Ausgabe 
20.10.1930
 
Einzelbild herunterladen

Znterallierte Schulden undMparationen

London, 20. Oft. (WIB. Funkspruch.) Wie slimes unter allem Vorbehalt und unter Hinweis darauf, daß eine Bestätigung nicht zu erreichen sei, au» Washington meldet, soll nach dort umlaufenden Gerüchten von gewissen Kreisen, zu denen in erster Linie der Setfretär des Schatzamt» Mellon, der Unterfetretär Ogden Mills und der Leiter der Jeberal Reserve Bank von Reuyork, George Har­rison, gehören, der plan eines Morato­riums für öle Schuldenzahtungen der früheren Alliierten an die verelnig- t e n Staaten erörtert werden. Diesem Plan, so berichtet der Korrespondent, würde natürlich nur eine bedingte Bedeutung zukommen und mehr der Frage gelten, ob ein solcher Entwurf überhaupt später ein­mal den tatsächlichen Verhältnissen angepaßt werden könne, al» dah die in ihm vorgesehenen Bedingungen im Augenblick schon Anwendung finden konnten. Aber die kaum mehr al» theoretische Bereitschaft der amerikanischen Regierung, solche Maßnahmen in Erwägung zu ziehen, wühle allein schon alle die­jenigen ermutigen, die von der Notwendigkeit einer entschlossenen Aktion seitens der vereinigten Staaten in einer nicht allzu fernen Zukunft überzeugt sind.

weiter meldet dieTimes", daß der frühere Reichsbankpräsident Dr. S ch a ch t am Samstag eine halbstündige Unterredung mit dem Staatssekretär S 11 m f o n gehabt und heute den Präsidenten Hoover und den Staatssekretär Mellon spre­chen werde. Ueber den Inhalt der Unterredung mit Stimfon sei nichts Näheres bekannt, aber Dr. Schacht habe bei Verlassen de» Bureaus des Staats­sekretärs Pressevertretern gegenüber sich dahin ge­äußert, daß nach seiner Ueberzeugung Deutschland früher oder später gezwungen sein werde, e l n Moratorium für seine Reparation»- Zahlungen zu beantragen. Auf die Rückwirkun­gen eines solchen Schrittes in internationaler Be­ziehung sei Dr. Schacht nicht näher eingegangen, er habe jedoch auf die wirtschaftliche Un­gerechtigkeit, die Deutschland durch den Ver- failler Derirag widerfahren fei und die Notwendig­keit der Revision desselben hingewiesen. Der Iimes"-Korrespondent bemerkt dazu, es wäre überraschend, wenn Dr. Schacht in feiner heutigen Unterredung mit dem Präsidenten und anderen Füh­

rern der amerikanifchen Regierung nicht auf das­selbe Thema noch näher einginge. Der Besuch Schachts sei aber nicht erst notwendig gewesen, um die finanzieren Machthaber der Bereinigten Staa­ten davon zu überzeugen, daß die Ereignisse einer Krisis zutreiben, und zwar einer Krise, die größere Hilfsmaßnahmen erforderlich mache, als nur das Notmittet eine» Moratoriums. Der Goldabsluh aus Europa nach den Vereinigten Staaten und Frankreich und die damit verbundene 3mmobllif ierung der Geldvorräte bereite Neuyork und Washington große Sorge. Vie führenden Bankiers machten au» ihren Befürchtun­gen keinen hehl, dah dieser Stand der Dinge eine allzugroße Belastung für das internationale System der Goldwährung bedeute.

Hervss Feldzug für die Vertragsrevision.

