Slaalliche Hilfe für den Lisensteinbergbau an Lahn, Dill und in Oberhessen.
Don Dr. H Bangert, Wehlar.
■Bergbau und Hüttenindustrie an Lahn, D i ll und in Oberhessen nehmen seit Jahrzehnten eine besondere Stellung in unserem Wirtschaftsleben ein. Seit 1886 ist diese- Gebiet zusammen .mit dem Siegerland ftaatlicherseitS al- 'Notstandsgebiet anerkannt und durch Gewährung von AuSnahmetarifen für den Bezug von Brennstoffen aus dem 'Ruhrgebiet und den Ber- fand von Eisenerzen nach der Ruhr unterstützt worden. Ohne llebertreibunq darf man wohl behaupten, dah der wirtschaftliche Aufschwung unserer engeren Heimat nicht zuletzt dieser fracht» lichen Sonderstellung mit zu verdanken ist. Die Erzförderung stieg bis 1913 auf rund 1,5 Mill, gegenüber 700 000 Tonnen im Jahre 1886, und die Roheisenerzeugung der Lahn- und Dillhütten hob sich im gleichen Zeitraum von 60 000 aus 200 000 Tonnen. Welch hochbedeutsame Rolle unserem heimischen Eisensteinbergbau während des 'Weltkrieges zusiel, ist noch in bester Erinnerung. Als Krieg-Handlungen und Blockade den Bezug ausländischer Erze fast unmöglich machten, wurden an ihn Anforderungen von bisher nicht gekanntem Ausmaße gestellt. Die Förderung in Labn-, Dill- und oberhessischen Erzen stieg 1916 aus 1,8 Mill. Tonnen und erreichte mit über 2 Mill. Tonnen im Jahr 1917 ihren Höhepunkt.
DaS unerwartete Kriegsende brachte eine grundlegende Aenderung. Durch den Betluft von Elsah-Lothringen verlor die deutsche Eisenindustrie ’/< ihrer inländischen Erzbasis. Damit gewannen die noch verbliebenen Erzvorräte und unter ihnen auch die hiesigen Borkommen für die deutsche Bolkswirtschaft eine um so größere Bedeutung. Zusammen mit dem Siegerland bildete das Lahn-, Dill- und oberhessische Gebiet jetzt da- Kerngebiet des deutschen Eisenstein- und Manganerz-Bergbaues. Der Anteil an der gesamten deutschen Gisenerzsörderung stieg von 5 Prozent vor dem Kriege auf über 20 Prozent. Trotz dieser für unseren Bergbau äußerst günstigen Berschiebung der Rohstoff gründ läge geriet dieser nach Eintritt stabiler Währungsverhältnisse sehr bald in größte Bedrängnis. Das Überangebot an hochwertigen Auslanderzen hielt die Preise für Inländer^ unter den Borkriegspreisen. Dabei erfuhren Die Selbstkosten durch die allgemeine Bcrteuerung, das Steigen der Steuer- und Soziallasten und der Löhne eine ständige Erhöhung. Gegenüber einer Belastung der Tonne Eisenerz durch Sozialbeiträge mit 0,63 in der BorkriegSzeit betrug diese jetzt nicht weniger als 2,40 Mk. DaS besonders schwierige, mit hohen Kosten verbundene Auffinden und Aufschließen der Lagerstätten — die Lahnmulde ist ohne I Zweifel das komplizierteste deutsche Bergbaugebiet — die Mannigfaltigkeit der Borkommen |
und die dadurch wiederum bedingte große Ber- schiedrnheit in der Zusammensetzung der Grze erschwerten al» weitere Momente den Wettbewerb gegenüber den gleichmäßig zusammengesetzten hochwertigen Auslanderzen. Hinzu kam, daß die Berhüttung im eigenen Gewinnungsgebiet wie auch der Bersand nach der Ruhr dadurch stark beeinträchtigt wurden, dah die Sähe deS Ausnahmetarifs 6 a für die Brennstoffbezüge der Hochofenwerke nicht weniger als 44,2 Prozent, die des Ausnahmetarifs 7 a für den Erzversand im Mittel etwa 22,5 Prozent gegenüber der Bor- kricgszeit höher lagen. Dte Berhältnisse spitzten sich dann auch in einer 'Weise au, daß es Anfang 1926 den Anschein hatte, als ob mit dem allmählichen Absterben dieses uralten Gewerbe zwei geS gerechnet werden mühte. Die Gesamtbelegschaft sank von 7000 auf 2400 Mann, die monatliche Förderung von 125 000 auf 43 OOO Tonnen. Weitere Einschränkungen und Entlassungen schienen unvermeidlich.
