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Krühjahrs-Pferdemarkt in Gießen.
Pferde-Prämiierung.
Unterschlagungen bei Frankfurter Finanzkaffen.
WER Frankfurt a. M.. 19. März. Bei den Finanzkasscn Ost und West hat man vor einiger Zeit festgestellt, daß Beamte sich gröbliche dienstliche Verfehlungen zuschul- den kommen liehen. Die nähere Untersuchung der Fälle hat dazu geführt, dah zwei ‘Beamte vom Dienst suspendiert wurden. Bei der Finanzkasse Ost war der Eteuerinspek- tor Brückner tätig, der sich ein eigenes Auto hielt und über seine Verhältnisse lebte. Als eine Revision stattfand, entdeckte man Fehlbeträge von mehreren Taufe n d M a r t. B. hat auf Betreiben seiner Vorgesetzten den Betrag wieder erseht. Bei der Finanzkasse West war es der Obersteuersekretar M a h, der Veranlassung gab, seine Kasse einmal zu prüfen. Bisher hat man hier einen Fehlbetrag von 30 000 Wk. festgestellt, es ist aber nicht ausgeschlossen, dah die unterschlagene Summe viel höher ist. Mah hat in oje Bücher geringere Summen eingetragen, als tatsächlich bezahlt worden sind. Auch soll er im Barscheckverkehr sich Vorteile verschafft haben. Mah trieb einen üppigen Lebensaufwand.
Ein sensationeller Bücherdiebstahl.
WER. Frankfurt a. M., 19. März. Bei einer hiesigen bekannten jüdischen Antiquariats-Buchhandlung erschien vor einigen Tagen ein junger Mann und bot dem Inhaber eine wertvolle hebräische Pergamenthandschrift aus dem 12. Jahrhundert an. Da der Mann sich genügend ausweisen und den rechtmäßigen Erwerb ^glaubhaft machen konnte, so dah nichts Verdächtiges auffiel, kaufte ihm der Buchhändler das Werk ab. Durch Zufall erhielt der Antiquar eine halbe Stunde später Kenntnis von einer Reu- veröffentlichung, in der neben anderen hebräischen Handschriften auch die erworbene beschrieben war. Er wurde stutzig und stellte Rach- forschungen an, welche ergaben, dah das wertvolle Werk aus einer Bibliothek in Fulda entwendet worden war. Durch das rasche Eingreifen des Inhabers konnte der Mann am Sonntagfrüh in dem Augenblick fe st genommen werden, als er mit einem neuen Motorrad, das er aus dem Erlös der Handschrift sich angeschafft hatte, das Weite suchen wollte. Die wertvolle Handschrift konnte der Bibliothek, die den Verlust überhaupt noch nicht entdeckt hatte, wieder zugestellt werden. Da der Verkäufer der Handschrift als Dieb voraussichtlich nicht in Frage kommt, ist man noch auf der Suche nach diesem, der anscheinend nur in einem beschränkten Personenkreise zu suchen ist, der Zutritt zu der Fuldaer Bibliothek hatte.
Wirtschaft.
* Der Erzbergbau im Februar. Tieber die Lage des Erzbergbaues im Monat Februar wird berichtet: Siegerland: Bei den Siegerländer Gruben haben die Verhältnisse sich verschlechtert. Der Abruf der Hütten hat nachgelassen, so dah die volle Förderung der Gruben nicht zum Versand gelangen kann. Wenn nicht bald auf dem Roheisenmarkt eine Besserung eintritt, müssen die Eisensteingruben Fördereinschränkungen vornehmen. - Lahn-Dillgebiet einschließlich Oberhessen: Der niedrige Rheinwasserstand bedingte bei dem unzulänglichen Zustande des Hafens Oberlahnstein Verladeschwierigkeiteii. 3m übrigen bewegte sich Absatz und Förderung für die in Betrieb befindlichen Gruben im Rahmen des Vormonats. Zur Zeit besteht kaum Hoffnung, Erze auf dem freien Markt unterzubringen. 3m Februar wurden gefördert 69 643 Tonnen, abgeseht 65 280 Tonnen, so dah 4363 Tonnen auf Halde geworsev werden muhten.
