Ausgabe 
20.5.1930
 
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Turnen, Sport und Spiel.

lenmäfjige Unterlegenheit des 1 auszunuhen. Die Gäste führte!

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sympathische Hopfgartener Mannschaft an.

knapp

mit

Turngau Lohn-Dünsberg Tv. Gar-

nichts

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aus und konnte sich durch

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bur, den und den benteich.

Die gegen runde

das erzielte Un­tier Tabelle der

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sie nach gleichwertigem Spiel nur 1:2 verlor.

Das in der Dorschau angesagte zweiten 3 u g e n d m a n n s cha f t erste des Sportvereins Sinn kam Aus trag.

2lm Sonntag wurden auf dem Mkiversttäts- sportplatz zu Gießen die diesjährigen M e i st e r - schäften irn Hand- und Faustball des Südwestdeutschcn Turnverbandes ausgetragen.

in Daubringeu Toren.

Am Samstagabend trugen in Heuchelheim zwei Bezirksmannschaften A und B ein schönes Spiel vor. Die A-Mannschaft, die sich fast ausnahmslos aus Spielern von Wieseck und Krofdorf zusammen- setzte, konnte die B°Mannschast, in der die Bercine Heuchelheim, Großen-Linden und Krofdorf vertreten waren, nach überaus spannendem Spiel mit 9:3 Toren schlagen.

diesjährigen Faustballmeister keine Chance geben können. Herr W. Zöller (Hausen) war dem Spiel ein aufmerksamer Leiter.

T. D. 1886 e. D. Trebur ist nun Derbands- meister in Hand- und Faustball und wird den Südwestdeutschen Turnverband bei den Dundes- meisterschaften des Allgemeinen Deutschen Tur­nerbundes, die in Remscheid stattfinden, ver­treten.

leichtsinnigen Anschlag manchen Jehlpunkt, so daß schon bei Halbzeit Trebur mit 13 Bällen in Führung lag. Beim Sieger konnten beide Hinter­spieler am besten gefallen.

Zu den Bundesmeisterschaften wird man dem

ändern.

wieseck Watzenborn 2:2.

zweite Jugend Wiesecks trug in Watzenborn die dortige Jugend ihr letztes Spiel der Vor-

69 64 54 24 2?

55 >63 99 388 J55 16 ,12 25 )72 199

.17 136 l s 12 <9 i

TiH 54,5 112,12 2«,U 16,41 168.« 22 01 112,1«

59, 2,445 112, 81, 51.25 12.467 73 2»

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58,28 111.«

20.32 16,42 168,00 22,« III.

*8,95 2.465 112.03 80,93

51,05 12,407 72,98

SüdwestdeutscherTumverbandimAOT

Entscheidungskämpfe in Gießen.

58,545 ?.r H-2 112-51 0,563 ,995

20 391

59,165 12 436 7-g 1:Si 18« 81^ 'ß <191

844

legenem Spiel bis zur Pause 2:0 führte. Infolge Derletzung schieden in der zweiten Halbzeit atnci Mann aus, dadurch war den Steinbergern die Möglichkeit zum Ausgleich und Sieg gegeben.

V. f. B.

Das Treffen der Alte-Herrn-Mann- schäft gegen Herborn nahm einen über­raschenden Verlauf. DsB. trat zwar nur mit

Bei Stiihioet Impfung

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2 Vorspiel:

Tv. 1886 e. v. Trebur To. Londorf 8:3 (5:0).

Anschließend standen sich Trebur, der Main- Rod-Gaumeister, und Londorf, der Zweite des Lahn-Dünsberg-Gaues gegenüber. Trebur konnte bereits nach 5 Minuten durch einen Strafwurf des Rechtsinnen, welcher von dem ersten Der- teidigcr des Gegners ins eigene Tor gelenkt wurde, in Führung gehen. 3n kurzen Abständen folgten dann bis zur Pause durch Rechtsinnen (drei) und Rechtsaußen (ein) weitere vier Treffer für Trebur, denen Londorf nichts entgegensetzen konnte. Rach Mmftellung des Londorfcr Sturmes kam die Mannschaft nach der Pause besser auf und erzielte auch bald durch den Mittelstürmer den ersten Gegentreffer, dem Trebur durch seinen Linksinnen den sechsten folgen ließ. Trebur ließ nun sichtlich etwas nach, .was Londorf stark aufkommen ließ und durch seinen Linksaußen zwei Tore aufholte. Einem prächttgcn Endspurt der Gäste hatte Londorf nichts mehr entgegen­zusetzen und mußte sich am Schluffe durch zwei weitere Erfolge der Gäste mit 8:3 geschlagen bekennen.

