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Bruch der Koalition führen würde. Die Deutsche Volkspartei will zu der Frage des S ch u l g e b e t. e r l a s f e s bei der zweiten Lesung des Etats eine Entschließung einbringen. Angesichts der ernften Bedenken, die von weiten Kreisen der christ­lichen Bevölkerung Thüringens, insbesondere von der thüringischen Landeskirche und der thüringi­schen Lehrerschaft gegen den Schulgebeterlaß mit Rücksicht auf den Charakter der thüringischen Schulen als Gemeinschaftsschulen erhoben worden sind, soll die Regierung in dieser Ent­schließung ersucht werden, in neue Verhand­lungen über diese Frage mit der thüringischen Landeskirche und den zuständigen Lehrerorganisa- tionen einzutreten und bis dahin auf jeden Fall von der Anforderung von Berichten der Direktoren und Schulräte über die Einführung des Gebetes abzu- sehen.

Stahlhelm und Reichsregierung.

Berlin, 15. Mai. (Prio.-Tel.) Die Bundes- fiihrer und der Bundesrat des Stahlhelms haben im Anschluß an die auf Grund von Reden des zweiten Bundesführers Düsterberg entstandenen Mißverständnisse eine Erklärung über das Ver­hältnis des Stahlhelms zur jetzigen Reichsregierung veröffentlicht. Darin heißt es, daß die Einstellung des Stahlhelms zu jeder Regierung nicht durch Ver­sprechungen und Hoffnungen, sondern erst durch die Leistungen und Taten der Regie­rung bestimmt ist. Die Leistungen des jetzigen Rcichskabinetts hätten die Zweifel des Stahlhelms bestätigt. Bisher fei weder eine Stärkung der Wehrmacht durch tatkräftiges Eintreten für den Panzerschiffbau, noch eine ausreichende land­wirtschaftliche Hilfe für den Osten ein­getreten. Auch sei keine Abkehr von der bisherigen verhängnisvollen Außenpolitik erfolgt. Die baldige Aufhebung des Stahlhelmver- b o t e s für Rheinland-Westfalen wird als eine For­derung der Gerechtigkeit und nicht als eine Sache des persönlichen Wohlwollens bezeichnet. Der Stahl­helm erhebe im Hinblick auf die täglich wachsenden Schwierigkeiten die alte Forderung der Befrei­ung der Staatsführung von der Herr­schaft der Parteien und erklärt weiter, daß er feinen Kampf für eine von den Parteien unab­hängige Staatsführung unbeirrt fortsetzen werde.

Der Reichstag im Rundfunk.

Damit ein stärkeres Interesse bei den Wählern an dem Meinungskampf im Reichstag ausgelöst wird, hat ein findiger Kopf den Vorschlag ge­macht, den Rundfunk in den Dienst des Parlamentarismus zu stellen. Merkwür­digerweise hat er dabei die Hnterstützung des Reichstagspräsidenten gesunden, von dem man eigentlich eine andere Einstellung hätte erwarten sollen. Er hat doch schon manchen unliebsamen Auftritt erlebt und muß toiffen, daß das Ansehen des Parlaments, für das er sich dauernd einfetzt, keine Stärkung erfährt, wenn nun auch noch mehrere Millionen Rundfunkhörer Ohrenzeugen von Zwischenfällen werden, bei denen mit massiven Schimpfworten und auch mit Handgreiflichkeiten nicht gespart wird. Die Kommunisten werden für derartigeEinlagen" sorgen, wenn erst einmal die Reichstagssitzungen an den Rundfunk angeschlossen werden, sie wer­den sich aber auch noch beglückwünschen, weil ihnen nichts Besseres passierein kann, als den Weg für eine Verhetzung der Massen frei zu wissen, die sich von der Reichstagstribüne herab viel gefährlicher aufziehen läßt als durch die kommu­nistische Presse, die jederzeit verboten werden kann.

Oie Befreiungsfeiern in Mainz.

