Ausgabe 
17.5.1930
 
Einzelbild herunterladen

MM-

MW

8U.8

arten mit blühenden lch im Zimmer ein g muh man ewaS n der Stube haben. 1 Feld« und Dald- duftenden Maigiöct- »aumlraut. Jede alle- Knospe ist ein Lab- t in bet Zusammen- > Blumen mit ihrer mb ganz zur ®d* ie mitten auf beim Mallenden San- , Vvnb noch schöner, Maüamhe ihren t. Der unserer Er­bringt M dieser Mllngö ins jimmcr. »arten Heine Aatur- ewim davon W- elbstllimmende w. elbst an GlanAm Haus bekommt dm

itrouw"

sZK

i°lC, herrli1, Üeutt !e in, ^rW*

,s- «J

... 8»v

MNg.

^upiflch

K' ®«i 1930.' deinen.

MC. d'r Hei. MM« Mb» i\uiHSmS6 ' ^°n W

i-igS!

inb unfnm^ --Ätz nut sreuen können ssL r.'z«2 ^ schonen Stunde: £, feiten lebens- Mnutagäi^. baS nicht tragisch Falles ist von )er Gedanken tzz 'Xw JjW sind! nicht Hten tvir doch ein. en, die gegen das en Augenblick bän. .der glatten Fläche e Sonne doch für ten hervor und bc- kleinen Aegentrop.

>ll Licht. Sieh, tvie sich das Licht in

einer Regenbogen, m Fenster ändern Sind die Tropfen Ein lleines Dun«

uns ja nun Schon- Gehen toir nicht so umen vorüber! Aei- leben und betrachten zu, wenn die sum- ig holen! Das kann n, da tmifj man sich t seine helle Freude

Der Voranschlag des Kreises Lauterbach für 1930

Nach

kleiner

4

einen tigen

erhebt, 100 000

Mk. aufbringen muh.

Oer Abschluß von 1928.

Ausgaben vorgesehen. Das Finanz, und Steuerwesen verzeichnet «ine Einnahme von 140 408 Mk. (136 623 Mk.) und eine Ausgabe von 36 04n Mk. (35 103 Mk). Die ft reis Umlagen sollen sich wieder, wie im Vorjahre, auf 82 000 Mk. belaufen Lei der G r u n dst ü ck s v e r wa l t u n g wird mit einer Einnahme von 3864 Mk. (3989 Mk.) und mit einer Ausgabe von 1360 Mk. (1989 Mk.) gerechnet.

3n der Dermögensrcchnung sind beim Reste- und Ausgleichsstock 27 345 Mk. (im Vor­jahre 20 803 Mk) vorgesehen, die auS einem Bar­vorrat von 27 286 Mk. und aus Einnahmerück- ständen im Betrage von 59 Mk. bestehen. . Der Barvorrat wird in die Betriebsrechnung über­geführt.

Besonder- interessant ist an diesem Boran»

Anzeige.)

Oberheffen.

Landkreis Gießen

schlag, dah der Kreis Lauterbach, wie schon seit Jahren, die niedrigsten Steuersätze von allen hessischen ft reifen hat, er trotzdem eine neue wichtige Aufgabe der Landes­kultur dadurch zu fördern gedenkt, dah er, wie oben vermerkt, 1250 Mk. zur Zinsverbilli­gung von Darlehen an Gemeinden, die in der F e l d b e r e i n i g u n g stehen, bis zur Zuteilung gewähren will, die Steuersätze die gleichen bleiben wie im Borjahre und der ftrelfl Lauterbach an Steuern (ftrcisumlagcn) 82 000 Mk. während der ftreis Schotten z.B.

dem Berwaltungsbericht des ftreisaus- schusses schließt die Rechnung des Kreises Lauter­bach vom Rechnungsjahr 1928 wie folgt ab: Die Einnahmen betragen 238 650,08 Mk., die Aus­gaben 211 304,88 Mk., mithin verbleibt ein Rest von 27 345,20 BU der aus einem Barvorrat in Hohe von 27 286,63 Blf. und aus Ausständen in Höhe von 58,57 Mk. besteht.

