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Oberheffen

aus Windecken bei öns In der 1. Land-

einEintracht" errang unter der Leitung seines rührigen Dirigenten Sy South dem Gesangswettstreit in Lang-G

klasse folgende Preise: den 1. Klassenpreis mit 322 Punkten, ferner einen Ehrenpreis, einen Dirigenten preis und mit 477 Punkten den Hauptehrenvreis. Mit der höchst erreichbaren Punktzahl aller Klassen fiel ihm für diese Leistung noch ein von einem zur Zeit in Lang-Göns weilenden Deutschamerikaner ge- stisteter Sonderpreis (ein wertvolles Bild) zu.

v L e i h g e st e r n, 15. Juli. Aus der letzten G c meindcratsfihung ist au berichten: Zwei an die Gemeinde gerichtete Anträge auf Ueber- nahmc einer rg>f chaft bei Äeubauten non 2000 Mk. und 3000 Akk. bis zur Hypotheken- eintragung wurden genehmigt. Sin von der Provinzialdirektion an die Gemeinde gerichteter Antrag auf Lleberfchreibung von Stra- hengelände wurde ebenfalls genehmigt. Die Aufstellung des Gemeindebeamtcn- stellcnplaneS wurde nach lebhafter Aus­sprache vorgcnommen. In diesem Stellenplan wurden nur die durch Gesetz vorgeschriebenen Deamtenstellen aufgenommen: die Gcmeinderech- ner-, Polizeidiener- und Flurschützstellen. Außerhalb der Tagesordnung wurde beschlossen, den hinter unserer Kirche gelegenen Friedhof durch eine Einzäunung von dem davorliegenden Denkmalsplatz abzutrennen. Durch diese Einrich­tung wird der seitherige Liebelstand beseitigt, daß man nur zu den bestimmten Tagesstunden, wo der Friedhos geöffnet war, an unser Gefallenen­ehrenmal gelangen konnte. Sinern weiteren vielseitig geäußerten Wunsche aus dem Dürger- kreise wurde dadurch entsprochen, daß die An­bringung einer zweiten Zapfstelle auf dem Friedhof beschlossen wurde.

-- Lich, 14.3uli. Von schönstem Wetter be­günstigt und unter freudiger Anteilnahme der ganzen Bevölkerung fand gestern unser In­ge n d f e st statt. Es wurde am sruhen Morgen durch ein Wecken eingelcitet. Um 11 Uhr feierten die Kleinen in der Kinderschule. Die Schwester hatte reizende Lieder und Spiele eingeübt, die die Kinder mit Begeisterung vorführten. Stifts- dechant Kahn hielt zum Schluß eine Ansprache. Die Brczclverteilung beschloß die Feier. 3m Festgottesdienst, an dem die Vereine mit ihren Fahnen teilnahmen, predigte Pfarrer Draudt über das Wort:Weiset meine Kinder und das Werk meiner Hände zu mir". Aach einer Kaffee- vause bewegte sich unter Vorantritt der Schul­jugend und des Posaunenchors, der sich in dankenswerter Weise in den Dienst der guten Sache gestellt hatte und auch auf dem Festplatz mit vorzüglicher Musik aufwartete, sowie unter Beteiligung aller Vereine ein langer Festzug durch di,e Straßen unserer Stadt hinauf zur

