Ausgabe 
17.11.1930
 
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Nr 269 Erster Blatt

180. Jahrgang

Montag, 17. November 1030

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GiehenerAnzeiger

General-Anzeiger für Oberheffen

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Dr Friede Will; Lange. Derantwortlich fürPolitil» Dr Fr Wilh. Lange, für Feuilleton Dr H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumfchein unb für den Anzeigenteil Max Filtech sämtlich in (Biehen.

ftoungplan unb Internationale Zahlungsbank

Die Auffassung amerikanischer Wirk- schaftsführer.

Reuyork, 16. Hob. (WTD.) Der Boung- plan bildete das Thema der Reden auf dem 50. Jahrestage der Academy ot political Science. Shepard Morgan führte u. a. aus: Durch den 'Doungplan habe Deutschland die Herrschaft im eigenen Hause wiedererlangt. Rach Zurück- erlangung der vollen Verantwortung habe die deutsche Regierung als ersten wichtigen Schritt ihres Programms die Sanierung der Staatsfinanzen unternommen. Die frühe­ren Regierungen hätten das gleich« versucht, aber ohne die Unterstützung des Reichstags und des Hauptteils des Dolles seien ihre Bemühungen fehlgeschlagen. Setzt jedoch scheine die ö f f e n t - liehe Meinung mehr als je zuvor aus- gerüttelt, eine Tatsache, die in der Deschluh- sasfung des Reichstages selbst ihren Ausdruck finden sollte. Falls die Finanzrefvrm durch­geführt und die Folgen der übermähigen Aus­gaben und der Kreditaufnahmen beseitigt wür­den, dürsfte Deutschland wahrscheinlich^ a l s erstes der großen Industrieländer die gegenwärtige Depression über­winden. Shepard Morgan wies auf die größere Dehnbarkeit des Poungplanes hin und betonte, keine verantwortliche Regierung würde den be­ratenden Sonderausschuß einberufen oder eine Aufschiebung erklären, ohne die eigenen Angelegenheiten zuvor in Ord­nung gebracht zu haben. Die Reden deS deutschen Reichskanzlers und das Reichsfinanz­ministers im Reichstag mühten in diesem Lichte betrachtet werden. Es sei jetzt keine Erklärung über eine Aufschiebung des Transfers zu er­warten.

Der Präsident des Derwaltungsrats der Dank für Internationalen Zahlungsausgleich Mac - Darrah, sprach über die Tätigkeit der DIZ. seit ihren Anfängen, wobei er u. a. ausführte, obwohl er nicht die Investierung im einzelnen bekanntgeben könne, könnten gewisse Richt­linien angegeben werden, die u. a. vorsehen: Erhaltung der großen Liquidität, Förderung des Handel», Ueberleitung des Kapitals auS den Landern mit Kapitalüber- fluh in kapitalarme. Falls gefragt würde, wnS er als die hervorragendste Detätigung der BIZ. im letzten halben Jahre betrachte, würde er sagen: die Zusammenarbei t der Zen­tralbanken. Die BIZ. dürfte im Laufe der Zeit der große Mittelpunkt der Zentralbank­reserven sowie ein allgemeines Clearinghouse werden. In Verbindung mit der Erleichterung der Geldüberweisung aus einer Währung in eine andere schlossen wir, sagte MacGarrah, g'w's e Diskontabkommen mit den Emissionsbanken der verschiedenen Länder ab.

Tardieus Rede gegen den europäischen Frieden.

