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Verabschiedung den
der
Jugend und Kaszismus (Line Antwort an den Papst.
Rom, 21. Ian. ($11.) Das Defehlsblatt ___
Faszistischen Partei besaht sich mit der Bedeutung der Iugend in der Partei und im Staat. Der Faszismus, erklärt das Befehlsblatt, beabsichtigt, eine Herrschaft der Iugend zu bleiben. So würden in Zweifelsfällen unter 30-
und 40jährigen bei gleichen Verdiensten erstere vorgezogcn. Auch die Stoßtrupps hätten sich aus jungen, teilweise jugendlichen Elementen zusammengesetzt. die sich zu schlagen verstünden und
Vas hessische Hebammengesetz
Aus dem Gesctzgebungsausschutz des Landtags.
WHP. Darmstadt, 21. Jan. Der Gesetzgebungsausschuß des Hessischen Landtags begann mit der Beratung des Gesetzes über das Hebammenwesen. Von verschiedenen Seiten wurden Bedenken über die Verabschiedung geäußert, da doch mit der
gleichen zu können, so daß — entgegen anders lautenden Meldungen — ein sehr wesentliches Defizit für die nächsten Jahre aus 1929 nicht entstehen wird. Selbstverständlich wird der Reichsfinanzminister seinen Etat für 1930 ebenfalls entsprechend der Wirtschaftslage auf den herabgesetzten Sollziffern für die Steuereingänge aufbauen. Damit erfährt diese unselige und unheilvolle Etatspolitik, die auf einer UeberschätzungderSteuereingänge beruhte endlich ein Ende. Inzwischen ist auch über das Defizit des Jahres 1928, das in der Hohe von rund 150 Millionen offen geblieben war, eine Entscheidung gefallen. Man hat es nicht in den Nachtragsetat für 1929 eingesetzt, sondern wird es, entsprechend den Haushaltsbestimmungen, er st im kommenden Etat decken. Sofort noch Verabschiedung des Nachtragshaushaltes im Reichsrat, der seine Beratungen jetzt beginnt, wird der Reichstag sich mit dieser Materie beschäftigen.
Ein Roggenbrotgesetz?
Zur Stützung
des innerdeutschen Roqgenmarktes.
Berlin, 22.Jan. (Priv.-Tel.) Wie der Demokratische Zeitungsdienst erfährt, schweben in Re- gierungskreisen Erwägungen, den Roggenpreis durch Schaffung eines Roggenbrotgesetzes zu heben. Die Stützung des innerdeutschen Rog- genmarttes ist nach wie vor eine der dringendsten Aufgaben, und das um so mehr, da trotz der Zollerhöhungen der Roggenpreis erneut gefallen ist. Bei den gegenwärtigen Erwägungen wird an eine Maßnahme gedacht, wie sie vor kurzem bereits in M ü n ch e n durchgeführt worden ist. Der Geschmack der Verbraucher an Roggenbrot soll dadurch gefördert werden, daß man Vorsorge trifft, daß das Roggenbrot an Stelle des üblichen aus gemischtem Mehl bestehenden Schwarzbrotes als reines Roggenbrot in den Handelgebracht wird, und zwar dürsten diesem Roggenbrot höchstens 5 v. H. von anderem Mehl beigemengt werden Ein solches Roggenbrot wird durch eine Siegelmarke als Marken- brot gekennzeichnet sein. Eine Entscheidung über die geplanten Maßnahmen ist noch nicht '
st en entstünden. Von Regierungsseite wurde das bestritten, so daß der Ausschuß beschloß, in die Beratung des Gesetzes einzutreten.
Der Minister des Innern erklärte, der Gesetzentwurf sei auf Antrag des Landtages und des Hebammenvereins zur Verbesserung der sozialen Verhältnisse der Hebammen eingebracht worden.
