Ausgabe 
19.8.1930
 
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Städten ht Vereinbarung mit der 'Regierung j vettere Aotftand-arbeiten geplant. Da- italienische Arbeitslosenproblem, da» nur als ein Ausschnitt auS der Weltwirtfchaft-lag« be­trachtet werden könne, sei mit diesen Maßnahmen nicht vollständig gelöst, die saschislische Regierung habe damit aber zur Abwehr die notwendigen Vorbeugungsmaßnahmen ergriffen.

Der Bürgerkrieg in China.

Ernste Lage in Nanking

Pari». 18. Äug (MTV.) Wie die Agentur Indo Pacisique au» Schanghai meldet, haben die Hunantruppen T s i n a n s u ohne Zwllchenfall besetzt. Amerikanische katholische Missionare, die noch IZtägiger Flucht in Hunan eingetrvssen sind, äußern ihre Besorgnis über da- Schicksal eine» protestantischen Geistlichen und mehrerer in der Stadt Kam schau (Provinz Äiangfi) zurückgebliebenen Familien, wo die Kommunisten unter Leitung von Swdenten das Sowjet- regime einaesührl heben. 3n Nanking herrscht trotz der miUtärüchen Fonschritte der Truppen große BesorgniS und Tlchiangkai- scheck bietet seine letzten Reserven .an 2llen>chen und versügbaren stnanziellen Mitteln aus. Die Mehrzahl der Polizeistreltkräste ist militarisiert worden. Die Banditenüberfälle haben zugenommen und greisen bi» an die Mauern der Hauptstadt um sich. Sin Danditensührer hält ein Landhaus. daS Tfchiangkaifcheck selbst ge­hört und nur zehn Kilometer von Nanking ent- semt ist. besetzt. Die Soldaten plündern, die revolutionäre Gefahr in der Hauptstadt wird immer drohender. Di« Behörden suchen durch Massenhinrichtungen dagegen anzugehen. Auch einflußreich« Persönlichkeiten wurden hin­gerichtet.

Aus aller Welt.

Tagung de» Deutschen Jorftoerdn» In Hannover.

Aus der in Hannover stattsindenden Dollver­sammlung deS Deutschen Forst Vereins stand daS ThemaDie Fortbildung der Fvrstverwal- tungSbeamten" zur Behandlung. Landsorstmeister StaatSrat Hesse. Darmstadt, wie- daraus hin. daß die Waldwirtschaft heute ein Glied der mit tausend Fäden in die Weltwirtschaft verflochte­nen deutschen Desamtwirtschaft geworden sei. Er­forderlich sei. Daß die Verwaltung-beamten mit ihrem Wissen und Können auf der Höhe Der Zeit ftänDen. Die Vermittlung Dieser Fähigkeiten sei Ausgabe Der Fortbildung.Befreiung von ma­teriellen Sorgen für Lebenshaltung. Kinderer- ziehung usw. sei eine ebenso wichtige Voraus­setzung. wie Die Erhaltung einer gewissen geisti­gen Spannkraft. Bei Der FvrtbilDungSarbeit werde künstig namentlich Wert auf Die Heran­bildung von Spezialisten zu legen fein. NegierungSdirektor Erb, Speyer, bezeichnete als wichtigste Stufe Der FvrtbilDungSarbeit die Lite- raturverforgung und Die Bezirk-Versammlungen (WirtfchaftSräte ufw ). Wichtig feien ferner die forstlichen Fortbildungskurse unD SluDlenrelsen und mehr noch Die staat-wissenschaftlichen Kurse.

Schwere» Eisenbahnunglück bei Metz.

