Für den Bücheriisch
Neue Kriegsbücher
Theologische Schriften
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entstanden, die der Verfasser anläßlich der Repa- | rationsvexhandlungen den vier zuständigen Reichsministern sowie den deutschen Sgchverstän- digen in Paris überreicht hat, und vom Verfasser zu der vorliegenden Volksausgabe umgestaltet worden-
— Dos Gothaische Jahrbuch für Diplomatie, Verwaltung und Wirtschaft liegt im neuen, 167- Jahrgang ppr (Verlag von Justus Perthes in Gotha, Preis 24,00 Mark- (20) — Rachschlagewerke dieser gründlichen Art sind heute wertvoller denn je. Rur England besitzt eine dem deutschen Werke ziemlich gleichgerichtete und gleichwertige Veröffentlichung: Sta- tesmans Vearbook: sie fehlt bei keiner Behörde, keiner Zeitung, keiner Donk, keiner Fabrik des Jnselreiches- Der ungeheuer vielseitige und im besten Sinne aktuelle Inhalt des Gothaifchen Jahrbuchs, das vortrefflich mehr als hundertjährige Tradition mit gesundem Fortschritt verbindet, läßt hoffen, daß der Freundeskreis des Gotha von Jahr zu Jahr wächst. Rehen einem guten Atlas ist er wohl das beste Hilfsmlltel znr Orientierung über politische und wirtschaftliche Verhältnisse in der ganzen Welt, und wer kann heute im Zeitalter der engen Verknüpfungen von Politik. Handel und Verkehr solch ein Kompendium missen? Beruf und Interessen weifen eindringlich auf den neuen Gotha hin
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weitere Entwicklung dieser letzten siegreichen Angriffsoperation des deutschen Westhceres ist einem zweiten in Kürze folgenden Bande Vorbehalten.
— Das Reserve-J ns anterte-Regi- ment Ar. 116 mit zugeteiltem 3. Bataillon des Landwehr-Jnsanterie-Regiments Rr. 85 im Weltkriege. Rach amtlichen Unterlagen in Tagebuch- sorm bearbeitet von Oberstleutnant a. D. Rader- wacher, ehemals Kommandeur des Regiments. (Band 293 der Schriftenfolge „Erinnerungsblätter deutscher Regimenter"). Preis 16,50 Vlk. Verlag Gerhard Stalling, Oldenburg i- D- (74?.) — Auf vielen Kriegsschauplätzen hat das Regiment gekämpft. Seine Feuertaufe erhielt es am 22. Aug. 1914 bei Reufchateau in Belgien und nahm dann in Frankreich an der Schlacht an der Waas, an den Gefechten am Axdennenkanal, an den Verfolgungskämpfen zwischen Waas und Marne und an dex Warneschlacht teil. Rach dem Rückzug von der Warne machte bad. Regiment nach kurzem Stellungskampf westlich der Argonnen die Schlachten bei Lille und Vpern mit und wurde dann nach dem östlichen Kriegsschauplatz transportiert. In Polen kämpfte es in den Schlachten bei Lowicz-Sanniki und an der Rawka-Bzura. Mit der 103. Division wurde es zunächst im Grenzschutz in Südungarn (Syrmien) verwandt, um dann hei her 11. Armee die Verfolgungskämpfe vom Wieprz zum Bug und vom Bug bis zur Jasiolda in Rußland mitzumachen. Dann focht das Regiment im serbischen Feldzug und kam durch den ganzen Dalkan bis zum Dojran-See an der griechischen Grenze. 1916 nahm es nach kurzem Stellungskampf in der Champagne an den Schlachten bei Verdun und später an der Somme teil. Rach vielfachen Stellungskämpfen in der Champagne, vor Verdun, am Chemin des Dames, bei lehr häufigem Wechsel des Ortes, kam der Siegeslauf im Verbände der 18. Armee vpn der Oise über den Crezat-Kanal bis in die Gegend von Montdidier-Rohon. Dann folgten die Schlachten bei Soissons und Reims und die Vexsylgungskämpfe bis zur Marne. Rach der Abwehrschlacht an der Ailette wurde das Regiment aus Mangel an Ersah aufgelöst. Das Buch enthält eine Ehrentafel aller Gefallenen und ist mit 120 Bildern und Karten ausgestattet. Allen Regiments-Angehörigen wird es sicher willkommen sein.
