Ausgabe 
22.4.1930
 
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©leben, den 22. April 1930.

Generalversammlung der Gpazierstöcte Flugblätter teeren au-geteilt worden, Auffor­stungen zum Zusammenschluß gingen in das gand hinaus.Ölur vereint sind wir mächtig, -arum schließt die Reihen!" Und so kamen denn an einem schönen Frühlingstag die Abgesandten her Spazierstöcke zusammen, um gemeinsam zu tagen. Sie hatten Raum in einem kleinen Saal. t>enn im allgemeinen sind die Stöcke ja sehr hager und beanspruchen wenig Platz.

Aber es war eine sehr interessante, fast hätte ich gesagt: eine gemischte Gesellschaft. Wie sie alle da standen (natürlich: standen!), daS machte doch mächtigen Eindruck auf die Zuschauer. Da sahen wir die älteren, ergrauten Stöcke aus feinstem Ebenholz, mit schön geschnitzten Elsen- beinköpfen, teils ganz rund in Form einer Äugel, teils zierliche Nachbildungen von Tieren, Hund, Katze, Löwe usw. Ihnen schlossen sich die ele­ganten Stöcke mit eingelegten Gold- und Silber- streisen, hier und da auch mit kleinen Perlen und Edelsteinen beseht, an. Es war die Aristokratie der Spctzierstöcke. Etwas müde schauten fie schon drein, als ob sie sagen wollten:68 hat ja doch keinen Zweck!"

Leichte Rohrstöckchen in allen Formen und Farben reihten sich an. Sie unterhielten sich wie muntere Kinder und hatten beständig etwas zu lachen.Poussierstöckchen" nannte sie ein alter Griesgram. 3a, eS waren die Stöckchen für die feinen Herren, wenn sie auf den Bummel gehen. Richt zum Stützen geschaffen, sondern um mit Eleganz durch die Luft geschwungen zu werden. Stolz und vornehm standen einige dicke Stöcke neben ihnen Sie fühlten sich sehr erhaben: denn ihr Inneres 6arg einen zusammengelegten Regen­schirm. Sie waren sich ihrer Nützlichkeit voll und ganz bewußt und zeigten dies auch durch ihr Benehmen.

Es folgten die eigentlichen Wanderstäbe, ge­rade, aufrechte, etwas derbe Stöcke, aus Eichen­holz mit natürlichem Griff und klingender Stahl- spitze. Sie standen schweigend. Rur hier und da ragte ein hoher Bergstock über die Bcrsammlmvg und erlaubte sich eine Bemerkung. Gleich neben den Bergstöcken standen die Stöcke mit den Räd­chen. die -Skistöcke. Sie standen etwas abseits und schienen sich hier nicht ganz wvhl zu fühlen. Weiter sahen wir Stöcke mit Gummispitzen, für solche Leute, die durch ein Gebrechen am natür­lichen Gehen verhindert sind und sich nur mit Hilfe dieser Stöcke fortbewegen können. Auch sie schienen sich in ihrem Werktagsanzug hier nicht ganz wohl zu fühlen und hielten sich in der Rähe der letzten Reihe, in der die eigentlichen prak­tischen Stöcke standen, die derben, handfesten Knüppel der über Land wandernden Arbeiter und fahrenden Gesellen. Manche davon waren wellig gebogen, aber fast alle stark mitgenommen, voll von Scharten, Kerben und Verletzungen, und viele ohne Spitze. Sie hätten vielleicht am meisten erzählen können, wie toll eS hier auf der Welt zuging.

