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O Holzheim, 15. Ian. In der V e r s v r g u n g unseres Ortes mit Elektrizität herrschen zur Zeit unhaltbare Zu stände. Obwohl seit Februar 1929 alle Bedingungen zur Unistellung unseres Ortsnetzes von 110 auf 220 Volt erfüllt find, vertröstet das Ue b e r l a n d m e r k Oberhessen unsere Einwohner mit dieser Umstellung immer wieder. Nach einer neueren Erklärung des lieber- landwerkes kann jetzt vor April keine Rede von der Umstellung mehr sein. In den Häusern hat man besonders in den frühen Abendstunden eine elek­trische Beleuchtung, die geradezu zum Erbarmen ist. Die Anschaffung elektrischer 'Apparate ist bei diesem Strom überhaupt unmöglich bzw. vorhandene Appa­rate können nicht benutzt werden. Das; unter diesen Umständen unsere Einwohnerschaft gegen das Ueber- landwerk sehr verstimmt ist, wird jedermann klar sein. Es wäre angebracht, wenn von maßgebender Seite der Provinzialverwaltung hier eingegriffen, würde.

Amtsgericht Gießen.

' Gießen. 15. San. Wegen einer gering- .gigen Verfehlung gegen die Straßenverkehrs» aronung erhielt ein junger Fuhrnrann aus der Umgegend die niedrigst zulässige Ee.dftrafe; er hatte versäumt, sein auf der Landstraße fahren- des Fuhrwerk mit einer Aufschrift zu versehen, aus der Rame und Wohnort des Tesitzers zu erkennen war. Seinem ungebührlichen Benehmen dem Polizeibeamten gegenüber, der den Mangel der Aufschrift feststellen wollte, hat er es zu ver­danken, daß er noch eine weitere Geld­strafe von 20 Mk. erhielt. Er leistete dem Haltruf des Beamten keine Folge. Als dann später das Fuhrwerk stand, stellte er sich diesem mit erhobener Peitsche in drohender Haltung gegenüber. Diese veranlaßte den Polizeibeamten, ihm ein paar Ohrfeigen zu versehen. Er war fraglos hierzu berechtigt, da er nach der ganzen Situation einen Angriff des Angeklagten be­fürchten muhte, und seine Autorität auf dem Spiel stand. Daß die Aichtbeachtung des Halt­rufs eines Polizeibeamten bei derartigen Ge­legenheiten unter Strafe gestellt ist, leuchtet ein.

Ein Kaufmann begegnete zufällig am hiesigen Bahnhof einem Schuldner und verlangte von ihm Zahlung, die dieser verwe'gerte. Es kam zu Strei­tigkeiten zwischen beiden: der Gläubiger wurde gegen den Schuldner tätlich. Ein Wachtmeister griff ein. Da der Gläubiger die Angabe feine< Personalien verweigerte, wurde er festgenommen, um, da er freiwillig nicht ging, auf die Wache transportiert zu werden. Qluf dem Wege dort­hin leistete er heftigen Widerstand, stemmte sich gegen den Boden, hielt sich an den Türen der Sperre fest u. dgl. m. Aus der Wache gab er schließlich seine Personalien an, verließ diesL aber dann nicht, obwohl er wiederholt zum Be^ lassen ausgefordert worden war. Er drohte auch mit Totschießen und schlug einem Polizeibeamten ins Gesicht. Bon der Straße aus versuchte er dann nochmals in die Wache einzudringen. We­gen Widerstandes gegen die Staatsgewalt und Hausfriedensbruchs erhielt er insgesamt eine Geldstrafe von 100 Mark.

(kingesandt

(Für Farm und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)

Auch Nebengassen wollen gereinigt werden!

