Der Entdecker des phramidons 70 Zahn
Dr. Friedrich Stolz, einer Lei größten Wohltäter der Menschheit, feiert in diesen Tagen seinen 70. Geburtstag. Er erfand vor allem das Pyramidon, das allen von Kopfschmerzen Geplagten ein guter Helfer wurde. Auch die synthetische Herstellung des Adrenalins, des Hormons der Nebennieren, stammt von Stolz, der gleichzeitig sein 40. Jubiläum bei den Höchster Werken der J.?G.-Farben begehen kann.
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Nachdruck verboten
16. Januar und endigt mit dem 15. Oktober, die für Auerhähne beginnt mit dem 16. Mai und endigt mit dem 15. Oktober, die für Fasanen- hähne beginnt mit dem 1. Juni und endigt mit dem 15. Oktober, die für Fasanenhennen beginnt mit dem 1. Februar und endigt mit dem 15. Oktober, die für Enten beginnt mit dem 1. Februar und endigt mit dem 15. Juli, die für Waldschnepfen beginnt mit dem 16. April und endigt mit dem 15. September, die für Sumpfschnepfen, Trappen, Brachvögel, Kiebitze beginnt mit dem 16. April und endigt mit dem 15 Juli, die für Rebhühner beginnt mit dem 1. Dezem- ber und endigt mit dem 31. August, die für den Star beginnt mit dem 1. Februar und endigt mit dem 31 Juli, die für Auerhennen, Birkwild, Trutwild, Haselwild und Muffelwild wird bis auf weiteres auf das ganze Jahr ausgedehnt - Aus forst- und feldpolizeilichen Gründen kann die Hegezeit vorübergehend aufgehoben werden. Die Verordnung tritt sofort in Kraft.
Die gefiederle Schlange
"Roman von Edgar Wallace
Massenchören „Mein Lied" und „Wo gen Himmel Eichen ragen" zur Verherrlichung des deutschen Liedes statt.
Schwerer Autounfall.
WSN. -Friedberg, 15. April. Gestern nad> mittag verunglückte an der Straßeneinbie- gung nach Dorheim der württembergische Gutsbesitzer Rau mit seinem Dixiwagen. Rau befand sich auf dem Wege byt Kassel nach Frankfurt und hatte an der genannten Abzweigung eine Richtung eingeschlagen. Als er seinen gehler bemerkte, riß er seinen Wagen herum und rannte dabei gegen einen Prellstzrin, wobei das A u t o teilweise zertrümmert wurde. Während Rau selbst und seine Tochter nur leichtere Derlehungen erlitten, trug seine Frau ein« schwere Gehirnerschütterung davon. Alle drei Insassen wurden in das hiesige Bürgerhospital eingeliefert. Dort ist die am schwersten in Mitleidenschaft gezogene Frau Rau bereits ihren schweren Verletzungen erlegen.
Landkreis Gießen.
Hc K l e i n - L i n d e n, 13. April. Durch die dies« jährigen Konfirmanden wurde in unserem Dorf ein« Sammlung von Eiern oorgenommen. Das Ergebnis der Sammlung, 453 Eier, kam als Öfter« gäbe unserer Gemeinde dem evangelischen Schwesternhaus in Gießen und der hiesigen Schwestern- station zugute.
* K l ei n-Lin den, 14. April. Der Gesell- schaftsverein „Burgundia", einer der ältesten dieser Art in der Umgebung, begeht am l^Iuni d. I. sein 5Ojähriges Stiftungsfest in oorm eines Gartenfestes' Von einer.größeren Feier muhte man absehen, da noch mehrere größere Feste in diesem Jahre in Klein-Linden stattfinden.
x Wieseck, 15. April. Der Palmsonntag klang in unserer Kirche aus in einer Lichtbild- st u n d e, die Bilder wurden von Gemeindegesang begleitet. Aus der Reihe „Die Kunst im Dienste des Evangeliums" bildete den ersten Teil des Abends eine Passionsliturgie: „O Haupt voll Mut und Wunden" mit Bildern von alten und neuen Meistern! ihr folgte das Vaterunser mit Bildern von Ludwig Richter; den Schluß bildete ..Vom Heilsrat Gottes", ein Gang durch
Oberheffen.