Der Alterspräsident, ein glänzend schwarzer Stock mit Elfenbeinkopf, führte den Vorsitz. Lieber Ausgaben und Ziele der Vereinigung war ge­sprochen worden, man war sich einig in den Hauptpunkten ... Der Vorsitzende:Wir schrei­ten jetzt zur Wahl des ersten Vorsitzenden. Ich bitte um Vorschläge." Es tarnen zahlreiche Wort­meldungen, und vorgeschlagen wurden der Reihe nach fast alle. Einmal die Krankenstöcke, weil sie eigentlich am meisten zu tun hatten im Leben, dann wieder die feinen altmodischen Stöcke, weil sie so vornehm aussahen und am besten reden konnten, aber auch die leichten Stöckchen fanden ihre Vertreter. Die Ziegenhainer der fahrenden Gesellen waren zunächst still, auch die eigentlichen Wanderstöcke. Als letzter Redner aber ergriff ein solch gewellter, abgetragener Knüppel das Wort und empfahl dringend die Wahl des deut­schen Wan der st ockes. Er führte kurz aus, daß dieser in der Mitte stehend zwischen Luxus- und Arbeitsstöcken am geeignetsten wäre, die Geschäfte und die Belange aller Gat­tungen zu vertreten. Der Wanderstab sei durch und durch deutsch, aufrecht, manchmal etwas rauh und unansehnlich, aber kernig und durchgreifend. Man könne sich jederzeit auf ihn verlassen, auch int Notfall gäbe er uns Schuh. Ein rechter Wandersmann brauche überhaupt keinen Schirm. (Das ging gegen die dicken, einen Regenschirm enthaltenden Stöcke!) Er schlage deshalb den Wanderstock zum ersten Vorsitzenden vor. Lind seine Rede sand Anklang. Mit großer Mehrheit wurde der Wanderstab gewählt. Man hatte zu ihm daS größte Vertrauen, erkannte auch, daß er voll und ganz befähigt wäre, die Geschäfte

der jungen Vereinigung nach allen Selten hin zu führen.

Eigentlich unzufrieden mit der Dahl waren nur Die dicken und einige ältere elfenbeinköpfige. Ein würdiger, bejahrter Stock meinte leise zu seinem Nachbar:Die Welt wird geschmacklos, auch unsere Kollegen. Wie hätten sie sonst einen solch rauhen Gesellen zum ersten Vorsitzen­den wählen können!"Pst! Nicht so laut", flüsterte der andere.Ich glaube, daß wir doch den richtigen gewählt haben." Rudi.

Taten für Dienstag, 22. April.

1073: Papst Gregor VII. führt das Zölibat ein; 1724: der Philosoph Immanuel Kant zu Königsberg i. Pr. geboren; 1766: die Schriftstellerein (9. von Staei-Holstein in Paris geboren; 1819: der Dichter Fr. v. Bodenstedt in Peine geboren.

Taten für Mittwoch. 23. April e

990: Ekkehart, Mönch von St. Gallen, gestorben; 1616. W. Shakespeare in Stratford on Avon ge- ftorb-'n; 1616: der Dichter Miguel de Cervantes Saavedra in Madrid gestorben; 1775: der eng­lische Maler William Turner in London geboren; 1885: der Schriftsteller Ernst Freih. v. Wolzoaen in Breslau geboren; 1924: der Politiker Karl Heisse- rich in Bellinzona gestorben.

Gictzcncr Wochenmarkt.: rrrse.

Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Butter 140 bis 170, Matte 30 bis 35, Käse (10 Stück- 60 bis 140, Wirsing 20 bis 25, Weißkraut 8 bis 10, Rotkraut 15 bis 20, gelbe Rüben 10 bis 12, rote Rüben 10 biS 12, Spinat 15 bis 20, Llnter-Kohlrabi 6 bis 8, Grünkohl 10 bis 15, Feldsalat 80 biS 100, Tomaten 70 bis 80, Zwiebeln 8 bis 12, Meerrettich 50 bis 70, Schwarzwurzeln 40 bis 60, Rhabarber 20 bis 25, Kartoffeln 41/« bis 5 (der Zentner 3,80 bis 4 Md), Aepfel 10 bis 15, Dörrobst 30 bis 35, Honig 40 bis 50, junge Hähne 120 bis 130, Suppenhühner 100 bis 120, Nüsse 50 bis 70 Pf. das Pfund; Tauben (Stück) 70 biS 80, Eier 10 biS 11, Blumenkohl 50 bis 100, Salat 20 bis 25, Salatgurken 75 bis 80, Lauch 5 bis 10, Rettich 10 bis 20, Sellerie 10 bis 40 Pf. das Stück; Radieschen 15 bis 20 Pf. das Bund.