Ich möchte anfragen, wer für die Reini­gung kleiner Aebenwege zu sorgen hat. Sch glaubte, die Reinigung sämtlicher Straßen und Gassen wäre Sache des städtischen Amtes für Straßenreinigung. Täglich komme ich durch den Verbindungsweg Os w o l dsgarten Mühlstraße, allmählich ekelt man sich durch- zugchen, ich wundere mich nur, daß kein An­wohner sich wehrt. Seit zwei bis drei Wochen liegt eine' tote Katze in dem Weg, Unrat aller Art, der nie entfernt wird, bezeugt es der städtischen Straßenreinigimg, daß nie dort ge­reinigt wird. Beim geringsten Regen zieren Pfützen den Weg, niemand bemüht sich um die geringste Ausfüllung durch Sand. Ein schmaler Durchgang macht das Passieren des Weges eben noch möglich. Am Montag benutzten Leute den Weg als Bedürfnisanstalt. 3d) bin überzeugt, daß cs nur dieses Hinweises bedarf und es er­folgt sofort Abstellung, aber eines solchen Hinweises dürfte es in Gießen eigentlich nicht beSürfen. ______________ z-

Sprechstunden der Redaktion.

11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstag nachmittag geschlossen.

141

irisches?.

Gläubigerversammlung bei der Javag.

Eine vorläufige Quotenschahung von nur 21k- o. h.

In der gestrigen Gläubigeroersammlung der Frankfurter Allgemeinen Versiche­rn n g s - A. - G., zu der annähernd 200 Gläubiger aus dem In- und Ausland erschienen waren, wurde von dem neuen Vorstand der Gesellschaft eine Quo­tenschätzung an Hand der noch nicht definitiv er­mittelten Abschlußzisfern von Ende des vergangenen Jahres vorgelegt. Rach dieser Schätzung übersteigen die Passiven die Aktiven um nicht weniger als 57,9 Millionen Mark, und die Qn o t e ste l l t s i ch a u f nur 21 v. H. Allerdings ist dabei der Kaufpreis der Allianz wegen der noch nicht erfolgten Eini­gung mit dieser nicht berücksichtigt. Immerhin ist eine Verschlechterung der Verhältnisse eingetreten, wie sie wohl von den größten Pessimisten kaum erwartet worden war. Es soll nun versucht werden, von dritter Seite Beihilfe zu einer Ver­besserung der Quote zu erlangen, um den Gläubi­gern einen wenigstens einigermaßen annehmbaren Vergleich anbieten zu können. Wie erklärt wurde, haben jedoch die Verwaltunasbanken eine Ent­schließung dazu noch nicht gefaßt. In der Versamm- lung kam cs zwischen den verschiedenen Gläubiger­vertretern zu einer recht lebhaften Debatte. Dor allem wurde kritisiert, daß die Verwaltung erst etwa ein halbes Jahr nach dem Zusammenbruch des Kon­zerns daran gedacht hat, die Gläubiger über die Verhältnisse eingehender zu informieren und zur Mitarbeit anfzufordern. In der Diskussion kam auch bei den Ausführungen der Mehrzahl der Gläubitzer- vertreter die taktische Stellungnahme der Gläubiger zum Ausdruck, lediglich der Wahl eines G 1 ä u - vigerkomitees zuzustimmen, das nur den Zweck Hat, sich über die Verhältnisse bei der Gesell- fdjaft zu informieren, nicht aber in die Abwicklung selbst einztigreifen. Damit wollen die Gläubiger der Gefahr ans dem Wege gehen, die von der Verwal­tung bis jetzt getroffenen Maßnahmen gutzuheißen. Die meisten Redner sprachen sich für ein Ver­gleichsverfahren aus, bei dem für die Gläu­biger mehr zn erwarten fei, als bei einem Konkurs. Rach mehrstündiger Dauer der Versammlung wurde schließlid) einstimmig beschlossen, ein 1 5 k ö p f i g e s G 1 ä ii b i g e r f o m i t e e zn bilden, bestehend aus je fünf Vertretern der Versicherungsgläubiger, der inländischen Finanzgläubiger und der ausländischen Finanzgläubiger. Dieses Komitee hat die Verhält­nisse bei der Favag zu prüfen, zu Verhandlungen über den Vergleichsvorschlag oder zur Mitwirkung bei der Abwicklung ist es jedoch nicht befugt. Sein Mandat endet nach Vorlage des Vergleichsvor- fchlags, spätestens aber am 15. März, für welchen Tag eine neue Glälibigervsrsammlung einzuberu- fen ist.

