buchstaben. Das ist das Wichtigste, um Selbständigkeit zu erreichen. Ein Kind ist mit Feuereifer dabei, wenn man dies in spaßhafter Weise tut. Alle krummen und schiefen Buchstaben werden ausgelöscht und wieder hingestellt. Es wird nicht lange dauern, dann wird das Kind allein kritisieren. Es wird sich bemühen, die Schularbeiten allein richtig zu machen. Bei den Schularbeiten handelt es sich immer um Aufgaben, sei es im Rechnen, Lesen oder Schreiben, die in der Schule genau durch­gesprochen und geübt sind. Durch die Wieder­holung im Hause soll das in der Schule Ge­lernte gefestigt werden. Das Kind wird nur denkfaul gemacht, durch die Art, wie in den meisten Fällen das Helfen bei den Schularbeiten gehandhabt wird. Wenn es sich irgend ermög­lichen läßt, muß eine bestimmte Stunde für die Schularbeiten festgesetzt werden. Aber es muh mit Konsequenz darauf geachtet werden, daß die Zeit auch eingehalten wird.

Wenn Kritik, Pflicht und Derantwortlichkeits- gefühl vom ersten Schultag an ständig angeregt werden, wird das Kind bald die Freude der Pflichterfüllung kennen. DasAllein-Schul- arbeiten-machen" wird eine Selbstverständlichkeit sein, zum großen Vorteil des Kindes und zur nicht geringen Entlastung der Erziehenden.

Mf.

Wirtschaft.

Oer deutsche Geldmarkt weiter flüssig.

Die große Ueberfülle am offenen Geldmarkt, die in der zweiten Aprilrvoche festzustellen war, ist auf die Entwicklung des Reichsbankstatuts, wie zu er­warten, nicht ohne Einfluß geblieben. Infolge der starken Rückflüsse zeigte der Reichsbankausweis vom 15. April eine starke Entlastung, zumal der Steuer­termin oom 10. April am deutschen Geldmarkt ohne jede Wirkung vorübergegangen ist, und da außer­dem der Saisonbedarf der Wirtschaft an Geldmitteln schwach bleibt, zeigt sich deutlich, daß die Reichs­bank durch ihre Diskontermäßigung vom 24. März die Fühlung zum offenen Geldmarkt nicht gewonnen hat. Charakteristisch für die leichte deutsche Geldmarktlage ist vor allem die sehr geringe Lombardinanspruchnahme der Reichsbank in Höhe von nur 11,1 Millionen Mark zum Medio. Zu dem geringen Kreditbedarf der Wirtschaft tritt hinzu ein starker Zugang an Gold und Devisen, der die Notendeckungsziffern der Reichsbank ständig erhöht und die Valutenposition der Reichsbank außer­ordentlich über dos gewünschte Maß hinaus ver­stärkt. In der Zeit vom 15. März bis zum 15. April sind nicht weniger als 70 Millionen Mark an Gold der Reichsbank neu zugeflossen. Am Geldmarkt hat * in der vorigen Woche die allgemeine Geld­verbilligung angehalten, und dies kann - gesagt werden, obwohl sich zum Medio und infolge des Medios eine leichte Versteifung bemerkbar ge­macht Hot. Die Aufwärtsbewegung der Geldsätze Hot sich aber während der Berichtswoche nur auf den kurzfristigen Markt erstreckt, besonders Tagesgeld hat eine Kleinigkeit angezogen, ein Beweis dafür, dah es sich nur um eine vorübergehende Erscheinung handelt, die mit dem Osterbedarf in Verbindung zu bringen ist und bald wieder der in den letzten Wochen vorherrschenden leichten Verfassung des Geldmarktes auf allen Marktgebieten weichen wird. Die Struktur der Geldlage ist trotz des Medio grundsätzlich unverändert geblieben; dafür zeugt be­sonders die Entwicklung des Privatdiskont­marktes in der Berichtswoche, dessen Tendenz unverändert geblieben ist, indem Privatdiskonte weiterhin sehr stark gesucht sind und eine starke Re­partierung der Kaufaufträge bei dem mangelnden Angebot vorgenommen werden mußten. Auch bank­girierte Warenwechsel sind stark gesucht. Der Markt für Monotsgeld stand im Zeichen eines starken An­gebots von Leihdevisen; die Sätze für das erheb­lich vorliegende ausländische Geldangebot sind wei­ter zurückgegangen, insbesondere für das englische Pfund. Angesichts dieser Entwicklung am deutschen Geldmarkt ist die Frage einer neuen Diskont-

