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wußte, daß seine Liebe xu dem österreichischen Thronfolger nur unglücklich auSgehen tonnte. Für die «Anstalt deS Kronprinzen Rudolf werden ebensowenig neue Züge glaubhaft gemacht, wie für die historische Abwicklung der Tragödie D«u«s herbeigebracht werden tonnte. 64 wäre wünschenswert, wenn sich unsere Romanschrift­steller nun doch auf ein andere- Thema besännen.

Verschiedenes.

Philipp halsmann: Briefe au» der Haft an eine Freundin. herausgegeben von Karl SBIantf. Mit einem Selbstbildnis Hals­manns. Stuttgart 1930, I. Engelhorns Nachf. Leinen 5M TOaxf. (281) Seit dem September 1928, als der Dresdener Student Philipp Halsmann aus Riga unter dem furchtbaren Verdacht des Vatermordes im Zillertal verhaftet wurde, beschäftigt sich die Oef- fentlichkeit immer wieder mit diesem seltsamen Pro­zeß Auch die Verurteilung Halsmanns im Januar 1930 hat die Diskussion über Schuld oder Unschuld nicht zum Stillstand gebracht. Die Briefe, die hals- mann aus der Haft an eine Freundin schrieb, sind in dem vorliegenden Bande veröffentlicht worden.

Adalbert Zöllner ,M« i n« rMut- ter Kochbuch". Verlag .Die Schaulade" in Bamberg. (177) Dan in Deutschland ein Kommerzienrat ein Kochbuch schreibt, ist immer­hin bemerkenswert. Dr. Adalbert Zöllner, Vor­standsmitglied der Rosenthal Porzrllansabrik in Marktredwitz, hat den deutschen Frauen diese Lleberraschung bereitet. Man lieft das Buch und must staunend fragen: Kann es solche ge­sunde und unkomplizierte Kommerzienräte geben? Romantiker, die in der Würde des Zndustrie- magnaten solche Purzelbäume schlagen? Dabei ist eS nicht nur ein schlichtes und prächtiges, sondern auch ein geistreiche- Buch. Rur auf der Höhe kultivierter Häuslichkeit kann solches Werk gereiften. Viedermeiergrazie mit dem prak­tischen Sinn für das rollende Band. .M c i -

nerMutter Kochbu ch", Derlag .Die Schau» labe" in Bamberg 8in paar Worte aus der Einleitung: .ES gibt nicht viele Kochbücher, die von Männern versaht wurden: und doch will mir fcheimrn: DaS Kochen ist ein Problem, das man den Frauen nicht allein überlaffen sollte. ES könnte sonst zu leicht kniefrei und bubiköpfig betrieben werden, also modisch dem heutigen Zeitgeist entsprechend Zum Kochen aber ge­hören: alte Mode, alter Brauch. Liebe, Zeit und ein bißchen Wissen. Praxis. Auch die Küche hat etwas von unserer schnellen Zeit bekommen, ein wenig Kino. Radio, Auw. Weekend. Auf dah diese heitere Kunst wieder Anschluß finde an alte Tradition, an Postkutsche und Geruhsam­keit, habe ich versucht, meiner Mutter Kochbuch mit dem nötigen Kommentar herauszugeben." llnb nun folgen in frischer lustiger Harmonie prächtige, vielfach unbekannte Rezepte. Suppen, Braten, Fische, Mehlspeisen, Abendbrot, Kuchen kur;, alle-, was das Herz begehrt. Rund 300 köstliche Rezepte. Die werden aber von klugen Worten begleitet. Wir haben in der Welt­literatur schon einmal einen feinfinnigen und anmutigen Geist gehabt, der über Kochkunst schrieb: Drillat-Savarin. Er trug einen blau­seidenen Frack, verkehrte im Salon der Madame Recamier und schrieb, nach reichem und schönem Leben .Die Physiologie des Geschmack-". Wahre LebenSkunst strahlte dieses Werk aus, das heute noch, nach 105 Jahren, in allen Kultursprachen der Welt lebt -Unb Zöllners Buch, geschrieben in einer neuen, ganz anders gearteten Zeit, reich belebt von klugen Worten gesteigerten Le­bensgefühls, hell und liebenswürdig, verdient nicht nur wegen seines StilS literarische Bewun­derung, sondern es bejaht, in lebendiger, oft­mals dichterischer Kraft, den schönen Pflicht­kreis der deutschen grau. Jener grau, die immer noch, trotz Bubikopf und Seidenstrümpfen, den Krug und die gacfcl.in treuforgenben, selbst­losen Hänben trägt. M. A.

