Ausgabe 
20.3.1930
 
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Eine orthopädischeKlinikin Gießen

Krastpostlinie Gießen-Kleebachtal

25 Pf.

Bornotizen.

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Erweilerles VezirkSschöffengericht Gießen.

Tiehen, 19. März. Ein hiesiger früherer Rechtsanwalt war bei dem Verkauf eines Hauses in Daü Salzhausen von den Vertragsparteien damit betraut worden, mit dem Kaufpreis von 52 OOO Mark die auf dem verkauften Haus la­stenden Hypotheken abzulösen und die darauf ruhenden Steuern zu zahlen, um dann den ver->

von Insassen der Straßenbahn beobachtet worden, die Zusehen muhten, wie der Mitfahrer direkt von den Stämmen aufgespiehl wurde.

alle Pit. Zesttag unb lbhatten. Lw iadj alle Par- clamrntarilchei larschalis äzy. )ung hat hier ilti. geißlet on im 60 l'e« nicht ale Pvü- lel et oll öurch irsichtige Oleuge« Iahrieiei ©bin» n Poliiilci Surch Äiakitlvicz in chcn wirb. Sah ij Wieheru m zymanili \\\ \t* er desNar« nch annehmen, i snr seine Ye« wsli ein rechts« eis zarüclhallcn« nanlli ledenlalls, ;eroorgehe den nulle Es trage die auherge« Iten zu über« -rung auftürmen.

Linie erforderliche höhere Garantiesumme übernähmen.

Verwaltungssekretär Maus wies darauf hin, daß die Stadt Gießen mit Rücksicht darauf, daß sie bereits 50 v. H. der Garantiesumme übernom­men habe, dem Antrag nur dann zustimmen könne, wenn die M e h r b e l a st u n g sich in mäßigen Grenzen bewege.

Auch die Vertreter der übrigen beteiligten Ge­meinden sprachen sich in ähnlichem Sinne aus.

Da jedoch allgemein die Auffassung herrschte, daß die durch die veränderte Linienführung erforder­liche höhere Garantiesumme durch Einnahmen in­folge Mehrbenutzung nicht ausgeglichen würde, wurde von Amtsobersekretär Sänger der Vor­schlag gemacht, die geplante Verbesserung zunächst versuchsweise auf einen oder zwei Monate zu machen. Innerhalb dieser Zeit werde sich dann Herausstellen, ob der Betrieb auf der neuen Strecke rentiere oder nicht.

Auf Grund dieses Vorschlages wurde eine U e b e r- einstimmung dahin erzielt, daß die Versuchs« führten zunächst auf die Dauer eines Monates durchgeführt werden sollen. Das Postamt in Gießen wird wegen der Genehmigung eines entsprechenden Fahrplanes sofort bei der Oberpostdirektion in Darmstadt vorstellig werden, so daß, wenn diese Ge­nehmigung erteilt wird, mit der Durchführung der neuen Fahrten baldigst gerechnet werden kann.

Am Schlüsse der Besprechung wurde noch über den Anschluß der Autohalle in Hochelheim an die Wasserleitung, sowie an die Kanalisierung der Gemeinde Hochelheim verhandelt. Es wurde ver­einbart, daß über diese Arbeiten Kostenanschläge eingefordert werden sollen, die den beteiligten Ge­meinden demnächst zur Beschlußfassung über die Vergebung der Arbeit vorgelegt werden.

Schwerer Verkchrsunfall.

Motorradfahrer fährt ineinLanqholzfuhr- wcrk. Zwei Tote.

Darmsladt, 19. Mär;. (IBSJl.) heule abend gegen 7 Uhr fuhren kur; vor dem Ortseingang von (Eber ft ab t ein Motorradfahrer namens koch aus Darmstadt und sein Sozius Walther in rasendem Tempo von hinten in ein mit Langholz beladenes Fuhrwerk, obwohl das Fuhrwerk beleuchtet war. Koch wurde auf der Stelle gelötet, während sein Mitfahrer auf dem Trans­port ins Krankenhaus verschied. Der Vorgang war

Briefkasten der Redaktion.

lRechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)

G. Sch. in L. Die von Ihnen gewünschten Adres­sen lauten: 1. Ivar K r e u g e r, Stockholm,Svenska Tändsticksaktiebolaget"; 2. Henry Ford, Detroit (Mich.), USA.