In der Einzelberatung wurde bei Artikel 6 auf oolksparteilichen Antrag beschlossen, daß die Hebamme n b e z i r k e durch die Kreisämter auf Beschluß des Kreisausschusses eingeteilt werden. Artikel 8, daß die Hebamme bei der Ausübung ihres Berufs auf ihren Bezirk beschränkt ist, und daß sie außerhalb ihres Bezirks nur in Notfällen ober in Stellvertretung einer verhinderten zuständigen Hebamme mit Zustimmung des Kreisamtes Hebammendienfte verrichten darf, wurde g e - strichen. Der Artikel 13 wurde auf volksparteilichen Antrag dahin geändert, daß für die Erteilung und die Rücknahme der Niederlassungsgenehmigung das Kreisamt des Hebammenbezirks nach Anhörung der in Frage kommenden Gemeindevertretungen zuständig ist. Gegen die Entscheidung des Kreisausschusses steht nunmehr allen Beteiligten das Recht der Beschwerde an den Innenminister zu.
Das Reichsbeamien Besoldungsgesetz.
Berlin, 21. Ian. (DDZ.) Der Beamten - ausschuß des Reichstags berät gegenwärtig die Ausführungsbestimmungen zum Reichsbeamtenbesoldungsgeseh, die ihm die Regierung zur Kenntnisnahme vorgelegt hat. Aen- derungen kann der Ausschuß von sich aus nicht vornehmen, er hat jedoch bei der ersten Lesung im Januar 1929 der Regierung Aenderungs- wünsche unterbreitet. Diese sind inzwischen, wie sich jetzt bei der zweiten ßcfung heraus stellt, zum Teil berücksichtigt worden. So soll z. B. zur Verbesserung des Besoldungsdienstalters für Schwerkriegsbeschädigte deren Altersgrenze um je ein Jahr herabgesetzt werden. Bei Festsetzung der D i e n st - Wohnungsvergütung soll die Beamtenvertretung gutachtlich Mitwirken. Den Versorgungsanwärtern soll der ein Jahr übersteigende Vorbereitungsdienst angerechnet werden.
fallen.
Oie deutsch-polnischen Roggenexporibesprechungen.
Warschau, 21. Jan. (WB.) Die deutsch-polnischen Roggenexportverhandlungen haben bisher zu keinem Ergebnis geführt. Dr. Baade hat gestern Warschau verlassen. Der polnischen Seite ist es freigestellt worden, das deutsche Angebot auf gemeinsame Exportorganisationen und Abnahme einer größeren Roggenmenge noch in dieser Woche anzu- nehmen. Jedoch haben beide Seiten sich s e l b st ä n - d i g c Roggenexportmaßnahmen vorbehalten. In polnischen Landwirtschaftskreisen besteht die Neigung, die deutschen Vorschläge anzunehmen, da man die polnische Exportorganisation nicht für stark genug hält, um den Konkurrenzkampf mit Deutschland auszunehmen, während der polnische Getreidehandel infolge der Vorteile, die ihm gegenwärtig durch das Softem der Exportprämie zufallen, dem deutschen Angebot ablehnend gegenübersteht.
OeflerreW Erfolg aus der Haager Konferenz
ne irgendeine
g Oesterreichs Generalpfand-
reruni
von den Reparationen und vom
Konferenz habe
Vertretern worin es u. a.
Auch des den die eine
im Auto davongefahren war.
Der Bunt cs Kanzler gab den der Presse eine (Srflärung, heißt:
Der Abschluß der 2. Haager
Vor einigen Tagen war es an der Grenze zwischen Bolivien und Paraguay zu einem Zwischenfall gekommen. Eine bolivianische Patrouille hatte eine paraguahanische Truppenabteilung in der Rähe von Puerto Casado angegriffen, wobei es einen Toten gab. Der Geschäftsträger Paraguays in Washington befürchtet. daß ein Konflikt unmittelbar bevorstehe. Seine Regierung habe ihm zur Kenntnis gebracht, daß der bolivianische Oberbefehlshaber, General Kuntz, den allgemeinen Angriff auf die paraguahanische Grenze befohlen habe.
befriedigende Lösung erzielt worden. Jeder, der an der Konferenz teilnahm, habe das Empfinden gehabt, daß ihre Arbeit sehr erfolgreich gewesen sei.
Geheimrat Payer, der Senior der schwäbischen Demokratie, früher Vizekanzler im Kabinett Max von Baden, hat infolge des Eintritts öer Demokraten in die Regierung Bazille seinen Austritt aus der Demokratischen Partei in Württemberg erklärt. Mit ihm sind auch noch die übrigen Mitglieder der Familie Payer aus der Partei ausgetreten
1. die Frage der Reparationen,
2. das damit zusammenhängende General- pfandrecht und
3. die Liquidierung der Vergangenheit.