Bornotizen.

Tageskalender für Dienstag. Licht­spielhaus Bahnhofstraße: Tonfilm-OperetteLiebes­walzer".

Stadttbeater Gießen. Man schreibt uns: In der heutigen OperettenvorstellungIn der Iohannisnacht" (Spielleitung Intendant Dr. Prasch) spielt Auguste Prasch-Grevenberg als Gast die Hauptrolle der Großmutter. Es wird dies die letzte Rolle sein, die Frau Prasch- Grevenberg in ihrem Gastspiel in dieser Spielzeit darstellt. Die musikalische Leitung hat Kapell­meister Cuj6 (Wetzlar). Das Orchester ist teils aus Gießener, teils aus Wetzlarer Musikern zu­sammengestellt. Choreographische Leitung: Ewald Bäulke. Das Mittwochabonnement be­kommt in dieser Woche, morgen, ein Opemgast- spiel. Das Darmstädter Landestheater wird mit einer einmaligen Aufführung von Eugen d'Al- bertsTiefland" gastieren. Die musikalische Lei­tung hat Carl Bamberger, Spielleitung: Heinz Arnold. Diese Oper ist nach den Presseberichten eine der besten Aufführungen des Darmstädter Opernensembles. Freitag ist die erste Wieder­holung der OperetteIn der Iohannisnacht". Außerdem Sonntag, den 27. April, 19 Llhr, als Fremdenvorstellung. Die gleiche Operette wird als geschlossene Vorstellung am Sonntag, den 27. April, 15 Llhr, und am Montag, dem 28. April, 20 Llhr, gegeben. In Vorbereitung ..Clavigo" von Goethe. Spielleitung: HanS Tannert.

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** Verregnete Ottern. Die Osterfeiertage standen in diesem Jahre iin Zeichen eines aus­gesucht schlechten und unfreundlichen Wetters. Wie schon an den vorhergehenden Tagen, regnete cs mit geringen Unterbrechungen während des ganzen Osterfestes. Dadurch wurde vielen Aus- flüglern, Wochenendlern und Spaziergängern, von denen sich mancher gewiß feit langem auf die beiden freien Tage gefreut hat, aber auch den Gastwirten der Ausflugsorte leider ein Strich durch die Rechnung gemacht. Die un­günstige Witterungslage wirkte sich naturgemäß auch auf den Verkehr bei der Reichsbahn aus, der an beiden Tagen verhältnismäßig gering und jedenfalls erheblich schwächer war. als man erwartet hatte. Einige Vorzüge am Samstag in der Richtung FrankfurtSiegenHagen und HagenFrankfurt waren leidlich besetzt; sonst erreichte der Betrieb nur mäßigen Umfang und wurde fahrplanmäßig und ohne Störungen ab­gewickelt. Nur von und nach Bad-Nauheim ent­

wickelte sich trotz der ungünstigen Wetterlage ein ziemlich lebhafter VerkehrSstrom. Außerdem brachte der Rückverkehr am zweiten Feiertag nachmittags und abends stark besetzte Züge, so daß hier teilweise Vorzüge eingelegt werden mußten. Der Kirchenbesuch war an beiden Feier­tagen in den verschiedenen Gotteshäusern sehr gut Im übrigen sind die Ostertage in unserer Stadt erfreulicherweise ruhig, ohne Störungen und Unfälle verlaufen; weder die Polizei, noch die Feuerwache brauchten in Anspruch genom­

men zu werden.

Gendarmeriepersonalie. Der Gen- barmeriemeifter Georg Reichhold in Echzell tritt mit Wirkung vom 1. Juni 1930 auf sein Nachsuchen in den Ruhestand.

* Evangelisch-kirchliche Pers 0 nalie. Durch die Kirchenregierung wurde dem Pfarrer Emst Weidner zu Ober-Lais die evangelische Pfarrstelle zu Osthofen, Dekanat Worms, und dem Pfarrer Ernst zur Nieden zu Hutzdorf die evangelische Pfarrstelle zu Beienheim, Deka­nat Friedberg, übertragen.