Berlin, 15. Rov. (TTl.) Die volksparteiliche .Rationalliberale Korrespondenz" nimmt zu der Rede des französischen Ministerpräsidenten Tar- dieu .gegen den europäischen Frieden" in einem ungezeicbneten Artikel Stellung. Die Ausfüy- rungen der Korrespondenz sind um so bemerkens­werter, als der Reichsaußenminister C u r t i u s der Deutschen Dolkspartei angehört. Tardieu, so heißt es in den Ausführungen, hat gesprochen, wie ein verblendeter unbelehrbar er Tyrann, der von den herrschenden Zinnen Frankreichs auf das beherrschte Mitteleuropa hinabschaut. Dor aller Welt hat er die Politik Frankreichs als eine Politik des Krieges entlarvt, wenn das französische Dolk tatsächlich seinem Ministerpräsidenten Tardieu zustimmen sollte. Tardieu hat das Frankreich des Vertrages von Versailles über die Friedenssehnsucht des friedlosen Europas gestellt. Will er seinen be­sonderen politischen Absichten die abendländische Kultur opfern, dann wird er, gewollt oder nicht gewollt, der größte Verbündete der bolschewistischen W e l t re v o l u ti o n ä re! Sie allein haben Ursache, sich toct diese Rede Tardieus zu freuen. Moskau könnte Iubelhymnen anstimmen und seine Kircheng'ocken Freude läuten lassen, wenn es sie nicht zerstört hatte. Wir aber glauben wie Stresemann trotz allem, daß auch die Grenzen, die das Diktat von Versailles in die Länderkarte Europas gezogen hat, doch nicht für alle Ewigkeit eingegraben sind. Der Tag, an dem die Sieger von Versailles dieser Er­kenntnis Rechnung tragen und in eine vernünftige Revision der Tributverträge einwilligen, wird der Geburtstag eines neuen Europas sein.

Um den Parteiführer der Volkspartei.

Wird Dingeldey den amtsmüden Dr Lchol; abtöscn?

Berlin, 17. Nov. (CND.) In Berliner poli­tischen Kreisen sind Gerüchte verbreitet, wonach Dr. Scholz seine Aemter als Partei- und Fraktions­oorsitzender der Deutschen Volkspartei nieder- gelegt haben soll. Aus dem Reich liegt eine gleiche Meldung desLiegnitzer Tageblattes" vor, das über die Vorgänge innerhalb Der Deutschen Dolkspartei immer recht gut unterrichtet ist. Das Blatt führt als Grund an, Die Gesundheit von Dr. Scholz sei schon seit Wochen so angegriffen, daß

Oie Oiktaturwahlen in Polen und Ostoberschlesien.

Ruhiger Verlauf der Wahlen in Ostoberschlesien.

Rückgang der deutschen Stimmen unter dem Terror der Aufständischen

K a t t o w i tz, 16. Rov. (TL1.) Nachdem der maßlose Wahlterror bis in die letzte Rächt angebauert hatte, ging es am Wahltag selbst in Ostoberschlesien verhältnis­mäßig ruhig zu. Von größeren Ausschreitun-

M.

KO

Marschall P i l s u d f k i, der polnische Diktator.

gen ist nichts bekannt geworden. Wie bei frü­heren Wahlen wird daher auch diesmal von polnischer Seite mit einem Schein von Berechti­gung behauptet werden, daß die Wahlen ,u n - beeinflußt vor sich gegangen seien". In Wirk­lichkeit hat man aber b i s zum letzten Augenblick jedes nur denkbare Mittel be­nutzt, um die Opposition und vor allem die deutschen Wähler einzuschüchtern und von der Stimmabgabe abzuhalten. Auf den verhält­nismäßig ruhigen Verlaus dürfte ferner nicht ohne Einfluß gewesen sein, daß am Samstag eine Anzahl englischer und amerikani­scher Pressevertreter in Kattowitz ein­getroffen ist, die bei einer ilnterrebung mit dem Woiwoden auch die Frage der letzten Ge­walttaten angeschnitten haben sollen. Der Woi­wode soll ihnen versichert haben, daß die Wahl­handlung of)ne (Störungen durchgeführt wer­den würde. In den Kreisen Tarnowitz und Lub- linih soll es dessenungeachtet auch am Sonntag zu Zwischenfällen gekommen sein.

