Bürgermeisterei Saasen verkauft Donnerslag. den 23. Januar, mittags Wi Uhr, einen zirka 4J4 Zentner schweren Sb et aus dem Hofe des Eber- halters.569D
«Suche
WssWatS co. 30 qm. im Zentrum, mit Lickt und Kraft, evtl, mit Nebcnraum. Schriftliche Etlanaebole mit Preis muer tolD an den Gießener 21m.
Vevrchtisung
betr. Holzvcrfteiaeruna in Annerod.
Die Versteigerung findet statt: 526D Wneislsg, den 23. Jonoat 1930 und nicht Donnerstag, den 30.Januar 1930.
-4 Jahre, stattt. Erscheinung. dlUUlClil vermög., nicht von hier, möchte gebildetem vornehmen Herrn in gesicherter Poülion! Lehrer (je6et,o((e GüttiN sein. Offert, uni. F. D. 4081 an Rudolf Roane* Darmstadt* 4670V
Ächiung LKausfvanen!
Rosenkohl 1 Pfd. 30 Pf, 2 Pfd. 55 Pf.
Blumenkohl Stück 50—70 Pf.
Koviialat Stück 30 Pf. [0440
Seldialat Pfd. 1 Mk., Apfelsinen 15 Stück 1 Mk.. dicker Meerrettich Pfd. 60 Pf. Täglich zu haben tm Laden Selterswcg 3 Selterswcg 3*
Seern Römer .^eosch
Telephon Nr. 2671.
Aus der Provinzialhauptstadt.
Dreh en, den 21. Januar 1930.
Kranlheitsübertragung durch Haustiere.
Von Generaloberarzt a. O. Or. Blau, Potsdam
Der Ausgang des letzten Jahres hat uns mit einer in Europa noch wenig bekannten Krankheit, der Psitakosis, in Berührung gebracht, welche durch ausländische Papageien eingeschleppt ist und bedauerlicherweise verschiedene Todesopfer unter der Menschheit gefordert hat.
Diese Tatsache muh erneut unsere Aufmerksamkeit darauf lenken, daß das enge Zusammenleben von Mensch und Tier im Haushalt, sei es ein freiwilliges — wie beim Halten von Haustieren — oder nur unfreiwilliges — wie benn Eindringen von tierischen Schmarotzern — durchaus nicht ohne Gefahren abläuft und eine gröbere Gewissenhaftigkeit herausfordert, als es in der Regel bei der Sorglosigkeit der Menschen der Fall ist.
Bom Hund wissen wir, daß er Bandwürmer und ähnliche „Entozoen" beherbergt, deren Glieder wir, bisweilen sogar noch in beweglichem Zustand, beobachten können. Es kann also vor der Unsitte, sich die Hände oder, besonders bet Kindern, dos Gesicht von Hunden belecken zu lassen oder sonstige Liebkosungen zu dulden, gar nicht energisch genug gewarnt werden.
H u n d e, K a y en, P f e r de und E s e 1 können auch noch eine andere Gefahr in sich bergen, nämlich die der Tollwut, welche gleichfalls durch Bih auf den Menschen übertragbar ist. Don Pferden, welche an Rotz (in den Rüstern) oder an Milzbrand (in der Haut) leiden, können auch diese Krankheiten auf den Menschen übergehen. Tierfellc, die zu Pelzwerk vorbereitet werden, gehören gleichfalls hierher.
Hornvieh, in tropischen Gegenden, wird häufig von bestimmten Dremsfliegeii heimgesucht, und wir wissen, daß manche Rinderfliegen die Keime der Schlafkrankheit, die sog. Trypanosomen, beherbergen, welche, auf den Menschen übertragen, bisweilen ganze Gegenden befallen und entvölkern. Aber auch in Europa gibt es üeber- tragungeii einer anderen Krankheit des Schlachtviehes, nämlich die Tuberkulose. Wenn auch der sog. bazillus bovinus der Perlsucht (Rindertuber- kulose) vom Bacillus humanus wesentlich verschieden ist, so kommen doch immer wieder In- fetionen, z. B. beim Melken tuberkulös erkrankter Kühe, auch beim Menschen zustande.
