Gtadtrat in Gießen.
Lieber die Beschlüsse in der Sitzung des G i e - ßener Stadtrates vom Mittwoch ist rroch folgendes zu berichten:
Uebernahme von Bürgschaften.
Auf Antrag des Bauausschusses wird beschlossen: Gemeinnützigen Baugenossenschaften und sonstigen Bauenden, die eine erststellige Hypothek für ein Bauvorhaben aufnehmen, wobei die Stadt mit einem Baudarlehen an zweiter Stelle steht, kann die s e l b st s ch u l d n e r i s ch e Bürgschaft für die erste Hypothek, soweit diese dem städtischen Daudarlehen vorausgeht, übernommen werden.
.Einem Antrag des Finanzausschusses entsprechend wird beschlossen: Die von der Gieße» ner Wohnungsbaugenossenschaft e.G. m. b. H. G i e ß e n nachgesuchte Bürgschaftsleistung für den Betrag von 34 500 Mk. der Bezirks- sparkasse Gießen gegenüber wird übernommen.
Städtische Kleinwohnungen in der verlängerten Schottstrahe.
Auf Antrag des Bauausschusses wird — wie gestern schon kurz berichtet — einstimmig der Errichtung von 36 Kleinwohnungen in der verlängerten Schottstrahe zugestimmt. Der hessische Staat gewährt für diese Bauten 98 600 Mark aus den Mitteln zur Arbeitsbeschaffung, die Stadt Gießen hat dafür 120 400 Mk. aufzubringen. Diese Kosten dürfen nicht auf das Wohnungsbaukonto der Stadt genommen werden, sondern sind als zusätzliches Bauprogramm zwecks Arbeitsbeschaffung anzusehen.
Vergebung von Arbeiten und Lieferungen.
Für die Errichtung einer neuen Warte im Maschinenhaus des Elektrizitätswerkes werden die Eisenkonstruktion an die Firma Eisenbau Dönges G. m. b. H. in Darmstadt und die Bauarbeiten an die Firma Claus Meyn, Glasdachfabrik in Frankfurt a. M., vergeben. Der Gesamtbetrag beläuft sich auf etwa 6500 Mark.
Die Herstellung der Steinholzfußböden und der Abdeckvlatten für die Kabelgräben im Schalthaus beim Elektrizitätswerk wird den Steinholzwerken zu Berlin zu deren Angebotspreis von 11 782,50 Mark übertragen; mit den äußeren Derputzarbeiten an dem Schalt- und 'Transformatorenhaus wird die Firma H. Stichler L Sohn zu ihrem Angebotspreis von 4074 Mark beauftragt; die Maler- und Anstreicherarbeiten im Schalt- und Transformatorenhaus erhält die Firma Gebrüder Nicolaus zum Angebotspreis von 10 475,50 Mark.
Die für das Rj. 1930 erforderlichen Einfach- und Doppeltarifzähler sind zu gleichen Teilen von der Allgemeinen Elektrizitäts-Gesellschaft und von den Siemens-Schuckert-Werken, die Dreifachtarifzähler mit Llhren von Den Aron-Werken in Berlin-Charlottenburg für Rechnung des Elektrizitätswerkes zu beziehen.
Die Lieferung von Drehstromkabeln für den Anschluß der Generatoren und Transformatoren mit dem neuen Schalthaus wird den Bereinigten Zünder- und Kabel-Werken - AG. in Meißen zu deren Angebotspreis von 24 264,15 Mark übertragen, sofern nicht die Siemens- Schuckert-Werke, die die elektrischen Arbeitest des neuen Schnlthauses ausführen, zu dem gleichen Preise liefern können.
Krediterweiterungen.
Der für die Neuerrichtung eines Hochspan- nun gs - S ch a l th a u se s des Elektrizitätswerks zur Verfügung gestellte Kredit wird um 40 000 Mk. erweitert. Für die Llmbauarbeitcn im alten Maschinenhaus des Elektrizitätswerks wird ein Kredit von 35 000 Mk. zur Verfügung gestellt. Der insgesamt 75000 Mk. umfassende Kredit geht zu Lasten des Erneuerungsstockes des Elektrizitätswerks für Rj. 1930.