Da entschloß sich nach langen mühevollen Behandlungen die Reichsregierung in Ber- bindung mit den preuhischen und hessischen Landesregierungen in letzter Stunde zu der bekannten Hilfsaktion, die den Eisensteingruben an Sieg, Lahn,- Dill und in Oberhessen für jede ab 1. Juni 1926 geförderte, fertig aufbereitete und abgesetzte Tonne Roherz eine sogenannte JnlandverbrauchSprä- m i e von 2 Mk. brachte Durch die gleichzeitig, regierungsseitig zur Bedingung gemachte Herabsetzung der Eisen st einverkauss- preise in demselben Umfange wurde eS jetzt wieder möglich, mit den Auslanderzen erfolgreich in Wettoewerb zu treten. Schon nach drei Monaten war die Zahl der im Lahn-, Dill- und ober- hessischen Bergbau beschäftigten ßeute um 31,1 Prozent, die Förderung um 45,3 Prozent und der Bersand um 62,1 Prozent gestiegen. Die Reichsbahn^ konnte in dieser kurzen Zeit an Frachteinnahme aus Empfangs- und Berfanbgut sämtlicher Eisensteingruben des Bezirks ein Mehr von 60,2 Prozent erzielen. Diese Aufwärtsbewegung hielt auch an, nachdem sich die zuständigen Regierungen entschlossen hatten, die anfänglich nur für 7e Jahr vorgesehene Unterstützung bi» Ende September 1927 unter der Bedingung weiter zu gewähren, dah bis dahin ein allmählicher Abbau erfolge. April 1927 standen wieder 35 Gruben mit einer Gesamtbelegschaft von 4200 Mann in Betrieb. Förderung und Bersand waren auf fast 90 000 bzw. 102 000 Tonnen gestiegen, gegenüber Mai 1926 ein Mehr von 106 bzw. 130 Prozent.
Grundgedanke dieser staatlichen Unterstützung war, die Bewirtschaftung der größten dem Reich
verbliebenen Sisenerzvorkommen im volkswirtschaftlichen Interesse weiter zu ermöglichen. Die Unterstützung sollte solange gewährt werden, bis die zu einer untragbaren Höhe angewachsenen Lasten auf dem Gebiete der Sozialversicherung, der Frachten und Steuern auf ein erträgliches Mah zurückgeführt waren und damit eine nachhaltige Besserung der l>ergbaulichen Lage zu erwarten stand. Die Hilfsmaßnahme fand nach allmählichem Abbau am 30. September 1927 ihr Ende, ohne dah die erwarteten Erleichterungen eingetreten wären. Im Gegenteil waren während der Geltungsdauer der Ab'atzprämie den Gruben sogar noch weitere selbstkostenerhöhende Lasten aufgebürdet worden, die diele zusammen mit der allgemeinen Ungunst der wirtschaftlichen Berhältnisse von neuem in erhebliche Schwierigkeiten bringen muhten. Förderung und Absatz sanken dann auch von 1 015 455 bzw. 1 080 718 Tonnen in 1927 auf 958 357 bzw. 957 653 Tonnen in 1928. 'Während in 1927 noch rund 65 000 Tonnen Erz aus den Haldenbeftänden ab- geseht werden konnten, waren in 1928 Förderung und Absatz fast gleich.
Unter dielen Umständen blieb den Regierungsstellen nichts anderes übrig, als die Beihilfe, wenn auch in geringerem Ausmaße, — 0,50 Mk. für die Tonne gefördertes und abgesetztes Erz — ab 1. April 1929 erneut in Kraft zu sehen. Zu dieser Reubewilligung trug nicht wenig der Umstand bei, dah die Absatzprämie die an sie gestellten Erwartungen bisher in vollem Umfange erfüllt und sich nicht nur für die davon unmittelbar Betroffenen, sondern auch für Die Allgemeinheit äußerst fegenshreich ausgewirkt hatte.