Die Wetterlage.

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Tageskalender für Donnerstag. Akademische Kurse für Kaufleute und Gewerbe- treibende: -Betriebswirtschaftlicher Kursus (Thema: Selbstkostenproblem, Vortragender Professor Dr. Auler), 20.15 Uhr, Großer Hörsaal. Rentner­bund: Mitgliederversammlung, 16 Tlhr, Kath. Dereinshaus. Pensionär-Verein: Hauptver­sammlung, 16 Ahr, im Aquarium. Lichtspiel­haus, Bahnhofstraße:Der Patriot" undSchei­dung vor der Ehe". Astoria-Lichtspiele:Ach­tung! Kriminal-Polizei l" undDer Grenz­reiter von Texas".

Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Die morgige Opernvor­stellungDer fliegende Holländer" ist ausver­kauft. Beginn der Vorstellung 19 Ahr. Inszenie­rung Renato M o r d o ; musikalische Leitung Dr. Karl Böhm. Am Sonntag, 23. März, 18.30 Ahr,Die heilige Flamme", Fremdenvorstellung zu ermäßigten Preisen. Dienstag, 25. März, Der letzte Lord", erste Wiederholung. Als nächste Premiere ist ein Georg-Vüchner-Abend angeseht, an demLeonce und Lena" undWoy- zeck" gegeben werden. Am Sonntag, 16. März, war zum letzten Male SheriffsDie andere Seite" angekündigt. Der Zudrang zur Kasse war derartig stark, und es muhten so viele Be­sucher des ausverkauften Hauses wegen weg­geschickt werden, daß die Intendanz, um auch damit viele Eingaben und Gesuche zu erledi­gen, das Stück am 13. April nochmals wieder­holen wird.

len geben die Temperatur an. Die umen veromdeo Orte mit gleichet^

«ul Meeresniveau umaereenneten Luftdruck

Wettervoraussage.

Die über Polen liegende Störung verursacht im östlichen Deutschland verbreitete Regen- und Schnee­fälle, und im übrigen Teile des Reichs bedingt die ozeanische Luft unbeständiges und kühles Wetter. Durch die neue Störung über der Nordsee gelangt weitere ozeanische Luft nach dem Kontinent. In­folgedessen bleibt das Welter noch wechselhaft und kühl. Ferner treten vereinzelt Schnee- und Regen­schauer auf.

Wettervoraussage für Freitag: Küh­les Wetter bis zu leichter Nachtfrostgefahr, wolkig mit Aufheiterung, vereinzelte Schauer.

Lufttemperaturen am 19. März: mittags 9,2 Grad Celsius, abends 3,9 Grad: am 20. März: morgens 2,2 Grad. Maximum 9,4 Grad, Mini­mum 1,7 Grad. Erdtemperaturen in 10 Zen­timeter Tiefe am 19. März: abends 6,7 Grad: am 20. März: morgens 3,2 Grad Celsius. Sonnenscheindauer V/2 Stunden.

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** Kein Geld in Briese! In der Zeit der Konfirmation und Kommunion hat mancher einem Verwandten oder Freund ein Geschenk zugedacht, häufig in Gestalt eines Geldbetrages. Leider werden noch immer Geld und geldwerte Gegenstände in ge­wöhnlichen Briefen verschickt Briefkastenräubern sind

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voraussichtlich bereits Ende Llpril begonnen wer­den, da der Klinikbau bis zum Herbst im Rohbau fcrtiggeftellt fein soll. Die Klinik wird zur Auf­nahme von etwa 60 Kranken eingerichtet und mit allen neuzeitlichen Errungenschaften auf dem Ge­biete der Orthopädie ausgeftattet werden. Die Klinik soll nicht nur Heilzwecken, sondern auch der For­schung wnd Lehre der orthopädischen Wissenschaft dienen. Der Direktor der Klinik, Prof. Dr. P i tz e n, der Schüler eines der ersten deutschen Orthopäden, Prof. Dr. Lange ist, widmet sich nach Antritt sei­nes Lehramts am 1. April neben seiner Lehrtätig­keit vor allem dem großen organisatorischen Auf­gabenkomplex, der bei der Schaffung der neuen Klinik zu lösen ist.