'S i e Arbeits Marktlage im Reich. Aach dem Bericht der Reichsanstalt für die Zeit vom 6. bis 11. Sanuar über die Arbeitsmarktlagr ist die anhaltend milde Witterung nicht ohne Ein­fluß auf den Arbeitsmarkt geblieben. Sie hat zwar das Anwachsen der Arbeitslosigkeit nicht hindern können, aber sie hat das Tempo der Verschlechterung gegenüber den Vorwochen ver­langsamt. Sn dem Ansteigen der Zahl der Haupt- unierstützungsempfänger in der versicherungs- mäßigen Arbeitslosenunterstützung kommt die Ver­langsamung in der Zunahme der allgemeinen Ar­beitslosigkeit innerhalb der Berichtswoche noch nicht zum Ausdruck, denn in ihr wirkt sich noch die starke Verschlechterung der Vorwochen aus. Sie betrug am 8. Sanuar rund 1 920 000, ent­sprach also ungefähr dem Stande zur gleichen Zeit des Vorjahres.

* Torpedo Fahrräder und Schreib­maschinen Weilwerke A. G., Frank­furt a. M. - R ö d e l h e im. Die G.-V. ge­nehmigte den bereits bekannten Abschluß mit 8 (6) Proz. Dividende, lieber den Verlauf der ersten 6 Monate des neuen Geschäftsjahres wurde mitgcteilt, daß das Fahrradgeschäft weiterhin nidjt befriedige. Man sei bemüht, den Absatz zu halten, oder, wenn möglich, durch Verbesserung Der Organisation zu erhöhen. Das Motorrad­geschäft habe sich nicht unbefriedigend entwickelt, falle aber für das Geschäftsergebnis nicht erheb­lich ins Gewicht. Das Hauptaugenmerk sei auf das Schrcibmaschinengeschaft gerichtet, in dem der Erfolg der Gesellschaft liege. Die allgemeinen wirtschaftlichen Verhältnisse seien naturgemäß auch hier zu spüren. Verhandlungen über größere Abschlüsse mit dem Ausland seien im Gange. Don Aktionärseite wurde, wie schon in früheren Sah-

ren, die Einführung der Aktien der Gesellschaft an der Frankfurter Börse angeregt. Die Ver­waltung erklärte dazu ihre prinzipielle Geneigt- !>eit, ohne sich hinsichtlich des Zeitpunktes der Einführung festzulegen.

* Emaillierwerk A.-G., Fulda. Die Emaillierwerk A.-G., Fulda, ist mit einer hollän­dischen Firma vertragliche Bindungen eingegan­gen. Hierdurch ist eine fühlbare Linkostenver­billigung und eine wesentliche Steigerung der Leistungsfähigkeit des schon bisher zu den größ­ten europäischen Emaillierwerken zählenden Ful­daer Werkes erreicht worden.

* A. G. Eharlo11enhü11e, Berlin. Die G.-D. setzte die Dividende auf 15 (i. 05.12) v. H. fest. Generaldirektor Dr. Bögler gab ein Bild von der Entwicklung dec 1926 an die Vereinigten Stahlwerke übergegangenen ehemaligen Sieger­länder Werke und Beteiligungen der Charlotten- Hütte. Danach haben fid> die Siegerländer Be­triebe unter der Zusammenarbeit mit der Ruhr günstig entwickelt. Die Erzförderung ist von 55 000 Tonnen monatlich im Safjre 1926 auf 85 000 Ton­nen, die Grobblecherzeugung um fast 60 v. Sy, die Erzeugung an Feinblechen um 30 v. H., an verzinkten Blechen und Weißblechen um rund 60 v. H. gestiegen. Die Verarbeitung von Fein­blechen zn Blechwaren aller Art wurde verdrei­facht. Es ist gelungen, die Delegsa-aft von 7800 auf rund 10 000 Köpfe zu erhöhen und das Durchschnittseinkommen der Arbeiter um über 25 v. H. zu steigern. Der Gesamtumsatz konnte von 73 Mill. Mk. in 1926 auf 102 Mill. Mk. m 1929 gesteigert werden. Man ist weiter bemüht, billiges Gas und billigen Strom den Sieger» länter Werken zur Verfügung zu stellen, um da­durch eine neue, wesentlich wirtschaftlichere Basis für das Siegerland in Zusammenarbeit mit der Ruhr zu schaffen.

Frankfurter Börse.

5 r a n E f u r t, 16. Son. Tendenz: zurückhaltend.