Die Titel III (Elektrizitätszähler), 11 (Un* terhaltung der Leitungsnetze und der Werkzeuge) und 16 (Neuanschaffungen) werden um 15 000 bzw. 25 000 bzw. 150 000 Mk. erhöht. Die Erhöhungen um 15 000 und 25 000 Mk. erfolgen zu Lasten erhöhter Betriebseinnahmen, die Erhöhung Um 150 000' Mk. geschieht zu Lasten des Erneuerungsstockes.
, Zur Beschaffung der für die Verstärkung des Kabelnetzes erforderlichen 5000Meter Gleichstrombleikabel wird ein Kredit von rund 55 100 Mk. zu Lasten des Elektrizitätswerkes zur Verfügung gestellt. Der Kredit erhöht oder ermäßigt sich in dem gleichen Verhältnis, in dem die Grundpreise für Kupfer und Blei über oder
unter den Betrag von 130 Mk. bzw. 35 Mk. je 100 Kilo steigen oder fallen. Die Lieferung der Kabel wird dem Mindestfordernden, Vereinigten Zünder, und Kabel-Werken AG. in Meißen übertragen.
Zwecks Beschaffung von Kabeln zur Herstellung der Verbindung zwischen dem neuen Schalthause und dem Kabelneh wird ein Betrag von 25 000 Mk. bereitgestellt. Die Stadtverwaltung wird ermächtigt, die Lieferung der Kabel dem Mindestfordernden zu übertragen.
Ein Kredit von rund 4600 Mk. wird zur Beschaffung von 2200 Meter Mittelleiter zwecks Verstärkung des Kabelnetzes bewilligt. Die Lieferung wird den Firmen Kabelwerk Twisburg und Osnabrücker Kupfer- und Draht- Werke je zur Hälfte zu ihrem Angebotspreis übertragen.
Für die Llmstellung und Ergänzung der vorhandenen Akkumulatorenbatterie wird ein Kredit von rund 98 000 Mk. bewilligt. Die Lieferungen und Arbeiten werden der Firma Wilhelm Haden in Soest übertragen. — Stadtratsmitglied Nicolaus (Wirtsch. Vgg.) rügt hier und auch bei anderen Vorlagen für das Elektrizitätswerk, daß die Leitung dieses Werkes Arbeiten nach auswärts vergebe, ohne eine zu gleichen Preisen liefernde örtliche Firma zu berücksichtigen, die infolgedessen Arbeiter entlassen müsse.
Für die Auswechselung einer Reihe von Gleisstücken der Elektrischen Straßenbahn wird ein Kredit von 18 000 Mk. zur Verfügung gestellt. Die Lieferung des benötigten Gleismaterials wird der Firma Vereinigte Stahlwerke AG. in Duisburg-Ruhrort zu ihrem Angebotspreise übertragen.
Für die Instandsetzung des S ch u l s a a l e s usw. im Gemeindehaus der Israelitischen Religionsgemeinde, Lonystraße 4, zwecks Hinterbringung einer Volksschulklasse wird ein Kredit von 300 Mk. bereitgestellt.
Die Wasserversorgung von Lindenstruth und Heuchelheim.
Dem zwischen der Stadt Gießen und der Gemeinde Linden st ruth abzuschlietzenden Vertrag über die Wasserversorgung der Gemeinde Lindensttuth wird zugestimmt. — Die Kosten zur Ausführung der Wassermesseranlage und für den Anschluß der städt. Leitung an die Wasserleitung Lindenstruth in Höhe von 2400 Mark werden bewilligt.
Der Fassung des Nachtragsvertrags zum Vertrag über die Lieferung von Wasser an die Gemeinde Heuchelheim vom J21. bzw. 23. Iuni 1930 wird zugestimmt.
Bauten im Arbeitsvlertel der Landesuniversität.
Dem Vorschläge des Bauausschusses folgend, stimmt das Haus einem Nachtrag zum Ortsbaustatut der Stadt Gießen betr. das Verbot der Errichtung von gewerblichen oder fabrikähnlichen Anlagen im Klinikviertel der Landesuniversität zu.
Polizeiverordnung für den Nuhviehmarkt.
Auf Antrag des Marktausschusses wird einer neuenPolizeiverordnung über die Einrichtung und den Betrieb des Nutzvieh» Marktes in Gießen zugestimmt.
vaugesuche.