Gemeinderat in Grünberg.
*r Grünberg, 15. April. Zu der jüngsten Gemein deratssihung, die unter dem Vorsitz des Beigeordneten Keller in Anwesenheit von elf Gemeinderäten stattfand, war Baurat Wagner vom Hochbauamt Gießen als Sachverständiger zugegen. Der neu aufgestellte Ortsbauplan für das Heegviertel ist vom Ministerium begutachtet und dabei empfohlen worden, infolge der vielen kleinen Grundstücke, deren verschachtelte Lage keine geeigneten Bauplätze ergibt, das Bauland-llmlage- verfahren anzuwenden. Daurat Wagner erläuterte an der Hand des diese Sache behandelnden Gesetzes von 1927 das Verfahren, das in vieler Beziehung der Feldbereinigung ähnelt, sich aber nur auf ein begrenztes Gebiet erstreckt. Der Vorteil ist darin zu sehen, daß zunächst aus den als Masse zusammengelegten Grundstücken für die Gemeinde das zu Straßen benötigte Gelände ausgeschieden, und daß das Gartengelande der Besitzer als baureifes Gelände an dio Straßen gelegt wird Besitzer von kleineren Grundstücken fallen aus. ihr Gelände wird zu Massengrundstücken vereinigt, mit deren Erlös fie entschädigt werden. Nötig zur Eröffnung des Verfahrens ist die Zustimmung eines Fünftels der Grundbesitzer, die über ein Drittel der Fläche im Besitze haben. Die Aussprache hierüber war sehr ausgedehnt, vor allem wollte man Auskunft über di« Kosten dieses Verfahrens haben. Zu einer Beschlußfassung kam es nicht, der Gemeinderat will zunächst nochmals eine Orts- besichtigung vornehmen und in einer weiteren Sitzung dann darüber verhandeln. Baurat Wagner erklärte sich zur Teilnahme bereit und holst, dann auch wohl Auskunft über die Kostenfrage geben zu können.
Aus die dringende Eingabe mehrere Anlieger der LondorferStratze will die Provinzial- stratzenvcrwaltung einen Betrag für 06er- f l ü ch e nbehandlung (Teerung) dieser Straße im nächsten Voranschlag vorsehen sofern die Gemeinde ein Drittel der Kosten übernimmt Wie der Beigeordnete mitteilte, sollen dafür . 1000 Mk in den Voranschlag der Stadt eingestellt werden
Ein städtisches Grund st ück an der Londorker Straße, über der Bahn gelegen, in Größe von 192 Quadratmeter, das Architekt Balser käuflich erwerben will, soll zur öffentlichen Versteigerung kommen, da noch andere Liebhaber vorhanden sind
Gemeinderat in Büd ngen.
II Büdingen, 11 April. Aus ber jüngsten Gemeinderatssitzung ist u. a. zu berichten Mit Wirkung vom 30 April 1930 wurde
stand der Unbekannte still, als ob er antworten wollte, dann lief er mit rasender Geschwindigkeit quer über die Straße. Peter verfolgte ihn, aber ber Vorsprung des andern war zu groß. Die Flucht schien zu glücken, als plötzlich von irgendwoher eine behelmte Gestalt auftauchte. Ein Lichtstrahl blendete den Mann, eine feste Hand ergriff ihn am Kragen und warf ihn zu Boden. Rach einem kurzen Kampf war er überwältigt.
„Alles in Ordnung", sagte eine rauhe Stimme, als Peter anfam. „Es ist ein Dieb!"