Schafe befällt nicht selten die Drehkrankheit oder Taumelkrankheit: im Gehirn solcher kranken Tiere entdeckt man alsdann ein eingekapseltes Wesen, den Blasenwurm, der durch den Schäferhund auf die Viehweide übertragen und dort von den grasenden Tieren ausgenommen wird.
Bekannt ist ferner die Trichinose der Schweine. Die Trichine macht einen sogenannten Generationswechsel durch, und ihre Finnen, d. h. ihre eingekapselten Spiralformen, gelangen in die Muskulatur 'des Tieres, also in das Schweinefleisch, und werden vom Menschen unwissentlich, zumal bei fehlender oder ungenügender Fleischbeschau und in Ländern mit mangelhaften Sanitätseinrichtungen, durch die Rahrung ausgenommen, im Magensaft zum Teil gelöst und somit für die Hebertragung der Trichinosis, einer oft tödlichen Krankheit, freigemacht.
Von der ^Übertragung durch Papageien, welche frisch vom Ausland importiert und auf ihren Gesundheitszustand nicht kontrolliert sind, bietet die Psittakosis (Papageienkrankheit) in neuester Zeit traurige Beispiele: auch Lungentuberkulose soll bei Papageien nicht selten sein. Es muh also dringend davor gewarnt werden, sich von Papageien oder überhaupt von gefangenen Vögeln aller Art in die Finger kneifen, „küssen", oder, was eine beliebte Unfitte ist, sich Leckerbissen aus dem Mund nehmen zu lassen.
Unfreiwillig ist die Berührung des Menschen mit tierischen Schmarotzern. Wir wissen, dah die S t u b e n f l i e g e den Keim der Lungenschwind- fucht (den Tuberkelbazillus) überträgt, wenn sie, wie so oft, am Husten- ober Schleimauswurf von kram ken Menschen gezehrt hat. Die Körper- und Kopf laus kann zum Träger des Fleckfiebers werden, welches, wie allgemein bekannt ist, im Weltkrieg eine besondere Massenbekämpfung nötig machte, wovon die unzähligen „Entlausungsanstalten" auch dem Laien noch genügend in der Erinnerung sind. Die W a n z e n können gleichfalls zu Krankheitsüberträgern werden, die Hundszecke und Schaf- z e ck e gehören nicht minder zum gefährlichen Ungeziefer. Ferner wissen wir, daß auch Mäuse bestimmte Darmbazillen beherbergen, daß der Rattenfloh die Pest Übertragen kann, die alsdann durch erkrankte und verendende Ratten in Gebäude und Wohnungen, mit Vorliebe aber auch auf Schiffe und damit sogar über See, verschleppt wird. Von den Rinderbremsen, zu deren Gruppe u. a.
Zndllfine- und Handelskammer Gießen.
