Ausgabe 
17.12.1930
 
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der bekannte Danziger Arzt, in seinem Buche nach Gr steht fest auf dem Boden der Ratursor- schung und der wissenschaftlichen ärztlichen lln- tersuchungs- und Behandlungsweisen. Er hat aber auch einen weiten Blick für all das, was abseits der sogenannten Schulmedizin geschieht. Er führt den Leser durch die bunte Geschichte der Wunder- Heilungen. Er erzählt von den Zauberärzten der Tempelmedizin den kirchlichen Wundertätern, den Teuselsaustrcibungen und kommt dann auf die Gegenwart, auf Gallspach, auf Couö und Felke, Kneipp Und Schweninger und viele andere. Er schildert eingehend ihre Dehandlungsweise und ihre Erfolge und fragt dann nach dem Warum. Liek sieht die starte Einwirkung des wahren Arz­tes und des wahren Laienbehandlers auf die menschliche Seele und er verkennt nicht den hei­lenden Einfluß dieser Einwirkungen auf die Zel­

len des Körpers. Das geheimnisvolle Etwas, der innere Schöpfer, den wir Seele nennen, leitet auch die Heilung. Das) persönlicher Magnetismus oder die Zeileisschen Starkströme oder irgendwelche an­dere physikalischen oder chemischen Einflüsse von ausschlaggebender Bedeutung seien, ist Liek un­wahrscheinlich. Dos Wesentliche ist ihm der Glaube des Heilenden und das gläubige Ver­trauen des Kranken. Das Wort des Arztes und seine ganze Persönlichkeit müssen die Seeje des Kranken erschüttern und aufrütteln und dadurch seinen Körper zur Mitarbeit bei der Heilung heranziehen. Liek zeigt auch, wie der moderne Arzt sich dieser seelischen Behandlung bedient, wie auch wunderbare ärztliche Erfolge zu einem gro­ßen Teil der seelischen Einwirkung zu verdan­ken sind.

Wirtschaft.

Oie eisenverarbeit nde Industrie für Senkung der Eisenpreise.

Die Arbeitsgemeinschaft der eisen­verarbeitenden Industrie faßte zur Frage der Eisen preise in ihrer gestrigen Vorstandssihung in Berlin eine Entschlie­ßung. in der es u. a. heißt:Für die deutsche eisen- und metallverarbeitende Industrie mit ihren mehr als 1000 Unternehmungen und mehr als 2j5 Millionen Beschäftigten ist die Senkung ihrer Materialkosten von unmittelbar entscheidender 'Be­deutung. Eie erwartet von der eisenschaffenden Industrie die alsbaldige Vornahme einer so gro­ßen Preissenkung für Roheisen und Walzcisen. daß iede die Kauflust bisher hemmende Speku­lation auf weitere Preissenkung von vornherein ausgeschaltct wird. Deshalb hält sie eine Sen­kung der innerdeutschen Eisenpreise allermindestens auf das Maß von Welt­marktpreis plus Zoll und Fracht spä­testens Anfang Ianuar für unumgänglich. Die energische Fortsetzung der Kostensenkungs- o k t l o n seitens der Reichsregierung auf allen Gebieten, vornehmlich der Steuern, Frachten. Löhne und sozialen Lasten, wird der eisenschaffen­den Industrie die aus volkswirtschaftlichen Grün­den unbedingt notwendige Preissenkung wesent­lich erleichtern."

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* Der A k t i e n i n d e x. Der vom Statistischen Rcichsamt errechnete Aktienindex (1924 26 = 100) stellt sich für die Woche vom 8. bis 13. Dezember' auf 88,3, gegenüber 90,4 in der Vorwoche, und zwar in der Gruppe Bergbau und Schwerindustrie auf 82,1 (85,0), Gruppe verarbeitende Industrie auf 77,7 (79,5) und Gruppe Handel und Verkehr auf 112,4 (114,2).