Antragsgemäß wird für die nachstehend verzeichneten Baugesuche die Befreiung von den einschlägigen Bauvorschriften erteilt: Dem Alte- Herren-Verband der Burschenschaft „Germania", Wetzlarer Weg 35; der Baugenossenschaft 1 8 9 4 zur Errichtung eines Einfamilien-Doppelhauses seitwärts der Wilhelm- straße; Sy S ch a f f st a e d t, Ostanlage 29, für die Errichtung einer Autohalle; Direktor Karl Wenzel für die Errichtung eines Einfamilienhauses am Nahrungsberg; PH. K r ö ck für die Errichtung einer Auto- und Lagerhalle; der Ausbau des Dachstockes des Hauses Westanlage 42 wird abgelehnt; Gebrüder Grieb für die Errichtung eines Molkereigebäudes an der Straße „Am Pfarrgarten", wenn der Besitzer sich verpflichtet, das zwischen der Baufluchtlinie und der Gebäude- sront befindliche Gelände nach Vorschrift abzuschließen und anzulegen.
Schankerlaubnisgesuche.
Bei folgenden Schankerlaubnisgesuchen wird die Dedürfnisfrage bejaht und das Gesuch befürwortet: des Bäckermeisters Fritz Schreiner für einen Kaffeewirtschaftsbetrieb im Hause Lindenplah 4; des Alte-Herren-Ver-
band'es des Corps „Silvania" e.V. für beschränkten Schankwirtschaftsbetrieb im Hause Kaiserallee 81; des KarlWalter zu Gießen für einen Ausschank alkoholfreier Getränke in oer zu errichtenden Erfrischungshalle an der Bahnüberführung Gabelsberger Straße/Hammstraße.
Bei folgenden Gesuchen wird die Dedürfnisfrage verneint und das Gesuch a b gelehnt : Franz Martin, Frankfurter Str. 36; Hermann Opfermann, Postschaffner i. R., Gleiberger Weg 92; Otto Valentin, Postschaffner a. W., Gleiberger Weg 95.
kleine Vorlagen.
Auf Antrag des Finanzausschusses wird derB ei- tritt der Stadt Gießen zum Rhein«- Mainischen R e g i o n a l p l a nu n g s v e r- band beschlossen und der Jahresbeitrag von 700 Mk. bewilligt.
Zur Erneuerung der Akkumulatorenbatterie für die Telephonanlage im Stadthaus Bergstraße wird ein Kredit von 550 Mk. bewilligt. Der Auftrag zur Lieferung der Batterie wird der Firma Gottfried Hagen in Köln erteilt.
Wirtschaft.
* Erntevorschätzung z u Anfang A u g u st. Unter Zugrundelegung der diesjährigen Anbaufläche ist nach den im Statistischen Reichsamt zusammengestellten Ergebnissen der Erntevorschätzung der Saatenstandsberichterstatter nach dem Stande au Anfang August d. I. bei der neuen Ernte mit folgenden Gesamterträgen zu rechnen (die endgültigen Ergebnisse der Ernteermittlung für das Iahr 1929 sind in Klammern beigefügt): Winterroggen 7,5 Millionen Tonnen (8,1 Mill Tonnen), Sommerroggen 0,09 Mill. Tonnen (0,10 Mill. Tonnen), Winterweizen 3,2 Mill. (3,1 Mill.), Sommerweizen 0,30 Mill. (0,28 Mill.), Winterspelz 0,15 Mill. (0,15 Mill.), Wintergerste 0,44 Mill. (0,38 Mill.), Sommergerste 2,21 Mill. (2,80 Mill.), Hafer 5,47 Mill. Tonnen (7,38 Mill. Tonnen).
* LImtausch von Schahanweisungen der Reichspost. Llnter Mitwirkung des Reichsanleihe-Konsortiums wird demnächst den Inhabern der am 1. Oktober 1930 fälligen 150 Millionen Reichsmark 6,5prozentiger Schahanweisungen der Deutschen Reichspost der Um- tausch in 6prozentige Postschahanweisungen zum Kurse von 96,25 Prozent angeboten werden. Die Llmtauschenden erhalten eine Barvergütung von 3,75 Prozent des Kapitals ausgezahlt. Die neuen 6prozentigen Postschahanweisungen sind am 1. April 1934 zum Nennwert rückzahlbar. Sie sind reichsmündelsichcr und lombardfähig. Ihr Zinslauf beginnt am 1. Oktober d. 2. Die Zinsen werden nach Abzug der Kapitalertragssteuer aus- gezahlt.