Geschwister May, hier, Moltkcstrahe 24, feiern. Die Jubilarin, die schon früher für langjährige treue Dienste mehrfach ausgezeichnet ist, wurde auch an diesem Tage wieder von verschiedenen Seiten be- sonders geehrt. .

** EinRindvieh-CB utzoreh-) Markt findet am Dienstag nächster Woche in Gießen statt. .

* WohltätigkeitsaufführungDie Königskinde r". Morgen, Sonntag, nachmittags und abends findet eine Wohltätigkeitsaufführung des romantischen MärchenfchauspielsDie Königs- finber" unter Mitwirkung von Kindern aus den Gießener Schulen statt. Die Rollen der jugendlichen Darsteller sind geschickt besetzt, und die von Liedern, Tänzen und bunten Bildern belebte Handlung ist der Borstellungswelt der Kleinen vorzüglich angepaßt. Im ganzen wirken 100 hiesige Kinder bei der Auf­führung mit. Als Auftakt zu den Spielen wird am Samstag um 18 Uhr ein Propagandazug mit Musik durch die Straßen der Stadt veranstaltet. (Näheres in der heutigen Anzeige.)

" Born Flugplatz. Heute und am morgi­gen Sonntag findet auf dem Flugplatz Trai­ningfliegen im Kunst- und Schauslug durch den Piloten Weih vom Zirkus Barnum auf Flug­zeug D 816, Typ Schwalbe mit 60 P. S. luft­gekühltem Siemens-Sternmotor statt. Das Flug­zeug besindet sich auf einem Lieberlandflug durch Deutschland und bleibt mehrere Tage in Gießen. Den Besuchern des Flugplatzes ist hierdurch Ge­legenheit gegeben, unentgeltlich sich die Kunst- fluge des Piloten Weiß mit Sturzflügen und Loopings anzusehen. (Siehe heutige Anzeige.)

" Iohann-Strauh-Festkonzert. Am Himmelfahrttag, 29. Mai. 20 ilfjr, findet in der Bolkshalle ein Wiener Festkonzert von Johann Strauß anläßlich seines 30. Dirigentenjubiläums statt. Johann Strauh, der soeben eine erfolg­reiche Italientournee hinter sich hat, wird mit seinem Wiener Orchester hier ein neues Pro­gramm, vor allem den Wiener Walzer und Lieder, zu Gehör bringen. Die Beranftaltung dürfte in den musikalisch interessierten Kreisen unserer Stadt lebhaftes Interesse finden. (Bähe-

Der Kreistag des Kreises Lauterbach wird am 30. Mai zu seiner diesjährigen ordentlichen Tagung zusammenlretcn, deren Hauptpunkt btc Be­ratung des Voranschlags des Kreises Lauterbach für 19 3 0 sein wird

Der Voranschlag schließt in Einnahme und Ausgabe mit je 280 592 Mk. gegen 246 029 Mk. im Vorjahre ab. Davon weist die Betriebsrech­nung in Einnahme und Ausgabe je 253 247 Mk.. gegen 225 226 Mk. im Jahre 1929 auf, die Ver­mögensrechnung schließt mit 27 345 Mk., ge­gen 20 803 Mk. im Vorjahre ab.