Paris, 18. Oft. (TH.) Herv6 setzt seinen Feldzug für die Revision der Verträge in der Samstagausgabe derCBictoire fort. Für den Fall, daß eine solche Revision nicht zustanbekommt, sieht er schon einen neuen Krieg voraus, in dem Frankreich als Sieger nichts zu ge­winnen und als Besiegter alles zu ver­lieren habe. Natürlich gehöre, so führt HervL aus, eine ungeheure Chacakiergröhe dazu, einem Besiegten Erleichterungen eines Vertrages zu ge­währen, zu dessen Hnterzeichnung man ihn mit dem Messer am Halse gezwungen habe. Hervö fordert dann die Verbände ehemaliger Kriegsteilnehmer, insbesondere das Croix deFeu auf, sie möchten durch eine große Geste ihren Willen zum Frieden /bekunden. Herv6 schlägt ihnen vor, am 11. November ein Telei aramm an den Stahlhelm zu senden mit der Frage, ob dieser bereit sei, auf Ehre und Ge­wissen zu erklären, dah die von ihm, Herv6, vvr- geschlagene Revision zu einer deutsch-französischen und deutsch-polnischen Versöhnung ohne Hin­tergedanken führen würde. Er, Herv6, sei über­zeugt, dah der Stahlhelm eine derartige Frage» bei ah e nd beantworten und sofort eine mo­ralische Abrüstung in Deutschland ein­treten würde, die im Zeitalter der Flugzeuge und Giftgase die einzigewirkliche Friedens- s i ch e r u n g darstelle.

Aus der Provinzialhauptstadt.

Gießen, den 20. Oktober 1930.

Kemer will Gold!

Ein Zehnmarkstück in Gold ist unter kursver- ständigen Leuten immer noch seine zehn Mark wert. So ein Geldstück kam mir in die Finger. 3n irgendeinem Strumpf wird es sich bis in diese schlechten Zeiten hinübergeschlafen haben. Es ist noch wunderschön blank. Es hat nur einen Nachteil: ich kann es nicht wieder loswerden.

Da war erstens der Kellner eines größeren Restaurants.Herr Ober, zahlen!" Wie toemt ich die Goldstücke lose in der Westentasche trüge, lege ich ihm das Zehnmarkstück auf den Tisch. Er nimmt es, besieht es und lächelt: »Tja, das war einmal...

»Das ist auch noch, Herr Ober! Vollgültiges Zahlungsmittel!"

Er guckt mich an, guckt das Goldstück an: »Augenblick mal..

3n einer Ecke wird eine Oberkonserenz ein- berufen. 3ch sehe nur Kopfschütteln. Nach einer Meile kommt er zurück:Hat der Herr kein andres Geld?"

,3a, aber bitte schön, warum denn nur?

Tja, wissen Se, da haben se erst vorige Woche einen verhaftet wegen Falschgeld..."

Ach, sehr freundlich nun meinen Sie von mir auch...?"

Nee, das nich gerade: aber wahrscheinlich sind Se auch damit angeschmiert, und nun möchten Ce8 wieder loswerden. 3s ja verständlich..."

Zweiter Versuch in der Straßenbahn. Der Schaffner stutzt:Nanu?" Er versucht das Gold­stück mit dem Daumennagel anzukratzen, dann steckt er es zwischen die Zähne, um ein Stück abzubeihen. Nachdem ihm das glücklicherweise mißlungen ist, reicht er es mit den Worten zurück: Nee, Männecken, bei mir nich!" 3ch versuche höflich, ihn zu meinem Goldstück zu bekehren, da wird er amtlich: der Schaffner sei nicht ver­pflichtet, großes Geld zu wechseln, Paragraph sowieso dec Derkehrsordnung... Denn nicht!

Dritter Versuch bei einem Droschkenchauffeur. La hätte ich bald Prügel bekommen.Mensch, näch- ftenä kommen Se und toollcit mit Schokoloden- plähchen bezahlen! Diennarken nehme ich nich!" Auf meine währungstechnischen Belehrungen ant­wortet er bloß:Da soll ich vielleicht für die lumpige Mark fuffzig erst noch bei de Repa- rationskonscrenz anrusen und mich erkundijen,?"

Letzter Versuch bei meinem Friseur. Er weiß es, wie immer, ganz genau:Laut Reichsbank­gesetz vom August 1924 ist das Goldstück außer Kurs gesetzt..." Alle Achtung, konkretes Wissen imponiert! Es gibt nur leider gar kein Reichs­bankgesetz vom August 1924!

Jedenfalls besitze ist das Goldstück heute noch. 3ch werde mir wohl eine Schlipsnadel daraus machen lassen. So ändern sich die Zeiten... 3.3.

Große Alarmübung oberhessischer Saniiäiökolonnen.