* Brauerei Henninger Kempfs - Stern AG., F r o n k f u r t a. M. Die Generalver­sammlung, welche über die Bilanz des Geschäfts- lahres 1929 30 beschließen soll, wird am 12. Januar 1931 stattfinden Mit Rücksicht auf die allgemeine schlechte Wirtschaftslage und den durch die außer­ordentliche Erhöhung der Blerstcuer heroorgerufe- ncn Absatzrückgang, der auch im neuen Geschäfts- fahr andauert, wird die Verteilung einer Dividende von 9 gegen 10 Prozent im Vorjahre für die Stammaktien vorgeschlagen werden.

* Kontingentierung derlitauischen Schweine auf demFrankfurterMarkt. Wie bereits gemeldet, hao.'n fick die den Frank- furler Markt beschickenden Händler und die Kom- Missionäre an den Reichsernährungsmirister und den preußischen Landwirtschaftsminister be­schwerdeführend wegen der starken Zufuhr litaui­scher Schweine gewandt. Aunmehr ist eine Ver­einbarung zwischen der Firma, die diese Schweine importiert, und der Vereinigung Frankfurter S iweinehändler und Kommissionäre zustonde- ge.ommen, wonach auf dem FräTA urter Vieh­markt wöchentlich nur noch 200 Schweine aus Litauen zum Verkauf gelangen, die alle abge­schlachtet werden und dann zum größten Teil aus die süddeutschen Fleischgroßmärkte gehen.

Pokorny & Wittekind, Frankfurt am Main. Der Aufsichtsrat der Frankfurter Maschinenbau-AG. Dom. Pokorny & Wittekind hat in seiner gestrigen Sitzung den Bericht des Vorstandes entgegengenommen. Danach frriidt sich die schwere Depression der Weltwirtschaft auch m dem Geschäftsgang des Unternehmens aus. Der Rückgang des Umsatzes und die Verengerung der Gewinnspanne, verbunden mit dem dringen­den Gebot einer vorsichtigen Bewertung sämt­

licher Aktiven, werden zu einem Verlustergebnis führen. Wenn der Jahresabschluß aus Grund der neuen Inventur vorliegt, wird man sich dar­über klar werden müssen, ob der Zeitpunkt ge­kommen ist, einer Kapitalherabsehung näher zu treten, um das Unternehmen wieder auf eine rentable Grundlage zu stellen.

Frankfurter vörse.

Frankfurt a. M., 17. Dez. Tendenz: abge­schwächt. Im heutigen Vormittagsverkehr machte sich im Anschluß an die wieder schwächere gestrige Reuyorker Börse st a rke Zurückhaltung be­merkbar. Die offizielle Börse eröffnete in abaeschwäch- ter Haltung, da aus der Industrie und Wirtschaft wieder überwiegend ungünstige Momente vorlagen. So wurden die weiter ansteigende Arbeitslosenziffer und die immer noch nicht behobenen Bankscywierig- keiten in USA. usw. als verstimmende Symptome gewertet. Namentlich am Elektromarkt wurden größere Abgaben vorgenommen. Aber auch von Auslandsseite wurden Verkaufsausträge an den Markt gegeben, so daß die Spekulation auch an den übrigen Märkten zu stärkeren Abgaben schritt. Die Kursverluste betrugen allgemein 1 bis 3 o.H. Größeres Angebot bestand am Elektromarkt für AEG. und Gcsfürel, die je 3 v. H. einbüßten; Sie­mens lagen 3,5 v. H. niedriger, Schuckert sogar 4 v. H. Auch am Chemicmarkt herrschte etwas mehr Angebot. So war in I.-G.-Farben ein Verlust von 2,13 o. H. zu verzeichnen. Rütgerswerke, Metallgesell- schäft und Goldschmidt gaben bis 1 v. H. nach. Von Kunstseideaktien verloren Aku 2,25 v. H. Am Mon­tanmarkt herrschte weiterhin großer Auftragsmangel. Ein Kurs kam zunächst nur in Rheinstahl zustande. Sckiffahrtswerte büßten bis 1,5 v. H. ein. Fester eröffneten dagegen Süddeutsche Zucker mit plus 2 v. H. und Ehadeaktien mit plus 4,50 Mark. Bei letzteren befriedigte der fehlgeschlagene Aufstand in Spanien. Am Kalimarkt lagen Salzdetfurth 8 5 v. H. gedrückt. Von Bankaktien waren OOBank 1,25 v. H. niedriger, die übrigen Werte dieses Marktes waren wenig verändert. Deutsche Anleihen lagen meist gut behauptet. Ausländer waren nur wenig verändert. Im Verlaufe konnte sich die Stimmung auf den etwas gebesserten Reichsvankausweis für die zweite Dezemberwoche leicht bessern. Die Kurse zogen um etwa 1 v H. an. Licht & Kraft kamen trotz der unver­änderten Dividende mit minus 2 v. H. zur Notiz. Am Geldmarkt machte die Erleichterung für Tagesaeld weitere Fortschritte. Tagesgeld 4.5 v. H. Am De­visenmarkt lag Madrid sehr fest, die Mark und der Schweizer Franken lagen ebei falls etwas fester. Man nannte Mark gegen Dollar 4.1930. gegen Vfund 20,3650, London gegen Kabel 4,8560 gegen Paris 123,60, gegen Mailand 92,73, gegen Madrid 45,05, gegen Schweiz 25,0225, gegenHolland 12,0613.