75. Stiftungsfest des Gesangvereins Teutonia in Heuchelheim.

d. Heuchelheim, 15. Juli. Vergangenen Samstag, Sonntag und Montag feierte der Gesangverein Teutonia sein 7 5. v t i f t u n g S s e st. Die Feier wurde durch einen großen Kommers in der Festhalle auf dem Geiers- oerg eröffnet. Der Vorsitzende des Festvereins, Ferd. Albert Dolkmann, begrüßte die zahl­reich erschienenen Gäste die annähernd 2000 Personen fassende Festhalle war bis auf den letzten Platz besetzt gab einen kurzen Rückblick über die Vereinsgeschichte, und wünschte den, Feste einen guten Verlaus. Aach einem Begrü- ßungschor wurden die drei Sänger Heinrich Rinn XV., Heinrich Rinn XVI. und Heinrich Weber 11., welche schon über 35 Jahre dein Verein die Treue als Sänger wahren, mit' einer Ansprache und durch Lieberreichung eines Diploms geehrt Schneidermeister HRinn XV. dankte im Rainen der Geehrten. Der Gesang­verein Harmonie Rödgen und der Männergescmg- verein ^Braubach, welche besonders freundschaft­liche Beziehungen zu dem Festverein pflegen, gratulierten durch ihre Vertreter und überreich­ten je einen Fahnennagel. Als Ausdruck der Verbundenheit mit diesen Vereinen wurden dessen Vorsitzende, Becker (Rödgen) und Paul (Braubach), zu Ehren Mitgliedern der Teutonia ernannt und mit einer Ehrennadel ausgezeichnet. Auch der hessische Staatspräsident hat dem Ver­ein durch ein Schreiben gratuliert und ihm als Anerkennung für seine volksbildende Arbeit ein Bild gesandt. 3m weiteren Verlauf des Koin- merSabends fangen die hiesigen Gesangvereine je einen Ghor, als Gastverein fang Harmonie Rödgen einen Ehor und anschließend gemeinsam mit dem Festverein »Schiffers Traum". Dann folgten sehr gut gelungene Vorführungen des Turnvereins Heuchelheim e. D., des Radfahrer- vereinS Heuchelheim und der Freien Turnerschast Heuchelheim. Die Musik bei dem Fest wurde auSgeführt von der gesamten Kapelle des AuS- blldungsbataillons des Ins.-Regts 15, Marburg, unter Leitung von Musikmeister Große. Herr Große verstand es, mit seiner Kapelle durch gediegenen Vortrag der sehr gut au-gewählten Konzertstücke die nötige Feststirnmung zu erzeugen.

Mit einem Weckruf wurde der Hauptfesllag eröffnet. Aach einem Frühkonzert auf dem Fest­platz und dem Empfang der zahlreich erschienenen auswärtigen Vereine bewegte sich unter Mit­wirkung sämtlichen Ortsvereine ein stattlicher Festzug durch die reich geschmückten Straßen des Ortes nach dem Festplatze Hier begrüßte der Vorsitzende Volkmann die Gäste, feierte in seiner Ansprache das deutsche Lied und wies in diesem Zusammenhang auf die hehve Aufgabe hin, welche den Gesangvereinen durch die Pflege deS deutschen LiedeS gestellt sei. Anschließend sprach Fräulein Kätbe Bath einen Prolog und GemeinderatSmitglieo Friedr. Karl Rinn über­brachte im Aus trag des verhinderten Bürger­meister- die Glückwünsche der Gemeinbe. Ge- fangSvorrräge der hiesigen und auswärtigen Ver­eine folgten in bunter Reihe mit Tanz und sonstigen Volksbelustigungen. Da auch der Wet- Icrgott ein Einsehen hatte, nahm da- Fest einen überaus harmonischen Verlauf.

Landkreis Gießen.

w Leihgestern, 15.Juli. Der (Befangner-

wundervoll gelegenen Hardt. Aach zwei Schüler- choren unter Leitung von Lehrer Stein und einem gemeinsam gefundenen Lied hielt Bürger­meister Geil die Festrede und gedachte vor allem der Befreiung des Rheinlandes. Sin Hoch auss Vaterland und das Deutschlgnblieb schlossen den ersten Teil der Feier. Dann wechselten Wett­kämpfe und Spiele der Kinder ab mit Vorfüh­rungen der Mädchenabteilung des Turnvereins, Darbietungen der Gesangvereine (Einigkeit und Rothscher Männerchor) und des Posaunenchors. Allzu rasch vergingen die schonen Stunden, die unseren Kindern viel Freude und manchen schö­nen Preis brachten, und auch noch lange in den Herzen der Großen fortleben werden. Dankbar wurde die mustergültige Vorbereitung des Festes durch Schule und Lehrer anerkannt. Dieser Taae vollendete die Lehrerswitwe Frau Elisa­beth Sauer hier in voller geistiger und körper­licher Frische, umgeben von Kindern und Enkeln, ihr 90. L e b e n s j a h r. Vom frühen Morgen bis zum späten Abend wurden der verehrten und allseits beliebten Frau die verschiedensten Ehrungen zuteil. Ihr Heim verwandelte sich allmählich tn ein kleines Blumenhaus. Gegen Mittag erschien Stiftsdechant Kahn in der Wohnung, um die herzlichsten Glückwünsche der Kirchengemeinde und ein schönes Gedenkblatt des Landesrirchenarntes zu überbringen. An, Aach- mittag fand im Kreise der engeren Familie eine Geburtstagsfeier statt. Am Abend brachte der Pofaunenchor ein schönes Ständchen dar. über das sich das Geburtstagskind sichtlich (reute und für das es durch feinen Enkel, Referendar Sauer, herzlich danken ließ. Die Stadt Lich darf nun drei Bewohner im Alter von über 90 Jahren in ihren Mauern beherbergen.