Von Rechts wegen darf kein Polizist die Taschen eines Gefangenen durchsuchen, bevor et ihn in die PoliAeistation gebracht hat. Aber dieser Beamte schien böse Erfahrungen gemacht zu haben und war vorsichtig. In ber letzten Zeit waren in Kensington viele Raubüberfälle von bewaffneten Dieben ausgeführt worden. Erst als er sich davon überzeugt hatte, daß ber Mann mit Ausnahme eines kurzen Stemmeisens keine gefährlichen Waffen bei sich trug, brachte er ihn zur Station. Peter ergriff den Mann an einem Arm, ber Polizist am andern.
..Sind Sie ber Herr, nach dem ich aus war?" fragte der Gefangene, als sie sich der Polizeistation näherten. „Heißen Sie Dewin?"
„Ja, ich bin das arme Opfer", sagte Peter vergnügt.
„Ich verstehe nicht, wie Sie mich hören konnten."
In der Stimme des Mannes klang ein verzweifelter Unterton.
»Ich habe doch gar kein Geräusch gemachtl Diese gewöhnlichen Polypen wissen nichts von mir, aber der Inspektor wird mich sicher wiedererkennen I"
„Run halten Sie bloß den Mund von Polypen". rief ber Polizist böse. „Ich habe Sie sofort wiedererkannt. als ich Ihr häßliches Gesicht sah! Sie sind Lightfoot Jerry."
Der Gefangene schluckte verlegen.
„Habe nie geglaubt, daß ein Polyp auch waS weiß!"
„Ich war auf dem Polizetgericht von Westlondon, als Sie das letztemal verurteilt wurden". sagte der Beamte mit Genugtuung. „Gesichter, die ich einmal gesehen habe, vergesse ich nie wieder."
„Merkwürdigl" sagte Jerry sarkastisch.
Als sie in den erleuchteten Wachtraum ber Po- lizeistation tarnen, begrüßte der diensttuende Polizeunspektor Jerry sofort als einen alten Bekannten, aber seine Worte waren nicht sehr freundlich.
„Was, Jerry, Sie unterstehen sich, hier in meinem Bezirk eine Sache zu drehen?" sagte er böse und vorwurfsvoll. „Solche Frechheit hat sich noch niemand horausgenommen!"
(Fortsetzung folgt.) *
wieder zu Bett legen, als er plötzlich sah ober wenigstens zu sehen glaubte, daß sich eine dunkle Gestalt aus dem Schatten ber Mauer löste, über ben kleinen Rasenplatz schlich und im Schatten ber gegenüberliegenden Wand verschwand
Er lehnte sich weiter zum Fenster hinaus und schaute angestrengt in die Dunkelheit. Als er seine Hand ausstreckte, um sich auf die Fensterbank zu stützen, berührte er einen kalten Gegenstand. Es war ein Stahlhaken, ber an Stelle einer scharfen Spitze einen Gummiring batte Er versuchte, ben Haken wegzuziehen, aber er war festgemacht. Der harte Gummi muhte die Form eines hohlen Saugnapfes haben, so daß der Haken nicht von der Fensterbank abgleiten konnte Mit einem kräftigen Ruck riß er ihn los unb zog den Haken und alles, was daran hing, ins Zimmer. Es war eine leichte Leiter aus zähem, aber dünnem Bambus verfertigt und mindestens zehn Fuß lang, so daß Peter Mühe hatte, sie ganz ins Schlafzimmer zu ziehen.
Vorsichtigerweise hatte er das Licht nicht an- gedreht, und sobald die Leiter ganz im Zimmer war, schlich er sich leise zum Kamin und nahm seine große elektrische Handlampe, die für alle Fälle dort bereit stand. Dann zog er sich schnell an und ging zu dem offenen Fenster zurück, von wo aus er plötzlich ben kleinen Hinterhof beleuchtete.
Er konnte nichts entdecken, aber es war leicht möglich, daß sich der Eindringling hinter dem niedrigen Fahrräderfchuppen verborgen hielt, der an die eine Mauer angebaut war, denn in dieser Richtung hatte er die Gestalt verschwinden sehen.
