' Kr. 294 Drittes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen)Dienstag, 16. Dezember 1950
Wirtschaft.
Schiedsspruch in der Metallindustrie Lahngau und Oberhessen.
Gestern wurde durch den Schtichtungsausschuß in Gießen ein Schiedsspruch über die Tarif- kündigung desArbeltgeberoerbandes der rNelalltndustrie Lahngau und Vberhessen gefällt. Nach diesem Schiedsspruch werden die Tariflöhne und Akkorde ab 1. Januar bis 31. 3uli 1931 um 6 Prozent ermäßigt. Die Stellungnahme der Parteien zu dem Schiedsspruch steht noch aus.
Schwierigkeiten im Pleß-Konzern.
3m Zusammenhang mit den Schwierigkeiten im Pich-Konzern wird dem WTB.-Handslsdienst von maßgebender Seite mitgeteilt, daß gestern bereits eine Versammlung der Gläubiger der Stickstofswerke AG.. Waldenburg, ftatt- gefunden hat, bei der nahezu sämtliche ungedeckten Forderungen vertreten waren. Hierbei wurde ein Gläubigerausschus; auS den vertretenen Firmen gewählt, der die Aufgabe hat, den finanziellen und betrieblichen Status der Gesellschaft zu überprüfen. Für die Dauer dieser Prüfung, deren Ergebnis den Gcsamtgläubigern alsbald bekanntgegebcn werden soll, wurde mit großer Mehrheit beschlossen, mit der Geltendmachung der Forderungen stillzuhaltcn. Man strebt an, durch die Weitersührung des Werkes eine Befriedigung der Gläubiger zu erzielen.
Die Schwierigkeiten bei der Stickstoffwerke AG. in Waldenburg haben auch auf weitere Teile der Gruppe Pleh zurückgewirlt, und zwar hat nunmehr auch die Waldenburger Bergwerks AG. (Kapital 22 Millionen Mark) auf kommenden Mittwoch. 17. Dezember, eine ®läu- bigerversammlung cinberufen. in der über ein Moratorium beraten werden soll. Die Passiven belaufen sich, wie bei den Stickstoffwerken, ebenfalls auf etwa 20 Millionen Mark. Davon sind etwa 12 Millionen Mark gesichert, während der Aest auf Lieferantenschulden usw. entfällt.
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* Don der Frankfurter Börse. Don Dienstag, 30. Dezember, ab werden die Aktien der Philipp Holzmann AG., Frankfurt a. M., im Terminhandel statt wie bisher in Abschlüssen von 6000 Mark in Abschlüssen von 3000 Mark und einem Mehrfachen hiervon gehandelt und notiert. Dom 2. Januar 1931 ab wird die Aotiz für: öprozentige Preußische Kaliwertanleihe von 1923, flet 1. 3anuar 1931, öprozentige Preußische Roggenwertanleihe von 1923, gek. 1. 3anuar 1931, an der hiesigen Börse eingestellt.
* Betriebseinschränkung bei dem Hessen-Nassauischen Hüttenverein G. m. b. H. Der Hessen-Rassauische Hüttenverein G. m. b. H. in Biedenkopf hat den Belegschaften verschiedener Betriebe zum 15. Dezember das Arbeitsverhältnis gekündigt. Bei dieser Maßnahme handelt es sich um eine Betriebseinschränkung, die dem Hüttenverein durch den dauernd sich verschärfenden Auftragsmangel ausgezwungen wurde. Die Anpassung der Belegschaftsstärke an den noch vorhandenen Auftragsbestand und die etwa noch eingehenden Aufträge war nach dem Stande der heutigen Arbeitsschußgesetze nur möglich aus dem Wege über einen Stillegungsantrag, dessen Sperrfrist am 15. Dezeinber abläuft. Hiernach kommt allo eine absolute Stillegung der Werke nicht in Frage.
• Echultheiß-PahenhoserBrauerei A G, Berlin. Die Schultheiß - Pahenhofcr Brauerei AG. legt ihren Geschäftsbericht für das Geschäftsjahr 1929 30 vor. Der Generalversammlung wird vorgeschlagen, aus einem Reingewinn von 10 415 961 (10 363 073) eine Dividende von wieder 15 Prozent auf das Stammaktienkapital und eine Dividende von wieder 6 Prozent auf die Vorzugsaktien, zusammen 7 550 000 (wie im Dorjahre) zu verteilen, 309 473 Mk. (wie im Dorjahre) Gewinnanteil gemäß Gesellschastsver- trag auszuschütten, sowie 793 402 (743 292) Mk. auf neue Rechnung vorzutragen.