ch Lich, 14. Juli. Bei dem Gesangswettftreit in Lang-Göns konnte der hiesige Männergesa n g- vereinE ä c i l i a" schöne Erfolge erringen. Er erhielt im Klassensingen bei scharfer Konkurrenz den zweiten Preis, den Hauptehrenpreis und den Dirigentenpreis. Der Bevein steht seit einigen Jah­ren unter Leitung von Lehrer I l g c (Butzbach). Auf den VereinCäcilia" entfiel auch noch der Amerika- Preis, den ein nach Amerika verzogener gebürtiger Lang-Gönser, namens Schaub gestiftet hat. Der Preis wurde für die höchste Punktzahl in der Stadt­klasse zugesprochen. Alter Sitte gemäß holten am Sonntagabend die Bevölkerung, unserer Stadt, die Vertreter der hiesigen Stadtvereine und der Posau- nenchor Lich den preisgekrönten Verein ab und be­gleiteten ihn zum Marktplatz vor dem Rathaus, um daselbst die Glückwünsche zu übermitteln: ein schönes Zeichen von Einigkeit innerhalb unserer Vereine.

i. Ettingshausen, 15. Juli- Das seltene Fest der diamantenen Hochzeit konnten dieser Tage die Eheleute Michael Kühn und Elisabeth, geborene Sommer feiern. Die Ein­segnung des Jubelpaares nahm der Ortspfarrer vor. der auch als Gabe der Kirchengemeinde ein Andachtsbuch überreichte. Bürgermeister O p p e r verlas das Glückwunschschreiben des KreiSamts und des Ministeriums des Innern, das eine Ehrengabe bewilligt hatte.

Kreis Friedberg.

pb. Butzbach. 16. Juli. (Drahtmeldung.) Ge­stern gegen 20.30 Llhr ertönte in unserem Orte die Feuersireno. In der Schuhfabrik Kiefer Aachsolger waren in der Aähe des Heizkessels lagernde Lederabfälle. Papier und der gl aus bisher unbekannter Llrsache in Brand geraten. Beim Eintreffen der Feuerwehr war die Haupt­gefahr durch das Eingreifen beherzter Leute von der Firma Damesreuther, die auf dem nebenan gelegenen Grundstück ihre Fabrik hat, unb die Handfeuerlöscher zu Hilfe nahmen, be­seitigt. Die Feuerwehr löschte lediglich den Rest der brennenden Abfälle und lieh eine Brand­wache am Brandort zurück. Größerer Schaden ist nicht entstanden: der Geschäftsbetrieb erleidet keinerlei Stockung.

Kreis Alsfeld.

