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Nr. 43 Erster Blatt
180. Zahrgang
Donnerstag, 20. Zebruar 1930
Er Ichrin 1 1 ag ii d), außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Giehener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholle
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SietzenerAnzeiger
General-Anzeiger für Oberhessen
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Dr Friedt Wilh Lange. Verantwortlich für Politik Dr Fr Wilh Lange, für Feuilleton Dr H.THyriot; für den Übrigen Teil Ernst Dlumschein und für den Anzeigenteil Mar Filler, sämtlich in (Biegen.
eine Mahnung zur Umkehr.
Während sich im Reichstag die Parteien darüber ftrciten, wie das Loch im Reichshaushalt gestopft werden soll, ohne daß an dem bisherigen finanz- und w rtschaftspolitischen Schlendrian etwas geändert wird, wird der Oefsentlich- keil einAufruf zurWirtschaftsreforin übergeben, der von den namhaftesten Führern der deutschen Wirtschaft, sowie von zahlreichen Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens und der Wissenschaft u terzeichnet ist. Reben den deutschen Verfassern des Voungplanes finden sich unter den 200 Unterzeichnern des Aufrufes Rauten wie Duisberg und Dosch. Silverberg und Poensgen, Dorsig und Reusch. Wassermann und Goldschmidt, Luther und Petersen, Harnack und Plant, Anschütz und Eckener. Kalckreuth und Kanih. Es ist ein Zeichen der Zeit, daß diese selbstverständlichen Grundsätze der wirtschaftlichen Vernunft noch besonders ausgesprochen werden müssen. Es ist ober noch ein viel ernsteres Zeichen dieser merkwürdigen Zeit, daß die verantwortlichen Instanzen des Re'ches bis-»
Der sächsische Minister Präsident Bänger, dessen Kabinett durch ein nationalsozialistisches Mißtrauensvotum gestürzt wurde.
her noch nicht die gering st e Miene gemacht haben, den Erfordernissen einer wirtschaftlichen Politik Rechnung zu tragen.
Die grundsätzliche Aenderung der deutschen Wirtschafts- und Finanzpolitik ist eine Rotwen- ldigkeit, über die man eigentlich gar nicht zu reden brauchte, wenn man sich den „Erfolg" der Politik der letzten Jahre ansieht. Die Heber- fpannung der Ausgabenwirtschaft der öffentlichen Hand ist es nicht zuletzt gewesen, die den Schrumpfungsprozeß herbei- geführt hat, an dem unsere Wirtschaft heute üdet Gleichz :tig, wie man sich zu aktuellen politischen Tagesfragen einstellt, ob man die Ablehnung der Reparationslösung oder ihre Annahme aus baltischen Erwägungen für richtig hält, auf alle Fälle muß eine Umkehr in unserer Wirlschafts- und Finanzpolitik Wirklichkeit werden, wenn überhaupt mit Aussicht auf Erfolg an der Reugestaltung unserer politischen Verhältnisse und an der Gesundung unserer Wirtschaft gearbeitet werden soll. Die Gegenseite pflegt es so darzustellen, als handele es sich jetzt nur um das Problem der Lastenvertei- l u n g, als ginge bet Streit nur um die Frage, wer die K 0 st e n der Reparationsregelung dauernd zu übernehmen hat. Etwas anderes aber ist viel wichtiger.
