Einzelbild herunterladen

tra

sich

gen de Ziffern:

Tote

entfallen

Unfällen

237 Unfälle

$jg istwiederda!

mit mild-süsser Mischung

mit modernisierter Packung

mit Sport-Lehrbildern und

Wertmarken

die mit

1

0

1

1

1

1 auf

Unfälle 26

8 11 35

7 7

Groeners Antwort an den Kammerherrn von Oldenburg

Verletzte

27

10

15

32

5

8

Aus -er Pwvinzialhauptsiadt.

Gießen, den 22. Oktober 1930.

Oie llnfall-Staiistik Oer Straße.

598 verletzte und 21 lote In Hessen.

Auf Anordnung des hessischen Innenministers Wird seit 1. April d.I. eine statistische Erfassung aller Verkehrsunfälle in der Weise durchgeführt, daß die Polizeibehörden alle Unfälle, in denen Kraftfahrzeuge beteiligt sind und bei denen ent­weder Personenschaden (Verletzung oder Lötung­oder Sachschaden in Höhe von mindestens 50 Mark entstanden ist, zu melden haben. Unbedeutende DerkehrSunsälle bleiben demnach außer Betracht, ebenso solche, an denen keine Kraftfahrzeuge betei­ligt sind. Wenn die Ergebnisse eines ganzen 2ah- res vorliegen, ist eine Darstellung insbesondere nach den Ursachen der Unfälle beabsichtigt.

Die Gesamtzahl der Unfälle tn Helfen beträgt in dem Vierteljahr vom 1. April bis 30. 3unt 604. bei 598 Verletzten und 21 Toten. Da­von entfallen auf die Provinz Oberhessen 126 Unfälle mit 124 Verletzten und vier Toten. 3n der Stadt Dießen waren 32 Unfälle mit 27 Verletzten zu verzeichnen. 3n den einzelnen Kreisen der Provinz Oberhessen ergeben sich fol-

Gießen Alsfeld Büdingen Friedberg Lauterbach Schotten

Don den restlichen

Provinz Starkenburg

256 Verletzten und 12 Toten, die Provinz Rhein Hess en ist mit 241 Unfällen bei 218 Verletzten und fünf Toten an dieser traurigen und leider so zeitgemäßen Statistik beteiligt.

Beamien-Bersammlung in Gießen.

Von dem Ortskartell Gießen des Deutschen Veamtenbunbes wird uns folgendes berichtet:

Das Ortskartell Gießen des DVV. behandelte in seiner Hauptausschuß-Sitzung am 17. d. M. u. a. die b e a m t e n p o l i t i s ch e Lage. Gs herrschte Uebereinstimmung. daß die drohende weitere Gehaltskürzung die Kaufkraft der Beamtenschaft in einer Weise beeinträchtigen werde, die sich schädlich für Handel und Gewerbe auswirkcn muh, wenn die Preis­gestaltung in den Ladengeschäften sich der in den letzten Wochen teilweise recht ein­schneidenden Preisherabsetzungen bei Rohproduk­ten und im Großhandel nicht noch mehr anpaßt. Man beschloß, die die Senkung der Ladenpreise verhindernden Widerstände zu ergründen und ihre Deseitigung mit den Organisationen der übrigen Derbraucherfchichten zu erstreben.- tigenfalte soll zurSelbsthilfe" geschritten werden.

Dedauerlicherweise mußte auch die Frage der Be a m t e n h e tz e" wieder behandelt werden, wozu verschiedene, uns In Abschrift vor­liegende Rundschreiben des DKV. (d. h. Deutscher Kampfbund für Wahrheit und Recht, Zentrale Magdeburg), biefür Beamte nicht be­stimmt! Streng aeheim!" bezeichnet wer­den, Deranlossung gaben. Rach Angabe in diesen Rundschreiben will der DKB. in jeder Stadt über 25 000 Einwohner, also auch in Gießen!, seine Ver­trauensleute haben, 6 c meisten in der Wirtlchafts- Partei, und diesen Vertrauensleuten bis zu 4 Mk. für die Schreibmaschinenseite bezahlen, wenn sie über das außerdienstliche Verhalten der Beamten Beobachtungen einsenden. 3m Januar d. 3. sollen allein 12 106 derartige Zuschriften und im Marz d. 3. bereits soviel frei­willige Beiträge eingegangen gewesen sein, daß sie zur Erhaltung der Zentrale bis Ende des Iah- res 1930 ausreichlen. Ferner enthalten diese Rund­

schreiben entstellende und irreführende Angaben über Riesengehälter der Beamten. Herabwürdi­gungen von Deamtenklassen usw. und schieben die Schuld an der ganzen Wirtschaftsnot allein der Beamtenschaft zu. Die anwesenden Vertreter toa-

Gegenkundgebungen und Pfuirufen von der Opposition aufgenommen.