Turnen, Sport und Spiel.

ReichSoffeneWettlämpse der DT.

Die Deutsche Turnerschaft hielt am Sonntag in Koblenz reichsossene Wettkämpfe in der Leicht- olhletik 'ab. Leider waren Welter, und Bodenver- hältnifje nicht gut und drückten auf die Leistungen. Trotzdem gab cs einige recht gute Ergebnisse. Die wichtigsten Resultate waren: 100 Meter: 1. Lammers-Oldenburg 10,5 Sek.-, 2. Mährlein-Mainz 10,6 Sek.: 3. Feistel-Wiesbaden 10,7 Sekunden. 2 0 0 Meter: 1. Mährlein 22,4 Sek.; 2. Feistel 22,5 Sekunden. 4 00 Meter: 1. Ahlmeyer- Herne 50,7 Sekunden. 8 0 0 Meter: 1. Ro- meyt-Köln 2:05 Minuten. 3 000 Meter: 1. Herchenröber-Köln 9:16,7 Minuten. 1 1 0 - Me - ter-Hürden: 1. Prieh.Kreuznach 17,1 Sekun­den. 4X100-Meter: 1. St. Johanne» Turnerschaft 43,7 Sekunden: 2. Gästestafsel (Lam­mers. Feistel, Ahlmeyer, Kürten) 43,8 Sekunden: 3. THE. Ludwigshafen 43,9 Sekunden. 4X4 00« Meter: lubb. Wiesbaden 3:38 Minuten: 2. Tg. Kreuznach, Briiftbreite zurück. Olympische Staffel: 1. Tbd. Koblenz 3:47 Minuten: 2. TD. 1817 Mainz 3:52 Minuten.

Sommerspiel«Meisterschaften der OT.

Am SamStag nahmen die Kämpfe um die Sommerspiel-Meisterschaften ter Deutschen Tur- ncrschaft auf der Thüringer Kampfbahn in W e i - m a r ihren Anfang. Da zu den einzelnen Kon­kurrenzen überaus zahlreiche Meldungen aus dem ganzen Reiche eingegangen waren, gab eS bereits am ersten Tag der Wettkämpfe eine große An­zahl von Begegnungen, die zum Teil einen recht spannenden Verlauf nahmen. Die Ergebnisse sind:

Faustball der Männer.

Lichtlustbad Frankfurt a. M. ATV. Leipzig 34.22, Tel. Hannover Tv. Pforzheim-Bröhingen 29: 32, Mtv. Königsberg Lichtluftbad Frankfurt ohne Kampf zugunsten von Frankfurt, Tv. Pforz- Helm-Brötzingen ATD. Leipzig 50:34, Mtv. Königsberg Tcl. Hannover ohne Kampf zu­gunsten von Hannover. Lichtluftbad Frankfurt ge­gen Tv. Pforzheim-Brötzingen 40:24, Tv. Kre­feld Tg. Landshut 22:42, DfT. Berlin-Ham­burg Rothenburgsorter Tv. 27: 42, Tg. Lands­hut Tfchft. Görlitz 42: 19. DfT. Berlin gegen Tv. Krefeld 26:33, DfT. Berlin Tg. Lands­hut 28: 41.

Faustball der Melieren.

Lichtluftbad Frankfurt Mtv. Erfurt 42. 17, Tcl. Hannover TFC. LudwigShafen 39 25, Tcl. Königsberg Lichtluftbad Frankfurt 12: 42, TFE. Ludwigshafen Mtv. Erfurt 31:30. Tcl. Königsberg Tcl. Hannover 24:42, Tv. Waldhausen-Gladbach Tv. 46 Dürnberg 35:37. Tv. 61 Forst Mtv. Bremen 23:36, Tv. 46 Dürnberg Breslauer Lehrer-Tv. 26: 36. Tv. Forst Tv. Waldhausen-Gladbach 30:33.

Faustball der Frauen.

Tv. Saarbrücken KTV. Gera 35:44, Tcl. Hannover Tv. Zweibrücken 47:24, Tcl. Kö­nigsberg Tv. Saarbrücken 33:27. Tv. Zwei­brücken KTD. Gera 28:47, Tcl. Königsberg gegen Tcl. Hannover 23:38, Tv. Saarbrücken gegen Tv. Zweibrücken 37:33, Tv. Krefeld gegen Tv. Schweinau-Dürnberg 40:28. Tschst. Berlin gegen Hamburger Tfchft. Barmbeck-Uhlenhorst 27:37. Tv. Schweinau-Dürnberg Vorwärts Breslau 33:37. Berliner Tfchft. Tv. Krefeld 17:31, Hamburger Tfchft. Barmbeck-Uhlenhorst gegen Vorwärts Breslau 40:28, Berliner Tfchft. gegen Tv. Schweinau-Dürnberg 27:25.