X1X Ruppertenrod, 14. Juli. Gestern fand hier die Einweihung der reno­vierten Kirche statt. -Untere Kirche wurde im Jahve 1710 erbaut. Gin besonderer Stil kommt in der Architektur kaum zum Ausdruck, doch ist der ganze Innenkaum harmonisch auf- gebaut, so das» eine künstlerische Einheit gewahrt bleibt. Die letzte Renovation fand im Jahre 1899 statt. Diese muß als mißlungen bezeichnet werden. Die heutige Zusammenstellung der Innen­ausstattung ging ganz andere Wege. Die Maler­arbeiten tvurben dem Darmstädter Kirchenmaler K i e n z e l übertragen, der ein ziemlich abge­rundetes Gesamtbild herausgearbeitet hat. Unter der letzten Farbe sand er noch Schichten alter Töne vor. die ihn zu der Wahl der jetzigen Zu­sammenstellung veranlaßten. Der Grundton ist ein tiefes Graugrün, mit dunkleren Tönen ab­wechselnd. Die Decke zeigt Engelsköpfe mit Ara­besken, die bereits in früherer Zeit ähnlich vor­handen waren und heute noch festgestellt werden konnten. Das schönste Stück der Kirche ist die Kanzel. Sie wurde als künstlerischer Haupt­werk in hervorstechenderen Farben gehalten und wirkt recht vorteilhaft. Die vorgeschlagcne Fenstermalerei wurde nicht ausgeführt, sondern Vorhänge vor die Fenster angebracht, die man als zum Gesamtstil besser passend erachtete. Der Altar hat eine neue Decke erhalten, die man aus dem Elisabethenstist zu Darmstadt bezog. Be­sonders in die Augen fallend sind die großen gemalten Füllungen an den Männerbühnen und vor der Orgel. Zur Uebcrgabc des renovierten Raumes waren Oberkirchenrat Dr. Wagner und Dekan Schmidt erschienen Zuerst übergab Superintendent Wagner bif Kirche der Ge­meinde wieder und betonte in seiner Ansprache den Wert des Gotteshauses für das Gesamt leben des Christen. Pfarrer Guß mann brachte in seiner Predigt einen Ueberblid über die histvri- schen Hauptsachen seit dem Bau der Kirche. Zu­letzt dankte Dekan Schmidt der Gemeinde für die Opfer, welche zur Ausschmückung des Gottes­hauses gebracht werden. Der hiesige Gesang­verein trug bei der Feier zwei Chöre vor. Aach dem Gottesdienst dankten die Vertreter der Kir­chenbehörde nochmals dem versammelten Ge­meinderat, dem Kirchenvorstand und der Kirchen- gemeindevertretung.

Tagung des Katholischen LehreevereinS in Mainz.

WSA. Mainz, 15. Juli. Der Katholische Qebrer Derein in Hessen hielt hier seine Vertreter- und Hauptversammlung ab, in der Schulrat Goy. Oppenheim, den Jahresbericht erstattete. In den geschäftsführenden Ausschuß wurde neugewählt als Vertreterin der Lehre­rinnen Fräulein A a h m, Bingen. Bei der Haupt­versammlung, die gleichzeitig als Defretungs- feier gedacht war, wars der erste Vorsitzende Rektor Winter einen Rückblick auf die schwere Besahungszeit: die katholische Lehrerschaft habe ihrer Devise »Treu dem Glauben, treu bem Vaterland" die Treue gehalten. Es folgte eine Reihe ehrender Begrüßungen durch Vertreter der Behörden, der Pädagogischen Institute, her Studentenschaft und einer Reihe von Verbän­den. Die Festrede, die Ministerialrat Hoff­mann, Darmstadt, hielt, brachte eine klar um* riffene Aufzeichnung christlicher ErziehungSgrunb- sätze und klang in baS Deutschlandlied auS.

Gegen ein Beamtenwarenhause.

Der Katholische Lehreroerein Hessen faßte auf seiner Mainzer Vertreterversainn>lung zu der be­absichtigten Errichtung eines Waren* Hauses des Deutschen Beamtenwirt­schaftsbundes (Debcwa) zu Mainz eine (Ent- schlicßuna, in der u. a. gesagt wird: Die im Katho­lischen Lehrerverein zusammengesaßte hessische Lehrerschaft wendet sich mit aller Entschie­denheit gegen den vom Deutschen Beamtenwirt­schaftsbund ausgehenden Plan, auch in Mainz eine Zweigstelle seiner in vielen deutschen Städten be­stehenden Warenhäuser zu errichten. Die katholische Lehrerschaft sieht in der Debewa ein großes kapi­talistisches Unternehmen, das der Beamten- ) oft keinerlei besondere Vorteile bietet, aber den ohnehin schon so schwer um seine Existenz ringenden kaufmännischen und ge­werblichen Mittel st and aufs schwer st e bedroht. Als schicksalsverbunden mit allen Krei­sen unserer Bevölkerung und in besonderer Würdigung der großenNot unserer mittelständischen Bevölkerung rufen wir alle Beamten auf, sich unserem Protest gegen die Errichtung eines solchen Warenhauses, unter welchem Firmenschild es auch geplant sei, mit aller Entschiedenheit anzuschließen.