Beim Sieger ragten der Torwart. Mittelläufer und die beiden Innenstürmer hervor. Bei Lon- dori sah man vor der Pause nie eine geschlossene Leistung» während es nach seiner Mmftellung im Sturm nach der Pause merklich besser klappte. Gut waren hier der Linksaußen. Mittelläufer und Torwart. Der Schiedsrichter. Gaulpielwart Drolsbach, leitete gut.

Entscheidungsspiel:

Trebur Garbenteich 4:1 (2:1).

Zum Entscheidungsspiel traten der Sieger des ersten Spieles. Garbenteich, und der Gau­meister des Main-Rodgaues, Trebur, an.

Die Mannschaften zeigten ein wechselvolles Spiel, dessen Ausgang stets offen war. Der

iüS 112-03 112-g 10,5g 21-g 20,3-J 4,1475

Ä 0,4975 59,045 ,416 7 3« 73,135 3,035 '8,80

'5,43 4.183 3,836 20,875

entschieden (2:2) an die Spitze

2. Jugendgruppe setzen.

Die 3. Jugend Wiesecks verlor gegen die dortige Jugend mit 3:0

Handball,

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Den Main-Rodgau vertrat Tv. 1886 e. D. Tre- Gau Wetterau Tv. Rieder-Florstadt

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Verlag von ßloeri in natzeitfchch feilen, men, diesmal im weseni- zewidmet mit Leiirä-en tadt in den letzten Iah estspieljahre und die in le, mit einem aussühn tburger hallenschwimm. , schönste in Deutschland ner berichtet u. a. rlrchiv- ie fürstliche Trust in der ib den Brand des Mat­er Kürschner über Mar- rieg. als ÜRufilbeilage \ eines Marburgliedes iponiert von ^rvsetzvr

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nochmals zu einem Freundschaftsspiel gegen die

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Die dritte Jugend war ihrem Gegner, bce Ersten Büblingshausens, in der Ball­behandlung überlegen und gewann mit 2:0. Ein sehr schönes Spiel zeigte die erste Schü­lermannschaft in Butzbach, dessen Schuler sie verdient mit 3:1 schlug.

$. (5p. D. 1926 Steinbach.

Die erste Mannschaft Steinbachs hatte am Sonntag die Ligarcserve des Vereins für Be­wegungsspiele Dießen zu Gast und konnte ein in Anbetracht der Spielstärke des Gegners sehr gutes Mnentschieden 1:1 herausholen. Rament- lich im Steinbacher Sturm klappte es diesmal wesentlich besser als früher, obgleich es ihm immer noch an der nötigen Schußkraft fehlt. Daß es kein Zufallsunentschieden war, beweist da« Eckenverhältnis, das 6:5 für Steinbach lautete, dessen Spiel rationeller und auch schneller war, dabei aber durchaus nicht technischer Feinheiten entbehrte, nicht weniger und nicht mehr als da­her Gäste, die lediglich iin Zuspiel Besseres zeig­ten. Die Gäste können mit diesem Resultat noch sehr zufrieden sein, zumal viele Lattenschüsse seitens Steinbachs immer den Erfolg verhinder-r ten. Schiri Enders, Sp.-Dgg. 1900, leitete zu­friedenstellend.

Handball der 2. Komp , IS. Z. R.

Td. Großen-Duseck 1 2. Komp. 1 4:8 (2:5).

Mit einem schönen Achtungserfolg kehrte am Sonntag die 2./15. aus Großen-Buseck zurück. Es ist allgemein bekannt, daß es in Großen-Buseck den auswärtigen Mannschasten äußerst schwer gemacht wird, zu siegen. Mm so erfreulicher ist es für die Soldaten, daß e- der 2. Kompanie ge­lang. den Altmeister des Turngaucs Gießen auf eigenem Platze zu schlagen. Beide Mann- schäften spielten mit je einem Mann Ersatz.