In der Betriebs re chnung sind bei der Allgemeinen Verwaltung für das neue Rechnungsjahr 4132 Mk. Einnahmen (im Vorjahre 3867 Mk.) und 19 500 Mk. Ausgaben (im Vorjahre 18 457 Mk.) vorgesehen. Das Polizeiwesen weist eine Einnahme von 9000 Mk. (6200 Mk.) und eine Ausgabe von 11 200 Mk. (8000 Mk.) aus. Beim Schulwesen sind keine Einnahmen verzeichnet, an Ausgaben sind 2300 Mk. (3700 Mk.) veranschlagt. Für Kunst und Wissenschaft sind 200 Mk. Einnahmen und 1100 Mk. Ausgaben, beides wie im Vorjahre, in Ansatz gebracht. Das Kapitel Bau­wesen schließt mit einer Einnahme von 4866 Mk. (4867 Mk.) und einer Ausgabe von 12 700 Mark (12 900 Mark) ab. Bei der allgemeinen För­derung der Wirtschaft wird mit einer Ein­nahme von 250 Mark, wie im Vorjahre, und mit einer Ausgabe von 6430 Mark (4830 Mk.) gerechnet. Bemerkenswert ist bei diesem Kapitel besonders, dah zur Verbilligung der Zinssätze für Staatsvorlagen an bedürftige Gemeinden mit Feldbereinigung (bis zur Zuteilung der Grundstücke) ein Betrag von 1250 Mark neu vorgesehen ist. Für Wohlfahrts­pflege und Gesundheitswesen sollen bei 90 527 Mk. (69 230 Mk.) Einnahmen 160 717 Mk. (137 237 Mk.) auf der Aufgabeseite verwandt wer­den. Für Anstalten und Einrichtungen sind keine Einnahmen, aber 1900 Mk. (1910 Mk.)

fefne dunkelgrünen Blätter ein freundlichere-, lebendigeres Au-sehen. Aber wie schon ist er erst im beginnenden Herbst, wenn die ersten Rebel kommen! Brennend rot leuchtet er dann, als verkünde er noch einmal bi« Schönheit de- Som­mer-. Dann läßt er die goldnen Blätter fallen. Bun im Mai treten aus den Blattwinkeln kleine Aestchen. Sie breiten sich aus, und wenn sie die Blauer unter sich fühlen, spreizen sie ihre kleinen Füßchen, laugen sich fest mit den Knötchen und halten aus bei Regen und Wind. Sie hängen so fest, daß man eher die Aestchen durchbrechen, als die Saugfüßchen von der Unterlage befreien kann. Und ist es mit dem Efeu nicht ebenso?

So bieten Haus und Garten jeden Tag neue Freuden und Ueberraschungen dem, der zu suchen und zu beobachten weiß.

Unter Leben kann ärmlich und dürftig ver­laufen nach außen, wir sind doch innerlich reich gewesen wie kein König." (Finckh.) L. G.

Rommuniflentumulte.