Mainz, 15. Mai. (WSR.) Aus Anlaß der Räumung der Stadt Mainz durch die Besatzung soll die erste Befrerungsstunde in der Rächt vom 30. Juni zum 1. Juli in schlichter, aber eindrucksvoller Weise began­gen werden. Die Vorarbeiten hierfür sind in vollem Gange. Sämtliche Gesangvereine von Groh-Mainz sowie die Musikchöre haben ihre Mitwirkung zugesagt. Die Einstudierung der Chöre usw. hat bereits begonnen. Die große Defreiungsfeier wird am Sonntag, dem 20. Juli, in Mainz stattfinden. Die Vorberei­tungen hierzu sind von der hessischen Regie­rung und der Stadt Mainz bereits eingeleitet. Wie verlautet, wird Reichspräsident von Hindenburg, zu Schiff von Speyer kom­mend, am Samstag, dem 19. Juli, abends, in Mainz eintreffen. Von Hindenburg wird am 20.Juli um 17 Uhr von Mainz nach Wies­baden kommen und hier an einer Feier im Kurhaus teilnehmen.

Hirngespinste.

Poincars mißtraut Deutschland.

Paris, 15. Mai. (WTD.) Der Cxcelsior ver­öffentlicht die übliche Halbmonatsübersicht Poin» cares, die heute wieder eine Anklagerede gegen Deutschland darstellt. Poincare äußert darin Bedenken, daß Deutschland loyal gewillt sei, den Voungplan zu erfüllen, habe doch bereits Dr. Stresemann nur von einem Provisorium gesprochen. Poincare geht dann auch auf die deutschen militärischen Ausgaben ein und benutzt hier die gleichen Argumente, mit denen besonders die nationalistische französische Presse in der letzten Zeit arbeitet. Beunruhigend feien auch die deutschen Kommentare zur Reise des österreichischen Bundeskanzlers Dr. Schö­be r nach Paris, da in ihnen unverhüllt der Anschlußwille zum Ausdruck komme. Auch die Saarfrage enthalte beunruhigende Mo- mente. Frankreich habe sich niemals bereit erklärt, über ein politisches Saarabkommen 8Uc.-£ei?$an ~n- sranzösischerseits vorsichtig geführten Saarverhandlungen hätten ernste ^Ywrerrg^rten zutage treten lassen. Die Deut­schen mochten natürlich, daß alles zu ihrem Vorteile geregelt werde, aber Frankreich habe

t einem derartigen Wunsche zu

unterwerfen. Aucy die Beziehungen der A.^chsregierung zu So w j etrußland blieben verdachttg. Die russischen Fabriken schie­nen noch mcht aufgehört zu haben, Kriegs-

C Deutschland herzustellen, unö auch die Frage des Rapallovertrages hätte noch nicht ihre beunruhigende Seltsamkeit der- l07x- & Lesern Zusammenhang

auf die Fahrt zweier russischer Kriegsschiffe durch den Bosporus in das Schwarze Meer hin. Das ein stharmantes Postskriptum zur Londoner Seeabrustungskonferenz. Zu gleicher Zeit ver­langten die deutschen Delegierten in Genf daß d^r vorbereitende Abrüstungsaus- schuß in Genf so bald tote möglich zusammen-

Ende -er Genfer Ratstagung.

Oie oberschlesischen Mindecheitenbeschwerden aus den Herbst vertagt.

Genf, 15. Mai. (WTD.) Die 59. Rats­tagung ist heute mittag 13 ilfjr abgeschlossen wor­den. Die beiden aus der Tagesordnung stehen­den oberschlesischen Minderheiten­fragen werden erst in der nächsten Ratstagung im September zur Entscheidung kommen. Die Besprechungen zwischen der deutschen und der polnischen Delegation haben aber zu sehr prä­zisen Erklärungen des Reichsauhenmini- sters und des polnischen Außenministers geführt. Der erste Fall betrifft die Entlassung von 32 deutschen K n a p p s ch af t s ä r z t en in Tamowih, weil sie eine von den polnischen Be­hörden plötzlich verlangte schwierige Spra­chenprüfung nicht bestanden hatten. Ihrer Beschwerde liegt die sehr schwierige Rechtsfrage zugrunde, ob der betreffende Knappschaftsverein als eine öffentlich-rechtliche oder wie die polnische Regierung erklärt, als eine private Institution zu betrachten ist. Dr. Curtius sprach sein Bebauern darüber aus, daß die Entschei­dung heute noch nicht fallen könne. Gleichzeitig brachte Dr. Curtius die Sprache auf eine Rote des Generalsekretärs pes Völkerbundes, die die vorliegende Beschwerde betrifft und in der eine ganze Reihe von Auslassungen zu finden seien. Aus den Bemerkungen der polnischen Regierung, die dieser Rote bei gefügt sind, ergebe sich, daß es sich hier um vertrauliches, Material handele. Er wolle nicht untersuchen, wie weit eine Verpflichtung des Generalsekretärs vorhanden fein könne, vertrauliches Material nicht weiterzugeben, betonte aber das dringende Interesse des Rates, daß er bis zum Herbst das vollständige Material erhalte und baß auch das vertrauliche Material inhaltlich mit in den Bereich der Bestandsaufnahme aus­genommen werde. Unter diesen beiden Voraus­setzungen könne er sich mit einer Vertagung ein­verstanden erklären.