Handball im Männerturnverein (D.T).

Io. Heuchelheim I Mtv. Gießen II 3:9 (1:6).

Am Sonntag weilte die zweite Mannschaft des Gießener Männer-Turnvereins als Gast bei der ersten de- Turnvereins Heuchelheim. Was nie­mand erwartet hatte, trat ein: die Heuchelheimer Platzmannschaft mußte sich mit einer hohen 9:3-Äiederlage geschlagen bekennen.

Arbeiter-Turn- und Sportbund.

wieseck Ib Burkhardsfelden I 8:1.

Während Wieseck durch zwei Spieler seiner ersten Mannschaft verstärkt antrat, sah man die Gegenseite mit Ersatz antreten. Vom Anstoß ab dominierte Wieseck. Der sehr gute Hüter der Gäste mußte reich- liche Arbeit leisten. Die wenigen Durchbrüche der Gäste endeten alle an der sicheren Abwehr der Ver­teidigung der Einheimischen. Trotz der sehr guten Abwehr des Hüters der Gäste konnte Wieseck in gleichmäßigen Abständen achtmal erfolgreich sein, dem Burkhardsfelden gegen Mitte der zweiten Halb­zeit sein Ehrentor entgegensetzte.

Vorher hatte die 1. Jugend der Einheimischen die zweite Mannschaft Wißmars zu Gast und fertigte die Mannschaft mit der hohen 16:l-Niederlage ab.

Annerod I Fronhausen I 0:2.

Fronhausen war in Annerod zu Gast. In einem schonen, ausgeglichenen Spiel führten die Gäste be­reits bei Halbzeit mit 2:0 Toren. Nach Seiten­wechsel gingen die Einheimischen stark aus sich her­aus, konnten aber an dem bestehenden Resultat

A. Handball

1.Vorspiel:

Garbenleich Rieder-Florstadt 5:2 (4:1).

Das erste Spiel wurde zwischen dem Gau- meister des Gaues Lahn-Dünsberg, Garben­teich, und dem Gaumeister des Gaues Wetter- au, Ri c d e r - F l o r st a d t, ausgctragen. Die Mannschaften lieferten sich ein hartes Spiel, bei dem Garbenteich stets die Führung hatte. Acht Minuten nach Beginn stand das Spiel 3:0 für Garbcnteich. Rach Wiederanwurf gelang Rieder- Florstadt ein Durchbruch, der durch den Links­außen den ersten Treffer einbrachte. In der 25. Minute konnte der Halblinke Garbenteichs nochmals einsenden. Rach der Halbzeit konnten beide Gegner noch einmal siegreich fein._

Das Ergebnis 5:2 entspricht dem Stärke Ver­hältnis beider Mannschaften. Der Schiedsrichter, Gauspielwart Hahn (Main-Rodgau) leitete un­parteiisch, war dem Spiel aber nicht ganz ge­wachsen.

Leichtathl'Mer Mnnschasts- mehrlamps in Gießen.

Die sporttreibenden Gießener Behörden und Verbände haben unter sich einen leichtathle­tischen Manns cha ftSrnehrkarnpf ver­einbart, der am morgigen Mittwochabend auf dem V. f. B.-Sportplah ausgetragen wird. Die Durchführung liegt in den Händen des Bataillons. Es beteiligen sich je eine Mannschaft der Mni- verfität, dcS Bataillons, des Mtv., des Tv. 1846, der Spielvereinigung 1900 und des D. f. D. Als Wettbewerbe sind vorgesehen: 1OO Meter, 800 Meter, 5000 Meter, Hochsprung, Weitsprung, Stabhochsprung, Kugelstoßen, Speerwerfen, Dis­kuswerfen, 4xlOO-Meter- und 4xl500-Meter- Stasscl.^Zu jedem Wettbewerb werden je zwei Teilnehmer, zu jeder Staffel je eine Mannschaft gestellt. Der Sieger wird nach Platzwertung er­mittelt, so daß jedesmal der Erste 2, der Zweite 2 usw. Punkte erhält: das Ergebnis der Staffeln wird verdoppelt