Der Mann konnte auf verschiedene Weise in ben Hinterhof gekommen sein. Längs ber kurzen Straße, in der Peters Wohnung lag, lief eine breite Mauer, die die Vorderhäuser von den Rückgedäuden trennte, und auf diesem Wege konnten Einbrecher leicht hereingelangen. Sie mochten aber auch die einfachere Methode gewählt haben die Mauer zu überklettern, von der der frühere Eindringling heruntergefprungen war. Das Haus war gleich dem Mr. Beates ein Eckhaus
Peter leuchtete die Mauer sorgfältig ab und entdeckte noch eine zweite Hakenleiter, die von einer anderen Fensterbank herabhing.
„Immer geheimnisvoller!" murmelte er, schloß das Fenster und kleidete sich rasch im Dunkeln an. Qllle Müdigkeit war von ihm gewichen. Er spürte nur ein leises Summen im Kopf, bas die natürliche Warnung dafür war. daß er die Grenze feiner physischen Kräfte nahezu erreicht hatte
Fünf Minuten später war er aus dem Hause In ber einen Hand trug er eine Lampe, in ber anderen einen Spazierstock. Als er sich zu der Ecke wandte, sah er einen Mann von der Mauer springen unb riej ihn an. Eine Sekunde lang
„Hinter wem sind Sie denn schon wieder her? Ich sah Sie neulich mit Mr. Hugg - das ist einer unserer ältesten Bekannten", begrüßte ihn der Sergeant. „Suchen Sie etwas Besonderes in meinem Bezirk, ober sink) Sie einer großen Sache auf ber Spur?"
„3dj verfolge ben Mord an Farmer", sagte Peter.
Der anbere nickte nur verständnisvoll.
„Er hatte hier früher das Lokal „Rose unb Krone" unb ich bin fest davon überzeugt, daß er es nur als Aushängeschild für wer weiß welche verbotenen Geschäfte benützte."
„War er damals verheiratet?"
„Tlein, er wohnte hier niemals mit einer Frau zusammen, obgleich er mit einem oder zweien ber Mädels sehr intim war."
Peter erwähnte die Lewstons, aber ber De- teftio reagierte nicht darauf.
„Von denen habe ich nie etwas gehört" sagte er.
Sie schritten zusammen durch eine lange, dunkle Straße Der Sergeant blieb stehen unb zeigte auf ein Haus.
-Dort ist die „Rose unb Krone"."
Das kleine, schlecht aussehenbe Gasthaus, Hessen Senster nicht erleuchtet waren, stand an ber Ecke einer Nebenstraße.
„Farmer wohnte damals hier, die Gegend wird noch berühmt werden", meinte ber Delek- roÜckch „Die größte Streife nach einer 5alfd)munjerbanbe, ble jemals in dieser Gegend auägefubrt wurde, hatten wir in diesem Haus “
„Meinen Sie William Lane?"
Sie erinnern sich des Falles noch - ja.
Gingen ihn mit all seinen Druckmaschine, seinen Photo- graphischen -Apparaten und mehreren tausend Stuck französischer Banknoten, die zur Ausgabe bereit lagen. Irgend jemand verriet uns die Sweeney kam mit einer großen DDn Scotland Varb. Um elf Uhr abenbS drangen wir in das Haus ein unb überragten Qane auf frischer Tat Er hat wohl sieben Jahre bekommen - Farmer war ber Hauptzeuge gegen ihn."
erzählen?" f°nft etwas von Lane
Der Sergeant schüttelte den Kopf, als sie lang- das Haus zugingen in dem sich die ^.ragöbte abgespielt hatte.
„cnein, nicht Diel, er hat erst drei ober vier Machen dort gewohnt, bevor wir die Haus-
sowie für bas infolge Wegzugs ausscheidende Aufsichtsratsmitglied Buchhändler Karl Seim sind in der am 16. April stattsinbenden Generalversammlung Neuwahlen erfvrberlich. Die Kasse ist Mitglieb des von Schulze-Delitzsch gegründeten Deutschen Genossenschaftsverbandes. — Der hiesige' Mehgermeister Karl Hof» mann Ii., Vorstandsmitglied ber Freiwilligen Feuerwehr, erhielt vom ReichspräsiOenten von Hinbenburg ein Glückwunschschreiben anläßlich seiner 51jährigen Tätigkeit bei ber Feuerwehr, bas seine treuen Dienste, sein vor- bilbliches Pflichtbewuhtsein und seine hingebende Arbeit hervorhebt.