Gestern abend veranstaltete die Nationalsoziali- stische Deutsche Arbeiterpartei im Einhorn eine Der- fammlung, die gut besucht war. Am Eingänge zu dem Versammlungslokal erschienen, wie wir vom Polizeiamt erfahren, gegen 84 Uhr etwa 40 Kom­munisten unter Führung des Chauffeurs und Stadt- ratsmitglieds Lepper und begehrten Einlaß, woll- kn aber das Eintrittsgeld nicht bezahlen, da sie er- werbslos feien und Erwerbslose überall freien Zu­tritt hätten. Die Leute wurden wegen der Nicht­bezahlung des Eintrittsgeldes abgewiesen und zogen dann nach kurzem Verweilen auf dem Kirchenplatz unter Führung Leppers und Singen von Hetz­liedern gegen die Polizei in der Richtung nach dem Walltor ab. Etwas nach 9 Uhr erschien die Menge wiederum auf dem Kirchenplatz, wo Lepper von der Treppe der Stadtkirche aus eine Ansprache an die Versammelten richtete. Als die Polizei ihm die Ansprache vekdot, hörte er auf tu reden, jedoch blieb die Menge beisammen. Inzwischen waren etwa fünf Nationalsozialisten, die sich über ihre Person nicht ausweisen konnten, unter Begleitung eines Krimi­nalbeamte auf dem Wege zum 1. Polizeirevier, wobei eine Anzahl Kommunisten nachdrängte, um sich auf die sistierten Leute zu stürzen. Zwei Polizei- beamten gelang es jedoch, die Menge auf dem Lin­denplatz zurückzudrängen. Mittlerweile blieb die kommunistische Ansammlung auf dem Kirchenplatz beieinander, so daß sich die Polizei zur Sicherung des Verkehrs gegen J410 Uhr veranlaßt sah, den Kirchenplatz zu räumen und dabei auch die nach dem Marktplatz zurückgedrängte Menschenmenge zu zer­streuen, was zum Glück ohne Anwendung von Zwangsmaßnahmen vor sich ging. Etwas später sammelte sich die Menge erneut zusammen und drängte vom Marktplatz aus nach dem Kirchenplatz vor. Hier nahm sie, als gegen 11 Uhr die national­sozialistische Versammlung zu Ende war und die Be­sucher das Lokal verließen, eine drohende Haltung ein, so daß sich die Polizei gezwungen sah, aber­mals den Platz zu säubern. Aus der Menschenmenge ertönten u. a. Rufe wie: Schlagt sie töt!",Nieder mit den Hunden!" usw. Während die Polizei­beamten die Menge vom Kirchenplatz in der Richtung nach dem Straßcnteil zwischen Marktplatz und Kirchenplatz zurückdrängte, versuchte plötzlich ein Teil der Menschenmasse an der Ecke Kaplansgasse und Kirchenplatz die polizeiliche Säuberungslinie zu durchbrechen, wobei insbesondere eine Anzahl Frauen durch aufhetzende Rufe an die Männer gegen die Polizeibeamten sich hervortaten: u. a. wurde gerufen:Laßt euch bas nicht gefallen". Schlagt sie tot",Pfui" usw. Die Lage wurde schließlich so bedrohlich, daß die Polizei unter An- Wendung des Gummitnüppels die Menge mit Ge­walt zurückdrängen mußte und auch gleich den Marktplatz mit räumte, wobei die Menge nach den Seitenstraßen abgedrängt wurde. Nunmehr gab es auf diesen Plätzen etwas mehr Ruhe, dagegen zog sich der Spektakel in der Richtung nach dem Scltersweg zu weiter. Als eine Gruppe von zwölf Nationalsozialisten vom Marktplatz her in der Rich­tung nach dem Seltersweg marschierte, wurde sie von einer Anzahl Kommunisten verfolgt, wobei auf­reizende Zurufe fielen,z. B.:Ihr Bluthunde, ihr wart das letztemal in Gießen, das nächstemal schla­gen wir euch tot!" Tätlichkeiten und gefahrdrohende Belästigungen unterblieben jedoch. Erst im oberen Seltersweg zwischen Goethestraße und dem Selters- tor kam es dadurch zu einer Schlägerei, daß die Kommunisten die nationalsozialistische Gruppe an­griffen und diese sich zur Wehr setzte. Die Polizei schritt sofort energisch ein und mußte dabei wieber- um von dem Gummiknüppel Gebrauch machen. Sie räumte den Seltersweg bis hinauf zum Cafs Heik­ler und riegelte die Straße ob, so daß schließlich die nationalsozialistische Gruvpe nach der Lubwig- straße zu abrüden konnte. Als bann bie Polizei- beamten uoch genügenber Sicherung ber Verkehrs- freiheit ben Seltersweg herabmarschierten, um sich nach bem Revier zu begeben, wurden sie von einer ansehnlichen Menschenmenge, bie ihnen ftänbig nachfolgte, belästigt und burch Rufe wieBlut- Hunde",Schlagt sie tot",Ihnen nach" usw. be­leidigt, so daß sich die Führung der Polizeibeamten­schaft schließlich gezwungen sah, als die Lage immer bedrohlicher wurde, zwischen der Maigasse und der Goethestraße eine erneute Säuberung durchzufüh- ren, wobei bie Menae in bie Seitenstraßen abge- brängt und gründlich zerstreut wurde. Erst dann trat allmählich Ruhe ein. Bei dem letzten Tumult im Seltersweg gegen die Polizei machte sich ein 22 Jähre alter Mann namens Heil, der auch vor­her schon zu den Hauptschreiern gehört hatte, so unangenehm bemerkbar daß er von ber Polizei verhaftet Und mit zur Wache genommen würbe. Im

Laufe ber Nacht würbe er bann wieber entlassen, ba er hier seinen festen Wohnsitz hat.

