Ausgabe 
15.8.1930
 
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lufl: mittag, 14,4 V, am 15. auguft 4 Grad, Minimum i 10 cm liefe am i H.Autzust . mob ,4 mm.Sonnen.

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15. August IM

Zähre ali. faflGfft.&om. Llinchen wirkende Frank, der zu seine- W fl<-

1930 sein tUb* je so viele -NM im Ansange |M Vichcn angchött. lande ali nur» i ,u dem Lehr- 'mit ta* N1"* zierliche und W äeneratwnen da- ahlreiche Planer Reinhard Frank

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sich an der 1910 unter dem Xitel'Reform de» Reichs strafaesetz bucht" erschienenen Kritik des Dorenttvun» beteiligt hatte, wurde er 1910 Mit­glied der Kommission zur Bearbeitung eine« neuen Entwurfs einet deutschen StrafgefeybuchS. wat feine dauernde Anwesenheit in Berlin not­wendig machte Da er im Sommer 1913 einen Ruf alt Rachfolger Karl BirkmeyerS nach München annahm, kehrte er nicht mehr in feine Tübinger Lehrtätigkeit zurück Sein Münchener Lehrauftrag lautete auf Strafrecht, Strafprozeß- unb Völkerrecht

Erfolgreich wie alt Schriftsteller, der fich dat Mottomultum, non multa erkoren, ist er auch al» Lehrer, der bie Kunst versteht, feinen Schü- lern positive Kenntniffe und vielseitige Anre- gung zu gewähren. 3n Drehen und in Hessen ift er nicht vergessen. Unter den hessischen Ju­risten sind viele feine Schüler gewesen, die ferner am 70 Geburtstage gerne gedenken werden.

Der Beruf der Hausfrau.

Die S)auefrau gehört zu einer der größten Arbeitsgruppen Rach der letzten Volkszählung von 1925 gab e» neben 10,2 Millionen Haut­frauen im Hauptberuf 10 Millionen Hausfrauen im Rebenberus Bedenkt man, dah von unterem jährlichen Rationaleinkornrnen von etwa 68 Mil­liarden Mark rund zwei Drittel durch diese Be- ruftgruppe der-DvlkSwirtschaft toteber zugesühri werden und überlegt man weiter, wie sehr sich gütet oder schlechte» Wirtschaften bei einer fo grohen Beruftgruppe summiert und Im Volks- körper wieder autwirkt, so bekommt man einen Begriff von der ungeheuren Wichtigkeit bet Sauifrauenberufe». Milliarden werden jährlich von der Hausfrau in Bewegung gesetzt. Sie ift die größte und wichtigste Abnehmerin in der Volkswirtschaft.

Aber nicht nur al» Käuferinnen und Ver­braucherinnen spielen unsere ^Hausfrauen eine wichtige Rolle, sondern viel mehr noch in der Art und Weise, wie he den Warenumschlag voll­ziehen, wie sie da», wa» sie erwerben, dem Leben, den Angehörigen dienstbar machen, wie sie darau» die Arbeitskraft und Arbeit»sühigkeit unsere» Volke» und damit unser ganze» wirt­schaftliche» Leben aufzubauen wissen. In Rah- rung, Wohnung. Kleidung, im Einkäufen, in der Zubereitung und Anpassung de» Trngekauften an die Bedürfnisse ihrer Angehörigen haben die Hausfrauen jeden Tag Dutzende von Gelegen­heiten. gut oder schlecht zu wirtschaften, zu sparen oder zu verschwenden, zu erhalten oder zugrunde gehen zu lassen. Alle» in allem, e» gibt keine wirtschaftlich und sozial nützlichere Arbeit al» die haussrauliche.

34) betone ausdrücklich sozial. Denn die Haus­frau ist nicht nur Guterverwalterin. sie ist vor allem auch Heimgestalterin und Menschenverwal- terin. Um ein richtige» Heim zu schaffen, darin fich die Menschen bilden, darin sie sich erholen können, sind nicht nur technische Kenntnisse und Fertigkeiten nötig, sondern Kräfte der Seele und de» Geiste», dazu bedarf e» einer Persönlich­keit. von der eine zusammenschliehende Kraft au»- ftrömt, die dem ganzen Familienkreis täglich nicht nur die leibliche, sondern auch die geistige und seelische Regeneration-Möglichkeit schasst, die ihm notwendig ist.