Preußen.

Kreis Wetzlar.

3 Krofdorf, 15. Juli. Aus der letzten Sitzung ber Gemeindevertretung von Krofdorf- Gleiberg ist folgendes zu berichten: Für Gleiberg war ein Schiebsmann zu wählen. Die Wahl fanb burch Stimmzettel statt unb hatte bas Er­gebnis, baß ber bisherige Schiebsmann Wilhelm Laucht-wiebergewählt würbe. Die Walbwirtschaftspläne für bas Wirt­schaftsjahr 1930 würben burchberaten. Förster Möller gab die erforderlichen Erläuterungen. Den Hauungsplan genehmigte die Gemeindever­tretung mit der Einschränkung, daß die Auf­arbeitung ber Gichenastreiser nur bann vorge- nommen wirb, wenn ber Lohn für bie Auf­arbeitung auf einem mit dem zu erwartenden Verkaufserlös im Einklang stehenden Satz er­mäßigt wirb. Kleine Hvlzm engen sollen von jetzt ab bis zum Betrage von fünf Mark durch Ge­meindevorsteher und Förster nach bestimmten Durchschnittspreisen abgegeben werden können. Kulturplan und AebennuhungSplan fanden eben­falls die Zustimmung deS Gemeinderats. Für die Orgel ber hiesigen Kirche ist bie Anschaffung eines elektrischen Gebläses geplant. Der im Haushaltsplan für 1930 vorgesehene Be­trag von 200 Mark wirb zur Verfügung ge­stellt. In Gleiberg ist eine Straßen^inne anzulegen. Es wurde bie Ausschreibung biefer Arbeit beschlossen. Der ausführenbe Unternehmer soll nur Arbeitslose ber Gemeinbe beschäftigen. Karl Leib, Gleiberg, erhält zur Vergrößerung seines Baugrunbstückes an ber Krofborser Straße von ber Gemeinde zwei Parzellen, wogegen Leib für Wegegelände von seinem Grundstück etwas ab treten muß. Der Preis beträgt gegenseitig 1,20 Mark je Quadratmeter. Sämtliche Kosten der Vermessung, Auflassung usw. hat öeib zu tragen.

- - Lützellinden, 14. Juli. In diesen Tagen jährte es sich zum fünfzigsten Male, daß die evangelische Gemeinschaft in unserem Orte gegründet wurde. Aus diesem Anlaß wurde das diesjährige Iahressest dieser Vereini­gung, welches am Sonntag unter zahlreicher Be­teiligung in und bei dem hiesigen evangelischen Vereinshaus gefeiert wurde, besonders festlich begangen. Im VormittagsgotteSdienst in unserer Kirche sprach Pfarrer Buddeberg (Elberfeld) über Eph. 2, 8 biS 9 in zu Herzen gehender Weise. Die Festversammlung am Aachmittag wurde mit Gebet und Schriftverlesung des Orts- geistlichen. Pfarrer Koch, eingeleitet, worauf einer der noch lebenden Gründer Wer Gemein­schaft, Dr. Johannes Bork von hier, einige herzliche Worte an die Versammelten richtete. Als erster Festredner sprach hiernach Pfarrer Bubdeberg (Elberfelb), der zunächst von der Bedrückung ber russischen Glaubensbrüber er­zählte unb über Eph. 3, 15, 16 manches Beherzi­genswerte zu sagen wußte. Prebiger Peters vom Bibelheim Flensungen bei Mücke über­brachte vor seiner tiefgrünbigen Ansprache herz­liche Grüße des Verbandes der oberhessischen Ge­meinschaften, wonach Prediger Trippier (Groh-Rechtenbach) über Jes. 55, 3 sprach. Im Schlußwort, das er auf 1. Mose 12, 3, begründete, gab der Ortsgeistliche feiner Freude über die bisherige segensreiche Arbeit ber Gemeinschaft Ausdruck und wünschte ihr auch für bie kom- menben Jahre gebeihliche Tätigkeit. Mit bem Echlußgebet von Dr. D o r k unb bem gemein­samen Gelang des LiebesAch bleib mit deiner Gnade" wurde das Fest, welches von gesang­lichen Darbietungen des hiesigen Gemischten Chores unter Leitung des Dirigenten Alten- Heimer würdig umrahmt wurde, beendet. Die Kollekte wurde für die der Gemeinschaft ange- schlossenen Vereine bestimmt. AuS kleinsten An­