Am gestrigen Sonntagvormittag alarmierte der 3nspekteur der oberhesstfchen Freiwilligen Sani­tätskolonnen vom Roten Kreuz, Sanitätsrat Dr. Hahn (Bad-Nauheim), die Freiwilligen Sani­tätskolonnen von Gießen, Homberg, Alsfeld, Lau­terbach, Gedern, Schotten, Laubach, Hungen und Leihgestern zu einer großen Alarmübung am Bahnhof Grünberg. Bei der Gießener Kolonne ging der Alarmruf gegen 11 Hhr ein. Innerhalb weniger Minuten fuhr der große Sanitätskraftwagen mit 6 Sanitätsleuten besetzt nach dem Alarmplatz ab, bald darauf folgte auf einem Lastkraftwagen die übrige Mannschaft der Gießener Kolonne mit allem Hilfsmaterial. Die Gießener Sanitäter trafen als erste an der Hebungsstelle ein, dann folgten in kurzen Ab­ständen die übrigen Kolonnen, die teilweise auf Lastautos, Personenkraftwagen, Fahrrädern usw. herbeigeeilt kamen. Eine kurze Hebung am Bahn­hof Grünberg vereinigte die Mannschaften zu ge­meinsamer Arbeit. Die große Alarmübung, die für sämtliche Kolonnen völlig überraschend kam, fiel zur vollen Zufriedenheit des Inspekteurs aus und erwies erneut die Schlagfertigkeit der beteiligten Organisationen.

Bornotizen.

TageskalendersürMontag. Gießener Eisverein e. 23.: Ordentliche Mitgliederversammlung, 20 Uhr, Cafe Astoria. Lichtspielhaus, Bahnhof­straße:Liebesparade". Astoria-Lichtspiele:Mes­salina".

Aus dem S t a ö t tlj e a t e r b ur eau wird uns geschrieben: Am Mittwoch findet an Stelle der im Spielplan vorgesehenen Aufführung vonEinen Jux will er sich machen", infolge Erkrankung im Personal ein einmaliges Gastspiel der Vereinigten Operettenbühnen Dochum-Ham- bom mitDer Zigeunerbaron" statt. Dieses Werk ist eine der bekanntesten 3ohann-Strauß-Operet­ten. Bei dieser Ausführung wird erstmalig der

aus 60 Mitgliedern bestehende Chor dieser Ope­rettenbühne in Gießen mitwirken. Der Abend verspricht ein Genuß zu werden. Außerdem macht die 3ntendanz darauf aufmerksam, daß die Ope­retteDer Zigeunerbaron" nur einmal aufgeführt werden kann, und zwar als Vorstellung im Mittwoch-Abonnement. Die Vorstellung beginnt um 19.30 Hhr und endet gegen 22.30 Uhr. Am Dienstag findet die erste Wiederholung deS mit großem Erfolg uraufgeführten Werkes von Curt Corrinth:Sektion Rahnstetten" statt. Das nächste Ensemblegastspiel findet am Sams­tag, 25. Oktober, statt. Die Intendanz hat die Ludwig-Thoma-Dühne zu einem einmaligen Gast­spiel verpflichtet. Zur Aufführung gelangt: Magdalena" von Ludwig Thoma.

Vortrag über China. Die Fragen deS Femen Ostens stehen mehr denn je im Mit­telpunkt des öffentlichen Interesses, nicht nur, weil die Entwicklung Chinas von größtem Ein­fluß auf die MenschAit im allgemeinen fein wird, sondern weil der berart sich auswirkende Geist auch in unserem Volke zu spüren ist. Es wird deshalb von Interesse sein, einen Sachkundigen, den Missionsinspektor D. Dr. Oehler (Basel) überKommunismus und Mission in China" reden zu hören. Näheres In der heutigen Anzeige.

Die Nationalsozialistische Deut­sche Arbeiterpartei hält am Mittwochabend in der Turnhalle am Dsroalbsgarten eine öffentliche Versammlung ab. Redner: S). Däuser, M. d. L., München.