Auch die Tschechoslowakei und Rumänien hätten dank der Unterstützung der
Der bisherige amerikanische Botschafter in Berlin, Dr. S y u r m a n ist nach Hamburg ab« gereift. Zum Abschied hatten sich fast das gesamte diplomatische Korps sowie Vertreter des Auswärtigen Amts und sämtlicher anderer Behörden eingefunden. Für den Reichspräsidenten v. Hindenburg überbrachte Staatssekretär Dr. Meißner, für den Reichskanzler Staatssekretär Dr. Pünder Abschiedsgrühe.
Schober
Glücklicheres Oesterreich.
Der Vorsitzende der Deutschnationalen Volkspartei, Hugenberg, soll durch dritte Personen an die Abgeordneten Schlange-Schöningen und von Keudell eine Ginladung zu einer nochmaligen Rücksprache haben ergehen lassen. Schlange-Schöningen habe abgelehnt. Der frühere Reichsinnenminister von Keudell habe mit Rücksicht auf den Deutschnationalen Landesverband seines Wahlkreises die Hugen- bergsche Einladung angenommen. Die Aussprache soll vor dem 28. Ianuar erfolgen, an welchem Tage die Volkskonservative Vereinigung mit einer Kundgebung im früheren Herrenhaus vor die breitere Oeffent- lichkeit tritt.
Reichsminister Dr. C u r t i u s erstattete heute nachmittag dem Herrn Reichspräsidenten in ausführlichem Vortrag Bericht über d i e Verhandlungen der Konferenz im Haag. Der Herr Reichspräsident sprach nach Entgegennahme des Berichts dem Reichsaußenminister Dr. Curtius und der deutschen Delegation seinen Dank und seine Anerkennung für ihre Arbeit und ihre Haltung aus.
Aach einer Meldung aus Mainz verlautet von unterrichteter Seite, daß der Reichspräsi- dent die Absicht habe, nach der Räumung der 3. Zone in der ersten Woche der Befreiung der 2. und 3. Zone einen Besuch a b z ust a t -- ten. Die Desuchsreise sei so geplant, daß die Städte Aachen. Trier, Koblenz, Mainz und Speyer vom Reichspräsidenten besucht werden sollen.
harmlosem Charakter angenommen, mit Bezug auf die Verschiebung Transfers von Annuitäten für Fall, daß ein derartiger Transfer für deutsche Währung nachteilig fein könnte, sei
Aller Reparaiionslasten frei. - Jubelnder Empfang des Bundeskanzlers in Men.
ür Oesterreich einen großen Erfolg insofern gebracht, als endlich drei wichtige, die Entwicklung Oesterreichs auf das schwerste behindernde Fragen gelöst worden sind:
Meine politische Nachrichten.
Das ehemalige Grohherzogspaar von Hessen, Grobherzog Ernst Ludwig und Großherzogin Eleonore feiern am 2. Februar das Fest ihrer silbernen Hochzeit. Großherzogin Eleonore ist eine geborene Prinzessin von Solms- Hohensolms-Lich, der Ehe entsprossen zwei Sohne, der 1906 geborene ehemalige Crbgrohherzog Georg und der 1908 geborene Prinz Ludwig.
'Der neue Botschafter der Vereinigten Staaten für Deutschland, ©adelt und Frau, werden Mittwoch mit dem Dampfer „President Har- dina" über Plymouth, London, Hoeck van Holland nach Deutschland abreisen. Botschafter Sackett gedenkt etwa am 5. Februar in Berlin einzutreffen.
Der Führer der deutschen Sa ar de le- ga t ion, Staatssekretär a. D. Dr. von Simfon ift zur Fortsetzung der deutsch-französischen Saar- verhandlunaen wieder in Paris einge- troffen. Er hatte bereits eine erste Besprechung nut dem Führer der französischen Delegation, Minister Pernot.