3n einfacher Abstimmung wird hieraus ab- gelehnt gegen Rechte und Kommunisten der An­trag von Winterfeld (Dnt.). das an die preu* ßische Beamtenschaft gerichtete, ihre partei­politische Betätigung einschränkende Ver­bot sofort auszuheben. Der kommunistische An­trag, die Reichsregierung aufzufordern, sofort alle Zahlungen aus dem Boungplan einzu stellen, wurde mit 265 gegen 147 Stim­men der Deutschnationalen, Wirtschastspartei, des Landvolks, der Rationalfozialisten und Kommu­nisten abgelehnt, der Antrag der Deutschen Fraktion, das Voungmoratorium sofort in Gang setzen zu lassen, gegen die Rechlsparteien. Der von den Deutschnationalen unterstützte na­tionalsozialistische Antrag auf Aushebung deS gegen die Rationalsozialisten erlassenen U n i - sormverbots wurde mit 227 gegen 132 Stim­men abgelehnt, womit die Abstimmungen über die Anträge aus Landlagsauflösung usw. erledigt waren.

Berlin, 21. Olt. (TU.) Die angekündigte Stellungnahme des Reichswehrministers ®roe- ner zu der Reichstagsrede des deutschnatwna- len Abgeordneten Kammerherrn von Olben- burg-3anufd)au liegt nunmehr in Form eines offenen Brieses vor. Groener sagt barinf u, q.:

Zunächst muß ich einige 3rrtümer richtigstel­len. Sie haben dem Generalobersten Heye vorge­worfen. daß er Soldaten zur Ueberge&ung des Beschwerdeweges aufgefordert habe. Diese Angabe betrifft eine mißverstandene Aeußerung des Generalobersten Heye zu Trup­penteilen der 1. Division im 3ahre 1926, die sich nur auf entlassene Soldaten bezog So­bald General Heye dieses Mißverständnis zu Oh­ren kam. hat er der Armee durch einen beson­deren Erlaß die 3nnehaltung des BesehlswegeS ausdrücklich elnge- schärst. 3ch bedauere eS, daß Sie diese An­gelegenheit nicht während Ihrer langjährigen per- sönlichen Beziehungen zum Generalobersten Heye Seflärt und es vorgezogen haben, sw ihm tton- er Tribüne deS Reichstages herab vorzuwerfen. Der zweite Irrtum betrifft den sogenannten Uhren erlaß. Ihre Aussührungen sind mir ein Beweis dafür, daß Sie von dem Erlaß nichts weiter kennen als die Ent­stellungen, die darüber in der Presse er­schienen sind. Der Erlaß richtet sich ganz ein­deutig gegen Zersetzungsversuche von außen und hat mit Denunziation von Kameraden nicht das geringste zu t u n. Seine Rotwendigkeit beweist die Tatsache, daß allein im Jahre 1929 150 verschiedene Ver­suche gemacht worden find, kommunistisches Zersetzungsmaterial an die Wehrmacht heranzubringen, eine Zahl, die im Jahre 1930 voraussichtlich noch überschritten werden wird.

Zur 5rage, weshalb überhaupt ein gericht­liches Verfahren gegen die jungen Offiziere angestrengt wurde, wiederholt öroener im wesent­lichen die Grunde, die er auch in seinem Brief an den Grasen von der Goltz angeführt hatte. Der ent­scheidende Grund war danach, daß die Osfiziere bei ihrer öernebmung durch die Vorgesetzten wissent­lich die Unwahrheit gesagt hätten. Ein weiterer Irrtum betreffe di§ 21 r t der Verhaf­tung der Ulmer Offiziere. Auch hier oerweist Groener auf die in seinem Brief an den Grafen von der Goltz gegebene Darstellung, wonach die Offiziere durch den Abteilungskommandeur von einem Dienst abgerufen wurden, an dem fast nur Offiziere und nur ganz wenige Mannschaften teil- nahmen, und abseits dem Beauftragten des Reichs­gerichts übergeben wurden. Eine noch weniger auf­fällige Form für diese Verhaftung zu finden, fer nicht möglich gewesen______________ ________

tteac Unter sehr aroßer Unruhe im Hause Wird daraus die einfache Abstimmung vorgenommen. Sie ergibt die Ablehnung des Antrages der Wirtschaftspartei. Für den Antrag stimmen die Rechtsparteien mit Ausnahme der Putsch-Han- Iraner und der beiden Volksrechtparterter.