Wenn heute von Kapitalbildung gesprochen wird, dann handelt es sich nicht um Geschenke an diejenigen, die ohnehin schon viel Geld verdienen, sondern um die viel wesentlichere Frage der Rentabilität unserer Wirtschaft Jetzt ist es so, daß etwaige wirtschaftliche Llebcrschüsse durch die Finanzpolitik einfach weggesteuert werden Kapitalschwund und Kapitalslucht bilden'die Signatur dieser Lage Die Kapitalneubildung und -Erhaltung aber Hot die große volkswirtschaftliche Funktion, dem arbeitenden Volke die Stätten seiner Wirksamkeit zu erhalten und auszubauen Es ist deshalb ein Verdienst dieses Ausrufes, daß er trotz allem wieder den Gedanken der Steuersenkung in den Mittelpunkt stellt. Dagegen verfängt auch nicht der Einwand, daß die Finanzlage des Reiches gegenwärtig eine Senkung der Lasten nicht vertrage
Es gehört zu den unausweichlichen, wenn auch nicht in dem Aufruf ausgesprochenen Folgerungen dieser Erkenntnis, daß die sogenannten Zwangsläufigkeiten unserer Ausgaben- wirtschaft einmal aufgelockert und wenn nötig, radikal beseitigt werden. Denn was nützt es dem deutschen Volke und allen seinen Gehalts- und Rentenempfängern, wenn die deutsche Wirtschaft, aus der diese Mittel doch her- ausgeholt werden, eines Tages einfach nicht mehr weiter kann. Don diesem Zustand sind wir bei der Fortdauer der jetzigen unvernünftigen Politik wirklich nicht mehr allzu weit entfernt. Wer diese Dinge mit einigem Ernst und nicht nur oon parteipolitischen Gesichtspunkten aus beurteilt, der kann es nicht verstehen, daß diese Gesichtspunkte einer wirtschaftlichen Vernunft im Parlamente heute nur eine ganz untergeordnete Bedeutung haben. Allein die Rotlage der Landwirtschaft, aber nicht
Großer Erfolg Mussolinis auf der Floltenkonferenz.
Eine italienische Denkschrift kommt der Auffassung der angelsächsischen Mächte sehr entgegen. Eine pause in den Verhandlungen.
Gonbon, 19. Febr. (TTl.) Die Arbeiten der Flottenkonferenz find praktisch 3 um Stillstand gelangt. In amtlichen britischen Kreisen wird die Ansicht vertreten, daß die Wiederaufnahme der Konserenzverhandlungen vor Mitte nächster Woche unwahrschein- l i ch ist. Die inoffiziellen Verhandlungen sollen jedoch andauern. Die Franzosen werden über die Ergebnisse laufend unterrichtet werden. Am Spätabend wurde ein amt icher Bericht veröffentlicht, in dem es heißt, daß die Konferenzarbeiten bis Mittwoch nächster Woche vertagt worden sind.
Italien hat inzwischen der Flottenkonferenz ein Memorandum überreicht, das u. a. feststellt, daß Italien bereit sei, jeder auch noch so einschneidenden Herabsetzung der Rüstungen zur See zuzu- stimmen unter der Voraussetzung, daß keine andere Macht des europäischen Kontinents diese Grenze überschreite. Eine solche einschneidende Herabsetzung sei um so berechtigter angesichts der internationalen Vereinbarungen, wie die Bestimmungen der Dölkerbundssahung, des Locarno-Vertrages und des Briand-Kellogg-Paktes. Weiter schlägt Italien vor, daß der Bau der nach dem Vertrag von Washington für die nächsten sechs Jahre zu- gelassenen Reubauten von Kampfschiffen erfterOrönung bis zum Ablauf dieser sechs Iahre verschoben wird. Außerdem erklärt es sich bereit, die völlige Abschaffung der Schlachtschiffe in den Bereich der Betrachtungen zu ziehen. Für Flugzeugmutterschiffe und alle Kriegsschiffe, die von dem Vertrag von Washington nicht erfaßt werden, ist Italien bereit, eine vertragliche Verpflichtung einzugehen, wonach die italienische Gesamttonnage in diesen Schiffsklassen bie der stärksten europäischen Kontinentalmacht nicht übertreffen darf. Dies würde auch für Unterseeboote gelten. Eine allgemeine Vereinbarung zur Abschaffung der Alnterfeeboote würde von Italien im Geiste größten Wohlwollens geprüft werden. Ebenso wäre die italienische Delegation bereit, noch umfassendere Maßnahmen zur Beschränkung der Rüstungen zur See ins Auge zu fassen, wenn die gegenwärtig tagende Konferenz als Ergebnis eine tatsächliche vorläufige Reduzierung der Tonnage erreichen sollte, die auf einer Vereinbarung über die Tonnagequoten beruhen müssen.
