Ausgabe 
22.2.1930
 
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Schobers Besuch in Berlin

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andere Abordnun- ob sie selbst nicht Richtung gehen

gung der Konferenz könnten gen sich mit Ruhen fragen, ein Stück in gleicher Wollten.

Die Ankunft des österreichischen Bundeskanzlers.

Berlin, 22. Febr. (WTB. Funkspruch.) österreichische Bundeskanzler Dr. Schober heute vormittag 8.56 ^lhr in Begleitung

Oie ^Rettung des Preußenkabinetts. Die «itzirauensanträge gegen oraun knapper Mehrheit abgelehnt.

muh entwe^r für oder gegen die So­zialisten. oder gegen die Revolution, für oder gegen die Politik Poincares und Tar- dieus sein. Man verliert seine Zeit mit den parlamentarischen Gepflogenheiten, wobei es sich darum handelt, den persönlichen Ehrgeiz mit dem Versagen der anderen in Einklang zu brin­gen. Die Geschichte des Landes hätte etwas Besseres verdient. «

Generalsekretärs für auswärtige Angelegenheiten Peter und des deutschen Gesandten in Wien Graf Lerchenfeld auf dem Anhalter Bahn­hof ein. Zu seinem Empfang hatten sich u. a. . Reichskanzler Müller, Reichsauhenminister Dr. Curtius, Staatssekretär Dr. Pünder und der Chef des Protokolls, Graf Tatten- b a ch, auf dem Bahnsteig eingefunden. Ferner war der österreichische Gesandte Dr. Frank mit den Herren seiner Gesandtschaft, dem österreichi­schen Generalkonsul und zahlreichen Mitgliedern der österreichischen Kolonie erschienen, die den Bundeskanzler mit Hurra-Ru.en begrüßten. Schließlich waren der finnische und der litauische Gesandte auf dem Bahnhof anwesend. Eine Schupobereitschast bildete bei der Abfahrt des Wagens des Bundeskanzlers zum Hotel Kaiser­hof, wo Dr. Schober Wohnung genommen hat, Spalier.

Der erfolgreiche österreichische Staatsmann, dessen Wirken in einer kaum fünfmonatigen Amtszeit dem deutschen Brudervolk in Oesterreich die Einigung im Inneren durch die Verfassungs­reform und die Freiheit nach außen durch die Ergebnisse der Haager Konferenz gesichert hat, wird sich drei Tage in Berlin aufhalten, um im Gedankenaustausch mit den deutschen Staats­männern die brüderlichen Beziehu^en der bei­den deutschen Völker zu vertiefen. Von den Rüh­renden Stellen des Reiches ist dieser Bekun­dung ein festlicher Rahmen bereitet worden.

Die Krisis der Iloltenkonserenz.

Amerika lehnt neue Garantien ab Ein

Appell derTimes".

London, 21. Febr. (TA.) Ein in den letzten Tagen zwischen der a m e r i k a n i s ch e n Ab­ordnung der Flottenkonferenz und Präsident Hoover stattgefundener Meinungsaustausch hat zur endgültigen Ablehnung einer neuen Art des Sicherheits abkommens durch die Vereinigten Staaten geführt. Weder eine Ergän­zung des Kell"ggpaktes, noch ein Sonderabkom­men sei für Amerika tragbar. Zugleich bestehe innerhalb der amerikanischen Abordnung nun­mehr stärkere Reigung, die Rettung der F l o t t e n k o n f e r e n z in der Richtung eines Dreimächte - Abkommens zu suchen. Rur ein einziger amerikanischer Vertreter bekenne sich noch als Optimist, während alle übri­gen die Aussichten für einen Ausgleich zwischen allen fünf Mächten nur noch sehr gering bewerteten.