- Sm Vormiltagsverkehr war die Tendenz wie­der f c st, nachdem an der gestrigen Abendbörse auf verschiedene Gerüchte hin eine Abschwächung eingetreten war. Das Geschäft war aber nur bescheiden. Zu Beginn des offiziellen Mark­tes trat wieder ein Tendenzumschwung ein. Es machte sich verschiedentlich Abgabeneigung geltend, so daß die hohen vorbörslichen Kurse nicht gehalten werden konnten, obwohl der Stand der Haager Konferenz günstig liegt und sie ihrem Ende entgegengeht. Das Geschäft hatte erheblich an Umfang eingebüßt, obwohl niemand einen stichhaltigen Grund für den neuen Rückschlag der Börse anführen kann. Es wird gemutmaßt, daß mit einer Diskontermäßigung der Bank von Eng­land heute nicht zu rechnen sei, was auf den Mehrbedarf an Mediogeld zurückzuführen ist. Die Mitteilungen aus der Gläubigerversammlung der Frankfurter Allgemeinen Versicherungs- Aktien-Gesellschaft wurden besprochen und hinter­ließen nicht gerade den günstigsten Eindruck. Das dürften im wesentlichen die ersichtlichen Gründe der heutigen Zurückhaltung gewesen fein. 3m Grundton der Börse war aber eine unver­mindert starke Widerstandsfähigkeit zu erkennen, denn obwohl die Kurse nachgaben, waren gegenüber der gestrigen Abendbörse zumeist immer noch Besserungen zu verzeichnen. Am Elek- tromarkt eröffneten Licht und Kraft und Gesfürel je 1 Proz., Schuckert und Siemens 1,5 Proz. fester. Deutsche Linoleum gewannen 3 Proz. Am Chemiemarkt zogen Farben zur Erstnotiz weiter 1,5 Proz. an, während Rütgerswerke und Verein für Chemische Sudustrie 1,5 Proz. nachgaben. Der Montanmarkt lag uneinheitlich. Gelsen­kirchen, Mannesmann und Stahlverein konnten bis 1,5 Proz. gewinnen. Rheinstahl waren etwas niedriger. Kaliaktien bis 2,5 Proz. abge­schwächt. Banken und Schisfahrtsaktien bis 1 Proz. schwächer. 2Iiu 1 Proz. fester. Arn Bauunter- nehmungsmarkt lagen Wayß & Freytag 2 Proz. niedriger. Am Rentenmarkt konnten Altbesitz weiter anziehen. Sm Verlaufe war die Tendenz unsicher, verschiedentlich kam noch Material her­aus. Die Aufnahmelust war gering, so daß gegenüber dem Anfang erneute Abschwä­chungen einlratcn. Deutsche Linoleum gaben 4, Licht und Kraft 2, Siemens 3 und Farben 1 Proz. nach. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 7,5 Prozent gesuchter. Am Devisenmarkt nannte man Mart gegen Dollar 4,1860, gegen Pfund 20.386, London-Kabel 4,8670, gegen Paris 123,92, gegen Mailand 93,00, gegen Madrid 36 625, gegen Schweiz 25,15, gegen Holland 12,1090.

Berliner Börse.