Sehr guter Eindruck in London.
Frankreich in den Schalten gestellt
London, 20. Jebt. ((£31.23. Funkspruch.) Die Krise, in der sich die Londoner Flottenkonferenz feil der Ueberreidjung des französischen Aufrüstungsprogramms befindet, ist durch den Sturz des Kabinetts larbleu derart kompliziert worden, daß nur eine Unterbrechung der offiziellen Arbei- f e n (um vorläufig eine Woche) ein vorzeitiges, ergebnisloses Ende verhindern konnte. Einen Lichtblick für die zahlreichen Anhänger eines „systematischen Optimismus" bildete im letzten TTloment die italienische Denkschrift, die ein entschiedenes Bekenntnis zum Abrüstungsgedanken und darüber hinaus eine spontane Anerkennung des Wertes der bestehenden internationalen Sicherheitsgarantien enthielt. Mussolini, der, wie erinnerlich, sich ohne jeden Enthusiasmus und eigentlich nur der Form halber, 1928 am Kelloggpakt beteiligte, hat es diesmal ausgezeichnet verstanden, die Sprache seiner angelsächsischen Verhandlungspartner zu sprechen.
Die englische Presse aller Richtungen ist höchst befriedigt. Der amtlichen Kreisen nahestehende „Daily Telegraph" äußert zum Beispiel: „In britischen und amerikanischen Kreisen ist durch die italienische Denkschrift ein äußerst günstiger Eindruck hervorgerusen worden. Sie wird als eine glückliche Verbindung von Takt und Festigkeit
angesehen. Bemerkenswert ist dasFehlen jeder Bezugnahme auf einen Mi11elmeer- pakt oder auf „neue Sicherheitsverträge". Zwei Erwägungen mögen diefe Lücke verursacht haben, nämlich die Nichtbeachtung der italienischen Garantie, des Locarnopaktes durch Frankreich und die Einsicht, daß Amerika an einem solchen Pakt nicht seilnehmen würde. Macdonald und Stimmfon empfinden große Genugtuung über die Tatsache, da» Italien eine wesentliche Rüstungseinschränkung infolge des Locarnovertrages und des Kelloggpaktes gerechtfertigt und angemessen findet."
Dabei ist zu beachten, daß Italien strikt an seiner Forderung nach Parität mit Frankreich festhält und alle Abrüstungsmahnahmen im einzelnen — Abschaffung der Panzerschiffe, U-Boote usw. — von einem allgemeinen Uebereinkommen abhängig macht. Es hat aber gerade damit seinen Hauptzweck, die französische Alternative „neue Rüstungen oder neue Sicherheiten" ad absurdum zu fuhren, erreicht und den französischen Anspruch, das Monopol der Friedenspolitik zu besitzen, durch eine noch stärkere Ablehnung jedes Gedankens an einen Krieg erschüttert.
Lord Beaverbrook, der Besitzer der Millionenzeitung „Daily Expreß", hat eine neue englische Partei, die Bereinigte Weltreichspartei, gegründet, die eine Wirtschaftseinheit des britischen Weltreichs durch hohe Zollmauern erstrebt.
Die Verwaltüngsrefonn in Hessen Oie Stelleneinsparutnen im neuen Etat.