DieTimes" benutzt die Unterbrechung der Konferenzarbeiten zu einem dringenden Ausruf, der in seiner ungewöhnlich ernsten Form für sich spricht. Rach dem Hinweis, daß das Ab­kommen auf Grund der bisher von den einzelnen Abordnungen mit Ausnahme Großbritanniens und Amerikas vorgelegten Forderungen un­möglich sei, heißt es weiter: Während von keiner der vertretenen Mächte erwartet werden kamr, Zugeständnisse zu machen, die die Sicher­heit gefährden, sollten alle Teteiligten ersucht werden, den Ausblick für die nächsten fünf Iahre zu prüfen, um festzustellen, ob dieser Augenblick nicht eine größere Bereitwilligkeit zur Herabsetzung der Flottenrüstungen rechtfertige uni) ob die Sicherheit der Mächte oder chr flotten­technisches und politisches Ansehen wirklich durch ein Abkommen leiden, das im ungünstigsten Falle 1936 nachgeprüft werden könnte. Großbri­tannien ist durch die Einstellung der Arbeiten für den Flottenstützpunkt von Singapore und die Verminderung seines Flottenbauprogramms bis an die äußerste Grenze der Rüstungs­verminderung gegangen. Wahrend der Derta-

Oie Religionsverfolaung in Rußland.

Kowno, 21. Febr. (TA.) Am Donnerstag fand in Kronstadt eine religionsfeindliche Kundgebung statt, an der sich die Arbeiterver­einigungen, die Marine und andere militärische Verbände beteiligten. Eine Abordnung über­mittelte dem Stadtausschuh eine Entschließung, in der die Schließung sämtlicher Kron­städter Kirchen verlangt wird. Der städtische Vollzugsausschuß hat d:m Verlangen ft a 11 ge­geben und ließ am selben Tage die Glocken der 40 Kirchen in Kronstadt feierlich her­unterholen, deren Metall für die baltische Flotte Verwendung finden soll. Bei der Schlie­ßung der Kirchen kam es verschiedentlich zu Zusammenstößen zwischen der religiösen Bevölke­rung und den Sowjetleuten.

Berlin, 21. Febr. (Priv.-Tel.) Auch am Freitag ist es der Weimarer Koalition des preußischen Land­tags gelungen, einen Generalsturm der vereinigten Oopposition auf das Kabinett Braun abzuschlagen, wenn au chdas Schicksal der preußischen Regierung an einem seidenen Faden hing. Bon den anwesen­den 415 Abgeordneten haben zwar 217 gegen die Mißtrauensanträge gestimmt, die gegen den Mini­sterpräsidenten und seinen Kultusminister einge- bracht waren; die Opposition hat aber doch 198 Stimmen aufgebracht, so daß die Weimarer Koali­tion nur mit dem knappen Borsprung von 19 Stim­men das Rennen gewann. Sie hatte es verloren, wenn es den Oppositionsparteien gelungen wäre, ihren gesamten Abgeordnetenbestand auf die Beine au bringen, der 220 Köpfe ausmacht, also nur um 10 Stimmen hinter der Stärke der Weimarer Roa-

die

Ereignisse es erforderlich machten.

und

übrigen drei einen Verweis mit der Aussicht auf Entlassung, falls sie sich ähnliche Vorkomm­nisse nochmals zuschulden kommen lassen sollten.

Rach dem von den Aerzten ausgegebenen Bulletin über das Befinden der Königin von Schweden ist die Atmung erschwert. Die Herz­tätigkeit ist nicht zufriedenstellend, der allgemeine Zustand besorgniserregend.

Der bisherige spanische Anterrichtsminister, Herzog von Alba, ist zum Außenmini­ster im Kabinett Berenguer ernannt worden.

Weitgehende Anträge zur Verwaltungsreform in Hessen. Volkspartei und Landbund ergreifen die Initiative im Finanzausschuß.

beseht werden, solange ein Ministerialdirektor noch im Amte ist. Bei Freiwerden von M i - nisterialratsstellen sollen diese durch Oberreg erungsräte, Oberregierungsräte durch Regicrungsräte ersetzt teerten, bis sich das Verhältnis dieser drei Gruppen 1:1:1 verhält, damit in Zukunft auch eine Zu­rückversetzung in ein Lokalamt möglich wird.

Die Hereinnahme von Beamten ohne die oor- geschriebene Vorbildung in den Staatsdienst habe zu unterbleiben. Die hessische Gesandtschaft in Berlin solle ausgehoben werden.

