bcn der Friedhofsumzaunung und Herstellung bzw. Einebnung des Bürgersteiges an der Frankfurter Straße. Die Notstandsarbeiten sollen mit einem Stundenlohn von 70 Pf. vergütet werden. Ledige Ausgesteuerte sollen dabei vorerst nicht in Frage kommen, falls sie nicht Haupternährer einer Familie sind, oder nicht für sich selbst aufzukommen haben. Die Notstandsarbeiter sollen an drei Tagen in der Woche beschäftiat werden. — Der Gemeinderat beschloß die Aufstellung des S t e l l e n p l a n e s, nach dem folgende Beomtenftellen in der Gemeinde fcftgelegt werden: Gemeinderechner, Schutzmann und Flurschütz. Gemeinderechner und Schutzmann gelten als vollbeschäftigt, während der Flurschütz nur als teilweise beschäftigt angesehen werden soll. Der Antrag des Vorsitzenden, Bürgermeister Jung, eine Verwaltungsgehilfenstelle in den Stellenplan aufzunehmen, wurde abgelehnt. — Die Beratung des Ortsbauplans wurde vertagt.
O Keffelbach, 18. Juli. Unter starker Beteiligung der Einwohnerschaft unseres Dorfes beging der Krieger, und Scyützenoerein Kessel b a ch die Feier seines 5 0. Jubiläums, mit der das Bezirksfest des Bezirks Grünberg der Krie- gcrkameradschaft „Hassia" verbunden war. Nach einem Festkommers am Vorabend begaben sich die Vereine am Vormittag des Hauptfesttages in ge. schlosfenem Zuge mit Musik zum Kriegerdenkmal, wo ein eindrucksvoller Festgottesdienst stattfand. Der Gesangverein „Liederkranz", Kesselbach, eröffnete die Feier mit einem wirkungsvollen Chorgesang. Hierauf hielt Pfarrer Bühler, Londorf, die Festpredigt, anschließend gedachte der Vorsitzende des Krieger- und Schützenoereins mit herzlichen Worten der gefallenen und der anderen verstorbenen Kameraden und ehrte sie durch Kranzniederlegung am Denkmal. Mit Gesang und dem Spiel des Liedes „Ich hott' einen Kameraden" fand die Feierstunde ihren Abschluß. Am frühen Nachmittag kamen mit einem Sonderzug von Grünberg her viele Käme- roden und Festgäste an, und bald darauf marschierte ein stattlicher uno eindrucksvoll gestalteter Festzug durch die Ortsstraßen nach dem Jestplatze; an dem Festzug nahmen insgesamt 40 Vereine teil. Auf dem Festplatze brachte der Gesangverein „Liederkranz", Kesselbach, einen Begrüßungschor ausgezeichnet zu Gehör. Hierauf folgten Begrüßungsansprachen durch den Bürgermeister und den Dereinsoorsitzenden, wobei von dem Vorsitzenden die noch lebenden Alt- octeranen und Gründer des Vereins besonders geehrt wurden. Bezirksvorsteher Roth, Grünberg, wies in seiner anschließenden Ansprache auf das Wirken der Kriegervereine im vaterländischen Sinne hin, Se. Erlaucht GrafSolms-Laubach übermittelte dann als Vertreter des Präsidiums der „Hassia" herzliche Grüße und überreichte dem Jubi- läumsoerein im Auftrage des Präsidiums der „Hassia" einen Fahnennagel. Die Jungfrauen von Kesselbach stifteten dem Verein eine Fahnenschleife, der Gesangverein „Liederkranz", Kesselbach, und der Der- ein der Musik- und Wanderfreunde, Kesselbach, überreichten Fahnennägel. Hierauf nahm Bezirksvor- sicher Roth, Grünberg, die Ehrung von drei Alt- Veteranen vor, denen er das Hasfiakreuz als Aus- zeicknung überreichte. Hnschließend an diesen offiziellen Festteil fand auf dem Festplatz bei bester Stimmung fröhliches Volksfest mit Konzert, Ge- sangsoorträaen, turnerischen und radsportlichen Darbietungen, Feuerwerk und Tanz statt. Am folgen- den Tage wurde eine Nachfeier veranstaltet, bei der insbesondere die Kinder Berücksichtigung fanden und auch hier der Gesangverein „Liederkranz" durch ge- sangliche Darbietungen erfreute. Der Jubiläumsver- ein ließ durch seinen Vorsitzenden elf Kameraden für 25jährige treue Mitgliedschaft eine Ehrenurkunde überreichen und zugleich der Bürgerschaft von Kes- selbach und allen Mitwirkenden für die Schmückung des Ortes und die Unterstützung bei der Abwicklung des Festes Dank sagen.
