Gastwirte-Tagung in Gießen.
Verbandstag des Rhein-Main-Gastwirteverbandes.
Am Dienstag und gestern fand hier der 4 7. Derbandstag des Rhein-Main- Gast wirte-Derbandes «Hessischer Landesverband im Deutschen Gastwirtsvcrbond) statt.
Singcleitet wurde die Tagung durch eine Bor- standssitzung am Dienstagnachmittag Im Hotel Schuh. Arn Abend fand ein gutbcfuchter Be» grüßungsabend im Caalc dcS Caf6 Leib statt. Das Programm enthielt eine Reihe musikalischer Darbietungen von Mitgliedern der Gießener Militärkapelle. Außerdem erfreute Frl. G a u b (Gießen) durch den Dortrag mehrerer Lieder. Der Vorsitzende der hiesigen Innung, H Schmitz, begrüßte die Erschienenen mit dem Hinweis, daß die Gießener Gastwirteinnung alles getan habe, um den aus allen Teilen des Hessenlandes Erschienenen einige angenehme Stunden zu bereiten. Der stellvertr. Vorsitzende des Rhein» Main-GastwirteverbandeS, P. Tischler (Darmstadt- gab seiner Freude über den herzlichen Empfang Ausdruck. 3m übrigen trugen Humorist Ludwig Clermont und Frau durch künstlerische Darbietungen wesentlich zur Verschönerung des Abends bei.
Am Mittwochvormittag fanden in CafS Leib die Verhandlungen
statt, an denen etwa 300 Delegierte und Gäste teil- nahmen. Gastwirt H. Schmitz entbot den Erschienenen namens der Gastwirteinnung Gießen herzlichen Willkommengruß, während P. Tischler, Darmstadt, der die Verhandlungen leitete, namens des Verbandes begrüßte. Außer den zahlreichen Delegierten nahmen an den Verhandlungen teil: Ministerialrat Hechler als Vertreter des Hess. Ministeriums für Arbeit und Wirtschaft, Regierungsrat Dr. Vraun als Vertreter des Kreisamts und der Provinzialdirektion, Beigeordneter Dr. Hamm als Vertreter der Stadt Gießen, Regierungsrat Wolf als Vertreter des Polizeiamts, außerdem eine Reihe von Vertretern anderer Organisationen des Gastwirtsgewerbes.
Der stellvertr. Vorsitzende des Verbandes, P. Tischler, Darmstadt, wies bei der Eröffnung der Verhandlungen darauf hin, daß sich die ungünstigen wirtschaftlichen Verhältnisse in besonderem Maße auf das Gastwirtsgewerbe aus- wirkten. Kein Gewerbe greife so stark in andeve Gewerbe ein, wie das Gastwirtsgewerbe. Er sprach die Hoffnung und den Wunsch aus, daß die behördlichen Stellen auch im neuen Jahre für die Wünsche des Gastwirtsgewerbes das notwendige Verständnis zeigen möchten.
Ministerialrat Hechle r-Darmstadt versicherte, daß die Regierung gerne bereit sei, mitzuhelfen. Hierzu biete sich eine günstige Gelegenheit bei dem Erlaß der Ausführungsbestimmungen zum Gaststöttengesetz. D'.e Regierung habe hierbei besonderes Interesse, die Wünsche des Gastwirtsgewerbes kennenzulernen, damit diese, soweit möglich, berücksichtigt werden könnten.
Beigeordneter Dr. Hamm gab namens der Stadtverwaltung der Freude darüber Ausdruck, daß die Tagung in Gießen stattfindet. Allerdings hätte man in Gießen gerne gesehen, wenn auch die Gastwirtsmesse hierher gekommen wäre, es sei aber auch verständlich, daß man dem besetzten Gebiet, dessen baldige Befreiung bevorstehe, habe Rechnung tragen wollen. Sein besonderer Gruß gelte den Gästen aus dem besetzten Gebiet.
Rach weiteren kurzen Ansprachen von D ö h n c, Kassel (Wirteverband Hessen'Rassau u. Waldeck), und A. Fröhlich, Gießen (Selterssprudel), begannen die Verhandlungen.
Aus dem Geschäftsbericht des Verbandsvorstandes und dem Rechenschaftsbericht ging hervor, daß der Verband auch im vergangenen Jahre vorwärts gekommen ist. Ein Antrag des Vorstandes auf Beitragserhöhung wurde abgelehnt.
