Einzelbild herunterladen

Sodann ergriff der Präsident des Verwaltungs- rats der D. 3. Z. Mac Garrah das Wort, um in seinem Namen und im Namen der übrigen Mitglieder des Verwaltungsrats für die Be­grüßung zu danken. Er wies auf die Bedeutung Basels als Berkehrspunkt hin. und gab der Hoffnung Ausdruck, daß zwischen den Behörden der Stadt und der Bankleitung beste Beziehun­gen gedeihen mögen. Bundesrdt Motta be­tonte, daß die Schweiz stolz und glück­lich sei, als Sih einer Bank gewählt worden zu sein, die in der Geschichte der Welt ihres­gleichen nicht habe. Die Schweiz habe die Wahl zum Sitz der Bank nicht allein ihrer geographischen Lage in Europa zu verdanken, sondern insbesondere ihrer durch die Jahrhun­derte hindurch gepflegten Neutralitäts­politik.

Bundesrat und Parlament seien mit dem Volk einig darin, daß in dem neugeschaffenen Institut ein wirksames Mittel für die Entwicklung der Iriedensbestrebungen zu erblicken sei und dah die Bank mit ihren Bestrebungen ein neues Moment für die Schaffung einer wirtschaftlichen Verständigung bedeute.

Als letzter Nedner sprach noch der Präsident des Direktoriums der schweizerischen National­bank, Professor Bachmann, der in seinen Ausführungen gewisse Befürchtungen, als ob die Bank eine gewisse Gefährdung für die schweize­rische Währung bringen könnte, zerstreute. Sämt­lichen Teilnehmern wurde zum Andenken an den Tag der Eröffnungssitzung der D. 3. Z. eine vom Kanton Bafel-Stadt gestiftete bronzene Gedenkmünze überreicht.

Die kommunistische Mordtat in Leipzig.

Leipzig, 22. April. (DTB.) Für die Er­mittelung der Täter, die die beiden Poli­zeibeamten im Verlaufe der Kundgebung der kommunistischen Jugend in Leipzig getötet haben, haben die Staotsanwaltschnft und das Polizei­präsidium von Leipzig die Belohnungen von je 500 Mk., zusammen also 1000 Mk. unter Aus­schluß des Rechtsweges ausgesetzt.

-Zu den Vorkommnissen teilt das Polizei­präsidium u. a. mit: Der Vorwurf, es sei während des kommunistischen 3ugendtages zu wenig Polizei ausgeboten und nicht scharf genug zugegrisfen worden, sei durchaus unbe­gründet. Das Polizeipräsidium habe sämt­liche ihm zur Verfügung stehenden Bereitschaften oufgeboten und zum Einsatz berei gestellt. Ferner hätte das Mini­sterium des 3nnern auf Ersuchen des Leipziger Polizeipräsidiums noch in zwei auswärtigen Standorten, nämlich Chemnitz und Zwickau, für Leipzig Kräfte bereitgehalten. Nach einmütiger Auffassung der leitenden Offiziere der Schutz­polizei hätten diese Kräfte vollkommen genügt. Es sei den Offizieren nicht einmal nötig er­schienen, die auswärtigen Verstärkungen anzu­fordern.

3m Befinden des anschwerenRückgrat- verletzungen im Krankenhaus darnieder- liegenden Polizeioberwachtmeisters K o l be ist eine , Aenderung nicht eingetreten. Die Persona­lien des am Sonntag erschossenen De­monstranten konnten immer noch nicht fest­gestellt werden. Er hat einen Brustschuß er­halten, der seinen sofortigen Tod herbeiführte. Man nimmt an, daß es sich um einen aus­wärtigen Teilnehmer am Kommunistischen 3u- gendtag handelt.

Nach dem Sektionsbefund haben Polizeihaupt­mann Galle und Polizeioberwachtmeister Karte neben schweren Kopfverlehun- gen auch durch ein Dolchmesser Stiche in den Nücken erhalten, die den Tod herbeiführten.