• Dresdn er Bank, Dresden-Berlin. Der Geschäftsabschluh der Dresdner Bank. Dresden-Berlin, für 1929 weist einen Rohgewinn von 78,42 (i. V. 78,99> Mill. Mk. aus. Hier- von erbrachten (in Mill. Mk.) Wechsel, Zinsen, Sorten und Zinsscheine 37,31 (36,04), Provisionen 37,72 (39,96), Erträgnisse aus dauernden Beteiligungen bei anderen Banken 2,42 (2,00) und sonstige Einnahmen 0,34 (0,32). Dagegen erforderten Handlungsunkosten einschl. Pensionen und Abfindungen 59,83 (58,05) und Steuern 7,17 (7,53). Unter Hinzurechnung des Vortrages von 0,63 (0,69) ergibt sich ein Rein-
Auf dem gestrigen Frühjahrs-Pferdemarkt in Giehen waren — wie in einem Teile unserer gestrigen Ausgabe schon berichtet — 280 Pferde und 23 Fohlen aufgetrieben. Der Besuch des Marktes war auherordentlich gut. Das Geschäft war im Hinblick auf die Geldknappheit ruhig,_ trotzdem wurde gekauft. Cs wurden bezahlt: für leichte Pferde 500 bis 800 Mk., für mittlere 600 bis 900 Mk., für schwere Pferde 1200 bis 1300 Mk., teilweise noch mehr. Der Preis für Schlachtpferde war verhältnismähig hoch. Das auf den Markt gebrachte Material war durchweg gut.
Oie Prämiierung.
Bei der P s e rd e - P r ö m i i e r u n g waren folgende Herren als Mitglieder der Prämiierungs- kommission tätig: Dcfonomierat K. Müller, Neuhof b. Giehen: Landstallmeister a. D. Oberstleutnant Schörke, Darmstadt: Dcfonomierat Breidenbach, Dorheim: Dberoeterinärrat Dr. Modde, Gießen: Rittmeister a. D. Leip old, Münzenberg: Detonomicrat Karell, Angenrod: Gutspächter Weiß, Hof Graß b. Hungen; Landwirt 0. Schneider I., Utphe: Dberoeterinärrat Dr. Monnard, Gießen; für die Prämiierung der Warmblutpferde der Vorsitzende des Verbandes der Warmblutzüchter in Hessen, Erbgraf A. zu Erbach. Die Prämiierung hatte folgendes
Ergebnis:
(1, 2, 3 usw. = 1., 2., 3.Pr. usw.; A-Anerkennung) Reitpferde, unter dem Reiter g e - zeigt: Hch. Hofmann, Bergermühle bei Lich (1); Wilhelm Eifer, Muschenheim (2); Ludwig Schömbs, Gießen (3).
Wagenschläge, paarweise zu prämiieren: Julius Kaufmann, Nieder-Weisel (1); August Frensdorf, Gießen (2); Salom. Michel, Gießen (3).
Arb eitsschläge (schwere), paarweise: Julius Kaufmann, Nieder-Weisel (1); August Frensdorf, Gießen (3); Leopold Lob, Gießen (A).
Arbeitsschläge (leichte), .paarweise: August Frensdorf, Gießen (1); Julius Kaufmann, Nieder-Weisel (2): Julius Katz, Hungen (3).
Schwere Arbeitsschläge, einzeln: August Frensdorf, Gießen (2); Julius Kaufmann, Nieder-Weisel (3); Leopold Löb, Gießen (A).
Leichte Arbeitsschläge, einzeln: Ju- lius Kaufmann, Nieder-Weisel (I); August Frensdorf, Gießen (2); Julius Katz, Hungen (3).