Volksbank Büdingen.
* Büdingen, 14 .April. Die hiesige Volksbank e. G. m. b. H. hielt am Samstag ihre diesjährige Generalversammlung ab. Nach- dem der Vorsitzende des Aufsichtsrats, Notar Keil, die Erschienenen begrüßt hatte, gab das Vorstandsmitglied Schuch einen Ueberblcf über bie derzeitige gesamte Wirtschaftslage und ging daraus im besonderen auf die Lage ber Volksbank ein. Er konnte über die erfreuliche Weiterentwicklung ber Bank berichten unb wies am Schlüsse seiner Ausführungen darauf hin, bah auch im neuen Geschäftsjahr 1930 die Weiterentwicklung eine günstige fei. Die Bilanz, über bie im „Gieß. Anz." Nr. 65 vom 10. April bereits berichtet wurde, sowie bie Verteilung des Gewinnes wurde, wie von ber Verwaltung vorgeschlagen, genehmigt unb dem Vorstand unb Aufsichtsrat Entlastung erteilt. Der Vorsitzende erklärte noch, obwohl bie Bank zu einer Aufwertung bet alten Spareinlagen nicht verpflichtet sei, würde die Bank es als ihre Ehrenpflicht betrachten, eine Aufwertung vorzunehmen. Bis jetzt sind schon 10 Proz. in einem dafür gebildeten Aufwertungsfonds vor- Händen, und man glaubt, daß bis zum 1. Januar 1932 die Aufwertung ber Spareinlagen in gleicher Höhe wie bie der Sparkasse oorgenom- men werden könne. Die Aufwertung der Geschäftsanteile mit 12V2 Proz. ist bereits vor einigen Jahren erfolgt, die aufgewerteten Beträge nehmen bereits an ber Dividende teil.
Sängeriag in Freienseen
* Freien seen, 10. April. Dieser Tage fand hier eine Tagung des Gauvorstanbes und M u s i k a u s s ch u s s e s des Gaues Ohm-Lumbatal im Hessischen Sängerbund statt, in welcher die endgültigen Richtlinien für den am 25. Mai stattfinden- ben Gaulieder tag eingehend beraten wurden. Jiad) Erledigung einiger wichtiger Gauangelegenheiten wurde mit dem Vorstand des Gesang- Vereins F r e i e n s e e n das Programm für den Gauliedertag durchgesprochen Wie schon früher gemeldet, findet das Gauwertungssingen in der geräumigen, durch gute Akustik bekannten Turnhalle statt An dem Singen beteiligten sich 28 Gauvereine mit über 1000 Sängern Der aufgegebene Chor „Mein Lied" wird nur von 5 Vereinen gesungen, welche durch das Los bestimmt werden, außerdem singt jeder Verein als freigewähltes Lied ein Volkslied oder ein Lied im Volkston. Die Kritik wird durch Reallehrer Blaß ausgeübt Als Eintritt für Nichtmitglieder zum Wertungssingen wurden 50 Pf festgesetzt Mit der Reichsbahn soll zwecks Einlegung -eines Extrazuges verhandelt werden, welcher in Gießen zusammengestellk wird und über Lollar, Londorf. Grünberg, Mücke nach Freienseen gehen soll. Ankunft in Freienseen gegen 7 30 Uhr. Dor dem Wertungssingen wird an dem Gefalle- n e n benf mal in Freienseen, das in unmittelbarer ^ahe der Turnhalle steht, ein F e st g o 11 e s d i e n st stattfinden Das Wertungssingen beginnt um 8.15 Ufyr Anschließend wird eine kurze mündliche Kritik durch den Wertungsrichter stattstnden Außerdem wird jedem Verein, wie alljährlich, eine eingehende schriftliche Kritik zugestellt Am Nachmittag findet em großer F e st z u g , anschließend eine Massen- funbgebung des Gaues durch Singen von zwei
! Oberstadtkasseassistent Karl Eberharb in den • Ruhestand verseht. — Die Erbauung einer größeren Markthalle auf dem neuen Marktplatz muhte abgelehnt werben, da zur Zeit die Mittel fehlen. — Für die Ausstattung des für Juni geplanten großen Jubiläums- marktes wurde ein Kredit bewilligt. — Weiter wurde beschlossen, daß die Stabt zu den Kosten einer durch die Reichspostverwaltung zu betreibenden Autolinie von Büdingen nach Wenings beiträgt. — Der am 1. März erfolgten Verpachtung des Jagdbezirks II wurde die Genehmigung erteilt. — Der Sahungsentwurf über das Kuratorium der Gewerbeschule wurde genehmigt, außerdem wurde dem Künstlertheater ein kleiner Zuschuß bewilligt. ,
Gemeinderat in Gedern.