Die Hautfrau ist auch Menschenverwalterin. Wat da» bedeutet, wird man erkennen, wenn man sich einmal vergegenwärtigt, welche unge­heuren WirtschastSwerte in all den von der Hautfrau betreuten Menschen stecken. 3a, nicht nur bie». auch ber sittliche und kulturelle Auf­bau unsere» Volkes liegt trotz aller Schulen und BilbungSmöglichkeiten nur innerhalb de» Hause-, in ber Hausfrau, in ber Mutter Händen. Sie ist es. bie durch ihr Wesen und Wirken die Persönlichkeit ihrer Kinder bildet und dadurch die Fundamente unsere» Staate» immer wieder neu schasst.Richt die Regenten regieren da» Land, nicht die Lehrer bilden das Geben, sondern die Hau-mutter und ber Hausvater tun et." Die» Wort Pestalozzi» hat heute mehr denn je Gülttgkeit.

Die Familie ist der Fel», der in der Rot urv- lerer Zeit feststehen muh. Die junge Generation will neue» Land schauen, will schaffen. Da gilt e», den Kindern immer wieder klarzumachen, dah sie nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten haben, wie auch bie Eltern nicht nur Pflichten, sondern auch Rechte besitzen. Unb hier liegt eine große Ausgabe der deutschen HauSfrau, der deut­schen Mutter al» der größten Kulturträgerin der Zukunft. Gr.

Taten für Lamdtag, lk August

Sonnenaufgang 4.46 Ahr, Sonnenuntergang 19.22 llhr Mondaufgang 21.37 Uhr, Mond- untergana 12.24 älhr.

1795; der Komponist Heinrich Marschner in Zittau geboren; 1899; der Chemiker Robert Wilhelm Bunsen gestorben; 1919: der russische Diplomat Al»ffanoer Petrowitsch von 3swolskij gestorben.

Bornotircn

Tageskölender für Freitag. Licht­spielhaus. Bahnhofstraße: TonfilmDer Tiger" und da» umfangreiche Beiprogramm.

Die Gießener Walbbühne. bie von bis jetzt noch nicht gefaßten Tatern zerstört worden war. so baß eine Benutzung sich in diesem Zustande überhaupt nicht ermöglichen ließ, wirb jetzt durch ba» Stabtbauamt wiederhergestellt. Am Sonntag, 24. August, nachmittags, wird sie durch eine Dor- stellung de» Gießener Stadttheaters mit Shake- Ipeareg .Liebesleid und Lust", das von Intendant Dr. Prafch besonders für das Freilichttheater in­szeniert wird, zum erstenmal wieder in Betrieb ge­nommen.

Wuslne- und Handelskammer Gießen.

Die 3nbu ft rie» und H anbei» kammer Gießen für die Kreise Gießen, Altfeld und Lauterbach berichtet un» über ihre jüngste Sitzung vom 7. August folgende»;

Dor Eintritt *in die Tagesordnung beglück- wünscht Herr Kommerzienrat Schirmer die Her­ren Kommerzienrat K I i n g s p o r und Stamm­ler zur 25jährigen Mitgliedschaft und dankt ihnen in warmen Dorten für die während diefe» Zeitraum» der Kammer geleisteten Dienste. Der Herr Vorsitzende spricht ferner den Herren 3 hring und Mayer die Glückwünsche der Kammer zum 7 0. Geburtstage auS.

Auch im kommenden Winterhalbjahr wird die Kammer akademische Kurse für Kauf­leute und Gewerbetreibende veran­stalten.

Jirmenelntragungen In die handwerksrolle.

Die seinerzeit von Amt» wegen erhobenen Einsprüche gegen die Eintragung von Firmen in die HandwerkSrolle sollen zurückgezogen werden, weil die Kammer nicht gewlllt ist, die Kosten de» Verfahren» m den einzelnen 3n- stanzen zu tragen. Damit wird sich die Kammer jedoch nicht de» Rechte» begeben, bie in Betracht kommenben Firmen nach wie vor zu den Kosten der Kammer heranzuziehen.