Eine zweite Besprechung mit Briand.

Rhe nlandröumnng und Saarsrage.

Genf, 15. Mai. (ERB.) 2Hit der heule abge­schlossenen Ratstagung sind auch die politischen Be­sprechungen zwischen den einzelnen Außenministern beendet. G r a n d i hat bereits am vormittag wah­rend der Ratssitzung Genf verlassen, B r i a n d und Curtius werden morgen abreisen, heute nach­mittag erwiderte Briand den Besuch, den ihm Dr. Curtius am Dienstag gemacht hat. Die beiden Mini­ster setzten ihre Aussprache fort Sie be­zog sich heute ausschließlich auf technische Fragen, die mit der bevorstehenden Rheinlandrau- m u n g Zusammenhängen, lieber die F l u g h a f en- a n lagen, deren Zerstörung von einigen franzö­sischen Besahungsstellen mit dem formalen Hinweis auf Bestimmungen des Versailler Vertrages gefor­dert wird, sollen auf Grund der heutigen Minlster- besprechung die Verhandlungen in Paris zwischen Botschafter von hoesch und der französischen Regie­rung weitergeführt werden.

Berlin, 15. Mai. (WTB.) Der Reichsverband der Deutschen Industrie veranstaltete eine Presse­konferenz, um seine Stellung zu dem Agraroro- aramm, dem Ostprogramm und der erhöhten Um- satzsteuer für Großbetriebe darzulegen. Geheimrat Kastl erklärte: Die Tatsache, daß erhebliche Teile der Landwirtschaft vor einer Katastrophe stehen, mache es erforderlich, öffentliche Mittel auf­zuwenden, die von der Industrie zum er­heblichen Teile aufgebracht werden müß­ten, eine Tatsache, die angesichts des Umstandes, daß von der gegenwärtigen Wirtschaftslage auch zahlreiche mittlere und kleinere Betriebe der In­dustrie nicht weniger getroffen werden als erheb­liche Teile der Landwirtschaft, nur dann verant­wortet werden könne, wenn eine Sicherheit da­für bestehe, daß die Lage der Landwirtschaft als eines der wichtigsten Teile des Binnenmarktes nachhaltig gebessert werde.

Da Zollmahnahmen auf die Dauer nicht hel­fen können, müßten deshalb andere Dege ge­gangen werden. Durch weitgehende, mit größ­ter Beschleunigung durchzuführende betriebs­wirtschaftliche und absahorganisatorische Maß­nahmen müsse dafür gesorgt werden, daß die Erzeugungsbedingungen der deutschen Land­wirtschaft sich denen in den konkurrierenden Landern anpassen und dem veränderten ver­brauch in stärkerem Maße Rechnung tragen.

Diese Ziele werden bann im einzelnen in einem Gutachten der Professoren Lang, Diehe, Brandt und -Börner dargelegt. Der Reichsverband sieht ihre Vorschläge als brauchbare Diskussionsgrund­lage an. Als Maßnahmen einer produktiven Agrarhilfe, die auf wenige Jahre befristet ge­dacht wird, werden eine allgemeine Absatzförde­rung, die Hmstellung des Anbauverhältnisses der Getreidearten und für die verschiedenen Pro­dukte jeweilige Sondermahnahmen sowie der Aus­bau des Bildungs- und Beratungswesens ge­fordert. -