Verhaftungen.

Berlin, 22. April. (CNB. Eigene Meldung.) Wie der Lokalanzeiger" aus Leipzig meldet, wurden dort heute morgen mehrere Per­sonen fe st genommen. Gegen sieben Kommunisten ist Haftbefehl erlassen. Bel einem der Verhafteten wurde der Säbel des getöteten P o l i z e i h a u p t m a n n s gefunden.

^uf Veranlassung der Leipziger Polizei ist lv-ut ^Vorwärts" in Dessau der 3ugendkommu- nlst Gerhardt Weihner verhaftet wor­den, weil er in dringendem Verdacht steht, an den Leipziger Bluttaten beteiligt gewesen zu sein.

Dem gleichen Blatt zufolge wurden die Dres­dener Teilnehmer an der kommunistischen Zugend­demonstration in Leipzig bei ihrer Rückkunft nach Dresden polizeilich, durchsucht. Ein Teil der Kommunisten hatte Dolche bei sich, die ihnen abgenommen wurden. 14 Personen wurden fe st genommen.

München, 22. April. (WTB.) Anläßlich der Zusammenstöße in Leipzig wurden die auf einem Lastkraftwagen zurückkehrenden Münchener Teilnehmer an dem 5. Reichsjugendtog des kommunistischen 3ugendverbandes heute früh V23 Ahr in Freimann vor München gestellt und zur Pollzeidirektion gebracht. Dort wurden 20 Fest- genommene einer Durchsuchung nach Waffen und einer eingehenden Vernehmung unterzogen. Bei einem Festgenommenen wurde ein Dolch und em blutbeflecktes Taschentuch ge­funden. Er wird unter dem Verdacht der Teil- dem Aufruhr in Leipzig dem Amts- gericht München übergeben werden. Die übrigen Zatzrtteilnehmer wurden nach ihrem Verhör wie- oer entlassen. -Unter den Festgenommenen befan- ton ,'uh zwei Schüler dxr achten Volks- schulklasse Münchener Schulen, ferner zwei F o r t b i l d u n g s s ch ü l e r, sowie vier weitere Zugendliche. Em anderer Wagen mit Münchener -Teilnehmern war schon in Nürnberg gestellt und untersucht wordpn.

Wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist!

Auf Grund des Ar- ^^"?^.?^verfassung sind von ab bis auf weiteres alle Versamm- M o 9 c unter freiem Himmel k ®ta2)t5eblet Leipzig verboten Zu- ^rbot werden mit emer Geldstrafe bis 150 Reichsmark oder Haft £ l4 ^engeahndet, soweit nicht nach den Strafgesetzen höhere Strafen am Platze sind.

Interpellationen.

r Leipzig, 22.April. (WTB.) Wie wir erfahren volksparteiliche Abgeordnete Winkler iLeipzig) «m Zusammenhang mit den Ereignissen

während der Osterfeiertage in Leipzig eine A n - frage im Sächsischen Landtag an b t e Negierung gerichtet, .in der die Regierung ge­fragt wird, was sie zu tun gedenke, um eine Wie­derholung solcher Vorkommnisse, durch die die Sicherheit und das Leben der Einwohnerschaft, vor allem aber auch der diensttuenden Polizeibeamten in Gefahr komme, unter allen Umständen zu unter­binden.

Auch General a. D. Kallen, der deutsch- nationale Landtagsabgeordnete für Leipzig, hat im Sächsischen Landtag wegen der Vorfälle in­terpelliert und in einer Kleinen Anfrage die Abberufung des sozialdemokrati­schen Leipziger Polizeipräsidenten F l e i ß n e r gefordert. Die Anordnungen Fleih- ners seien vollkommen unzulänglich und der Schuh für die Einwohnerschaft, wie auch die Sicherheit der Polizeibeamten im Straßendienst nicht ge­nügend gewährleistet gewesen. 3m Stodtver- ordnetenkollegium hat ferner der Deutschnatio­nale Börner gleichfalls die Entfernung Fleißners gefordert.