Gin Berg- und Ski-FilmSonne über Piz Palü" wird, wie man uns schreibt, am Mittwoch, 5. November, in der großen Aula der llnioerfität vorgeführt werden. Der be­kannte Alpinist und Sportlehrer Willy Do­bia s ch, München, der an der Aufnahme deS Films aktiven Anteil genommen hat, wird den begleitenden Text sprechen. Das Hniversitäts» Institut für Leibesübungen und der Ski-Klub Gießen sind es, die Film unb Vortrag nach Gießen bringen. Wer vor zwei Jahren in jenem begeisternden Lichtbildervortrag von C. I. Lu - ther, München, überSchnee-Ski-Pabdel" ge­wesen ist, den damals der Ski-Klub Gießen öeranftaltet hat, wird auch biedmal wieder­kommen. Der Vortrag Dobias^s und sein Film werden nicht minder packend sein. Mit einem Faltboot- und Kletterakt beginnt es. Es folgen Ski-Fahrten am Sell. Die Pracht der winter­lichen Bernina zieht in weiteren vier Akten an dem Besucher vorüber. Bergsteiger unb Ski­fahrer selbst waren es, die diesen Film ge­schaffen. Der Zuschauer tritt unwillkürlich mit ein in ein Erleben, das sonst nur dem Hoch­touristen vergönnt ist. Film und Vortrag sind für jeden Freund der Natur bestimmt. Näheres wird noch bn Anzeigenteil bekanntgegeben werden.

** Aufgehobene Straßensperre. Die Straßensperre auf der Provinzialstraßenstrecke Brauerschwend Reuters ist aufgehoben.

** Gin Neunzigjähriger. Am morgigen Dienstag begeht Herr Friedrich Muhl, Licher Straße 7, bei guter Gesundheit und geistiger Frische seinen 90. Geburtstag.

- Vom Hessischen Tierschutzverein. Der Tierschutzoerein für Hessen hält seine 49. Haupt­versammlung am 30. Oktober in Heppenheim a. d. B. ab. Auf der Tagesordnung steht neben den geschäft- lichen Punkten ein Vortrag von Rektor Pfeiffer (Birkenau) über Naturschutz.

«- Hessische Vereinigung für Volks­kunde. Die Hessische Vereinigung für Volkskunde hält ihre diesjährige Jahrestagung Anfang Dezember in Schotten ab.

Sin Appell an die Frauen! Ange­sichts der Notlage der Zeit hat der Gesamtvor­stand des Bundes Deutscher Frauenvereine auf seiner Tagung in Göttingen folgende Ent­schließung gefaßt: Der Bund Deutscher Frauenvereine sieht die praktisch-soziale Arbeit als dringlichste Aufgabe in dem bevorstehenden Notwinter an. Alle Bestrebungen des Bundes werben im Hinblick auf bie gegenwärtige beson- bere Notlage der Dollsgesamtheit gestaltet wer­ben. In biesem Sinne richtet ber Bund an die ihm angeschlossenen Verbände auch den Appell, alle beabsichtigten Veranstaltungen in Form und In­halt unter dem Gesichtspunkt größter Sparsam­keit durchzuführen. Er ruft die einzelnen Mit­glieder seiner Verbände auf, durch möglichste Einschränkung der eigenen Lebenshaltung ein Bei­spiel zu geben unb durch Tat- unb Opferbereit­schaft unb burch Hergabe entbehrlicher Mittel sich in ben Dienst ber Volksgemeinschaft zu stellen.

" Auszahlung von Guthaben ehe­maliger KriegsgefangeneninFrank- reich. Einer Mitteilung der Reichsvereinigung ehemaliger Kriegsgefangener zufolge werben auf Grunb einer Entscheidung des Reichsfinanzmini­sters die seit einigen Jahren in ben Händen des Reichsfinanzministeriums befindlichen Guthaben ehemaliger Kriegsgefangener aus französischer Kriegsgefangenschaft nunmehr zur Auszahlung gelangen, soweit sie den Betrag von 10 Mark übersteigen. Eines besonderen Antrages zwecks Auszahlung bedarf es im Einzelfalle nicht. Die Auszahlung erfolgt von Amts wegen, ohne be­

sonderen Antrag, burch die Rcstverwaltung für Reichsausgaben, in deren Händen sich die Listen der Anspruchsberechtigten besinden. Die Aus­zahlung wird erfahrungsgemäß eine Reihe von Monaten dauern. Eine Heberschüttung der tn Frage kommenden Dienststelle mit Einzelanträ- gen kann nur eine Verzögerung unb Erschwerung der Auszahlung zur Folge hoben. Hm Irrtümern vorzubeugen, sei nochmals darauf hingewiesen, daß es sich nicht um militärischen Sold, sondern um die meist geringfügigen Arbeitsguthaben­beträge handelt, bie beim Abtransport bet Kriegsgesangenen aus Frankreich einbehalten unb burch die Inflation des französischen Franken ent­wertet wurden.

