Ausgabe 
21.7.1930
 
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Der« brüdenb war, für die Befreiungsstunde ist. An einzelnen Stellen, die der Reichspräsident auf feiner Fahrt durch die Stadt passierte. waren die Menschenmauern undurchdringlich. Die Stadt hatte ihr festlich ft eS Gewand angezogen. Fahnen, Blumen und Girlanden gaben dem Straßenbild ein hvchfestliches Gepräge. Ober­präsident Haas erwartete den Reichspräsidenten in Biebrich, um ihn bei feinem Hebert ei t t auf preußisches Gebiet zu begrüben. 3m Kurhaus entboten der Regierungsprasrdent und der Oberbürgermeister da- Willkomm. Be­sonders herzlich war die Unterhaltung deS Reichspräsidenten mit den altenKriegs- Veteranen. Für jeden einzelnen hatte er ein sreundliches Wort. Während der Reichspräsident in den Konversationssälen des Kurhaules nach einem musikalischen Festakt den Tee einnahm, überreichte Oberbürgermeister Krücke den von der Stadt gewidmeten Trinkbecher aus B e r a st r i st a l l. Ehe der Reichspräsident nach dem Festplatz unter den Sichen fuhr, huldigten ihm vor dem Kurhaus die nassauischen Sänger und die Käufer der Deutschen Turnerschaft. Hnbeschreiblich grob war die Begeisterung, die den Reichspräsidenten bei sei­

nem Eintreffen auf dem Festplatz empfing. Diele Tausend Wiesbadener Kinder, die bei dem Festspiel des Reichskunstwarls Dr. Redslob .Deutschlands Strom" mitwirkten, jubelten dem Führer Deutschlands zu. Während das Deutschlandlied einem unverbrüchlichen Treu- schwur gleich über den weiten Platz hallte, ver­lieh der Reichspräsident Wiesbaden, um sich in Begleitung des Reichskommissars Langwerth von Simmern nach Eltville auf dessen Besitz­tum zu begeben.

Der Reichspräsident an grau Slresemann.

Reichspräsident o. Hindenburg hat an Frau Dr. Stresernann folgendes Tele­gramm gerichtet:

Bei der erhebenden Besreiungsfeier in der Stabt- Holle zu Mainz haben wir in Trauer und Dankbarkeit Ihres verstorbenen Herrn Ge­mahls gedacht, dem es nicht beschieden war, den Dank der Bevölkerung für feine bis zumTode pflichttreue und aufopfernde Arbeit zu erleben. Ich bitte Sie, bei diesem An­laß den Ausdruck meines Gedenkens und ergebenste Grüße entgegenzunehmen.

(Gez.:) von Hindenburg."

Die Parteien nach der ReichStagsauslösung

des

von von

Rangun (Hinterindien) schweren Schaden ange­richtet. Biele Häuser sind eingestürzt und man befürchtet, daß etwa 50 Opfer unter den Trümmern begraben liegen.

35,5 Grad.

Schweres Erdbeben in Birma.

Ein heftiges Erdbeben hat im Bezirk Thorrawaddy, etwa 100 Kilometer nördlich

Aus aller Welt.

Hugo Stinnce erneut freigesprochen.

3n der Berufungsinstanz wurde Hugo S t i n - ne« von der Anklage des versuchten Betruges wegen Wangels an Beweisen wieder­um freigesprochen. Eine gleiche Entschei­dung erging hinsichtlich der Angeilag'.en R o t h - mann und Leo Hirsch. Bei dem Angeklagten von Waldow und bei dem Oesterre.cher 'Beta Groh, die in erster Instanz zu je vier Monaten Gefängnis verurteilt worden waren, wurde auf eine Geldstrafe von 5000 Mark erkannt.

21 lote durch hihfchlog in Amerika.