Bornotizen.

Tageskalenber für Samstag. Oe« unb Dogelzuchtoerein Gießen und Umgegenb:

itsoerfammlung bei Henkel, Walltorftraße, 21 Uhr. 18771927: Monatsversammlung auf bejn Schiffenberg, 21 Uhr. G.R. G.: General­versammlung im Bootshaus, 20.30 Uhr. Licht­spielhaus, Bahnhofstraße:Melobie bes Herzens". Astoria-Lichtspiele:Der Cowboykönig von Chikago" undZwei Welten".

TageskalenberfürSonntag. Frauen- verein vom Roten Kreuz fürDeutsche über See": WohltätigkeitsfestspieleDie Königskinber" in ber Volkshalle, 16 unb 20 Uhr. Verein Hunbesport für Gießen unb Umgegenb: Schau von Hunden aller Rassen im Cafö Leib, 10 bis 14 Uhr. Lichtspiel- haus, Bahnhofstraße:Melodie des Herzens". Astoria-Lichtspiele:Der Cowboykönig von Chikago" unbZwei Welten". t,

Stadttheater Gießen. Man schreibt uns: Die nächste Woche bringt die letzte Premiöre im Winterabonnement. Am Dienstag, 20. Mai, Meine liebe, dumme Mama", Lustspiel. Don­nerstag, 22. Mai,Clavigo", im Mittwoch- abonnement. Freitag, 23. Mai,Meine liebe, dumme Mama", im Mittwochabonnement. Sams­tag, 31. Mai, zum letzten MaleElovigo", Schülervorstellung, Beginn 16 Uhr. Damit ist die Winterspielzeit beendet. In der Premiöre ver­abschiedet sich Fräulein Ingeborg Scherer, die mit Schluß der Winterspielzeit aus dem Ensemble des Stadttheaters ausscheidet.

Der Bezirksverein Bord-Ost hält am kommenden Montagabend im Cafe Leib seine ordentliche Generalversammlung ab. In unserem heutigen Anzeigenteil wird dazu eingeladen. (Bäheres in der gestrigen Anzeige.)

* Rettungswachdienst. Die Unglücksfälle beim Baden haben in den letzten Jahren einen er- schrecklichen Umfang angenommen, was auf den Aufschwung bes Babelebens zurückzuführen ist. Aus diesem Grunde hat sich der Bezirk Oberhessen der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft entschlossen, mit Hilfe der von ihm ausgebildeten und geprüften Rettungsschwimmer einen freiwilligen Rettungs- Wachdienst einzurichten, wie er schon in einer Reihe anderer deutscher Städte seit Jahren besteht. Im Sommer werden diese Rettungsschwimmer in den Badeanstalten und auch an ben Badeplätzen außer- halb derselben einen freiwilligen Beobachtungsdienst ausüben, um im Notfälle helfend einzugreifen. In den letzten Tagen haben in einer Vorbesprechung der Kreis- und Stabtvermaftung, bie Schwimm-, Turn- unb Rubervereine, sowie Polizei, Militär unb Sanitätskolonne ihre Mithilfe an biefem eblen Werk zugesagt.

Ooerhessis cher ftun ft Verein. Es sei nochmals auf die derzeitige Graphische Bild­ausstellung der Gesellschaft für Bolksbilbung in Berlin hingewiesen, welche im Turmhaus am Brandplatz bis Sonntag, 25. Mai einschl., und zwar an den Sonntagen nur noch von 11 bis 1 Uhr, Montags, Mittwochs und Freitags von 5 bis 7 Uhr nachmittags geöffnet ift

D i e Museen sind am morgigen Sonntag zu kleinen Preisen geöffnet. Im Oberhefsischen Museum: Ausstellung neuer Wille-Stiche.

* Di e n ft j u b i l ä u m. Frl. Gretchen Le sch - Horn aus Dillingen kann am 19. Mai ihr 50. Dienst jubiläum als Hausangestellte bei ber Familie ber

res in der heutigen Anzeige.)

** Militär-Grohkonzer t in Mar­burg. Wie im vergangenen Jahre veranstaltet auch in diesem Jahre am Sonntag, 25. Mai, die Stadtverwaltung Marburg ein Militär-Groß- konzert. Für die Durchführung des Konzertes sind sämtliche vier Musitkorps des 15. Inf.-Begi- ments gewonnen worden, und zwar: das 1. (Hess. Ball. Gießen, das 2. (Tbür.) BatL Eisenach, das 3. (Jäger-) BatL Kassel und das Ausbildungs- (Hess.) BatL Marburg. Des weiteren wird der Spielmannszug des Ausbildungsbataillons am Konzert mitwirken. Die Leitung des Konzerts hat der neuernannte Heeresmusikinspizient Major Schmidt, Berlin, übernommen. Mit dieser Beranftaltung, die in dem ideal schön gelegenen Schloßparktheater vor sich geht, bie.ek die Stadt seltenen Kunstgenuß. (Bäheres in der heu-

bes Regenwetter unter freiem Himmel auf die An- kunft der Züge warten mußten. Die Rcichsbahngc- sellschaft hat bem Uebel jetzt abgeholfen unb in ben letzten Monaten eine größere Wartehalle errichten lasten. Ihre FerKgstellung ist in ben nächsten Tagen zu erwarten.

Sich, 15. Mai. Bon den Beranftaltungen de- Radfahrerbundes Oberheffen dürfte neben den Gaufesten da- in den Mauern unserer Stadt stattfindende diesjährige B u n - deSfest die größte Bedeutung haben. Blit die­sem Feste, das am 28. und 29. Juni gefeiert wird, ist das Stistungssest des Radsabrer- vereins .Edelweiß" , Lich. anläßlich dessen 10jährigen Bestehens, verbunden. Etwa 50 Rad­fahrvereine werden sich hieran beteiligen. AIS Festplatz ist das geräumige Gelände bei der Turnhalle auSersehen. Der erste Festabend wird als besonderer Festakt für das Stiftung-fest des hiesigen Bundesvereins auSgestalteL Im Rah­men dieser Feier sind Radreigen vorgesehen und wird ein RadbaUvorwettbewerb au-getragen, fer­ner wird sie noch durch Borträge der hiesigen Männergesangvereine u. dgl. verschont Der Fest- fonntag beginnt mit einem Zuverlässig- keitsf ähren des Radfahrerbundes Ooerhessen. Bachmittags wird sich ein far­benprächtiger Festzug, bei dem der Standort -und das im Zuge stattfindende Korsosahreir preisgekrönt werden, durch die Straßen der Fest» stadt bewegen. Mit Reigensahren, Radballspie­len. Kunstfahren und Bolksbelustigungen wird der Bachmittag auSgefüllt und dabei viel Inter­essantes geboten werden. Den geplanten Ber- anstaltungen bringt die hiesige Einwohnerschaft sowie die Bevölkerung der Umgegend großes Interesse entgegen. Einige Ausschüsse sind eifrig tätig, die würdige Ausgestaltung deS Feste- vorzubereiten.