Der jeweilige Stand des Punktunterschiedes wird nach jedem Wettkampf bekanntgegeben. Voraussicht- lich werden in kurzen Strecken und Staffeln die Sportvereine und Universität führen, während in den Sprüngen die Turner gutes Material besitzen. Das Bataillon hat seine besten Vertreter in den Würfen und in den langen Strecken. Eine Vorschau im einzelnen läßt sich nicht geben, da die Kräfte infolge der frühen Jahreszeit und des neuen Zu­wachses der Universität nicht genügend bekannt sind. Auf jeden Fall ist guter Sport zu erwarten, da die besten Leichtathleten, die Gießen zur Zeit aufzu- weisen hat, in den Kampf treten.

Obwohl der Wettkampf als interne Veranstal­tung gedacht ist, der lediglich den Zweck hat, für die Besten der Vereine eine Vorbereitung für die Wettkampfsaison und für den Sport einen Weg zur Vertiefung der freundschaftlichen Be­ziehung nach der kürzlich erfolgten Einigung zu bilden, wird er öffentlich ausgetragen.

PofaUurnier in Wehlar.

Anläßlich seines 25. Stiftungsfestes veranstaltet der Wetzlarer Sportverein ein Pokalturnier, an dem sich vier Liga-Mannschaften beteiligen. Die erste Paarung führt am heutigen Dienstagabend die Liga 1900 s mit der vom Sportverein Ehrings­hausen (Kreis Wetzlar) zusammen, während am Donnerstagabend der sestgebende Verein einer anderen Ligamannschaft (vorgesehen ist V. f. B. Gießen) entgegentritt. Die Sieger aus beiden Spielen bestreiten am Samstagabend in Wetzlar das Schlußspiel um den wertvollen Pokal. Die Aussichten 19003 in diesen Spielen sind keine rosigen, da die Mannschaft in ganz kurzer Zeit überraschend viel Spieler-Ausfall durch Ver­letzungen hatte. Der Sieger wird erst mit dem Schlußpfiff deS Schiedsrichters feststehen.

Reben einem Fußballturnier und leichtathleti­schen Wettkämpfen veranstaltet der Wetzlarer Sportverein anläßlich seines 25. Jubiläums in dieser Woche auch ein Handballturnier. Die Bewerber um den Pokal sind Tv. Wetzlar, V. f. L. Wetzlar, Polizeisportverein Butzbach, Tv. 1846 Gießen und Gießen 1900. Morgen (Mittwoch) abend haben die 1900er in Aktion zu treten, und zwar stehen sie sogleich dem Favoriten, nämlich den Butzbacher Polizisten, gegenüber. Bei diesem gut eingespielten und energischen Gegner ist den Gießenern keine Sieges- chanee einzuräumen. Cs bleibt nur zu erhoffen, daß sie sich ehrenvoll aus der Affäre ziehen.

Reitertag in Grünberg.

4- Grünberg, 18. Mai. Zu einer großen Veranstaltung gestaltete sich der von den ober« hessischen ländlichen Reit- undFahr- Vereinen am heutigen Sonntag hier abgehal­tene »Tag des Pferde s". Verbunden war damit ein Stern st af ettenritt der ober- hessischen Reitervereine durch die ganze Provinz mit dem Endziel Gründer g. Aus 17 Städten Ober Hessens und Hessen-Rassaus: Hungen, Ridda, Büdingen, Hanau, Reichelsheim, Friedberg, Bad- Rauheirn, Butzbach, Lich, Gießen, Marburg, Hom­berg, Kirtorf. Alsfeld, Lauterbach, Schlitz und Schotten überbrachten Reiter Mrkunden nach hier. Jeder Reiter hatte 3 Kilometer zu reiten, für welche Strecke vier Minuten, im gebirgigen Ge­lände fünf Minuten festgesetzt waren.

Pünktlich zur festgesetzten Zeit, um 12 Mhr, trafen die ersten Mrkunden ein, denen in kur­zen Abständen die übrigen folgten.