Wien, 21. Ian. (TU.) Bundeskanzler Schober ist am Dienstagabend mit der österreichischen Abordnung aus dem Haag in Wien eingetroffen. Auf dem Wiener Westbahnhof hatten sich sämtliche Mitglieder der Regierung, zahlreiche 'Sun» desräte, Rationalräte und Wiener Gemeinderäte der bürgerlichen Parteien versammelt, außerdem Vertreter der meisten Behörden, der Wirtschaft und viele Offiziere. Als der Zug in die Halle einsuhr, spielte die Regimentsmusik die neue Dundeshymne, deren zweüc Strophe der Wiener Männer-Gesangverein fang. Richt endenwollende Heil- und Bravorufe empfingen den Bundeskanzler und die Abordnung. Vizekanzler D a u g o i n begrüßte den Bundeskanzler mit einer An- prache, in der er u. a. sagte: „Durch Ihre zähe Ausdauer haben Sie es auf der Haager Konferenz durchgesetzt, daß Oesterreich bedingungslos befreit wurde von den Reparationen und von dem Generalpfandrecht. Sie haben damit die staatsfinanzielleSou- Deränilät Oesterreichs wiederhergestellt.
In seiner Erwiderung erklärte Schober, daß das Verdienst für das glückliche Ergebnis im Haag nicht allein ihm gebühre, sondern auch einen Vorgängern, die alle gearbeitet hätten, um dieses Ziel zu erreichen. ..Ich danke dem Herrgott." sagte Schober, „daß er die Oesterreicher nicht vergessen hat, und daß er gefunden hat. es sei höchste Zeit, daß unser Land befreit wird. Ich habe im Haag erklärt, daß ein Land, mit etwa 300 000 Arbeitslosen nicht imstande ist, einen Heller ins Ausland zu zahlen. Die Mächte haben Oesterreich wieder großes Vertrauen geschenkt und ihre Sympathien haben es ermöglicht, daß wir heute rei sind von Reparationen und vom General- Pfandrecht und daß alles übrige gegenseitig gestrichen wird. Wir sind ein freier Staat und wollen als freies Volk nun an die Arbeit gehen, um die wirtschaftliche Lage so zu gestalten, wie wir es alle wünschen." Schober schloß mit den Worten: „Ietzt aber gehen wir an die Arbeit!"
Der Bundeskanzler begab sich dann in den ehemaligen Hofwarkesalon, wo er sich von den vielen zu seinem Empfang erschienenen Persönlichkeiten verabschiedete. Als er das Bahnhofsgebäude verlies, brach die unübersehbare vieltausendköpfige Menge, die sich vor dem Bahnhof versammelt hatte, in stürmische Rufe aus, die erst lange danach verstummten, nachdem er
Großmächte den Argumenten der österreichischen Delegation keinen weiteren Widerstand entgegengesetzt und o h n Entschädigung der Befrei
recht zugestimmt. Die Verhandlungen gestalteten sich deshalb schwierig, weil bis in die letzten Tage das österreichische Problem mit der ungarischen Frage eng verknüpft war und es kaum möglich schien, diese Verbindung zu lösen. Aber auch das sei schließlich gelungen. — Wie die „Reue Freie Presse" meldet, wird Bundeskanzler Schober die feit längerer Zeit beabsichtigte Reise nach Rom am 31. d. M. antreten. Während des Besuches des Bundeskanzlers in Rom werden Konferenzen über noch schwebende finanzielle und handelspolitische Fragen stattfinden. Der Besuch Schobers in Berlin dürfte Mitte Februar erfolgen. Mit dem deutschen Außenminister Dr. C u r t i u s hat Bundeskanzler Schober im Haag wiederholt eingehenden Gedankenaustausch gepflogen.
Gnowden hochbefriedigi.
Ter britische Schatzkanzler zeigt sich sehr optimistisch.
London, 21. Jan. (WB.) Snowden, der heute von der Haager Konferenz zurückgekehrt ist, erklärte sich in feiner Unterredung als h o ch b e f r i e - digt von den Ergebnissen der Konferenz, die alle feine Erwartungen übertroffen hätten. Er sagte, die Frage der Reparationen sei im Haag seiner Meinung nach auf eine durchführbare Grundlage gestellt worden, so daß jedem Lande ein Gefühl der Befriedigung verliehen werde. In den Punkten, die auf der Konferenz vom letzten August zwischen den Gläubigerregierungen und Deutschland ungeregelt blieben, sei eine Vereinbarung erzielt worden. Die vier ober fünf Fragen, die im Zusammenhang mit den deutschen Annuitäten zu einer beträchtlichen Erörterung führten, wurden in einer Weise geregelt, daß bei der deutschen Delegation kein Gefühl der Unzufriedenheit zurückblieb. Es sei ein Abkommen getroffen worden, wonach sich die deutsche Regierung vom Auslandgeldmarkt fernhalten werbe, bis die e r ft e Mobilisierungsbemühung erfolgt sei. In bezug auf bie Sanktionen hätten bie Deutschen ein Memoranbum von ziemlich
Aus aller Welt.
