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Verabschiedung den

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Jugend und Kaszismus (Line Antwort an den Papst.

Rom, 21. Ian. ($11.) Das Defehlsblatt ___

Faszistischen Partei besaht sich mit der Bedeu­tung der Iugend in der Partei und im Staat. Der Faszismus, erklärt das Befehlsblatt, beab­sichtigt, eine Herrschaft der Iugend zu bleiben. So würden in Zweifelsfällen unter 30-

und 40jährigen bei gleichen Verdiensten erstere vorgezogcn. Auch die Stoßtrupps hätten sich aus jungen, teilweise jugendlichen Elementen zu­sammengesetzt. die sich zu schlagen verstünden und

Vas hessische Hebammengesetz

Aus dem Gesctzgebungsausschutz des Landtags.

WHP. Darmstadt, 21. Jan. Der Gesetzge­bungsausschuß des Hessischen Landtags begann mit der Beratung des Gesetzes über das Hebammen­wesen. Von verschiedenen Seiten wurden Bedenken über die Verabschiedung geäußert, da doch mit der

gleichen zu können, so daß entgegen anders lau­tenden Meldungen ein sehr wesentliches Defizit für die nächsten Jahre aus 1929 nicht entstehen wird. Selbstverständlich wird der Reichsfinanzminister sei­nen Etat für 1930 ebenfalls entsprechend der Wirt­schaftslage auf den herabgesetzten Sollziffern für die Steuereingänge aufbauen. Damit erfährt diese un­selige und unheilvolle Etatspolitik, die auf einer UeberschätzungderSteuereingänge be­ruhte endlich ein Ende. Inzwischen ist auch über das Defizit des Jahres 1928, das in der Hohe von rund 150 Millionen offen geblieben war, eine Entschei­dung gefallen. Man hat es nicht in den Nachtrags­etat für 1929 eingesetzt, sondern wird es, entsprechend den Haushaltsbestimmungen, er st im kommen­den Etat decken. Sofort noch Verabschiedung des Nachtragshaushaltes im Reichsrat, der seine Be­ratungen jetzt beginnt, wird der Reichstag sich mit dieser Materie beschäftigen.

Ein Roggenbrotgesetz?

Zur Stützung

des innerdeutschen Roqgenmarktes.

Berlin, 22.Jan. (Priv.-Tel.) Wie der Demo­kratische Zeitungsdienst erfährt, schweben in Re- gierungskreisen Erwägungen, den Roggenpreis durch Schaffung eines Roggenbrotgesetzes zu heben. Die Stützung des innerdeutschen Rog- genmarttes ist nach wie vor eine der dringend­sten Aufgaben, und das um so mehr, da trotz der Zollerhöhungen der Roggenpreis er­neut gefallen ist. Bei den gegenwärtigen Er­wägungen wird an eine Maßnahme gedacht, wie sie vor kurzem bereits in M ü n ch e n durchgeführt wor­den ist. Der Geschmack der Verbraucher an Roggen­brot soll dadurch gefördert werden, daß man Vor­sorge trifft, daß das Roggenbrot an Stelle des üblichen aus gemischtem Mehl bestehenden Schwarz­brotes als reines Roggenbrot in den Handelgebracht wird, und zwar dürsten diesem Roggenbrot höchstens 5 v. H. von anderem Mehl bei­gemengt werden Ein solches Roggenbrot wird durch eine Siegelmarke als Marken- brot gekennzeichnet sein. Eine Entscheidung über die geplanten Maßnahmen ist noch nicht '

st en entstünden. Von Regierungsseite wurde das bestritten, so daß der Ausschuß beschloß, in die Beratung des Gesetzes einzutreten.

Der Minister des Innern erklärte, der Gesetzent­wurf sei auf Antrag des Landtages und des Heb­ammenvereins zur Verbesserung der sozialen Ver­hältnisse der Hebammen eingebracht worden.