Schwere Arbeitsschläge, einzeln (die Pferde dieser und der folgenden Abteilungen muhten mindestens 6 Monate im Besitz von Mitgliedern des Hess. Landespferdezuchtvereins usw. fein): Rich. Becker, Trais-Horloff (1); Louis Häuser, Rieder-Weisel (2); Louis Klein, Wohnbach (3); W. K. Müller, Griedel (4): Wilh. Lau? 1.. Holzheim: Ehr. Schmidt, Birklar: Hch. 3oh. Hildebrand, Rieder-Weisel: 3akob Krausgrill VIII.» Rieder-Weisel: Hch. Dreut II., Griedel: Adam Hofmann, Langsdorf: Wilh. Alt II., Gambach; Hch. Wallbott XII., Garbenteich (fämtL A).
Leichte Arbeitsschläge, einzeln: Wilh. Eifer, Muschenheim (1); Gilbert Müller Witwe, Oberhörgern (2); Karl Bopf II., Lang- Göns (3): Eugen Strasheim, Griedel (4); Wilh. Sarnes, Dorf gilt (5); Karl Rühl, Cberstadt (6).
Schwere Arbeitsschläge, paarweise: Rich. Becker, Trais-Horloff (1); Louis Klein, Wohnbach (2); Hch. Dreut II., Griedel (3);
gewinn von 11 416 680 (13 413 572) Mk. Der auf den 11. April einzuberufenden G.-V. wird vor- geschlagen, wieder 10 Prozent Dividende auf das Aktienkapital von 100 Mill. Mk. auszuschütten und 0,30 Mill. Mk. (0,30 Mill. Mk.) dem Pensionskonto zuzuweisen.
Frankfurter Börse.
Frankfurt a. M., 20. März. Tendenz: weiter freundlich. — Die innenpolitische Bereinigung lieh heute einen größeren Optimismus zu, zumal noch andere Momente Vorlagen, die mit der Zeit eine gewisse günstige Wirkung nicht verfehlen werden. Vor allem stimulierte die feste gestrige Reuyorker Vörse, woraus man ersehen will, dah auch für deutsche Werte wieder Interesse bei Auslandseite wach werden wird. Aber auch die vorteilhaften internationalen Geldmarktverhältnisse (besonders in Amerika war Tagesgeld sehr flüssig), wobei wieder Diskont-
Louis Häuser, Wohnbach (A); Jakob Krausgrill VIII., Rieder-Weisel (A).
Leichte Arbeitsschläge, paarweise: Wilh. Eiser, Muschenheim (1); Aug. Weih, Dorf- Gill (2); Wilh. Sames, Dors-Gill (3): K. Pfanmüller, Dors-Gill (A); Hch. Wilh. Fenchel, ©riebe! (A).
Dreijährige Fohlen, geb. 1927, Arbeitsschläge: Fürstl. Gutsverwaltung, Koln- hausen (I); Hch. Dreut II., Griedel (2); Wilh. Reichl, Oberhörgern (3); Wilh. Otto Dietz, Griedel (A); Jakob Krausgrill VIII., Rieder-Weisel (A).
Dreijährige Fohlen, geb. 1927, Wagenschläge: Hch. Wilh. Fenchel. Griedel (1); Friedr. Häuser III., Rieder-Weisel (2); Heinrich Mohr VIII., Tambach (3); Gustav Reul, Gam- bad> (4).
Zweijährige Fohlen, geb. 1 928, A r - b eitsschläge: Joh. Hof, Nicder-Walgern (1); Wilh. Wagner II., Kirch-Göns (2).
Zweijährige Fohlen, geb. 1 928, W a - q e n s ch l ä g e: Ludw. Konrad Luh, Lang-Göns, (1); G. H. Bender, Dorf-Gill (2); Robert Schmidt, Stein- heim (3): Hch. Schneider, Birklar (4).
Z u ch t st u t e n mit Saugfohlen ober mehreren Nachkommen, Arbeitsschläge: Hch. Dreut II., Griebel (1).