Hierauf hielt Derbandssyndikus Rechtsanwalt Dr. Mattern, Darmstadt, einen Vortrag über das Thema:
„Die Bedeutung des Gastwirlsgewerbe» innerhalb der gesamten Virtschaft ."
Der Redner wies daraus hin. daß der Konsum im Gastwirtsgewerbe wesentlich zurückgegangen sei. demgegenüber seien die Ansprüche der Gäste, sowie die steuerlichen Belastungen größer geworden. Insolgedessen sei die Existenzsähigkeit im Gastwirtsgewerbe schwer bedroht. Verantwortlich für die enorme Belastung des Gast- wirtsgcwerbeS sei die verfehlte Finanzausgleichsgesetzgebung. Durch dieses System gehe Staat und Gemeinden das Verantwortungsbcwußtscin verloren, daher das ständige Anschwellen der Haushaltspläne. Der Redner forderte größte Sparsamkeit in der Verwaltung. Er kam dann weiter auf die Sozialgesetzgebung zu sprechen und betonte, daß auch daS Gastwirtsgewerbe für eine gesunde Sozialpolitik zu haben sei, allerdings dürften derartige Einrichtungen sich nicht als Dersorgungsinstitute herausbilden. Jeder Mißbrauch müsse unterbunden werden. Bei der Behandlung von Steuersragen zeigte der Redner die Auswirlung des Finanzausgleichsgesetzes, besonders im Gastwirtsgewerbe. Er forderte weiter, daß das Reich die Durchführung der erlassenen Gesetze bei den Landern überwacht. Zum Schluß besprach er noch kurz das Gaststättengesetz und seine Auswirkung.
In der Aussprache wies Ministerialrat Hechler darauf hin, daß in Hessen weitgehende Sparmaßnahmen getroffen seien und auch fernerhin getroffen würden. Der Sparkommissar habe selbst anerkannt, daß Hessen in der Verwaltung am sparsamsten sei. Wenn die Arbeitslosenversicherung verschwinde, würde eine Erhöhung der Wohlsahrtslasten und damit eine Steigerung der Realsteuern eintreten.
3n einem weiteren Referat sprach Amtmann Strauch (Darmstadt) über:
„Die Reichsunfalloersicherung im Gastwirts- gcwertre".
Er erläuterte dabei den Kreis der Versicherungs- Pflichtigen Betriebe, den Umfang der Versicherung und die Organisation, streifte die Leistungen und Beiträge in der Unfallversicherung und wies zum Schluß auf die weitgehenden Pflichten der Betriebsinhaber hin.
Nach einer «inständigen Pause wurden noch drei weitere Referate über die Selb st Hilfeeinri ch- tungen des Verbandes gehalten, und zwar sprach M. Iaskowsky (Offenbach) über die (Sterbe- unterstützungskasse des Deutschen Gastwirte-Bundes, W. Döring (Darmstadt) über die Haftpflichtkasse deutscher Gastwirte lind A. Fröhlich (Gießen) über den Selterssprudel Augusta Viktoria in Selters. Es tarnen sodann eine Reihe von
Anträgen
zur Verhandlung. Ein Antrag der Gastwirteinnung Darmstadt, der die Ausschaltung jeder tariflichen Regelung bei Lehrlingen for- bert, wurde angenommen. Ebenso ein Antrag des Verbandsvorstandes betreffend Zusammen- schluß aller Spitzen verbände und örtlichen Organisationen aus dem Gasthausgewerbe. Ein Antrag Alzey wegen Aendcrung des Eichgesetzes wurde dem Vorstand zur Bearbeitung überwiesen. Ein Antrag von Bingen, welcher die Hebung des Weinumsatzes in Hessen fordert, wurde zur Kenntnis genommen. Ein Antrag Butzbach fordert die gleichen Vergünstigungen bezüglich der Sonder st euer, wie bei der Landwirtschaft. Die Versammlung stimmte dem Antrag zu. — Bei den
Dahlen
wurde der seitherige 2. Vorsitzende des Verbandes P. Tischler (Darmstadt) zum 1. Vorsitzenden, W. Döring (Darmstadt) zum 2. Vorsitzenden und Mundt (Darmstadt) zum Mitglied des geschäftsführenden Ausschusses gewählt.
Als Ort der nächsten Tagung des Verbandes wurde Heppenheim bestimmt.
Ranke In Berlin gestorben: — 1906: der Dichter Henrik Ibsen In Oslo (Ehristiania) gestorben.
ttictzcncr 'L^ochcuurarttpreise.
Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Butter 140 bis 160 Pfennig. Matte 30 bis 35, Käse (10 Stück) 60 bis 140. Wirsing 25 bi» 30, Weißkraut 8 bis 10. Rotkraut 15 bis 20, gelbe Rüden 10 bis 12, rote Rüben 10 bis 12, Spinat 10 bis 15, Römischkohl 10 bis 15, Spargel 45, Erbsen 35 bis 40, Mischgemüse 10 bis 15, Tomaten 60 bis 80, Zwiebeln 8 bis 12, Meerrettich 50 bis 70, Schwarzwurzeln 40 bis 60, Rhabarber 10 bi» 15. Aepfel 10 bis 15. Dörrobst 30 bi« 35. Kartoffeln 4.5 bis 5 (pro Zentner 3.80 bis 4 Mk.), Kirschen 100 bis 120, Rüsse 50 bis 70. Honig 40 bis 50. junge Hähne 120 bis 130. Suppenhühner 100 bis 120 pro Pfund: Tauben 70 bis 80, Eier 10. Blumenkohl 50 bis 100. Salat 10 bis 15, Saiatgurken 50 bis 80, Oberkohlrabi 20 bis 25. Lauch 5 bis 10, Rettich 20 bis 25, Sellerie 10 bis 40 pro Stück: Radieschen 10 bis 15 Pfennig pro Bund.
Bornotizerr.
— Tageskalender für Donnerstag. Stadttheater: „Elooigo", 20 bis 22 Uhr. — Oberhessischer Geschichtsverein: Vortrag von Universitäts- Professor Dr. Rolosf über das Thema,, Zu den Wirkungen des Dreißigjährigen Krieges auf Deutschland", 20 Uhr, im Hörsaal des Kunstwissenschaftlichen Instituts. — Lichtspielhaus Bahnhosstraße: „Der unsterbliche Lump". — Astoria-Lichtspiele: „Zwischen vierzehn und siebzehn" und „Der Kampf um die Rayfield-Mine".
— Stadtthea ter Gießen. Man schreibt uns: Heute findet im Mittwochabonnement eine Vorstellung von .Clavigo" statt. Beginn 20 Alßr. — Morgen ist die letzte Vorstellung des Freitag-Abonnements: „TU eine liebe dumme Mama", Lustspiel. — Dienstag, 27. Mai, findet die letzte Vorstellung im Mittwochabonnement statt: .Meine liebe dumme Mama." — SamStag zum letztenmal als Schülervorstellung, 16 Uhr, „Elavigo".
— Der Verein Volkshochschule Gießen lädt im heutigen Anzeigenteil zur diesjährigen Mitgliederversammlung auf Mittwoch, 28. Mai, 20 Uhr in der Oberrealschule ein. Näheres siehe Anzeige.
— Was ist Trumpf? Unter diesem Titel wird am kommenden Sonntagvormittag im Lichtspielhaus, Bahnhofstraße, ein Film der Trumpf-Schokoladen- Fabrik vorgeführt, als Beiprogramm soll ein "Ton- Lustspiel gegeben werden. Der Eintritt ist frei. — Näheres in der heutigen Anzeige.
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M Sitzung de» Provinzialaus» schuffes. Am nächsten Samstag, vormittags 8.30 Uhr beginnend, findet im Sitzungssaal des Regierungsgcbäudes zu Gießen, eine öffentliche Sitzung des Provinzlaiausschusses der Provinz Oberhessen statt mit folgender Tagesordnung: 1. Jlaschenbierhandel der Fritz Detter Ehefrau Ernestine, geborene Horst, in Gießen, An der Kläranlage 80: hier: Antrag des Kreis- amt« Gießen auf Untersagung des Gewerbebetriebs. — 2. Klage des Preußischen Dezirks- sürsorgeverbandcs Wetzlar gegen den Can» desfürsorgevcrband Hessen, vertreten durch den Bezirksfürsorgeverband des Kreises Alsfeld, wegen Erstattung von Pflegekosten für Johann Schoop. — 3. Klage des Preußischen Bezirks- fürsorgeverbandes Limburg gegen den Lan- deSsürsorgeverband Hessen, vertreten durch den Bezirksfürsorgeverband des Kreises Friedberg, wegen Uebernabme von Krankenhaus- pflegelosten für Eduard Fröhlich — 4. Berufung des Heinrich Jüngling in Ortenberg gegen das Urteil deS Kreisausschusses des Kreises Büdingen, in Sachen: Entschädigung für an ansteckender Blutarmut erkrankte Pferde: hier: Klage des Heinrich Jüngling in Ortenberg gegen den Hessischen Minister des Innern in Darmstadt — 5. Klage des Preußischen Dezirkssür» sorgeverbandes Gelnhausen gegen den Hessischen Dezirlssürsorgeverband des Kreises Büdingen wegen Erstattung von Unterstühungs» kosten für a) das Kind Karl Weißbecker in Bad Orb, b) die Eheleute Willi Eberhard in Bad Orb und deren Uebernahme in unmittelbare Fürsorge.
