Nr. 194 Zweites Blatt
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen)
Donnerstag, 21. August (950
„Hast du zm Aacht gebetet, Desdemona?"
Wie stellt sich die heutige Generation zum Kapitel Eifersucht?
diferfüllt Im Jahre 1930? Lächerlich, Werden viele meinen, wir sind doch so vernünftig, fo sachlich, so innerlich frei geworden! Eifersucht ist altmodisch 1 Wer,
aber: da« moderne Programm scheint nicht recht zu stimmen Täglich kommen Meldungen von Eifersuchtstragödien, in den Terminen der Shcscheidungskammcrn spukt die Eifersucht ganz unzweideutig, und wir selbst, wenn wir ganz ehrlich sind, aber — das sind wir ja höchst selten. Lesen wir also, waS einige zuständige und prominente Persönlichleiten beiderlei Geschlechts auf unsere Rundfrage, ob die Eifersucht noch zeitgemäß sei, antworteten.
Clara Viebig:
..Ob Eifersucht noch modern ist? Die gute alte Eifersucht, sie hat schon so viele Moden überlebt, sie wird auch die heutige überstehen. Lassen Sie sich von mir sagen: Eifersucht ist immer: modern, wird es immer sein und ist es immer gewesen. Ich bin überzeugt, daß schon Sva eifersüchtig war, vorausgesetzt, daß sie Wam wirklich liebte. Sic wußte nur nicht recht aus wen. Richt eifersüchtig sein war nie Mode. Mode ist nur ab und zu, die Eifersucht zu — leugnen
Wer wie ich viel In der Ratur lebt und die Tiere beobachtet, der weiß, daß die Eifersucht keineswegs der Krone der Schöpfung, dem Menschen, allein Vorbehalten ist. Auch die Tiere find eifersüchtig, nein, ich meine nicht nur den Autterneid, richtige erotische Eifersucht gibt es bei ihnen. Beobachten Hie nur, wenn sich ein Spatzen- ober Meisengalan einer verehelichten Spatzen- oder Meiscnmadame zu nähern sucht. Ich habe mehr als einmal gesehen, wie der wütende ..Ehemann" den Störenfried seines Eheglücks getötet hat.
WeSyalb ich diese kleinen Beispiele anführe? Weil sie zeigen, daß das Eiferluchtsgefühl auS der Ratur kommt, und deshalb kein ..modernes" und kein ..altmodisches", sondern ein ewiges Gefühl ist Gewiß, die grauen sind beute
selbständig und haben ihren Beruf: da» finde ich schön und richtig Wer an den Grundbe- ziehungen der Geschlechter ändert daS wenig: Arbeit schützt nicht vor Eifersucht, Zeit und Anlaß dazu findet sich auch im beschästigsten Leben.
Was ich von den modernen kameradschaftlichen Ehen der jungen Leute halte, di« jeden Gedanken an Eifersucht mit Entrüstung zurückweisen? Ich kann nur sagen, das müssen laue Ehen sein, in denen sich die Menschen schon von allem Anfang an gleichgültig sind: es gibt keine große Liebe ohne Eifersucht: denn der wirklich Liebende will den geliebten Menschen ja ganz besitzen. Der Derstand macht wohl Konzessionen und räumt auch der ilmtoelt kleine Rechte auf die geliebte Person ein. Wenn es aber ernste Recht« au werden drohen, dann zeigt sich, daß die modernen kühlen Ehen weit weniger kühl und modern sind, als man es — theoretisch vereinbart hat. Dann bricht nämlich durch alle Erziehung, die heute glücklicherweise die kleinliche, nichtig« und unbegründete Eifersucht ziemlich zum Der- schwinden gebracht hat. der natürliche Trieb des Desihwillens durch
Richt mehr modern? Schon die Tragödien, durch die wir „Modernen" täglich in den Zeitungsberichten erschreckt werden, beweisen uns die Ewigkeit der Eifersucht mehr als uns lieb ist." Oer Vorsitzende einer Berliner
Ehescheidungskammer:
„Sie fragen zu einem günstigen Zeitpunkt: Augenblicklich schweben bei uns drei Eheschei- dungsprozesse, in denen die Eifersucht eine maßgebende Rolle spielt. In einem dieser Falle ist die Frau berufstätig. Wir können aus unserer Erfahrung sagen, daß die Berufstätigkeit d e r F r a u oft die Eifersucht des Mannes verstärkt. Sie zu Hause au wissen, ist für ihn meist ein beruhigendes Gefühl. Im Beruf dagegen trifft sie mit anderen ihm unbekannten Männern zusammen und befindet sich in einer fremden für den Mann unkontrollierbaren Sphäre.