Kreis Büdingen.
•. # Echzell. 21.3uli. In der letzten Ge- meinderatssihung wurde der Voranschlag für das Rechnungsjahr 1930/31 genehmigt. Einer Gesamtausgabe in Höhe von 82 494,50 Mark steht eine Einnahme von 50 494,50 Mk. gegenüber, so daß rund 32 000 Mk. durch Umlagen aufzubringen sind. Weiter wurde der Beschluß gefaßt, das Wassergeld für den Betrieb dev hiesigen Molkereigenossenschaft auf 30 Pf. rückwirkend ab 1. Juni sestzusetzen.
h- Aus dem Niddatal. 21. Juli. Die seitherigen Regentage mit ihren großen Niederschlagsmengen verursachten bereits erhebliche Schäden an den verschiedenen Getreidearten. Der geschnittene und auf dem Felde ausgebreitete Roggen ist durchweg an der Bodenseite gewachsen und zeigt Keime von 2 bis 3 Zentimeter Länge. Auch aufgesetzte Roggenhaufen haben im Innern gewachsene Aehrenbündel. die je nach der Höhenlage des
Fruchtfeldes mehr oder weniger stark in Erscheinung treten. Der Weizen hat sich unter der Einwirkung der schweren Regengüsse gelagert. Seine Aehren sind gleichfalls an der Unterseite gewachsen. Gut aufgesetzte G e r st e hat bis jetzt die Regenperiode noch am besten überstanden.
Großfeuer in Rüsselsheim.
WSN. Rüsselsheim. 21. Iuli. Heute vormittag gegen 6 Uhr brach in dem dicht am
Bahnkörper gelegenen S ägewerk von Barsch & 3 u n g ein Großfeuer aus, das das gesamte Werk mit großen Holzvorräten in Asche legte. Während des Brandes konnten die Züge die Strecke nicht passieren. Durch die starke Hitze wurden die Telegraphenleitungen der Reichsbahn zerstört. Der Schaden soll sich auf etwa 400 000 Mark belaufen. Erst nach zweistündiger Arbeit gelang es den Feuerwehren, den Riesenbrand zu löschen. Ueber die Ursache ist bis jetzt noch nichts bekanntgeworden.
Wirtschaft.
* Sinkend er Schiffbaubestände der Welt. Die Auftragsbestände im Neubaugeschäft der Werften haben, laut Lloyd-Statistik, für die Welt im zweiten Quartal 1930 einen Rückgang von 3,27 auf 3,06 Mill. Drutto-Register-Tonnen erfahren. Diese Ziffer wäre wahrscheinlich angesichts der außergewöhnlich ungünstigen Lage auf den Weltfrachtmärkten, des Rückganges des Welthandelsumsatzes und des bestehenden Ueber- flusses an vorhandener Tonnage noch mehr gesunken, wenn nicht die Lage im Weltschiffbau durch die staatliche Schiffbaupolitik in einzelnen Ländern in starkem Maße beeinflußt würde. Die deutsche Werftindustrie ist von den gleichen Momenten beeinflußt wie der Weltschiffbau. Nur durch die reichlichen Tankschiffaufträge, die augenblicklich nicht weniger als 35 Prozent der gesamten Weltauftragsbestände ausmachrn, tritt der Rückgang der deutschen Auftragsbestände nicht in Erscheinung.
“ Gesteigerter Auftragseingang b e i Lanz. Wie von der Leitung der Heinrich Lanz AG. mitgeteilt wird, ist der derzeitige Auftragseingang im Traktorenbau merklich gestiegen. Der Bestellungseingang hat sich sowohl vom 3nland, tote auch vom Ausland gebessert. Da bekanntlich der Traktorenbau nur zwei Tage in der Woche beschäftigt toar, ist von der Verwaltung in Aussicht genommen, diese Abteilung wieder voll arbeiten zu lassen.