Schlagball der Männer.

Tv. Friesenheim Tv. 60 München 8:53. Mtv. Tapiau Tv. Wittgendorf 2:50, VfL. Charlottenburg Tv. Gutheil Arbergen 8:22,

Tv. Germania Weddersleben ATV. Mikult- fchüh 10: 16, Tv. Wittgen Tv. 60 München 34:21.

Licht«Luft»BadHratnfurt und München 1860 verleid gen ihre Titel.

Bei den Sommerfpielmeifterschaften der Deut­schen Turnerschaft gelang es dreien von den vier Titelverteidigern, ihren Meistertitel auch diesmal wieder an fich zu bringen. So konnte Licht- Luft-Bad Frankfurt die beiden Titel im Faustball der Turner und der Aelteren an sich bringen, und auch der Turnverein Mün­chen 1 8 6 0 verteidigte feinen Meistertitel im Ochlagball erfolgreich. Dagegen muhte der mehr­fache Meister im Faustball der Turnerinnen, die Turnerfchaft Barmbeck-Uhlenhorst, ihren Titel an den westdeutschen Meister, den Turnverein 1 8 5 5 Krefeld abgeben.

D. f.B. Leichtathletik.

Die grauenabteilung stand im Klub-Rück­kampf den Frauen deS VfL. Wetzlar auf dem dortigen Platz gegenüber. Die Wetzlarer Damen zeigten sich in vielen Konkurrenzen über­legen und gewannen mit 90:61 Punkten. Die Ergebnisse:

Frauen.

100 Meter: 1. Schneider, VfL. Wetzlar, 13,8 Sek.; 2. Frey, VfL., 13.9 Ged: 3. Stichler, VfB. 08 Gießen, 14,2 Set; 4. Müller, VfB. 08, 14,4 Sek.

800 Meter: 1. Pfaff, VfL, 2:54,2 Min.; 2. Ehenmüller, VfB. 08, 2,59 Min.; 3. Müller, VfB. 08, 3 Min.

Hochsprung: 1. Schneider, VfL., 1,25 Me­ter: 2. Frey, VfL., 1,25 Met.: 3. Luh, VfB. 08, 1,20 Met.: 4. Müller, VfB. 08. 1,10 Meter.

Kugelstoßen (10-Pfund-Kugel) : 1. Abee. VfL. 7,67 Met.: 2. Frey, VfL, 7,51 Met.: 3. Stühler, VfB. 08, 7,02 Met.: 4. Luh, VfB. 08, 6,84 Meter.

Diskuswerfen: 1. Frey, VfL, 22,80Met.: 2. Abee. VfL. 21.80 Met.: 3. Luh, VfB. 08, 21.50 Met.: 4. Euler. VfB. 08, 16,95 Meter.

Schweden staffel: 1. VfL., 2,58 Min.: 2. VfB. 08, 3,10 Minuten.

3ugcnbflaffe A.

5 0 Meter: 1. Daudt, VfL. 8 Sek: 2. Fischer, VfB. 08. 8,1 Sek.: 3. Hollmann, VfL, 8,2 Set; 4. Krause, VfB. 08. 8,4 Sek

75 Meter: 1. Kuhn, VfL. 11,2 Sek: 2. Daudt. VfL 11,3 Sek: 3. Müller VfB. 08, 11.4 Set; 4. Fischer. VfB. 08. 11.5 Set

4 75 Meter: 1. VfL. 44 Set: 2. VfB 44,2.

Hochsprung. 1. Fischer, VfB. 08, 1.20 Met.; 2. Kuhn, VfL. 1.15 Meter: 3. Daudt. VfL, 1.10 Meter; 4. Stein. VfB. 08, 1,10 Meter.

Kugelstoßen: 1. Kuhn, VfL, 7,80 Meter; 2. Holimann. VfL., 6.38 Meter; 3. Fischer, VfB. 08, 5,80 Meter; 4. Stein, VfB. 08, 5,43 Meter.

Ballweitwerfen: 1. Kuhn. VfL.. 47,03 Meter; 2. Hollmann, VfL . 45.18 Meter; 3. Schnei­der. VfB. 08. 40,25 Meter; 4. Schmidt, VfB. 08, 39,57 Meter.