Rach den bis gegen 1 Ahr nachts vorliegenden Teilergebnissen ist in den ostoberschlesischen Land­

gemeinden ein Rückgang der deuts chen Stimmen um durchschnittlich 5 0 v. H. zu verzeichnen. In einzelnen Orten beträgt der Verlust sogar bis zu 70 bis 80 v. H Die pol­nischen Aufständischen können also den traurigen Ruhm für sich in Anspruch nehmen, mit ihrem in den letzten Wochen ausgeübten unbeschreib­lichen Terror vielfach Erfolg gehabt zu haben. Aus den Städten liegen noch keine übersichtlichen Ergebnisse vor. Auch hier ist aber ein wesentlicher Rückgang der deutschen Stimmen festzustellen, wenn auch nicht in dem Maße, tote auf dem flachen Lande. Man rechnet in den Städten mit einem Verlust von 20 bis 30 v.H. Die Korfanty-Partei hat nach den bis­herigen Ergebnissen an Stimmenzahl st a r k zu - genommen, toas wohl in der Hauptsache dar­auf zurückzuführen ist, daß große Teile der ober- schlesischen Bevölkerung die Verhaftung Korfantys als ungerechtfertigt arrsahen und als Protest da­gegen ihre Stimmen seiner Partei gegeben haben. Im allgemeinen ist ein etwa hundertpro­zentiger Stimmenzuwachs der Kor- fanty-Partei zu verzeichnen, während die Sa­na c j a (Regierungspartei) bei weitem nicht den auf Grund ihrer Wahlvorbereitungen erwarteten Erfolg zu verzeichnen hat.

Oas Ergebnis in der Woiwodfckafi Schlesien kallowih, 17. Rov. (WTB. Funkspruch.) Das

Ergebnis der Mahlen zum Warschauer Sejm In der Woiwodschaft Schlesien stellt sich in den drei schlesischen Wahlkreisen wie folgt:

Wahlkreis Königshütte: Sanacja (Regie-

gierungspartei) 59 543 Stimmen, 2 Wandale: Deut­scher wahlblock 54 383 Stimmen, 1 Mandat: Kor- santypartei 60 467 Stimmen, 2 Mandate: Kommu­nisten 11 428 Stimmen, kein Mandat, Sozialisten 9126 Stimmen, kein Mandat.

Wahlkreis Kattowitz: Sanacja 52 834 Stim­men, 2 Mandate: Deutscher Block 40 539 Stimmen, 1 Mandat: Korsantypartei 58 389 Stimmen, 2 Man­date: Sozialisten 12 457, Kommunisten 13 416 Stim­men.

Wahlkreis Bielih - pleß : Sanacja 82 771, 2 Mandate: Deutscher Wahlblock 32 536 Stimmen, 1 Mandat: Korsantypartei 91 496, 3 Mandate; So­zialisten 30 862 Stimmen, 1 Mandat.

Die Woiwodschaft Schlesien stellt demnach im neuen warschauer Sejm wiederum 17 Abgeordnete, jedoch hat der Deutsche Wahlblock je ein R! a n d a t in den drei Wahlkreisen gegenüber 1928 aus den bereits gemeldeten Gründen verloren, während die Korsantypartei in den Wahl­kreisen Königshütte und Kattowitz je ein Man­dat, im Wahlkreis Bielih-Pleß sogar zwei Mandate gewonnen hat. Vie Sanacja (Regierungspartei) hat im Wahlkreis Bielih-Pleß trotz ihrer großen Anstrengung und der behördlichen Unterstützung ein Mandat eingebüßt, während die Sozialdemokraten ihr einziges Mandat im Kreise vielih-pletz behaupten konnten. Die Korsantypartei hat also nicht nur die Verluste der Deutschen Wahl­gemeinschaft, sondern auch ein Sanacja-Mandal erobert, von der Deutschen wahlgemeinschast sind im Wahlkreise Königshütte Gewerkschaftssekretär

I

Das Sejmgebäudc in Warschau.

er sich äußerste Schonung auf erlegen muß und sich den Aufregungen des politischen und parlamentarischen Lebens bis auf weiteres nicht aussetzen darf. Als voraussichtlicher Nachfolger wird der Abgeordnete D i n g e l d e y genannt.