Berliner Börse.

Berlin, 17. Dez. Die Befestigung, die sich hauptsächlich auf Deckungen der Spekulation gestern durchsetzen konnte, mußte schon im heuti­gen Vormittagsverke^r einer Abschwächung Platz machen. Die Stimmung wurde von dem schwachen Sch' der gestrigen Reuyorker Börse, besonders von dem Rückgang deulscher Werte drüben, beeinflußt. Aber auch die sonst vorlie­genden Momente waren kaum geeignet,.eine große LInternehmungslust hervorzurufen. Aus dem Ge­schäftsbericht der Licht und Kraft war zu erken­nen, daß auch in der Elektroindustrie eine Ab­wärtsbewegung eingetreten ist. Die Besorgnisse, für die Reuyorker Dankwclt sind noch nicht geschwunden, und auch Berlin wartete mit einer Zahlungseinstellung auf. Die für die Börse aller­dings von geringer Bedeutung gewesene Dank­

firma Gebrüder Donte hat ihre Schalter ge­schlossen. eine Tatsache, die psychologisch nicht ohne Einfluß bleiben konnte. Die ersten Kurse waren dann zwar nicht ganz so schwach, wie vorbörslich taxiert, die Verluste gegen gestern Schluß be­trugen häufig noch 1 bis 3 Proz., nachdem Frankfurt gestern abend meist noch weitere Besse­rungen von 1 bis 2 Proz. aufzuweisen hatte. Lebhaft und Widerstands.ä^ig eröffneten Montan­papiere, und Ehadeaktien lagen auf die kräftige Befestigung der spanischen Valuta 5,5 Proz. höher. Die lUmsahtätigkeit war im allgemeinen aber sehr klein. Es kam zunächst nur un- erhcb'iches Mat rial außenstehmder Kr Ve her­aus. Von variablen Papieren waren Schantung, Wiking Zement, Iulius Berger. Aschaffenburger Zellstoff usw. etwas fester. Deutsche Anleihen waren behauptet. Auch Ausländer ruhig. Tür­ken trotz widersprechender Rachrichten ebenfalls etwas fester. 1914er Oesterreichische Staatsrente weiter fest und anziehend. Am Pfandbriefmarkt waren die Sähe kaum verändert. Im Verlaufe schrumpfte das Geschäft noch weiter zusammen. Die Kurs7ntwicklung war zunächst nicht ganz ein­heitlich. Der Reichsbankausweis für die zweite Dezemberwoche mit einer Entlastung von 230 Mill, und einer Besserung der Deckung auf 52,1 bzw. 65,0 Proz. brachte eine gewisse Stütze: trotzdem überwogen aber die Abgaben, wobei mau auch von kleinen USA-Verkäufen wissen wollte. Svenska verloren 3 Mk.