Jugendklasse B.

5 0 Meter: 1. Knorz, VfL., 7,8 Set; 2 Schnei­der, VfB. 08. 8 Set; 3. Müller. VfB. 08. 8,2 Set; 4. Dietsche, VfL, 8,3 Set

75 Meter: 1. Knorz, VfL, 11 Sek; 2. Schmidt. VfB. 08. 11,2 Sek; 3. Müller, VfB. 08. 12.3 Sek; 4. Dietsche. VfL. 12,5 Sek.

4x50-Ule ter- Staffel: 1. VfB. 08 30,8 Set; 1. VfL. 31 Set

Weitfprung: 1. Schneider. VfB. 08., 3 94 Meter; 2. Knorz, VfL, 3 92 Meter; 3. Müller, VfB. 08. 3,59 Meter; 4. Dietsche. VfL. 3,44 Met.

Kugelstoßen: 1. Schmidt. VfB. 08. 6,73 Meter; 2. Knorz, VfL., 6.06 Meter: 3. Metschke, VfL. 5,80 Meter; 4. Müller VfB. 08, 5.16 Meter.

Sportverein 1928 Garbenteich.

Garbenteich I Dutenhofen I 4:1 (1:1).

Garbenleich II Steinbach II 4:1 (2:0).

Die erfte E l s Garbenteichs fertigte am Sonntag bie gleiche aus Dutenhofen in einem Gesellschaftsspiel in Garbenteich mit 4:1 Toren ab. Beide Mannschaften lieferten fich ein schnelles und doch faires Spiel.

Die 2. Mannschaft des Sportvereins schlug die gleiche des Fußb. Sp. 1926 Steinbach in einem Gesellschaftsspiel mit 4:1 Toren.

Handball im T. D. Klein-Linden.

Arn Sonntag hatte die Iugenbmannfchaft des Tv. Klein-Linden die aktive Mannschaft des Tv. Dutenhofen zum Freundschaftsspiel. Duten- hvben ging mit 3:2 Toren führend in die Halb­zeit Trotz großer Anstrengung konnte jede Mann- fchaft in der zweiten Halbzeit nur noch «in Tor werfen, so daß das Spiel für Dutenhofen mit 4:3 gewonnen wurde.

Handball im T. D. Großen-Linden.

I. u. Sp. Buhbach II To. Großen-Linden I 5:5 (2:1).

Die Mannschaften lieferten fich in Butzbach einen fpannenden Kampf um die Punkte, der mit einem Unentschieden endete und beiden Par­teien einen Punkt brachte. Großen-Linden konnte schon in der ersten Minute in Führung gehen. Butzbach glich aber bald aus und stellte noch kurz vor Halbzeit das Resultat auf 2:1. Dach der Paufe kam der Gastgeber zunächst zu feinem dritten Treffer. Großen-Linden konnte dann in kurzen Abständen zwei Tore erzielen und da­mit den Ausgleich Herstellen. Bis zum Schluß­pfiff konnten beide Parteien noch je zweimal erfolgreich fein.

Handball in Allendorf a. d. Lahn.

Allendors I Krofdorf I 2:0.

Am Sonntag ftanben sich diese Mannschaften zum fälligen Rückspiele gegenüber. Allendorf konnte nach technischer Ueberlegenheit bas Spiel für sich ent­scheiden.

Handball im T. D. Großen-Buseck.

Grohen-Luseck I To. Lauterbach I 12:2 (4:1).

Am Sonntag weilte die erste Mannschaft beim Tv. Lauterbach zum ersten Derbandsspiel. Dach ständiger Ueberlegenheit fertigte sie den Plah- verein mit diesem hohen Resultate ab.

Handball im Turnverein 1860 Lich.

Io. Lich Jugend Io. Dehlar Jugend 1:7.

Am Sonntag trafen fich bie Zugendmannschaften in Wetzlar zu ihrem ersten Verbandsspiel. Zn ber ersten Halbzeit konnten bie Wetzlarer, die körperlich und technisch weit überlegen waren, nur einen Treffer erzielen. Die Licher muhten, durch bie Verweisung zweier Spieler vom Platze geschwächt, eine 1:7-Nie- berfage hinnehmen.

Handball im T. V. Kronhansen (OT).