** Ehrung. Die Landwirtschaftskammer für Hessen hat dem Altmeister der hessischen Bienenzucht Bürgermeister Hensel zu Hirzenhain für seine großen Verdienste um die hessische Bienenzucht die Ehrenurkunde verliehen. Die hessischen Imker werden sich der Auszeichnung schon um deswillen freuen, weil die Landwirtschaftskammer damit die Bedeutung der Bienenzucht für die Landwirtschaft anerkennt.

** Sängerehrung. Für 40jährige aktive Sangestätigkeit wurden folgende Sänger mit der silbernen Ehrennadel des Hessischen Sängerbundes ausgezeichnet: Konrad Rühl, Sängerkranz Merlau; August Weber, Rothscher Sängerchor, Lich; Herrn. Smimpf II., Germania Ostheim; Andreas Schäfer II., Harmonie Gambach.

** Bon der Deutschen Lebensret­tungs-Gesellschaft, Bezirk Oberhessen wird uns geschrieben: Die Prüfung für den Grunoschein der Deutschen Lebensrettungs-Gesellschaft hat der Badewärter Heinrich B r 0 m m vom Städtischen Dolksbad in Gießen mit Erfolg abgelegt.

** Der Mittelrheinische Verband evangelischer Arbeitervereine wird am 13. und 14. September d. I. in Darmstadt seinen 40. Verbandstag abhalten. Mit dem Verbandstag wird zugleich die Feier des 40jährigen Bestehens des Evangelischen Arbeitervereins Darmstadt verbunden werden.

* Abschlußprüfungen der Eisen- bahnsachschule. In diesen Tagen fanden in Gießen die Abschlußprüfungen der hiesigen Eisenbahnfachschule bei Anwesenheit eines Ver­treters der Reichsbahndirektion Frankfurt a. M. statt. Der Llnterricht umfaßte zwei Semester (während eines Jahres) und war in Deutsch, Rechnen und Erdkunde durch die Lehrer Mom- berger, Simon und Mattern von der Goetyeschule in Gießen erteilt worden. Das Prü- sungsergebnis von 34 Schülern bestanden fünf mit der NoteSehr gut", 14 mitGut" und der Rest mitGenügend", kann als sehr günstig bezeichnet werden. Die Teilnehmer setzten sich aus jüngeren Beamten und Arbeitern der Reichsbahn von Gießen und Llmgegend zusammen. Daß diese begrüßenswerte Einrichtung auch in Gießen zu­stande gekommen ist (auf anderen größeren Bahn­höfen bestehen solche Schulen schon lange), ist das besondere Verdienst des Schulleiters, Ober­bahnhofsvorstehers Heinzelmann vomDahn- hof Gießen.

** Autosportund Wild. VomHubertus", Verein weidgerechter Jäger, Bez. Gießen, wird uns geschrieben: Mit der wachsenden Zahl der Autos und Motorräder wächst leider auch die Zahl der Klagen über Wildoerluste durch Motorfahrzeuge. Neben einer beträchtlichen Zahl von Hasen wurden in den letzten Monaten in der Umgebung von Gie­ßen allein so viele Rehe überfahren oder angefah­ren, daß man von einem fühlbaren Schaden reden kann. Die Zahl der Autos besitzenden Jäger ist jo groß, daß die Jägerwelt wohl weiß, daß sich em Ucberfahren mitunter nicht vermeiden läßt, sollen nicht Insassen oder Wagen gefährdet werden.'An­dererseits weiß sie aber auch, daß sich bei gutem Willen mancher Wildoerlust vermeiden ließe. Es soll ganz abgesehen werden von jenen Fahrern, bei denen das Ueberfahren von Wild eine moderne Art des Wilderns darstellt. In vielen Fällen würde es sich durch Herabminderung der Geschwindigkeit sehr wohl ermöglichen lassen, dem Wild die Möglichkeit zur Rettung zu geben. MancherRennfahrer würde vielleicht in sich gehen, wenn er einmal die armen Opfer seiner Rücksichtslosigkeit sehen würde, die sich mit gebrochenen Läufen, mit Rückgratverletzungen usw. dahinschleppen, oft tagelang, bis der Tod sie erlöst. Erwägungen volkswirtschaftlicher Art wie auch das Mitgefühl mit dem Tier lassen daher die Bitte an alle Motorradfahrer berechtigt erscheinen, an ihrem Teil mitzuhelfen daran, daß die Verluste das unvermeidliche Maß nicht überschreiten.