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gegenwärtigen privaten Volksverinögens zu entrichten, ungeachtet der Tatsache, daß Deutsch- and schon bisher Werte ist Hphe von weit über >0 Milliarden Mark hingegeben hat. Der Ver- asser vergleicht ferner bie deutschen Tribut- ahlungen mft den amerikanischen Einnahmen aus i>en interalliierten Kriegskredllen unb stellt fest, daß mit dem Voung-Plan die ehemaligen Kriegsgegner sich von ihren Kriegsschulden entlasten und ihre äußeren Staatsguthaben erheblich erhöhen, während Deutschland der gr.ßte Schu.dne: der ganzen Welt bleiben würde.
-- 2n der Sammlung ^Weltwirtschaftliche Vorträge und Abhandlungen" hat der ordentliche Professor der Volks- und Weltwirischqftssehre an der Handelshochschule Leipzig und Direktor des Weltwirlschaftsinstitutes, Dr. Ernst Schultze unter dem Titel „Voung - Plan, Tributzahlung unb Ausssthrkraft. Kritische Betrachtungen zum deutschen Wirtschastsschicksal' im Verlag der Deutschen Wissenschaftlichen Buchhandlung, Leipzig s929. ein Handbuch herausgegeben, das eine besonders übersichtliche und klar gegliederte Zusammenfassung der deutschen Wirtschaftslage innerhalb der Weltwirtschaft und besonders innerhalb des Reparatiensproblerns bar- teilt. (Alleinvertrieb: Adolf Gruft Kuhr Qrgani- sation, Berlin W 35. Preis 2.5Ö Wk. „Volksausgabe") (11) Das Buch ist aus einer Denkschrist
— Deutsche Siege 1918. Das Vordringen über Ailette, Aisne, Vssle und Ourcq bis zur Warne vom 27. Mai bis 13. Juni. Band 32 der vom Reichsarchiv h.rqusgegebenen Schriften- solge „Schlachten des Weltkrieges". Mit drei Karten, zwei Skizzen und acht Bildern. Bearbeiter: Wajor a. D. Thilo v. Pose. Druck und Verlag von Gerhard Stalling, Oldenburg i. 0- Preis in Halbleinen 5,50 Mk. (629) — Als am Morgen des 27. Mai 1918 die deutsche Infanterie aus einer Front von fast 45 Kilometer Ausdehnung von südwestlich Laon bis nördlich Reims aus ihren Gräben zum Sturm antrat, war eine Unsumme Dp;v DorbcrUtungsarbcit in den Stäben und an b?r Front bereits geleistet worden. In fast sechswöchiger, fieberhafter Tätigkeit hatte man in aller Heimlichkeit ungeheure Mengen von Munition und Waterial hinter der Angriffssront angehäust. hatte Truppen hercm- gesührt und alle Einzelheiten des Angriffs aufs sorgsamste und bis ins kleinste vorbereitet. 5>ie Oberste Heeresleitung entschloß sich zum Angriff über die Aisne in klarer Erkenntnis der ungeheuren Schwierigkeiten, die gerade in diesem Gelände die angretfeskde Truppe erwarteten, aber in vier Tagen waren die starken Stellungen auf dem Chemin des Dames durchbrochen, pie Hindernisse der Aisne und des Aisnefanals überwunden, unermeßliche Mengen aji Beute aller Qlrt und Gefangenen in Die Hände der Sieger gefallen unb die Marne erreicht. Aber es zeigte sich auch jetzt schon die Schwäche jeder Durchbruchsoperation. Es begann sich das Bild abzuzeichnen des weit in die feindlichen Linien vorgeschobenen Bogens, da die Angriffsflügel mit dem Vordringen des Zentrums nicht hatten Schritt halten können. Roch auf eine andere Sorge wcist der Verfasser des Buches in offenem Freimut hin, qus die bedenklichen Erscheinungen in der Disziplin der Truppe, die ihr inneres Gesüge doch nicht mehr als so unerschüttert erscheinen ließen, als man es bis dahin als selbstverständlich angenommen hatte. Trotz alledem aber war dex beabsichtigte Erfplg dieser Durchbruchsoperation am vierten Schlachttage, dem Höhepunkt der Ängriffshandlung. insofern bereits eingetreten, als dex Gegner gezwungen war, erhebliche Teile seiner Reserven in bie Schlacht zu werfen. Mit pem Erreichen der Marne schließt der erste Band des Werkes, dje