fängen heraus hat ftch die tm Jahre 1880 ge­gründete Gemeinschaft ansehnlich entwickelt Schon nach zwölfjährigem Bestehen war eS thr moa- lich, dank der tatkräftigen Unterstützung zahl­reicher Freunde ein eigenes VereinShauS zu er­bauen, Dem nach mehreren Jahren eine Klein­kinderschule angegliedert wurde IünglingS- unb Iungfrauenverein, Sonntagsschule unb Gemischter Chor sinb im Lause ber Jahre aus ihr hervor­gegangen und kennzeichnen eindringlich den Wert evangelischer Gemeinschaftsarbeit

5 Salzböden, 15. Juli. Die Waise rlei- t u n g der hiesigen Gemeinde reicht nicht mehr aus. Schon früher beftanb in trockenen Sommern Wassermangel. Die Gemeinde versuchte habet be­reits 1923, neue Quellen anzuschließen. Damals hoffte man durch die Zuziehung eines Wün­schelrutengängers Erfolg zu erzielen. An den von der Wünschelrute als wasserreich bezeich­neten Stellen wurden eingehende Dohrversuche monatelang, zum Teil unter recht schwierigen Umständen (FelSsprenaungen usw.) ausgesührt, doch leider ohne Erfolg. Zum Gluck war dieS in der Blütezeit ber Inflation, so daß bie enor­men Kosten rasch gedeckt werden konnten. Die Wasserkalamität «nacht sich nun immer mehr be­merkbar, zumal durch Bevölkerungszuwachs. Aeu- bauten usw. der Wasserverbrauch ständig au* nimmt. Die Gemeindevertretung Hal daher be­schlossen, im Tale des Würzbaches Bohrversuch« vornehmen zu lassen. Die Arbeit soll im Wege ber öffentlichen Ausschreibung vergeben werden.

z^reis Marburg.

Is M a r b u r a , 15. Juli. Unter Leitung des Direk­tors des Vorgeschichtlichen Seminars der hiesigen Universität, Professor Dr. M erhärt von Der» n e g g, wurden in unmittelbarer Nähe der soa. Lichteküppels in den Lahnbergen zwei durch Auf­forstungen gefährdete Hünengräber sreiaelegt, die wertvolle Funde zutage brachten. In dem Haupt- grab, das 10 Meter Durchmesser hatte, fanden sich Gefäße, die der Beschaffenheit und Form nach au» Süddeutschland stammen. Das zweite kleinere Grab war insofern interessant, als es eine Urne mit Nach- beftattung (also zwei Personen) enthielt. Die Graber, deren Inhalt dem Vorgeschichtlichen Seminar im Kunstinstitut einverleibt ist, stammen aus der Zeit um 1000 v. Ehr

Briefkasten der Redaktion.

(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)

C. in tv. Wir empfehlen Ihnen, sich in dieser An­gelegenheit, da eine vertragliche Regelung nicht be- steht, an das Städtische Mieteinigungsamt zu wenden.

Verantwortlich für Lokales: I. V.: Dr. Thyriot.