Auf dem Gelände Der Kohlengrube Houoe bei Erenzwald fuhr ein au» drei Wagen bestehender Ardeiterzug, in dem sich über 60 Grubenarbei' ter befanden, von Grude I nach Grube II, wobei er in einer Kurve mit einem aus entgegengesetzter Richtung kommenden Kohlenzuge zuf am men­st i e ß. Die drei Wagen des Arbeiterzuges sprangen aus den Schienen und wurden zertrümmert. Nähere Einzelheiten fehlen noch. Die Unglücksftatte bi't emen findjtbaren Anblick, «chuhe und andere Kleidungsstücke lagen rings umher, während aus Den Trümmern das Htlfcgeschrei der Verletzten Drang. Die Holzsplitter der zerstörten Wagen waren den Unglücklichen zum Teil lief in den Körper einge- brungen, so daß die Rettungsarbeiten nur mit äußerster Vorsicht durchgeführt werden konnten. Bei den meisten Schwerverletzten, die in das Krankenhaus von Treuzwald überführt mür­ben, haben blc Acrzie jede Hoffnung aufge» 8e b e n. Die Nachricht von dem furchtbaren Unylück atte sich wie ein Lauffeuer verbreitet. Angehörige und Arbeitskollegen halfen der zuerst an der Un­glücksstätte erschienenen Sanitätswache der Grube bei den Rcttungsarbeiten und suchten verzweifelt nach Verwandten und Freunden. Frauen schrien nach ihren Männern und Kinder nach ihren Vätern. Wer die Verantwortung an dem Unglück trägt, muß erst die Untersuchung ergeben. Die große Mehrzahl der Arbeiter sind Saarländer.

vor den Augen der Eltern überfahren.

In der Nähe von Oxeiösund (Südschweden) wurde ein Kraftwagen an einem ungeschützten Bahn­übergang von einem Eifenbahntrieb­wagen erfaßt und vollständig zertrümmert. Beide Insassen, ein 20]äßrigcr Führer und fein 17jäßriger Begleiter wurden sofort getötet. Die Eltern der jungen Leute waren von dem benach­barten Wohnhaus aus Zeugen der Katastrophe, die sie jedoch nicht mehr verhindern konnten.

Folgen der Sturmflut.

Das Untcrclbegeblet ist von großen Ueberschwemmungen heimgesucht. Alle Außendeichländereien stehen unter Wasser. Das auf den Feldern noch liegende (Betreibe ist überall, so­weit cs nicht mit bem Wasser abgetrieben ist, burch bas Schlickwasser wertlos geworben. In ben Niede­rungen des Hinterlandes ist der Wasserstand weiter gestiegen. Weite Flächen sind bereits überschwemmt. UcberaU hat das Vieh eiligst von ben Weiden ge­nommen werden müssen. Leider hat die Sturmflut auch ein Todesopfer gefordert. Der Pächter des Lokals auf der Wittenbergener Landungsbrücke ließ sich, da die Brücke unter Wasser stand, vom Brückenwärter mit einem Boot an Land holen, in­folge des hohen Wellenganges auf der Elbe schlug das Boot voll Wasser. Der Brückenwärter konnte schwimmend eine Bake erreichen, von der er später durch hinzueilende Boote gerettet wurde: Der Brückenwirt ertrank.

Erfolgreiche» Ende der Affenjagd im Zentrum Berlin».

Der Affe, bet am Sonntagfrüfj aus Dem Tier- Hort m Der Schicklerstraß« entsprungen war, ist am Montagvormittag in Der Klosterkirche ein- gefangen worden. DaS Tier hatte sich zunächst in Die -Untergrunbbaßn begeben, konnte aber Dort trotz aller Bemühungen nicht einge­fangen toerDen. Da es im Tunnel verschwanD. An­scheinend war Dem Affen Der Aufenthalt in dem Dunklen Llntergrundbahnschacht zu unge­mütlich, Denn am Montagfrüh erschien er wieder am Tageslicht. Sofort begann eine neue Jagd. Die schließlich mit Der . Festnahme" des Ausreißers endete.

Aus der prvvinzialhaupifiadt.

Dießen, den 19. August 1930.

$euer in der Diarburger Straße.