D i e «Ä u I ob u sk a l a st r o ph e bei «pinblerm ihle im Riesengebirge, oei dec acht Personen den Lod fanden: Der mit Ketten aus der Elbe gezogene Autobus am Flußufer
Ein überfluteter Damm im Elbüberfchwemmungsgebiet bei Stade.
Andererseits steht die berufstätige Frau heute viel sicherer und unterrichteter in der Öffentlichkeit und vor Gericht, — eine angenehm« Folge ihrer Selbständigkeit.
In allen drei Fallen handelt eS sich um ältere Ehen, wie sich Eifersucht vor Gericht überhaupt meistens bei älteren Paaren zeigt. Begründet ist das wohl in der strengeren Lebensauffassung der alleren Generation, ferner in dem größeren Altersunterschied, der früher bei der Heirat zwischen Mann und Frau üblich war, und noch ein sehr wichtiger Grund: die Beschäftigungslosigkeit des Mannes nach der Pensionierung. Merkwürdigerweise gerät der pensionierte Mann selbst weniger auf Abwege, nicht er gibt den Anlaß zur Eifersucht, sondern nach langjähriger glücklicher Ehe fängt er oft plötzlich an, seine Frau mit grundloser Eifersucht zu quälen, wodurch langsam, aber sicher die beste Ehe zerstört wird.
Der hauptsächliche Zerstörer der heutigen Ehe ist die wirtschaftlich schwierige Lage, die erst mittelbar durch Wohnungselend, Aufnahme von Untermietern und Schlafburschen usw. manchmal auch die Eifersucht veranlaßt. Die Rot ist ein weit gefährlicherer Feind der glücklichen Ehe als die Eifersucht." $räukincand.med.!$beaC.z
22 Zahrc und glückliche Braut:
„Eifersucht ist modern und unmodern zugleich, das kommt ganz daraus an. Wenn ein Mensch wegen Richtigkeiten eifersüchtig ist, dem anderen seine Freundschaft mißgönnt, dann ist er nur zu bedauern, dann quält er sich und den anderen. Es würde mir ja auch nie einfallen, meinem Verlobten Vorschriften zu machen, die darfst du nicht anschauen und warum warst du gestern mit der solange zusammen und mit der wieder sollst du nicht zweimal am Abend tanzen. Solche Eifersüchteleien sind heute unmöglich: das ist ja auch gar keine Eifersucht, sondern ganz gemeine Herrschsucht. Und für Tyrannei, ob durch den Mann oder durch die Frau, hat unsere Generation nichts übrig.
Wenn ich aber bemerken müßte, daß mein Verlobter ostentativ eine andere 5rau mir vorzieht, sich in ihrer Gesellschaft wvhler fühlt als bei mir und mich ihretwegen vernachlässigt, so bin ich eifersüchtig und mit aanzem Herzen. Wenn jemand in einem solchen Fall behauptet, das mache ihm nichts aus, dann kennt er sich
selbst nicht oder er ist nicht normal. Solche Käuztz gibt es nämlich, die den Partner erst schätzen, wenn er von anderen Menschen begehrt wird, unb noch glücklich darüber sind!