Don dem erforderlichen Kapital ist jetzt bereits ein sehr großer Teil in bar vorhanden, über die Beschaf­fung der Restsumme sind zur Zeit aussichtsreiche Ver­handlungen im Gange, die einen guten Abschluß mit Sicherheit erwarten lassen.

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Der Verein für Krüppelfürsorge in Hessen beab­sichtigt, wie wir von gut unterrichteter Seite er­fahren, die Errichtung einer orthopädischen Klinik in Gießen. Die neue Klinik soll ein selbständiges Werk des Vereins für Krüppelfürsorge fein, jedoch durch die Person ihres ärztlichen Lei­ters, des als Extraordinarius auf den neuen Lehr- tuhl für Orthopädie an der ßanbesunioerfität be­rufenen Professors Dr. P i tz e n , die Verbindung mit der medizinischen Fakultät unserer Landes­universität haben.

Als Bauplatz für die neue Klinik kommt das Gelände an der Gabelung KlinikftraßeGaffky- traßeUhlandftraße, also in unmittelbarer Nähe )er neuen Heilstätte Seltersberg und der Lupus- Heilstätte, in Betracht. Das Gelände wurde in An­betracht der guten Sache von der Stadt Gießen auf Beschluß des Stadtrates im vorigen Jahre als Stif­tung der Stadt zur Verfügung gestellt. Die Aus- I arbeitung der Baupläne wurde dem Städtischen Hochbauamt übertragen. Mit den Erdarbeiten wird |

Das Verhör Schultes unb Hoyers.

WSR. Frankfurt a. M., 19. März. Die beiden verhafteten Mörder des Frank­furter Polizeioberwachtmeisters Kern siud noch Dienstagadend verhört wor­den. Dabei gab Schulte an, daß der Schuß gefallen fei, als er dem Polizei oberwachtmeister fein Messer übergeben hatte. Hoyer habe ge­rufenHände hoch!", und darauf fei der Schuß gefallen. Auch heute früh blieb Schulte bei diesen Angaben. Die Kriminalpolizei ver­tritt die Ansicht, daß den Angaben des Schulte Glauben beizumessen fei und daß der Schuß tatsächlichvonHoyer abgegeben toor- den ist. Hoyer ist heute noch nicht vernommen worden, man hat sich fein Derhvr für Donners­tagfrüh aufgehoben. Die ausgesetzte Belohnung wird nach den Bestimmungen keinem Beamten zukommen können, sondern an die Privatpersonen verteilt werden, die Schutte zuerst in Leun ent­deckt haben.

O e Mordpisto'e gefunden.

WSN. Wetzlar, 19. März. Heute nachmittag wurde unter Leitung der Oberlandjägerei von Wetz­lar in der Gegend von Leun eine umfang­reiche Polizeistreife organisiert, die sich mit der Suche nach der von Hoyer angeblich weggewor­fenen Pistole befaßte. Es gelang tatsächlich die Waffe, eine Repetierpistole mit neun Schuß, etwa 10 Meter von der Stelle a u s z u - finden, wo Hoyer Dienstag abend festgenom- men wurde. Damit ist ein wichtiges Beweisstück herbeigeschafft worden.

3« dem Autounfall der Wetzlarer pol zeibeamten.