Das Urteil in dem Wormser Krawallprozeß.

WSN. D a r m st a d t, 22. April. 3n dem Pro­zeß wegen der Wormser LInruhen erfolgte heute vormittag wie wir in einem Teile unserer gestrigen Ausgabe schon kurz berichteten. D. Red. die LI r t e i l s v e r k ü n d u n g. Freigesprochen wurden die Angeklagten Fries, Gräf, Rossi, Bernhard Wiehler, Haber- mehl und Zimmermann. Habermehls und Rossis Freisprechung erfolgte mangels Beweises. Der Antrag der Verteidigung, Rossi für unrecht erlittene Haft eine größere Entschädigung zu zahlen, wurde abgelehnt. Bernhard Wiehler ist

überführt, 20 bis 40 Leute zum Widerstand gegen die Polizei aufgehetzt zu haben, aber er mußte wegen mangelnder Zurechnungs­fähigkeit freigesprochen werden. Ver­urteilt wurden der Angellagte preußischer Landtagsabgeordneter Oskar Müller wegen Aufforderung zu der verbotenen Marktversamm­lung und wegen Aufforderung zum Widerstand gegen die Staatsgewalt zu insgesamt einem 3ahr drei Monaten Gefängnis, der Angeklagte Stadtverordneter Haas wegen Auf­forderung zu der verbotenen Versammlung in einem Falle zu neun Monaten Gefäng- n i s. Die Angeklagten Beierbach, Fay und Lens wurden zu je sieben Monaten und Leinhaas zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt, weil sie sich der Staatsgewalt wider­setzten. Der Angeklagte Tarraschewski erhielt wegen öffentlicher Aufforderung zum Widerstand und Widersetzlichkeit gegen die Staatsgewalt ins­gesamt ein 3 a h r Gefängnis. Wegen Be­teiligung an Zusammenrottung wurden verurteilt Dehoff zu sieben Monaten, Schneider zu sechs Monaten, Wilhelm Wiehler in An­betracht seiner erheblichen Vorstrafen zu neun Monaten, 3eck und Myll zu sechs Mo­naten Gefängnis. Myll, der in der Haupt- verhandlung einen ruhigen Eindruck gemacht hatte, konnte nicht widerlegt werden, daß er feine Hände erhoben hatte, um sich zu schützen. Der Angeklagte Neubauer erhielt wegen ein­fachen Widerstandes drei Wochen Gefäng­nis; Beteiligung an Zusammenrottung war ihm nicht nachzuweisen. Das Verfahren gegen den 16jährigen Kayser wurde dem 3ugendgericht über­wiesen. Allen Verurteilten wurde die Unter» suchungshaft angerechnet. Die Kosten des Ver- fahrens fallen teils der Staatskasse, teils den Angeklagten zur Last.

Die Zrandkalaflrophe in Columbus.

317 Todesopfer. Oie Ltnteruchung ist eingeleiket.

(Kolumbus (Ohio), 23. April. (2DIB. Funk- spruch. Reuter.) Wie ergänzend gemeldet wird, be­finden sich unter den Toten der Brandkatastrophe im hiesigen Zuchthaus mehr als 2 0 Mörder, die ZU lebenslänglichen Freiheitsstrafen verurteilt waren. Rach den letzten Feststellungen sind bei dem Brande 317 Personen ums Leben gekommen. 3n den Ruinen des vom Feuer zerstörten Zellen­blocks flammte gestern früh abermals ein Brand auf, konnte jedoch alsbald gelöscht werden. Beinahe alle Opfer hatten lange Freiheitsstrafen zu verbüßen, größtenteils wegen Raubes oder Ein­bruchs. Die Strafanstalt war genau vor 100 Jahren erbaut worden. Während bereits eine Kommission des Staates Ohio hier eingetroffen ist, um festzu- stcllen, wie das Feuer entstanden ist, und warum die Gefangenen nicht rechtzeitig aus ihren Zellen gelassen wurden, haben sich die Vnndesbehörden in Washington angesichts der all­gemeinen Entrüstung über die Katastrophe ver­anlaßt gesehen, ebenfalls eine Unlersuchungskom- mission an Ort und Stelle zu entsenden.