Die Industrie- und Handelskammer Gießen für die Kreise Gießen, Als- f e l d , L a u t er ba ch hielt dieser Tage ihre erste Sitzung in diesem Jahre ab. lieber die Verhandlungen ist folgendes zu berichten:
Kommerzienrat Schirmer gibt in seiner Eröffnungsansprache zunächst seiner Freude Ausdruck, die Kammermitglieder in voUer Gesundheit und gewohnter Arbeitsfreude wieder versammelt zu sehen. Alsdann richtet er herzliche Worte der Begrüßung an die neugewählten Mitglieder, und zwar an Herrn Horn als txm rührigen Vorsitzenden des Vereins der Gießener Einzelhändler und an Fabrikant Poppe als den Vertreter einer in Gießen noch jungen, aufstrebenden Industrie: er bedauert ferner lebhaft, dah der Vertreter des neuen Wahlbezirks Schlitz, Fabrikdirektor Haag als Repräsentant einer im Kammerbezirk alteingesessenen Industrie durch plötzliche Erkrankung am erstmaligen Erscheinen verhindert sei. Bei dem nunmehr folgenden üblichen
Rückblick auf das abgelaufene Wirtschaftsjahr weist der Vorsitzende in vollem Gegensatz zu den optimistischen Berichten bestimmter Stellen und Kreise auf die außerordentlich schwierige Lage unserer gesamten Wirtschaft in 1 929 hin, welche auch zu Hoffnungen für 1930 wenig berechtigt. Die Ursache für diese bedauerliche Erscheinung sei darin zu suchen, daß schon seit Jahren die deutsche Wirtschaft empfindlich unter dem Kapitalmangel leide und dabei trotzdem unter schwerstem Steuerdruck gehalten werde, welcher die zur Belebung der Wirtschaft so dringend notwendige Kapitalneu- bildung zur Unmöglichkeit mache. Die sichtbarsten Beweise für diese Rotzeit der Wirtschaft feien die von Tag zu Tag zunehmenden Zusammen- brücheselb st älte st erundbe st fundierter Unternehmungen in Industrie und Handel. Der Weg zum Aufstieg werde erst frei fein, wenn sich ein grundlegender Wandel in der Auffassung der herrschenden Kreise über die Aufgabe und Stellung der Wirtschaft im Staate vollziehen werde. Gleichwohl werden Handel und Industrie nicht den Mut verlieren und auch fernerhin an ihrem Teile am Wiederaufbau des deutschen Staates und der deutschen Wirtschaft Mitarbeiten.
Rach der Eröffnungsansprache des Vorsitzenden, welche die volle Zustimmung der Versammlung findet, dankte Herr Horn zugleich im Ramen des Herrn Poppe für die freundlichen Worte der Begrüßung und versicherte gleichzeitig treue und fleißige Mitarbeit an den Aufgaben der Kammer.
Der seitherige Vorstand der Kammer, bestehend aus den Herren Kommerzienrat Schirmer als Vorsitzenden, Kommerzienrat Kling - s p o r und Kommerzienrat Ram speck als stell
vertretenden Vorsitzenden sowie Herrn Röhr als Rechner, wird durch Zuruf wiedergewählt.
Der D o r a n s ch l a g für Rj. 1930 wird genehmigt. Die Vollversammlung nimmt ein kurzes Referat des Syndikus über die
Allianz- und Steuerreform entgegen, in welchem der schweren Enttäuschung über die der deutschen Wirtschaft durch das „Sofort-Programm" aufgebürdete weitere Steuerlast von rund einer halben Milliarde beredter Ausdruck verliehen wird und welches in der Forderung ausklingt, dah der Gesamtwirtschaft nur mit einer Finanz- und Steuerreform größten Stils auf die Dauer geholfen werden kann, d. h. sofortige und weitestgehende Steuersenkung auf der einen Seite und stärkste Einschränkung der Ausgaben der öffentlichen Haushalte auf der anderen Seite.
Die Kammer hört ferner ein Referat des Syndikus über Erfahrungen mit der
verglelchsordnung
an und stimmt dem Verlangen zu, dah baldigst eine Aenderung der Dergleichsordnung vorgenommen werde, welche einen wirksameren Schuh der Gläubiger als bisher gewährleistet.
Vorkommnisse aus der jüngsten Zeit auf dem Gebiet des
Wettbewerbs im Einzelhandel
geben der Kammer zu der folgenden Erklärung Veranlassung:
„Die Rotwendigkeit der Geschästsroklame für den Kaufmann wird gewiß von keiner Seite verkannt. Darunter darf aber niemals die Lauterkeit der Reklame Rot leiden. Run hat aber der verschärfte Wettbewerb bedauerlicherweise in den letzten Jahren vielfach Sonnen angenommen, welche über das Maß des Erlaubten hinausgehen und oft genug die unbedingte notwendige Rücksicht auf kaufmännisches Zusammengehörigkeitsgefühl und kaufmännische Ehrbegriffe vermissen lassen. Jeder Kaufmann sollte aber doch von selbst wissen, wie weit er bei seinen Ankündigungen gehen darf. Denn die innere Wahrheit und Klarheit seiner Geschäftsreklame wird stets oberstes Gesetz seines Handelns sein und bleiben müssen.