Gestern gegen 17.20 Uhr brach in einem G e treideschuppen auf dem Grundstück Marbur­ger Straße 60, der von dem Landwirt H e I st e r mann gepachtet ist, Feuer aus. Die Brand- Meldung ging bei der Feuerwache um 17.24 Uhr ein, und schon wenige ÜRinuten später war die Wache an der Unglücksstelle. Da der mit Getreide bi» oben hin angefüllte Schuppen eine starke Flammenwirkung entwickelte und durch einen angrenzenden Stall- bau mit einem Wohnhaus in direkter Verbindung stand, auch noch ein Querschuppen und ein anderes Wohnhaus im Bereiche des Brandherdes lagen, gab der Führer des Löschzuges vorsorglich die Mel­dung® r o ß f e u c r* an Die Wache zurück. Darauf­hin ertönten in der Stadt die Alarmsirenen, durch die eine Anzahl weiterer Feuerwehrleute an den Brandherd gerufen wurden. Mittlerweile war e» aber den umsichtigen und energischen Maßnahmen Des StabtbranDDircttors Braubach unD Der außerordentlich eifrigen Tätigkeit Der Feuerwache­mannschaft gelungen, Die Flammen auf ihren HerD zu beschränken unD jeDe Gefahr einer Weiteroerbreitung auszuschließen Die nachruckenden Feuerwcbrmannschaftcn konnten Daher nur für Hilfsdienste in Betracht kommen. Die brennende große Stroh- unD Fruchtmenge erforDerte fortgesetzte kräftige Wasserabgabe und verbreitete außerdem in Der UmgegenD Des BranDherdes eine starke Rauch- entwicklund- Dem oerheerenDen Element fielen Der mit GetreiDefrucht angefüllte vorDere Querschuppen und ein ftfeintierftaU mit einer Anzahl Kaninchen zum Opfer. Die in dem Schuppen geborgene Ge- treibeerntc wurde ebenfalls vollkommen ein Opfer des Unglücks, teils durch Feuer und teils durch Das Wasser, ferner wurDe eine Mähmaschine, Die in Dem Schuppen untergebracht war, beschädigt. Ein anfchließenDer rückwärtiger Querschuppen konnte von Der Feuerwehr gerettet werden. Gegen 18.30 Uhr war Die Bekämpfung Des Feuers soweit oorgeschrit- ten. Daß Die Mannschaften Der Freiwilligen Feuer­wehren von Der Leitung entlasten werDen konnten. Die Feuerwache selbst rückte um 18.58 roieDer in Das Depot ein. Vorsichtshalber verblieb bis gegen 22 Uhr eine Brandwache an der Unglücksstelle, jedoch war eine erneute Tätiafeit Der Feuerwehrleute nicht er- forDerlid). Die alsbald an der Brandstelle erschienene Polizei sorgte in ausgezeichneter Weise für die Ab- sperrung, da nach dem Alarmruf der Sirenen eine große Menschenmenge herbeigeströmt war Auch die Freiwillige Sanitätskolonne vom Roten Kreuz war auf Den Ruföroßfeuer" herbeigeeilt, brauchte aber zum Glück nicht in Tätigkeit zu treten. Den Mann- schäften der Feuerwehr, wie auch den Polizeibeam- ten und den Sanitätsmannschaften gebührt für ihren Eifer und ihre sorgsame Tätigkeit volle Anerken­nung. Ueber die Ursache des Brandes läßt sich bi» zur Stunde noch nichts sagen.

Wicfccncr Wochcnmarktpreise.

LS kosteten auf Dem heutigen Wochenmarkt: Butter 160 bi« 180, Matte 30 bis 35, Käse (10 Stück) 60 bi« 140, Wirsing 10 bi« 12, Weiß­kraut 6 bi« 8, Notkraut 10 bis 15, gelbe Hüben 10 bi« 15, rote Rüben 10 bis 15, Spinat 20 bis 25, Römischkohl 8 bis 10. Bohnen, grüne 15 bis 20, gelbe 20 bis 25, Unter-Kohlrabi 6 bis 8, Erbsen 20 bis 25, Tomaten 20 bis 25. Zwiebeln 10 bis 15, Kürbis 10 bis 12, Pilze 30 bis 35. Kartoffeln 5*/, (Der Zentner 5 Mk.), Frühäpfel 15 bis 20. Falläpfel 5 bis 6. Birnen 20 bis 30. Dörrobst 30 bis 35. Brombeeren 40 bis 45, Prcißelbeeren 40 bi« 45, Pfirsiche 50 bi« 70. Pflaumen 10 bi« 15, Zwetschen 20 bis 25, Mira­bellen 30 bis 35, Reineclauden 15 bis 20. Honig 40 bis 50. junge Hähne 120 bi« 130, Suppen­hühner 100 bi« 120, Nüsse 60 bis 70 Pf. das Pfund: Tauben (Stück) 70 bis 80, Lier 12 bis 13, Blumenkohl 30 bis 70. Salat 10 bi$ 15. Salat- gurken 15 bis 30, Einmachgurken 2 bis 4, En­divien 10 bi« 20, Ober-Kohlrabi 8 bis 10, Lauch 5 bi« 10, Rettich 10 bis 15, Sellerie 10 bis 20 Pf. das Stück: Radieschen Bd. 10 bis 15 Pf.