Zum Schluß kam Geheimrat Kastl auf die Stellung zum Ost Hilfeprogramm zu spre­chen. Die Vorschläge des Reichsverbandes ba­sieren auf den Anregungen Silverbergs, die sich im einzelnen auch mit den Anregungen des Reichspräsidenten deckten. Der Reichsver­band halte seinen seinerzeitigen Protest gegen *

trete. Zwar sei der Zeitpunkt des Zusammen­trittes des vorbereitenden Abrüstungsausschusses auf den 3. Rovember verlegt worden, aber man dürfe sich keinen Illusionen hingeben, Deutsch­land werde bald wieder auftreten und erklären: e s genügt nicht, daß Frankreich seine Mili­tärdienstzeit auf ein Jahr herabgesetzt hat, Frank­reich muß weitergehen. Cs hat auch von niemand etwas zu befürchten, und der italienische Delegierte wird mit dem Brustton der Heber« Zeugung hinzufügen: weder zu Lande noch zu Wasser. In das gleiche Horn wird auch der Delegierte der Sowjetunion stoßen. An- gesichts einer derartigen Lage müsse Frankreich, so schließt Poincars, sich auf den Standpunkt

Heber die Unterredung erklärt derPettt Pari- sien": Daß wieder von der Rheinlandräu- mung die Rede gewesen ist, braucht niemand zu überraschen. Der Zeitpunkt ist ja seit langem fest­gesetzt. Er kann nicht wieder in Frage ge­stellt werden. Es handelt sich nur noch um die Modalitäten der Ausführung. 3n dieser Hinsicht nun sind sämtliche Maßnahmen getroffen worden, damit die le hten Truppen das Rheinland an dem gewünschten Tage verlassen ha- den. Briand hat Dr. Curtius, der selbst nicht un- gehallen sein wird, wenn zufälligerweise hier und da einige Nachzügler vorhanden sein sollten, zweifel­los hierfür die Versicherung gegeben. Ebenso wird man sich nicht darüber wundern können, daß Dr. Curtius den Wunsch geäußert hat, dieRegelung der Saarfrage möglichst beschleunigt zu sehen derart, daß sie vor der Völkerbundsver­sammlung vom September beendet ist. Selbstver­ständlich hat Briand Dr. (Sutfius in diesem Punkte keine gleiche Versicherung geben können. Es 'st Sache der Deutschen, die der fordernde Teil sind, den Abschluß der im Gange befindlichen Ver­handlungen dadurch zu beschleunigen, daß sie den französischen Delegierten hinreichend vorteilhafte Vorschläge machen, die uns veranlassen könnten, unverzüglich ein Pfand auf­zugeben, das wir auf Grund des Friedensvertrages bis zum Jahre 1935 behälten können, hier handelt es sich um eine prinzipielle Frage, über die Briand nicht mit sich verhandeln lassen konnte, und er hat auch tatsächlich seine Abwehrstellung entschlossen ein- gehalten.

Eine Llnierreduna miiGranbi

Beiderseitige Befriedigung.

Genf, 15. Mai. (TU.) In einer Aussprache, die Dr. Curtius am Mittwochabend mit dem italienischen Außenminister G r a n d i hatte, sind die gesamten europäischen Probleme und insbe­sondere die grundsätzliche Haltung in der Dölkec- bundspolitik eingehend zwischen den beiden Außenministern erörtert worden. Auf deutscher Seite gibt man der Befriedigung über den Ver­lauf der sehr offenen Aussprache Aus­druck und hebt hervor, daß hierbei auch die großen gemeinsamen Interessen zwischen den beiden Ländern festgestellt worden seien. Es wird betont, daß die Aussprache bei bei­den Teilen einen ausgezeichneten Eindruck hinterlassen habe. Auch auf italienischer Seite zeigt man sich mit dem Er­gebnis dieser Unterredung voll befriedigt und weist auf die Gemeinsamkeit der deutsch-italieni­schen Interessen auf verschiedenen Gebieten der europäischen Politik und insbesondere in den grundsätzlichen Fragen der Dölkerbundspolitik, insbesondere in den Abrüstungs­und Sicherheitsfragen hin.