Zeugen erklären, anscheinend sei den Schließern des oberen Zellenblocks erst dann klar zum Be­wußtsein gekommen, daß Gefahr für das Le­ben der Gefangenen bestand, als zahlreiche

Sträflinge vom Rauch erstickt in ihren Zellen zu- sammenbrachen. Ein Wärter, der sich angeblich ge­weigert haben soll, hilfeleistenden Sträflingen, als sie zu den Zellen in dem brennenden Gebäudeteil Vordringen wollten, die Zellenschlüfsel auszuhändi­gen, ist bereits vorläufig vom Dienst suspen­diert worden. Das Deffncn der Zellenturen durch die Schließer hat anscheinend erst begonnen, nach- dem die Feuerwehr in das Gebäude hereingelassen worden war. Die Feuerwehr ist übrigens auf dem Gefängnishof von einigen Sträflingen an­gegriffen worden, die versuchten, den von der Feuerwehr mitgeführten Betriebsstofstank in Brand zu setzen.

Ueber die Schreckensszenen beim Brande werden noch folgende Einzelheiten gemeldet.- Sträf­linge rüsteten sich mit Seilen, Aexten und Hämmern aus und beteiligten sich heldenmütig an dem Ret­tungswerk inmitten des Flammenmeeres. Wie Augenzeugen berichten, warf beispielsweise ein straf­gefangener Neger ein Seil in das Zellenfenster eines hilferufenden Sträflings, kletterte an dem Seil hin- auf und zertrümmerte die Eisentür. Eine der grauen- Haftesten Einzelphasen bei dem Brande war die, wie eine Gruppe von 60 Strafgefangenen des oberen Stockwerks schreiend in den Flammen Uni­kum, während die Wärter verzweifelte Befreiungs- versuche machten.

Schluß der Londoner Nollenkonserenz.

Schöne Worte zum Abschluß. Eine neue Konferenz im Jahre 1935.

London, 22. April. (WTB.) 3m Gegensatz Sur Eröffnung der Konferenz vor drei Monaten, die im dichtesten Londoner Nebel erfolgte, strömte heute Heller Sonnenschein durch die Fenster des berühmten Queen-Anne-Salons im St. Farnes- Palast. Die Schlußsitzung der Flottenkon« ferenz machte einen sehr feierlichen Eindruck. Alle Delegierten erschienen im Gehrock und.int Zylmder. Als erster traf Maedonald ein Wohl zum ersten Male in ihrer Geschichte sahen die Staatsgemächer des St. 3ames-Palastes Vor­kehrungen zur Aufnahme von Lichtbildern und Sprechfilmen.

Pünktlich um 10.30 ilfjr erhob sich

Macdonald.

Er verkündete, daß die nächste Flotten­konferenz im 3ahre 1935 stattfinden werde, außer, wenn besonders glückliche Er­eignisse eintreten, die sie nicht notwendig machen. Er erklärte weiter: Die Delegationshäupter haben erwogen, welches der p a s s e n d st e Titel sein könnte, unter dem die Konferenz bekannt fein soll. 3ch mache den Vorschlag, daß sie bekannt sein soll unter dem NamenLondoner Flottenkonferenz" undVertrag vom Fahre 1 930". Die Konferenz stimmte dem zu. Macdonald sagte weiter: Wir sind so weit gegangen, wie w i r augen­blicklich gehen konnten, und wir sind zusammengekommen, um unsere Punkte, in denen wir Liebereinstimmung erzielt haben, zusammen­zustellen und sie in einem Vertrag niederzu­legen.

verglichen mit Washington ober Genf sind wir weit fortgeschritten, verglichen mit unseren Wünschen, sind wir noch im Rückstand.