Besonders anerkennend verdient hervorgehoben zu werden, dah nach Fortfall der Dtaatsbeihilfe tm September 1927 die Reichsbahnverwaltung Die einzige Stelle war, die dem Ratstandsgebiet helfend beisprang, indem sie die im Oktober 1928 vorgenommene allgemeine elfprozentige Tariferhöhung durch Steigerung der Rückvergütungs- sähe des Ausnahmetariss 7 i zu mildern suchte. Bei diesem Tarif handelt es sich um einen Ber- tragstarif, der bei Erreichung bestimmter Ber- sandmengen sowohl nach dem Ruhrgebiet wie innerhalb des Rotstandsgebietes Frachtrückvergütungen, gestaffelt nach den monatlichen För- derungsmengen vorsieht. Trotz dieses Entgegen» kommens Der Reichsbahn trat eine Erhöhung von rund 7 Pf. je Tonne ein. Zu weitergehendem Entgegenkommen wollte sich die Reichsbahn nur dann verstehen, wenn auch Die übrigen in Frage kommenden Reichs- und Staatsstellen au Hilfsmaßnahmen bereit seien, die in Bcrbinoung mit der Ermäßigung der Frachten den Berlust der Grubenbetriebe beseitigen würden. Solange ein solches Zugeständnis dieser Ressorts nicht vorliege, lehnte die Reichsbahn weitere Frachtermäßigungen ab, da diese allein nicht ausreichten, den Berlust der Gruben zu decken. Rach Inkrafttreten der neuen Staatsbeihilfe fand sich dann auch die Reichsbahn dieser grundsätzlichen Einstellung entsprechend bereit, die Rückvergü- tungSsähe des Ausnahmetarifs 7 i, und zwar
rückwirkend ab 1. April 1929 nochmal» zu erhoben. Diese neuen Sähe sollen allerdings nur für die Dauer Der Beihilfe Gültigkeit haben.
Folgende, dem Geschäftsbericht de» Berg- und hüttenmännischen Be r- ein» au Wetzlar für die Jahre 1928V entnommenen Zahlen mögen die GefamtauSwirkung Der Staatsbeihilfe für das Lahn-, Dill- und ober- hessische Gebiet in ber Zeit vom Juni 1926 bis September 1927 veranschaulichen:
Steigerung Der Belegschaft von 2449 im 3uni 1926 auf 4317 -s- 80 Prozent monatliche Höchst
ziffer: Steigerung der Förderung von 43 772 Tonnen im Juni 1926 auf 90 736 Tonnen — + 110 Prozent monatliche Höchstziffer, Steigerung der Lohnsumme 310 989 Mk. im Juni 1926 auf 603 100 Mk. = 4-94 Prozent monatliche Höchstziffer: Steigerung Der Sozialversicherungsbeiträge 911 464 Mk - Steigerung Der ReichS- bahneinnahme 1630 104 Mk.; BerminDerung deS Devisenbedarfs zu gunften Der deutschen Handelsbilanz 5 163 130 Mk.
Es betrug ferner für die öffentliche Hand: die eingesparte ErwerbSlofenunterstutzung 1 647 225 Mk., daS Mehraufkommen an Lohnsteuer 65 889 Mk., da» Mehraufkommen an sonstigen Steuern 340 092 Mk., da- Mehraufkommen an ElsenbahnverkehrSsteuern 114107 Mk., insgesamt 2167 313 Mark.
Demgegenüber wurde an Staatsbeihilfe gezahlt 2 163 339 Mark. Die mittelbaren Ersparnisse bzw. Mehrrrträgnisse an ErwerbSlosen- beiträgen, Lohnsteuern, Steuern für Mehrförderung tm Kohlenbergbau und au» der Arbeiterkaufkraft Der mehrbcschäftigten Arbeiter würben für daS Siegerland allein in der gleichen Zeit mit 1 880 192 Mark ermittelt.