die Verwendung von 70 Millionen Mark aus dem Fonds der Ausgleichs- und Reservefonds der Bank für Jndustrieobligationen auf­recht. Diese 70 Millionen könnten nur in der Form eines Darlehns an den Etat des Reiches gegeben sein. Weiter stellt der Reichs­verband die Forderung, daß der gesamte Betrag des Fonds den Aufbrin­gungspflichtigen gehören müsse, da doch hiermit ein Zweckvermögen geschaffen wer­den solle, das nach den Vorschlägen des Reichs­verbandes einmal zum Wiederaufbau des Realkredits der kleineren und mitt­leren Industriebetriebe und zweitens zur Hmschuldung der gefährdeten Betriebe im Osten, soweit sie noch sanierungsfähig sind, Ver­wendung zu finden hat.

vom Jahre 1931 sollen die vermögen unter einer Million von der Aufbringungslast befreit werden, wodurch etwa 88 Prozent ausfcheiden würden und somit nur eine Aufbringungslast von 200 Millionen übrig bliebe. Diese Auf­bringung soll sich dann jährlich um 40 Millionen senken, um 1935 ganz aufzuhören.

Die aufbringenden Betriebe bleiben Eigentümer und die Bank für die Industrie- Obligationen soll demnach nur eine Art Treuhän­derin darstellen. Die Aufbringung selbst soll dann im Verhältnis von 40 und 60 Prozent für die oben angeführten Zwecke verwendet werden, und zwar 40 für die kleineren und mittleren Industriebetriebe, und 60 Prozent für die Umschuldungsaktion im Osten. Die Kredite soll die Bank für Jndustrieobli- gntronen vergeben, während die Mittel für die Um­schuldung nach den Vorschlägen des Reichsverbandes von der Ablösungsbank verteilt werden sollen. Alle Zinsen und Rückzahlungen sollen grundsätzlich den gleichen Zwecken zugeführt werden. Die Kontrolle habe durch eine neutrale Persönlichkeit zu erfolgen. Zur Begründung dieses Entgegenkommens des Reichsverbandes führte Geheimrat Kastl an, daß in der jetzigen Zeit jeder Wirtschaftszweig dazu bei­tragen müsse, dem anderen zu helfen. Der Reichs- verband walle mit feiner Hilfsaktion feine Liebes­gaben an .nicht mehr erhaltungsfähige Betriebe ver­teilen, sondern wirklich aufbauende pro­duktive Politik betreiben.

stellen: Aprfes vous, messieurs! Fangt ihr erst einmal an, eure wahre militärische Lage ge­nau zu untersuchen.

Vor einem postbeamienstreik in Frankreich.

Paris, 15.Mai. (TH.) Tardieu empfing am Mittwochabend eine Abordnung der P o st - beamten, die ihm ihre Klagen vortrugen und ein Mindestgehalt von 20 000 Franken im Jahr forderten. Tardieu wies daraus hin, daß die Finanzverhältnisse eine Bewilligung aller For­derungen der Postbeamten nicht zuliehen,

Gleichzeitig stellte er strenge Strafmaß- nahmen in Aussicht, falls die Postbeamten ver- fuchen sollten, durch ihr Vorgehen die Regierung einzuschüchtern. Tardieu hatte eine Besprechung m 2ustizminister, dem Kriegsminister, dem inkrimistischen Postminister und dem Polizei- Präfekten über die Maßnahmen zur Vermeidung eines neuen Postbeamtenstreiks. Im Fall neuer Streikversuche (gestern hatten die Postbeamten chon zwei Stunden gestreikt) sollen 1. den ver- Aledenen Postdirektionen Abteilungen der drei Telegraphenregimenter zur Verfügung gestellt werden; 2. daß Militär für den Postdienst m Anspruch genommen werden; 3. ferner Strafmahnahmen ergriffen werden gegen öie Organisatoren der Arbeitsunterbrechung so­wie gegen diejenigen Postbeamten, die unter Gehorsamsverweigerung an der Arbeitseinstel­lung teilnehmen. ~

Vor dem Galzdepoi von Oharasana.

Tie Polizei verhindert den Angriff der Freiwilligen.