Der gesetzliche Berfaffung»-Jder(ag.

Ein Antrag de» Verein» der Sinzelhänbler zu Gießen auf Offenhaltung der Laden­geschäfte an bestimmten Stunden wäh­rend dc» zum gesetzlichen Feiertag erklärten VerfassungStages (11.August) fand die volle Zustimmung. Die Kammer gab dabei ihrem Befremden lebhaftesten Ausdruck über diesen Gesetzgebungsakt der hessischen Volksvertretung, für welchen keinerlei Bedürfnis anerkannt werden könne und der nur der Kaufmannschaft und ebenso der Landwirtschaft geschäftliche Einbuße bringen werde. 3n einer Eingabe an das Mini­sterium wird die Kammer von diesem Anträge unter Darlegung ihrer eigenen Auffassung Kennt­nis und dabei der Erwartung Ausdruck geben, daß, wenn nicht in diesem 3ahre. so doch in den kommenden 3ahren den Bedürfnissen der Ge- schäft»welt in verständnisvoller Weise Rechnung getragen wird.

Die Kontingentierung in der Zlgaretteninduslrie.

3m Artikel 1 de» Gesetzes zur Aenderung de» Ta batst euergesetze» vom 22. Dezember 1919 ist die befristete Kontingentierung in der Zigarettenindustrie ausgesprochen wor­den. Damit wurde diesem Industriezweig eine überragende Stellung innerhalb des gesamten deutschen Tabakgewerbes eingeräumt, welche jedoch weder im Interesse feiner übrigen Zweige, noch im allgemeinen volkswirtschaftlichen Inter­esse gelegen ist. Die Kammer hat eS sich daher auch sehr angelegen sein lassen, sich gegen die Bestrebungen zu wenden, welche auf eine Ver­längerung der Kontingentierung hinzielen. Leider hat der ReichSrat dem Anträge auf Verlänge­rung der Kontingentierung mit 33 gegen 30 Stimmen darunter auch Hessen bi» zum 31. März 1932 zugestimmt. Es ist zu wünschen, daß der neue Reichstag diesem Beschlüsse des ReichsratS die Zustimmung versagt.

Die Slunbungs-

nnb Verzugszinsen für Steuerschulden.

Gegenüber der auch von der Kammer unter­stützten Anregung auf Anpassung der Stun­dung-- und Verzugszinsen für Steuerschulden an den jeweiligen Reichs- bankdiskont, hat das Reichsfinanzministerium einen ablehnenden Standpunkt eingenommen mit der Begründung, daß der hohe Zinssatz lediglich al» ein Druckmittel für pünktliche Steuerzah­lung anzusehen fei, auf welche gerade jetzt bei der überaus ungünstigen Kassenlage de» Reich- ganz besonderer Wert gelegt werden müsse.

Die Kirchensteuern.

Ernsthafte Klagen au» den Kreisen von Handel und Industrie über die hohen Kirchen st euern haben der Kammer Deranlastung gegeben, den Gesamtkirchenvorstand in Gießen auf die etwaigen Folgen einer solchen Besteuerung hinzuweisen und ihm eine Ermäßigung nahezulegen.

flkmrinbebifrflruer. Gemeindegelränkesteuer.

Troy der ernten Einwendungen der amtlichen Vertretungen von Handel und Industrie ist durch Dotverordnung vom 16. Juli d. 3. den Ge­meinden ba» Recht eingeräumt worden, eine ®emeinbebicrfteuer unb neben dieser eine Gemeindegetränke st euer auf Spiri­tuosen, sowie auf Kakao. Tee. Kaffee (Schank- verzehrfteuer» einzuführen. Damit wird die Gage des Hotel- unb Gastwirtsgewerbes noch weiter verschlechtert.

Da» Gaststättengesetz.