E i n Mllitär-Großkonzert in Gießen? Wie uns vom Städtischen Verkehrsamt mitgeteilt wird, schweben zur Zeit Verhandlungen über die Veranstaltung eines Militär-Großkonzerts in Gießen in der gleichen Art, wie es dieser Tage in Marburg stattfinden soll. Es ist beabsichtigt, auch bei bei Gießener Konzert mehrere Militärkapellen zu einem einheitlichen geschlossenen Klangkörper zusammenzufassen. um dadurch ein Orchester zu bilden, wie es hier noch nicht in Erscheinung getreten ist. Der bisherige Verlauf der Verhandlungen war
günstig, so daß man wohl auf das Zustandekommen dieser musikalischen Großveranstallung hoffen darf.
' Kirche ngesangvereinSfe st des Dekanats Gießen. Im heutigen Anzeigenteil wird zu dem Iahresfest der evangelischen Kir- chengesangvereinc des Dekanats Gießen am kommenden Sonntag, 25. Mai, in Kloster Arnsburg cingeladen. Der FestgotteSdienst beginnt um 14 Uhr, Festprediger ist Pfarrer Hartmann, Alten-Buseck. 2n der Rachversammlung, die um 15.45 Uhr beginnt, wird jeder Verein selbst- gewählte Chöre vortragen. Da« herrliche Fleck
chen Erde dürfte eine große Teilnehmerschar zum Besuche reizen. Bei ganz schlechter Witterung müßte die Feier in die große Kirche zu Lich verlegt werden. (Siehe heutige Anzeige.)
** »Rund um die Welt in einer Somme r n a ch t.“ Die Gießener Studentenschaft veranstaltet am Sonntag, 1. Juni, in den ®ef am träumen der Dolkshalle ihr diesjährige» Sommerfest. Motto: .Rund um die Welt in einer Sommernacht." Die Veranstaltung wird, wie man un» schreibt, in großem Rahmen stattfinden und die Besucher mit den Eigentümlichkeiten einiger Län
der bekannt machen. TeraS, eine türkische Kaffeestube. chinesische Opium-Höhle, Original-Ameri» can-Dar. Wcindori. Münchener Oktoberwiese und viele andere Darbietungen werden neben dem Tanz auf riesigen Tanzflächen bei ausgesuchter Musik zur Größe de» Festes beitragen Rach den Erfahrungen, die der Wiener Praterabend im vorletzten und da» großartige Sommerfest im vorigen Jahre gegeben haben, dürfte auch diesmal die Beteiligung der Gießener Bürgerschaft und Studentenschaft sehr groß werden. Karten sind im Vorverkauf in der Musikalienhandlung von Challier und für Studenten bei Sekretär Ritter in der Universität zu erhalten. 3m übrigen verweisen wir auf die heutige Anzeige.
•• Sonderfahrt an den Rhein. Am kommenden Sonntag veranstaltet da» Reise- burcau Loeb in Dießen seine erste diesjährige Sonderfahrt an den Rhein. Frühmorgens soll die Reise mit einem Sonderzug von Gießen bis Mainz-Kastel gehen, dann folgt Dampferfahrt bis Rüdesheim, wo eine längere Pause zum Besuche de« Riederwalddenkmals eingelegt wird, anschließend geht e« mit dem Dampfer weiter bi« Koblenz, zu dessen Besichtigung gegen Abend noch genügend Zeit verbleiben soll. Mit einem Sonderzug geht es dann von Koblenz aus über die Lahnbahn nach Gießen zurück. Die wiederholten Sonderfahrten an den Rhein, die daS Reisebureau Loeb in den letzten 3ahren organisierte, fanden stets starken Zuspruch und waren für die Teilnehmer sehr genußreich. Auch bei den diesjährigen Fahrten dürsten die Mitreisenden sicherlich auf ihre Kosten kommen. (Man beachte die heutige Anzeige.)