— lgeorg Rosen, Juden und Phönizier. Das antike Judentum als Missionsreligion und die Entstehung der jüdischen Diaspora. Neubearbeitet und erweitert von Friedrich Rosen und D. Georg Bertram, Professor an der Universität Gießen. I. C. B. Mohr (Paul Siebeck), Tübingen. In Ganzleinwand geb. 14 Mark. (61tz) — Die Arbeit knüpft an die These Renags gn: Das Judentum Religion und nicht Raffe. Sie weist in einer Untersuchung der Lebensbedingungen in Palästina und der Nachrichten über Zahl und Entstehung des Diasporajudentums in aller Welt — hier liegen vielfach persönliche Beobachtungen und Forschungen auf Reisen von Georg und Friedrich Rosen zugrunde — die Unmöglichkeit der Verbreitung der Juden durch Anwachsen und Kolonisation allein nach: nicht die Juden, sondern die jüdische Religion hat sich wesentlich durch Bekehrung vor allem der semitischen Bestandteile der hellemstisch-orientalischen Mittelmeer- roeft und der angrenzenden asiatischen Länder ausgebreitet. Die Phönizier, die den Juden auch kulturell am nächsten stehen, sind fast ganz durch das Judentum aufgesogen worden. Die erweiternde Bearbeitung bezieht sich im besonderen auf dje Darstellung der alltestamentlich-iüdischen Religion als Missionsreligion unter Berücksichtigung der Septuaginta und auf die Heranziehung der phönizischen Inschriften, sowie des jüdischen Materials, das in Inschriften ober auf Papyrus sich in Aegypten oder den römischen Katakomben hat gewinnen lassen.
— Einleitung in bas Alte Testament. Von Professor Dr. E. Sellin. 5. neubearbeitete Auflage. Leinenband 8 Wk- (Evangelisch-theologische Bibliothek.» Verlag Quellss & Meyer, Leipzig. — 436. — Dies Handbuch ermöglicht es jedem, sich rasch über den heutigen Stand der wissenschaftlichen Arbeit auf dem Gebiet der alttestamentlichen Forschung zu unterrichten. Durch seine gedrängte Kürze, bie geschickte und zuverlässige Einführung in die Problemstellung unb die lebendige Darstellung hat sich das Buch besonders für den Studierenden als hervorragend brauchbar erwiesen.
—' Schöpfung, Wandel und Wesen der Religion. Don Professor D. Karl Born hausen. Leinenband 12 Mk. Verlag Quelle L Meyer, Leipzig. — 439. — Börnhausen gibt hier eine umfassende Darstellung der Formengestalt und des Wandels aller Religionen, die für die Menschheit von Bedeu
tung wurde. 3m Anschluß an Schelling charakterisiert der Verfasser mit dem Wort Schöpfung treffend den eigentümlichen Charakter der Religion, dex sich am deutlichsten in ihren geschichtlichen Formen ausdrückt. Dementsprechend gibt Verfasser eine Geschichtsphilosophie der Religionen der Krde, wobei er mit sicherem Grif aus der unendlichen Fülle religionsgeschichtlicher Formen die wesenksichsten ausgewählt hat. Ueber diesen geschichtlichen Erscheinungsformen der Religionen erbaut sich eine Philosophie der Religion, die diese in Raum unb Zeit relativen Geltungen innerhalb der Geschichte wertet.
— Philipp Matthäus Hahn: CinLe- ben im Dien st am Königreich Gottes in Christus. Von Pfarrer stic. tfieol. 3 Rößle. Mit vier Bildtafeln. Ganzleinen 5,50 Mark. Quell-Verlag der Ev. Gesellschaft, Stuttgart. (457.) — Das Leben und Wirken des ebenso vielseitigen als tief gegründeten Mannes, der als Theologe wie als Wechaiiiker gleich Großes geleistet hat, hat Rößle unter gründlichstem Studium aller Quellen bargelegt. Rößle gibt uns aber auch eine mit wissenschaftlicher Treue unb Grünblichkeit aus den Schriften Hahns geschöpfte Darlegung der inneren Entwicklung des Theologen Hahn und eine eingehende Schilderung feiner theologischen Welt. 3n dankenswerter Weise werden uns dann wertvollste Abschnitte aus Hahns Briefen unh Werken in geschickter Auswahl geboten. Dem reiht sich ein eingehendes Quellenverzeichnis, ein Personen- und Sachregister. sowie eine Anzahl Erläuterungen an.