Zuchtstuten mit Saugfohlen obermeh- r^ren Nachkommen, Wagenschläge: G. H Benber, Dorf-Gill (1); Lubwig Konrab Luh, Lang-Göns (2); Karl Luh, Lang-Göns (3); Wilhelm Schmibt II., Großen-Bufeck (4).
Zucht st Uten, nachweislich in 1 92 9 g c • beeft, erkennbar tragenb, Arbeitsschläge: Rich. Becker, Trais-Horlosf (1); Louis Klein, 'Wohnbach (2); Abam Hofmann, Langsdorf (2); Ehr. Schmidt, Birklar (3); Jean Wild, Rockenberg: Joh. Hch. Hildebrand, Nieder-Weisel: Gustav Weisel, Langsdorf; W. K. Müller, Griedel; Hch. Wallboit XII., Garbenteich (sämtlich A).
Zuchtstuten , nachweislich in 1 929 g e - deckt und erkennbar tragend, Wagenschi ä g c: Wilh. Lotz III., Nieder-Bessingen (1); Gilbert Müller Wwc., Ober-Hörgern (1); Eugen Strasheim, Griedel (2); Karl Bopf II., Lang-Göns (3); Wilh. Sames, Dorf-Gill (4); Ph. Winter, Dstheim (5); Karl Luh, Lang-Göns (A); Karl Meß, Butzbach (A); Adolf Sauerbier, Butzbach (A).
Von dem Verband der Warmblutzüchter in Hessen wurden noch folgende Auszeichnungen vorgenommen:
Dreijährige Fohlen, geboren 1927, Wagenschläge: 1. Rappstute, Des. Fenchel, Hch. Wilh., Griedel, silberne Medaille. 2. bun» telbr. Stute, Des. Häuser, Friedr. III., Rieder- Weisel, Bronzemedaille. 3. dunkelbr. Stute, Bes. Mohr, Hch. VIII., Gambach, Dronzemedaille.
Zweijährige Fohlen, geboren 1928, Wagen schlüge: 1. braune Stute, Bes. Luh, Ludw. Konrad, Lang-Göns, silb. Medaille; 2. braune Stute, Bes. Bender, G. Sy, Dorf-Gill, Bronzemedaille: 3. dunkelbr. Stute, Bes. Rob. Schmidt, Steinheim, Bronzemedaille.
Zucht st uten mit Saugfohlen oder mehreren Rachkommen, Wagenschläge: 1. dunkelbr. Stute mit 4 Rachk., lljähr.. Des. Dender, G. Sy, Dorf-Gill, silberne Medaille: 2. braune Stute, 4jähr., Des. Wilh. Schmidt II., Grohen-Duseck, Bronzemedaille; 3. Rappstute mit 5 Rachk., 12jähr., Bes. Luh, Ludw. Konr., Lang-Göns, Bronzemedaille.
senkungshofsnungen laut wurden und man in Verbindung hiermit selbstverständlich glaubt, daß auch die Reichsbank bald wieder zur Reduktion schreiten wird, wirkten anregend. Die leichte Besserung am Arbeitsmarkt und die bevorstehende Stick st osseinigung zwischen J.-G.-Farben und Ruhrzechen trugen ebenfalls zur Besserung bei. Die Tendenz war ausgesprochen freundlich. Das Geschäft konnte aber auch heute kein größeres Ausmaß annehmen, da die zweite Hand, die für eine Belebung unbedingt als Mitgängerschaft erforderlich ist, immer noch fehlte. In Spezialaktien wurde die Tlmsahtätigkeit etwas lebhafter, man befürchtete aber ein Einschrumpfen des Geschäftes, so daß fast jeder Abschluß mit dieser Besorgnis zustande kam. Gegenüber der gestrigen Äbendbörse traten am Chemiemarkt Deutsche Erdöl mit plus 2 Prozent hervor. J.-G.-Farben und Scheideanstalt eröffneten je
1 Prozent fester. Auch am Montanmarkt war die Tlmsahtätigkcit bescheiden. Gelsenkirchen lagen 2 Prozent, Mannesmann 1,75 Prozent, Rhein- stahl und Stahlvcrcin 0,75 Prozent fester. Banken waren leicht erhöht. Von Bauunternehmungen waren Wayh & Freitag auf Rückdeckungen fester. Am Elektromarkt kam in den Hauptwerten reine Erstnotierung zustande. AEG.. Elektrische Lieferungen waren bis 1,5 Prozent gebessert. Süddeutsche Zucker 2 Prozent höher. Aku weiter etwas anziehend. Renten still. Deutsche Anleihen leicht geönidt. Von Ausländern Türken und Oesterreicher befestigt. Im Verlaufe war die Tendenz weiter freundlich. Die Ermäßigung der Londoner Diskontrate um 0,5 Prozent gab der Börse, da Aufträge kaum eingegangen waren, eine kräftige Stühe. Das Geschäft war nicht wesentlich groß, doch konnten die Kurse bei kleinster Rachfrage erneut bis 1 Prozent anziehen. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 6 Prozent etwas höher. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,1917, gegen Pfund 20.3825, London gegen Kabel 4,8622. gegen Paris 124,31, gegen Mailand 92.88. gegen Madrid 38.40, gegen Schweiz 25,1260, gegen Holland 12,1250.
Berliner Börse.
Berlin, 20. März. Bereits im-Vormittagsverkehr und an der Vorbörfe sprach man Kurse, die teilweise schon über dem erhöhten gestrigen Abendniveau lagen. Die Hoffnungen auf eine Senkung der Londoner Diskontrate, für die die recht erhebliche Spanne zwischen dem offiziellen und dem Privatdiskont spricht, wirkte etwas belebend. Ferner wies man mit Befriedigung auf die beginnende Entspannung des Arbeitsmarktes und auf die Beruhigung der politischen Lage hin. In diesem Zusammenhänge begrüßte man die Aktivität des Reichspräsidenten, von dessen Eingreifen man sich auch sür die Zukunft eine Verminderung der Gegensätze und ein erleichtertes Zusammenarbeiten verspricht. Da zu den ersten Kursen für einige Märkte Auslandorders Vorlagen, tarn es durchweg zu kleinen Kursbesserungen von 1 bis 2 v. Sy Etwas stärkeres Interesse zeigte sich für Mannesmann plus 2J3 v. Sy, Rhein. Braunkohlen 2,90, Salzdetfurth 2,75, Deutsche Linoleum 3,75 v. H., Schuckert 2.50 und Demberg plus 2,5 v. Sy Farben, RWE. und einige andere Werte waren gleichfalls etwas stärker gesucht. Von Banken lagen Danatbank und Dedi-Dank je 1 v. Sy fester, wobei man einige kleine Auslandkäufe bemerkt haben will. Eine Ausnahme machten Akkumulatoren, die heute 3,75 v. H. einbüßten, Julius Berger, die 2d. Sy verloren, und Deutsche Kabel mit minus 1 v. H. Deutsche Anleihen freundlich. Don Ausländern setzten Oester- reichische Silber mit 5,13 v. H. nach 4,5 v. Sy recht fest ein. Der Pfandbriefmarkt war unentwickelt. Der Geldmarkt war weiter leicht. Tagesgeld 3,75 v. H. zu 5 D. Sy; sonst waren die Sähe unverändert. Rach den ersten Kursen konnte sich die freundliche Grundstimmung erhalten. Man diskutierte die von den einzelnen Großbanken veröffentlichten Wirtschafts- bzw. Geschäftsberichte und schloß sich vielfach der Ansicht an, daß der Höhepunkt der Wirtschaftskrise überschritten zu fein scheine. Es kam zu kleinen Kursbesserungen, die sich im Rahmen von 1 v. H. hielten.
Frankfurter Schlachtviehmarkt.