Da» vor kurzem verabfchiebete Gaft stät - ten gesetz bringt trotz der Gegenvorstellun­gen Der Handelskammern insofern eine Belästi­gung und Beschränkung de» Kleinhandel» mit Branntwein, al» er bei der gewerbsmäßigen Abgabe einer Menge von nicht mehr al» 3 Liter an den Verbraucher konzession-pflichtig gemacht wird.

Die Dandergewer besten er.

Hervorgetretene Mißstände haben die hessi- fchen Kammern bewogen, sich für eine reich-- rechtliche Rahmenregelung der Bestimmungen über bie Wanbergewerbesteuer einzu­setzen.

Einheitliche Formulare für Zahlungsbefehle.

Ebenso haben bie hessischen Kammern die Schaffung einheitlicher Formulare für Zah - lungsbefeyle im ganzen Reichsgebiet be­fürwortet.

Gebührenfreie Einsicht In die -Grundbücher unb Melderegister.

Bei bem hessischen Iustizmlnister wurde die gebührenfreie Einsichtnahme in die Grund­bücher und IN die polizeilichen Mcldcrc- g i ft e r zugunsten von Auskunfteien angeregt.

Die SaisonAusoerkäufe.

Einem Anträge deS Verein- der Einzelhänd­ler au Gießen Folge gebend, hat bie Kammer bei dem Kreisamt Gießen befürwortet, daß der Beginn der Saison-Ausverkäufe im Sommer auf den 7. Juli festgesetzt wird; dem Anträge ist entsprochen worden.

Der Bureaubebarf der Behörden.

Die hessischen Kammern hatten Veranlassung, sich mit der zentralen Beschaffung deS DureaubedarfS der Behörden zu be­fassen. In einer Eingabe an den Herrn Minister für Arbeit unb Wirtschaft würbe wohl bie Wirtschaftlichkeit ber zentralen Beschaffung an­erkannt, zugleich aber Der Wunsch ausgesprochen, daß ein Weg gefunden werde, der neben dem Gesichtspunkt der Wirtschaftlichkeit auch ine be­rechtigten Interessen des ortsansässigen Handel- berücksichtige.

Sonderangebot besonder» preiswerter weine an höhere Beamte.

Die hessischen Kammern haben dem Herrn Mi­nister für Arbeit und Wirtschaft ihr Befremden darüber ausgesprochen, daß seitens seine- Mi­nisterium-, Abteilung für Ernährung und Land­wirtschaft, an höhere Beamte ein Sonder­angebot besonders preiswerter Weine der Lehr- und Dersuchsanstall für Wein- und Obstbau in Oppenheim ergangen ist, dessen niedrige Preise jeden Wettbewerb des Weinhandels ausschliehen. SS wurde besonder» darauf hingewiesen, dah staatliche Anstalten, welche durch die Gelder der Steuerzahler un­terhalten werden, auf der anderen Seite al» Konkurrenten dieser Steuerzahler auftreten. Der Herr Minister ist gebeten worden, hier Abhilfe zu schaffen.

Geschäftsübcrlastung

der drei Gießener Gerichtsvollzieher.

Die seit geraumer Zelt bestehende überaus starke Geschäftsüberlastung ber drei Gießener Gerichtsvollzieher hat bem Amtsgericht Gießen Veranlassung gegeben, bezüglich aller von den Gerichtsvollziehern wahrzunehmenben Dienst- Handlungen, mit Ausnahme der von diesen auf- zunehmenden Wechsel-Proteste unb der hier­mit im Zusammenhang stehenden Dienstgeschäfte, die Stadt Gießen in drei Bezirke einzuteilen. Diese neue GeschäftSeinteilung un­ter den Gerichtsvollziehern ist als eine vorläufige Rotmahnahme zu betrachten.

Ein Achtzigjähriger. Dor einigen Tagen konnte der Reichsbahnwagenmeister i. R. Ludwig Jung. Wilhelmstrahe 36 wohnhaft, in körperlicher und geistiger Frische seinen acht­zigsten Geburtstag begehen. Dem alten Herrn, Der über 50 Jahre im Eisenbahndienst tätig war, lieh die Hauptverwaltung der Reichsbahn in An­erkennung feiner langjährigen treuen Dienst­leistung besondere Glückwünsche aussprechen und ein GeburtStagsgesche nk überreichen. Daneben gingen ihm noch zahlreiche weitere Glückwunsch­schreiben und Ehrungen zu, die sämtlich von der großen Wertschätzung zeugten, mit bet man all­gemein dem Jubilar begegnet.