Auf dem Marktplatz,

der. wie auch die Straßen der Stahl, mit den von Der Gallmarktskommission zur Verfügung ge­stellten Wimpeln im farbenfrohen Flaggenschmuck prangte, war mittlerweile eine große Zuschauer­menge zusammengeströmt. Cingeholt mit Musik rückten kurz vor der Mittagsstunde die einzelnen Reiterabteilungen unter Vorantragen ihrer Stan­darten ein und nahmen in zwei Gliedern Auf­stellung. Es waren die Abteilungen Grünberg, Weitershain, Lich, Rieder-Ohmen, Großen-Buseck und Reiterklub Gießen, im ganzen nahezu 1OO Leiter. In zwei prächtigen Biererzügen erfolgte dann die Auffahrt des Landesverbands-Vor­sitzenden, Landstallmeisters a. D. Schorke, unt des jetzigen Landstallmeisters, Majora.D. Her­tel, welche, mit Ehrenbezeugung empfangen, die Front der Abteilungen entlang fuhren. Don einem Fenster des Sitzungssaales des Rathauses hierauf Beigeordneter Keller, der sich daselbst mit dem Gemeinderat der Stadt ver­sammelt hatte, den Reitervereinen einen herz­lichen Wlllkommgruß der Stadt, der Veran­staltung einen guten Verlauf wünschend. Er schloß mit einem Hoch auf das Vaterland, dem das Deutschlandlied folgte. Ein anschließendes Platzkonzert, das von der hiesigen Feuer­wehrkapelle in flotter Weise gegeben wurde be­endete die Veranstaltung auf dem Marktplatze.

Die Reiterabteilungen brachten hierauf ihre Pferde in die vom Quartierausschuß befass­ten Stallungen, um sich nach kurzer Mittags­pause zur Fortsetzung der Veranstaltung wieder in der Turnhalle zu einer

Festvcriammlung

zu treffen, die sich eines überaus starken Be­suches erfreute. Rach einem Cröffnungsmarfch hieß der Vorsitzende des oberhessischen Provin­zialverbandes. Rittmeister a. D. Leipold (Münzenberg), die Abtellungen willkommen, be­sonders begrüßte er die Vertreter des ßanbed-

verbandes. der Reichswehr aus Gießen und War- bura, des KreiSamts Gießen, der Landwirt- schastskammer und der Stadt Grünberg. Es er­folgte dann durch Graf von Bredow (Alten­burg) die Verlesung der durch die Stafetten überbrachten Mrkunden von den eingangs er­wähnten Städten, deren Inhalt unter Bezug­nahme auf den heutigenTag des PferdeS" auf die Bedeutung der Pferdezucht hinwieS und der Veranstaltung einen guten Verlauf wünschend Grüße und Glückwünsche entbot Mnterzeichnet waren fic von den Bürgermeistern der StäDtc, einige Mrkunden rührten auch von entfernt lie­genden Reitervereinen her. Hervorzuheben dürfte sein: daß besonders die Mrkunde der Stadt Ridda durch ihre feine poetische Form allge­meinen Beifall sand. Die Mrkunden wurden später dem Beigeordneten Keller in die Ob­hut der Stadt übergeben und sollen dem städti­schen Archiv einverleibt werden. Reben den vielen eingelaufenen Glückwunschtelegrammen aus den verschiedenen Orten der Provinz war auch eins von der ostfriesischen Reitschule in Leer ein­gegangen.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand ein Vortrag des Landstallmeisters Major a. D. H e r - t e I überDie Be deu tung des Pferdes für die deutsche Wirtschaft', der mit Beifall ausgenommen wurde. Musikvorträge der Feuerweyrkapelte, darunter besonders schnei­dige Märsche, ferner Einzelchöre und ein gemein­samer Chor der beiden hiesigen Gesangvereine trugen wesentlich zur Verschönerung der Feier bei. Weitere Ansprachen hielten noch Landstallmeister a. D. Schörke, ferner Oekonomierat Brei­denbach (Dorheim) für die Landwirtschattskam- mer, und Postinspektor Carle, der Vorsitzende des Grünberger Reitervereins.

Spielvereinigung 1900 Gießen.

Der 18. Rkai war für die Spielvereinigung 11900 ein Tag der unentschiedenen Treffen, denn neben der ersten Iugendrnannschaft spielten sämt­liche Seniorenmannschaften unentschieden.