Eine neue Hitzewelle sucht die Staaten des mittleren Westens und einen Teil der amerikani­schen Oftftaatcn heim. Heber das Wochenende kamen 46 Personen ums Leben, dar­unter durch Hltzschlag allein 21, die übrigen durch Unfälle beim Baden. In Washington war die Hitze so groß, dah im Senat die Weiter­beratung deS Londoner Flottenvertrages auf Montag vertagt werden muhte. In Kansas Eity wurden 45 Grad Celsius gemessen, in Omaha 41,4 Grad, in Chicago 37,7 Grad und in Reuyork

Berlin, 20. Juli. (CNB ) Das Organ ... Reichslandbundes veröffentlicht unter der lieber- fchriftOie Front b e r Int" Ausführungen, in denen cs u. a. heißt: lieber die Unzulänglich­keit ber umstrittenen Steuergesetze Hot ber Reichs- Innbbunb bie Oeffentlichkeit leinen Augenblick im

Zweifel gelassen. Er hat sich nicht nur mit einer Kritik begnügt, fonbern auch anbere Möglich­keiten ausgewiesen, bie geeignet waren, ber Reichsregierung bie notroenbige Atempause für bie Durchführung einer burchgreifenben Finanzresorm im Herbst und bie 93 oll­en b un g ber agrarischen Hilfsmaßnah­me n zu verschaffen. Anbererseits gab es für ben Reichslanbbunb keinen Zweifel, baß b c m Kabi­nett Brüning-Schiele bie Möglichkeit gesichert werben mußte, insdesonbere bas Hilfswerk für bie Landwirtschaft durchzufiihren und seine Auswirkungen sicherzustellen, auch dann, wenn das Kabinett aus eigener Verantwortung eine andere Zwischenlösung zur Sanie­rung der Finanzen wählte^als bie vom Reichslanb­bunb vorgeschlagene: denn entscheibenb für ben Reichslanbbunb konnte nur bas Enbziel sein, die Sanierungen von Staat unb Wirtschaft burchzu- fuhren unb zu sichern. Die Nationalsozialisten unb ihre beutschnationalen Gesinnungsverwanbten haben sich biesen Erwägungen verschlossen. Damit ist eine Klärung vollzogen, bie notroenbigerroeife kommen mußte. Was jetzt bei ben Neuwahlen schei­det, ist ber Konflikt zwischen ben Männern ber lat unb benjenigen Gruppen, benen lebensferne Jbeolo- gien unb Parteiinteressen wichtiger finb als das Sroße Rettungswerk. Hier gibt es für bas beutfche anboolk fein Zaubern unb kein Schwanken. Das im Reichslanbbunb zusammengeschlossene Lanbvolk stellt sich entschlossen hinter Hinben- bürg unb bie Männer, bie, wie Schiele, zum Pro­gramm ausschließlich die Tat haben So wirb im Wahlkampf bie Front ber Aktivisten gegen bie Hau­fen ber Negativisten auf ber äußersten Rechten wie auf ber Linken stehen.

Ein Ausruf

i^er Oeutschnationalen.

Berlin, 19. 3ult (TH.) Die Deutschnationale Bolkspartei erläßt einen Aufruf, in dem es u. a. heißt:

Heber die Verteilung der Vounglasten ist ein Streit zwischen den Mittelparteien und der So­zialdemokratie ausgebrochcn. Ein heißer Klassen­kamps der Versklavten ein Streit darüber, ob die Reste des deutschen Volksvermögens oder die Lebenshaltung der deutschen Familien zuerst geopfert werden soll. Diesem Streit hat die D. R. D. P. ein Ende gemacht, indem sie den Voung-Reichstag sprengte. Richt ohne par­lamentarische Verluste wurde dieser Kampf geführt. Wieder hat eine Gruppe von Abgeordneten die Fahne des deutschnationalen Blocks verlassen, um der Fahne des Zentrums zu folgen, derjenigen Partei, die eine Klärung

Oer Khristlich-Goziale Dolks- diensi zur Reichsiagswahl.