Echulpersonalie. Der Lehrer Eduard Strack an der Volksschule zu Rinderbügen (Kreis Büdingen) wurde auf Grund des Alters­grenzegesetzes mit Wirkung vom 1. September ab in den Ruhestand verseht.

50 Pfennig für jede ärztliche Verordnung. Die Hessische Apothekerkammer schreibt uns: Die umfangreiche Rotverordnung der Reichsregierung vom 26. Juli hat auch eine Aenderung der Bestimmungen der Krankenver- ficherung gebracht. Trotz aller Warnungen der Apotheker unb Aerzte u. a. schreibt bie Ver­

ordnung vor, daß fortan jede- Mitglied einer Ort»-, Land-, Innung--, Betriebs- oder Ersatz- krankenkaffe bei der Entnahme von Arznei- und Heilmitteln aus der Apotheke ober einer an­deren Stelle 0,50 Mk. für jede» ärztliche Ver­ordnungsblatt zu zahlen hat. Ob nur eins oder mehrere Arzneimittel auf einem Rezeptblatt ver­ordnet sind, ist gleichgültig. Beträgt der Wert der verordneten Arznei weniger al» 0,50 QHt, so hat der Versicherte nur diesen Betrag zu bcAablcn. Die Apotheken, bie biefe für bie Mehr­zahl der Versicherten insbesondere bei län­gerer Krankheit nur schwer aufzubringende Gebühr einziehen, find hierzu durch das Gesetz Szwungen. da die Krankenkasse ihnen für jede» zrorbnungsblatt 0,50 Mk. von der Rechnung kürzt. Die Apotheken haben gemeinfam mit anderen Kreisen die Reichsregierung, insbeson­dere daS Reichsarbeitsministerium, davon zu überzeugen versucht, daß eine Arzneikoftenbe- teiligung in dieser Höhe eine große Härte für die Kranken bedeutet, die hohe Beiträge für bie Krankenversicherung zahlen. Man hat trotz­dem die Gebühr eingefüprt, weil man glaubte, auf diese Weise durch weitere Belastung der Versicherten in der Krankenversicherung sparen zu müssen.

Kirchenkonzert 21m vorigen Freitag per» anftaltcte der Verein für christliche Musik in ber Lohanneskirche rin Kirchenkonzert zugunsten der Hinterbliebenen der in Neurode verunglückten Berg­leute. Dem Zwecke entsprechend hätte die Kirch, ge­füllt sein muffen, leider war der Besuch nur sehr mäßig Indessen war die Veranstaltung für den Ver­ein wie für bie beiden Solisten, jul. von der Heydt unb Lehrer Habicht, ein voller Erfolg. 3rl. von der Heydt wurde mit ihrer melodischen Sopranstimm, ihrer Ausgabe durchaus gerecht und trug sämtliche Lieder mit feinem Empfinden vor. Or­ganist Habicht meisterte sein Instrument mit großem Geschick, er halte mit feinem Verständnis etürfe ausgesucht, die sich in dar- Gesamtprogramm einfügten. Der Verein für christliche Musik, der das dritte größere Kirchenkonzert in Gießen veranstaltete, hat auch diesmal wieder unter der geschickten Leitung feine» Dirigenten Ludwig 91 i e b e r g a 11 gezeigt wieviel edle» Gut unsere deutsche Kirchenmusik besitzt. Selbst die schwierigsten Satze wurden in reiner Ton- gäbe und mit sicherer Auffassung vorgetragen, wa» In einzelnen Höllen besonders schwierig war, da keinerlei Holzinstrumente zur Verwendung kamen.

Di« Fas aneni agd im Kreise Wetz­lar. Der Dezirk-au-fchuß in Koblenz hat den Schluß der Schonzeit für Fafanenhahne unb Fasanenhennen in Der Rheinprovinz (unb damit allo auch im Kreise Wetzlar) auf den 29. Sep­tember festgesetzt. Der 30. September ist mithin der erste Tag für bie Fafcmenjagd.