"Rund um den Erdball." lieber die Leinrvand des Lichtspielhauses Bahnhofstraße ging gestern vormittag ein sehr sehenswerter Kulturfilm. Die Besucher erlebten in gedrängtester Form eine Weltreise und lernten all das im Bilde kennen, was aus fremden Erdteilen unb fremden Völkern wif senswert erscheint. Der Filmstreifen, der im Auf­trage derHapag" hergestellt wurde, zeigte zur Einleitung unsere deutsche Heimat aus der Vogel­schau, und zwar vomGraf Zeppelin" aus aus­genommen, anmählich der Hamburgsahrt.. Die eigentliche ReiseRund um den Erdoall" an Bord des DampfersResolute" führte zunächst nach Ita­lien. In großartigen, künstlerisch gesehenen Bildern waren Neapel, der Vesuv, Sorrent und die Insel Capri auf den Filmstreifen gebannt; die klassischen Stätten Griechenlands, Kairo und sein orientalischer Zauber, Damaskus und Jerusalem, schließlich Indien und die skurrile Pracht seiner Tempel erstanden vor den Augen der Zuschauer. Siam und sein in Bil­dern widergespiegelter mystischer Götterkult, die Insel Bali, Cyinas Hafenstädte unb Japans frembe Welt, nahmen bas Interesse nicht weniger in An­spruch. Bilder von San Franzisko unb der Metro­pole Neuyork beschlossen ben Film. Mit sicherer Hanb war aus dem überwältigenden Stoff, den diese Weltreise bieten mußte, das Bedeutsamste heraus­gegriffen, so daß jedermann einen tiefen Eindruck von der Vielfältigkeit unserer Erde und dem uns doch oft so rätselhaften Leben und Treiben asiatischer Völker mit nach Hause nehmen mußte.

Die Wetterlage.

«!

12,

Ocrim O

£

--MG.I

Qwomtnioi © neuer, r» naft> oefleart» vorxeg. oedeenWe^

» Schnee a Graupeln. e Neoel K GeWitter.(§)Wind5tfl<e.<H «V nenter Oji massige' Südsüdwest. q stürmische» nordwes» Oie Pfeile fliegen mit dem Winde. Die Beiden Stationen stehenden "4 <en gehen die Temperatur an. Die Linien veroindeo Orte mit gltKhcfl> auf Meeresniveau umgerechneten Luftdruck

Wettervoraussage.

Die Zufuhr ozeanischer Luftmassen an ber Süd­seite des Norbmeertiefs hat in ganz Deutschland wieder Nebel unb Wolkenbilbung zur Folge. Das Barometer zeigt gegenwärtig wieber fallende Ten- benz, so baß bas Hochdruckgebiet weiter zum Ab­bau gelaugt unb bas Wetter mehr von dem sich südlich ausbreitenden Tief bestimmt wird. Bei nun mehr aufkommenden westlichen Winden wird sich vielfach Bewölkung zeigen und zeitweise werben Niederschläge auftreten.

Aussichten für DienStag: Wolkige- Wetter mit vereinzelten Niederschlägen.

Aussichten für Mittwoch: Teils wol­kiges, teils aufheiterndes Wetter mit einzelnen! Regenschauern.

Lufttemperaturen am 19. Oktober:, mittags 16,8 Grad Celsius, abends 8,6 Grad; am 20. Oktober: morgens 9,7 Grad. Maximum 16,8 Grad, Minimum 7,7 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 19. Oktober: abends 12,8 Grad; am 20. Oktober: morgens 10,4 Grad Celsius. Sonnenscheindauer vier Stunden.