* Schuhfabrik Herz AG., Offenbach am Main. Die gestrige Generalversammlung der Gesellschakt genehmigte einstimmig den Abschluß^ für das am 30.3uni 1930 abgelaufene Geschäftsjahr. Die Gewinn- und Derlustrechnung zeigt einen Warenbruttogewinn von 686 790 Mk.,
DieLinfuhr im November beläuft sich auf 734 Millionen Mark. Sie ist damit gegenüber dem Vormonat um 99 Millionen Mark geringer, und zwar vorwiegend infolge verminderter Einfuhr von Rohstoffen (48 Millionen Mark weniger) und Lebensrnitteln (42 Millionen Mark weniger). Dieser Rückgang ist zum Teil dadurch bedingt, daß die Oktobereinfuhr durch vierteljährliche Lagerabrechnungen überhöht war.
Die Ausfuhr ohne Reparationsfachlieferungen stellt sich im November auf 870 Millionen Mark. Sie ist also gegenüber Oktober um 141 Millionen Mark zurückgegangen. Dieser Rückgang ist zum Teil saisonbedingt. Zu der genannten Ausfuhrziffer treten Reparationsfachlieferungen im Merle von 61 Millionen Mark (gleicher Betrag wie im Vormonat), für die vom Auslande eine Gegenleistung nicht erbracht wird.
Die Handelsbilanz schließt im November mit einem Ausfuhrüberschuß von 136 Millionen Mark gegenüber 178 Millionen Mark im Vormonat ab. Einschließlich der Reparationssachlieferungen übersteigt der Mert der nach dem Auslände abgefetjten Maren den wert der eingeführten waren um 19 7 Millionen Mark, gegen 239 Millionen Mark im Vormonat.
Jür die ersten elf Monate dieses Jahres ergibt sich unter Ausschluß der Reparationssachlieferungen
Unsere Handelsbilanz für den QHonat Novern- ber weist einschließlich der Reparationsleistungen ein Aktivsaldo von 1 97 Millionen auf. Bemerkenswert ist, daß sich die Einfuhr nach wie vor auf absteigender Linie befindet und daß namentlich an Lebensmitteln weniger als im Dormonat hcreingckommen ist. Man darf wohl hoffen, daß diese Minderausgaben der heimischen Landwirtschaft zugutekommen werden. Aber auch an Rohstoffen ist ein Nachlassen der Einfuhr zu verzeichnen, was insofern bedenklich ist, als Deutschland in der Hauptsache für die Verarbeitung und Wiederausfuhr in Frage kommt, die denn auch weiter nachgelassen hat. Tie Textilien weisen den stärksten Rückgang auf, aber auch die Maschinenindustrie, die Kohle, die Chemie und andere Wirtschaftszweige schließen sehr ungünstig ab. Erfahrungsgemäß ist in jedem Jahr um diese Zeit mit einem Aussuhrrückgang zu rechnen. Angesichts der riesigen Arbeitslosigkeit, die bei uns herrscht, hungert aber das deutsche Dolk nach Export und damit, auch nach Arbeitsmöglich- kciten. Tie Umschaltungen in unserer Wirtschaft müssen jetzt in verdoppeltem Tempo fortgesetzt werden, damit unsere Erzeugnisse schleunigst wieder konkurrenzfähig werden können und die wichtige Cxportindustrie ihre Maschinen wieder ankurbeln kann.
■' im Aovember.
ein Ausfuhrüberschuß von 767 m Illi o n en Mark, unter Einbeziehung der Reparationssachlieserungen von 1421 Millionen Mark.
wozu aus dem Dorjahre noch ein Gewinnvortrag von 9738 Mk. kommt. Nach Abzug der Generalunkosten von 524 161 (518 000) Mk. und der Abschreibungen von 168 452 (104 000) Mk. verbleibt ein Reingewinn von 3915 (12 000) Mk. Rach Auszahlung von wieder 6 Prozent Dividende auf die Dorzugsaktien wird der hiervon verbleibende Betrag in Höhe von 2115 Mk. auf neue Rechnung vorgetragen. Die Generalversammlung beschloß eine Erhöhung des Grundkapitals um bis 300 000 Mk. -durch Ausgabe von 3000 Stück neuen, auf Inhaber lautenden Stammaktien zu 100 Mk. mit Ausschluß des Bezugs- rechtes seitens der Aktionäre, lieber das Geschäftsergebnis des neuen Jahres ist in Anbetracht der wirtschaftlichen Verhältnisse nichts Bestimmtes vorauszusagen.