Slrafanlräge im Koblenzer Bestechungsprozeh.
Im Koblenzer Eisenbahnbestechungsprozeß begannen die Plädoyers. Der Staatsanwalt beantragte, nachdem er bie Richter ermahnt hatte, das Wort wahr zu machen, baß im neuen Reich kein Raum für Korruption sei. und daß sehr strenge Strafen unter Ausschluß aller mildernder Umstände am Platze seien, gegen sechs der ange- klagten Reichsbahnoeamten Z u ch t h a n s ft r a s e n wegen aktiver bzw. passiver Bestechung, Amtsunter
im Liktorenzeichen zu sterben wüßten. Der Faszis- mus beabsichtige, geistig die ganze italiemsche Iugend vorzubereiten. Aus ihr müßten die leitenden Schichten des faszistischen Italiens von morgen hervorgehen. Zu diesem Zweck feien neben der bürgerlichen Miliz der Partei die Iugend- verbände, die Abteilungen der Iungmannen und die faszistischen älniversitätsabteilungen gegründet worden. Manneszucht gehöre zu den obersten Rotwendigkeiten der faszistischen Revolution. Die Iungen mühten mehr als alle anderen gehorchen, um das Recht oder vielmehr die Pflicht zum Kommandieren zu erwerben. Diese Aeuherungen in dem Befehlsblatt der Faszistischen Partei sind zum Teil auch als Antwort auf die Enzyklika des Papstes über die Erziehung der Iugend zu werten, insofern, als hier nochmals die faszistische Auffassung über das Vorrecht des Staates hinsichtlich der Iugenderziehung zum Ausdruck kommt.
Im Alter von fast 70 Jahren starb an einem Herzleiden der ehemalige fozialdemokratische Reichstagsabgeordnete Dr. Max Quarck. Quarck war Redakteur der „Frantsurter Zeitung" bis zum Iahre 1891. Run trat er zur Sozialdemokratie über und übernahm 1893 die redaktionelle Leitung der „Frankfurter Volksstimme", die er bis zum Iahre 1917 innehatte. 1912 wurde Quarck als Vertreter der Stadt Frankfurt a. M. in den Reichstag gewählt.
schlagung, schwerer Amtspflichtvertetzung von ein bi» 2% Jahren und gegen einen Beamten wegen Amts- Pflichtverletzung sechs Monate Gefängnis, gegen den Kaufmann Anton Dunkel wegen akttoer Bestechung und Betrugs zwei Jahre Gefängnis, gegen Kuhnen wegen aktiver Bestechung neun Monate Gefängnis und gegen Jakob Dunkel wegen Beihilfe 300 Mark Geldstrafe.
Erneute Aufrollung des halsmanu-prozesfes.
Der Wiener Kassationshof begann die Verhandlung der zweiten Richtigkeitsbeschwerde des wegen Totschlages an feinem Vater vorn Innsbrucker Schwurgericht zu vier Iahren schweren Kerkers verurteilten Studenten PHÜipp Halsmann. Das Urteil ist am Donnerstag zu erwarten.
Die Arbeils- und Lohnverhättnisfe bei Ford in Köln.
In einer Unterredung eines Vertreters der „Kölnischen Zeitung" nut dem Generaldirektor Heine der Deutschen Fordgesellschaft äußerte sich dieser über die Lohn- und Arbeitsverhältnisse der Arbeiter in der in Aussicht genommenen Kölner Fordniederlassung u. a.: „Es ist ebensogut möglich, daß to-it m i t nur 800 Mann Belegschaft beginnen, und wir nicht gleich zu Anfang 1500 einstellen werden. Auf jeden Fall werden wir jedem Arbeiter einen Mindest lohn von 16 Mark am Tage zahlen, steigend bis 24 Mark täglich. Es stimmt auch, daß wir in unserem Kölner Betriebe die 5 - T a g e - Arbeitswoche einsühren werden (40 Arbeitsstunden in der Woche)."