I Gedern, 14. April. Aus der jüngsten Sitzung des G e m e i n b e r a t s ist u. a. zu berichten Dem Musikverein wurde auf seinen Antrag das diesjährige Marktkonzert übertragen Im nächsten Jahre soll die andere hiesige Kapelle berücksichtigt werden. - Ein Antrag, ben diesjährigen P r ä m i i e r u n g s m a r k t wieder auf zwei Tage auszudehnen, wurde abge- lehnt. Der Markt soll nur Dienstags stattfinden.
Heber eine Wasserleitungsanlage auf dem Friedhof soll noch einmal verhandelt werden. Es wäre zu begrüßen, wenn man die Wasserleitung bis auf den Friedhof fortführen würde. - Von der Einführung der Reichsverdingungsordnung wurde Abstand genommen. - Die Reichsbahnbirektion Frankfurt wünschte die Herabsetzung des W a ssergelbesfür Lokomotivwasser. Seither wurden bei einem Verbrauch von über 10 0Ö0 Kubikmeter 16 Pfennig pro Kubikmeter, darunter 20 Pf. pro Kubikmeter bezahlt. Die Preise wurden auf 12 bzw. 16 Pf herabgesetzt.
Vorschubverein Grünberg.
+ Grünberg, 14. April. Der Vorschau ßver ein Grün berg c. G. m. b. H. veröffentlicht soeben seinen Geschäftsbericht für das Jahr 1 929, sein 67. Geschäftsjahr. Danach befand sich ber Geschäftsverkehr im abgelaufenen Jahr in aufwärtsschreitender Entwicklung. Der Hmsatz stieg von 9 568 463.38 Mk. in 1928 auf 10 284 876.04 Mk. Die Bilanzsumme erhöhte sich von 596 804.29 Mk. auf 635 710.63 Mark, wobei zu bemerken ist, daß es möglich war. bie Ende 1928 noch rund 43 000 Mk. betragenen Bankschulden abzutragen. Die Spareinlagen sind von 386 455.82 Mk auf 456 796.52 Mark gestiegen, bie Einlagen in laufender Rechnung sind mit 83 439.67 Mk. angegeben. Die Geschäftsguthaben betragen 57 210.72 Mk., die Rücklagen weisen ben Stand von 26 195.45 Mk auf Bon den Dermögensteilen sind bie sofort greifbaren Vermögenswerte wie Kasse. Postscheckkonto unb Guthaben bei Banken mit 23 675.77 Mk. angegeben, weiter finb aufgeführt. Wertpapiere 66 006.80 Mk.. Wechsel 68 901.72 Mark Darlehen 123 961.40 Mk., Forderungen tn laufender Rechnung 234 051.42 Mk., Forde» rungen aus aufgetoerteten Hypotheken 91 652.24 Mark Geschäftshaus 12 000 Mk., Beteiligung bei anderen Genossen'chaften 10 000 Mk. Der Reingewinn wird mit 7311.29 Mk. ausgewiesen, wovon 9 vorn Hundert Dividende auf 40 475 Mk eingezahlte Geschäftsguthaben mit 3642,75 Mark Sur Verteilung gelangen sollen, ferner sollen 1060 Mk zur gesetzlichen Rücklage und 2608.54 Mark zur Hilfsrücklage zugeschrieben werden. Die Mitgliederzahl betrug Ende 1928 = 456, es schieden 13 aus, 42 traten neu ein, so bah Ende 1929 ber Mitglieberstanb 485 betrug Die Haftsumme beträgt für einen Geschäftsanteil 300 Mk., mithin bie Haftsumme ber Mitglieder insgesamt 145 500 Mk. Im Berichtsiahre starb das