ermäßigung weiter akut, besonders weil anzunehmen ist, daß der Goldzustrom aus dem Auslande anhalten wird. Der zu Ostern normaler­weise höhere Geldbedarf und der Mediotermin haben eine leichte Befestigung der internationalen Geldmärkte heroorgerufen; allerdings ist nicht an­zunehmen, daß etwa nunmehr nach dem großen und schnellen Zinsabbau sich der Wiederbeginn eines Aufbaues einstellt. Es muß also zunächst die weitere Entwicklung der internationalen Geldmärkte abge­wartet werden, ehe die Reichsbank eine Diskontent- schcidung treffen kann.

Aus dem Genoffenschastswesen.

Die Verbandstage der Frankfurter und Wies­badener Genossenschaftsorganisationen hatten sich anfangs Februar für einEinheitliches Rassau" mit der weitgehenden Arbeitsgemeinschaft einer personellen Verbindung mit der Darmstädter Ge­nossenschaftsorganisation unter der Personal­union des Herrn Derbandsdirektors Berg von der hessischen Organisation entschieden. Diese Re­gelung sah ein Verbleiben der Raiffeisen­genossenschaften aus Wetzlar und Oberhessen bei dem Frankfurter Verbände vor. Die auf dieser Basis getroffenen Beschlüsse lehnte der hessische Genossenschaftsverband jedoch ab, weil dadurch der seitherige Zu st and der Gemengelage in Oberhessen nicht beseitigt und tatsächlich keine Rationalisierung geschaffen wurde. Inzwischen hatte die Preußische Zentralgenossenschaftskasse mit den in Frage kommenden Organisationen erneut Fühlung ge­nommen und ihnen das schon früher geforderte Problem der sofortigen Schaffung des großen rhein-mainische nW i r t s ch a f t s b lo ck s" zur Beschlußfassung vorgelegt. Die zuständigen Verwaltungsorgane der drei großen Genossen­schaftsverbände haben sich nun in den letzten Tagen mit dem Ziel der Rationalisierung im großen Block beschäftigt, ohne zu einer Verständi­gung zu kommen. Die hierbei in Erscheinung getretenen Gegensätze traten erneut zutage und schienen unüberbrückbar zu fein. Die Organe des Raiffeisenverbandes faßten nun am ver­gangenen Mittwoch in Gegenwart des Vertreters der Preußenkasse, Direktor Siedersleben, folgenden endgültigen Beschluß:1. Die Bildung eines rhein-mainischen Wirtschafts­blockes wird in gegenwärtiger Stunde einmütig abgelehnt. 2. Aus sachlichen Erwägungen tritt der Verband für einEiniges R a s s a u mit Oberhessen und Kreis Wetzlar", d. h. für ein Zusammengehen der bisherigen Ge­

nossenschaftsverbände Frankfurt und Wiesbaden gemäß seiner früheren Beschlüsse mit einer losen Arbeitsgemeinschaft ohne personelle Verbindung ein. 3. Sollte diese Regelung nicht durchführbar sein, daqn ipirb der Verband Frankfurt in seiner bisherigen Form bestehen bleiben und zur so­fortigen Gründung einer eigenen Verbandskasse schreiten. Es ist darum zur Beseitigung dieses Schwebezustandes erforderlich, dah die Wies­badener und Darmstädter Organe zu der neuen Sachlage eine eindeutige Stellung einnehmen." Wie wir erfahren, hat die hessische Organisation gegen solche Teilrationalisierung nichts einzu­wenden, vorausgesetzt, daß die Preußenkasse die Sanierungsmittel zur Verfügung stellt. Eine solche Zusage ist bereits früher von der Preußi­schen Zentralgenossenschaftskasse gemacht worden.