Unfälle an denOsterseieriagen.

Tre» Tote, zahlreiche verletzte.

Frankfurt a.M., 21.April. (WSR.) Lin schwerer Unfall ereignete sich Samstag vor­mittag am Garküchenplatz. Ein mit Kohlen belade­nes Lastauto mit drei Anhängern bog von der Fahr­gäste nach dem Garküchenplatz ein, wobei eine Frau von dem Motorwagen erfaßt und zu Boden geschleudert wurde, öic erlitt dabei so schwere Verletzungen am Kopf und Quetschungen der Brust, daß sie auf dem Transport ins Krankenhaus ver­starb. Am Samstagoormittag gegen 11 Uhr ereignete sich auf der i)anauer Landstraße beim Bahnübergang Bischofsheim ein schwerer 11 n fall. Ein aus Bischofsheim kommender SRab- ahrer wollte die Hanauer Landstraße vor einem aus Hanau mit großer Geschwindigkeit heranfahren­den Personenkraftwagen überqueren, wurde jedoch von dem Auto erfaßt und getötet. Der eine Jnsaste des Autos wurde mit dem Kopf durch die Windschutzscheibe geschleudert und erhielt schwere Kopfverletzungen. Ein wei­terer Unfall ereignete sich am ersten Öfterster- tag an der Untermainbrücke in Frankfurt. Ein von der Brücke kommendes Personenauto wollte noch vor dem aus derselben Richtung kommenden Stra­ßenbahnzug der Linie 16 die rechte Straßenseite ge­winnen, wurde aber von dem Straßenbahn- z u g erfaßt und bis zur Ecke Alte Mainzer Gasse geschleift, wobei der Kraftwagen vollständig in Trümmer aing. Der Straßenbahnfahrer erlitt einen Nervenschock. Die drei Insassen des Autos wur­den schwer verletzt nach dem Städtischen Krankenhaus verbracht.

WSN. Hanau, 21. April. Am ersten Feiertag kurz vor Mitternacht fuhr in der Nähe des Hanauer Hauptbahnhofs beim Einbiegen in die nach Groß- Auheim führende Straße ein Auto in eine Gruppe von Fußgängern und stürmte dann die dort befindliche steile Böschung hin­unter. Mehrere Fußgänger wurden mit hinab- gerissen. Ein achtjähriges Mädchen Tochter des Eisenbahnbeamten Sauer aus Hanau, wurde schwer verletzt und ft a r b kurze Zeit nach dem Un­fall. Fünf weitere Personen, die ebenfalls von dem Auto die Böschung mit hinabgerissen wurden, er­litten teils schwere, teils leichtere Verlegungen und mußten dem Landkrankenhaus zugeführt wer­den. Zwei der Verletzten konnten heute früh wieder entlasten werden, die andern werden weiter behandelt. Der Autoführer sowie der Insasse des Wagens sind bei dem Absturz ohne Verletzungen daoongckommen.

Briefkasten der Jtehqffion.

(Rechtsgutachten sind ohne Derdindlichkeil der Schriftleitung.)

Uboff. Der Schriftsteller Kurt Tucholsky in Berlin schreibt unter den PseudonymenTheobald Tiger", Peter Panter",Ignaz Wrobel" und .Kaspar Hauser". Fritz von Unruh, Waldemar Bonsels, Max Iunanickel und Agnes Günther haben nichts r "t ihm und feinen Decknamen zu tun.

Verantwortlich für Politik: i. V.: Ernst Blumschein.

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Unersetzbar fürllläsche ist

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Nervenkranke

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MM San,-Bat Dr. M. Schulze-Kableyss, Nervenarzt

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