Gewinnauszug

4. Klasse 35. Preubisch-Eübbeutsche (261. Preutz.) Klasien-Lotterie Ohne Gewähr Nachdruck verboten

jede gezogene Nummer sind zwei gleich Hetze Gewmnc «falle«, und »war je einer auf die Lose gleicher Nummer ie den beiden

________ Adtruungyr I und II____________

2. Ziehungrtag 15. Juli 1930

3n ber heutigen VormittagLziehung wnben Gewinne über 150 M. gezogen

2 ®«tot*ne w 50000 ®L 324601

2 ettotaee gu 10000 M. 122805

2 ,u 6000 ®L 248302 2 ®«rHnne 3000 W. 66718 4cnrtnn. i» 2000 M. 18036 11 2669 6 ettelnn« 8U 1000 -TO. 131443 207333 236707

16 »etDinn« tu 800 an. 19480 32402 100564 211682 269614 267986 343907 398162

20 »u 600 M. 16681 63283 68193 98093 143771 207566 303670 328646 353284 380634

84 e«eHnnf tu 4(K) TH. 4076 19661 36432 46410 46688 47090 66267 67867 80640 81222 83927 88609 106276 126726 133097 134260 14-699 160183 164500 171620 186107 200632 216468

239658 243070 284681 268233 270867 278111

274106 276364 276418 304622 305589 318194

334941 340229 368817 368247 374268 383207

391668

228 »«toienf wu 300 M. 4680 7026 8292 9389 10033 11864 12667 14822 16603 18669 18939 21951

24222 28404 29735 30062 31768 32020 39014

40701 54199 64649 62514 62601 69081 71178

72846 74441 77601 78601 81353 83816 84881

87743 89965 97732 98741 101197 107234 109114 109619 109880 113158 116017 118776 126836

132247 132283 138074 137302 137648 139377

146144 162055 158792 159179 162386 172263

172275 179458 184652 185773 191471 193171

193317 196028 199726 207998 208284 209592

237966 241285 244944 246556 246835 252578

255841 266985 258021 258620 263489 266312

274891 284647 $85324 286365 288229 289360

289796 292531 298533 298851 302346 308893

313412 313952 319636 321742 322206 323897

327891 333336 347339 360531 360666 361271

368862 369398 374648 381282 386107 386813

392016 398872

In der heutigen Nachmittagsziehung wurden Gewinne übet 150 M. gezogen

2 »tbinn« ,u 3000 W. 19033

2 »wlnne ,u 2000 M. 66246

6 »ewinn« .n 1000 M. 149627 229791 367334

4 »etDlnnt «u 800 M. 1 10274 221777

24 »ttolnne »u 500 TU. 4918 75585 79758 82382 105796 141239 169774 228267 282056 284993 288108 306482

110 »etrinne iu 400 ®L 9778 31677 38148 62108 61812 77810 96880 100905 107663 107771 112256 120854 142334 142633 159534 178515 200953

201024 202700 204888 206692 213242 232880

242775 263934 266457 259307 261871 262641

272482 280413 287176 287304 288739 291079

292427 293740 295692 304532 308750 309039

314866 323781 333718 344689 369663 372860

384839 388159 390386 392254 392406 394093

397661 397734

260 »emmre 1U 300 OH 3005 4562 10712 13429 15297 17823 21913 30308 36931 39028 39717

41190 41616 41607 42061 42862 45533 64417

60474 63500 64001 65526 71743 75461 77814

78769 80572 82684 86476 85600 86167 86986

87961 89789 91696 97600 100588 100956 102097 113722 116572 116592 117527 122216 131718

134676 136222 137066 144110 162347 158941

165903 166709 168458 173220 177370 179305

180142 183397 183442 184646 190537 192023

195334 201466 204889 208109 212833 213687

223046 223083 223438 226833 226478 228811

230283 230301 230690 233180 246863 247546

249930 253826 258009 272464 273169 276960

277201 281637 288290 289982 289963 295295

296239 297023 297747 302128 303567 303941

305177 306667 308693 309102 314284 317854

329061 329354 329462 334949 340817 341029

346705 346978 350060 352464 354271 361960

368331 376747 377414 378240 379546 380174

380306 381740 384219 385488 391400 398812

399780

vWeiße Zähne: Chlorodont!: