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empfehlen. Näheres im heutigen Anzeigenteil. " EineMotorrad-Filmvorführ

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Die Wetterlage.

Mirabellen 45

bis 50; Reineklauden 50 bis

Honig 40 biS 50; junge Hähne 120 bis 130

BüdöBeize

KKv WBi Wi FaröttohnerwacM

2 Ratschläge für die Schönheitepflegeauf der Reise

Suppenhühner Himbeeren 40

Celsius, abends 17,2 Grad; 14,7 Grad. Maximum 24,0 Grad. Erdtemperoturen 21. Juli: abends 20,4 Grad; 15,8 Grad. Niederschläge scheindauer 2} Stunden.

100 biS 120; Nüsse 60 bis 70

biS 45; Aprikosen 50 bis 55

am 22. Juli: morgens Grad, Minimum 9,3 in 10 cm Tiefe am am 22. Juli: morgens 3,9 mm. Sonnen»

bis 40; 20; 35; 60;

6 bis 7; Frühäpfel 30 bis 35; Dirnen 20 30; Dörrobst 30 bis 35; Kirschen 20 bis Heidelbeeren 40 bis 45; Stachelbeeren 15 bis Johannisbeeren 15 bis 25; Pflaumen 30 bis

schlesien) find wieder a ch t L'e i ch worden. 17 Opfer der Katastrophe liegen noch im

ner Heinrich Henning aus Marburg o Fahrt war, einem entgegenkommenden Straf:

Verantwortlich für das Feuilleton i. D-: Dr. Fr. W. Lang e.

Schacht.

Deutsche Pfadfinder und Studenten in Rumänien.

3n Jassy trafen 250 deutsche Pfadfinder und Studenten in Begleitung mehrerer Professoren ein. Sie wurden von Vertretern der Ortsbehörden, der Studentenoereinigungen, der rumänischen Pfadfin» der und der deutschen Kolonie begrüßt und in ge­schlossenem Zuge mit Militärmusik in die Stadt geleitet. Die Universität veranstaltete einen feier­lichen Empfang der deutschen Gäste, bei dem Pro­fessor Ob re ja die Begrüßungsansprache hielt und Professor De molk (München, früher in Gießen) für den Empfang dankte. Die deutschen Gäste haben dann ihre Reise nach den deutschen Siedlun­gen in Bessarabien fortgesetzt.

Schweres Autounglück.

Gestern gegen 20 Uhr ereignete sich auf der Land- straße MarburgGießen in der Nahe von Kirch- berg>Lollar ein schweres Autounglück. Dort wollte ein kleines Personenauto, dos dem Kauf, mann Johann Schmidt (Sterzhausen, Kreis Mar. bürg) gehört und in dem Schmidt mit dem Kell-

Reifeweilerdienst.

Garmisch - Partenkirchen. 14 Grad, Südwind, teils heiter, teils wolkig.

Westerland auf Sylt. 16 Grad, Süd* wind, regnerisch.

Swinemünde. 16 Grad, Westwind, teils heiter, teils wolkig.

Pfirsiche 60 bis 90; das Stück: Eier 11 bis 12; Blumenkohl 30 bis 70; Salat 10 bis 20; Salat­gurken 20 bis 40; Einmachgurken 2 bis 5; Ober- Kohlrabi 9 bis 10; Rettich 10 bis 15; das Dund: Radieschen 10 bis 15; gelbe Rüben 8 bis 10; rote Rüben 8 bis 10 Pfennig; der Zentner: Kartoffeln 5,50 bis 6 Mark. Tauben das Stück 70 bis 80 Pfennig.

Vornotizen.

Tageskalender für Dienstag: Stabt* tHeater Gießen:Einen Jux will er sich machen", Beginn 19.30 Uhr. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: Die letzte Kompagnie".

Stadttheater Gießen. Man schreibt uns: Heute, 19.30 Ahr, findet die Aufführung der Posse mit GesangEinen Jux will er sich ma­chen" statt. Das Stück ist unter der Spielleitung von Heinrich Hub mit großem Erfolg im Kur­haus Dad-Rauheim erstaufgeführt worden. Auf die Ausstattung des Stückes ist diesmal be­sonderer Wert gelegt worden. Die musikalische Leitung hat Kapellmeister Fritz C u j £. Ludwig Linkmann spielt die Rolle des Melchior. Fer­ner wirken mit die Damen: Döring, Fuhrmann, Jahn, Jüngling, MeweS und die Herren: Dom- wisch, Hub, Häser, Linkmann, Rieren, Ritten, Dolck, Wesener, Zingel.

zu zerstreuen. Dei Zusammenrottungen in der Tläfc des Ministerium- deS Innern wurde von der Polizei ein junger Mann durch einen Schuh verwundet. Versuch«. in der Nähe des Haupt- quartiers des Wasd Steinbarrikaden zu errich­ten, wurden von der Polizei im Keime erstickt. Bei den Zusammenstößen wurden eine Person getötet und 87 verletzt. Die Verluste der Polizei find unbekannt. In der Nähe des Abdin- PalastcS wurde eine Gasleitung in Drand gesetzt und mit Straßenlaternen und anderem Material eine Barrikade errichtet. Die Menge wurde jedoch schließlich von der Polizei zerstreut, die jetzt die Lage beherrscht.

Oie Auffassung in England.

L o n d o n , 22. Juli. (WTD. Funkspruch.) Die Ereignisse in Aegypten nehmen in der Presse einen breiten Raum ein. .Daily Herald" mel­det, in einflußreichen Kreisen der ägyptischen Hauptstadt, die nicht Der Wasdpartei angehören, werde bestimmt angenommen, daß König Fuad ab danken werde. Man rechne auch mit einem Rücktritt deS Premierministers 8 i d k y Pascha. ES sei als Ersah für ihn eine Persönlich­keit in Aussicht genommen, die die Wasdpartei zufriedenstellen würde. .Daily Herald" erklärt. Die Zeit ist sehr nahe, wo König Fuad und seine Ratgeber entweder dem Willen de« Parlaments nachgebcn oder offen daS Gesetz verletzen müssen. Gemäß der Verfassung muß der König eine sofortige außerordentliche Tagung des Parlaments einoerufen. Sie wird ein M i ß - trauensvotum gegen Sidky Pascha anneh- men, waS verfassungsgemäh seinen Rücktritt zur Folge haben müßte. Die schwierige Lage Aegyptens ist diesmal nicht ein Streit mit Groß­britannien, sondern ein Streit zwischen König Fuad und dem ägyptischen Volke. Der König würde die Verfassung mißachten, wenn er den Wunsch der Wasdführer, eine außerordentliche Parlamentstagung cinzuberusen, vertoersen sollte. FuadS einzige Hoffnung sei, infolge der gefähr­lichen Ausschreitungen der Wasdanhänger m i - litärische Anter st ühung seitens Englands zu erzwingen.

daß sie allen Teilnehmern zu einer bleibenden (Er­innerung wird. Einer der größten und modernsten Dampfer der Köln-Dusseldorier Rheindampfschiff* fahrls-Gesellschafl ist gemietet, ein Blasorchester sowie eine Jazzkapelle werden die alten rheinischen Lieder spielen sowie zum Tanz aufwarten. Cs ist reichlich Zeit zum Besuche des Niederwalddenkmals sowie von Rüdesheim und Aßmannshausen mit ihren Bauernfchenken und Winzcrstuden vorgesehen. Auch in Koblenz stehen über zwei Stunden den Teil­nehmern zur Verfügung, um die Sehenswürdigkeiten dieser Stadt in Augenschein nehmen zu können. Der Schluß der Fahrt gilt dem Besuche des Weindorfes in Koblenz, wo ein Winzerfest zur Aufführung kommen wird. Umgehende Anmeldung zu der Fahrt an das Hapag Reisebüro Gießen ist daher sehr zu

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# Sehnet »Graupeln NeDel KGewit'er.^)WindstilleO-' eichte' osiMssige» Südsüdwest q stürmische- lordwesl Oie Piene fliegen mit dem winde. Die oe>den Stationen jtenenoen Zah­len geben die Temperatur an. Die Limen eeromden Orte mit gleichet* «ul Mtcrcsmvttu umoerechneten Luftdruck

Wettervoraussage.