* Frankfurter Maschinenbau-AG., norm. Pokorny & Wittekind, Frank- furt a. M. Der in der gestrigen Bilanzsitzung der Gesellschaft vorgelegte Abschluß weist nach den üb- lichen Abschreibungen «inen Jahresgewinn von etwa 100 000 Reichsmark aus. Unter Würdigung der allgemeinen Verhältnisse und insbesondere der Ungewißheit der künftigen Gestaltung der Wirtschaftslage soll eine Sonderabschreibung in Höhe von über 500 000 Mark aus die Inventur vorgenommen werden, wodurch der erzielte Jahresgewinn aufgezehrt wird und ein Verlust entsteht. Dieser Verlust soll aus dem gesetzlichen Reservefonds gedeckt werden, welcher dadurch eine Ermäßigung auf die Hälfte erfährt. Die derzeitige Geschäftslage der Gesellschaft entspricht der allgemeinen Lage: der finanzielle Status ist nach wie vor flüssig. Generalversammlung am 26. August.
Frankfurter Börse.
Frankfurt a. M., 22. 3uIL Tendenz: schwächer. — Die bestehende Zurückhaltung wurde in Erwartung der bevorstehenden Veröffentlichung der Notverordnungen weiter verschärft. Hierzu kam noch die schlechte gestrige Neuyorker Börse, so daß die Kulisse wiederum zu Blankoabgaben schritt, zumal auch außenstehende Kreise mit Material an den Markt kamen. Die Tendenz erfuhr aus diesem Grunde eine erneuteAbschwächung, und es kamen auch bei geringster Aufnahmelust K u r s a b - schwächungen bis zu 1,5 Prozent gegenüber der gestrigen Abendbörse heraus. Zur Verstimmung trug ein erneuter Kurseinbruch am Kunstseidemarkt bei. Aku waren in stärkerem Umfange angeboten und eröffneten 5 Prozent schwächer. Auch am Montanmarkt hatte Mannesmann mit minus 3 Prozent einen größeren Kursverlust hinzunehmen. Die übrigen Werte dieses Marktes gaben nur leicht nach, Harpener blieben sogar behauptet. Am Schiffahrtsmarkt verloren Hapag 1, Norddeutscher Lloyd 1,25 Prozent. Auch am Chemiemarkt kam in I.-G.-Farben Material an den Markt, und sie gaben 1,5 Prozent nach. Rütgerswerke verloren 1,75 Prozent. Am Elektromarkt waren Schuckert 2 Prozent abgeschwächt, während Ges- fürel, Licht <L Kraft und AEG. für Verkehrswesen bis 1 Prozent niedriger eröffneten. Banken lagen bis 1 Proz. schwächer. Am Rentenmarkt waren deutsche Anleihen behauptet. Unter dem Druck der GefchäftSstille gaben die Kurse bei
weiter schwächer werdender Tendenz bis zu etwa 1,5 Proz. nach. Kaliwerte wurden erst später offiziell bis zu 7 Proz. schwächer notiert. Am Geldmarkt toar Tagesgeld mit 3 Proz. unverändert leicht. Am Devisenmarkt toar die Mark weiter etwas besser. Mark gegen Dollar 4,1850; gegen Pfund 20,3690; London gegen Kabel 4,8670; gegen Paris 123,69 abgeschwächt, gegen Mailand 92,88; gegen Madrid mit 42,45 schwach, gegen Schweiz 25,0325; gegen Holland 12,0920.
Berliner Börse.