Frankfurt«. Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 17. Dez. An der heutigen Produktenbörse herrschte weitgehendste Geschästs- stille. Die Stimmung war trotz der flauen Aus- landmeldungen nicht unfreundlich. Da auch das Angebot weiter sehr gering blieb, waren die Preise gut gehalten. Für Roggen und feine Brau­gerste erhielt sich Rachsrage. Das Mehlgeschäft lag völlig darnieder. Die Stimmung für Futter­mittel ist eher etwas leichter. Der Besuch war in­folge der bevorstehenden Feiertage sehr schwach. Es wurden notiert: Weizen (Hessen und Provinz Hessen-Rassau), Hcktolitergewicht von 74 Kilo­gramm. 262,50 263,50; Roggen (Hessen, Provinz Hessen-Rassau und Llnterfranken) 172,501^5,00; Sommergerste für Brauzwecke 212,50217,50; Hafer, inländischer, 155,00160,00; Weizenmehl, süddeutsches Spezial (\ 40,2541,25; Roggenmehl 26,5027,50; Weizenkleie 9,109,20; Aoggenkleie 8,909,00. Tendenz: ruhig.

Oberbeffen.

Landkreis Gienen.

CD Lollar, 16. Dez. Am Samstagabend ver­sammelten sich die Mitglieder des Turn- und Gesangvereins Lollar und des M ä n nergejangoereins Daubringen in Lol­lar zu einer Ehrung ihres bewährten Chorleiters, Berufsschullehrers Eberle- Lollar, der in diesem Jahre auf eine 25jährige Tätigkeit als Dirigent zurückblicken kann. Der 1. Vorsitzende des Lollarer Vereins, Ph Harbufch, entbot den Anwesenden den Willkommgruß, brachte auf den geschätzten Dirigenten ein Hoch aus und überreichte ihm ein Geschenk als äußeres Zeichen der Anerken­nung. Anschließend würdigte der vom Hessischen Sängerbund entsandte Gauvorsitzende Koch die Arbeit des Jubilars für das deutsche Lied und er­nannte ihn auftragsgemäß zum Ehrendirigen­ten. bei gleichzeitiger Ueberreichung einer Urkunde und einer Ehrennadel. Dirigent Eberle dankte bewegt für die ihm zuteil gewordenen Ehrungen. Gesangsvorträge der beiden Vereine umrahmten den Abend

O Reiskirchen, 16 Dez. Als Folge der Ta- baksteuererhöhung wurde sämtlichen Arbeiterinnen der hiesigen Zigarrenfabrik, die der Firma Schirmer (Gießen) gehört, zum 19. De­zember gekündigt. Etwa 50 Arbeitskräfte von hier und der Umgegend werden dadurch arbeitslos.

> Reiskirchen, 16. Dez. Da 2 Hofau t Winnerod, das vor ein'gen Iahren käuflich an den Gutsbesitzer Neume i e r Überg ng. soll fetzt zum großen Teil besiedelt worden. Schon vor einem Jahr sollten beträchtliche Teile des Gutes, die an d!e Gemarkungen Bersr-d und Reiskirchen angrenzen, ai Landwirte der beiden Orte verlaust werden. Es fanden sich jedoch nicht genug Lieb­haber, und so unterblieb der Verkauf. Runmehr hat eine Berliner Siedelungsgesell- sch aft die Vers'edelung des H^fgute) übernom­men. In den letzten Tagen fanden in Bersrod und Reiskirchen Versammlungen statt, die den Zweck hat'.en, eine Aussprache zwischen Vertretern der Gesellschaft und der Bauernschaft herbeizu­führen. Rach Bersrod sollen etwa 20 Morgen

Ackerland und 8 Morgen Wiesen, nach Reiskir­chen 70 Morgen Ackerland und 32 Morgen Wiesen freihändig verkauft werden. Der Quadratn eier f. ll sich, je nach dem Bodenwert, auf 43 bis 63 Ps. stellen Daneben sollen noch selbständige (Bauern ft eilen mit eigenen Gebäuden ge­schaffen werden. Wie doch sich der Kaufpreis für eine solche Bauern sie Ile gestalten wird, kann zur Zeit noch nicht gesagt werden. Etwa 333 Morgen Land nebst den Gebäuden sollen als Restgut be­stehenbleiben.

wr. O d e n h a u s e n, 16. Dez. Der Volksmissio­nar Walther aus Beuern veranstaltete hier und in Geilshausen eine Evangelisations­woche. Der Missionar hielt in jedem Dorfe acht Gottesdienste ab, die sehr gut besucht waren.