— Psr. I). Gustav Benz: Ich hin der Herr, dein Gott. Predigten aus den Jahren 1923-^-1929. Ganzleinen 6,80 Mark. Druck und Verlag von Friedrich Reinhardt in Basel. (626). — Die früheren Predigtbände des bekannten Basler Pfarrers haben sich einen großen Leserkreis im ganzen deutschen Sprachgebiet erworben. Das neue Predigtbuch hält wiederum, was man sich von ihm versprochen hat. Tiefe des Gefühls und des Missens, Belesenheit in der Literatur und eine reiche Lebenserfahrung treten uns überall wohltuend entgegen- Dabei spricht Benz fo schlicht und natürlich, daß sich sowohl der Gebildete als auch der einfache Mann angezogefl fühlen. Für Pfarrer, die geistig vjel ausgeben müssen, mir denken vor allem auch an diejenigen auf dem Lande, wird dieser neue Predigtband eine Quelle wertvoller Anregungen sein.
Meyers Lexikon.
— Metzers Lexikon. Siebente, völlig neu hegrbeitete Auflage. Lieber 160 000 Artikel ^nd Verweisungen auf etwa 21 000 Spalten L.ext mit rund 5000 Abbildungen, Karten und Plätten im Text; dazu etwa 755 besondere Dildertaseln (darunter etwa 100 farbige) unb 280 Kartenbeilagen imb Stadtpläne sowie 200 Text- Ustd statistische plehersichten. 12 Bände in Halbleber gebunden etwa 363 Mark. Verlag Bibliographie sches Institut AG. in Leipzig. — Don der siebenten Auslage des der Gegenwart angepaßten „Großen Weyer" ist nunmehx der elfte (vorletzte) Band erschienen, welcher bie Artikel von Seefeld bis Traum umfaßt. Mit diesem Bande wird jeder, der die übrigen zehn bereits besitzt, abermals eine wesentliche Bereicherung feiner Handbibliothek und seiner unentbehrlichen Rachschlagewerke zu verzeichnen haben. Der vorliegende Band entspricht der Gesamtanlage sowohl in der gebotenen Komprimierung der Stoss- Fülle gegenüber den Dorkriegsausgaben, wie auch in der Ergänzung und Anpassung des Materials gu den modernsten Stand der Forschung. Wie Stichproben ergeben, ist zum Beispiel bereits ein Artikel über den Tonstlm eingeschaltet: beim Artikel Südpol sind schon Byrds Flüge von 19i8 perzeichnet. Vielfach ist die Literatur aus dem 3ahre 1929 noch verzeichnet (z. B. in den Artikeln über Tanz, Totenmaske, Frank Thieß): zeitgemäß ist die ausführliche Behandlung des Sports, mit vorzüglichem Bildermaterial auf vier Tafeln. Daneben aber werden auch mit der wünschenswerten Ausführlichkeit behandelt die Artikel etwa über Shakespeare (Literatur bis 1929), spanische Malerei (mit zwei schönen Tafeln), Selbstbildnisse (zwei Tafeln: von Dürer und Ljonardo bis van Gogh und Kokoschka), Sprachstämme, Sternwarten, Straßenbau, Tauben, Teppiche. Theaterbau und Tiefseeforschung, — um nur einiges berauszugreisen. Vorzüglich ist auch das beigegebene Kartenmaterial (z. B. über die Südpolarländer, Spanien, Südafrika, und zu dem Artikel über Sprachstämme).
Politik und Geschichte.