Frankfurt a. M.. 21. 3uli. (TH.) Die Rcichsleitung des Christlich-Sozialen Dolks- diensteS hat folgenden Beschluß gefaßt:

Der Christlich-Soziale Volksdienst als Träaer des Vertrauens weiter evangelisch-christlicher Volkskreise geht mit eigenen Listen in den Reichstagswahlkampf. Ihn treibt die Erfüllung einer Aufgabe, die ohne sein Eingreifen un­gelöst bleiben muß: Es gilt, die christlichen Volkskreise zum politischen Dienst an Staat und Volk heranzuführen, denen durch das häßliche und unfruchtbare Parteigetriebe die Freude an der politischen Ar­beit genommen wurde.

Di« Vorgänge, die zur Reichstagsauflösung geführt haben, geben diesem Wahlkampf feinen klaren Sinn. Der alte Reichstag hat ein kläg­liches Bild ohnmächtigen Zwiespalts und ver­werflicher Verantwortungslosigkeit gezeigt. Sollen Volk und Staat nicht im Chaos versinken, dann gilt eS im kommenden Reichstag den Geist christlichen und sozialen Gemein- sinnS und stärkster Verantwor­tungsfreudigkeit zur Geltung zu bringen, die nur von Menschen ausgebracht werden kann, die sich auch für ihr politisches Tun Gott verantwortlich wissen. Ohne diesen Geist ist die Aufgabe des wirtschaftlichen und kultu­rellen Aufbaues nicht zu lösen.

Oer Reichslanbbunb.

Hinter Hindenburg und Schirle.

im Reich und in Preußen seit länger als zehn Jahren verhindert.

Die Steuertraft des verarmten und ausge­sogenen deutschen Volkes darf nicht weiter zu dem Versuch mißbraucht werden, gleichzeitig die Rüstungen der Großmächte des Auslandes zu finanzieren und im Inland« die hemmungslose Verschwendung der öffentlichen Hand zu fördern. In wenigen Jahren ist auf diesem Wege die Steuerlast deS Volkes verdoppelt worden. Reue Lasten drohen. Eine Katastrophe von nie ge­sehenem Umfang steht bevor, wenn nicht durch Verlegung des politischen Schwergewichts nach rechts die grundsätzliche Abkehr von falscher Außenpolitik und klarer Systemwechsel im Innern erreicht wird.

Freie Entfaltung der schaffenden Kräfte der Ration, Erhaltung dcs Eigentumsbegriffcs. Schutz der deutschen Arbeit, Sicherung der christlich- deutschen Kultur, Erhaltung von Wchrgeist und Frontsoldatcntradition und der deutschen Ju­gend ist nur möglich, wenn die von der Mitte stets gestützte Macht des Marxismus gebrochen wird. So geht der Wahlkampf zugleich um Preußen. Die rollende Bewegung der marxisti­schen Revolution ist nur durch die konservativen Kräfte zu bändigen, die eine Synthese zwischen nationalrevolutionärem Angriffsgeist und stoats- politifcher Beherrschtheit bilden. Die Deutsch- nationale Vollsparlci ist als Kampfpartei ge­gründet. Sie hat die historische Aufgabe unter der Parole Rechts heran", klare Front gegen den Marxismus zu schaffen und dieser Front­richtung Takt und Tempo zu ihrem politischen Vormarsch zu geben. Rach Zeiten des Zauderns und Schwankens, die nach dem Tode Helfferichs begannen, tritt sie in alter Grundsatztreue und Geschlossenheit in den Wahlkampf ein.

Gegen bas politische Rowdytum.