* Weitere Kündigungen im Ruhr- Bergbau. Beim Stillegungskommissar sind folgende Anträge auf Dergarbeiterentlassungen gestellt worden: Zeche Bruchstraße (Desta) in Langendreer 250 Mann, Karolinenglück in Bochum 250 Mann, Prinzregent in Bochum 100 Mann. Die Kündigungen sollen am 1. September zum 15. September ausgesprochen werden. Bei der Gewerkschaft Ewald in Herten sollen 900 Bergleute entlassen werden.
* Aufträge f Ür die deutsche Schiffbau-Industrie. Die Deutsch-Amerikanische Petroleum-Gesellschaft Hamburg hat im Auftrage der Standard Shipping Company Neu- York, wie WTD.-Handelsdienst erfährt, an deutsche Werften Schisfbauaufträge im Werte von zirka 30 Millionen Mark vergeben.
Frankfurter Börse.
Frankfurt a. M., 22. Aug. Tendenz: abgeschwächt. — Die Wochenschtuhbörse eröffnete bei stillstem Geschäft in ruhiger Haltung. Die schwache gestrige Neuyorker Börse und die nicht gerade günstigen Nachrichten aus der Wirtschaft trugen zu einer starken Zurückhaltung bei. Dor allem wurden aber die weiteren Arbeiterentlassungen und neuerlichen Betriebseinschränkungen im Ruhrgebiet nachteilig empfunden. Der Ordereingang hat wieder beträchtlich nachgelassen. Demzufolge bewegte sich die Lim- sahtätigkeit in klein stem Rahmen. Die Kulisse schritt zu Abgaben, doch tvar das Angebot nicht dringend. Die Aufnahmelust war aber so gering, daß sich gegenüber der gestrigen Abendbörse Abschwächungen bis 1,5 Proz. ergaben. Stärker gedrückt eröffneten am Kalimarkt Aschersleben mit minus 5 Proz. Etwas Interesse machte sich dagegen für Montanwerte geltend. Buderus, Mannesmann und Stahlverein konnten sich bis zu 1,25 Proz. bessern. Am Chemiemarkt lagen I.-G.-Farben nur wenig verändert; Goldschmidt konnten 1 Proz. anziehen. Am Elektromarkt gaben Siemens und Gesfürel je 1,75, AEG. 1 und Licht & Kraft 1,25 Prozent nach. Don internationalen Aktien waren Chade- aktien gut behauptet. Kunstseidepapiere und Zellstoffwerte gaben bis 1 Proz. nach. Danken lagen wenig verändert. Am Rentenmarkt waren Deutsche Anleihen gut behauptet. Don Ausländern
waren Dagdadserien leicht erhöht. Auch im Verlaufe blieb das Geschäft sehr klein. Gegen Anfang waren die Kurse jedoch im allgemeinen gut behauptet. Ain Geldmarkt war Tagesgeld mit 3,5 Proz. etwas angespannter. Am Devisenmarkt war die Lage wenig verändert. Man nannte am Devisenmarkt Mark gegen Dollar 4,1864, gegen Pfund 20,3913, -4egen Paris 123,8250, London gegen Kabel 4,8712, gegen Mailand 92,88, gegen Madrid 45,75, gegen Schweiz 25,0525, gegen Holland 12,0925.
Letzte Nachrichten.
Oie Staatöpariei schließt sich dem Aufruf an.
Berlin, 22.2lug. (WTB. Funkspruch.) wie die Pressestelle der Deutschen Staatspartei mitfeilt, hat der Hauptaktionsausschuh der Staats- partei am Donnerstagabend in Anwesenheit der Herren Höpker-Aschoff und koch-Weser auf den Schritt der Deutschen Volkspartei folgende Antwort beschlossen, die brieflich zugestellt worden ist:
Die Deutsche Staatspartei hat häufig betont, und hält es für selbstverständlich, daß man sich zur Befreiung des deutschen Volkes aus schwerer Not f ü r das begonnene Reformwerk auf finanziellem, wirtschaftlichem, sozialem und staatlichem Gebiete einseht. Sie ist deshalb auch e in v erst a n d e n, dah dies in eitwm gemeinsamen Aufruf bekanntgegeben wird, wenngleich die Wirkung eines derartigen Aufrufes nicht überschätzt werden darf.