Rindermarki in Giehen.

Auf dem heutigen Gießener Rindermarkt waren 885 Stück Großvieh und 177 Stück Kälber zum Verkauf ausgetrieben. Austyärtige Käufer waren zahlreich erschienen. Cs kosteten Milchkühe oder hochtragende Kühe 1. Qualität 600 bis 700 Mk., 2. Qual. 450 bis 550 Mk., 3. Qual. 250 bis 400 Mk.; Schlachtkühe 130 bis 450 Mk.; Rinder, 3/ijährig 120 bis 250 Mk., 3/.i° bis P/2jährig 150 bis 300 Mk.; Kälber das Pfund Lebend­gewicht 60 bis 65 Pf. Ausgesuchte Tiere über Rotiz. Der Handel war allgemein lebhaft. Sehr gesucht waren gutes Jung-, Mast- und Fahr­vieh. Der Markt wurde geräumt.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M.» 23. April. Tendenz: er­holt. Wenn auch eine Belebung des Börsen­geschäftes heute nicht eintreten konnte und die Umsätze sich an den meisten Märkten wieder in engsten Grenzen bewegten, war die Hal­tung doch nach der gestrigen Schwäche allge­mein gebessert. Die Spekulation schritt auf den meisten Märkten zu Sedungert, obwohl An­regungen kaum Vorlagen. Von außen her ist das Interesse für die Börse- nicht reger gewor­den, Kauforders dürften nur vereinzelt Vor­gelegen haben. Lediglich in einigen Spezial- werten war das Geschäft größer und es machten sich Interessenkäufe bemerkbar. So vor allem wieder in Chadeaktien, die sich bei sehr geringem Angebot erneut um 6,50 Mk. bessern konnten. Größere Leckungskäufe wurden ferner am Farbenmarkt vorgenommen. I. G. Farben lagen zu den ersten Kursen 2,13 Prozent höher. Am Dankenmarkt trat einige Rachfrage nach Reichsbankanteilen hervor, öie 4,5 Prozent ge­wannen. Von den gestern abend stärker gedrück­ten Werten konnten vor allem Aku nennens­wert anziehen (plus 5 Prozent). Am Elektro- markt waren Siemens 4 Prozent gebessert. Mans­feld lqZen nur 2 Prozent höher. Montanwerte waren vernachlässigt und bis zirka 1 Prozent höher. Bei den übrigen Märkten ergaben sich meist Besserungen bis etwa 1 Prozent. Für Reichsbahnvorzugsaktien erhielt sich das Inter­esse. Deutsche Anleihen waren gut gehalten. Aus­ländische Renten lagen still. Türken etwas abge­schwächt. Im Verlaufe blieb die Stimmung freund­lich, bei weiteren kleinen Käufen setzten sich zumeist kleine Kurserholungen bis zu 1 Proz. durch. Farben waren bevorzugt und zogen bis 177 Prozent an. Die Stimmung wurde in erster Linie angeregt durch die außerordentliche Flüssigkeit des Geldmarktes. Der Satz für Tagesgeld wurde auf 3,5 Proz. herab­gesetzt, trotzdem verblieb viel. Ueberstand. Am Devisenmarkt lag Paris weiter fest. Man nannte Mark gegen Dollar 4,1898, gegen Pfund 20,3743, London gegen Kabel 4,8619, gegen Paris 123,9150, gegen Mailand 92,75, gegen Madrid 38,88, gegen Schweiz 25,08, gegen Holland 12,08.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 23. April. Am Produkten­markt war die Haltung zwar rocht still, die Stimmung war jedoch freundlich. Das Inland- angebot in Brotgetreide ist etwas knapper ge­worden, so daß sich hier Preiserholungen durch­setzen konnten. Ramentlich für Weizen bestand Rachfrage bei 10 Mark höherem Preise. Auch Roggenmehl zog etwas an. Am Futtermittel­markt bestand Interesse für Hafer. Auch am Mehlmarkt konnten sich Preiserholungen um 0,75 Mark durchsetzen. Sommergerste für Brauzwecke war 10 Mark hoher. Kleie war vernachlässigt und ijn Preise kaum verändert. Tendenz: ruhig. (Die Preise verstehen sich für Getreide je Tonne, für die übrigen Waren je 100 Kilo.) Es wurden notiert: Weizen 297,50; Roggen 190 bis 192,50; Braugerste 210; inl. Hafer 190 bis 192,50; Wei­