In der Einzelberatung wurde bei Artikel 6 auf oolksparteilichen Antrag beschlossen, daß die Heb­amme n b e z i r k e durch die Kreisämter auf Be­schluß des Kreisausschusses eingeteilt werden. Ar­tikel 8, daß die Hebamme bei der Ausübung ihres Berufs auf ihren Bezirk beschränkt ist, und daß sie außerhalb ihres Bezirks nur in Not­fällen ober in Stellvertretung einer verhinderten zu­ständigen Hebamme mit Zustimmung des Kreis­amtes Hebammendienfte verrichten darf, wurde g e - strichen. Der Artikel 13 wurde auf volkspartei­lichen Antrag dahin geändert, daß für die Erteilung und die Rücknahme der Niederlassungsge­nehmigung das Kreisamt des Hebammenbezirks nach Anhörung der in Frage kommenden Gemeinde­vertretungen zuständig ist. Gegen die Entscheidung des Kreisausschusses steht nunmehr allen Beteiligten das Recht der Beschwerde an den Innenminister zu.

Das Reichsbeamien Besoldungsgesetz.

Berlin, 21. Ian. (DDZ.) Der Beamten - ausschuß des Reichstags berät gegenwärtig die Ausführungsbestimmungen zum Reichsbeamtenbesoldungsgeseh, die ihm die Re­gierung zur Kenntnisnahme vorgelegt hat. Aen- derungen kann der Ausschuß von sich aus nicht vornehmen, er hat jedoch bei der ersten Lesung im Januar 1929 der Regierung Aenderungs- wünsche unterbreitet. Diese sind inzwischen, wie sich jetzt bei der zweiten ßcfung heraus stellt, zum Teil berücksichtigt worden. So soll z. B. zur Verbesserung des Besoldungs­dienstalters für Schwerkriegsbe­schädigte deren Altersgrenze um je ein Jahr herabgesetzt werden. Bei Festsetzung der D i e n st - Wohnungsvergütung soll die Beamten­vertretung gutachtlich Mitwirken. Den Versor­gungsanwärtern soll der ein Jahr über­steigende Vorbereitungsdienst ange­rechnet werden.

fallen.

Oie deutsch-polnischen Roggenexporibesprechungen.

Warschau, 21. Jan. (WB.) Die deutsch-polni­schen Roggenexportverhandlungen haben bisher zu keinem Ergebnis geführt. Dr. Baade hat gestern Warschau verlassen. Der polnischen Seite ist es freigestellt worden, das deutsche Ange­bot auf gemeinsame Exportorganisa­tionen und Abnahme einer größeren Roggenmenge noch in dieser Woche anzu- nehmen. Jedoch haben beide Seiten sich s e l b st ä n - d i g c Roggenexportmaßnahmen vorbehalten. In pol­nischen Landwirtschaftskreisen besteht die Neigung, die deutschen Vorschläge anzunehmen, da man die polnische Exportorganisation nicht für stark genug hält, um den Konkurrenzkampf mit Deutschland auszunehmen, während der polnische Ge­treidehandel infolge der Vorteile, die ihm gegenwärtig durch das Softem der Exportprämie zufallen, dem deutschen Angebot ablehnend gegenübersteht.

OeflerreW Erfolg aus der Haager Konferenz

ne irgendeine

g Oesterreichs Generalpfand-

reruni

von den Reparationen und vom

Konferenz habe

Vertretern worin es u. a.

Auch des den die eine

im Auto davongefahren war.

Der Bunt cs Kanzler gab den der Presse eine (Srflärung, heißt:

Der Abschluß der 2. Haager

Vor einigen Tagen war es an der Grenze zwischen Bolivien und Paraguay zu einem Zwischenfall gekommen. Eine bolivianische Patrouille hatte eine paraguahanische Truppen­abteilung in der Rähe von Puerto Casado an­gegriffen, wobei es einen Toten gab. Der Ge­schäftsträger Paraguays in Washington befürch­tet. daß ein Konflikt unmittelbar bevorstehe. Seine Regierung habe ihm zur Kenntnis gebracht, daß der bolivianische Oberbefehlshaber, General Kuntz, den allgemeinen Angriff auf die paraguahanische Grenze befohlen habe.

befriedigende Lösung erzielt worden. Jeder, der an der Konferenz teilnahm, habe das Empfinden gehabt, daß ihre Arbeit sehr erfolgreich ge­wesen sei.

Geheimrat Payer, der Senior der schwäbi­schen Demokratie, früher Vizekanzler im Kabinett Max von Baden, hat infolge des Eintritts öer Demokraten in die Regierung Bazille seinen Austritt aus der Demo­kratischen Partei in Württemberg erklärt. Mit ihm sind auch noch die übrigen Mitglieder der Familie Payer aus der Partei ausgetreten

1. die Frage der Reparationen,

2. das damit zusammenhängende General- pfandrecht und

3. die Liquidierung der Vergangenheit.