Dies ist nur eine weitere Phase, und die Arbeit wird fortgesetzt werden müssen. Wir werden die Probleme in Angriff nehmen, die sich bisher nicht lösen liehen. Wir müssen uns jedoch zu dem Erreichten beglückwünschen, weil immer und immer wieder irgendein falsches Wort eine Lage hätte erzeugen können, die nicht leicht zu beschwichtigen ist. Wir trennen uns heute in einem Geiste aktiven Wohlwollens und wir wollen alle Mittel benutzen, um einen "Ä^ächtevertrag zur Wirklichkeit zu machen.

Nach Macdonald ergriff

Stimson

ba^ Wort, um u. a. zu erklären: Der Vertrag Ie0t unsere Flottenbeziehungen zu dem Driti- lcyen -Reich auf gerechter, dauerhafter Grundlage fest und stellt mit unseren japanischen Nachbarn Beziehurigen her, die eine wachsende Freund- fQaft mit diesem großen Lande, das wir als ^uhe und des Fortschritts in

Ä verbürgt. Erfreulicherweise

fcöen Frankreich und 3ta(ien ihre Verhandlungen

fort in der Hoffnung, ein Fünfmächteabkommen über die Einschränkung der Flottenrüstungen her­zustellen.

Amerika glaubt, -baß bic Rüstungsbegrenzung durch gegenseitige Vereinbarung bie wirksamste Methobe ist, um bas Vertrauen ber Rationen auf ben gegenseitigen Friedenswillen zu stärken. Die Flottenbeschrankung ist ber beste Grab- messer bes Glaubens ber weit an bie Möglich­keit einer Regelung ber internationalen Fragen burch friebliche Mittel.

Hierauf erhob sich

Briand

zu seiner Rede. Er erklärte u. a.:Als die fran­zösische Delegation die Einladung zur Teilnahme an der Konferenz annahm, verstand sie vollauf die Schwierigkeit des Versuches, der einen Schritt vorwärts zur Organisierung des Weltfriedens bedeutete. Die gesamte Politik Frankreichs ist eine unaufhörliche Anstrengung in Richtung auf dieses 3ieL Wegen dieses Llmstandes ist Frank­reich zuerst gezwungen gewesen, die Be­dingungen zu wiederholen, die erfüllt sein müssen, um eine Lösung solcher großen Probleme zu erzielen, wie die Organisation der inter­nationalen Sicherheit." Briand erklärte weiter, Frankreich sei den Fdeen treu geblieben, die stets seine friedlichen Handlungen geleitet hät­ten, insbesondere denen der Verbindung der Arbeit der Konferenz und derjenigen der Genfer vorbereitenden Kommission, die von neuem den

Grundsatz der gegenseitigen Abhängigkeit der Rüstungen

hervortreten lasse. Trotz des zeitweiligen Rückschla­ges in Genf in der rationellen Organisation der Sicherheit und feiner schweren militärischen Ver­antwortlichkeiten in verschiedenen Ueberseegebieten t)abe Frankreich nicht gezögert, vor dem Abschluß einer allgemeinen Konvention seine Rüstungen so­weit zu Derminbern, als es für vereinbar mit fei­ner eigenen Sicherheit und den Notwendigkeiten ei­ner internationalen Verpflichtungen erachtete. Die französische Delegation habe ben eifrigen Wunsch gezeigt, mittels einer wirksamen Verbesserung der internationalen Sicherheit jede Möglichkeit einer vernünftigen Vereinbarung zur allgemeinen Ver- rmnberung ber Flottenrüstungen zu finden. Briand fuhr fort:

Wir sind auf zeitweilige Schwierigkeiten gesto- ßen, die uns nicht gestatteten, sofort eine so große Lösung zu erzielen, als wir vielleicht ge­wünscht hätten. Aber wenigstens haben wir loyal in ben Anstrengungen in Richtung einer teilweisen Regelung zusammengewirkt. die nicht unterschätzt werden darf.