Berlin, 22. Iuli. Schon im heutigen Vormittagsverkehr rechnete man infolge der herrschenden Geschäftsstille und beeinflußt durch das schwache gestrige Neuyork mit zurückgehenden Kursen, und in der Tat eröffnete die Börse s ch wach e r. Es wurden die Gerüchte der gestrigen Londoner Börse, nach denen bei der Dank von England die Möglichkeit einer Diskonterhöhung besteht, lebhaft erörtert. Die gemeldete Preissenkung bei Bemberg wurde ungünstig kommentiert, besonders nachdem erst vor ganz kurzer Zeit die französische Kunstseideindustrie ihre Preise heraufsetzen konnte. Man beschäftigte sich außerdem mit Tividendenschätzungen in der Montanindustrie. Wieder kam zu den ersten Kursen auf fast allen Märkten Wa re heraus, der seitens der Banken nur geringe Aufnahmeneigung entgegenstand. Die Kursrückgänge brachten es daher in vielen Fällen bis zu 3 Prozent, u. a. b'i Kunstsiidewerten bis zu 5,5 Prozent, AEG. für Verkehrswesen verloren nach Berücksichtigung ves Dividendeabschlags noch weitere 1,5 Prozent. Svenska lagen 4,50 Mark niedriger, Hotelbetriebsgesellschaft minus 4 Prozent, Osttoerke minus 3,5 Prozent, Schubert und Salzer minus 4,25 Prozent, Iulius Berger minus 5,25 Prozent usw. Anleihen waren behauptet. Ausländer nur wenig verändert. Pfandbriefe überwiegend weiter nachgebend. Reichsschuldbuchforderungen angeboten. Geld unverändert leicht. Tagesgeld 2,5 bis 4,5 Proz., Monatsgeld 4,5 bis 5,75 Prozent, Warenwechsel 37/8 Prozent. Auch nach den ersten Kursen gab die Mehrzahl der Papiere bei geringem Umsätze um weitere 1 bis 2 Prozent nach. Schwere Werte waren noch darüber hinaus bis zu 3 Prozent gedrückt. Der Verkaufsdrang toar zwar nicht allzu groß, die Aufnahmeneigung toar aber bei den Großbanken weiter sehr gering. Auch aus dem I n l a n d e schienen überwiegend Verkäufe an die Märkte zu gelangen. Ansätze einer kleinen Erholung, die ab und zu zu beobachten waren, gingen sofort wieder verloren. Die Tendenz blieb auch im weiteren Verlaufe der Börse schwach.
Gießener Lugendgen'cht.
Als Jugendschöffen wirkten in der jüngsten Sitzung des Iugendgerichts mit Frau Luise Peters von Gießen und Glaser Friedrich R i n n III. von Heuchelheim.
Ein aus der Untersuchungshaft vorgeführter Angeklagter, der jetzt gerade sein 20. Lebensjahr vollendet, hatte sich seiner Aburteilung bisher durch die Flucht entzogen, nachdem er seit Begehung der nunmehr zur Aburteilung kommenden Straftaten inzwischen vom Schöffengericht Gießen gleichfalls zu längeren Freiheitsstrafen verurteilt worden toar, und zwar als Mitglied der Diebesgesellschaft „Die rote Maske". Der Angeklagte hat sich im Iahre 1928 an mehreren Kellereinbrüchen beteiligt, ferner am Zertrümmern einer Ladenscheibe in der Mäus- burg — die dabei entwendeten (Sier wurden teils ausgetrunken, teils nach Erkerscheiben und auch auf Passanten geworfen — und schließlich hat der Angeklagte falsche Einmarkstücke hergestellt und eines davon unter der unbewußten Mithilfe eines jüngeren Knaben bei einer Obstverkäuferin
abgesehk. Der jetzt geständige Angeklagte erhielt nun vom Iugendgerccht wegen fortgesetzten Diebstahls und Falschmünzerei eine Gesamtstrafe von 11 Monaten Gefängnis, während er mit den noch von anderen Gerichte^ gegen ihn erkannten Strafen Freiheitsstrafen von mehr als zwei Iahren zu verbüßen haben wird. Ein dem Angeklagten früher gewährter bedingter Strafaufschub wurde widerrufen, da er sich als desselben unwürdig gezeigt hak.
eine trübe Wetzlarer Sommunalbilanz.
ZI Wetzlar, 18.Juli. Die gestrige Stadtverordnetensitzung enthüllte wieder ein recht trübes Bild von der Gesamtlage unfereu Stadt. Man muß gestehen, daß Wetzlar mit seinen Bauten usw. recht wenig Glück hat und bei allen mit Schwierigkeiten zu kämpfen hat, die für Verwaltung und Bürgerschaft gleich unerfreulich sind. Eine Anfrage der Deutschen Volkspartei nach dem Stande der Liquidation der Verkehrs-AG. und der städtischen Eigenwirtschaften erinnerte an zwei Unternehmen, bei denen die Stadt zum Teil recht erhebliche Verluste erlitten hat und für die der Schlußstrich immer no<j) nicht gezogen ist.