Frankfurter Börse.
Frankfurt a. M., 16.Dez. Tendenz: etwas freundlicher. — Nachdem schon an der gestrigen Abendbörse eine etwas freundlichere Stimmung zum Durchbruch gekommen war, eröffnete die heutige Börse in eher etwas freundlicherer H a l tung. Die Börse war vor allem beruhigt darüber, daß heute zunächst keine größeren Der- kaussorders mehr an den Markt kamen. Außerdem befriedigte, daß die Lage des Pleß-Konzerns scheinbar keine große Auswirkung auf andere Unternehmen haben wird. Die Erklärungen Dr. Luthers und Dr. Schachts, wonach Deutschland im Kern gesund sei, trugen ebenfalls zur besseren Beurteilung der Lage bei. Die Spekulation hatte daher wieder mehr "Vertrauen und schritt in einigen Werten, worin sie stärkere Abgaben vorgenommen hatte, wieder zu Rückdeckun- gen und auch zu Interessenkäusen. Das Geschäft war jedvch nicht umfangreich. Die erneuten Bankinsolvenzen in USA. und die Kupferbaisse machten nur wenig Eindruck, trugen aber immerhin zu einer gewissen Zurückhaltung bei. Gegenüber der gestrigen Abendbörse ergaben sich meist Kursbesserungen. Am Elektromarkt konnte sich etwas regeres Geschäft en'wickeln. Siemens, Licht & Kraft, Schuckert und AEG. konnten um 1,5 bis 2 Prozent anziehen. 3n Lahmcyer und Felten kam anscheinend etwas Material heraus, so daß Verluste bis 2,5 Proz. eintraten. Farben gut behauptet und später anz'ehend. Am Montanmarkt herrschte weiterhin Auftragsmangel, so daß nur Mannesmann mit 62,13 Proz. zur Erstnotiz gelangten. Von Kaliwerten waren Aschersleben 2 Proz. fhöher. Bauunternehmungen lagen gut gehalten. Am Bankenmarkt zogen Reichsbankanteile 2,40 Proz. an, die übrigen Werte waren nur geringfügig verändert. Schiffahrtswerte neigten dagegen etwas zur Schwäche. Angeboten lagen Kunstseideaktien, nachdem für diese Werte
an der gestrigen Abendbörse größere Abgaben eingetreten waren. Bemberg gaben 2 Proz., QI tu 1,5^03. nach. An den übrigen Märkten herrschte Geschäftsstille. Deutsche Anleihen lagen gut behauptet. Ausländer lagen nur wenig verändert. Olm Pfandbriefmarkt waren Reichsschuldbuchsor- derungen etwas schwächer. Auch im Verlaufe erhielt sich die freundlichere Stimmung. Die Kurse konnten weiter etwas anziehen. Salzdetfurth lagen 5 Proz. höher. 3m übrigen gingen die "Besserungen bis 1,5 Proz. Das Geschäft war jedoch gering. Am Geldmarkt machte sich eine kleine Erleichterung bemerkbar. Tagesgeld stellte sich auf 5 Proz. Am Devisenmerkt lag die Mark aus Goldabzüge international schwächer. Man nannte Mark gegen Dollar 4,1962, gegen Pfund 4.8555. gegen Paris 123,59, gegen Mailand 92,74, gegen Madrid 47,50, gegen Schweiz 25,0325, gegen Holland 12,0550.
Berliner Börse.