Der Wirbel über England und dem Kanal zieht unter Abflachung nach Dänemark weiter. Sein rascher Kaltlufteinbruch an der Rückseite hat den hohen Druck unter weiterem Anstieg ost­wärts über die britischen Inseln und Frankreich ausgebreitet. Die Rordwrstlust führt anfänglich unter weiterer Abkühlung für England und Schottland lagen heute morgen die Temperaturen unter 10 Grad noch zu etwas unbeständigem und wechselhaftem Wetter, wobei vereinzelte Schauer auftreten. Da die Kaltluft den hohen Druck weiter nach dem Kontinent saugt, dürfte später in seinem Bereich die Besserung weiter fortschreiten und vielfach heiteres und trockene« Wetter ouskommen. Auch die Temperaturen, welche dann mehr der Ein- und Ausstrahlung unterliegen, nehmen tagsüber zu.

Aussichten für Mittwoch: Zunächst noch wechselhaft und kühl mit ganz vereinzelten Regen­schauern, später Besserung der Wetterlage.

Lufttemperaturen am 21. Juli: mittags 23,2 Grab

ausweichen. Dabei kam das Auto, das von Schmidt gelenkt wurde, von der gepflasterten Fahrbahn ab und geriet auf den weichen Bankett­weg wodurch es ins Schleudern kam, einen Baum streifte und dann mit voller Wucht gegen einen zweiten Baum anrannte. Hierbei zerschellte der kleine Kraftwagen in zwei Teile und wurde völlig zertrümmert Henning erlst bei dem furchtbaren Anprall verschiedene schwere Rippen­brüche, einen Bruch des Schlüsselbeins, schwere Ver­letzungen des rechten Armes and des Kopfes; Schmidt trug einen leichten Schäbelbruch und Gefichtsoerletzungen davon. Alsbald herbeige rufen« ärztliche Hilfe aus Lollar brachte den bedauerns­werten Verunglückten die erste Versorgung und Der- aniahte die Ueberführung der Verletzten durch die Freiwillige Sanitätskolonne vom Roten Kreuz in Gießen nach der Chirurgischen Klinik. Dor allem wurde der schwerverletzte und bewußtlose Hen­ning der Klinik schnell zugeführt, wo er auch heute noch bewußtlos und in ernstem Zustande darnieder* liegt. Dann verbrachte man Schmidt nach der Klinik, dessen Befinden sich bis heute morgen etwas gebessert hat. Für Henning soll ernste Lebens­gefahr bestehen. Die behördliche Untersuchung über den Unglücksfall ist im Gange.

Daten für Mitt roch, 23 Juli.

1532: Religionsfriede zu Nürnberg; 1562: Ritter Götz von Berlichingen in Homberg gestorben; 1824: der Philosophie-Historiker Kuno Fischer in Sandewalde geboren; 1914: Ultimatum Oester­reich-Ungarns an Serbien.

Gictzcner Wochcnrnarktpreise.

Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt das Pfund: Butter 160 bis 180; Matte 30 bis 35; Käse (10 Stück) 60 bis 140; Wirsing 10 bis 15; Weißkraut 10 bis 15; Rotkraut 15 biS 20; Spinat 25 bis 30; Römischkohl 8 biS 10; grüne Dohnen 20 bis 25; gelbe Bohnen 25 bis 30; Erbsen 15 bis 20; Tomaten 30 biS 60; Zwiebeln 10 bis 15; Pilze 30 bis 35; neue Kartoffeln

Aus der provinzialbaupistavt.

Gießen, den 22. Juli 1930.

Oie letzte Kompagnie. llfa-Tonfilm im Lichtspielhaus.

lieber 100 Jahre rückwärts schweift das geistige Auge bei diesem Film: das Schlachtfeld von Jena und Auerstedt wird vor uns lebendig. Seitdem hat Preußen-Deutschland zwar weitere Kriege um seinen Bestand führen müssen, gewal­tigere Schlachten geschlagen, das furchtbarste und größte Kriegssterben der bisherigen Weltgeschichte erdulden müssen. Und dennoch: erschüttert bis ins Innerste nimmt man bas hohe Lied menschlich- schlichter Größe, soldatischen Heldentums, des auf­opferndsten und todbewußten Pflichtgefühls in sich auf, das in diesem Filmwerk in gewaltigen Akkor­den zu dem Besucher herüberklingt. Frontsoldaten- (Erinnerungen aus 1914,18 finden hierin gleiches Erleben, verwandtes (Erdulden und gemeinsames sittlich-starkes Erheben zur höchsten menschlichen Selbstüberwindung und Selbstaufopferung.W o wir stehen, ist Preußen!", erklärt stolz und todbereit der Hauptmann dieser .13 Mann der letz­ten Kompanie gegenüber dem Parlamentär der ge­waltigen französischen UebermachtDeutsch- land muß leben und wenn mir ft erben müsse n", klingt es nicht minder opfer- und tod­bereit aus den Tagen des großen Weltkrieges in unser erinnerndes Ohr hinein. Gemeinsamkeit des soldatischen Heldentums, Verbundenheit in höchster vaterländischer Gesinnung und in der menschlich er­greifendsten Sittlichkeit! Und darum bas starke Mit­schwingen ber Herzen bei diesem gewaltigen Film­werk, trotz des zeitlichen Abstandes und des neuzeit­lichen noch größeren Kriegserlebens!

Die Handlung ist stark und von ungeheurer dra­matischer Spannuna erfüllt. Eine unvergleichlich große schauspielerische Leistung bietet Conrad Deibt als Hauptmann des kleinen Häufleins der letzten Kompanie. Er zwingt durch feine wunder- bare geistige Durcharbeitung und vollendete Ge­staltung ber Rolle die Besucher zur vorbehaltlosen Bewunderung seiner Kunst. Die zweite starke Stütze dieses Filmwerks ist Karin Evans als Dora aus dem Müllerhause. Auch hier stärkstes frau- liches Erfassen der hohen menschlichen Werte dieser Rolle und prächtig gestaltende Verkörperung in der künstlerischen DarfteUerarbeit. Neben diesen beiden Großen der Schauspielkunst nicht etwa zu völliger Bedeutungslosigkeit herabgedrückt, sondern ausge­zeichnet bargestellt bie letzten 12 Mann ber Kom­panie als eine hochachtungheischenbe Leistung. Das Schlachtfeld ist nach den vielfachen traurigen Erfah­rungen des Weltkrieges wahr und ergreifend auf­gebaut. Die Silber finb sämtlich gut photographiert unb klar in ber Wiebergabe. Einwandfreie Tonauf- nähme unb -wiebergabe der Svrechterte, Solbaten- lieber unb des Kampflarms. Am Schluffe ist u. E. nur bas Glockengeläute unb bas Orgelspiel über­flüssig, ja es wirkt nach unserer Ansicht in bem sonst durchweg hochwertigen Film kUschig. Mit bem schweigenden Salutieren des französischen Befehls- Habers vor den auf ber Wahlstatt gebliebenen drei­zehn Mann ber letzten preußischen Kompanie dürfte das Werk wohl den besten unb natürlich auch histo­risch getreuesten Abschluß finben.

Gesamtwertung: eine tonfilmische unb schauspiele­rische Spitzenleistung, bie ber stärksten Beachtung wert ist.

* Auslegung ber Stimmlisten. Der Reichsminister des Innern hat bestimmt, baß bie Stimmlisten unb Stimmkarteien für bie Reichstags­wahl vom 24. bis 31. August auszulegen finb.

** Der britte Gießener Ferienkurs, ber vom 21. Juli bis 2. August an unserer Unioer- fität ftattfinbet, würbe gestern in ber Kleinen Aula bes Unioerfitätsgebäubes eröffnet. Se. Magnifizenz der Rektor Professor Dr. Brüggemann und Bürgermeister Dr. Seib hielten Begrüßungs­ansprachen, darauf sprach ber Kursleiter Professor Dr. Fischer, fobann folgten Vorträge, lieber den Verlauf bes gestrigen Tages werben wir noch be­richten. Der für heute abenb angesetzte Rezita- tionsoortrag von Dr. Freytag mußte wegen Er­krankung bes Vortragenden auf nächste Woche ver­schoben werben.

* Probevorlesung an der Uni­versität- Don der Pressestelle der Landes- Universität wird mitgeteilt: Dr. phil. nst. Wulf Emmo A n k e l, der sich für daS Fach der Zoo­logie und vergleichenden Anatomie zu habilitieren wünscht, wird Dienstag 22. Juli, 19'/, Uhr s. t. in der Kleinen Aula, Ludwigstrahe 23, über das Thema: .Was sagt die moderne Genetik zu der Frage nach der Vererbung erworbener Eigen­schaften" eine Probevorlesung halten.

** (Eine Achtzigjährige. Frau Marie Schupp, Hammstraße 11 wohnhaft, feiert mor­gen in voller geistiger Frische ihren 80. Geburtstag. Bereits am 2. Februar 1923 konnte sie mit ihrem inzwischen verstorbenen Ehemann bas Fest ber gol- benen Hochzeit begehen

** Volkstümliche Rheinfahrt. Man schreibt uns: Das besetzte Gebiet ist frei, bie Frei­heitsglocken haben überall geläutet. Die erste volks- tümliche Rheinfahrt nach ber Befreiung bes Rhein- lanbes finbet nun am 27. Juli statt, voraussichtlich ist es auch bie letzte Fahrt biefer Art in diesem Jahre. Das Hapag-Reisebüro Gießen hat es sich besonders angelegen fein lassen, diese Tour so auszugestalten,

Die Presicstelle der Berliner Botschaft ber Sowjet- union b e ft r e i t e L daß ber Sohn Schainhold» auf ein Schiff gelockt worden ist. Schmidt, ber wahr- schcmlich russischer Staatsangehörigkeit ist, ist nicht, wie zunächst behauptet wurde, ein in russischen Diensten stehender Kanzleisekretär, sondern Buch­halter bei der Derutra, einer rein privaten Ge­sellschaft.

Ankunft ber ersten Europaflieger in Bristol.

Von Calais kommend, trafen die ersten Eu- ropafliegcr auf dem Flugplatz von Bristol ein. Als erster landete der Vnaländer Butler, dem sofort seine Landsleute Thorn, Earberry und Miß Spooner folgten. Danach landete der Fran­zose Plessis. Die Flieger hatten zum Teil noch über dem Aermelkanal sehr schlechtes Wet- t e r. Als erster startete Butler, der bald da­nach auf dem Londoner Flugplatz He st o n landete.

Eine Hochzeitsgesellschaft unter Vergiftung-- erscheinungen schwer erkrankt.

In Duxtehu de sind am Sonntag fünf­zehn Teilnehmer einer Hochzeitsseier nach bem Genuß von Speisen unter bedenklichen Erschei­nungen erkrankt. Die Krankheit äußert sich in Uebelkeit, hohem Fieber und Besinnungslosig­keit. Reun Personen, darunter das Brautpaar, liegen in bedenklichem Zustande darnieder. Der Zustand eines 80jährigen Hamburgers gilt als hoffnungslos. Der behandelnde Arzt veranlaßte die Sicherstellung der Speisereste, die der Bakte­riologischen Abteilung des Stader Krankenhauses zugeführt wurden. Die Ursache der Vergiftungen ist. wie der Arzt mitteilte, nicht in Trichinose zu erblicken, da ketnerlei Schweinefleisch bei der Speisenbereitung zur Verwendung gekommen ist.

Die Bergungsarbeiten in Hausdorf.

Aus dem Unglücksschacht in Hausborf (Nieber-

Aus aller Welt.

Rekorbhihe in Reuyork.

Die ungewöhnliche Hitze, unter der da- ganze Land feit einigen Tagen zu leiden hat, bauert immer noch an. Um 2 Uhr nachmittags wurden am Montag in Reuyork im Schatten 37 Grad Eelsius und im Zentralpark in der Sonne 57 Gr. EelsiuS gemessen. Die Hitzwelle hat bisher in Reuyork 28 Todesopfer gefordert. Rach hier vorliegenden Meldungen sind im ganzen Lande bisher über 100 Todesfälle infolge H i tz s chl a g - zu verzeichnen. 3n den Reuyorker Gerichten gestatteten die Richter allen Anwesenden, die Röcke abzulegen. Die Parks und die Badeorte in der Umgebung von Reuyork sind überfüllt.

Kältewelle in Argentinien.

Argentinien wird zur Zeit von einer ungewöhn­lichen Kältewelle heimgesucht. In BuenosAires herrscht wieder 6 Grad Kälte, in Comobore Riva- baoia, bem bekannten Petroleumhafen in Süb- argentinien fiel bas Ouecksilber sogar auf minus 21 Grad. Durch ft arte Schneefälle wurden vielfach die Eisenbahnverbindungen unterbrochen. Die ersten wintersportlichen Veranstal­tungen in Los Andes in den Kordilleren erfreu­ten sich lebhaften Zuspruchs.

Flugzeugabsturz in England.