Ate hierauf Vizepräsident Baumhofs erklär^ mit dieser Abstimmung erübrige sich die Ab- ftimmung über den kommunistischen An- g auf Auflösung des Landtages, cri*£Dt bei den Kommunisten großer Lärm. Ada. Kasper (Komm.) weist in erregten Ausfüh­rungen darauf hin, daß seine Fraktion schon bei Beginn der Beratung einen 21 n t r a g a u I namentliche Abstimmung gcftclh habe.

Vizepräsident Baumhofs erklärt sich schließlich bereit, die Abstimmungen über den Antrag der Wirtschastspartei zu wiederholen, und -war in namentlicher Form. 3m ganzen wurden 429 Kar­ten abgegeben; mit Ja stimmten 189, mit Tlcrn 240 Abgeordnete Der Antrag auf Auflösung des Landtages Ist damit abgelehnt. Das Er­gebnis wirb mit großen Beifallskundgebungen bei den Regierungsparteien und mit lebhaften

Wörtlich fährt Groener fort:Sie haben mit vol­lem Recht die Verdienste des Generalobersten a.D. von oeerft um die Reichswehr hervorgehoben. In der Zeit, in welcher General von Seeckt Ehef der Heeresleitung war, hat es aber auch ihm nicht an Anfeindungen gefehlt. Dieselben infamen, persönlichen Verdächtigungen, denen setzt meine Mitarbeiter und ich ausgesetzt sind, sind, im Jahre 1923 und 1924 auch Herrn von Seeckt nicht erspart geblieben. Auch seine vaterländische Gesinnung ist von den nationalsozia- listischen Blättern angezweifelt worden. Alldeutsche Kreise haben ihn auf das schärfste angegriffen, weil er damals ihren Diftaturplänen nicht zugestimmt hat und dieDeutsche Zeitung" hat auch damals den Standpunkt vertreten, daß es der Truppe, d. h. den jüngeren Offizieren, Unterosfizieren und Mannschaften, nicht verdacht werden könnte, wenn sie derweltfremden" Heeresleitung des Ge­nerals von Seeckt den Gehorsam aussagten und nach ihren eigenen Anschauungen handelten.

Wenn Ihnen jetzt das Werk des Generals von Seeckt und des Reichswehrministers Geßler Anerkennung abnötigt, so darf ich hoffen, daß Sie in späterer Zeit auch das ver- stehen werden, was Generaloberst Heye und ich in Fortführung des Werkes unserer Vor­gänger getan haben. Sie haben in Ihrer Re^ die Disziplin gepriesen, mit der es sich nicht verträgt, daß Vorgänge innerhalb einer Truppe zum Gegenstand von Erörterungen an anderer Stelle gemacht werden, und glauben andererseits die Haltung der jungen Offiziere verteidigen zu müssen, welche im Heere und außerhalb des Heeres gegen ihre höchsten Vor­gesetzten Stimmung zu machen und einen Zu­sammenschluß gegen sie zu organisieren versuchten. Sie machen schließlich einen Unterschied zwi­schen Disziplin und Gehorsam. Ich bin dagegen der Ansicht, daß es nur eine Art von Disziplin gibt und daß sich diese mit dem unbedingten Gehorsam deckt, und ich stimme mit 3hnen vollkommen überein, daß die Reichswehr verloren ist, wenn die Basis der Disziplin, der Kameradschast. der Ehre und des Wehrwillens verlassen wird. Gerade das ist stets die Richt­schnur meiner Tätigkeit gewesen und ich habe die Pflicht, darüber zu wachen, daß die Grund­lage nicht dadurch zerstört wird, daß politische Strömungen sich zwischen Führer und Truppe einschieben und die Reichswehr zu Par­teizwecken mißbrauchen. Das deutsche Heer ist stets das scharfe und gehör- same Werkzeug seines Staates ge­wesen. Als solches gedenke ich es trotz aller Anfeindungen, woher sie auch kommen, zu er­halten."

ren sich darin einig, daß <te seldstverständldye Pflicht eines Beamten ist, sich auch außerhalb feines Dienstes eines musterhaften Benehmens zu befleißigen. Als Diener der Gesamtheit müsse er sich auch hierüber eine Kritik gefallen lassen. Allein, daS Vorgehen des DKB. wird als Be­spitzelung und Wühlarbeit bezeichnet und entschieden zurück gewiesen. Ein Kampf­bund für Wahrheit und Recht sollte offen kämp- fen. Anstatt die Menschen noch weiter ausein­ander, sollte er sie näher aneinander zu bringen bestrebt fein!"