Berlin, 16. San. Trotz höherer Kurse war die Tendenz im heutigen Vormittagsverkehr und besonders an der Vorbörse recht unsicher, und man konnte bei der Spekulation eine im Gegensatz zu den letzten Tan"n stehende grö­ßere Zurückhaltung beobachten. Die Kurse wurden meist nur gesproche t, und die llmfatj- tätigfeit war auffallend klein. Es fehlten zwar anregende Momente, die Amsterdamer Diskont- ermäßigung und der befriedigende Konferenz­verlauf im Haag häste aber, verbunden mit Kaufaufträgen, genügen müssen, um die Auf­wärtsbewegung fortzusehen. Diese Kaufaufträge der Provinzkundschaft und des Auslandes fehlten aber anscheinend, die Großbanken bekundeten eher Abgabeneigung, und bieier Umstand vor allem veranlaßte die Spekulation zur Glattstellung. Zumeist waren Hauptwerke von diesen Glatt­stellungen stärker betroffen, während Reben werte vereinzelt noch kleine Gewinne verbuchen konn­ten. Später wurde die Stimmung aber einheitlich schwächer. Als stärker gedrückt sind Hohenlohe, Westeregeln, S.-G.-Farben, Schlesische Gas, All­gemeine Loialbahn, Berliner Maschinen, Berger, Bemberg, Ostwerke und Sarotti zu nennen. Der Kurs für Metallgesellschaft versteht sich heute exklusive Dividende. Erwähnenswert fest er­öffnetem heute Kanada plus 3 Proz. und Akku­mulatoren plus 2,5 Proz. Deutsche Anleihen fester. Ablösung mit Äuslösungsschein 0,5 Proz. fester. Ausländer unverändert. Pfandbriefmarkt fefjr still. Die Geldsähe stellten sich für Tages­geld auf 5,5 bis 7,5 Prozent, für Monatsgeld auf 7.5 bis 9 Prozent. Auch im Verlaufe er­gaben sich überwiegend Kursrückgänge. Be'onderS Kunstseidewerte hatten angeblich unter Amster­damer Abgaben zu leiden und waren 5 Proz. gedrückt. Polyphon verloren etwa 6 Prozent, Waldhof 2,5, Salzdetfurth 4 Prozent und die meisten übrigen Papiere 1 bis 2 Proz. Außer­dem hielt man die Aussichten für eine Londoner Diskontermäßigung bei den heutigen Beratungen der Bank von England für gering, anderseits verstimmte es, daß eine Reihe von Arbeitslosen­unruhen aus vielen Teilen des Reiches fekannt wurde.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M, 16. San. Auftrieb: 151 Rinder, 989 Kälber, 286 Schafe, 365 Schweine. Es notierten: Kälber: beste Mast- und Saug­kälber 70 bis 76 Mark, mittlere Mast- und Saug­kälber 64 bis 69, geringe Kälber 55 bis 63. - - Schafe. Mastlämmer und jüngere Masthämmeli (Weidemast) 48 bis 52, mittlere Mastlämmer. ältere Masthämmel und gut genährte Schafe 40 bis 47. Schweine: vollfleischige Schweine von etwa 240 bis 300 Pfd. Lebendgewicht 81 bis 84, von etwa 200 bis 240 Pfd. 82 bis 85, von etwa 160 bis 200 Pfd. 81 bis 84, fleischige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfd. 80 bis 82 Mark. Marktverkauf: Kälber schleppend, Schafe ruhig, ausverkauft. Schweine schleppend, Tleberstand.

L.oliuer Produktenbörse.

Berlin, 15. San. Die gestern durch das Reichskabinett beschlossene Erhöhung der Ge­treidezölle hat auf öen Markt nur verhältnis­mäßig geringen Eindruck machen können. Bei Roggen blieb eine befestigende Wirkung über­haupt gänzlich aus. Weizen ist vom Snlande nur ziemlich glatt angeboten, da das Weizenmehl­geschäft aber fast gänzlich stockt, kaufen die Müh­len nur sehr vorsichtig, immerhin konnten etwa eine Mark höhere Preise als gestern erzielt werden. Roggen ist Dauernd reichlich angeboten, jedenfalls gegenüber der nur sehr geringen Rach­frage. Am Roggenmarkt macht sich das Fehlen von Exportnachfrage stark fühlbar. Die Preise für Roggen war um etwa 1 Mk. rückgängig. Sm han­delsrechtlichen Lieferungsgeschäft kam die Effek­tivmarktlage in Den Quotierungen deutlich zum Ausdruck. Wie oben bereits ausgeführt, sta­gniert das Weizenmehlgeschäft. Roggenmehl hat demgegenüber normales Bedarfsgeschäft bei un­veränderten Preisen.

Kirchliche Nachrichten.

Israelitische Rellgionsgesellschaft. Sabbatfeier den 18. Januar. Freitag abend 4.35 Uhr; Samstag vor­mittag 8.30; nachmittags 3.30; Sabbatausgang 5.50. Wochengottesdienst morgens 7; abends 4.30 Uhr.

Israelitische Religionsgemeinde. Gottesdienst in der Synagoge (Südanlage). Samstag, 18. Januar. Vorabend 4.45 Uhr; morgens 9; abends 5.10 und 5.50 Uhr.

Kurszettel -er Berliner und Frankfurier Börse.

Sie hinter den Papieren angeführten Ziffern geben Die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 6,5 v. H., Lombardzinsfuß 7,5 v. H.

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Pfandbriefe 9i. 17.....

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