- Fürstenbriefe an Rapolepn •- Herausgegeben von Friedrich M. Kircheifen. Zweiter (Schluß-) Band: Außerdeut'che Fürsten und Fürstinnen: Fürsten und Fürstinnen dem Hause Bonaparte. Mit 6 Bildnissen und 6 Brieffaksimiles. Leinenband 14 Wk. Verlag 3. G. Cotta. (721) — Dem vor kurzem erschienenen ersten Bande von F. M. KircheisenS großangelegter Sammln g „ Fürstenbriese an Ra-- poleon', der die interessantesten Schreiben deutscher Monarchen an den französischen Imperator enthält, folgt nunmehr ein zweiter mit einer Auswahl der Briefe, die einst außerdeutsche Fürsten und die Mitglieder bet' Familie Bona- varte an Rapoleon richteten. Das Wesentliche der Ereignisse, das diplomatische Spies der Kabinette wirtungskräftig herauszuheben und dje Tharattere der einzelnen Driefschreiber, ihre menschlichen Vorzüge und Schwächen ins hellste Licht zu rüden, ist dem verdienstvollen Rapoleon- sorscher auch hier wiederum gelungen. Diese ,. Fürstenbriese an Rapoleon" stellen vine historisch-politisch wie kultur-psychologisch bedeutende Publikation bar.
— D ie Reichsverfassung vom 11. August 1919. Voller Text mit Erläuterungen, geschichtlicher Einleitung und Gesamtbeur- teifung. Von Prof. Dr. O. Bühler. 3. Auflage. Geb. 3.00 Mk- Verlag von B. G. Teubner in Leipzig. (706) — Das Buch bringt nach einem geschichtlichen lleberblick die Reichsverfassung im Urtext mit ausführlichen Erläuterungen aller Ar- tikes. Ein größerer Schsuhabschnitt faßt dje Grundgedanken der Verfassung zusammen und gibt eine rein sachliche Beurteilung ihrer zehnjährigen Praxis, frei von jeder politische Stellungnahme. Einige wertvolle tabellarische Uebex- sichten über hie Landesverfassungen, Reichs- minifterie», Leichskahinette und Reichstagspar- teien beschließen den Band. 3n der Reuauflage sind die Grusidrechtsbestunmungen wesentlich eingehender erläutert und auch sonst hgt sich der Stoff entsprechend der Weiterentwicklung von Schrifttum und Rechtsprechung erheblich vermehrt.
— Prof. Dr. Georg Mehlis. Der Staat Mussolinis. Die Verw.rllichung des korporativen Gemeinschaftsgedankens, mit 21 Illustrationen nach Original-Photographien. Kartoniert 6,00 Mark, in Ganzleinen gebunden 8,00 Mark. Verlag C. Haberland. Leipzig. (22) — Cs ist heute wohl Pflicht eines jeden, der den geistigen unb politischen Strömungen der Gegenwart nicht interesselos gegenübersteht, sich mit der in der Geschichte in dieser, Foxm noch nie dagewesenen faszistischen Slaatsidee auseinander- zusetzen, die das Staatsgefühl des italienischen Volkes in ganz neuer eigenartiger Weife belebt hat, der es gelungen ist, die sozialen und Klassengegensätze zu versöhnen und zu Überbrüden unb so wertvolle Kräfte, die sich vorher im Klassen- kcunpf verbrauchten, produktiver Arbeit für den Stagi. für die Gesamtheit zuzuführen Ästl diesen Stgat unb die viel umstrittene Persönlichkeit seines geistigen Führers richtig beurteilen zu können, muß man das Werk des Duce und den Geist, der in seiner Schöpfung lebt, genauer len» neniernen. Hierzu aber läßt sich kein besserer Führer finden als Georg Mehlis, der vielseitig gebildete Philosoph, der als Deutscher in Italien das Werk ONussolinis heranreifen sah. mit deutscher Gründlichkeit alle Erscheinungen beobachtete und berufen ist, die Kräfte und Tendenzen des faszistischen Staates anschaulich zu machen.