Das Hauptspiel, die Begegnung der Liga- Mannschaft 1 9 00s mit der süddeutschen Oberligamannschaft des 1. Fußball-Club Langen bei Darmstadt mußte infolge heftigen Gewitterregens vorzeitig beendet werden. Die Gäste enttäuschten mit ihren Leistungen. Sie konn­ten sich nicht zu denen des Vorspiels aufschwin­gen, woran wohl in erster Linie der Weggang der beiden besten Spieler schuld sein mag. Aber auch sonst war die Mannschaft diesmal schlecht disponiert. Eine Ausnahme machte der Tor­wart A n t h e s. Seinen famosen Abwehrleistun- gen verdanken die Gäste das Mnentschieden. 1900 war in der ersten Spielhälfte stets ton­angebend und stark feldüberlegen, konnte aber trotzdem zu keinem Treffer kommen, obwohl diese öfters in greifbarer Rähe lagen. Rach dem Seitenwechsel wurde das Spiel ausgeglichen, da

gchsichten.

Gemeinden, n 21. M esse.

zehn Mann an, war aber im übrigen in sehr starker Aufstellung. Herborn zeigte eine un­erwartet gute Spielweise und verstand die zah- Geaners geschickt n bald mit 2:0.

sich bei den Gießenern schon von kurz vor der Pause ab Ermüdungserscheinungen bemerkbar machten. Das Fehlen von Katz, Heilmann und Best nahm den Einheimischen etwas von der Durchschlagskraft, da die Ersatzleute auf den Flü­geln nicht schnell genug waren und auch zu un­genau flankten.' Die größte Chance zum Ge­winnen vergab der Gießener Halbrechte Zeller, da er eine Flanke des Linksaußen allein und frei vor dem Gäftetor direkt nahm, statt zu stoppen und den Ball dadurch aus noch nicht fünf Metern Entfernung daneben schoß. Der plötzlich auftretende böige Westwind wurde den Gästen ein guter Bundesgenosse, und die Gießener Läufer und Verteidiger mußten sich zäher in- Zeug legen. Der heftige Regen zwang dann zum früh­zeitigen Spielbruch. Das Eckenverhältnis war 4:2 für Gießen. Ein Sieg 1900s mit drei bis vier Toren wäre auf Grund der großen Mebcrlcgcn- heit verdient gewesen. Bei den Hiesigen war die Läuferreihe in Hochform, trieb allerdings mehr­mals unnötige Mebertombination.

Das Spiel der Ligareserve gegen Grün- bergs erste Elf endete 1:1. Auch dieses Tressen wurde wegen Regens zeitweise unter­brochen. Bei Wiederbeginn trat 1900 nur noch mit 10 Spielern an. Der Torwart war ersetzt. Die Gäste machten sich die zahlenmäßige Mnter- legenheit der Gießener zunutze und drängten sehr auf den Ausgleich (bis dahin führte die Spiel­vereinigung 1:0), der auch kurz vor dem Ab­pfiff gelang. Don beiden Parteien wurde nicht viel geboten.

Auch das vorhergehende Spiel, 1900s dritte Mannschaft gegen Grün berg« zweite Elf, endete unentschieden (1:1). Die Parteien wa­ren gleich stark. Die bessere Technik der einen ersetzte die andere durch größeren Eifer. Wie bei der Ligareserve I. waren auch hier die Schlußleute auf der Hut und liehen weitere Er­folge nicht zu, obwohl die Stürmerreihen große Anstrengungen zur Aenderung deS Resultates machten.

DieAlten Herren" unterlagen am Sams­tagabend beim Iubiläumsspiel in Wetzlar erst­mals 3:1. Den Gießenern sehtten gerade die Besten in der Mannschaft. Der zahlreiche Er­sah konnte die Mannschaft nicht so stark machen, daß sie dem forschen Spiel der Wetzlarer er­folgreich Widerstand leisten konnte.

Die L3 u g e n Z> weilte als Gast in Wetz­lar und nahm dort an den Iubiläumsspielen des Sportvereins Wetzlar teil. Die 1. Jugend dieses Vereins leistete tapferen Widerstand, konnte es aber nicht verhindern, daß 1900 nach überlegenem Spiel bald 1:0. in Führung ging. Durch einen zweifelhaften Treffer erzielte Wetz­lar in der zweiten Halbzeit den Ausgleich. Bald darauf mußte das Spiel wegen des Mnwetters abgebrochen werden.