Auch die Tschechoslowakei und Ru­mänien hätten dank der Unterstützung der

Der bisherige amerikanische Botschafter in Berlin, Dr. S y u r m a n ist nach Hamburg ab« gereift. Zum Abschied hatten sich fast das gesamte diplomatische Korps sowie Vertreter des Auswärtigen Amts und sämtlicher anderer Be­hörden eingefunden. Für den Reichspräsi­denten v. Hindenburg überbrachte Staats­sekretär Dr. Meißner, für den Reichskanzler Staatssekretär Dr. Pünder Abschiedsgrühe.

Schober

Glücklicheres Oesterreich.

Der Vorsitzende der Deutschnationalen Volks­partei, Hugenberg, soll durch dritte Personen an die Abgeordneten Schlange-Schönin­gen und von Keudell eine Ginladung zu einer nochmaligen Rücksprache haben ergehen lassen. Schlange-Schöningen habe abgelehnt. Der frühere Reichsinnenminister von Keudell habe mit Rücksicht auf den Deutschnationalen Landesverband seines Wahlkreises die Hugen- bergsche Einladung angenommen. Die Aus­sprache soll vor dem 28. Ianuar erfolgen, an welchem Tage die Volkskonservative Vereinigung mit einer Kundgebung im früheren Herrenhaus vor die breitere Oeffent- lichkeit tritt.

Reichsminister Dr. C u r t i u s erstattete heute nachmittag dem Herrn Reichspräsidenten in ausführlichem Vortrag Bericht über d i e Ver­handlungen der Konferenz im Haag. Der Herr Reichspräsident sprach nach Entgegen­nahme des Berichts dem Reichsaußenminister Dr. Curtius und der deutschen Delegation seinen Dank und seine Anerkennung für ihre Arbeit und ihre Haltung aus.

Aach einer Meldung aus Mainz verlautet von unterrichteter Seite, daß der Reichspräsi- dent die Absicht habe, nach der Räumung der 3. Zone in der ersten Woche der Befreiung der 2. und 3. Zone einen Besuch a b z ust a t -- ten. Die Desuchsreise sei so geplant, daß die Städte Aachen. Trier, Koblenz, Mainz und Speyer vom Reichspräsidenten besucht werden sollen.

harmlosem Charakter angenommen, mit Bezug auf die Verschiebung Transfers von Annuitäten für Fall, daß ein derartiger Transfer für deutsche Währung nachteilig fein könnte, sei

Aller Reparaiionslasten frei. - Jubelnder Empfang des Bundeskanzlers in Men.

ür Oesterreich einen großen Erfolg insofern gebracht, als endlich drei wichtige, die Entwick­lung Oesterreichs auf das schwerste behindernde Fragen gelöst worden sind:

Meine politische Nachrichten.

Das ehemalige Grohherzogspaar von Hessen, Grobherzog Ernst Ludwig und Großherzogin Eleonore feiern am 2. Februar das Fest ihrer silbernen Hochzeit. Großherzogin Eleonore ist eine geborene Prinzessin von Solms- Hohensolms-Lich, der Ehe entsprossen zwei Sohne, der 1906 geborene ehemalige Crbgrohherzog Georg und der 1908 geborene Prinz Ludwig.

'Der neue Botschafter der Vereinigten Staa­ten für Deutschland, ©adelt und Frau, werden Mittwoch mit dem DampferPresident Har- dina" über Plymouth, London, Hoeck van Hol­land nach Deutschland abreisen. Bot­schafter Sackett gedenkt etwa am 5. Februar in Berlin einzutreffen.

Der Führer der deutschen Sa ar de le- ga t ion, Staatssekretär a. D. Dr. von Simfon ift zur Fortsetzung der deutsch-französischen Saar- verhandlunaen wieder in Paris einge- troffen. Er hatte bereits eine erste Besprechung nut dem Führer der französischen Delegation, Minister Pernot.