Eine Preußische Notverordnung zum LtZahkainPi

Berlin, 19.Juli. (CNB.) Die schon seit länge­rer Zeit geplante Einschränkung der Er­laubnis zum Tragen von Hieb» unb Stichwaffen soll in Preußen mit Rücksicht auf ben bevorstehenden Wahlkampf durch Not­verordnung durchgefuhrt werden Die ge­plante Verordnung sieht vor, daß Hieb- und Stich­waffen, insbesondere Schlagringe, Dolche, Gummi­knüppel usw. allgemein nur von besonders hierzu legitimierten Personen, in po­litischen Versammlungen überhaupt nicht ge­tragen werben dürfen. Zuw.derhandlungen sollen mit einer Mindest strafe von drei Mona­ten Gefängnis geahndet werden. Die Verord­nung geht dem Ständigen Ausschuß zu, der während der Landtagsvertagung die Rechte der Volksvertretung wahrnimmt. Da die hinter ber Regierung stehenben Parteien über eine Mehrheit im Ständigen Ausschuß verfügen, so ist kaum zu zweifeln, daß bie Grundgedanken der Verordnung im Ausschuß Annahme finden werden.

Aus ber Provinzialhauptstabt.

Gießen, den 21. Juli 1930.

Gesunde Fenentage.

73on prof. Dr. med. Erich £efd)fe, Äerlin.

Tief in ber menschlichen Persönlichkeit verankert ist ber Reise- unb Wanbertrieb Aber wie jede iriebbefriebigung Gefahren in sich birgt, so auch bas Wanbern unb Reisen. Die erste Gefahr broht schon in ber falschen Einstellung zu bem, was man mit ber Reise erreichen will. Man soll sein Reiseziel unb dessen Erfüllung nicht allein seinen finanziellen, sondern auch seinen körperlichen und geistigen Kräften anpassen. Der Ruhe- und Erholungsbe­dürftige soll nicht anstrengende Wanderungen und Bergtouren unternehmen, ber vom Lärm ber Groß- tobt Ermübete nicht geräuschvolle Badeorte aus- uchen, ober seine Erholungszeit lediglich zur Be- riebigung seines Bildungshungers mit Stäbtereilcn ausfüllen. Nie vergesse man, baß ber Klimawechsel ebenso gesunbheitsförbernd, wie auch anftrengenb ist, anstrengend so lange, bis der Körper sich ge- wöhnt, sich akklimatisiert hat. Die Unterschiede des Luftdrucks, die stärkere Wirkung nicht nur der sicht­baren, sondern auch ber unsichtbaren ultravioletten unb ultraroten Strahlen bes Sonnenlichtes, bie eben erst erforschte Höhenstrahlung, ber Reiz ber bewegten Luft, ber Salz- unb Feuchtigkeitsgehalt ber Meeresluft unb noch anbere Faktoren mehr be­deuten für den Körper Reize, die ihm heilsam sind, an die er sich aber erst gewöhnen muß und die bei Ueberboficrung schaben können. Diele merken diese Wirkung daran, daß sie sich in den ersten lagen in ihrer Sommerfrische abgespannt und müde fühlen, ober baß sie rettbarer sind unb schlechter schlafen. Nichts würde verkehrter und schädlicher fein, als diese Warnung zu überhören unb in fal­schem Helbentum seinem Körper sofort alle mög­lichen Anstrengungen zuzumuten. Eine zu starke Besonnung, sei es am Meere ober in ben Bergen, führt nicht allein zu Hautverbrennungen, fonbern kann auch schlummernde Infektionen zum Aufflom- men bringen. Die Unterschiede des Luftdrucks stellen ebenfalls nicht nur für ältere Menschen und solche mit erhöhtem Blutdruck einen Faktor bar, an ben man sich erst gewöhnen muß. Es empfiehlt sich ho­her, bie Reise in höhere Gebirgslagen zwecks lang­samer Gewöhnung an bie bünncre Lust ber Berge möglichst in zwei Etappen zu machen, unb hort an- gekommen, sich in ben ersten lagen ruhig zu ver­halten. Junge Leute fünbigen gerabe hierin leicht unb schädigen ihr Herz in unabsehbarer Weise, In­dern sie nicht schnell genug in die höchsten Orte kommen können unb schon gleich nach ber Ankunft die schwierigsten Gipfel zu stürmen versuchen. Viel gesündigt wird auch an der See. Die Badeverwal- tungen klagen immer roieocr über die Unvernunft vieler Menschen, bie sich zu weit ins Meer hinaus wagen, ohne bie Gefahren ber Strömungen zu kennen, oft sogar ohne genügenbe Hebung im Schwimmen zu haben. Reise mit Vorsicht, reise mit Vernunft unb bu wirst gefunbe Ferientage genießen können!