Hornotizcn.

Tageskalender für Dienstag. D.V.P.: Versammlung imHindenburg", 20.30 Ußr. Lichtspielhaus Bahnhofstraße: Operet- ten-Sinaspiel-Revue: .Seitensprünge imD .Die Sirene der Tropen".

Stadttheater Gießen. Man schreibt uns: ^akespearesLiebes Leid und Lust", daS am nächsten Sonntagnachmittag in Der Inszenie­rung von Intendant Dr. P r a s ch auf Der WalDbühne in Szene geht, gehört zu Den am wenigsten ausgeführten Werken Des Dichters. Es eignet sich wie kaum ein anDeres Lustspiel Shakespeares zur Freilichtaufführung. Die Gieße­ner WalDbühne, Die für diese Vorstellung beson­ders hergerichtet und teilweise umgebaut wird, ist durch ihre günstige Anlage besonders dazu bestimmt, diesem Stück einen außergewöhnlich guten Rahmen zu geben. In Den eigenen Werk­stätten Des Theaters sind von Ober gar Derobier Huber neue Kostüme entworfen unD auSgeführt worden. Bei schlechtem Wetter kann nötigen­falls ohne weitere Schwierigkeiten im Stadtthea- ter gespielt werden. Findet die Aufführung auf Der Waldbühne statt, wird am Stadttheater eine Flagge gehißt werden.

Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (H i t l e r be we g u n g). Kommenden Donnerstag. 20.30 Ußr m der Turnhalle am Oswaldsgarten öffentliche Ver­sammlung, in der Prof. Dr. Werner (Butzbach) sprechen wird. (Siehe heutige Anzeige )

* E i n Protest des Gewerbes gegen die geplante weitere Erhöhung der Grund- und der Gewerbesteuer in Der StaDt Gießen roirD von Dem OrtsgeroerbcDerein Gießen in unserem heutigen An­zeigenteil veröffentlicht. Die ÄunDgcbung ist im Hinblick auf Die morgige Beratung im StaDtrat über Die neuen kommunalen Steuern besonDers bemer­kenswert.

Abmarsch ins Manöver. Unsere Garni­son rückte gestern um 18.15 Uhr mit klingendem Spiel von den Kasernen zum Bahnhof, von wo sie gegen 20.45 Uhr die Reise nach dem Truppenübungs­platz Döberitz antrat. Eine große Menschenmenge gab unseren Soldaten das Geleite zum Bahnhof und bereitete ihnen damit eine freundliche Abschiedskund- gebung.

Ehrung eines verdienten Feuer- w e h r m i t g 1» e d e s. Dor Beginn der gemein­samen Hauptübung der beiden Feuerwehren am gestrigen Montagabend wurde vor versammelter Mannschaft dem Ehrenkommandanten L. Faber Das vom Landesverband hessischer Feuerwehren ge­stiftete Ehrenkreuz überreicht. Herr Faber gehört 45 Jahre Der Gießener Freiw. Feuerwehr an unD

bekleidete bis 1922 alle Charaen. Krankheit zwang ihn. Das Amt als Sranbinfpenor nieberjulegen. Zu Drr Hebung, Der letzten vor dem 75. Jubiläum, waren be:De Mannschaften unter dem Kommando des Branddirektors Braubach mit sämtlichen Ge­raten angetreten.