Briand sprach fein tiefes Bedauern darüber aus. Laß der Dreimächtevertrag feine

größere Ausdehnung gefunden habe. Die fratw zösische Regierung werde jedoch alle Anstrengung gen unternehmen, um die letzten Schwierigkeiten zu überwinden. Sie könne nicht daran glauben, daß zwei große befreundete Nationen nicht in der Lage seien, ein freundschaftliches Abkommen zu treffen.

Oer italienische Delegierte Sirianni erklärte, die faszistische Auffassung deS Problems habe stets die Herabsetzung der Rüstungen auf den niedrigst möglichen Stand befürwortet.

Italien wolle nur rein defensive Rüstungen.

Ftalien sehe mit Vergnügen dem Augenblick ent­gegen, an dem die Verhandlungen mit dem befreundeten Nachbarland mit dem festen Willen zum Erfolg wieder ausge­nommen werden, um zu einem bai Dreimächte­pakt ergänzenden Abkommen zu führen.

Oie Unterzeichnung.

Llm 12.40 Llhr wurde der Vertrag von ben Delegierten unterzeichnet.

Anschlag ans den württembergischen Zustizminister.

Stuttgart, 22. April. (WTB.) Von zuständi­ger Seite wird mitgeteilt: Der württembergische Ju- stlzminister Dr. Beyer le wurde heute zwischen 17 und 18 Uhr in feinem Arbeitszimmer von dem 45 Jahre alten verheirateten Händler Karl S t ä n g» (e r aus Stuttgart, den er wegen eines Gnaden­gesuches für die in der Strafanstalt befindliche Frau Stängler empfangen hatte, mit einem Stiletmeffer an gefallen und bei ber Ab­wehr an der linken Hand verletzt. Nach den bis­herigen Feststellungen ist die Verletzung glücklicher­weise nicht gefährlich. Der Minister wird sich aber voraussichtlich einige Zeit Schonung auferlegen müs­sen. Auch der zu Hilfe eilende Ministerialhausinspek- tor Hägele wurde an der Hand leicht verletzt. Der Täter konnte entFo nun e n. Die Polizei hat so­fort die notwendigen Schritte zur Ergreifung des Täters eingeleitet.

Aus aller Welt.

"Graf Zeppelins" Rheinfahrt.

WSN. Bonn, 22. April. Das Luftschiff Graf Zeppelin" landete um 13.25 Llhr unter dem Fubel von Zehntaufenden von Zu­schauern und dem Gesang des Deutschlandliede- auf dem Flugplatz Hangelar.

Nach etwa eindreiviertelstündigem Aufenthalt tratGraf Zeppelin" die Rückfahrt an, über­flog 15.45 Llhr Andernach, Neuwied und das Neuwiedcr Decken und steuerte dann in Richtung Koblenz weiter. Llm 4.10 Llhr berührte das Luftschiff das Dinger Loch, zog eine Schleife über der Stadt Dingen und nahm 4.15 Llhr Kurs auf ' Worms. Llm 5 Llhr wurde Dad Dürkheim überflogen, 5.10 Llhr Neustadt a. d. Haardt. Fn südlicher Richtung flog das Luftschiff die Haardt entlang auf Landau und erreichte 5.30 Llhr Karls­ruhe. Llm 19.45 Llhr istGraf Zeppelin" nach seiner gut verlaufenen Rheinfahrt in Fried­richshafen glatt gelandet.

Schneebruch im Schwarzwald.