WSN. Friedberg, 19. März. Zu dem Un­fall der Wetzlarer Polizeibeamten bei Nieder-Wöllstadt, die sich auf der Rückfahrt von Frankfurt nach Wetzlar befanden, wird noch ge­meldet: In dein Auto befanden sich fünf Per­sonen, von denen vier verletzt wurden. Bei zwei Beamten waren die Verletzungen leichter Na­tur, so daß sie noch in der Nacht die Weiterfahrt antreten konnten. Die beiden andern Verletzten ka­men in das hiesige Krankenhaus. Der eine hat einen Schlüsselbeinbruch, der ander« starke Fleischwunden am Oberarm davongetragen.

* jpLa Coruna

Aus bet provinzialhaupistabi.

Gießen, den 20. März 1930.

Futter statt Blei!

Zur Frage der Ausrottung selten gewordener Naturdenkmäler.

Von Geheimrat Prof. Or. Olt-Gießen.

Als der strenge Winter 1928 29 zur Neige ging, fanden viele Zugvögel auf der Rückkehr zur Heimat bei uns noch vereiste Fluren und nur kärglich ge- bertten Tisch vor. Ermattete und darbendeZug­vögel sind leicht zu erbeuten. So ist es erklärlich, daß in einer Sßetterauer Gemeinde jetzt vor einem Jahre vier Trappen dem tödlichen Blei zum Opfer fielen. .

Als diese Nachricht durch die Blätter ging, ha­ben sicher die allermeisten Leser kritiklos diese Tat als Weidmannsheil und tapfere jagdliche Leistung angesehen.

Der Trappe ist der größte Vogel unserer fiel« mal. Mit hochgehovenem Kopfe sichert er nach acien Richtungen, wenn er majestätisch durch die Getrei- deäcker schreitet. Aber nur an wenigen Orten ist dieses Bild noch zu bewundern, denn die Trappen sind, Hubertus fei's geklagt auf deutschem Boden im Verschwinden begriffen. Sie rasten auf der Rückkehr zu ihren Brutstätten gegen Frühjahr an ganz bestimmten Plätzen, wo sie infolge hoch­gradiger Ermattung weniger als sonst auf ihre Sicherheit bedacht, aber gefährlichen Nachstellun­gen ausgesetzt sind.

Wer als Jagdpächter das Recht hat, Wild zu er­legen, hat gegenüber diesem auch Pflichten, über die sich leider nur wenige Schützen Rechenschaft S?ben. Jeder Waffenträger, der im Abschuß nickt käßigung kennt und für Naturschutz kein Ver­ständnis zeigt, verdient nicht die Freuden des Weid­mannes. Warum mußten gleich vier der in Not geratenen Trappen niedergeknallt werden?

Das so selten gewordene Naturdenk- m a l verdient anderen Empfang, wenn es, geschwächt von der langen Reise, Erholung sucht und sich für den weiteren Zug nach feiner Niststätte stärken will.

F u 11 e r st a 11 B l e i" muß die Losung heißen, wenn die der Ausrottung geweihten seltenen Gäste bei uns Einkehr halten. Ohne Kosten können Futter­plätze für Trappen, Rebhühner und viele andere Vögel mit Unkrautsamen beschickt werden, wenn man beim Reinigen des Getreides den Abfall sam­melt.

Hier fei dem Wunsch und der Hoffnung Ausdruck verliehen, es möchten sich genügend weidgerechte Jäger der Wetteräu in dem Bestreben zufammenfin- den, um in den für Rastplätze der Trappen betann« ten Revieren gastlichen Empfang zu sichern. Es find das Erholungsstätten, die Jahrhunderte, vielleicht Jahrtaufende hindurch von Trappen besucht wurden. Wenn der Schießwut auf die selten gewor­denen Tierarten nicht mit aller Entschiedenheit ent« gegengetreten wird, sind in wenigen Jahren die letz­ten Trappen vorn deutschen Boden verschwunden, unb auch manch andere Naturdenkmäler gehen dem gleichen Schicksal entgegen.

Gtotzener Wochenmarktpreise.

Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Butter 140 bis 160, Matte 30 bis 35, Käse (10 Stück) 60 bis 140, Wirsing 25 bis 35,

Weißkraut 10 bis 15, Rotkraut 15 bis 20,

gelbe Rüben 10 bis 15, rote Rüben 10 bis 15,

Spinat 35 bis 40, Anter-Koh'rabi 6 bis 10,

Grünkohl 15 bis 20. Rosenkohl 35 bis 40, Feld­salat 150 bis 183, Tomaten 70 bis 83, Zwiebeln 10 bis 15, Meerrettich 50 bis 70, Schwarz­wurzeln 40 bis 60, Kartoffeln 41/2 bis 5 (der Zentner 3,80 bis 4 Mk.), Aepsel 10 bis 15, Dirnen 10 bis 15, Dörrobst 30 bis 35, Honig 40 bis 50, junge Hähne 120 bis 130, Suppen­hühner 100 bis 120, Rässe 5? bis 80; Tauben (Stück) 70 bis 83, Eier 9 bis 10, Blumenkohl 50 bis 100 Salat 30 bis 40, Endivien 40 bis 60, Lauch 5 bis 15, Rettich 10 bis 20, Sellerie 10 bis 40 Pf. das Stück: Radieschen Bd. 20 bis

Mittwoch, 19.März. 1930,7" abds

bleibenden Rest des Kaufpreises dem Verkäufer auszuhändigen. 3n Höhe von etwa 43 000 Mark hat der Angeklagte das Geld auftragsgemäß verwendet, den Restbetrag in Höhe von etwa 9000 Mark hat er für sich verbraucht. Wegen Untreue wurde er zu einer Gefängnis­strafe von 7 Monaten verurteilt. Das Gericht wies bei der älrteilsbegründung daraus hin, daß der Angeklagte das veruntreute Geld, wie die Beweisaufnahme ergeben habe, nur in größter Rotlage zum Zwecke des notwendigen Hinterhalts feiner großen Familie an sich ge­nommen habe.

Ein Vertreter in Hochfrequenz-Heilapparaten aus Hausen, hatte von einer Firma in Leipzig einen solchen Apparat erhalten, um ihn den kauflustigen Kunden vorzuführen. Er hat diesen Apparat, obwohl er im Eigentum der Leipziger Firma stand, weiterveräußert, den Erlös für sich behalten und sich hierdurch der Tlnterschla- gung schuldig gemacht. Hm sich einen neuen Ap­parat zu verschaffen, unterschrieb er einen Be­stellschein mit dem Ramen eines Freundes und erhielt auch durch diese Urkundenfälschung einen neuen Apparat, den er dann an einen Dritten weiterveräuherte. Wegen Urkundenfäl­schung, Betrugs und Unterschlagung erhielt er eine Gesamtstrafe von 1 Monat 10 Tagen Gefängnis.

Ein Arbeiter aus Gießen belästigte nachts um 1 Uhr auf dem Seltersweg zwei Passanten. Er verlangte vo ndem einen wiederholt unter Drohungen Zigaretten und einen Geldbetrag von 3 Mark. Als ihm dieser verweigert wurde, ver­stärkte er seine Drohungen, indem er einen Gummiknüppel aus der Tasche zog und mit die­sem auf den Bedrohten losging. Er wurde aber überwältigt und zur Polizeiwache gebracht. Wegen Erpreffungsverfuchs wurde er zu einer Gefängnisstrafe von 2 Wochen ver­urteilt.

oft sehr namhafte Geldbeträge in die Hände gefallen. [ Die Post leistet für Verlust oder Beraubung gewöhn- | licher Briefe keinen Ersatz. Aber auch die Versen­dung von Geld in Einschreibebriefen ist nicht zu empfehlen. Geht ein derartiger Brief verloren, so erhält der Absender bis 40 Mark Ersatz. Wird ein Einschreibebrief nur feines Geldinhaltes beraubt, so ist die Post nicht ersatzpflichtig, da sie nach § 10 des Paßgesetzes nur für den Verlust, nicht aber für die Veschädigung (Beraubung) eines Einschreibebriefes haftet. Daher sollte Geld nur mit Zahlkarte oder Postanweisung, unter Umständen im Geldbrief ver­schickt werden.