Die Auswirkung der neuen Reich»- und Staat»* beihilfe ist bisher nur für Den Siegerländer Eisenerzbergbau zahlenmäßig errechnet und im Handelsblatt der ,Köln. Ztg " vom 30. März 1930 veröffentlicht worden. Hieran» ergibt sich, daß die zur Auszahlung gebrachten Summen auch jetzt wieder nicht nur an die Reich»- und Staatskassen in voller Höhe zurückfliehen, sondern dah darüber hinaus noch ganz erhebliche Ü e bersch ü f s e erzielt werden, ganz abgesehen von den Mehreinnahmen der Reichsbahn, der SvAial- institute sowie der Entlastung der deutschen Handelsbilanz. Das, was hier für da- Siegerland ausgesührt wird, gilt entsprechend auch für da» Lahn-, Dill- und oberheffische Gebiet. Auch hier hak die Staatsbeihilfe neben der Erhaltung unseres Eisenerzbergbaues nicht nur eine Bereicherung der öffentlichen Hand, sondern der gesamten Bolkswirtschaft ermöglicht.
Briefkasten der Redaktion.
(Rechtsgutachten sind ohne Derbindlichkest der Schriftleitung.)
C. G. Anonyme Zuschriften werden nicht berücksichtigt.
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Bekanntmachung.
Letr.: Vergebung der Verkaufsplätze auf dem Wochenmarkt.
Die Verkaufsplätze auf Dem Wochen- markt sollen für die Zeit vom l.Iuli 1930 bis 30. 3uni 1931 an Ort und Stelle neu vergeben werden. Die Platze werden am Samstag, dem 28. 3unl 1930, vormittag« *411 Ahr, auf Dem Wochenmarkt, beginnend in Der Marktlaubenftraße, freihändig vergeben. Bei mehreren Liebhabern für ein und Denselben Platz erfolgt Zuschlag an Den MeistbietenDen. Die näheren Be- Dingungen sind aus Dem Anschlag an Der StanDgelDerhebestelle zu ersehen, sie werden vor Beginn der Platzvergebung im Hofe Des Turmhauses verlesen werden.
Gießen, Den 21. Juni 1930. 4426C
Der Oberbürgermeister. I. V.: Klingspor.
^Bekanntmachung^ die Offenlegung Der Wählerlisten für Die Nachwahl eines Vertrauensmannes zur Landwirtschaftskammer betreffend. (§ 3 Der Wahlordnung.)
Auf Die Bekanntmachung in Den Aus- Hängekasten über Die Offenlegung Der Wählerlisten wird hierdurch verwiesen.
Gießen, Den 21. Juni 1930. 4426C
Der Oberbürgermeister. I. V.: Dr. Sei b.
Bekanntmachung.
Der Voranschlag Der Gemeinde Langd für Rj. 1930 liegt vom 21. bis einschließlich 27. d. Ui. auf unserem Bureau zur Einsicht der Interessenten und evtl. Erhebung von Einwendungen offen. Es ist Die Erhebung einer Umlage beschlossen, zu Der auch die Ausmärker beizutragen haben. 4562D
Langd, Den 20. Juni 1930.
Bürgermeisterei ßangD: Fritz.
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Weaen Herstellungsarbeiten wird die vom Akademischen Forstgarten nach dem Schiffenberg führende, als Einbahnstraße erklärte Waldchaussee vom Montag, Dem 23. Juni b. I.» an auf acht Tage für jeden Fährverkehr gesperrt. 4426C
Gießen, Den 20. Juni 1930.
Der Oberbürgermeister.
______I. V.: Dr, Rosenberg.______
Bekanntmachung.
Der Voranschlag Der Gemeinde Heuchelheim für das Rj. 1930 liegt vom 24. d. M. an eine Woche lang auf Dem Bureau Der Bürgermeisterei Heuchelheim zur Einsicht Der Interessenten offen.
Es ist eine Umlage vorgesehen, zu Der auch Die Ausmärker beizutragen haben.
Heuchelheim, Den 20. Juni 1930.
Bürgermeisterei.
Kreiling. 4553D
Bausparkasse
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„Eigenbeim"Allgem. Deutsche Bauspar A.-G., Frankfurt a?2)l Jlaifcrbofftr.lH.
Pferde-Versteigerung.
Am Freitag, dem 27. Juni 1930, 9 Uhr beginnend, findet im Hose de» städtischen Fuhrparkes, Riedeselstraße 76, eine Versteigerung von zehn vorzüglichen Arbells- pferden mittleren und schweren Schlages, darunter drei wertvolle Zuchtstuten, meist* bietend statt. 4576V
Stundung des Steigbetrags, bei Rach- weisuntz einwandfreier Bürgschaft, kann zu den bet Gemeindenutzungen üblichen Bedingungen bis zu Martini d. I. gestattet werden.