Die Erfahrungen haben ferner gelehrt, daß immer wieder versucht wird, unmittelbar vor ober nach den üblichen Inventur- und Saison- Ausverkäufen Sonderveranstaltungen, wie z. B. Werbewochen, billige Tage, Restetage abzu^ halten. Solche Veranstaltungen lassen sich jedoch mit dem Wettbewerbsverbot nicht in Einklang bringen. Einigungsämter und auch Gerichte haben schon verschiedentlich auf Unterlassung bzw. Bestrafung erkannt, weil sie in diesen Veranstaltungen eine Vorwegnahme bzw. eine Fortsetzung der gesetzlichen Inventur- und Saison-Ausverkäufe erblicken."
die Tsetsefliege gehört, haben wir bereits gesprochen. Vor allem aber ist ein gefährlicher Feind der Menschheit bekanntlich die sog. Malariamücke (Anopheles), deren Stich eine Form von Wechselfieber (Malarit) überträgt, welche zu schweren Fieberan- fällen und bei längerer Krankheitsdauer zur Verelendung des ganzen menschlichen Organismus, der sog. Malaria-Kachexie führt. Auch die Gartenschnecken, deren Schleim mit dem Salat und son- fügen Gartenfrüchten in die Küche gelangen, beherbergen allerhand Gefahren.
Alle diese Zusammenhänge zwischen Tier und Mensch müssen uns immer wieder dringlich die Mahnungen einschärfen.
1. Unterlasse jede unnötige Berührung mit Haustieren.
2. Bekämpfe, wo du kannst, die Unsitte, mit Tieren Liebkosungen auszutauschen.
3. Beobachte äußerste Sauberkeit bei der [Reinigung von Tierkäfigen, neben peinlichster Sorgfalt in der Behandlung deiner eigenen Hände.
4. Unterziehe die Nahrungsmittel, tierische wie pflanzliche Produkte, ehe du sie zubereitest, einer gewissenhaften Säuberung.
5. Führe einen rücksichtslosen Vernichtungskrieg gegen Ungeziefer aller Arten und Formen.
Taten für Mittwoch, 22. Januar.
1561: der Philosoph Francis Bacon von Deru- lam in London geboren (gestorben 1626): — 1729: der Dichter Gotthold Ephraim Lessing zu Kamenz in der Lausitz geboren (gestorben 1781); — 1775: der Physiker Andre Marie Am- pere in Lyon geboren (gestorben 1836): — 1788: der Dichter Lord Byron in London geboren (gestorben 1824): — 1849: der Dichter A. Strindberg in Stockholm geboren (gestorben 1912).
Gietzener Wochenmarktpreise.
Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt das Pfund: Butter 130 bis 170; Matte 30 bis 35; Käse (10 Stück) 60 bis 140; Wirsing 15 bis 20; Weißkraut 10 bis 15; Rotkraut 15 bis 20; gelbe Rüben 12 bis 15; rote Rüben 12 bis 15; Spinat 25 bis 35; Unter-Kohlrabi 8 bis 10; Grünkohl 20 bis 25; Rosenkohl 30 bis 35; Feldsalat 100 bis 120; Tomaten 70 bis 90; Zwiebeln 10 bis 15; Meerrettich 50 bis 80; Schwarzwurzeln 40 bis 60; Kartoffeln 4'/r bis 5; Aepfel 10 bis 15; Birnen 10 bis 15; Dörrobst 30 bis 35; Honig 40 bis 50; junge Hähne 120 bis 130: Suppenhühner 100 bis 120; Gänse 110 bis 130; Rüsse 50 bis 80; Endivien 80 bis 100; das Stück: Tauben 70 bis 90; Kisteneier 15 bis 16; frische Landeier 15 bis 17; Blumenkohl 50 bis 100; Salat 30 bis 40; Ober-Kohlrabi 10 bis 15; Lauch 5 bis 15; Rettich 10 bis 20; Sellerie 10 bis 40 Pfennig; der Zentner: Kartoffeln 3,80 bis 4; Wirsing 10 bis 12; Weißkraut 7 bis 8; Rotkraut 10 bis 12; Aepfel 10 bis 12; Dirnen 8 bis 10 Mark.