Frankfurt a. M., 20.März. Auftrieb: 170 Rinder: 1052 Kälber; 151 Schafe; 745 Schweine. Cs notierten: Kälber: beste Mast- und Saugkälber 75 bis 78 Mark, mittlere Mast- und Saugkälber 68 bis 74, geringe Kälber 63 bis 67; Schafe: Mastlämmer und jüngere Mast- hammcl: 50 bis 54, mittlere Mastlämmer, ältere Masthämmel und gut genährte Schafe 42 bis 49 Mk. Marktverkauf: Kälber und Schafe ruhig, ausverkauft. Schweine schleppend, ilebcr- stand.
Kirchliche Nachrichten.
Evangelische Gemeinden.
Freitag, den 'l.März.
Kapelle des Alten Friedhofs. 18 Uhr: Passionsandacht; Pfarrer Lenz. — Elisabeth-Kleinkinder- fchule. 20 Uhr: Passionsandacht, Pfarrer Die. Waas.
Jfraelitifche'Religionsgemeinde.
Gottesdienst in der Synagoge (Südanlage). Sams« tga, 22. März. Vorabend: 6.30 Uhr; morgens 9 Uhr; abends: 6.45 und 7.25 Uhr.
Israelitische Religionsgefellfchaft.
Sabbatfeier 22. März. Freitag abend 6.10 Uhr; Samstag vormittag 8.30 Uhr; nachmittags 3.30 Uhr; Sabbatausgang 7.25 Uhr. — Wochengottesdienst: morgens 6.45; abends 6 Uhr.
Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 5,5 v. H., Lombardzinsfuß 6,5 v. H.
Frankfurt a. M.
Berlin
Frankfurt a. Ul. |
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'-Datum
'S. 3. |
20. 3.
'S- 3.
20. 3.
Datum
'S- 3. )
20- 4.
19. 3. 1
20. 3.
6% Deutsche Reichsanleihe
pamburg-Äiucrilo Paket . .
7
105.25
—
104,75
104,5
von 1927 .....
87
87,1
—
Hamburg-LüdamTampfschiss
8
—
—
159
—
7% Deutsche Rcichsanleihe
Hansa Dampfschiff.....
10
—
147,25
—
98,9 .
8
107.5
107.25
107,25
107,75
Deutsche Anl..Ablüt.-Lchuld mit
Allgemeine Deutsche Crediianst.
10
120.5
120,75
Auslos.-Rechten ....
51.75
51,6
51,65
51,75
Barmer Bankverein .
10
128
—
128
128
Desgl. ohne Auslos^Rcchte . . .
8,4
—
8.4
8,4
Berliner Handelegeiellschast .
12
168
—
167
167
8% Heil, yotfoftaat von 1929
Commerz- und Prioat-Bank.
11
’ 155
155,5
155
155.5
(rücfmWb. 102%) .....
87
—
87,5
—
Darmstädter und Nationalbank
12
227
—
226,75
227,75
Oberhessen Provinz. Anleihe mit
Deutsche Bank und
Auetoi.-Rechten .....
49,25
——
—
Tkronto-tSeseUschast, . . .
10
143,75
—
143,5
144,5
Deutsche Komm. Gamuiclabl.
Dresdner Bank......
10
146
146,5
146
146,5
Anleihe Serie 1 ...
49,75
—
50,1
Reich.'dank........
12
279,5
280
279.5
279,5
8%- Ktanfj. Hup.-Bank Goldpse.
XJH unkündbar bis 1934
96,5
—
—-
—
...........
6
162
164
161,75
163
7% Franks. Hnv.-Bauk Goldpse
Bergniann........
y
—
—
194
|—
unkündbar bis 1932
86
—
—
—
Llektr. Lieserungsgelellschafi.
10
163
162
164
4'A% OUielnlldie Hvp.-Bank
Licht und Start .....
10
164 25
—
166.75
—
Stau. Goldpse.
82,65
—
—
—
Selten & Guilleaume . .
124
—
124
124,75
S% Pr. Landesvlandbrieianstali,
Gesellichasl für Elektrische
Pfandbriefe R. 17
97
—
97
—
Unternehnrungen ...
10
169
—
168.75
169,5
8% Pr Landesvlondbriesanklalt,
Hamburger ElektrizitätS-LSerle
10
—
—
129,75
—
ftontm.-Cbl. R. 16
94
——
94
—
Nhewische Elektrizität . . .