Sie hat lediglich insofern ein Bedenken, als sie grundsätzlich auf dem Standpunkt steht, dah d i e Person des Reichspräsidenten im Interesse seiner hohen und unparteilichen Stellung und entsprechend seinem erst vor wenigen Tagen ausdrücklich geäußerten Wunsch nicht als Vorspann in der Wahlbewegung benutzt werden darf. Ferner ist formell noch zu bemerken, dah die Deutsche Staatspürtei im letzten Reichstage noch nicht vertreten war und dah deshalb nicht davon gesprochen werden kann, dah sie sich im letzten Reichstage für das Reformgeseh eingesetzt habe. Sie schlägt deshalb vor, den ersten Sah fol- gendermahen zu fassen: „Die unterzeichneten Parteien halten die Durchführung des im letzten Reichstag begonnenen Resormwerkes auf finanziellem, wirtschaftlichem, sozialem und staatlichem Gebiete für das dringendste Gebot der deutschen Innenpolitik." Ebenso bitten wir im letzten Absatz das Wort „Hindenburg-Programm" durch „Programm" zu ersehen.
Ls darf zum Schluh zu Ihrem Schreiben be- merkt werden, dah unser Vertreter aus den Verhandlungen über einen gemeinsamen Aufruf nur deshalb ausgeschieden ist, weil die übrigen Parteien damals mit dem gemeinsamen Aufruf die Ankündigung einer Fraktionsgemeinschaft verbinden wollten. Nachdem der von uns von vornherein als undurchführbar erkannte Plan dieser Fraktionsgemeinschaft an dem Widerspruch anderer Parteien gescheitert ist, hätten keine Bedenken bestanden, an den Verhandlungen wieder teilzunehmen.
Mit dem Ausdruck der vorzüglichen Hochachtung ge;.: Arthur 2H aß raun.
Sprechstunden der Redaktion.
11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstag nachmittag geschlossen.
Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 0. h., Lombardzinsfuß 5 v. h.
Frankfurt a. M. |
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Kurs |
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Kurt
Datum
21. d.
22. .
21. b.
22. b.
6% SeutiOje öteitXjsaiueUK
von 1927 .........
87,75
88,1
7% Deutsche ReichSanIeHe
von 1929 ..........
101,75
102,1
Deutjche AnI.-AblSs.-Schuld mit
60,35
60,2
60,25
DeSgl. ohne AuSlos.-Rechte . . .
7,95
7,95
8
7,9
8% Heil. BolkSstaat von 1929
(rückzahlb. 102%)......
93,5
93,75
Oberhejjen Provdtz - Anleihe mit
8lu6Loi -Rechten.......
59
Deutsche Komm. (sammelaH.
Anleihe Serie 1.......
8% fitantf. Hyp.-Bank Goidpse
—
—
58,9
—
XIII unkündbar bis 1934 . . . 7% Franks. Hyp^Bank Goidpse unkündbar bii 1932 .....
101
—
—
—
96
4J4% Rheinische Hyp.-Bank
ßiqu. Goidpse.........
8% Pr. Landespsandbriefanstalt,
87,05
—
—
—
Pfandbriefe R. 17......
8% Pr. Landerpsandbriesanstalt,
101,25
_
101,25
Komm^Obl. M. 20......
7% Pr. Landespsandbriesanftalt.
98
—
98
—
Pfandbriefe 81.10......
61.6.®. abg. Borkriegtz-Obltgatio-
97
—
97
—
nen, rückzahlbar 1932 .....
92
—
—
—
d% Oesterretchtsche Goldrente . .
26,5
4,20% Oesterreichilche Sllberrenie 4% Oesterreichische Einheitliche
3,1
—
-
—
<% Ungarische Goldrente ....
74,5
_
94,6
24,6
4% Ungarische Staatsrente v. 1910
19,5
—
19,6
A 1Z O/ r,pfln[ npn 1913 . .
__
4% Ungarische Kronenrente . . .
2,15
—
2,13
—
4% Türkische Zollanleihe von 1911 4%, Türkische Bagdadbahn-Vnl
5,13
5,13
5,13
5,25
5,15
5
5,05 5,05
—
4% de-gl. Serie 11.......
5% Rumänische vereinh. Rente
5,05
von 1903 ..........
9,6
— 1
9,55
_
<y,% Rumänische vereinh. Rente
von 1913..........
15,9
7,3
__
15,8
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1% Rumänische vereinh. Rente .
—
Frankfurt a. HL
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Datum
21. b.