Dei Meopham (Grafschaft Kent) ist ein Flug­zeug mit sechs Personen an Bord ab- gestürzt. Sämtliche Insassen, darunter zwei Frauen, waren sofort tot. Das Flugzeug, das zwischen Croydon und Berck an der fran­zösischen Kanalküste verkehrt, wurde vom Piloten Colonel Henderson gesteuert. Unter den Ge­töteten befinden sich Lord D u s f e r i n , Dis- countneß G d n a m , Frau Lössler und Sir Edward Ward. Die Persönlichkeit des sechsten Toten konnte noch nicht festgestellt werden.

Mit Artillerie gegen eine Räuberbande.

Zwischen Truppen der chinesischen Rational­regierung und einer großen Bande gut bewaff­neter Räuber ist es zu heftigen Kämpfen gekom­men. Die Räuber hatten sich etwa 40 Meilen südlich von Kanton gut verschanzt, so daß sich die Truppen genötigt sahen, mit Artille­rie gegen sie vorzugehen. Rach einer heißen Schlacht, die den ganzen Tag andauerte, wurden die Räuber in die Flucht geschlagen. Sie hatten eine Anzahl Gefangene gemacht, die ihnen aber wieder abgejagt und befreit wurden. Mehr als hundert Räuber wurden getötet oder ver­wundet.

Entführung durch bie Tscheka.

Der bei der Deutsch-Russischen Lager- und Transportgesellschaft in Hamburg, als höherer Angestellter seit viereinhalb Jahren beschäftigte Russe Schainhold erhielt vor kurzem von sowjetistischer Seite in Rußland die Aufforde­rung. sofort nach Rußland abzureisen, um sich dort zu verantworten. Schainhold wei­gerte sich und wurde darauf von einem Ge­richt in Rußland in Abwesenheit zum Tode verurteilt. Am 3.Juli wurde nun der 18jährige Sohn Schainhold- durch den in russischen Diensten stehenden Kanzleisekretär Schmidt nach Kiel gelockt und dort a u f ein Schiff gebracht, das mit ihm sofort nach Rußland abdampfte. Was dort mit ihm ge­schieht, darüber fehlt dem Vater bisher jede Rachricht. Es liegt jedoch der Verdacht nahe, daß der minderjährige, nach russischem Recht aber demnächst großjährig werdende Schainhold der Tscheka als Geißel dienen soll.

Don unterrichteter Seite erfahren wir, baß S ch m i b t, ber bes Vergehens ber Entführung eines Minderjährigen verdächtig ist, auf Grund des § 235 des Strafgesetzbuches verhaftet worden ist. Es wirb nun untersucht werden, ob bie Sowjet* regierung hinter bem Vorgehen Schmidts steht.

fand am ©onntagnormitag auf Veranlassung der hiesigen Motorradfirma Willy Ap pel, Kaiier- allee 45, im Lichtspielhaus. Bahnhofstraße, statt. Der erste Film berichtete über die von den Zünd- appwerken veranstaltete Zündapp-Stemsahrt von AnSbach nach Nürnberg, wobei man in wechselnder Folge schöne Landschaftsaufnahmen mit guten sportlichen Bildern bemerken konnte. Hieraus rollte ber von der lila im Auftrage der Zündappwerke hergestellte KulturfilmDaS Mo­torrad und wir" über die Leinwand. Der erste Teil dieses Films zeigte die Entstehung der Zündappmotvrräder vom Rohmaterial biS zur gebrauchsfertigen Maschine, und er gab deutlich au erkennen, mit welcher Sorgfalt in der deut­schen Motorradindustrie auf Qualitätsarbeit ge­sehen wird. Der zweite Teil des Films unter­richtete an Bildern über die Dehandlungsersor- dernisse und Wirkungsweise der Motoren, sowie übet die vielen Verwendungsmöglichkeiten eine- Motorrades im täglichen Leben. Zum Schluß folgten Filme über die Scchstagesahrt der Mo- toräber im Jahre 1929 von München über die Alpen nach Gens unb über daS Motorradrennen Rund um Schotten" im Jahrs 1929. Die inter­essanten Vorführungen wurden von den Be­suchern mit lebhaftem Beifall auf genommen.

1. Zur natürlichen Bräunung der Haut fette man vor und nach der Besonnung die Haut, insbesondere Gesicht und Hände, mit Creme Leodor gründlich ein; man erzielt dann ohne schmerzhafte Rötung eine gesunde, sonnen­gebräunte Hautfärbung. Creme Leodor, Tube 60 Pf. und 1 Mk., Leodor-Edel-Seife 50 Pt In allen Chlorodont Verkaufsstellen zu haben.

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