. 9
139,5
—
—
—
7% Pr. Landeepsandbriefanstalt,
Schlesische Elektrizität. . . .
10
—
—
162.25
162,75
Pfandbriefe R. 10 .....
89
—
89
—
Schubert & Go. • ■ • • • •
11
183
184
182
185
A.E.G. abg. Borkriegs-Lbligatio
Liemenö L HalLke . • • • •
16
245
245,5
243,5
246,5
»en. ruchablbar 1932 ...
92
—
—
-
Trancradio .
. 8
——
—
—
—
Labmener & Go.......
10
—
—
162,5
—
.1% Cefienrtrtindie Goldrente . .
28,5
—
—
. 5
75,25! -
75
75.5
4,20% Oeilerreichiiche Stlberrenle
—
5
4,5
5,13
Deutsche Erdöl .«••••
. 6
—
100
98
100
4% Oeilerreiciiische Einheitliche
(riieutr Sieinlohle • • • • •
. t
—
—
140.75
142
Rente
—
—
2,8
2.8
Gelsen kirckiener ..••••
. 8
138
140
138.25
139.25
•1% Ungaritdie Goldrente ....
26,13
26,4
26,2
26,25
Harveiicr ..»••••
. V
130
—
129.25
130
4% Ungarische Staaisrcnte v. 1910
—
—
—
23,13
Hoesch Eisen. .••••••
6',
—
—
106
"Jb.75
■Wi% vesg!. von 1913
—
—
/4,25
—
IC
—
—
251
251
4% Unganidie Aronenrrnle
2.4
2,45
2,4
2.5
102
—
101.25
102.5
4% Türkische Zollanleihe von 1911
6.25
6,4
6,3
6.4
Koin-Reuellen ......
« (
—
—
103.5
104.75
4% Türkische Bagdadbabn-Anl.
sRanne-mann-Röhreii • • •
. 7
104
103,25
105,9
Serif 1
—
6,65
6,3
—
-
102,65
>03.25
4% besgl. Serie !!
6,35
6,6
6,3
—
Oberichles. Eisenbedarf . . .
—
—
5% Rumänische veretnh. Rente
Oberschles. Sottwerle ...
——
—
99,5
1 100,75
von 1903
11,225
11,13
—
Phönix Bergbau . ....
«'/.
100,5
—
100,5
101.75
47i% Rumänische vereinh. Rente
Rheiniiche Braunkohlen • .
1<
232
231,13
235
von 1913 ..........
17,3
17.25
—
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112,5
i 113,5
112,25
1 1,4 l5.
4% Rumänische vercinb. Rente .
S
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Frankfurt a. M.
Berlin
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19- 3. |
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19 3 |
20. 3.
bereinigte Llahlwerke . . .
95.25
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95,4
96.25
Llavi Minen......16’/»
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—
56.4
56,4
Kaliwerke Aschersleben . . .
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209,5
—
209,75
211
Kaliwerke Westeregeln . . .
10
211,5
—
212 ,
213
Kaliwerke Salzdetfurth . . .
15
356
—
357 |
361
I. G. Farden-IndusMe . . .
12
159,35
160,13
158
159,75
Thnamit Nobel ......
6
—
—
—
——
Echeideanstalt. ......
ü
147
147,75
—
—
«oidschmidl .......
5
67
—
67,5
67
Rütgerswcrke .......
6
75
—
74,75
75,6
MetäUgesellschafi......
8
104,5
105
104.25
—
Philwp Holzmann.....
Zementwerk Heidelberg . .
Cementwerk Karlstadt. . . .
. 7
94,5
—
94,75
95.5
10
10
127.5
144
127,5
Öao6 & üreytog.....
. 8
77,5
79
77
—
Schultheis Patzenhofer . . .
13
—
-
269
269,5
Lstwcrle.........
12
—
—
211,5
212,5
eilu ..........
18
91
92
90,13
92
Bemberg.........