Die 3. Jugend kam von Steinberg mit einer 3:2-Riederlage heim, trotzdem sie nach über-

bet der Pause sogar mit 3:0. Die inzwischen komplettierte Plahelf mußte ihre Hoffnung, nun daS Resultat zu verbessern oder sogar zu ihren Gunsten zu gestalten, schon kurz nach Wieder­beginn ausgeben, da der Schiedsrichter daS Tres­sen des Mnwetters wegen abbrach.

Die erste Iugenomannschaft fuhr am SamStag nach Hopfgarten bei Alsfeld, um gegen die Fügend des dortigen Sportvereins eine Rückspielverpflichtung einzulösen. Insolgs beruflicher Verhinderung mußten mehrere Spie­ler erseht werden. Der körperlich kräftigere Gast­geber war im Feldspiel nicht besser alS VfB., aber in der Ausnutzung gegebener Torchancen geschickter und gewann 5:3. Sonntags sollte die erste Iugendels ursprünglich der gleichen des Alsselder Sportvereins ebenfalls ein Rück­spiel liefern. Dieses Treffen kam jedoch nicht zustande. Dafür traten die VfB.er am Sonntag

Spiel gegen nicht

Kamps wogte immer von der einen Feldseite auf die andere. In der siebenten Minute ge­lang es dem Halblinken Treburs nach einem flotten Angriff, das Führungstor zu erzielen. Rach Reuanwucs spielte Garbenteich etwas über­legen, verpaßte aber manche Gelegenheit, den Ausgleich herbeizusühren. Mancher Ball ging handbreit über die Latte oder an den Seiten­pfosten vorbei. Die Bälle, die gut aufs Tor gegeben wurden, waren meist nicht scharf ge­nug und wurden vom Torwart gehalten. Erst in der 25. Minute gelang es dem Halblinken Garbenteichs, durch eine leichte Täuschung des Torwarts den Ausgleich zu erzielen. Drei Mi­nuten später aber brachte der Halbrechte des MainRodgau-Meisters die Führung wieder an Trebur. Bei einem Stande von 2:1 für Trebur wurden die Seiten gewechselt.

Rach Halbzeit sah man das selbe offene Spiel wie vorher. Trotzdem machte sich eine leichte Meberlegenheit Treburs bemerkbar. In der 13. Minute gelang es Trebur, Garbenteichs Ver­teidigung zu überspielen, und dies brachte das dritte Tor für Trebur. Das Tempo ließ dann langsam etwas nach. Die Mrsache dafür war der einschende Regen, der den Rasen glatt machte, und außerdem merkte man den Spielern an, daß sie schon ein Spiel ausgetragen hatterr. Drei Minuten vor Schluß fiel durch den Mittel­stürmer Treburs mit einem Wurf aus einer Ent­fernung von 30 Meter das vierte Tor für Trebur, ein Tor, das der Torwart unbedingt hätte hatten müfsen.

Die Mannschaften waren, im ganzen betrachtet, fast gleichwerttg. Der Sieg Treburs ist aber verdient. Bei Trebur gefielen besonders der Torwart, der rechte Verteidiger, der Mittel­läufer und das Mitteltrio des Sturmes. Bei Garbenteich hoben sich die Außenläufer, besonders der rechte, und der Sturm hervor. Dieser ar­beitete gut zusammen. Trebur war fangsicherer und etwas gewandter. Im übrigen wurde flott und fair gespielt: es war ein Spiel, das all­gemein gefallen konnte, wenn man es auch nicht als ein Handballspiel in höchster Vollendung be­zeichnen konnte.

Der Schiedsrichter, Derbandsspielwart Heil, Allendorf a. d. Lda., leitete peinlichst genau und sehr objektiv.

Fausibatl:

Trebur Garbenteich 60.41 (32:19).

Das diesjährige Faustballentscheidungsspiel stand spieltechnisch auf geringer Höhe. Mangeln­des Training und mangelndes Verständnis machte sich bei jeder Mannschaft geltend.

3m Feldspiel ungefähr gleichwerttg. verzeich­nete der Dorderfpieler von Garbenteich durch