Bornotizen.
— Tageskalender f ü r Dienstag. Stadttheater: „Der Geisterzug", 20 bis 22 Uhr. — D. H. V.: Unterhaltungsabend, 20.30 Uhr, im Cafe Leib. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Heiratsfieber"; auf der Bühne: Operettenrevue „.Lachendes Leben". — Astoria-Lichtfpiele: „Der Klub der Junggesellen".
— Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Bei der Erstaufführung des englischen Kriegsstückes „Die andere Seite" („Journehs End") in drei Akten von R. E. Sheriff, das einen beispiellosen Welterfolg gehabt hat, hat . die Spielleitung der Intendant Dr.
P rasch selbst. Als Kriegs- und Soldatenstück enthält es keine einzige Frauenrolle, es ist ecn ausgesprochenes Männerstuck. Es wirken bei dieser Erstaufführung mit die Herren: Arzdorf, Dommifch, Fassott, Haefer, Hais, Heitzig, Hub, Philipp, Ritter, Sannert, Wahlen, Wese ne r. Inspektion: Anton Wahlen. Das Bühnenbild ist von Karl Löffler eigens entworfen und ausgeführt, für die Arrsstattung und Uniformierung sorgt der Obergarderobier.
— Der Goethe-Bund hat, wie man uns schreibt, zu seinem nächsten Dichterabend am kommenden Montag den bekannten Dichter Alfred Reumann zu einer Vorlesung aus eigenen Werken eingeladen. Reumann, der Verfasser der bekannten Romanwerke „Die RebeNen" und „Der Teufel", gehört heute zu den meistgelesenen Autoren. Bekanntlich fand im vergangenen Jahre die Ausführung seines Bühnenstückes „Der Patriot" durch unser Stadttheater stärkste Beachtung. Es wird sicherlich begrüßt werden, dcch der Schöpfer und Verfasser so bedeutsamer Dichtungen bei uns als Interpret seiner Werke erscheint. (Siehe heutige Anzeige.)
** Der Ange st eilten. Gehaltstarifin Gießen. Wie uns der Deutschnationale Handlungs- gehilfen-Verband mitteilt, hat der Reichsarbeits- Minister unter dem 14. Januar den für die kaufmännischen Angestellten im Gießener Einzelhandel geltenden Tarifvertrag für allgemeinverbindlich er- klärt. Der mit dem Verein der Einzelhändler Gießen und den Angestelltenverbänden geschlossene Gehaltstarif vom 4. November 1929 brachte bekanntlich eine Erhöhung der Gehälter um 4 o. H. Durch die All- gemeinverbindlichkeitserklärung find nunmehr alle Einzelhandelsfirmen im Stadtbezirk Gießen an den Tarifvertrag gebunden.
•• Stadttheater-Abonnement. Im heutigen Anzeigenteil wird zur Einlösung des fünften Abschnitts aufgeforöert. Interessenten seien auf die Anzeige besonders hingewiesen.
*• Vom K onzer tverein wird uns mitge- teilt: Das für Donnerstag, 23. Januar, angekündigte Symphonie-Konzert muß bedauerlicherweise auf einen noch zu bestimmenden Tag verschoben werden, da das Darmstädter Landestheater-Orchester trotz der Bemühung der Intendanz und des Konzertvereins nicht in der erforderlichen Stärke für diesen Tag zur Verfügung gestellt werden kann. Die inzwischen gelösten Karten behalten ihre Gültigkeit. Die [Bekanntgabe des Termins wird rechtzeitig erfolgen. Als nächstes Konzert folgt am Sonntag, 2. Februar, der Klavierabend (Schumann-Chopin), für welches Wilhelm Backhaus zugesagt hat. (Siehe heutige Anzeige.)