Kreis Schotten.

a Laubach, 16. Dez. Zu dem Vortrags­abend, den der hiesige Kriegerverein im Schätzenhof" veranstaltete, war der Zeppelin- fahrer Hahn aus Beltershain als Redner ver­pflichtet worden. Der Vortragende schilderte in anschaulicher Weise seine Erlebnis e bei der Flotte, der er von 1911 bis 1916gehörte, um dann den Luftschickern zugeteilt zu werden. Er machte aus verschiedenen Luftschiffen Erkundungs­fahrten und Belastungsflüge mit; er nahm teil an den Flügen nach England und Italien und an der wagemutigen Fahrt derL.59" nach Afrika, um den Verteidigern der Kolonie Deutsch- Ostafrila Verbandszeug, Medikamente, Munition und Lebensmittel zu bringen.

Sühne

für niederträchtige Schlingenstelle ei.

WSR. Herborn, 16. Dez. Ein Brüderpaar aus Günterod (Kreis Biedenkopf), von Beruf Bergleute, ging der Wilddieberei nach und brachte innerhalb kurzer Ze.it 15 Rehe zur Strecke. Meist fiel das Wild der Schlingen- ftellerei zum Opfer und fand dann einen elen­den Tod. Einer Anzahl Rehe war durch den Schlingendraht das Geäse zerrissen worden, so daß ein langsamer Hungertod die Folge war. Runmehr standen die beiden Iagdfrevler vor Ge­richt, das den Anstifter, den Bergmann Adolf Iung. zu einem Jahr Gefängnis und Stellung unter Polizeiaufsicht verurteilte. Sein Bruder Fritz I u n g erhielt wegen Beihilfe acht Wochen Gefängnis. In Anbetracht der Riederträchtigkeit der Tat versagte das Ge­richt mildernde Llmstände und lehnte auch Be­währungsfrist ab.

Gründung eines Milcherzeugervereins.

* Marburga. d. ß., 16. Dez. Ilm zu verhüten, daß die M i l ch p r e i s s e n k u n g in Marburg, wie feit Jahren, wiederum auf dem Rücken der dor­niederliegenden Landwirtschaft ausgetragen wird, sowie auch in Vorbereitung der diesbezüglichen Be­stimmungen des Milchgesetzes fand heute hier eine Versammlung statt, die von rund 100 Landwirten besucht war, welche den hiesigen Polizeivorschriften entsprechende Frischmilch noch Marburg liefern. An der Versammlung nahmen auch der hessische Landtagsabgeordnete Fenchel (Oberhör­gern), der Vorsitzende des Milcherzeugerverbandes des Frankfurter Wirtschaftsgebietes ist, sowie der Geschäftsführer dieses Verbandes, Reif (Haffelhcck bei Friedberg), teil. Die Versammlung beschloß ein­stimmig die Gründung des Mllcherzeuger- Vereins für Marburg und Umgebung. Als Vorsitzender wurde gewählt: Landwirt Joys. Mink (Wolfshausen), als 2. Vorsitzender Landwirt Adam Grebe (Niederweimar), als Geschäftsführer Artur Meyer (Marburg), als Syndikus zu Ver­tretungen Reif (Hasfelheck). Dem Vorsitzenden sicht ein Arbeitausschuß zur Seite, in denen 7 Herren aus den verschiedensten Gegenden mit verschieden zu berücksichtigenden Interessen gewählt wurden. Es wurde ferner vorläufig ein Erzeugerpreis von 18 Pf. ab Stall, oder 20 Pf. frei Bahnhof Marburg beschlossen, was am 11 Dezember von den Milcherzeugern bereits als jetziger Preis festgelegt, jedoch damals nur vorläu­figer Beschluß war.

Kunst und Wissenschaft.

Münchener Dichterpreis 1930.

München, 16. D.z. (WTB. Funkspruch.) Der Münchener Dichterpreis 1933 wurde an den 1885 in Barmen geborenen, seit 1903 In München lebenden D chter und Schriftsteller Hans Brandenburg verliehen. Die früheren Preis­träger waren Hans Carossa, Willy Seidel und Joseph Magnus Wehner.