Als neueste Sensation stellte sich eine Anfrage ber SPD. dar, die nach Rücksprache mit der Verwaltung außerhalb der Tagesordnung erfolgte, was an den vielen Gerüchten sei, die über die Benutzung des neuen Schlachthofes durch die hiesigen Metzger verbreitet würden. Hier hörten die erstaunten Stadtväter, daß die hiesigen Metzger bis auf sechs den Schlachthof kaum benutzten und ihren Fleischbedarf mehr oder weniger bei auswärtigen Händlern deckten. Infolge eines gerichtlichen Freispruches sei die Sache noch verwickelter geworden. Der Bürgermeister bat, vorläufig von einer Erörterung abzusehen, bis die Schlachthofdeputation gesprochen habe, was am kommenden Montag erfolgen soll. Die Metzger scheinen die Angelegenheit auf eine Kraftprobe ankommen zu lassen. Sie hatten vor kurzem bei der Stadt den Antrag gestellt, die Schlachtgebühren von 15 Pfennig auf 8Pf. herabzusetzen, was für die Verwaltung eine Unmöglichkeit war, weil eine solche Herabsetzung einen Einnahmeausfall von etwa 60 000 Mark pro Iahr bedeutet hätte. Dazu kommt, daß eine Veihe von auswärtigen Schlächtern feit Inbetriebnahme des neuen Schlächthofes die Wetzlarer Wochenmärkte besucht und daselbst Wurst- toaren aller Art verkauft, was gleichfalls zu einem Rückgang der hiesigen Schlachtungen geführt hat. Die Sache ist demnach aufs höchste verworren, und den Schaden hat die Stadt durch ein voraussichtlich hohes Defizit. Es ist im höchsten Grade bedauerlich, daß solche die Allgemeinheit schädigenden Reibereien vorhanden sind. Der Schlachthof hat zwar eine Unsumme Geld gekostet, aber man muh der Stadtverwaltung auch glauben, wenn der Bürgermeister sagt, daß eine erhebliche Summe dieser Mehrkosten gerade auf die vielen Wünsche der Metzger bei der Ausführung des Projektes zurückzusüh- ren sei. Man darf gespannt sein, was für Kampfma ß.n ahmen nunmehr ergriffen werden sollen, von denen gestern der Bürgermeister sprach.
Dasselbe trübe Bild zeigte sich bei der Beratung der Fürsorge für die Wohl- fahrtserwerbslosen, von denen die Stadt nunmehr 217 zu unterhalten hat. Dabei wurde eine noch weitere Vergrößerung dieser Zahl in Aussicht gestellt, wenn es nicht gelingt, eine Belebung der heimischen Wirtschaft herbeizuführen. Hier wurden weitere zehntausend Mark vorläufig zur Verfügung gestellt in der Erwartung, daß mit der Kreisverwaltung eine generelle Regelung über die Zuschuhfrage erzielt wird. Ob sich dies bei der schlechten Finanzlage des Kreises ermöglichen läht, steht noch dahin.
Dann bewilligte das Kollegium eine Erhöhung der städtischen Anteile bei dem hiesigen Spar- und Dauverein um dreißig Stück, um dem Verein die Durchführung eines Bauvorhabens zur Erstellung von 25 neuen Wohnungen zu ermöglichen. Man hofft, auf diese Weise einen Teil der Erwerbslosen von der Wohlfahrtspflege abzuzweigen und eine kleine Entlastung dieses Etats herbeizuführen.
Sprechstunden der Redaktion.
11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr Samstag nachmitlag geschlossen.
Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 o. H., Lombardzinsfuß 5 o.H.
Frankfurt a. JJI.
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7% Deutsche Reichianleihe
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Son 1929 .........
101,55
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Deutsche Anl.-Ablöi.-Schulb mit
Aurlos.-Rechten.......
60
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59,5
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XIII unkündbar bis 1931 . . .
101,75
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96,5
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Romm.-Cbt 87. 80......
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97
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nen, rückzahlbar 1932 ...
93
—
—
—
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26,5 3,1
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1.9
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—
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Berlin
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Datum
21. 7.