langjährige Vorstandsmitglied Georg Bon-Gif f. Gr gehörte seit 1893 dem Aufsichtsrat an und wurde 1908 in den Vorstand gewählt. Für ihn, suchung abhielten. Keiner der Nachbarn kannte ihn er ging immer nur spät in der Nacht aus Damals führte noch ein Küchenausgang in eine kleine Hinterstraße, unb wir vermuteten, daß er feine Maschinen unb seine Druckpresse auf diesem Meg in die Wohnung geschafft hatte Als wir ihn festnahmen sagte er nur .Ich bin allein für alles verantwortlich!' Er nahm sich nicht einmal einen Rechtsanwalt zur Verteidigung, bis der Richter einen jungen Anwalt aufforberte. den Prozeß für ihn zu führen."
Der Sergeant wußte weder etwas von Erewes eigentlichem noch von seinem angenommenen Namen.
-Es ist sehr schwer, diesen Leuten auf der Spur Su bleiben Dieses Haus ist nacheinander der Sitz von sechs ber berüchtigtsten Banden Londons gewesen, unter denen sich sogar recht feine Leute befanden Es ist mehr Kokain hier hereinge- schmuggelt worden als in den ganzen Distrikt von Limehouse, unb von hier aus wurden mehr gestohlene Automobile über See gesandt als auf ehrliche Weise verkaufte Maschinen von Southampton!"
Von ber gefieberten Schlange hatte er nichts gehört, bis er in den Zeitungen von der Ermordung Farmers las
„Es ist ein ganz merkwürdiger Fall Ich glaube daß sich jemand an Farmer rächte, den er ins Gefängnis gebracht hat."
Plötzlich kam ihm ein Gedanke.
„Ich bin gespannt, ob es nicht Lane ist. Der mußte letzten Sommer entlassen werden, und hatte Grund genug, einmal mit Joe abzurechnen!"
Peters Nachforschungen waren noch nicht zu Ende, als er sich von dem Polizeibeamten trennte Er kam erst um drei Hhr morgens nach Hause unb war so erschöpft, daß er kaum bie Kraft unb Energie hatte, sich auszuziehen.
Er war stark übermüdet, unb seine Gedanken arbeiteten nervös weiter, obgleich er sich kaum noch rühren konnte. Er fand keinen Schlaf.
17.
Er hatte schon ähnliche schwierige Fälle erlebt, aber es war ihm noch nie vorgekommen, daß er deshalb nicht mehr schlief. Er nickte ein, schreckte toteber auf unb wälzte sich ruhelos in seinem •öett hin unb her. Gerade war er wieder am Einschlafen, als er am Fenster ein Geräusch SU hören glaubte.
®r stand auf, zog vorsichtig und leise die Jalousie ein wenig hoch unb sah hinaus. Es war eme sternenklare, kalte Nacht Ec schaute in den kleinen Garten auf ber Rückseite des Hauses - harten formte man eigentlich dieses winzige, mit Gras bestandene Fleckchen Erde nicht nennen, das von bem schmalen, kümmerlichen Streifen eines Blumenbeetes eingesäumt wurde. Schließ- ( « an~ kindisch, im Schlafanzug am < oiieneu Fenster zu stehen, unb wollte sich eben :
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