V c r I i n , 16. Dez. Der enttäuschende Verlauf der gestrigen Neuyorker Börse und der Cnguete- Bericht der Eisenindustrie wurden im heutigen! Vormittagsverkehr als verstimmende Momente genannt. Auch daß die Lohnverhandlungen im Ruhrbergbau vertagt worden sind, mahnte, ebenso wie die Bankinsolvenz in Neuyork und die Herabsetzung des Kupferpreises auf 10,80 Dollar- Cents, zur Zurückhaltung. Heber die Vorgänge im oberschlesischen Bergbau lagen widersprechende Nachrichten vor. Man verwies verschiedentlich auf die heutige Generalversammlung des Zentralverbandes des Bank- und Bankiergewerbes und erwartete hiervon eine Anregung. Auch daß dem Auslandangebot 3nterventionen der Banken entgegenstanden, beruhigte etwas. So waren die offiziellen Kurse der heutigen Börse relativ gehalten und nur ganz vereinzelt mehr als 1 bis 2 Prozent gedrückt. Darüber hinaus verloren Hotelbetrieb 3 Prozent, Hirsch Kupfer 2,5 Prozent, Deutsche Linoleum 3,25 Prozent, Thüringer Gas 5,5 Prozent. Bei letzteren war. anscheinend das Interesse nach der gestrigen Generalversammlung etwas erlahmt. Schantung erschienen mit Minus- Minus-Zeichen, wobei man auf die Schwäche der Reichsschuldbuchforderungen hinwies, und Maschinen Buckau lagen minus-minus, wobei die Kurstaxe 9 Prozent niedriger lag, nach einer letzten Notiz von 98,5 Prozent. Es lag in diesem Papier wohl nur ein Zusallsauslrag von zirka 6 Mille vor Relativ fest lagen Reichsbankanteile und einige Elektropapiere, für die sich von der Schweiz aus Interesse zeigte. Deutsche Anleihen waren ruhig. Ausländer behauptet. Anatolier leicht anziehend. Pfandbriefe still. Reichsschuldbuchforderungen zirka 0,25 bis 0,50 Prozent
schwächer. Geld war etwas leichter. TageSgeld 4 bis 6 Prozents die übrigen Sähe waren unverändert. Im Verlaufe setzten, ohne daß besonders Anregungen hierfür vorgelegen hätten, Deckungen der Spekulation ein, so daß sich daS Kursniveau um 1 bis 3 Prozent hob. Heber die Schweiz gelangten Gerüchte an die Börse, die vom Ableben Poincares wissen wollten. Verspätet festgesetzt wurden Zellverein mit 45,5, nachdem sie vorher mit Plus-Plus-Zeichen erschienen waren. Reichsbankanteile zogen im Verlaufe auf 226 Prozent an, Polvphon auf 144 Prozent. Siemens auf 149 Prozent, Salzdetfurth auf 211 ufw.
Lchwcincinarlt im Lich.
ß i 4>, 15. Dez. Heute wurde hier der altbekannte Weihnattsmarkt abgehalten. Im Vordergründe des Interesses stand der FcrkeIinarkt, zu dem 328 Ferkel aufgetrieben waren. Bei flottem Handel wurden durchschnittlich bezahlt für Ferkel bis zu 6 Wochen alt 22 Mk., 6 bis 8 Wochen alt 28 Mk.. für 8 bis 13 Wochen alte 32 Mk. Im Verlaufe weniger Stunden war der Markt ausverkauft. Auf dem Krammarkt toaren nur wenige Stände aufgebaut. Lediglich die .wahre Jakobs" dürften auf ihre Rechnung gekommen fein.
(kittgesandt.
(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem
Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Mänteldiebe bei der Arbeit!
Nachdem in den letzten Jahren wiederholt Mäntel von nicht unbeträchtlicher Zahl auf den Fluren der Hniversität und der höheren Schulen gestohlen wurden, ist vor einigen Tagen erneut ein Manteldieb in der Oberrealschule am Werk gewesen, der drei neue Wintermäntel und einen neuen Hut erbeutete, ohne daß man den Dieb bei seinem Ein- oder Abzug in dieser Lehranstalt bemerkt hat. Eine wirksame Maßnahme, daß sich derartige Diebstähle nicht wiederholen, ist bis heute noch nicht erfolgt, und die Schüler sind her Gefahr immer noch ausgesetzt, daß morgen erneut ihre Mäntel gestohlen werden. Die Eltern tragen die Sorge um die Bekleidungs-« stücke ihrer Kinder und auch noch den Schaden, der ihnen durch die Diebstähle zugefügt wird. Aber kann man den betroffenen Eitern zumuten, ben Schaden zu tragen, der dadurch entsteht, daß eine wirksame Schutzmaßnahme hier nicht unternommen wird, obwohl dies nicht der erste Diebstahl dieser Art und in dieser Lehranstalt gewesen ist? Ich glaube, es wäre seit dem vorletzten Diebstahl