| Lollar, 15. Mai. Dieser Tage fand hier durch den Borsitzenden des Ortsgewerbe­vereins, Epenglerrneister Gerhard FuchS, im Beisein des Gesellenprüfungsausschusses, deS Borstandes und der Lehrherren die feierliche Lieberweisung der Gesellenbriefe an die Junggesellen statt. Der Feier ging die münd­liche Prüfung der Junggesellen durch Berufs­schullehrer Eberle voraus, nachdem die schrift­liche Prüfung bereits einige Tage vorher vorgc- nommen worden war. Da die Werkslehrlinge der Budcrusfchen Eisenwerke in diesem Jahre zum erstenmal durch eine besondere Kommission ge­prüft werden, war die Zahl der Lehrlinge, die ihre Prüfung vor dem Ortsgewerbeverein ab­legten, diesmal gering. Cs waren im ganzen nur 9, die sämtlich die Prüfung bestanden. Ein Prüf­ling erhielt die BoteGut bis sehr gut", fünf die BoteGut" und zwei die Bote2m ganzen gut". Den Berufen nach waren es: ein Schreiner, zwei Maurer, zwei Schlosser und vier Weiß­binder. Der Borsihende Fuchs überreichte mit beherzigenswerten Worten den Junggesellen die Gesellenbriefe und ließ sie durch Handschlag treue Pflichterfüllung geloben. Ein Junggeselle sprach hierauf den Dank aller an Lehrherren und Prü­fungsausschuß aus. Am vergangenen Sonntag unternahm der hiesige Turn- und Gesang­verein einen Familienausflug nach Kirchhain und Amöneburg. Trotz des ungünstigen Wetters war die Beteiligung eine gute, und alle Teil­nehmer waren von dem Berlauf befriedigt. Bach der Ankunft in Kirchhain, wo das Mittagessen eingenommen wurde, ging es nach bem herrlich gelegenen Amöneburg. Hier verging bei Gesang. Musik und Tanz die Zeit nur allzu rasch. Da der Wettergott dann auch ein Einsehen hatte und das Wetter sich zeitweise aufhellte, ja sogar die Sonne sich zeigte, konnte man den herrlichen Rundblick genießen. Bach der Rückkehr nach Kirchhain brachte der Bercin dem Baker des Mitglieds Heinze ein Ständchen und trat dann in bester Stimmung die Heimreise an.

0 Kesselbach, 14. Mai. Nach kurzer Krank- heit verschieb hier im 49. Lebensjahre ber Inhaber ber Firma Coop. Ionas (Kefselbach), Kaufmann Karl Wetzstein. Ein großer Trauerzug legte Zeugnis ab von ber allgemeinen Beliebtheit des Da- hingeschiebenen, sowohl in unserer Gcmeinbe, als auch in ben Nachbarorten, wohin ihn seine geschäft­lichen Beziehungen führten. Der Krieger, ünb Schützenoerein, sowie ber Gesangverein Lieberkranz, denen ber Verstorbene als Mitglied angehörte, be­teiligten sich vollzählig an der Beisetzungsfeier. Der Gesangverein sang am Trauerhause unb am Grab einen Trauerchor. Der Kriegeroerein gab seinem Kameraden bie militärischen Ehrungen, unb ba er Teilnehmer des Weltkrieges war, auch die Ehren­salve am Grab. Kränze wurden niebergelegt vom Reichsbund jüdischer Frontsoldaten, Edeka-Groß- handek Londorf, Ebeka-Zentrale Berlin, Kricaer- und Schützenoerein. Rabbiner Dr. Sander (Gie­ßen) hielt bie Traueransprache.

Krcis Lauterbach.

Maar, 13. Mai. Die K u rz h a a r - Pe l z - Kaninchen-Zucht nimmt in unserem Orte einen erfreulichen Aufschwung. Unter dem Borfitz von Herrn Wilhelm E i b m a n n haben sich die hiesigen Züchter zu einem Farbenrex-Züchter- Ilub,r zusammengeschlossen, um durch Einkauf erstklassiger Zuchttiere und gemeinschaftliche Ber- wertung wirtschaftlicher zu arbeiten. Der hiesige Züchterklub steht mit Verschiedenen Handelsfirmen des Auslandes, insbesondere Schwedens, in Ber- bindung, um die Ausfuhr nach dort aufzunehmen.

führt ab, es wirkt sehr milde, versuch es, und «Rjxwcvn. Du bist im Bilde

Garbenteich, 14. Mai. Unser Warteraum im Bahnhof erwies sich schon lange Zeit als völlig unzureichend, um die Reisen­den besonders zu den nach Gießen fahrenden Früh- zügen aufnehmen zu können, so baß bie Reisenben

25 ZIGARETTEN

...E^_______

ALLERDINGS 6

PFENNIGE!

i