Finanzierung von Notstandsarbeiten.

Der Finanzausschuß des Gießener Stadtrates hat in seiner jüngsten Sitzung, einem Anträge der Stadtverwaltung entsprechend, 50 0 0 0 Mark für Rötst andsarbeiten bewilligt und die Stadtverwaltung ermächtigt, die Arbeiten sofort beginnen zu lassen. Welche Arbeiten aus­geführt werden sollen, wird in diesen Tagen entschieden werden.

Taten fur Dienstag 22 Juli.

1872: der Politiker Karl Helfferich in Reu­stadt a. d. H. geboren: 1909: der Dichter Det­lev von Liliencron in Alt-Rahlstedt bei Ham­burg gestorben.

LZornotizcn.

lagesfalenber für Montag. Zirkus Barum Osroalbsgarten zwei Vorstellungen, 15 und 20 Uhr. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: Heute PremiereDie letzte Kompanie", 20.30 Uhr.

Stadttheater Gießen. Man schreibt uns: Morgen 19.30 Uhr, findet die Erstausführung von Nestroys Posse mit GesangEinen Jux will er sich machen" statt. Die Spielleitung in diesem luftigen Stück hat Heinrich Hub, die musikalische Leitung Kapellmeister Fritz C u j ö. Zu der Auffüh­rung sind in den eigenen Werkstätten des Theaters von Obergarderobier Kurt Huber Gewänder unb Kostüme in stilisierter Biebermeierart hergesteUt worben. Ferner finb von Theatermeister und künst­lerischem Beirat Karl Löffler sieben neue Deko­rationen angefertigt.

Die letzte Kompanie". Gin Groß- Tonfilm, mit Karin Evans und dem Charakter­darsteller Konrad Veidt, der die heroische Tat der dreizehn Heberlebenden der letzten Kom­panie in den schicksalsschweren Tagen von Jena und Auerstadt auf dem Rückzug schildert, läuft ab heute Montag im Lichtspielhaus Bahnhof­straße. Auf die Vorführung fei besonders auf­merksam gemacht. Man beachte die heutige An­zeige.

* Evangelische Pfarrperson alie. Durch bie Kirchenregierung würbe Pfarrer Wilhelm V o l p zu Laubach auf sein Nachsuchen unb unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste mit Wirkung vom 15. Oktober 1930 in ben Ruhestanb versetzt.

* Von der K 1 i n i k st r a ß e. Die Klmrk- strahe. die östlich der Frankfurter Straße in der Hauptfache der Zufuhr zu den Kliniker dient, befand sich seither in recht üblem Zustand. Sie wurde nun in den letzten Tagen von Grund auf erneuert, unter Zusatz von kaltem Teer und Steinsplitt neu hergestellt und mit der Provinzial­straßenwalze eingewalzt, so daß jetzt die Kranken- und Sanitätsautos ohne Erschütterung die Straße befahren können.

" Geplatzte Stachelbeeren sind un­genießbar, da sich an ihnen allerlei- rung-erreger ansiedeln, die nach dem Genuß schwere Magen- und Darmverstimmungen Hervor­rufen können. Auch zur Herstellung von Beeren­weinen sind die infolge des Regenwetters ge­platzten reifen Stachelbeeren wertlos und müssen vor der Kelterung ausgelesen werden. Hnacht-

famkeit in knefer Hinsicht bat das Auftreten von Effigstich in dem jungen Wein zur Folge, was meift gleichbedeutend ist mit seinem Verderben.