Am Sonntag weilte Fronhausen mit zwei Mann­schaften beim Turnverein Ockershausen. Die Jugend Fronhausens trat komplett an und konnte nach durch- weg überlegenem Spiel einen 3:1-Sicg erringen. Die 1. Mannschaft Fronhausens muhte mit vier Mann Ersatz antreten und verlor mit einem Resultat von 5:3 Toren.

Turngau Lahn-Oünöberg.

Turnverein Waldgirmes.

Am Sonntag veranstaltete der Tum-Verein Waldgirmes mit feiner Schüler-Abteilung feinen diesjährigen Vereinswettkampf, bestehend aus 100-Meter-Lauf, Hoch- und Weitsprung und Pflichtfreiübung. Man kann mit den Leistungen zufrieden fein, erzielten doch in der 1. Stufe Jahrgang 1917/18 mehrere Schüler im Weit- fprung 4,25 Meter, und im 100-Meter-Lauf 15 Sekunden. Eine glänzende Leistung brachte der 11jährige Schüler Werner Fischer im Hochsprung mit 1,30 Meter. Den Abschluß der Veranstaltung bildeten die sehr gut vorgeführ­ten Mafsenfreiübungen der 45 Schüler. Dach- stehend die fünf ersten Sieger der drei Stufen:

Iahrg. 1917/18: 1. Albert Lepper, 79 P. 2. Wilh. Ldpper, Hch. Schaub, 77 P. 3. Karl Pfeiffer, 74 P. 4. Gust. Stamm, 72 P. 5. Walter Schmidt, 71 P.

I a h r g. 1919: 1. Werner Fischer, 73 P. 2. Hans Jung, 70 P. 3. Albert Bernhardt, 67 P. '4. Karl Lepper, 66 P. 5. Alb. Stamm, 63 P.

Zahrg. 1 920'2 1: 1. Rudolf Schmidt, 81 P. 2. Hch. Schäfer, 79 P. 3 Willi Zimmermann, 78 P. 4. Willi Will, 77 P. 5. Willi Hepp, 76 P.

Raubmord in Frankfurt.

WSD. Frankfurt a. M., 16. Sept. Heute gegen 20 Uhr wurde die 61jährige Witwe Elisabeth Schreyer, geborene Bullmann, in ihrer Wohnung in der Maulbeerstraße 7 von einem ihrer Untermieter t o t aufgefunden. Die Leiche weist W ü r g e m a I e am Hals und Kratz- wunden im Gesicht auf. Die Beine waren mit dünnem Bindfaden leicht gefesselt. Cs hat offen­bar ein Kampf ftattgefunben. Schränke und Be- hältnisfe der Wohnung waren durchwühlt. Dem­nach dürfte Raubmord vorliegen. Gegen 15 Uhr war die Frau noch gesehen worden.

OieSelbsthilfe der Arbeit^.

WSD. Frankfurt a. M., 16. Sept. Der Bausparkasfenzusammenbruch der Selbsthilfe der Arbeit", durch den sie­ben Gesellschaften und 74 Genossenschaften in Mitleidenschaft gezogen worden sind, hat nun­mehr dazu geführt, dah seitens des Vertreters der Gesellschaft Vergleichs- und Kvn- kursantrag beim Amtsgericht gestellt wurde. Die gegen eine Anzahl Vorstands- und Auffichts- ratsmitglieder eingeleitete Voruntersuchung er­streckt sich gegen den Redakteur des »Volkswirts",

Dr. Ernst Hunkel, den Aussicht-rat-vorfrLen« den Bender, den stellvertretenden Aussicht-^ ratSvorsitzenden Scharf«, den Bankvorstand Schuhmacher und den DefchäftSleiter der Zwecksparkaffe Dr. Diel.

Buntes Allerlei.

Kreuzung zwischen £1» und ZaierslachS.