Wie wir von der Reichsgeschäftsstelle der Deut­schen Volkspartei erfahren, liegt dort eine Rücktritts­erklärung von Dr. Scholz noch nicht vor. In diesem Zusammenhang ist aber von Interesse, daß D i n g e l d e y nach Locarno abgereist ist, wo Dr. Scholz zur Erholung weilt. Als Zweck dieser Reise wird angegeben, daß Dr. Scholz voraussichtlich nicht rechtzeitig wieder in Berlin sein wird, um die Vor­bereitungen für die Sitzung des Zentral­vorstandes zu' treffen, der am 30. November tagen wird. Auf der Tagesordnung steht auch die Neuwahl des Parteivorstandes, die nach jeder Reichstagsmahl vorgenommen wird. Es ist wohl sicher, daß auch diese Frage in Locarno be­sprochen wird. Nach der Rückkehr Dingeldeys wird der Parteioorstand zusammentreten. In volkspartei­lichen Kreisen rechnet man damit, daß bis Mitte der kommenden Woche eine Klärung erfolgt.

Oie Siabiverorbneienwahten in Mecklenburg

Rostock, 16. Rov. In beiden Mecklenburg fanden am Sonntag Stadtverordnetenwahlen statt, die, soweit sich das bisher überblicken läßt, im allgemeinen ruhig und ohne Zwischenfälle ver­laufen sind. In fast allen Orten der beider» Länder hatten die bürgerlichen Parteien eine Listenverbindung hergestellt, nur die Wirtschaftspartei und die Hausbesitzer sowie die Parteien der Linken hatten selbständige Listen aufgestellt. In Rostock, Schwerin, Wismar. Reu- strelih, Güstrow und den übrigen größeren Städten betrieben die radikalen Flügel­parteien eine sehr eifrige Wahl­propaganda, die an Intensität der der ver­gangenen Reichstagswahl mir wenig nachstand.

Die Wahlbeteiligung ist außeror­dentlich hoch gewesen. In einzelnen Orten be­trug sie bis zu 85 Prozent, in den größeren Städten wurde eine Wahlbetelligung von 70 bis 80 Prozent festgeftellt; hingegen war die Beteili­

gung auf dem flachen Lande mit 60 bis 70 Prozent stellenweise schwächer. Bemerkenswert ist im Ver­gleich der letzten Reichstagswahlen mit den letzten Stadtverordnetenwahlen ein merkliches Anstei­gen der bürgerlichen Mandate. Auch konnten die Rationalsozialisten verschie­dentlich neue Erfolge erringen. Ein leichter Rück­gang ihrer Mandatsziffem ist bei den Sozial­demokraten festzustellen. Bei den Kommunisten sind nennenswerte Verschiebungen nicht einge­treten.

Die Mandatsverteilung für die Stadtverordne­tenversammlung in Rostock lautet: Sozialdemo- tra.cn 23 Sitze (1927 26), Deutsch nationale 6 (13), Wirtschaftspartei 2 (5), Haus- und Grundbesitzer 5 (5), Deutsche Dolkspartei 1 (feine Vergleichs­zahl), Kommunisten 5 (3), Gruppe für Mieter, Angestellte und 'Beamte 1, Rationalsozialisten 15 (3 völkische), Chrisll.-Soz. Volksdienst 1, Freiheit­lich-Rationale Angestellte I. - Die Mandate der Staviveroronetenverfammlung in Schwerin verteilen sich wie folgt: Bürgerliche Einheitsliste 11 (23), Gruppe für Dolkswohlfahrt 3 (4), Ratio­nale Wirtschaftliche Vereinigung 4 (0), Sozial­demokraten 15 (18), Kommunisten 1 (0), Christ­lich-Sozialer Volksdienst 1 (0), Rationalsozialisten 13 (0), Staatspartei 1 (2), Freiheitlich-Rationale Angestellte (GDA.) 1 (0), andere Gruppen 2; zusammen 50 Mandate.