Darmstadt, 19. Febr. (WTB.) In dem Sofortprogramm der hessischen Regierung ist auch ein Poften von 700 000 Mk. eingestellt, der durch eine „planmäßige Vereinfachung und durch den Abbau von Aemtern und Stellen eingefpart werden soll". Daß diese Ersparnisse wenigstens zunächst finanziell nicht allzu sehr zu Buch schlagen, ist bekannt. Hm eine weitere Ersparnis für spätere Zeiten zu erzielen, ist daher eine ganze Reihe von planmäßigen Stellen auf den verschiedenen Verwaltungsgebieten auf den Inhaber gesetzt worden. Von diesen Inhaberstellen werden nach dem neuen Etat u. a. zum Teil unter Verminderung der Aemter folgende Behörden betroffen:
Vermessungs wesen: 4 Vern-essungsräte bei Landvermessungsämtern, 8 Vermessungs- beamte (7 höhere und ein mittlerer) bei Vermessungsämtern unter Wegfall von sechs dieser Aemter.
Bauverwaltung: 3 akademische und 8 mittlere Baubeamte. 8 Strommeister bei den Hoch- und Wasserbauämtern neben den bereits als künftig wegfallend bezeichneten Stellen.
For st Verwaltung: Unter Wegfall von 7 bis 9 Forstämtern 7 evtl. 9 Dorstandsstellen auf den Inhaber, Wegfall von 44 bzw 50 50 r ft ft eilen sowie der 58 noch vorhandenen Kommunalforstwärter unter Umwandlung in drei Staatsforstwärter- und 28 Waldwärter- stellen.
Polizei. Weitere 193 Stellen auf den Inhaber in Verbindung mit den Sparmaßnahmen des Rotprogramms.
Innere Verwaltung: Reueinteilung der Kreise und dabei durch Vergrößerung der Bezirke Einsparung von Kreisämtern; daraus folgend Verminderung von Beamtenstellen und im Zusammenhang entsprechender Abbau bei den übrigen Aemtern (Kreisärzte, Kreistierärzte, Bauämter usw.). Welche Kosten durch den Wegfall von Kreisämtern für den Anfang und künftig eingcspart werden können. läßt sich zur Zeit noch nicht überblicken. Das Spargutachten des Reich sparkommissars, das die 19 Kreisämter auf 11 verringern wlll, sieht eine Ersparnis von 116 500 Mark vor.
Feldbereinigung: 2 Derwaltungs- und 11 Vermessungsbeamte.
Gewerbemuseum: Sämtliche Beamte auf Inhaberstellen wegen der beabsichtigten Aushebung der staatlichen Einrichtung.
Gericht: 11 akademische, 19 mittlere und 15 Bureaubeamte, 10 Amtsgehilfen und Gefangenenaufseher unter Aufhebung von 10 Amtsgerichten.
Strafan st alten: 13 Strafanstaltsaufsichtsbeamte.
Kriminalkassen: 2 Kriminalinspektoren und 8 Aufsichts- und Kanzleibeamte.
Dazu kommt noch eine Anzahl von Stellen auf weiteren Verwaltungsgebieten wie Heil- und Pflegean ft alten, Arbeitshaus Dieburg, in der Landwirtschafts Verwaltung und bei der Gewerbeaufsicht sowie noch einige Stellen bei den verschiedenen M i - n i ft e r i e n.
Sozialdemokratische Anträge im Hessischen Landtag.
Darmstadt, 19. Febr. (WTB.) Die hessischen Sozialdemokraten haben im Landtag die Erhebung eines Notopfers für das Rechnungsjahr 1930 31 verlangt, zu dem alle Steuer- pflichtigenmiteinemsteuerbarenEin- kommen von 3 0 0 0 Mark und mehr pro» areffio herangezogen werden sollen. Das Erträgnis soll zu je z im Reich zum Ausgleich des Etats der Erwerbslosenversicherung, in den Ländern zum Ausgleich der Haushaltspläne und in den Gemeinden zur Sicher st ellung des Fürsorgeetats verwendet werden, außerdem wurde eine Revision der Reichsbesoldungsordnung mit einer wesentlichen Senkung der Vearntengehälter in den oberen Gruppen unter entsprechender Verpflichtung für die Länder und Gemeinden gefordert. Die Sozialdemokratie fordert nun, daß d a s K i n d e r g e l d für die hessischen Beamten, das für Kinder vom 16. bis 21. Lebensjahr gewährt werden kann, gestrichen wird. Die Bestimmungen über das Wohnungsgeld für Beamte sollen dahin abgeändert werden, daß im Rahmen der bestehenden Bestimmungen kein Wohnungsgeld über den Rahmen der tatsächlichen Mietaufwendungen hinaus gezahlt wird.