*' Qe ft genommen. In Großen-Linden wurde ein Hausierer aus Gießen feftgenommen, ber dort in einer Wohnung 40 Mark entmenbet hatte Dem Verhafteten konnten zwei weitere Diebstähle in Launsbach unb Dutenhofen nachgewiesen werden. In seinem Besitz befanden sich ein Stuck roter Bar­chent, bereits zu einem Kissen unb Keil zugeschnit­ten lieber ben Erwerb machte er zweifelhafte An­gaben Wo finb bie Sachen gestohlen? Ferner wurde hier festgenommen ein Kaufmann aus Mu­dersbach, als er dabei war, mehrere Hausmacher- roürftc unb eine Seite Speck an ben Mann zu bringen. Wie fpater feftgeftcUt würbe, waren diese Sachen einige Tage vorher einem Lehrer in Fran» kcnbach mittels Einbruchs aus bem Keller ent- wcnbet worben. Schließlich würben hier noch verhaftet der Fürforgezogling Hinrich Kirchner aus Kassel, auf Grund eines Ausschreibens der Kriminalpolizei Kassel wegen Fohrraddiebstahls, ein Betrüger W. A. aus Hartenrod (Kreis Biebenkopf), zuletzt wohnhaft in Gießen, der eine Reihe hiesiger Geschäftsleute unter falschen Vorspiegelungen um erhebliche Beträge geprellt hat. August Adolf Schiller aus Nauen, auf Grund eines Ausschrei­bens wegen Diebstahls. Heinrich Breuer aus Köln, ausgeschrieben vom Amtsgericht Bensburg zur Strafverbüßung wegen Diebstahls. Der Bau­techniker A.F. aus Stein-Neukirch unb feine an- gebliche Braut M. G. aus Mainz, wegen Diebstahls eines Koffers mit Inhalt in Frankfurt a M im x2lkrtc von 1500 Mark. Erich Kurt H a n i tz f ch aus Chemnitz, der wegen Unterschlagung zur Festnahme ausgeschrieben war.

Sricffaflen der Redaktion.

(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit ber Schriftleitung l

(B. f). in HL 1. Beantragen Sie wegen ber*lleber- lafsung bes Zimmers einen Sühnetermin bei Ihrem zuständigen Amtsgericht 2 Mangels anderweitiger Vereinbarung ist eine Kündigung, weil 2hr Miet­zins nach Monaten bemessen ist, nur für den Schluß eines Kalenbermonats zulässig: sie hat spätestens am 15. des Monats zu erfolgen.

Et. in L. 1. Der am 20. Mai 1928 gewählte und am 18. Juli 1930 aufgelöste Reichstag zählte 490 Abgeordnete. 2. Der gegenwärtig in Kraft befindliche Rothaushaltungsplan wurde für ein Vierteljahr bewilligt.

Die Wetterlage

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Die Wetterlage, bie am Sonntag eine vorüber­gehende Besserung erfahren hat, kommt wieder unter ben Einfluß tiefen Druckes. Das sich schon gestern westlich des Kanals xeigenbe Tiefdruckgebiet ist heute bereits bis zur Nordsee oorgebrungen. Die Warmluft an feiner Dorberseite wirb uns neben Bewölkung unb geringem lemperaturenanftieg bei ihrem Ausgleiten aus ber noch vorgelagerten Kalt­luft auch Regen bringen. Beim Nachfolgen ber küh­leren Luft an ber Rückseite gestaltet sich ber Witte­rungscharakter unbeständig, ferner erfolgt roicbcr Abkühlung unb Nieberschläge treten nur in Schauern auf.

Aussichten für Dienstag: M ist wol­kiges Wetter, zeitweise Riederschläge, zunächst noch etwas wärmer.

Reiferoetterbienft.

Garrnisch Partenkirchen. 15 Grab, gestern der Jahreszeit angemessene Temperatur. Südwestwind, heute morgen heiter bis halb bedeckt.

Borkum. 16 Grad, gestern der Jahreszeit an­gemessene Temperatur, Südwind: heute morgen mäßiger Regen.

Swine münde. 18 Grad, gestern der Jah­reszeit angemessene Temperatur, Südwestwind, heiter bis halb bedeckt: heute teils heiter, teil- wolkig.

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