Oie Kommunalwahlen in Baben.

Einzug der Nationalsoztalisten in die Ltadtparlamente.

Karlsruhe, 16.Rov. (WTB.) Im Frei­staate Baden fanden heute die Wahlen in die Gemeindeparlamenle und in die Körperschaften der Bezirke und Kreise sta.t. Die intensive Vor­bereitung der Wahlen lieh erkennen, daß den ba­dischen Kommuna.wahlen nach den vorangegange­nen Reichstags wählen auch politische Bedeutung beigemessen wird. Gleichwohl dürste die Wahl­beteiligung in den größeren Städten bei wertem nicht an die Ziffern des 14. September heran­reichen. Stärker scheint die Beteiligung nur auf

dem flachen Lande gewesen zu sein. Rach den bisher vorliegenden Meldungen konnten sich die Rationalsozialisten überall den Einzug in die Rathäuser und die übrigen Organismen der Selbstverwaltung sichern, dies gilt besonders von den größeren und mittleren Städten. Auch deü Evangelische Dolksdienst, der vor Jah­resfrist anläßlich der Landtagswahlen das erste- mal in Aktion trat, hat Erfolge zu buchen. Da die Ergebnisse aus rund 1300 Gemeinden abae- wartet werden müssen, ist ein abschließendes Ar- teil über den Wahlausgang erst später möglich. In Karlsruhe erhielten in der Stadtverord­netenversammlung Sitze: Zentrum 16 (vo her 19), Sozialdemokraten 18 (24), Deutsche Dol spartet 3 (12 , Rational,ozialisten 28 (0 , ct-iatS^artei 3 (5), Kommunisten 8 (6), Evangeli eher Dollsdienst 3 (0, Deu.schnat oiale 2 (9j, Wictichaftspartei und Konservative 3 (3).

In Freiburg haben die Deutschnationalen und die bürgerliche Mitte gegenüber den Reichs­tagswahlen weitere Verluste erlitten. Reu in den Bürgerausschuß z ehen die Rationalsozia­listen ein mit 14 Mandaten. Im übrigen erhiel­ten die Sozialdemokraten 18 gegenüber 20 Man­daten im letzten Bürgerausschuß, Zentrum 30 gegen 29, Kommunisten 3 gegen 2, Wirtschafts­partei 9 gegen 14, Evangelischer Dolksdienst 3 gegen 0, Bürgerliche Mittelparteien 7 gegen 14.

3n Konstanz ziehen in den Bürgerausschuß ein die Sozialdemokraten mit 13 gegen 14, das Zentrum mit 31 gegen 33, die Rationalsozialisten mit 12 gegen 1, die Kommunisten mit 6 gegen 11, die Wirtschaftspartei mit 5 gegen 8, die Deutschnationalen mit 4 gegen 4, Deullche Volks- Partei 3 gegen 3, Staatspartei 8 gegen 10, Evangelischer Volksdienst 2 gegen 0.

3n Kehl, das sich bei den letzten Reichs­tagswahlen besonders stark für die Rational­sozialisten entschieden hatte, entsenden diese in den neuen Bürgerausschuß allein 21 Vertreter gegen bisher 0 im alten Bürgerausschuß. Die Sozialdemokraten gingen zurück von 14 auf 10, die Volkspartei von 7 auf 4, die Kommunisten von 5 auf 2, die Wirtschaftspartei steigt auf 7 cm, die Wirtschaftliche Gemeinschaft hat von ifjren 20 Mandaten 13 hauptsächlich an die 2la* tionalsvz(allsten verloren.