* Klinik-Persvnalie. Ernannt wurde der Kassenobcrintpcktor bei Der Augen- unD Kin- derkllnck Emil Kinkel mit Wirkung vom 1. August 1930 an zum Kasfenoberin'vektor bei Der allgemeinen Verwaltung Der medizinischen Klinik, Der Frauenklinik unD der Klinik für Haut- unD Geschlechtskranke Der LanDesuniversi­tät Gießen.

' Iungdeutscher Orden. Man berich­tet uns: Am Sonntag tagte hier im Hotel Köhler ein stark besuchtes erweiterte- Meisterkapitel her VruDerschaft Gießen Des Iungdeutschen Ordens (Einheiten von Gießen unD Umgcbuna). Rach reger Aussprache über die durch die Gründung der Deutschen Staat-Partei geschaffene Lage faßte bai Kapitel einstimmig folgende Entschließung: .Wir erkennen d.e ungeheure Tragweite des Ent­schlusses unteres Hochmeisters Artur M a h r a u n zur Gründung der Deutschen Stoatspariei und stehen in alter Treue tatentschlossen hinter unse­rem Führer."

" Bcrkchrsunsall mit todlichcmAus- gang. Ein schwerer Unolückssall ereignete sich gestern gegen 18.15 Uhr aus Der Ostanlagc. Während um diese Zeit der Personenverkehr in der Ostanlage, infolge des Abruckens unserer Garnison zum Ma­növer, außerordentlich stark war, geriet ein sieden Jahre altes Mädchen beim Uebcrqueren Des Fahr- Dammes unter ein Lieferauto unD wurde von dem Kraftwagen schwer verletzt. Das bedauernswerte Kind wurde nach erster ärztlicher Hilfeleistung sofort von der Freiwilligen Sanitätskolonne vom Roten Kreuz nach der Chirurgischen Klinik verbracht, wo es leider bald nach der Einlieferung feinen schweren Verletzungen erlag.

Vom Gerüst a b g e ft ü r j t. Gestern gegen 14 Uhr stürzte beim Abbau eines Gerüstes an einem Hause in der Ludwigftraße der 17 Jahre alte Wciß- binderiehrling Karl Höres aus Großen-Buseck vom Gerüst ab. Der bedauernswerte junge Mensch erlitt dabei Verletzungen am Kopse und an einem Arm und mußte Der Chirurgischen Klinik zugeführt werden. Sein Befinden ist heute vormittag erfreu­licherweise Den Umständen entsprechenD gut.

" E in Gießener wegen Waren- schwindeleien in Frankfurt verhaf- t e t. Einen guten Fang machte gestern Die Frankfurter Kriminalpolizei in Der Person eines harmlosen ReifenDen, Der wegen einer gering­fügigen Zechprellerei sistiert worden war. Sehr bald stellte sich heraus, Daß der Betreffende sich eines falschen Namens bedient« und mit Dem vielgesuchten WarenschwinDler O. K., aus Gie­ßen stammend, identisch ist. K. verstand es, ein« ganze Anzahl Frankfurter Geschäftsleute um Warenlieferungen, Fensterleder, Schuhcreme und Einlegesohlen zu prellen, Die er angeblich für feinen Vater, einen ehrbaren Handwerksmeister in Gießen, bestellte. K. hat außerdem noch ein erhebliches Strafkontv bei der Staatsanwaltschaft in Gießen zu begleichen. Gegen ihn lag hier ein Haftbefehl vor, dem er sich Durch Die Flucht entzog.

Di e 3a g D auf Rebhühner im Kreis e Wetzlar beginnt am 1. September unD enDigt am 30. November.