Der Bauernbund fordert u. a. Aufhe­bung der Kinder zutage für Kinder von 16 bis 21 Jahren, Kürzung der Beam­tengehälter um 15 Prozent bei den fest- befoldeten Beamten der Klasse B, 12 Prozent der Grundgehälter in den Klassen A1 bis 3 und bei Hochschulprofessoren, um 8 Prozent bei den Gehältern der Klasse A4, um 4 Prozent bei den Gehältern der Klasse A 5 bis 10. Der Stel­lenplan und die Besoldungsordnung sollen abgeändert werden. 3n Zukunft sollen Be­amte nur in eine höhere Besoldungsgruppe ein­bezogen werden, wenn eine Deförderun g vorliegt, also von einem Beamten in einem er­weiterten Ausgabenkreis erhöhte Leistun­gen und stärkere Verantwortlichkeit verlangt werten. Jede Beamtenkategorie soll an­statt wie jetzt in drei in Zukunst nur eine Besoldungsgruppe mit 10 auf steigenden 3jährigen Gehaltsstufen durchlaufen. Für die Dildungsbe- hörden soll unter Wegfall des Ortsklassensystems ein einheitlicher Tarif auf gestellt werten. Die Rebenbezüge für Beamte mit festen Gehäl­tern, darunter auch die Prüfungsgebühren, Kol- legiengelder usw. für festbesoldete Hochschulleh­rer sollen im Staatsvoranschlag gestrichen und der Staatskasse zugeführt werten. Die Aus­zahlung von Amzugskosten und Auf­wandsentschädigungen für Beamte sol­len auf einzelne bestimmte Fälle begrenzt wer­den. Am 1. April soll auch die Desahungszulage in Wegfall kommen.

Die Auseinandersetzungen im Ausschuß waren heute namentlich zwischen den Rednern der So­zialdemokratie, tes Bauernbundes und der Deutschen Dolkspartei sehr angeregt. Eine Ab­stimmung über die Anträge sand noch nicht statt. Die Abstimmungen sollen erst am Dienstag kom­mender Woche, bei einzelnen Anträgen wahr­scheinlich noch später, erfolgen.

Darmstadt. 21. Febr. (Wolff.) Der Finanz­ausschuß trat in die Beratung ter_ Vorbemer­kungen zum Haushaltsvoranschlag für 1933 ein. Da insbesondere die Frage der Kürzung der Deamtengehälter noch nicht geklärt wer­den konnte, beschloß man die Einsetzung eines Unterausschusses, der mit der Regierung die Rechtslage klären soll, ob und inwieweit überhaupt eine solche Kürzung zulässig ist.

3n der Aussprache kam ter durch die Be­förderung des sozialdemokratischen Bürgermeisters Ritzel zum Oberregierungsrat bei der ProvinzialdirektionOberhessen ver­anlaßte volksparteiliche Antrag zur Besprechung, daß die schon vor längerer Zeit von der Regie­rung verlangte Beförderungssperre ausnahmslos für alle Beamten gel- t e n soll. Die Volkspartei verlangt außerdem un­verzüglich einen Rachweis darüber, welche Be­amte in anderen Aemtern beschäftigt werden, als in denen, für die ihre Gehäl­ter bewilligt wurden, und ebenso eine Auf­stellung mit namentlicher Auf ührung ter Per­sonen, die in den einzelnen Minister en auf Privatdien st vertrag angestellt find unter gleichzeitiger Angabe, wer die dafür not­wendigen Mittel bewilligt hat.

Da die Zahl der Minister Hessens in anbetradjt der Finanzlage des Landes zu groß fei und das badische Beispiel auch zeige, daß eine Vermin­derung der Ministerien wohl möglich ist, ver­langt die Deutsche Boltepartei die Auflösung der Ministerien für Arbeit und Wirtschaft und für Justiz.

Ersteres soll dem Ministerium tes Innern ange­gliedert werden, letzteres dem Finanzministerium. (Zur Zeit werden das Finanzministerium und das Iustizministerium durch Minister Kimberger zusammen verwaltet.) Die Aufgaben ter Kultur- bauämter und der Feldbereinigung sollen jedoch wegen der erforderlichen einheitlichen Organi­sation des Vermessung Iwesens dem Finänzmini- sterium angegliedert werten. Außerdem sollen bei freiwerdenden Stellen in den Ministerien Reubesehungen fo lange nicht er­folgen, als sich nicht die Gesamtzahl der Stellen um mindestens 10 v. H. ve r- mindert hat. Die Stellen sämtlicher Mini­sterialdirektoren sollen auf den In­haber gesetzt werten. Freiwerdende Staatscats stellen s llen nicht wieder

Die neugewählte Generalsynode, das oberste Kirchenparlament der Evangelischen Kirche der A l t p r e uh i s ch e n Union, tritt am Samstagnachmittag im Plenarsihungs- saal des Reichswirtschaftsrats zusammen. In der ersten Sitzung findet die feierliche Verpflichtung der neu eingetretenen Mitglieder, die Wahl des Präsidiums und ter Ausschüsse statt.