,e Sommertagung der Hohenfolm- ser Arbeitstage für evang. Leben»» g c ft a 11 u n g. Man schreibt uns: Auf Burg Hohensolms findet am nächsten Sonntag, 25 die erste Eommertagung im Rahmen der Hohen» solmser Arbeitstage für evangelische LebenS» gestaltung statt. Sie steht unter dem Thema: „lieber den Sinn von Arbeit und Berus in der heutigen Wirtschaftswelt" und ist damit einer der brennenden Fragen der Gegenwart gewidmet. Vielleicht lockt ein schöner Maiensonntag auch manchen, der ein 3ugendtresfen bisher noch nicht mitgemacht hat, nach dem schönen HohensolrnS: und ein Sonntag im Kreise froher Menschen, die mit ernstem Mut um die Röte der Zeit ringen, ist eine Herzstärkung für lange Zeit. (Siehe heutige Anzeige.)
** M i t dem Fahrrad gestürzt. Ein Radfahrer namens Heinrich Rehs aus Allen- dorf a. d. Lda. stürzte gestern nachmittag auf der Frankfurter Straße zwischen Gießen und Klein-Linden mit feinem Rade. Gr erlitt dabei schwere Verletzungen und mußte nach xrster Hilfeleistung durch die Freiwillige Sanitätskolonne vom Roten Kreuz der Chirurgischen Klinik zu- gcfüfjrt werden.
Oer Offenbacher Fehlbetrag
auf 3% Millionen Mai l gestiegen.
WSR. Offenbach, 21. Mai. Der Oberbürgermeister hat den Mitgliedern des Stadtrats einen Bericht zugehen lassen, nach dem der ursprüngliche Entwurf zum Haushaltsplan für 1 9 3 0 einen Fehlbetrag von Mark 2 169 016 vorsah. ^inzwischen hat sich diese» Defizit durch erneute erheblich« Zugänge an ausgesteuerten Erwerbslosen um Mark 842 000 ausMarkZ 260 000 erhöht. Zur Deckung diese- Fehlbetrages wird die Erhöhung des Aus- schlagssahes für die Gebäudesteuer bei 124 v. H. gesetzlicher Miete, Erhöhung des Wasserpreise« von 30 auf 35 Pfennig für den Kubikmeter Dor» geschlagen. Ein Kopfsteuerbeitrag für jeden einzelnen in Offenbach wird erwogen.
Berliner Börse.
Berlin , 22. Mai. (WTB. Funkspruch.) Nach den teilweise kräftigen Erholungen der gestrigen Frankfurter Abendborse schien sich die freundliche Stimmung auch im heutigen Frühverkehr erhalten zu können. Man rechnet mit weiteren Deckungen der Spekulation zum Ultimo und erwartet mit Span- nung den heutigen Entscheid der Bank von England in der Diskontfrage. Am Devisenmarkt nannte man London gegen Paris 123,97, London gegen Mailand 92,72, London gegen Spanien 40, London gegen Buenos 42,95, London gegen Kabel 4,8610, London gegen Berlin 20,3675, Kabel gegen Berlin 4,1897 zu 4,19.
VIER erprobteTypen - Lastkraftwagen und Omnibusse
Technisch bis ins Letzte durchdacht, praktisch seit Jahrzehnten erprobt, entsprechen' diese vier Typen in idealer Weise allen Transportbedürfnissen der Weltwirtschaft. Wir liefern nach wie vor unsere bewährten, selbsterzeugten Benzinmotoren modernster Konstruktion. Unsere Rohölmotoren für schwere und Groß-Lastwagen, sowie Groß- Omnibusse nach eig. umfassenden Patenten genießen internationale Anerkennung.
L = Leichter Lastwagen bis 13/<to Nutzlast und Omnibus für 16 Personen M = Mittlerer Lastwagen bis 2’/2to Nutzlast und Omnibus für20 Personen S = Schwerer Lastwagen bis 4 to Nutzlast und Omnibus für 42 Personen 6=6roß-Lastwagen bis 5to Nutzlast u. darüber und Omnibus für 50 Pers,
Als Ergebnis schärfster Rationalisierung unseres Bauprogramms liefern wir heute vier Grundtypen unserer Mercedes-Benz- Nutzfahrzeuge:
Daimler-Benz A.-6., Verkaufstelle Gießen, Bahnhofstraße 90/92