D h a r a s a n a, 15. Mai. (WTB.) Heute vormit­tag begann Frau Raidu, die Führerin der in­dischen Frauenbewegung und Nachfolgerin Abbas Tyabjis, mit Freiwilligen den Marsch auf das Salzdepot. Die Polizei bildete einen Kordon um sie, so daß sie nicht weiter vorrücken konnten. Frau Naidu lehnte es ab, umzukehren und befahl den Freiwilligen, sich auf die Straße zu fetzen. Sie saßen den ganzen Tag über am Wege, ohne zu essen und zu trinken. Mehrere Frauen, die den Freiwilligen Wasser anbieten woll­ten, wurden von der Polizei daran gehindert. Die Polizei vertritt den Standpunkt, daß die Freiwil­ligen nur außerhalb der Sperrkette Wasser trinken dürfen, was von den Freiwilligen abgelehnt wird. Die Umzingelten verbringen ihre Zeit mit Spinnen und mit Geplauder. Das Schau­spiel hat viele Neugierige angelockt. Die nächste Ab­teilung Freiwilliger wird heute erwartet.

Die Sage ander Grenze hat sich beträchtlich gebessert. In Peschawar herrscht völlige Ruhe. Nur gegen mehrere Grenzdörfer wird oorgegangen, und eine Anzahl Ruhestörer, darunter Führer der verbotenen bolschewistischen Organisation derR o b Hemde n", sind verhaftet worden.

ÄnTodeSopserpolitischerZusammenflöße.

In Stargard fand ein Aufmarsch der Na - tionalsozialisten statt, an dem annähernd 400 uniformierte Parteiangehörige teilnahmen. Wäh­rend der Umzug und die Kundgebung selbst ruhig verliefen, wurde in den Nachtstunden ein Trupp Na­tionalsozialisten van Kommunisten über­fallen. Hierbei wurde der 31 Jahre alte National­sozialist Franz Engel durch einen Revolver- schuß in den Hinterkopf getötet. Der Kommunistenführer Kollermann aus Stargard wurde als der Tat verdächtig in Haft genommen.

Oie Wetterlage.

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LorLtLavornuHsage.

Die Jslandstörung hat sich weiter vertieft und mehr nach Skandinavien hin ausgedehnt. Eine Staffel warmer Luft an ihrer Südseite, welche heute morgen über Westdeutschland vorgedrungen ist, hat wieder Eintrübung und in manchen Be­zirken etwas Regen gebracht. Die Störung wird, zumal auch der hohe Druck über der Biscaya und Frankreich weiter zugenommen Hut, vorerst keinen stärkeren Einfluß auf die Wetterlage gewinnen, sondern nur Bewölkung vorüberziehen lassen. Dabei steigen vorerst die Temperaturen etwas an, erfahren aber später leichte Schwankungen.

Wettervorhersage für Samstag: Be- wölkt und aufheiternd, vorübergehend trocken, zu­nächst etwas wärmer.

Wettervorhersage für Sonntag: '^e*lL*r°tfene5' ^ils wolkiges und teils aufheitern­des Wetter. 17

Lufttemperaturen am 15. Mai: mittags 16,8 Grad Celsius, abends 9,1 Grad; am 16. Mai: morgend 6^ Grad. Maximum 17 Grad, Minimum 3 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe: am 15- abends 14,4 Grad; am 16. Mai morgens 9,8 Grad Celsius. Sonnenscheindauer 91 4 Stunden. 4

Reisewetterdienst.

_ ® a.r w i s ch-Partenkirchen. Temperatur ~ Witterung seit gestern vorherrschend kühl, Sudwestwind, Witterung heute: wolkig.

Baden-Baden. 11 Grad, Temperatur seit gestern vorherrschend kühl, Ostwind, Witterung trübe' Witterungsverlauf feit gestern meist m 1 a n b auf Sylt. 10 Grad, milde Rächt, Sudwestwind. Heute: Regen, Witterungsoer- lauf seit gestern teils heiter, teils wolkig.

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Kist!

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Ton den Feldpslanz vvrlvnunende tlettemi- wähnen, der wegen sc den Leeren den Kinde Auch vor der verwai ihren Milten und F sumpfigen Wiesen wäi sing und überall au Schierling, beide Manzen ost verwachs lilie. Daher doppelte Megarten häufig a HundSpetersili

Weiter zählen zi blumen die von dei Anemonen odei Küchenschelle, (Wtblume, Dotiert Herbst erscheint auf fei zeitlose, im &et: Kornrade und de die Wolfsmilch, fleckte Aronsstab, Schöllkraut und i zu erwähnen.

Eine wichtige Solle die Pilze, unter bei gibt. Jedes Jahr mel