Zeit und Gelegenheit genug gewesen, wirksame Maßnahmen zu treffen, daß der jüngste Mänteldiebstahl unterblieben wäre. Entweder müßten die Schüler ihre Heberkleider mit in den Hnterrichtsraum nehmen, oder diese müßten in einem Raum untergebracht werden, der bei Beginn des Hnterrichts abgeschlossen und nach Beendigung desselben geöffnet würde. Da solche Räume in der Oberrealschule bestimmt vorhanden sind, wäre es doch eine Kleinigkeit. Mißstände zu beseitigen, die zu solchen Diebstählen Anlaß geben. Solange solche Vorkehrungen nicht getroffen find, daß Diebstähle nicht erfolgen können, hat der Schüler, falls er Schaden an den von ihm in die Lehranstalten eingebrachten Sachen erleidet, nach den Rechtsprechungen einen Schadensersahanspruch, da der Verlust auf ein Verschulden der Organe des Anstaltseigentümers zurückzuführen ist (Paragraphen 31. 81 BGB.). Ein solches Verschulden liegt vor, wenn die An- staltsorgane bei der Heberwachung der Anstaltsräume nicht das dem Zweck jeder einzelnen Anstalt angevaßte Maß und Sorgfalt ausgewendet haben, welches erforderlich ist. um den Besucher vor (Schaden zu bewahren. Die Haftung ist hier eine gesetzliche, und es können die durch Diebstähle Geschädigten ihre Ersatzansprüche nach Lage der Verhältnisse, in vorliegendem Fall bei dem Hessischen Herrn Minister für Kultus- und Vil- dungswesen in Darmstadt, geltend machen, nötigenfalls den Klageweg beschreiten. Zur Beruhigung der Eltern aller Schüler der höheren Lehranstalten, sowie der Schüler selbst, wäre es erwünscht, bald zu erfahren, welche Vorkehrungen nun getroffen toerben (wo sie nicht bereits getroffen find), um derartigen Diebstählen toirli sam entgegenzutreten, denn die heutige Finanzlage gestattet es nicht, daß man mit solch wertvollen Bekleidungsstücken, wie in der seitherigen Weise verfährt, und sie den Spitzbuben preisgibt. Ein Geschädigter.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt befchlosfenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 5 0 H., Lombardzinsfuß 6 d. H.
^ranffurl a. M.
Berlin
Frankfurt a. Hl.
Berlin
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Datum
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Datum
15. 12
16 12
15 12.
16 12
6% Deunche Reidrtanleibe von ior? ........
7% Deutsche ReichSanIelde von 1929 .....
Beurtdw änl..sn>löl.*6d)ulb mit »u»lot.-9icd)ten - - -
Tt<flL otmf AuSIoi.-Rechte . .
6% Hell. Solliftaat von 1929 (tüthablb 102%)......
Cbtrbrilcn Provinz • Anleihe mit 8ui!o1..Scd)ten ....
Xeuifdif flamm. Sammelabk.
Anleihe Serie 1 ....
6% Rranlf. Hnv.-Bank Soldpfe XIII unkündbar bis 1934
7% Rranlf. Hvp.-Bank Qolbpft unkündbar bi« 1932 . . .
4K% Rheinische Hov.-Ban!
Liau. Soibple.......
8% Pr. L*ant>c«ptantbrtcfanfialt, Pfandbriefe R. iS
8% Pr Vanbeeriancbrtelanftalt, flomm.-Lbl. R. 20. . .
7% Pr. San bcvi'ianbbtief an fielt, Pfandbriefe R N
e.6.e. abfl. yotittegft-Cblloario- nen. rückzahlbar 1932 ....
<% Oefterrrtchhche Goldrenke . . 4,20% OeNerreichiiche CUberrenkr 4% Oekterrrichliche einheitliche
Renke
4% Ungarische Goldrente ....
4% Ungartiche Etaatrrrnte v. 1910
4H% bc«fll. oon 1913
4% Ungartiche flronenrenkr
4% Dürkische Zollanleihe von 1911
4% Dürkische Bagdadbadn-Lnl Serie 1 . .
4% de4gl. Serie N......
6% Rumänische vereinh. Rente von 1903
4ZH% Rumänilche vereinh Rente von 1913 . . .
IX Rumänilche vereinh. Rente .
86,5
98,6
51,7
5,4
88,25
49
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98
92
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97
97
93
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1,4
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2,9
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Hamvurg.-'imerita Paket . . Hamburg-Südam. Dampfschiff Hanta Dampfschiff . . .
Rorddeukfcher Llovd .... Allgemeine Deutsche Crrdikanfi. Barmer Bankverein . . Berliner Handelsgesellschaft Commerz- und Prival-Bank . Tarmlkädter und Nationalöant Teukiche Bank und
Tieconto @e|eUid)aft, . . . Dresdner Banl......