zenmehl süddeutsches Spezial 0, 42 bis 43; Rog­genmehl 27,25 bis 28,50; Weizenkleie 9; Roggen- kleie 10 Mark.

Kunst und Wissenschaft.

Robert Vridges f.

London, 22. April. (WTD. Funkspruch.) Der Dichter Dr. Robert Dr idg es ist gestern nach kurzer Krankheit im Alter von 85 Jahren ge­storben. Er hatte im Jahre 1913 die Hofwürde einesPoeta Laureatus erhalten, die seit 1591 regelmäßig einem lebenden englischen Dichter ver- lichen worden ist. Seine letzten Vorgänger waren Austin, Tennyson, Wordsworth und Southey. Bridges schrieb epische, dramatische und lyrische Dichtungen, die meist dem Gedankenkreis der Antike entnommen sind.

3cppe Aakjer f.

Wie aus Kopenhagen gemeldet wird, ist dort am Dienstag der dänische Dichter Ieppe Aakjer im Alter von 63 Jahren an Herzschlag gestorben, als er in seinem Garten mit Gartenarbeiten beschäftigt war. Aakjer, der größte lebende Lyriker Dänemarks, schrieb seine Gedichte, die Gemeingut des dänischen Volkes sind, zumeist in jütländischer Mundart.

Eingesandt.

(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem

Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Mißstand bei der Straßenbahn.

Von unterrichteter Seite höre ich, daß eine Erhöhung des Stra henbahntarifs von der Stadtverwaltung geplant wird. Meiner Meinung nach könnte sich die Straßenbahn auch ohne dies rentieren, wenn die zuständigen Stellen es besser verstünden, günstige Gelegenheiten wahrzunehmen. Es ist nicht das erstemal, daß man Klagen hort über die unzulängliche Gießener Straßenbahn. Rachdem wir am zweiten OsterfeiertaF vom Regen überrascht wurden, entschloß ich mich, auf dem Heimweg meinem kleinen Mädelchen zulieb an die Halte­stelle Licher Straße zu gehen, um dem Kind einen Moment der Ruhe und ein trockenes Plätz­chen zu verschaffen. Rachdem der erste Wagen alsbesetzt" durchgefahren war, kam enblid> nach 7 Minuten der zweite. Aber wir freuten uns zu frühe, denn auch dieser fuhrbesetzt" vorbei. Ich ging dann mit dem Kind zu Fuß nach Hause, weil ich nicht länger im Regen stehen wollte auf die Gefahr hin, daß auch der nächste Wagen und nicht mitnehmen werde. An der Wolfstraße stand ein Ehepaar mit Kin­dern und einem Koffer, die offensichtlich zur Bahn wollten. Auch diese sahen verdutzt dem besetzten Wagen nach und werden schwerlich ihren Zug erreicht haben. Die Wagen fuhren ohne Anhänger. Rachdem der Regen um 3 Uhr angesangen hatte, muhte es möglich ge­wesen sein, bis 5 Uhr die Wagen bereitzustellen. Angesichts dieser Zustände fragt man sich, ob die Straßenbahn in Gießen Daseinsberechtigung hat! Kein Wunder, wenn die Leute sich lieber ein Auto nehmen, oder wenn es geht, zu Fuß gehen. T. E.