Voung-Plan, Finanzen und Wirtschaft. Von Dr. 3. W. Reichert, M. b. R Preis 2,40 Mk. Verlag von Reimar Hophing in.Berlin SW 61 (6). — Dr. Reichert untersucht an Hand umfangreichen, einwandfreien amtlichen Zahlenmaterials die Velastung der verschiedenen Tributträger, nämlich pes Reichshaushalts, der Reichsbahn und 3ndustrie, und die gefährliche Tributauswirkung auf die Finanzlage des Reichs unb ber Wirtschaft, sowie bie Folgen für die deutsche Ausfuhr unb Währung. Besondere Untersuchungen widmet Dr. Reichert dem Zusammenhang zwischen Tributen unb Zinshöhe, ^»sichen Tributen und Arbeitslosigkeit, zwischen Tributen und Auslandverschuldung, sowie zwi- schep Tributen und Vplksvermogen. Während <1^ukreich nach dem Siebziger Krieg nur 2 .Prozent seines privaten Volksvermögens Kriegsentschädigung an Deutschland zu 6e« jablen brauchte, hat Deutschland 30 Prozent des
Romane und Novellen.
— Martin Deheim-Schwarzbach: Der kleine Myltke unb bie Rapier- f u n ft. Reclams Universal-Dibliothel Rr. 7040. Geh. 40 Ps.. geb. 80 Pf. (737; — Hier wird eines jener blamablen Abenteuer aesch ldert, in denen die Tragik der Kleinen unb Verschüchterten offenbar wird: eine unpathetische unb verschwiegene Tragik. Es ist ein Abenteuer, in dem der un- hcldlsche Mensch sich zum äußersten Maß von Heroismus durchringt, dessen er fähig ist; in dem er, ber Würdelose, an Würde gewinnt. Das Leben wird hier so geschildert, wie es dem Autor erscheint: nicht groß und machtvoll daher- rguschend, in einem gradlinigen Fluß, ww es die Pathetiler darzustellen lieben, sondern ganz klein, voller Winz ger Geringsügigk.iten und fd>il ernbet Avancen, angefüllt mit ernstgenommenen Lächerlichkeiten und Rutzlosigkeiten. Die Charaktere, die darin erscheinen, werben auf solche Weise voll und ganz sichtbar: es wird kein Lebenslauf erzählt, sondern ein Ausschnitt: dieser aber ist so vieldeutig, daß alle die Fülle unb Dunthett des Menschen sich enthüllt.
— Carl Marquard Sauer: Kinder aus dem Heiligen Geist. Eine Erzählung aus der guten alten Zeit. Bearbeitet von Johannes Leonhard. 173 Seiten 8°. Preis 3,00 Mark. — Verlag: Gutenberg-Druderei, Mainz, 1929. (5) — In der Erzählung werden die Bewohner des Mainzer Hauses zum „Heiligen Geist" unb das Leben und Treiben in ihm, wie es sich vor 100 Jahren abgespielt hat, geschildert. Auch die aufgeregte Zeit des letzten Kurfürsten und der Rapvleonskriege wirb gestreift. In einer spannenben Handlung werden uns die Erlebnisse eines jungen Studenten geschildert, ber sein Studium aufgeben unb die Laufbahn eines Privatlehrers ergreifen muß. Der Verfasser hat jn diesem Werk sicher ein kleines Stück Autobiographie gegeben; denn er selbst-war lange Jahre in Wien und Triest Privatlehrer gewesen.
— Sigfrid Siwertz: Jonas und der Drache. Roman. 330 Seiten. Aus dem Schwedischen übertragnen vpn Heinrich Goebel. Geh. 5 Mk., Ganzleinen 7 Mk. Buchausstattung von Prof. Stcincr, Prag. Carl Schünemann, Verlag, Bremen. (741) — Ein Gelehrter trennt sich von seiner Wissenfchaft und ergreift den Beruf eines Zeitungsredakteurs. Hier findet er, was er suchte, nämlich praktische Tätigkeit, immer neue Arbeit, kurz das Leben! Aber er muh erfahren, daß sein Herz in ber Hetzjagb bes Tages leer unb unbe- friebigt bleibt. Zwischen zwei Frauen gestellt, bie die beiden Seiten seines Wesens unb zugleich bie Phasen seiner Entwicklung symbolisieren, sinbet er nicht bie Rücksichtslosigkeit, sich von ber Mutter seines Kindes zu trennen, um der neuen höheren unb beglücken deren Liebe zu folgen. Er zerbricht zuletzt an ber Unrast, bie sein Berus unb bie Unausgeglichenheit in feinem Innern Hervorrufen.
Erziehung und Unterricht.