nur diese, macht ein schnelles Eingreifen notwendig. selbst unter der Bedingung, daß dabei ein ge geheiligte Vorurteile auf den Scherben- Hausen geworfen werden müssen.
In einem Punkte muh der Gedankengang dieses Au rufes weitrrgesü^rt w rben: selbstverständlich kann aus der gegenwärtigen Lage kein Ausweg gesunden werden, wenn es nicht gelingt, dem deutschen Staatswesen eine Gestalt zu geben, die den Anforderungen der Wirtschaftlichkeit und Zweckmäßigkeit entspricht Der heutige Zustand ist das genaue Gegenteil davon. Alle finanzpolitischen Erwägungen münden zwangsläufig, schon wenn man das Problem des Finanzausgleichs mit hineinnimmt, in das Problem der Reichsreform aus, und so schließt sich immer wieder der Kreis unserer innerpolitischen Aufgaben zu der großen Forderung eines Rcsormprogramms. das die gesamten 11 zuläng- lichkciten unseres Staatsaufbaues beseitigt und der deutschen Wirtschaft wie jedem einzelnen schaffenden Menschen wieder Luft zum Atmen gibt.
Der deutsche Großhandel fordert Steuersenkung.
Berlin, 19 Febr. (Sil.) In diesen Tagen fanden in Berlin Sitzungen des Präsidiums des Vorstandes und des Reichsausschusses des Reichs- Verbandes des deutschem Groß- und Ueberfee- Handels statt. Während der Tagung wurden verschiedene Vorträge gehalten. Der preußische Finanzminister Dr. Höpker-Aschofs sprach über die finanzpolitische Lage; Abraham Frowein über Industrie und Großhandel. Die Beratungen fanden ihren Abschluß mit einer Entschließung, in der es u. a. heißt: Die Rot der deutschen Wirtschaft ist offenkundig Sie ist so groß, daß die Steuerkraft Deutschlands jetzt versagt. Eine Erhöhung der Steuern ist deshalb nicht nur untragbar, sondern zwecklos, im Gegenteil ist Steuersenkung unerläßlich, Steuersenkung ist möglich, wenn unter Derzich t auf parteipolitische Rücksichten der ernste Wille vorhanden ist, unter allen Llmständen bei der öffent
lichen Hand bei den vermeintlichen Ausgaben abzubauen und die Ausgaben nach der persönlichen und sachlichen Seite auf das äußer st e z u'b eschränken Jedes Finanzprogramm ist unannehmbar, das nicht mindestens eine sofortige Senkung der die Wirtschaft besonders bela st enden direkten Steuern in einer Form enthält, um die alsbaldige Bildung neuen Kapitals zu ermöglichen. Rur eine solche Finanzpolitik könne die Wirtschaft beleben und es ihr ermöglichen, die sozialpolitisch berechtigten Forderungen zu erfüllen. Da diese Erklärungen in Llebereinstimmung stehen mit den Erklärungen und Versprechungen, die die gegenwärtige Reichsregierung noch in jüngster Zeit in feierlicher Form abgegeben hat, so erwarten wir mit Bestimmtheit, daß die Reichsregierung sich von dieser Auffassung durch keinerlei Erwägungen oder Rücksichten abdrängen lassen wird. Rur die Aufsammlung neuen Kapitals wird dem Großhandel die Rentabilität seiner Betriebe und damit die Voraussetzungen zurückgeben, seine volkswirtschaftlichen Aufgaben