Im modernen Leben kann man seinen Parin«» nicht in Watte packen und vor der Welt verstecken. Lieber noch zuviel Vertrauen, auch wem, es einmal getäuscht wird, als ein ewiges Beaufsichtigen und Beargwöhnen. Tinen 23ert trauensbruch kann man unter Umständen ver* zeihen, wenn man wirklich liebt, dauernde Eiser- süchteleien aber, — das hält auch die größte Liebe nicht aus." ,
Frau Dr. iM.Durand'Wever, Leiterin einerverlrauenöslelle fürBerlobte und Eheleute:
„Die Eifersucht zerstört gewiß auch heute noch viele Ehen. Trotzdem kommen wir in der Eheberatung eigentlich relativ selten mit ihr in Berührung. Der Grund ist leider ein durchaus negativer: Eifersucht ist eine Leidenschaft, die den Befallenen in einen Zustand versetzt, in dem er selten klar genug sieht, um sich rechtzeitig für seinen Fall bei uns Rat zu holen.
Sowell wir Fällen von Eifersucht begegnen, handelt es sich meist um alte, oft bis zu 20 Jahren und noch länger dauernde Ehen. Es ist eine in der Psychologie sehr bekannte Erscheinung, daß der Mann zwischen 40 und 50 Iahren, dec seiner Frau bis zu dieser Zell immer treu war, plötzlich einen neuen Geltungstrieb spürt und seiner dann meist schon verblühten Frau berechtigten Anlaß zur Eifersucht gibt. Allerdings löst das bei der Frau Wohl meist weniger öifer- sncht als ein gewisses — DeeinträchtigungSgesähl aus. Das Schicksal der Ehe hängt in solchen Fällen nur von der Frau ab. Läßt sie sich rert nünftig raten, das Ganze als das anzu>hen, was es ist, nämlich als eine Episode, so kehrt der Mann fast immer nach kurzer Zeit für dauernd zu ihr zurück. Rimmt sie aber den aussichtslosen Kampf auf, fo zerbricht meisten» die Ehe endgültig durch ihre Eifersucht.
Eifersucht ist eine sehr primitive Leidenschaft, die, wie jede Leidenschaft, von einer Charakter- anlagc abhängig ist. Richt jeder ist eifersüchtig. Sehr oft handelt es sich um sogenannte Minderwertigkeitsgefühle, mancher quält sich grundlos, weilf er sich dem geliebten Partner unterlegen
Shakespeares Lustspiele auf der Freilichtbühne.
Zur Grftüuffübrung
von „Liebes Leid und Lust".
Die Ratur als Bühnenatmofphärc hat wohl kaum mehr Berechtigung als bei den Shake- stxareschen Lustspielen Sind sie doch von den „Die beiden Dervneser" bis zum „Sommemachts- traum" und „Was ihr wollt" aus dem Gegensatz von Ratur und Lebensgewohnheiten entstanden
Am deutlichsten ausgeprägt zeigt sich diese Popularität in „Liebes Leid und Lust" Gegen das verschnörkelte und preziose Leben bietet die Ratur eine gesunde und echte Folie und hebt den Witz, der durch das Unnatürliche bedingt wird. Die typisch rustikale Komik (Vertreter Schädel. Dumm) bekommt draußen im Freien etwas SrdhafteS, Selbstverständliches eben Ratürliches.