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Bergmann ........ tfleltt LirlerungSgeleNIchast. Licht und Rjafl......
Reiten & Guilleaume . . . Geieüichaii für Ciekrrische
Unternehmungen .... Hamburger EleknnzitätS-Werke Rheinische Etrktrizttät . . . Schleif,che Elektrizität. . . . Schlicken & Co. . ..... Siemens & Hals le ..... Transradio ....... rabmeyer L Co.. .....
Buderus ...••••• Deutliche ErdSl ...... Ebener Steinkohle . • • • • Geilenkirchener ......
Iile Bergbau ......
flötn-Neueiien . ..... ManneSmann-Röbrr» ... Mansfeldcr Bergbau ... Lberlchlei Ciienbedarl ... Lberlchtei flokswerke ... Phünir Bergbau .... Rhelnilchr Braunkohlen . • -iheinftatzt ......
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83,25 73
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55,4 73
62,75 31,25
33 64
58,5 146
67.4 73
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153.5
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119.5
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108
224,5
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119
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65.4
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54
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Frankfurt a. 271
Berlin
Banknoten.
(Sch.uß- i-Uhr» für» « r»
Schluß« Anfang,
Berlin, 15 L) zember
Meld
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Slmenkanuche Noten.....
Brlßl'die Roten. .......
Taniiche Roten ........
Endliche Roten ........ tzranzu.ifche Roten ....... Hollandfiche Roten.......
ätalienildx Roten........
Rorwegilche Roten.......
Deuifch-Lesierreich, i 100 Schilling Rumänische Roten.......
Schwedische Roten.......
Schwener Roten........
Spant,che Roten........
Tichechoilowakische Roten.....
Ungarische Roten ......
Devisenmarkt Berlin
4,173
58,33
111,78
20.32
16,441
168.46
21,90
111,78
53.78
2,475
112,18
81.25
42,17
12.39
73,05
- Frankfurt
4.193
58,57 112,22
20,40 16,501 169.14
2b,98 112,22
59,02 2.495
112.62
81,57
42.33
12,45
73,35
o ZU.
Datum
15 12
16 12
15 12.
16 12
Bereintgte Stahlwerke.....
Ctaoi Minen . . . 16’/,
Kaliwerke Aschersleben ... 10
Kaliwerke Westeregeln ... 10
Kaliwerke Salzdetfurth ... 15
I. ®. Rarben-Invuftrte ... 12 Tonamii Nobel ....... 6 Scheideanstall. ....... 9 Golbichmidt . ....... 5 Rütgersweile ........ 6 Metallgelellichakt.......8
Phllivb Hol,mann......7
Zementwerk Heidelberg . . io Zementwerk flarlfiadt. ... 10 gBaOB & Rrcgtafl......8
Schultheis Pa-enhoi« ... 15 Llkwerke...... 12
eihi . .........18
Bemberg..... 14
flellftcff Waldho, .... 13'/, Zellstoff Alchasfenburq ... 12
Charlottenburger Wasser ... 8 Teiiaurr Gas . ..... ß
Daimler Motoren ...... O
Teukiche Linoleum ......
Rai. Automobil . ..... 0
Crenfiein & floppe! . .... 6
Leondaro Tietz ...... 10 Soenska .......
frankfurter Match men .... 4
Sriyner ...... 6
Hevligenfiaek»! .......0
Iungdans ...... . 6
Leckwerke..........8
Maintrafwerke Höchst a. SL. . 8 «lag ......10
(Sehr Roeder . ...... 10
Boigl & Haessner ...... S
Süddeutsche Zucke, .... 10
59,5
131,5 135 207
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16 Dezember
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7,416
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81.36
1,784
5,427 4,183
3,097
20,865
169,12 1.410
58.635 112.25 112,29 112,65 10,565
21,98 20.387 4,1985 16,501
81,45 42,44 2,083 0,404
59,12 12,452
7,430 73,44
3,044 18.85
81,52 1,789 5,437
4,191
3,103 20,905
168.84 1.379 58.53
112,06 112,11 112,47 10,546 21.955
20.354 4,1920 16.463
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1,784 5,427 4,184 3,057 20,87
169,18 1.388 58,65
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81,44 43,39 2,082 0,397
59,14 12,458
7,430 73,45 3,043 18,75 81,57 1,789 5,437 4,192 3,063 20,91