Letzte Nachrichten.

Dänische Flieger in der Ostsee erlrunlen.

Kopenhagen, 23. April (WLB. Funkspr.) Die dänischen Marineflieger unternehmen zur Zeit nächtliche Flüge über die O st - s e e als Vorarbeit für die eventuelle Einrichtung eines Rachtpostverkehrs. Ein mit Kapitänleutnant A. E. Iensen und Mechaniker Dressen- d o r f f besetztes Flugzeug verließ gestern abend 10 ilfjr Warnemünde, um nach Kopen­hagen zu fliegen. Als das Flugzeug hier nicht eintraf, wurden Rachforschungen angestellt, und heute früh gegen 6 Uhr fand man etwa sieben Seemeilen von Warnemünde entfernt die Lrü m- m e r des Flugzeugs.

Die Leiche des Kapitänleutnonts Jensen ist heute früh gegen 1/26 Uhr von dem Flugzeug D. 1245 der Deutschen Verkehrsfliegerschule etwa 6 Seemeilen nördlich von Warnemünde in der Rähe der Flugzeugtrümmer gefunden wor­den. Rach der Leiche des zweiten Fliegers wird zur Zeit noch gesucht. An der Suche beteiligen sich außer dem Warnemünder Flugzeug noch die Motorbarkasse der deutschen Verkehrs­fliegerschule, das Warnemünder Lotsenboot und einige dänische Unterseeboote.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 5 v. H., Lombardzinsfuß 6 v. H.

Frankfurt a. Dl.

Berlin

Schluß-> turtf |

1-ilhr- Kure

Schluß«! Anfang« fürs Kurs

Datum

22 »

23 .

22 4

23 4

6% Deutsche Reichsanteihe von 1927

7% Deutsche Retchsanlethe

87,1

87,25

von 1929

Deutsche Anl^Ablöl.-Schuld mit

101

101

Auslos..Rechten

->5,85

56

55,9

56

Desgl. ohne Ausloi^Rechle 8% Heil. Vollsstaat von 1929 frückzahlb 102%)

11

11

11,2

11,1

Oberheilen Provinz Anleihe mit

Ausloi.-Rechten

53

Deutsche Komm. Sammetabl.

Anleihe Serie 1

8% Franks Hyp.-Bank Goldpse.

53,5

-

53,5

XIII unkündbar bis 1934 7% Franks Hyp.-Bank Goldpse

98

unkündbar vis 1932

91

<%% Rheinische Hyp^Bank Liau. Goldple.

8% Br. Landespsandbrtesanstolt,

85,75

-

-

Pfandbriese R. 17

8% Pr Landespsandbriesanktalt,

98,5

98,5

Komm^Lbl. R. 1.6

7% Pr. Landespsandbriesanstalt,

95,5

95,5

Pfandbriefe R. 10

A.E.G abg. BorkriegS-Obttgatio-

90,25

90,25

nen. rüchab(bat 1932

94,75

-

-

4% Oesterreichtlche Golvrentr

27,5

27,65

4,5

4,20% OeNerretchische Silberrente

4% Oesterreichtlche Einheitliche

Rente

4% Ungarilche Goldrente

24,9

24,5

2,45

24,65

2,45

4% Ungarilche Staatsrente v. 1910

_

4y,% oesgl. von 1918

'-2,5

4% Ungarilche ftronentcnte

2,5

2,4

2,4

4% Türkiiche ZoNanleihe von 1911

4% Türkiiche Bagdadbahn.Anl

6,9

6,9

6,9

Serie 1

6,95

7,1

6,9

4% desgl Serie N

5% Rumänische vsreinh. Rente

6,95

-

6.9

von 1903

«y*% Rumänische vereinh. Rente

10

10,2

von 1913

16,5

16,75

i% Rumänische vereinh. Rente

8,25

8,15

Jranftun a. Dl.