Unfall auf der Straße. Gestern abend erlitt ein etwa 25 Jahre alter junger Mann aus Münchholzhausen hier auf der West- anlage dadurch einen Unfall, daß er infolge eines Fehltritts zu Fall kam und dabei die Sehnen des Fußgelenks rissen. Der Bedauerns­werte wurde dadurch gehunfähig und mußte nach erster ärztlicher Hilfeleistung von der Freiwil­ligen Sanitätskolonne vom Roten Kreuz mit dem städtischen Sanitätsauto nach Münchholzhausen | gefahren werden.

Gute Rachbarschaft. Gestern abend entstand in dem Wohnungsviertel an der Mar­garethenhütte ein Streit zwischen einem Manne und einer Frau, der schließlich einen so tempera­mentvollen Verlauf nahm, daß der Mann mit einer Bohnenstange der Frau auf den -Kops schlug. Die mißhandelte Frau erlitt dadurch eine klaffende Wunde und mußte der Chirurgischen Klinik zugeführt werden.

* Einen Film von der neuenEm- d e n wird das Lichtspielhaus Bahnhofstraße am kommenden Sonntagvormittag zur Vorfüh­rung bringen. DerCmden"°Film berichtet über die große Weltreise dieses deutschen Kreuzers, der als erstes Kriegsschiff nach dem Kriege wieder hinausfuhr zu den fremden Völkern, um dort friedlich durch seine Besatzung für Deutsch­land zu werben. Der Film bringt eine Fülle außerordentlich sehenswerter und schöner Bil­der, die den Besuch der Vorführung unbedingt lohnend machen werden.

Auf dem Bürgermeisteramt in Groß - Rech - tenbaef) fand gestern nachmittag eine Bespre­chung statt, die sich mit der Verbesserung des Verkehrs auf der Kraftpoftlinie Gie­ren Kleebachtal beschäftigte. An der Be- prechung nahmen teil: Verwaltungssekretär Maus von der Stadtverwaltung Gießen, Postin- pektor Jung vom Postamt in Gießen, Bürger- meister Jung (Klein-Linden), die Gemeindevor­steher von Lützellinden, Hörnsheim, Hochelheim, Klein-Rechtenbach und Groß-Rechtenbach, Kreistaas- abgeordneter Langsdorf (Groß-Rechtenbach), so­wie Amtsobersekretär Sänger, der die Verhand­lungen an Stelle des erkrankten Bürgermeisters Dr. Neumann leitete.

Die Gemeinden Groß- und Klein-Rech­tenbach haben den Antraa gestellt, die Kraftpost- linie GießenKleebachtal über die beiden genann­ten Orte zu führen. Die Linienführung würde dann folgende fein: 1. Frühfahrt nach Gießen: Hochelheim Hörnsheim Hochelheim Klein- Rechtenbach Groß-Rechtenbach Lützellinden, Klein-Linden Gießen: 2. Vormittagsruck- fahrt von Gießen: Gießen Klein-Linden, Lützellinden, Groß-Rechtenbach, Klein-Rechtenbach, Hochelheim, Hörnsheim, Großen-Linden: 3. Nach­mittagsfahrt nach Gießen: Grohen-Lin- den, Hörnsheim, Hochelheim, Klein-Rechtenbach, Groß-Rcchtenbach, Lützellinden, Klein-Linden, Gie­ßen: 4. Abendrückfahrt von Gießen: Gie­ßen, Klein-Linden, Lützellinden, Groß-Rechtenbach, Klein-Rechtenbach, Hochelheim, Hörnsheim, Hochel­heim.

Postinspektor Jung erklärte, daß die Postverwal- tung vorbehaltlich der Genehmigung der Oberpoft­direktion dem Antrag z u st i m m e , wenn die betei­ligten Gemeinden, die durch die Vergrößerung der

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