Die Liebeständclei. wenn Männlein und Weiblein auf einander losgclassen werden, kann keinen schmuckeren Boden haben, keinen, der mehr in den siebenten Himmel hebt, als den einfachen Rasenteppich. Auf ihm liebäugelt, komplimentiert. flirtet, buhlt, spielt und springt es sich doppelt gefedert. Dor allem, das was Shakespeare bei seinen Liebespaaren will, das Harmlose, das Kindliche, das Sonnige, das trotz Hoftracht, trotz Livree, trotz Seide und Brokat energisch pulst, lebt Hd) unter dem freien Himmel am herzlichsten aus. ®a wird das Kostüm mit feinen Farben Äatur- harmon.e 3c stofflicher, je greller, ,e kolorierter oicf« Äoftunnctung. desto mehr lähk sie sich von der Durchsicht gk.lt der Lu>t tele.cn. Alles Mas.ie t:. 2 u ^"M"^aschanz. alles Larven- und Fratzen- haste bekommt -Lricbhaftigkell und wirkt, von der Illusionsbuhne emanzipiert (wo ja alles Ver- kletdung ist', besonders komisch. Die Rüpclfzenen lnd primitiv wie die Bo^sprünge und das Haken- schlagen der Waldticre in Fabeln und Gedichten. Menschen in der Fabel der Ratur
Bewegungen wird gesteigert^ das ^r dieneren und Raunen der Worte braucht weniger verstanden als erfühlt zu werden
Lind das ist bei .Liebes Leid und Lust" befon- iwttoenbig. Da kommt es weniger auf Wort und Sinn als auf Pfiff und Laune an. Es sind in otefem Lustspiel, das zwar von fast allen Lite
rarhistorikern angegriffen wird, nicht seelische oder gedankliche Tiefen aufzuspüren, sondern es wollen sich Spielereien austoben: sinnlich, herzlich und aphilosophisch Aehnlich wie im „Hamlet", dem problematischsten aller Shakcspcarestücke. sich Shakespeare selber in die Figur des Hamlet einspinnt, so lebt sich der junge Shakespeare, der Stürmer und Dränger bei Hof, in seinem Luftikus Biron gegen alle Art und Form seiner Zeit aus Die Ucbcrspannthcit des Hofes um sich, gesundes Gefühl in sich, tollt er an der platonischen Akademie von Ravarra umher. Wo könnte diese gesunde Herzensart sich unbeschwerter. jünger und ausgelassener austoben als unter freiem Himmel?
Sei es in den Rachmittagsstunden unter strahlender Sonne, sei es im Abendschatten des unter- gehenden Himmelsgcstims. sei es unter dem neutralen Bleigrau eines an gelichteten Horizonts, oder sei es gar unter den Tauperlen eines regen- übersprühlen Waldes, alle Raturstimmungen passen zu Shalespeares Stücken, weil sie nicht di« Ratur als szenisches Hilfsmittel brauchen, sondern in der Ratur leben
Wenn bei ganz ungünstiger Witterung die Aufführung (Spielleitung Intendant Dr. Rolf P r a s ch) auf der Bühn« stattfinden sollte, so wird auf dem Theater genau so agiert wie auf bem Frcilichtspielfeld Der riesige Rundhorizont wird Hintergrund fein. Dor ihm sollen sich nur die einzelnen Figuren wie in freier Luft - abheben Auf den Stufen eines Podestes ohne Kulissen und Attrappen wird gespielt Der Wechsel des Schauplatzes ist nicht im geringsten angedeutet, sondern bleibt wie bei der Freilichtbühne ber Phantasie bes Zuschauers überlassen. Ob es ber „Park vor bem Schloss« von Ravarra" ist ober .ein andrer Teil des Parkes" oder .vor den Zelten der Prinzessin", „im Iagdgebiet" usw., ift ganz gleich. Aus die Ratur. die das Wirkliche in den Figuren bloß stellt, kommt es an. Sie zün- bet den Wiy, sic weckt die romantische Ironie, sie lacht mit den Tölpeln. Sie macht es endlich möglich, daß das ausgelassene Luststück vom Emst des Lebens überrascht wird, daß eine Todes- mclbung dem Treiben, nicht aber dem Stück, ein Ende macht. Denn Leben und Sterben sind die Grundelemente aller Ratur. unter ihrem Druck geftaltct sich die Flucht der Erscheinungen: Die Komödie.
Dr. Karl Ritter, Dramaturg.
Oer Montserrat.
Don Erika Kramer von Oüsterlohe.
Als ein großer, harter Steinblock steigt er jäh aus einer welligen Ebene empor: der Montserrat. Er heißt der zersägte Berg, denn in diese Felsen riß der Laus der Zeit und der Erde Kluft unb Tiefe unb kantige Steile.
Der Mensch, der sich ihm nähert, der ihn erwandern will auf ber breiten Straße, bie zu ihm steigt, geht ben Weg ber Wandlung. Denn dieses Gestein greift tief in das Innerste ein. Es ist Kosmos, ber ein Mysterium birgt. Unter ihm liegt Sonne. Oben, hoch oben kreisen Wolken und Rebel. Sie hüllen in Grau den großen Giganten. Sie geben fein zackiges Ende nicht frei.