Wien, 21. Ian. (TU.) Bundeskanzler Schober ist am Dienstagabend mit der österreichischen Abordnung aus dem Haag in Wien eingetroffen. Auf dem Wiener Westbahnhof hatten sich sämtliche Mit­glieder der Regierung, zahlreiche 'Sun» desräte, Rationalräte und Wiener Gemeinderäte der bürgerlichen Parteien versammelt, außerdem Vertreter der meisten Behörden, der Wirtschaft und viele Offiziere. Als der Zug in die Halle einsuhr, spielte die Regimentsmusik die neue Dundeshymne, deren zweüc Strophe der Wiener Männer-Gesangverein fang. Richt endenwollende Heil- und Bravorufe empfingen den Bundeskanz­ler und die Abordnung. Vizekanzler D a u g o i n begrüßte den Bundeskanzler mit einer An- prache, in der er u. a. sagte:Durch Ihre zähe Ausdauer haben Sie es auf der Haager Konferenz durchgesetzt, daß Oesterreich be­dingungslos befreit wurde von den Re­parationen und von dem Generalpfandrecht. Sie haben damit die staatsfinanzielleSou- Deränilät Oesterreichs wiederherge­stellt.

In seiner Erwiderung erklärte Schober, daß das Verdienst für das glückliche Ergebnis im Haag nicht allein ihm gebühre, sondern auch einen Vorgängern, die alle gearbeitet hätten, um dieses Ziel zu erreichen. ..Ich danke dem Herrgott." sagte Schober,daß er die Oester­reicher nicht vergessen hat, und daß er gefunden hat. es sei höchste Zeit, daß unser Land befreit wird. Ich habe im Haag erklärt, daß ein Land, mit etwa 300 000 Arbeitslosen nicht imstande ist, einen Heller ins Aus­land zu zahlen. Die Mächte haben Oester­reich wieder großes Vertrauen geschenkt und ihre Sympathien haben es ermöglicht, daß wir heute rei sind von Reparationen und vom General- Pfandrecht und daß alles übrige gegenseitig ge­strichen wird. Wir sind ein freier Staat und wollen als freies Volk nun an die Arbeit gehen, um die wirtschaftliche Lage so zu gestalten, wie wir es alle wünschen." Schober schloß mit den Worten:Ietzt aber gehen wir an die Arbeit!"

Der Bundeskanzler begab sich dann in den ehemaligen Hofwarkesalon, wo er sich von den vielen zu seinem Empfang erschienenen Persönlich­keiten verabschiedete. Als er das Bahnhofs­gebäude verlies, brach die unübersehbare viel­tausendköpfige Menge, die sich vor dem Bahnhof versammelt hatte, in stürmische Rufe aus, die erst lange danach verstummten, nachdem er

Großmächte den Argumenten der österreichischen Delegation keinen weiteren Wider­stand entgegengesetzt und o h n Entschädigung der Befrei

recht zugestimmt. Die Verhandlungen gestalteten sich deshalb schwierig, weil bis in die letzten Tage das österreichische Problem mit der un­garischen Frage eng verknüpft war und es kaum möglich schien, diese Verbindung zu lösen. Aber auch das sei schließlich gelungen. Wie die Reue Freie Presse" meldet, wird Bundeskanzler Schober die feit längerer Zeit beabsichtigte Reise nach Rom am 31. d. M. antreten. Wäh­rend des Besuches des Bundeskanzlers in Rom werden Konferenzen über noch schwebende finan­zielle und handelspolitische Fragen stattfinden. Der Besuch Schobers in Berlin dürfte Mitte Februar erfolgen. Mit dem deutschen Außenminister Dr. C u r t i u s hat Bundeskanzler Schober im Haag wiederholt eingehenden Ge­dankenaustausch gepflogen.

Gnowden hochbefriedigi.

Ter britische Schatzkanzler zeigt sich sehr optimistisch.

London, 21. Jan. (WB.) Snowden, der heute von der Haager Konferenz zurückgekehrt ist, erklärte sich in feiner Unterredung als h o ch b e f r i e - digt von den Ergebnissen der Konferenz, die alle feine Erwartungen übertroffen hätten. Er sagte, die Frage der Reparationen sei im Haag seiner Meinung nach auf eine durchführbare Grund­lage gestellt worden, so daß jedem Lande ein Gefühl der Befriedigung verliehen werde. In den Punkten, die auf der Konferenz vom letzten August zwischen den Gläubigerregierungen und Deutschland unge­regelt blieben, sei eine Vereinbarung erzielt worden. Die vier ober fünf Fragen, die im Zusammenhang mit den deutschen Annuitäten zu einer beträchtlichen Erörterung führten, wurden in einer Weise geregelt, daß bei der deutschen Delegation kein Gefühl der Unzufriedenheit zurückblieb. Es sei ein Abkommen getroffen worden, wonach sich die deutsche Regierung vom Auslandgeld­markt fernhalten werbe, bis die e r ft e Mobilisierungsbemühung erfolgt sei. In bezug auf bie Sanktionen hätten bie Deut­schen ein Memoranbum von ziemlich

Aus aller Welt.