Schwere Zuchthausstrafe für Bankräuber.
Das Schöffengericht Braunschweig verhandelte gegen vier Bankräuber, die Ende vorigen Iahres zwei Sparkas'senzweig stellen in Braunschweig mit Waffengewalt überfallen und mehrere tausend Mark geraubt hatten. Das Urteil lautete gegen Bernhard Polchck wegen schweren Raubes im Rückfalle auf zehn Iahre Zuchthaus, gegen Emanuel Polcyck, Wollnh und Banhsch wegen schweren Raubes auf je sechs Iahre Zuchthaus. Gegen alle vier wurde Polizeiaufsicht als zulässig erflärt.
Autounglück auf der Sternfahrt Riga—Monte Larlo.
Der Teilnehmer an der internationalen Sternfahrt Riga — Monte Carlo, Rennfahrer Saufet aus Innsbruck, übe r f u h r in der Gegend von Kell- mienen mit 95 Kilometer Stunbcnaeschwinbigkeit einen großen Schäferhund. Durch den Anprall löste sich bie Stoßstange und geriet in bas linke Dorberrab, so baß der Wagen sich um fast 90 Grad drehte und im Weiterrasen eine A n - zahl Bäume umriß. Die beiden im Fonds sitzenden Mitfahrer wurden herausgerissen und schwer verletzt. Saufet und sein Chauffeur blieben unverletzt.
(Erfennungenummem für Wasserfahrzeuge.
Im Reichsverlehrsministerium finden zur Zeit Verhandlungen statt, deren Ziel eine R e u - orbnung auf allen Gewässern ist. Es hat sich herausgestellt, daß der ständig wachsende Verkehr auf dem Wasser einer Reuregelung bedarf, die geeignet ist, die Sicherheit der Berufsschiffahrt, die gefährdet erscheint, wiederherzustellen. Zu diesem Zweck wird eine Reglementierung aller Wasserfahrzeuge vorgenommen werden. Genau wie jedes Wttomobil soll künftig jedes Wasserfahrzeug eine Nummer erhalten, so daß bei jeder Störung des Wasserverkehrs der Uebet- täter sofort erkannt werden kann.
OWOlKenios o neuer ®naib bedecti ® wolkig. ® Gedeckt. • Regen, Schnee Graupeln. e Nebel K 6ewit'er.(g)Windstiile. •<>-. sehe leichte» O$i -nassige» Südsüdwest b stürmische- Nordwest Die Piene fliegen mit dem winde. Die beiden Stationen stenenoen Zahlen geben die Temperatur an. Die Linien verbinden Orte mit.gleichet* aut neeresniveau umoerechneten Luftdruck
Wcttcrvo cauefage.
Das neue Fallgebiet mit seiner ausgedehnten Südseite erstreckt sich von Island bis über die britischen Inseln und bringt dort erneutes Schlechtwetter. Heber Zentraleuropa hat der Hochdruckeinsluh unvermindert standgehalten. Er wird auch fortbauern, und die Ausläufer der Störung dürften wahrscheinlich in unserem Bezirk nur Bewölkung, leichte Milderung und ganz vereinzelt Riederschläge verursachen.
Wettervoraussage für Donnerstag: Fortdauer des nebligwolkigen, zeitweise aufklarenden Wetters, Temperaturen noch wenig verändert, später mehr im nördlichen Teile etwas Milderung und Niederschlagsneigung.
W i t t e r u n g s a u s s i cht e n für Freitag: Bewölkt mit Aufheiterung, Temperaturen schwankend und nur vereinzelt etwas Niederschläge.
Lufttemperaturen am 21. Januar: mittags 3,3 ®rab Celsius, abends 1,8 Grab: am 22. Januarmorgens 1 Grab. Maximum 4,6 Grab, Minimum — 0,6 Grab. — Erbtemperaturen in 10 cm Tiefe | am 21. Januar: obonbs 0,3 Grad: am 22. Januar: morgens 0,6 Grad Celsius.
Sie Wetterlage.
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