Der Mensch steigt höher. Mit aufeinandergeschichteten Keilen erhebt sich die Felswand. Auf dem festen Gestein blicken Gesichter, Figuren. Formen. Immer neu brechen sie auf Immer deutlicher werfen sie sich aus dem Felsen hervor und reden ihre Sprache. Das ist der Weg Parsi- fals zum Gral.
Hoher, immer höher geht ber Weg. Wolken unb Rebel weichen zurück. Run steht ber Mensch oben. Unten breitet sich das Lanb wie ein Meer. Die Hinteren Hügel finb bie großen Wellen, die kleiner werdend an bie feste Montferratküste schlagen. Die Sonne liegt wie weißer Gischt auf ben Dogen. Dieses Meer brandet und brandet. Es ist Urgesang der Erbe, der um ben Felsen schlägt, den Hort des Gral, ber weißen, weißen Taube.
In Rebeln steht bie Klosterkirche. Sie ist ein- schifsig weit mit Seitenkapellen unb öffnet sich hinter hohen Gittern. Leises, langsam getragenes Orgelspiel steigt, Weihrauch zieht blau um das 2ichl der Kerzen. Aus hohem Altar erhebt sich da» Standbild ber Schwarzen Mutter Gottes. Sie ist aus Holz, das im Laus« der Zeiten sich schwärzte. Don bem hl Lukas soll sie geschnitzt worden sein. Auf dem Montserrat hat man sie später gefunden.
Aus verborgenen Treppen zu beiden Seiten des Altars geht man hinauf, um ihr. der besonderen Schutzheiligen der Ehe. den Saum zu küssen. Sie ist herb unb ftvlz unter schwerer, byzantinischer Krone. Auf ihrem Schoß sitzt das Kind, und ihr« schmalen Hände halten die reine Linie.
In diese Burg des Allerheiligsten, die hoch über dem Leben auf steinigem Felsen steht, umwogt von ben Rebeln unb umbrandet vom Hügelmeer ber Tiefe, bringt nichts als daS leise Orgelspiel.
Die Sonne sinkt. Rot glüht der rote Stein, und dann jäh, wie in magischem Wandel, tiefblau. Scharfe Schatten schlägt ber Abend. Die einzelnen Felsteile, die sich absondern, sind wie steinerne Finger Gottes, bie zum Himmel weisen.
Der Mensch steht unten und sieht zurück. Steil steigt der Berg wieder auf, streng, in sich verschlossen und hart. Er steht in der Landschaft al» Mysterium, um das die Rebel des Geschehen» ziehn.
Hochschulnachnchten.
Amtlich wirb die Ernennung des a. o. Professor Dr Eugen Lerch von der Llniversität München zum ordentlichen Professor der romanischen Philologie in M ü n st e r als Rachfolger des verstorbenen Prof. Leo Wiele bestätigt. — Prof. Dr. Wilhelm Brünings in Iena hat den an chn vor längerer Zeit ergangenen Rus aus den Lehrstuhl für Ohren-, Rasen- und Halskra. k- heiten an ber Universität München als Rach- solger von B. Heine angenommen unb bereit» Dom L Oktober b. I. ab die Ernennung zum etatsmähigen Ordinarius in München erbat» ten- — Rektor und Senat der Technischen Hoch» 'chule Darmstadt haben aus einstimmigen Antrag ber Abteilung für Maschinenbau Dr. August Dyckerhoff in Amöneburg bei Biebrich n Anerkennung seiner hervorragenden technisch» wissenschaftlichen Leistungen aus dem Gebiete der Zementerzeugung, insbesondere ber Herstellung bc» hochwertigen Zements Dyckerhoff-Doppeü und der damit verbundenen Forderung ber In» buftrie des Hefsenlandes die Würde eines D o k» kor - Ingenieurs ehrenhalber Der» liehen. — Anläßlich des zehnjährigen Iubiläums der Salzburger Festspiele hat die Philosophisch« tfahdtäl der Frankfurter Universität Professor Dr. Max Reinhardt zum Doktor der Philosophie ehrenhalber ernannt. Zur Derl-ihung weilten der Dekan der Philosophischen Fakultät unb der Rektor der Universität in Sc lzburg.