14
141
—
139.5
142
Zellstoff Waldhof .... 13'/.
204,75
205.5
204-25
206
Zellstoss Aschaffenburg . . .
12
152,5
153
153
—
Isbarlottenburger Wasser . .
. 8
—
-
97.5
98
Dessauer ttas .......
. 9
—■
167.25
169.25
Daimler Motoren . • • • •
. V
37
—
37,5
37.5
Deutsche Linoleum • • • •
e -
234,5
—
234,25
238
Maschinenbau A^G. ....
. 0
—
—
45,25
—■
Rat. Automobil . . • • •
. 0
—
—
17
16,6
Ctcnftein & Koppel • • • •
. e
—
-
—
—
Leonhard Tiey ......
10
—
-
153,5
Svensla ......
• -
—
337
337
frankfurter Malchlnea ...
. 4
—
1 -
33.5
—
GriHner - ......
40
39
Heoligenllaedr ......
IungbMw. ......
Lechwerke.........
. 0
. 6
. 3
35
105
111
35
111
Matnlrastwerke Höchst a. M..
. 8
105,75
—
—
—
Miag ........
M
130
—
129,5
129,5
Gcbr. Roeder ..«••••
10
104
——
—-
—
Loigt & Haeffner . . • • .
. 9
218
'218
—
Süddeutsche Zucker • . • •
1<1
152
154
152
—-
Banknoten.
p/eoifenmarkt Berlin —-Jrantfun a. 2H.
Berlin, 19-Mär;
Keld
Sriel
Ämerikanuche Roten.....
Belgische Noten ..... .
Tattische Noten........
Englische Noten........
Französische Noten ...... Holländische Noten......
Italienische Noten......
Norwegische Noten......
Deutsch Testerr , 2100 Kronen Rumänische Noten......
Schwedische Noten......
Schweizer Noten.......
Spanische Noten.......
Tschechoslowakische Noten . • Ungarische Noten ...
4,1785
58,30
111,80
20,327
16,37
167,61
21,97
111,80
58,88
2.46
112.20
81,08
52,87
12,35
72.99
4.1985 58,54
112,24 20,407
16,43 168,29
22,05 112,24
59,12
2,48 112.64
81,40 53,09 12,41 73,29
>9. Mär,
20. Mär,
Amtliche Notierung
Geld Brief
Amtliche Notierung
Geld Brief
«mst.-Rott.
167,94
168,29
167,94
168.28
Buen-Aires
1,568
1,572
1.570
1.574
Brss.-Aniw.
58,365
58,485
58 345
58.465
Christiania.
112,05
112,27
112.05
112,27
-stopenhagr»
112,12
112,33
112,11
112.33
Stockholm .
112,46
112,68
112,46
112.63
Helnngsors.
Italien. . .
10,538
21,925
10,558
21.965
10,537
21,915
10,557
21,955
London. . .
20,36
20.40
20.362
20,402
Neuvork ..
4,1875
4,1965
4,1875
4,1955
Varis....
16.38
16,42
16.375
16.415
Schwei; ..
81,045
81,205
81.04
81.20
Spanten. ■
52,35
52.45
53.05
53,15
Hapan .. .
2,070
2,074
2.070
2.074
Rio de Ian.
0,4855
0,4875
0,479
0.481
Wien in T-- Lest, abgeft
18,995
59,115
59,00
59.12
Prag .... Belirad . .
12,408
12.438
12,41
12,43
7,399
7.413
7.397
7,411
Budapest. . Bulgarien.
73.13
73,31
73,15
73.29
3,037
3.043
3.037
3,043
Lissabon . .
18,82
18.86
18,82
18,86
81,385 1,785
81,525 1,789
81,39 1,784
81.45
1,788
Athen. . .
5,425
5,435
5,425
5,435
Canada . .
4,1845
4,1925
4.1845
4.1925
Uru mach. .
3,676
[ 3,684
3,666
3.674
Cairo . •.
20,88
20,92
20,88
20,92