Der deutschen landwirtschaftlichen Forschung ist in diesen Tagen nach langjährigen Laboratoriums- verfuchen ein großer Erfolg beschieden worden, der unter Umständen geeignet sein kann, der deutschen Landwirtschaft insbesondere im Osten ganz neue Wege zu weisen. Der Direktor des Bastfafersor- schungSinstitutS in Sorau, Profesior Dr.Schilling, der sich durch eine ganze Reihe von wissenschaftlichen Werken über den Flach- einen Damen gemacht hat, bat sich feit Zähren mit streuzung-verfuchen zwischen 01- und Faserflach- beschäftigt, d»e jetzt zum Abschluß gekommen sind. Der Forscher hat einen Zwischentyp beider Flach-arten gezüchtet, der bie Eigenschaften des öl- und FaferflachseS gleichzeitig besitzt. Da bis­her in Deutschland ölleinen nicht angebaut wurde, und di« Ölindustrie jährlich etwa 9 Millionen Zent­ner im Werte von 160 Millionen Mark einführen mußte, ist es verständlich, welche Bedeutung dem Schillingschen Züchtungsergebnis zukommt. Der neue Zwischentyp eignet sich ganz außerordentlich für den Anbau auf unserem ostdeutschen Roggen­boden, da er keine sonderlichen Anforderungen an den Boden selbst und an da- Klima stellt. Professor Schilling hat an Hand von eingehenden Berech­nungen den Beweis geliefert, dah die kommenden Anbauerträgnisi« in der Lage fein können, unsere Handelsbilanz wesentlich zu verbesiern und der Land­wirtschaft im Osten sehr beträchtliche Erleichterungen zu bringen, wenn sie den Flachsanbau grohzügig in die Wege leitet. Profesior Schilling äuhert sich im übrigen über leine Züchtungsergebnisie dahingehend, dah bie von ihm gezüchteten Zwischentypen bie Eigen­schaft von Ölleinen haben, baß sie sehr ertragreich an Samen sind und dah sie von Faserleinen her so gezüchtet werden, dah ihre Stengel und deren Fasern für Deugame brauchbar sind. Sie sind alfo ertrag­reich für den Landwirt, aber auch brauchbar für bie Textilindustrie.

Sechs Uhr die Unglück-stunde für Autofahrer«

Umfassende Statistiken, die der französische Gendarmerie-Kommandant Serin zusammenge- bracht hat, ergeben, dah die Stund« um 6 Uhr nachmittags als die Gefahrstund« für Autounfälle betrachtet werden muß. Serin hat die genaue Zeit feftgcftellt, in der über 2000 schwere Kraft­wagenunfälle in dem unter feiner Aufsicht stehen­den Oise-Departement in den letzten fünf Jahren sich ereignet haben. Daraus geht hervor, daß in der ganzen Zeit von 1925'29 die gefährlichste Stunde am Vormittag 11 U^r war. Von 2 Uhr nachmittag- steigt die Unfallkurve ständig an, erreicht ihren Höhepunkt um 6 Uhr; dann er­folgt ein scharfer Abfall. So ereignete sich z. B. im letzten Jahre nur ein Unfall um 1 Uhr morgens, 18 paffierten um 8 Uhr früh, 28 um 11 Uhr. 10 zu Mittag, 41 um 3 Uhr und 76 um 6 Uhr. Die Erklärung für diese Erscheinung, findet Serin darin, dah gegen 6 Uhr abend- die Zeit ist. in der die Automobilisten entweder aus ihren Geschäften heimkehren ober noch einen Ausflug unternehmen. Sie haben «S dann sehr eilig, find ermüdet und ungeduldig und daher nicht so Herr über ihre Herben wie in den Morgenstunden.

(Schluß des redaktionellen Teils.)

Sprechstunden der Redaktion.

11.30 bis 12.36 Uhr. 16 bis 17 Uhr. Samstag nachmittag geschloffen.

Deue Höchstgewichte für Lastwagen.

Durch bas neue Äraftverkehrsgesetz vom 15. Juli 1930 über Höchstgewichte von Nutzfahrzeugen ist das Höchstgewicht für beladene Dreiachser auf 16 Tonnen festgesetzt worden.

Dadurch eignet sich der große M. A. N-Dreiadjfer (Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg AG.), einer der größten Lastwagen überhaupt, hervorragend für schnelle Schwertransporte. Der M. A. N.-Drdadjfcr wurde den' zu erwartenden Bestimmungen ent­sprechend konstruiert; sein Tempo und große Trag­fähigkeit bedeuten für den Besitzer eine wesentliche Erhöhung der tonnenkilometrischen Leistung und da» mit der Wirtschaftlichkeit.348D

Hans Stosch-SarrasanisFahrten und Abenteuer* betitelt sich die Serie interessanter hefte, die unserer heutigen Auflage beiliegt. In packenden, Handlungs­reichen und spannenden Schilderungen erzählt darin Mr. Talker von den seltsamen Erlebnissen, die Hans Stosch-Sarrasani, Deutschlands populärster Zirkus­direktor, der demnächst in Gießen gastieren wird, in allen Ländern und Zonen hatte. Die Erzäh­lungen vermitteln nicht nur Unterhaltung, sondern geben auch Kenntnis fremder Völker und Länder. __63190 Obstflecke in der wasche

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