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1
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Hamburg-Südam. Dampfschiff
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—
—
—
—
Norddeutscher Lloyd ....
8
—
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10
108
—
108,75
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Barmer Bankverein ....
10
116,25
115,75
116,25
115,25
Berliner Handelsgesellschaft .
12
143,5
143,75
142,75
Commerz, und Privat-Bank .
11
i?9,5
129,5
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129,75
Darmstädter und Nationalbanl
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182,5
—
182,5
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Deutsche Bank und
TiSconto-Gelelljchast, . . .
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124
—
124
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Dresdner Bank ......
10
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124,25
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124,25
Reichsbank ........
12
248,5
249,25
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A.E.G...........
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139,25
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139,75
Bergmann........
. 9
—
—
169
Elektr. LteserungSgesellschast.
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—
Licht und Kraft......
10
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136,75
138
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Felten & Guilleaume . . .
lYt
105
—
105.5
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Gesellschaft für Elektrische
Ünternehmungen ....
10
142,5
140.75
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Hamburger ElektrtzitätS-Werke
10
—
129,9
129,6
Rheinische Elektrizität . . .
. S
—
—
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Schlesische Elektrizität. . . .
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—
—
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Schuckert & Co. . .....
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—
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Lahmeyer & do.......
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57,5
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Deutsche Erdöl ......
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—
—
72,25
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—
—
Gelsenkirchener ......
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85,75
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Klöcknerwerke .......
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—
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Oberschles. Eisenbedars . . •
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—
—
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206,5
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205
Rheinstahl........
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—
Frankfurt a. Dl.
Berlin
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Anfang- Kurs
Datum
21. b.
22 o.
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Beretnigie Stahlwerke
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Kaliwerke Aschersleben
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I. G. Färben-Industrie
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Dynamit Nobel . . .
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Scheideanstalt....
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Goldschmidt ....
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Zementwerk Heidelberg
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—
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Banknoten.
Berlin, 21- August
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Amerikanische Noten......
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Dänische Noten ........
Französische Noten ......
Italienische Noten........
Norwegische Noten.......
Deutsch-Oesterreich, i 100 Schilling Rumänische Noten.......
Schwedische Noten . .......
Svantsche Noten ......
Tichechoslowakische Noten.....
Ungarische Noten........
Devisenmarkt Berlin
4,166
58,37
112,00
20,338
16,422
168,16
21,93
111,88
59,13
2,47
112,25
81,30
44,11
12,385
73,21
franffurl
4,186 58,61
112,44
20,418
16,482
168,84
22,01
112,32
59,37
2,49
112,69
81,62
44,29
12,445
73,51
o. zn.
21. August
22- August
iümilid)e Neuerung
Geld | Driei
Amtliche Notierung
Geld | Briet
ülmft.-'Jiott. Buen.-AireS Brss.-Ankw- Christiania. Kopenhagen Stockholm ■ HeistngforS. Italien. - - London. » • Neupork . . Poris.... Schweiz .. Spanien . . Japan . - - >Kto de Jan Wien in D-. Oest. abaeft Prag . . . - Belgrad . . Budapest. . Bulgarien . Lissabon . . Danzig. . . Konstantin. Athen. . . Canada . . llrmuat). . Cairo . . .
168,4b 1,512 58,43
112,13
112,16
112,40
10,526
21,91
20,37 1,1825 16,445
81,33
44,46 2,066
. 0,401
59,115 12,411
7,429 73,35 3,032
18,82
81,43 1,784 5,435
4,184 3,427 20,88
168,82 1,516 58,55
112,35
112,38
112,62 10.546
21,95
20,41
4,1905 16,485
81,49 44,54
2,070 0,403
50,235 12,431
7,443 73,49 3,038
18,86
81,59 1,789 5,445
4,192 3,433 20,92
168,42 1,515
58,415 112,08 112,14 112,39 10,525
21,90 20,367
4,181
16,445
81,295
44,66 2,066 0,404
59,11 12,411
7,423 73,34
3,032 18,83
81,43 1,784
5,435 4,184
3,427
20,88
168,76 1,517
58,535 112,30 112,36 112.61 10,545
21,94 20,407
4,18' 16,485 81,455
44,74 2.070 0,406
59,23 12,431
7,437 73,48
3,038 18,87
81,59 1,789
5,445 4,192
3,433 20,92