— Das deutsche Bildungsideal der Gegenwart in geschichtsphilosophischer Beleuchtung. Von Prof. Dr. E. Spränger. 2. Auflage. 3n Leinenband Mk. 4. Verlag Quelle & Meyer, Leipzig. (449) Wie läßt sich vom geschichtspilosophl- fdjen Gesichtspunkt aus das brutsche Bildungsideal normieren? Diese Frage von allgemein kulturellem Interesse bildet den Ausgangspunkt dieser geistvollen Untersuchung, bie als eine erste Einführung in die Pädagogik der Gegenwart bezeichnet werden kann.
— Unser Deutsch. Don Geheimrat Professor Dr. F. Kluge. Fünfte Auflage. 21, bis 25. Tausend. Reubearbeitet von Professor Dr. A. Götze. 126 Seiten. Gebunden 1,80 Mark. (Sammlung Wissenschaft und Bildung). Verlag von Quelle & Meyer, Leipzig. (553) — Kluges Einführung in die Wuttersprache hat sich längst als ein zuverlässiger Wegweiser durch die Werkstatt peutscher Sprachsch5p,ung erwiesen, den heute unsere Studenten der Germanistik genau so wenig missen möchten wie die gebildete Laienwelt, die sich für sprachgeschichtliche Dinge interessiert. Es ist daher freudig zu begrüßen, daß ber Gießener Germanist, Professor Götze, die Neubearbeitung dieses ausgezeichneten Bändchens übernommen hat unb jetzt eine in vielen Einzelheiten verbesserte Auflage vvrlegt. Er betont mit Recht, baß kaum eine Einführung in die Muttersprache bei aller musterhaften Sorgfalt im Kleinen die großen Gesichtspunkte so unbedingt wahre, wie das vorliegende Buch, dessen ungeheueren Reichtum ein weiter Hintergrund harmonisch umspanne. 3n der Tat hat Kluge hier aus seinem reichen Wissensschah eine schier unendliche Fülle von Dingen mitgeteilt, die ein vertieftes Der- -ständnis unserer Muttersprache ermöglichen. Er beschränkt sich dabei keineswegs auf sprach- gefchichtlich interessante Fragen, wie die fprach- liche Stellung der Germanen unb bie Entstehung ber Schriftsprache, sondern er gibt — unb bas macht den besonderen Reiz dieses Büchleins aus — sehr viel kulturgeschichtlich Wertvolles, wie bie Standes- unb Berufssprachen, bie Stubenten-, Seemanns- unb Weibmannssprachen. In ihnen wirb ein gut Teil echt deutschen Volkslebens lebendig. Dgbei vermeidet Verfasser jede trockene Untersuchung und Zusammenstellung zugunsten einer lebensvollen Darstellung, die die Lektüre dieses Büchleins zu eigenem Genuß werden läßt.
— C h a r af t er b e g r i f f und Charaktererziehung. Don Geh. Oberstudienrat Professor Dr. Dr. e. h. G. Kerschen st einer. Dierte verbesserte Auslage. Geh. 5, geb. 6,40 Mk. Derlag von B. G. Teubner ip Leipzig und Berlin 1929. (521) — Der Verfasser stellt sich als erste Aufgabe, den Begriff „Charakter" sicher zu umreißen; wertfrei im Sinne der Individualität, wertbetont im Sinne gemeinschaftlicher Wil- lensgrundsäyc. Zu den Ternperaments- unb 3n- divibualitätsthpen der älteren und neueren Forschung wird Stellung genommen. Als Hauptaufgabe ergibt sich: „zu untersuchen, welcher Bestand an psychischen Kräften als Anlage vorhanden sein muh, damit überhaupt ein Charakter sich entwickeln kann." Don hier aus gewinnt , Kerschensteiner Richtlinien, „an welche sich so- i wohl die Familienerziehung als auch die Schulerziehung, als endlich auch bie Selbsterziehung ju halten hat, damit die Charakterbildung «Ü Erfolg in Angriff genommen werden tarai.‘r
iedjner End) f)qj> I Mage. Der Benin I )n eswa 350 Mark. I wurde dem Rechner' irach man die Et* ebedien Assjt« eitplo^es. ßf Statt Hungen ge-
n twe MMr zu itmächüzi, Angebole einzuholen und die luMrbeitung vorzu- hessischen Reit- und iel.
Redaktion?^
5 17 Uhr. Samstag