Darmstadt, den 20. Juni 1930.
Städtisches Tiefbauamt.
Versteigerungsanzeige.
Am Dienstag, 24. Juni 1930, werden meistbietend gegen Barzahlung zwangs* weise versteigert: 4566V
a) vormittags 10 Uhr, Stadthaus, Berg
straße. Zimmer 5:
ein Älaoier, ein ovaler Spiegel, zwei Schreibtische, zwei Irumeaufptegel, ein Grammophon, ein Vertiko, zwei Sofas, b) nachmittags 2 Uhr, Lrdkauterweg 20: zwei Bohrmaschinen, eine Häckselmaschine, eine EisensHneidmaschine, fünf Flaschenzüge, verschiedene Schrei- nerwerkzeuge, eine Bretterbude mit verschiedenem Maurer-Handwerkszeug, eine Partie Kreuzhacken, Bickel Zuschlaghämmer, Schippen, Handjägen, Winkeleisen, Bohrer und Staöaternen, eine Partie Kanthölzer, Schalbretter und Brennholz, zirka fünf Wagen Mist, vier eiserne Fensterrahmen, ein Drahtseil, ein Tau seil, Oberteil eines Personenautos u. a. m.
Versteigerung zu a voraussichtlich bestimmt, zu b bestimmt.
Gießen, den 20. Juni 1930.
Der Oberbürgermeister. Vollstreckungsstelle.
Urteile
über das Blot- and Nervenregenerationsmittel ..Fregalln" von Dr. mod. H. Schulze. Viele Tausend Dankschreiben, die unaufgefordert bei uns einringen. können jederzeit eingesehen werden. Alle skvd notariell beglaubigt.
Die hier Abgebildeten berichten Ober „F r e g a 1 I n“ wie folgt:
Wieder Jngendkraft und Arbeitsfreude trotz fast 63 Jahren.
Augsburg, 8. Juli 1929.
Sedanstr. 29.
Ich teile Ihnen mit, daß Ich nach Gebrauch von 6 Packungen Fregalln trotz meiner fast 63 Jahre wie- dci Jugendkraft und Arbeitsfreude besitze.
Jos. Engelmann, S aalmeister.
So urteilt ein Professor! Greifswald (Pom.), M. April IW. Anklamer Str. i.
Lm Besitze Ihres Werten vom 25. er. gereicht es mir zur Freude. Ihnen mitzuteilen, dah mir Ihr Fregalln-Präparat gut bekommt; Ich muß aufrichtig sagen, daß mein morscher Körper mit seinen 60 Jahren wieder völlige Frische und Strammheit erlangte, so da3 Ich nicht umhin kann. Ihnen meinen Dank auszusprechen. In einem Vortrag habe Ich Ihr Frege Ih aberzeugungstreu als bestes Blut- und Nervenstärkungsmittel empfohlen.
Prof. Dr. Josef Krelßl.
Nervenschwlehs, Arbefts- unlust.
Hamburg, 1L Mln 11».
Bll tetr. St
ich litt seit der Kriegszeit an Nervenschwäche. Ich wurde schwermütig und trug mich mit Selbstmordgedanken. Dank Ihres Fregalln kann ich wieder essen, schlafen, lachen und singen, welch letzteres Ich schon ganz verlernt hatte. Ich spreche Ihnen hiermit meinen herzlichsten Dank aus.
Frau Emma Clausen.
Nervosität, Schlaflosigkeit. Gliederschmerzen, üebelkeit. Appetitlosigkeit. Schwäche. Zittern In den Gliedern Kreuzscbmerzen. Nachlassen der Arbeitskraft usw. sind Zeichen schlechter Blut- ansammensetzung n. schwacher Nerven. Sorgen Sie deshalb für rechtzeitige Auffrischung Ihres Blutes. Wir versend, völlig umsonst 51 Hl Probepackungen, dazu das Goldene Buch d. Lebens: „Wie erhalte ich meine körperlichen und geistigen Kräfte7“ Schreiben Sie noch heute an:
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