Aus oller Welt.

Der Fluch des Pharao.

Aus Gram über den Tod seines Sohnes

Aman U l l a h, ter frühere König von Af­ghanistan, wird in Konstantinopel erwartet. Seine In Pera wcilente Familie trifft bereits die Vorbereitungen für seinen Empfang. Der gegenwärtige König von A ghanistan ist schwer leitend. Er soll einen Arzt nach Kabul berufen haben Man glaubt, daß Aman Ullah nach Afghanistan zurückkehren werte, wenn

Rach einem Beschluß tes Magistrats werten die Feierlichkeiten ter Wiesbadener Be­freiungswoche am 30. Iuni nachts 12 Uhr beginnen. Bei ter Oberpoft di rektion in Frank­furt a. M. ist beantragt worden, daß bei ter be­absichtigten Herausgabe von Befreiungs- Briefmarken auch Wiesbaden dadurch be­rücksichtigt wird, daß eine Briefmarke entweder das Bild des Kurhauses oder den Tempel auf dem Reroberg trägt.

Erben, so lautet die polizeiliche Mitteilung, hat sich der 78jährige Lord Westbury aus dem Fenster seiner Wohnung im 7. Stock eines vor­nehmen Hauses im Westen Londons in die Tiefe gestürzt. Der Selbstmord dieses bekannten Aristo­kraten hat in der Londoner Gesellschaft um so mehr Aufsehen erregt, als er den alten Aber­glauben an denFluch des Pharao" wieder be­lebt hat, einen Fluch, der angeblich jeden trifft, der mit denen im Zusammenhang steht, die den Schlaf im Tal ter Könige störten.

Der junge Lord Westbury, ter der Sekre­tär Howard Carters, des Leiters der Ausgrabungsarbeiten am Grabe Tutanka- mens gewesen war, starb im Rovember vorigen Iahres. Er wurde im Bath-Club in seinem Zimmer, das er im völligen Wohl­befinden ausgesucht hatte, tot aufgefunden. In den Kreisen, die mit dem Gedanken des Fluches des Pharao spielen, werten heute, nach dem Selbstmord des alten Lord Westbury, noch­mals die genannt, die nach ihrer Meinung von dem Schicksal dieser Beteiligung an der Oesf- nung des Grabes des Königs Tutankamen ereilt wurden. Cs sind dies Lord Carnavon, der die Ausgrabungen im Tale ter Könige finan­zierte und einige Wochen nach der Oeffnuna des Grabes Tutankamens starb, Sir Archibald Douglas Reid, der sich bereit erklärte, von der Mumie eine Röntgenaufnahme zu machen, Bros. Laffleur von ter Mc.Gill-Llniverstth. der das Grab besucht hatte, Mister Evelyn White, der Selbstmord beging und die

lition zurückbleibt. Da im Regierungslager 13 Ab- geordnete gefehlt haben, kann Otto Braun von Glück sprechen, daß er wieder einmal mit knapper Rot an dem Sturz seiner Regierung vorbeigekommen ist. So geht es nun schon seit vielen Jahren. In Ab­ständen von vierzehn Tagen kehren die Mißtrauens­anträge regelmäßig wieder, genau so regelmäßig bleibt die Opposition immer nur mit einigen Stim­men in der Minderheit. Für die Preußenregierung ist das selbstverständlich kein Plus, da es ihr da­durch praktisch unmöglich gemacht wird, eine ziel- bewußte und auf weite Sicht eingestellte Politik zu treiben. Sie muß stets damit rechnen, daß sie auf- fliegt, so daß ihr nichts weiter übrig bleibt, als auf den Krücken abgelehnter Mißtrauensanträge eine Verwaltungsarbeit zu leisten, d e unter der Führung eines unpolitischen Beamtenkabinetts sicherlich frucht­barer wäre.

Oer Konflikt im Auswärtigen Ausschuß.

Die Indiskretion derDeutschen Zeitung".