Slrafanlräge im Koblenzer Bestechungsprozeh.

Im Koblenzer Eisenbahnbestechungsprozeß began­nen die Plädoyers. Der Staatsanwalt beantragte, nachdem er bie Richter ermahnt hatte, das Wort wahr zu machen, baß im neuen Reich kein Raum für Korruption sei. und daß sehr strenge Strafen unter Ausschluß aller mildernder Umstände am Platze seien, gegen sechs der ange- klagten Reichsbahnoeamten Z u ch t h a n s ft r a s e n wegen aktiver bzw. passiver Bestechung, Amtsunter­

im Liktorenzeichen zu sterben wüßten. Der Faszis- mus beabsichtige, geistig die ganze italiemsche Iugend vorzubereiten. Aus ihr müßten die leiten­den Schichten des faszistischen Italiens von mor­gen hervorgehen. Zu diesem Zweck feien neben der bürgerlichen Miliz der Partei die Iugend- verbände, die Abteilungen der Iungmannen und die faszistischen älniversitätsabteilungen gegründet worden. Manneszucht gehöre zu den ober­sten Rotwendigkeiten der faszistischen Revolution. Die Iungen mühten mehr als alle anderen ge­horchen, um das Recht oder vielmehr die Pflicht zum Kommandieren zu erwer­ben. Diese Aeuherungen in dem Befehlsblatt der Faszistischen Partei sind zum Teil auch als Antwort auf die Enzyklika des Pap­stes über die Erziehung der Iugend zu werten, insofern, als hier nochmals die faszistische Auf­fassung über das Vorrecht des Staates hinsichtlich der Iugenderziehung zum Ausdruck kommt.

Im Alter von fast 70 Jahren starb an einem Herzleiden der ehemalige fozialdemokratische Reichstagsabgeordnete Dr. Max Quarck. Quarck war Redakteur derFrantsurter Zeitung" bis zum Iahre 1891. Run trat er zur Sozialdemo­kratie über und übernahm 1893 die redaktionelle Leitung derFrankfurter Volksstimme", die er bis zum Iahre 1917 innehatte. 1912 wurde Quarck als Vertreter der Stadt Frankfurt a. M. in den Reichstag gewählt.

schlagung, schwerer Amtspflichtvertetzung von ein bi» 2% Jahren und gegen einen Beamten wegen Amts- Pflichtverletzung sechs Monate Gefängnis, gegen den Kaufmann Anton Dunkel wegen akttoer Bestechung und Betrugs zwei Jahre Gefängnis, gegen Kuhnen wegen aktiver Bestechung neun Monate Gefängnis und gegen Jakob Dunkel wegen Beihilfe 300 Mark Geldstrafe.

Erneute Aufrollung des halsmanu-prozesfes.

Der Wiener Kassationshof begann die Ver­handlung der zweiten Richtigkeitsbeschwerde des wegen Totschlages an feinem Vater vorn Innsbrucker Schwurgericht zu vier Iahren schweren Kerkers verurteilten Studenten PHÜipp Halsmann. Das Urteil ist am Donnerstag zu erwarten.

Die Arbeils- und Lohnverhättnisfe bei Ford in Köln.

In einer Unterredung eines Vertreters der Kölnischen Zeitung" nut dem Generaldirektor Heine der Deutschen Fordgesellschaft äußerte sich dieser über die Lohn- und Arbeits­verhältnisse der Arbeiter in der in Aus­sicht genommenen Kölner Fordniederlassung u. a.: Es ist ebensogut möglich, daß to-it m i t nur 800 Mann Belegschaft beginnen, und wir nicht gleich zu Anfang 1500 einstellen werden. Auf jeden Fall werden wir jedem Arbeiter einen Mindest lohn von 16 Mark am Tage zahlen, steigend bis 24 Mark täglich. Es stimmt auch, daß wir in unserem Kölner Betriebe die 5 - T a g e - Arbeitswoche einsühren werden (40 Ar­beitsstunden in der Woche)."