♦* Eine Achtzigjährige. Am 23. Januar feiert Frau Bertha Vogt, geb. Jost, Wil- helmstrahe 53 wohnhaft, ihren 80. Geburtstag.
* Revue im Lichtspielhaus. »Lachendes Leben" nennt man die für drei Tage auf der Bühne des Lichtspielhauses in der Bahnhofstraße gastierende Revue. Rach Qlrt eines Kabarett- prograrnrnes wickelt sich der Spielplan ab, in der Hauptsache darauf eingestellt, durch Aeußer- lichkeiten zu wirken. Solisten und Ballett tun ihr Möglichstes, um das Publikum zu erheitern. Das gelingt bei einzelnen Programmnummern, wie „Rassauer Dauemduett" und „Ein Rekrut Piffke", sogar recht gut. Besonders erwähnt zu werden verdienen außer niedlichen Ballettänzen die „Skulpturen" nach Tiit er n be.-ühmter Meister, die „Skulpturen" nach Bildern berühmter Meister. Die begleitende Musik unterstrich das Ganze recht stimmungsvoll. Den zweiten Teil des Abends füllt das reizende Lustspiel „Heiratsfieber" aus, bei dem Hans Junkermann, Fritz Kämpers und Maria Paudler die Hauptrollen spielen. Den malerischen Hintergrund geben diesem Film die herrlichen Naturaufnahmen aus den bayrischen Bergen. Es ist ein drolliges, mit reichem Humor und Feinsinnigkeiten gewürztes Lustspiel das die Heiterkeit aufs höchste anzuregen vermag. Das Lichtspielhaus bietet mit dem langen Programm einen recht unterhaltsamen Abend.
Brieftasten der Redaktion.
(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)
Oe. Nach den derzeit geltenden Bestimmungen ist auch bas Wassergelb vom Hauseigentümer zu tragen, es sei denn, daß ältere anders lautende Vereinbarungen bestehen. Verschwenderischer Wasserverbrauch des Mieters macht diesen fchadensersatzpflich- tig. Wenn der Vermieter den Vorkeller oder den Hausboden lediglich aus Gründen der Sicherheit ab- schließt, so ist hiergegen nichts einzuwenden. Jeden- falls muß er Ihnen aber Schlüssel zum ordnungsgemäßen Gebrauch der Ihnen vermieteten Räume zur Verfügung stellen. Verhindert er das Betreten von Räumen in schikanöser Weise, so können Sie hiergegen Klage erheben.
Kur noch bis zum 24 Januar
dauert der
Inventur-Ausverkauf
zu den verblüffend niedrigen Preisen bei:
GIESSEN Selters weg 91
574D
MlmvMe II. Dominos
zu verleiden. [0419
Die elegantesten n. originellst. Kostüme stets am Lager.
Kopfbedeckungen in Papier, Stoff und Filz,
sowie Gesicktsmasken u. alle
Karneval-Artikel
in größter Auswahl
Karnbach, Kaplansgaffe 27.
Staatsoberförfterei Krofdorf.
Holzversteigerung
am Mittwoch, dem 29. Januar 1930, 10 llhr, bei Jreunb in Krofdorf aus den Distrikten 13 bis 16 (Kreuzschläge):
Eiche: 90 rm Scheit, 30 rm Knupp., 600 rm Reis. 567D
Buche: $80 rm Scheit, 1400 rm Reis.
Fichte: 2 rm Knüpp., 40 rm Reis.
Drucksachen aller Art
liefert in jeder gewünschten Ausstattung stilrein und preiswert die Bruhl'iche Univ.-Druckerei, R. Ung>