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Berlin

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Datum

16 12

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Deutlche flnl.-iablö>.-6diul6 mit

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1,75

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Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

angefüyrlen Ziffern geben die Höhe de, zuletzt beschlossenen Dwldende an. - Reichsbankdlskont 5 o H . Lombardztnsfuß 6 o H.

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Berlin

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Datum

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16 12.

17 12

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_

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Allgemeine DeutlcheCreditanst. 10

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97

Barmer Bankverein 10

100

100

100

100

Berliner Hande tsgelelllchali 13

120,5

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120

Commerz, und Brtvat-Bank u

110

110,25

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110,25

Darmstädter und Nationalbant 13 Deutlche Bant und

147.25

146,5

146

Dtsconto-GeleUichall, . . 10

109,25

108

108,25

108

Dresdner Bant......10

109

109

109

109

Netchsbant........iS

229,5

227,5

226,75

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97

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116,5

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116

112

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Siemens & Halske . . . . .

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1171

116

17,5

47

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Stiener Steinkohle ...... 8

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83,5

Carpener ...... . o

3.25

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Hoelch Eilen ...... 6'/,

67,25

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155,5

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5,75

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Cbrrlrfilel Eilende da et

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57,5

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Frankfurt a. M

Berlin

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Anlang- Kurt

Datum

16 12

17 12

16 12.

17 12

Bereinigte Stahlwerke

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58,9

58,5

Otavt Minen

e .

16'/,

_

30.13

29,6

Kaliwerke tildietOlebcn

10

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137

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Kaliwerke Westeregeln

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Moldlchmidt . . . .

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e ä -

58,35

58,59

Taiiitche Roten .

e ä

111,85

112,29

ffun'lldie Noten . .

M M M M M «

20,337

16,443

20,417

firaitAUilldie Noten .

* Ä Ä Ä *

16,503

Hollanvliche Noten .

168,53

169.21

ätallenlldie Noten. .

Rorwegilche Noten .

21,925

22,005

ioo Schilling

111,78

112,22

Deullch-Vesterrelch, *

58,93

2,475

59,17

8iumäiilidh- Noten

2,495

Schwedt'che Noten .

112,23

112,67

Schweizer Noten . .

Ä

81,34

81,66

Spaniiche Noten . .

42.96

43.14

D'chechoilowakllche Noten.....

12,39

73,13

12,45

nngarlid)e Roten

.....

73,43

Deoijenmarkl Berlin Frankfurt a M

16 vezemdei

17 Dezemdet

timinai

Geld

'iO' eruny rw?

amihdu Geio

lOiuruily Nnk

Ron.

168,84

169,18

168,63

168,97

Bu-n.AieeS

1,379

58,53

1,388

1.369

1,373

Brss- Antw-

58,65

58,50

58,62

ChrtsNania -

112,06

112,28

112,01

112,23

Kop.-nbag.-ii

112,11

112,33

112,03

112,25

Stockholm -

112,47

112.69

112.43

112.65

HelsinglorS.

10,546

10,566

10,542

10,562

Italien - . .

21,955

21,985

21.93

21,97

London. . .

20,354

20,394

20,342

20,382

-Jicunort . .

4.1920

4,2000

4,1890

4,1970

Pari«....

Schweiz ..

16,463

16,503

16,455

16,495

81,28

81,44

81,285

81.445

Spanien.

43,31

43,39

45,20

45.30

Japan . Rio de Jan.

2,078

2,082

2,075

2,082

0,395

0.397

0.397

0,399

Dien in D-° Ceft. abaeft

59,02

12,438

59,14

59,00

59.12

Prag .

12,458

12,429

12,449

Bel irad .

7,416

7.430

7,416

7,430

Budapest. . Hut arten

73,31

73,45

73,27

73,41

3,037

3,043

3,036

3,042

Lissabon

Danzig .

Konst ntiu.

18,81

18.75

18.82

18,86

81,41

81,57

81.36

81,53

1,784

1,789

1.784

1,789

Atben .

3,427

5,437

5,429

5,439

Lanada

4,184

3,057

4,192

4,181

4.189

llrn uav - .

3,053

2,997

3,003

Cairo . .

20,87

20,91

20,87

20,91