Karlsruhe, 22. April. Im nördlichen Schwarzwald sind Zehntausende von Fe st meter Baumbestand dem Schnee- bruch zum Opfer gefallen. Der Baumschaden wird nach Blättermeldungen auf mehrere Millionen Mark geschätzt. Die Höhenkurorte waren lange Zeit infolge Zerstörung der Drahtverbindung von ber llmmelt abgeschnitten.

Die älteste Frau Schwebens verbrannt.

Stockholm, 22.April. Bei dem Brande eines Bauernhofes in Jämtland in Schwe- den kam die Besitzerin, die 101Jahre alte Frau Maris Perfson, in den Flammen u m. Ihre 80jährige Tochter konnte sich retten. Die Verunglückte war die älteste Frau Schwedens.

Oie Wetterlage.

Dienstaa,

Uaf

Hamog.SM'f- . © BeFÜrr

± 5cil$$

Aberdeen-

----fr

Jan Mayen.

Nor3<%.

...... _ V

O wotXemos O neue/. OnaiD bcdecKt, ® wolkig, ch Gedeckt Reger* * Schnee graupeln, e Nebel Köewit'.er,(g) windstille. «O-. sehe (eichte- Ost £ massiger Südsüdwest q stürmische' Nordwest die Piene fliegen mit dem winde. Die oei den Stationen stenenoen Zah­len geben die Temperatur an. Die Limen Verbinden Orte mit gleichet* tut Meeresniveau umaerechneteo Luftdruck

/ Wettervoraussage.

Der hohe Druck hat über ganz Deutschland eine Beruhigung der Wetterlage verursacht. Die Besse- rlIIJ8.^ nu.r vorübergehend, denn die neue süd­westliche Storung verursacht bereits Barorncterfall, und mit dem Drehen der Winde auf Süden setzt Temperaturanstieg ein. Die subtropische Warmluft, welche m Begleitung des neuen Fallgebietes weiter zur weiteren Erwärmung. Zxibet fmbet wieder Eintrübung statt. Das bereit» über betn Äanal und Frankreich liegende Regen- ^trb uns erneute Niederschläge bringen.

e 11 e r o orausfagc für Donnerstag: Warmer, Bewölkungszunahme ynb NiederfchlsA,

& der ? 4 - E «mtn fl & s Ls?

Hklich rjd 5 ärgert W fev

M: warum Er !*

^"'Augenblick l iit Das ma Ä witterte., ft li Mi Idt ft in eM" <£& sand ihn X| Da kam f« M heucheltet

Mock - Lchn u M auch em fe» >ntn wir>. flj si Io eUvaS als£) Augen

<Iun hals al hnü«hrt sch s M m es r

Eder Sch ® M Leibe. SMti Ul ihm i ,®fnn id) mir ] Wk* littet Schm - < herzloses D I ItL.

Huchen schrubb jti'i schmeLü Ob» H Erfindung'. ' Ä ganze Ondulat Wich hat Fr Jetzt wird k MI Uni) so Witin! Iegt ; Ohm- dah sie ist «1..

tzi ft W; keine einer sriM Fam zu sein!

i EonnenausM: j 19.09 llhr. - Ikn

' Untergang: 1109 !1 1819: btt Sidjtct

I totn (geforfai 1&

Tagegkal f Weater:liesle i*5 SahnhM Nie).

-Etabiihr, J,ä: Die heniier1 MKbier Lun einem Torsr um 19 ühr ,m hiesigen edv Itorbereitet. Spiels Mett-erm Jnljenrcrung in öe ^-rrite/rM | ^schieden, öer , dem 5 M. ^scheidet . ® Jin). Ae M ^biadttheate 1?' Lusls | Lrs"

DL ; ®onQ

Seb ^iäe,d)ne"

Ober, f den be nicht ÄV« tz ii V-Am l ^o»ueti , ?.aWtt. ijS« ln äfft ben

M bet D

"'gen.