Berlin, 2CT. Febr. (D.D.Z.) In der gemein­samen Sitzung des Auswärtigen und tes Haus­haltsausschusses des Reichstages, in der die Be­ratungen des Haager Abkommens fortgesetzt wur­den, besprach der Vorsitzende Abg. Scheide­mann (Soz.) die Veröffentlichung der Deutschen Zeitung" über die letzte vertrauliche Sitzung, die zu dem Zusam­menstoß zwischen Dr. Wirth und dem Abg. von Freytagh-Loringhoven geführt hatte. Die Annahme, daß die Indiskretion der Deutschen Zeitung" auf eln Ausschutzmit- glied zurückgehe, habe sich erfreulicher- w.'ise nicht bewahrheitet, vielmehr scheine sich der Vorgang so abgespielt zu haben, daß sich der Vertreter derDeutschen Zeitung" a u f d i e Iournalistentribüne geschlichen habe, weil eine Tür durch ein Te.sehen des Rei­nigungspersonals tes Reichstag^ kurze Zeit un­verschlossen geblieben sei. Was dieDeutsche Zeitung" getan habe, sei genau das Gegenteil der Wahrung vaterländischer Interessen, um so mehr als ihr Bericht die Verhandlungen zum Teil ganz falsch, zum Teil entstellt wietergebe. Er hoffe, daß ter Reichstagspräsi­dent energisch durchgreifen und dem tetreffenten Journalisten die Reichstagskarte entziehen werde. Auch Abg. Graf von Westarp (Dntl.) miß- billigte das Verhalten des Vertreters derDeut­schen Zeitung", und Abg. K o ch - W e s e r (Dem.) empfahl, den Betreffenden wegen Hausfriedens­bruches anzuzeigen.

Oie Feierschichten bei der Reichsbahn.

Berlin, 22. Febr. (C.N.B.) Um die Entlassung von Werkstättenarbeitern bei der Reichsbahngesell- chatt zu vermeiden, wurde zwischen den Gewerk- chasten und der Hauptverwaltung der Reichsbahn olgende Vereinbarung über einzulegende Feierschichten getroffen: Für einen Teil der Werk­stättenarbeiter werden in dem Zeitraum der kom- menten acht Wochen vier Tage mit sechs- stündiger Arbeitszeit ausfallen, für einen anderen Teil drei Tage mit achtstün­diger Arbeitszeit. Das bedeutet einen wö­chentlichen Arbeitsausfall für die Werkstättenarbei- ter von drei Stunden. Der Lohn für diese drei Stunden beträgt bei ten Werkstättenarbeitern im Durchschnitt zwei Mark. Don der Einschränkung werden 80000 Arbeiter betroffen.

Kleine politische Nachrichten.

Der Senat ter Universität Marburg sprach von ten fünf Studenten, die ten preußischen Kultusminister Dr. Becker vor fünf Wochen während seiner Anwesenheit in ter Universität beschimpft hatten, zwei frei und erteilte den

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Mitteilung hinterließ. er glaube, ter Fluch habe ihn ereilt, ter französische Archäologe Benedite und sein Kollege Casanova, die sich an den Forschungen beteiligten, der Stief­bruder Lord Carnavons, Oberst Herbert, der an ter Oeffnung tes Grabes te.lnahm, ter ameri­kanische Eisenbahnmagnat Iay Gould, ter kurz nach dem Besuch tes Grabes mit Lord Carnavon zusammen einer Lungenentzündung erlag, Prinz A l i F a h m y Dey, ein reicher Aegypter, der unter geheimnisvollen Timständen bald nach einem Besuch tes Grabes erschossen wurde, sein Privatsekretär, ter ihn begleitet hatte urtb bald darauf starb. Miß G r e e l h, eine Dame ter amerikanischen Gesellschaft, die nach einer Besichtigung tes Grabes nach Amerika zurück- gekehrt, in Chi lag o Selb st mord beging, Dr. C a r v e r, .der bei ter Oeffnung des Grabes mithalf und' später bei einem Automobil- Unfall getötet wurde, sowie sechs französische Schriftsteller und Journalisten, die Tutankamens Grab und seinen Inhalt beschrieben hatten.