Schwere Zuchthausstrafe für Bankräuber.

Das Schöffengericht Braunschweig verhandelte gegen vier Bankräuber, die Ende vorigen Iahres zwei Sparkas'senzweig stellen in Braun­schweig mit Waffengewalt überfallen und mehrere tausend Mark geraubt hatten. Das Urteil lautete gegen Bernhard Polchck wegen schweren Raubes im Rückfalle auf zehn Iahre Zuchthaus, gegen Emanuel Polcyck, Wollnh und Banhsch wegen schweren Raubes auf je sechs Iahre Zuchthaus. Gegen alle vier wurde Polizei­aufsicht als zulässig erflärt.

Autounglück auf der Sternfahrt RigaMonte Larlo.

Der Teilnehmer an der internationalen Sternfahrt Riga Monte Carlo, Rennfahrer Saufet aus Innsbruck, übe r f u h r in der Gegend von Kell- mienen mit 95 Kilometer Stunbcnaeschwinbigkeit einen großen Schäferhund. Durch den An­prall löste sich bie Stoßstange und geriet in bas linke Dorberrab, so baß der Wagen sich um fast 90 Grad drehte und im Weiterrasen eine A n - zahl Bäume umriß. Die beiden im Fonds sitzenden Mitfahrer wurden herausgerissen und schwer verletzt. Saufet und sein Chauffeur blie­ben unverletzt.

(Erfennungenummem für Wasserfahrzeuge.

Im Reichsverlehrsministerium finden zur Zeit Verhandlungen statt, deren Ziel eine R e u - orbnung auf allen Gewässern ist. Es hat sich herausgestellt, daß der ständig wachsende Verkehr auf dem Wasser einer Reuregelung bedarf, die geeignet ist, die Sicherheit der Berufsschiffahrt, die gefährdet erscheint, wiederherzustellen. Zu diesem Zweck wird eine Reglementierung aller Wasserfahr­zeuge vorgenommen werden. Genau wie jedes Wttomobil soll künftig jedes Wasserfahr­zeug eine Nummer erhalten, so daß bei jeder Störung des Wasserverkehrs der Uebet- täter sofort erkannt werden kann.

OWOlKenios o neuer ®naib bedecti ® wolkig. ® Gedeckt. Regen, Schnee Graupeln. e Nebel K 6ewit'er.(g)Windstiile.<>-. sehe leichte» O$i -nassige» Südsüdwest b stürmische- Nordwest Die Piene fliegen mit dem winde. Die beiden Stationen stenenoen Zah­len geben die Temperatur an. Die Linien verbinden Orte mit.gleichet* aut neeresniveau umoerechneten Luftdruck

Wcttcrvo cauefage.

Das neue Fallgebiet mit seiner ausgedehnten Südseite erstreckt sich von Island bis über die britischen Inseln und bringt dort erneutes Schlechtwetter. Heber Zentraleuropa hat der Hochdruckeinsluh unvermindert standgehalten. Er wird auch fortbauern, und die Ausläufer der Störung dürften wahrscheinlich in unserem Be­zirk nur Bewölkung, leichte Milderung und ganz vereinzelt Riederschläge verursachen.

Wettervoraussage für Donnerstag: Fortdauer des nebligwolkigen, zeitweise aufklarenden Wetters, Temperaturen noch wenig verändert, spä­ter mehr im nördlichen Teile etwas Milderung und Niederschlagsneigung.

W i t t e r u n g s a u s s i cht e n für Freitag: Bewölkt mit Aufheiterung, Temperaturen schwan­kend und nur vereinzelt etwas Niederschläge.

Lufttemperaturen am 21. Januar: mittags 3,3 ®rab Celsius, abends 1,8 Grab: am 22. Januar­morgens 1 Grab. Maximum 4,6 Grab, Minimum 0,6 Grab. Erbtemperaturen in 10 cm Tiefe | am 21. Januar: obonbs 0,3 Grad: am 22. Januar: morgens 0,6 Grad Celsius.

Sie Wetterlage.

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