Berlin

Schluß«! fürs |

l-Uhr« K"rs

Schluß-l fürs |

An sang» Kurs

Datum

22 4

23 4

22 4

23- 4

vamburg-Amertka Paket . .

7

111,5

111.9

111,5

Hamkmrg'Südam. Dampfschiff

8

172

Hansa Dampfschiff .

10

160.5

Norddeutscher Lloyd ....

8

11t,5

11,9

111,5

Allgemeine Deutsche Credttcmst.

10

116,25

-

116

Barmer Bankverein

10

127

127

127

Berliner Handelsgelellschast

12

176

176-25

175,6

Commerz» und Prioat-Bank

11

160.75

160,5

160,5

160,25

Darmstädter und Nationalbank

12

228,5

229,5

228,5

229,5

Deutsche Bank und

Disconto-Geselllchaft, . .

10

149

149

149,13

Dresdner Bank......

10

145

145

145

Retchsbank ......

12

291

295,5

293,5

294,5

173,25

174,5

173,5

174,5

Bergmann........

. 9

-

187

Etektr. LieserungSgesellschaft

10

162

161.5

Licht und Kraft

10

171,5

171

171,25

Reiten & Guilleaume

1/.

127,5

128

128,5

Gesellschaft für Elektrische

Unternehmungen,

10

180

180

180,5

Hamburger ElekttizitätS-Werke

10

138,25

Rheinische Elektrizität . . .

. 9

149

148,5

Schlesische Elektrizität. . . .

10

174

175,5

Schuckerl & Go. ..... ,

11

189,5

190,5

Siemens & Halske .....

16

247

-

248,5

250,5

TranSradto . . ......

. 8

Lahmeyer L Co.. . . . . .

10

171

171,75

Buderus .....

. ö

71,5

71,5

71.75

72,25

Deutsche Erdöl . .....

. 6

101

100,25

cssener Steinkohle .....

. 8

143

142,25

. 8

140,25

140.25

140,25

-arpener ......

. Ü

125

125

124,75

>oesch Eisen . ......

6'/j

110.6

)>le Bergbau ......

10

232,5

231

klöcknerwerke . .

. 7

102,5

102,25

102

Köln-Neuelien .....

. 7

108,9

107,9

Manneomann.Röhren . . .

. 7

'07.5

107,4

107,9

106,9

Mansseldet Bergbau . . .

. 7

64,5

86,5

84

87,5

Oberschlel Elsenbedars . . .

. 6

Oderschlel KokSwerle . . .

. 7

108,25

108,75

Phönix Bergbau . . .

6%

104

104,75

104,5

Rheinische Braunkohlen . .

10

'30,5

230,5

230

Rheinstahl .......

. 6

113

112,75

Ricveck Alonim» ......

7,2

-

l

Frankfurt a. DI. |

Serltn

Schluß« fürs

l'Uhr« 1

Kurs |

Schluß»! furS |

Anfang- Kurs

Datum

22 4

23 4

22 4

23 ».

Bereinigte Stahlwerke.....

Otavt Minen ... 16'/.