Lord W e st b u r h. ter heute a l s 2 0. den Tod sand, hinterließ mehrere Briese, von. denen einer mit dem Sah beginnen soll:Ich kann die Schrecken nicht länger mehr ertragen." Die ©e- richtsärzie sprechen von einem Selbstmord in geistigerTImnachtung. Der Selbstmord des alten Lord hätte übrigens fast noch ein Op er gefordert. Lord Westbury schlug bei seinem Suz aus 70 Fuß Höhe vor dem Hauseingang fast unmittelbar neben einer Frau nieder, die gerate die Eingangsstufen reinigte. Der Erbe tes LordS ist nun fein löjähriger ©nfel, dessen Mutter schon wiederholt öffentlich erklärt hat. daß sie nicht an den Fluch tes Pharao glaube, und als Beweis dafür immer anführt, sie habe ihrer Tochter ten Ramen ter königlichen Gesährtin TutankamenS Mefertari gegeben.

Folgenschwerer Zusammenstoß.

In Lichterfelde bei Berlin ereignete sich ein schwerer Zusammenstoß zwischen einem Auto­lastzug und einem Motorrad, wobei zwei Per­sonen ihren Tod fanden. Der Autolast- zug wollte aus der Lankwiher Straße in dir Lorenzstrahe einbiegen; in ter gleichen Richtung -fuhr auch das Motorrad, das mit einem Herrn als Führer und einer Dame, die auf dem Sozius­sitz Platz genommen hatte, beseht war. Plötzlich glitt das Motorrad auf einer Strahenbahn- schiene aus und geriet unter den An­hänger des- Lastzuges. Beide Personen wurden überfahren und waren auf der Stelle tot

11 Personen von einer Kohlenlawine verschüttet

Infolge tes Bruches eines Stahlträgers ftürte in einem Kohlenlager des Reuhorker Stadtteiles Bronx eine Lawine von etwa tausend Tonnen Kohlen aus den Hof herab. Dabei wurden mindestens 11 Personen ver­schüttet. Bisher konnten zwei Tote ge­borgen werden. Die Rettungsarteiten werten mit Rach druck betrieben, und man sucht die übri­gen Opfer mit Dampfschaufeln zu befreien. ES besteht jedoch wenig Hoffnung, sie lebend zu bergen.

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Wettervoraussage.

Der Schwerpunkt tes Hochs hat sich mehr nach dem Festlante verlagert. Infolgedessen werten auch die Winde auf Südosten zu drehen, und die Hochdruckwetterlage weiter fortbestehen. Im­mer noch werten die Temperaturen durch Ein- und Ausstrahlung bestimmt, so daß sie nachts unter den Gefrierpunkt finken, tagsüber über Rull ansteigen. Das Wetter bleibt ferner trocken; stellenweise kommt es zu Rebelbildung, und zeit­weise dürfte ein leichter Wolkrnschleier aufziehen.

Wettervoraussage für Sonntag. Weiterhin trockenes, zeitweise wolkiges, sonst heiteres Wetter mit leichtem Rachtsrost.

Lufttemperaturen am 21. Februar: mittags 2,1 Grad Celsius, abends 0,6 Grad; am 22. Februar: morgens1,5 Grad. Maximum 5,2 Grad, Mini­mum 2,2 Grad. Erdtemperaturen in 10 Zenti­meter Tiefe am 21. Februar: abends 0,4 Grad; am 22. Februar: morgens 0,2 Grad Celsius. Son­nenscheindauer 83/< Stunden.

Amtliche Mntersportnachrlchteu.

Vogelsberg. Hoherodskops: Klar, mi­nus 7 Grad. 21 Zentimeter Scynee, stellenweise verharscht, sonst Pulverschnee, Sportmöglichkeit für Ski und Rodel sehr gut. Herchenhai- ner Höhe: Klar, minus 5 Grad, 15 Zentimeter Schnee, verharscht. Sportmöglichkeit für Ski und Rodel gut.

Sauerland. Winte rberg : Klar, minuS 5 Grad, 20 Zentimeter Schnee, verharscht. Sport­möglichkeit für Ski und Rotel gut

Schwarwald. Feldberg: Klar. minuS 10 Grad, 115 cm Pulverschnee. Sportmöglichkeit für Ski und Rotel sehr gut

Alpen. Garmisch-Partenkirchen: Klar, minus 11 Grad, 7 cm Pulverschnee, Sport­möglichkeit für Ski und Rotel sehr gut