IvZahre Turnverein 1860 Vad-Aauheim

- Bad-Nauheim, 17. Aug. Der Turn­verein 1 8 6 0 Bad-Nauheim, neben dem Tv. 1846 Gießen, dem T. u. Spv. Butzbach und der Tgm. Friedberg einer Der ältesten Turn­vereine unseres Heimatgaues und in bezug auf die Mitglied«rzahl zur Zeit der stärkste Verein des Turngaues Hessen, feierte gestern die Erinne­rung an seine vor 70 3 a ßr en erfolgte Grün­dung durch eine schlichte 3ubiläumfeler. Der zweite Dauvertreter, Verleger K. Schnei­der (Butzbach), überbrachte unter Würdigung der Verdienste des 3ubelvereins um di« Turn- fache die Grüße des Gaues Hessen. Er überreichte dem Verein im Auftrage der Deutschen Turner- schafi die Ehrenurkunde der DT. und dem verdienten 1. Vorsitzenden. Kaufmann Dh. Weiß, der über 25 Iahre an der Spitze des Vereins steht, den Ehrenbrief Der Deut­schen Turnerschaft. Gauoberturnwart W. W i l l (Gießen), der ebenfalls herzliche Worte der An­erkennung für die von dem 3ubelt>ercin in 70 Iahren geleistete Arbeit fand, konnte eine Reih« weiterer Auszeichnungen an verdiente Mitglieder des Vereins bekanntgeben, die diesen durch Ver­leihung des KreiSehrenbriefes oder .deS Gau­ehrenbriefes durch die turnerischen Oraanifatio- nen zuteil geworden sind. Die Vereine Der Stadt übermittelten dem Turnverein 1860 ihre Glück­wünsche durch Heberteidjung einer größeren ge­meinsamen 3ubiläumsspende. Heute fanden auf dem Friedhof Kranzniederlegungen an den Grä­bern verdienter Tumersührer statt.

Unferfd)(ogungen beim Mainzer Arbeitsamt?

WSN. Mainz, 18. Aug. Gegen einen in der Nebenstelle Rüsselsheim tätigen Angestell­ten des Arbeitsamts Mainz ist Strafan­zeige erstattet worden. Er soll Veruntreu­ungen inHöhevonl000Mark begangen haben. Der Angestellte hatte bereits vor vier Wochen feinen Posten freiwillig aufgegeben mit der Angabe, der ihm übertragenen Arbeit nicht gewachsen gewesen zu fein. Eine Revision ergab, Daß er in den letzten Monaten seiner Tätigkeit stets Fehlbeträae in Der Kasse zu verzeichnen hatte. Die bis heute noch nicht aufgeflärt wer­den konnten.

Wettervoraussage.

Der Einfluß der neuen Störung tritt bereits in Erscheinung, wobei mit der Südwestluft Eintrü­bung und leichte Niederschläge auftreten. An Der Südseite des Fallgebietes gelangt jetzt kühlere Ozcanlutt nach dem Festlande, welche vorerst wieder etwas unbeständiges Wetter verursacht: ferner ist Damit Abkühlung verbunden und ein weiteres Auftreten von Niederschlägen, jedoch zunächst mehr in Form von Schauern.

Wettervoraussage sürMittwoch: Wie- der wechselhaftes Wetter, Dabei vorübergehend auf- heiternd, kühler, einzelne Regenschauer, teils geteilter» Hafter Art.

Lufttemperaturen am 18. August: m.ttags 22,7 Grad Celsius, abends 16,7 Grad: am 16. August: morgens 15,7 Grad. Maximum 22,7 Grad, Mini­mum 13,8 Grad. Erdtemperaturen m 10 cm Tiefe am 18. August: abends 20,2 Grad, am 19. August, morgens 16,2 Grad Celsius. Niederschlag 0,6 Millimeter. Sonnenscheindauer 8 Stunden.

Oie Wetterlage.

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Berliner Börse.

Berlin, 19. Aug. (WTB. Funkspruch.) Trotz des schwachen Neuyork von gestern wurde auch tm heutigen Frühverkehr Die Situation für Effekten in Den Dankbureau« nicht ungünstig beurteilt Umsätze kamen aber bisher noch nicht zustande, die Spekulation verhielt sich abwartend und Kurse waren noch nicht zu Hörem -*

Gewinnauszug

Ohne Gewähr

Nachdruck verboten

gleicher Nummer Ir

Abteilungen I und II

8. Ziehungstag

18. August 1930

200404 227758 238249

297108 309061

312696

88 ®«nlnnf ,u 500 DI.

248etolnnt |u 300 M.