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Allgemeine DeutscheErebitanst. 10 Barmer Bankverein .... 10 Berliner Hanbelsgesellschaft . 12 Commerz, und Privat-Bank. 11 Darmstädter unb Nalionalbank 12 Deutsche Bank und
Disconto-GeseUichaft, ... 10
Dresdner Bank......10
Reichsbank...... . 12
95
110,25
120
153
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196
130,25
130,25
256
49
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128
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A.S.G..........8
Bergmann.........9
Elektr. LieferungSgesellschast. 10
Licht und Kraft......10
stellen & Guilleaume . . .7 yt
Gesellschaft für Elektrische
Unternehmungen .... 10 Hamburger Elektrtzitätt^Werke IC Rheinische Elektrizität .... 9 Schlesische Elektrizität. ... 10 Schuckert S Co...... . n
Siemens & Halske.....16
TranSrabio ........ 8 Lahmeyer L Co...... . 10
145
141,5
104,5
142
130
207,5
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83
218
100
144,5
140,25
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105
142,5
131
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165 207,5
160
70,4
80
125 115,5 92,5
93 90,25 90,13 67.5
55 90.75 83.5
219
99
144,5
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140,25
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162,25
205
Deutsche Erdöl.......6
Essener Steinkohle ...... fr
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Iise Bergbau ....... 10
Klöcknerwerke ........ 7
Köln-Neuesten ....... 7
Mannesman ".Röhren .... 7
ManSselder Bergbau ..... 7
Oberschlei. Eisenoebarf . . . . 6
Oberschiet Kokswerke.....7
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Rheinische Braunkohlen . . 10
Rheinstahl ... I ..... 6
Riedeck Montan ...... 7,2
87,13
68,5
78,4
125
116
91,25
91,5
89
88
67,25
89,75
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98,25
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Berlin
Gchiuß- rurd ।
1-Uhr- Kurs
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40.13
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10
202
—
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Kaliwerke Westeregeln .
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—
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Scheldeonstalt.....
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10
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278
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Ostwerke.......
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—-
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Orenstein & Koppel . .
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157
—
Banknoten
Berlin, 21. Juli
Gelb
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Amerikaniiche Noten . .
4,17
4,19
Belgische Noten . . .
58,42
58.66
Dänische Noten . . .
111,80
112.24
Englische Noten ....
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20,325
20,405
stranzösische Noten ...
■ e »
16,432
16,492
Holländische Noten ...
e e a
168,04
168,72
Italienische Noten....
21,9?
22,05
Norwegische Noten . . .
...
111,73
112,17
Deutsch-Oesterreich, 4 1OO Schilling
59,04
59,28
Rumänische Noten . . .
2,467
2,487
Schwedische Noten . . .
112,33
112,77
Schweizer Noten ....
81.29
81,61
Spanische Noten ....
47.80
48,00
Tichechostowokische Noten.
• • A
12,384
12,444
Ungarische Noten . .
73,15
73,45
Veoifcnmarkt Berlin
- Sranffurl
(L M.
2b
3uli
22. Juli
Amtliche Nolierung
Amtliche Kotierung
Gelb
8rlci
Gelb
Arie,
yimft.-iHott.
168,37
168,71
168,28
168,62
Bw'n. Aires
1,522
1,526
1,522
1,526
Brss.-Ankw-
58,455
58,575
58,455
58,575
Christiania.
112,05
112,27
11203
112,25
Kopenhagen
112,08
112,30
112,05
142,27
Stockholm •
112,47
112,69
112,45
112,67
HeMngforS-
10,527
10,547
10.525
10,545
Atollen. . .
21,915
21,955
21,91
21,95
London. . .
20,351
20,391
20,35
20,39
Neuyork ..
4,1825
4,1905
4,1815
4,1895
Ports....
16,455
16,495
16,45
16,49
Schweiz . .
81,30
81,46
81,28
81,44
Spanien.
48.15
48,25
47,75
47,85
Japan . . . -Kio de Jan.
2,068
2,072
2,066
2,070
0,454
0,456
0,454
0,456
Wien in D--
59,21
Ceft. abfleft
59,10
59,22
58,90
Prag ....
12,404
12,424
12,402
12,422
Belirad . .
7,425
7,439
7.420
7,434
Budapest. .
73.33
73.47
73.31
73,45
Bulgarien .
3,035
3,041
3.033
3,039
Lissabon . .
18,83
81,33
1,784
18,87
18,80
18,84
Danzig. . . Konst mein.
81,49
1,789
81,35
1,784
81,51
1,789
Athen. . .
5,435
5,445
5,43
5.44
Canada
4.186
4,194
4,185
4,193
Urn .ual). .
3,586
3,594
3.586
3,594
Cairo . . .
20,87
20,91
20,865
20,905