Veranlaßt durch den Hinweis der Bericht­erstatter auf die Wirtschaftspartei haben wir uns mit dem Ersuchen um Stellungnahme an den Gießener Vorstand der Wirtschaftspartei gewandt und von diesem die nachstehende Mittei­lung erhalten.

,Zum Bericht deS Deutschen Beamtenbundes. Ortskartell Gießen, betretend DKB. (Deutscher Kampsbund für Wahrheit und Recht) erklären wir folgendes:

Von einer derartigen Einrichtung ist der Wirt­schaftspartei in Gießen sowohl, wie in ganz Hessen nicht daS geringste bekannt. Damit fallen alle Schlußfolgerungen des Berichte des Beamtenbundes, Ortskartell Gießen in bezug auf die Wirtschaftspartei in Gießen und Hessen in sich zusammen.

Balzer, 2. Dors. d. Wirtschastspartei Gießen."

Bornotizcn.

Tageskalender für Mittwoch. Stadttheater:Der Zigeunerbaron". 19.30 bte 22 30. Die Christengemeinschaft (Bewegung für religiöse Erneuerung»: Vortrag über das Thema Christentum und Olkultismus". 20.15 Uhr. Uni­versität, Hörsaal 41. - RSDAP.. Oesfentliche Versammlung, 20.15 Uhr. in der Turnhalle am Oswaldsgarten. - DHV.: Vortrag von Prof. Dr. König über das Thema: .Grenzland­fragen der deutsche Osten", 20.30 Uhr.Ger­mania", Radsahrerverein: Generalversammlung, 20.30 Uhr. Lichtspielhaus Bahnhofstraße: Liebesparade". Astoria-Lichtspiele:Messa­lina" und Beiprogramm.

Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Heute. 19.30 Uhr. Gast­spiel der Vereinigten Operettenbühnen Bochum- Hamborn mit Srauß' OperetteDer Zigeuner­baron". Infolge Erkrankung im Personal mußte diese Spielplanänderung vorgenommen werden. Am Freitag Wiederholung des mit großen, Erfolg urausgeführten ZeitstückesSektion Rahn- ftetten" von Curt Corrinth unter der Regie von Intendant Dr. Prasch.

D e r G o e t he - Bun d hat für seine zweite Veranstaltung Professor Tarachand Roy aus Lahore in Indien, zur Zeit Lektor an der Uni­versität Berlin, zu einem Lichtbildervortrag über Das Wunderland Indien" eingeladen. Der Vor­tragende wird, so schreibt man unS, unterstützt durch eine große Anzahl prächtiger Lichtbilder, die Beziehungen zwischen Indien und Deutsch­land, die Schönheiten indischer Bauten, die ver- schwenderifche Pracht indischer Ratur, das Leben und Treiben des indischen Volkes, die Bedeutung des indischen Volksführers Mahatma Gandhi und seiner Bewegung schildern. (Siehe Anzeige.)

Akademische Ehrung. Von der Presse­stelle der Universität Gießen wird mitgeteilt: $er ordentliche Professor in der veterinärmedizini­schen Fakultät Dr. med. vet. ct sc. nat. Dr. med.i vet. h. c. Wilhelm Zwick wurde zum Ehren­mitglied des Royal College of Veterinary Sur- geons in London ernannt.

* Hohe Auszeichnung eines alten Offiziers. Oberst von Witzleben in Gießen feierte am 12. Oktober feinen 70. Geburtstag und zu- gleich fein 50. Militärjubiläum. Er erhielt aus tiefem Anlaß von dem ehemaligen Kaiser in Doorn ein Bild mit eigenhändiger Unterschrift zugesandt.

(Weitere Lokalnachrichten Im 3. Blatt.)

Büdo flüssig

pflegt und erhält feinfarbige Schuhe und färbt nie ab