3307 3411

ön der heutigen Nachmittagsziehl über 150 M. ge;

ung wurden Gewinne

gezogen

4 ettoinne ge 10000 M. 50533 269881

121380 163242

194862

241328

282610

342640

155301

215933

272131

326397

104789 153757

179819 198897

220684

254513

292540 308264 331659

356223

376130

394817

179588 240161 278333 383752

152660 189951

239320

267656

328064

29152 29367 32750 33261

44159 46093 50875 51054

60513 63973 72465 78967

130084 155618 188075 207099 228386 26'590 296704

310942 335401

372i,54 382344

144718

184443

256659

318912

105600 122022 131848 145210 159890

174611 195124 231668 256268 272168 287710 306770 337023 365139 376947 387428 398982

125269

165788

200054

251867

297662

378819

140002

240590

320172 15735

108164 124932 136867

145877 161069

176074 197159 234698 258203 273913 295852 317372 340194

368681 377334

388176

137276 174781

211357

254996 299838 381373

97251 145959 167542 193105 217558 238530 287247 300927 328951 346796 374036 383190

140091 244134

344102

103822 148340 171155 166968 218546 246260 291881

805306 329014 348962 378 B -6 383384

19832 36664 55996

96672 110662 128356 140697 154344

166521 186310 217125 240942 264238

278940 304583 322622 353257 370495

378683 391273

167036 293361 399821

32707 103763 144651 181594 238902 266434 320860

128087 154506

179925 204198 227682

261026 292692

310755 332962 370090 378205

397168

130742

183565

250572

317964

104842 120721 130454 143083

168045 172089

194959 229999

251535 272117

286180 305922

330288 361849

374711 385268

396704

137364 166982

192323

209769

234313 282041

300388 313850

345185

373061

382740

151813 205755

283311 319183

7904

35372

54402

92336

23384 43804

57218 104827 120278 128626 142761

157330 168813 190035 226281 241154

272112 281169 305021 327958 361140 373188

382403 396366

159140

229148

275329

329402

108602 126488 138530

152274 164642

181694 212007 236831

259355 277176 299682

318964

344165 889503 377360 389300

140347

181187

221522

255967

301192

2 Cetoinnt gu 5000 HL

6 ®ettrtnn« n 3000 TL

14 VetDlnn» in 2000 TL 200978 213229 357496

44 »«tDinne >u 1000 M. 1029 44255 45492 49885 53776 105222 126082 ------ ----- ------

151408

17441 222378 389383

142074 161864 192628

381235

2rtrtan« ge 10000 HL 11556

18to nn. >. 3000 M. 833 7 52355 114949 1 67550 238601 269024 280787 286862 328872

14 e«te-nn« .u 2000 TI. 42376 96245 143932

201192 217383 316845 377903

6. Klaffe 35. Preußlfch-Süddeulfche (261. Preuß.) Klasien-Lotterie

190 »eteinae 300 W. 3352 3835 4043 4497 7455 7859 8705 20056 21394 22784 23444 24702 36843 37288 52722 54181 66115 57089 58050 63073 75111 82087 83208 94019 96241 ----- ------

--------------- ---- 28312

63238 65248 67216 86700 92806 93350

119496 ----- ------ ------ ------

58 ®te>lnne ,u 500 TL 51648 59377 104313 119888

125609 ------ ------ ------ ------

30 »etolnne ,u 1000 M. 4656 24662 52065 123512

206334 212877 220655 222904 236707 282939

290748 355135 364677 381147 394480

8n der heutigen Donnittagszlebung wurden Gewinn» über 150 M. gezogen

Aus jede aezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lofe gleicher Nummer in den beiden

Im Gewtnnrade verblieben: 2 Prämien zu fe 600000, 2 Gewinne zu je fr>0000, 2 zu je 200000, 2 au je 100000, 2 zu e 75000, 4 Gewinne zu je 50000, 8 zu je 25000, 64 zu je 10000, 124 zu je 600), 838 zu je 8000, 574 zu je 2000, 1498 zu je 1000. 3802 zu |e 600, 8668 zu je 800.

Gegen Kopfschuppen und Haarausfall

verwenden Sie nicht dieses oder jenes, sondern verlan­gen Sie ein Mittel, das wis­senschaftlich erprobt ist und seit 50 Jahren unvergleichliche

♦607V Erfolge zu verzeichnen hat: Dr. DffALLEs Birken wasser

OriginaJflischt RM 2.40 Doppe/flische RM 4.20