97,5

51.75

52

97,65

52

97,25

52,9

Kaliwerke Aschersleben ... 10

227

228

228

228

Kaliwerke Westeregeln ... 10

231

231,9

231,5

Kaliwerke Salzdetfurth ... 15

395

395,25

398

I. ®. Sarben-Jndustrie ... 12

174

176,12

173,75

175,5

Dynamit Nobel ....... 6

--

83,13

CcheideanstaU........ 9

152,5

Goldschmidt . ....... 5

71

70,5

Rütgerswerke ........ 6

71

71,25

71,5

71,9

Metällgelelllchaft.......8

108

108

108

Philipp Holzmann......i

Zementwerk Heidelberg . . 10

108,25

HO

109,25

133,25

Cementwerk Karlstadt. ... 10

141,5

--

Wayb 8= Frevtag .....8

91,75

91

Schultheis Patzenhofer ... 15

-

292,5

292

Östwerke ..... 12

-

245,5

247,5

Aku ........18

108,5

113,5

111,5

112

Bemberg.........14

üellllofs Waldhos .... 13'/,

141

149

142,25

142,5

187

186.75

185,75

Zellstoff Aschaffenburg ... 12

151,75

152

Charlottenburger Waller ... 8

104,5

104,5

Deslauer Mas ..... 9

171

170,25

Daimler Motoren ..... 0

41,5

41,5

41.65

41,5

Deutsche Linoleum ......

254

251,25

253

--

-

Nal. Automobil . 0

19,5

19

Orenstein & Koppel.....6

77

76,75

Leonhard Tietz -. IC

152

152,5

SvenSko .......

358

359

frankfurter Maschine» .... 4

36

36

Gritzner ...... 6

39

40

Heuligenstaedt ...... o

Iunghans ..... 6

!9,5

39,75

39,9

Lechwerke ...... t

-

Matnkraftwerke HSchst a.$L 8

Mtag .....10

131,75

131,5

132

Gebt. Roeder .....10

-

Boigt & Hacffncr ...... 9

218

220

-

Süddeutsche Zucker .... M

158

159

Banknoten.

Berlin, 22- April

Geld

Dries

Amerikanische Noten.....

Belgische Noten ...... .

Dänische Noten........

Englische Noten. .......

Französische Noten ......

Holländische Noten......

Italienische Noten ......

Norwegische Noten......

Deutsch-Ocsterr, ä 100 Kronen

Rumänische Noten......

Schwedische Noten ......

Schweizer Noten . ..... .

Spanische Noten.......

Tschechoslowakische Noten . .

Ungarische Noten

Devisenmarkt Berlin

-:

4.169

58,33

11,78

20,33

6,405

68.16

22,08

111,78

58 85

2,47

112,23

81,09

52,30

12,37

72.95

rtanffurl

4,189 58,57

112.22 20,41

16,465

168,84

22,16 112,22

59,09

2,49 112.67

81,41

52,50 12,43

73,25

a. 2H.

22. Aprtl

23. April

Amtliche Notierung Geld | Srte,

Amtliche Notierung

Geld | Lrtes

«mst.-Rott- Buen.-Aires Brss.-Antw- Christiania. Kopenhagen Stockholm . HRsingsors- Italien. . . London. . . Ncuyork . . Paris.... Schweiz .. Spanien . Japan - - - Rio de Jan.

-Wien in D-« Oest. abgest. Prag ... Bcl irad . . Budapest. . Bul arten Lissabon Danzig. .

Konst ntia- Athen. . . Canada Hru uay. . i cairo « .

168,50 1,626 58,41

112,06

112,08

112,49

10,539

21,956

20,353 4.187

16,415

81,145

52,22 2,070 0,490

38,985 12,404

7,410 73,135

3,034 18,78

81,36 1.784

5,435 4,184 3,876

20,875

168,84 1,630 58,53

112,28 112,30 112,71

10,559 21,995 20,393

4,195 16,455 81,205

52,32 2,074 0,492

59,105 12,424

7,424 73,275

3,040 18,82

61,52 1,788

5,445 4,192 3,884

20,915

168.41 1,617.

58,405 112,03

112,05 112,46

10,536 21,935 20,349 4,1835

16,415 81,12 52.32 2,068 0,492

58,975 12,40 7,408 73,12 3,034 18,78

81,36 1,785

5,44 4.184 3,846 20,87

168,75 1,621

58,525 112,25 112,27 112,68 10,516 21,975 20,389 4,1935 16,455

81,28

52,42

2,072 0,494

59,095 12,42 7,422 73.26 3,040

18,82 81,52

1,789

5,45 4,192 3,854

20,91