Berliner Äörie.

8 e r 11 n, 15. Aua. (WTD. Funkspruch ) Nachdem sich schon gestern abend in Frankfurt die höchsten Kurse des Tages auf Gcwinnmitnaymcn ber Speku- lation nicht behaupten konnten, war im heutigen Fruhverkchr wieder eine stärkere Zurückhaltung fest- zustellen, da aus Neuyork eine schwache Schlußmel­dung vorlag Umsätze fanden bisher kaum statt, bie Tendenz blieb abwartend. Am Devisenmarkt nannte man London gegen Pari» 123,85 zu 123,88, London gegen Mailand 92,99, London gegen Spanien 45,10 zu 45,20 (zirka), London gegen Kabel 4,8710 zu 4,8713, London gegen Berlin 20,3960 und Kabel gegen Berlin 4,1870 zu 4,1872.

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5. Klaffe 35. Preußisch-Süddeutsche (261. Preuß.) Klasten-Lottette

Ohne Gewähr Nachdruck verdatet»

Aus jede gezogene Nummer sind zwei gleich Hetze Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden ______________Abteilungen I und II

5. Zictzungstag 14. August 1930

Fn der heutigen Donnsttaanzlehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen

140867 14M43 169863

128093

134646

193473 194623 205231 216790 233147

257570 262251 288033 295252 299666

315H1 317945 332808 333856 335560

363993 386964 391469

100051 178845

241695 312744

353727

114679

127030

151664

164198

179244

196295

221553

251332

265310

274242

301705

312726

328557

351066

371873

117511 130343

152029 166260

184209 199402 224465 255593

267447 281091

302106 816 184 328675

354265 376388

147874 162148

179143 190636 219814

249663

263966 271654

100587

312226 321065

342414 362886 387969

122559 135611

153031 174422

186090 215345 224586

255768 269015 291799

308063 316412

330787 858436

380349

145332 159259 177794 189454 219181

238489 261207 271529 295056 311826 320242 341140 362620 384315

123842

137368

153988 175052 186716

217378 231965 256972

271309

294705

308170 318347 340878

361615

382206

2 n 25000 et 10993

2 ®«Blnne in 10000 <ÜL 390040 _____

8 »tiDinne |u 5000 W. 4427 19150 89973 198137

4 »«»inne in 3000 W. 215675 231425

18wnlnnt ra 2000 Ul. 2588 49985 89314 109868

165765 168733 190308 202053 299360

38 1000 M. 25118 78050 78244 111074

121964 165890 183269 196140 224113 228932 243482 293753 323557 378872 380120 382698

254 ®ttoinnt ,n 300 M. 9527 11402 15432 16626 17863 19607 22036 23316 24004 27521 31587 34820 40658 41358 41944 42273 46557 53693 69905 61039 66444 68161 70182 76840 78102 92097 92708 94833 96015 98046 98981 99130 101026 108762 110177 ------ ------ ------ ------ 124938 124968

20681 27173 35761 42848 64342 64983 69607 93745

388744 393215

On der heutigen Nachmlttagszlehllng wurden Gewinne über 150 M. gezogen

4 »ttotwne n 5000 <8L 54681 70091

4 Ottcitn. n 3000 UL 30624 9 389118

14 SttHnt p 2000 OL 84556 129213 169221 J65195 184519 297640 376260

44 ®«wnnf in 1000 W. 67491 68849 77906 119292 143574 160369 166328 206338 227264 245493

266256 265762 278037 339909 345276 364485 364563 365721 366477 376849 391370 395278

76rtrtwwe pi 600 UL 16934 27769 66121 66968 61043 70591 84044 91144 94700 118571 121636 122777 128204 135976 152331 166344 177790

202712 212181 220798 227890 240186 246588

256897 266152 267385 28'-838 301771 304479

310032 321787 331733 333676 335422 344907

368472 388183 397591

186ttotun« p, 300 <DL 5364 20661 24982 26663 27036 28843 31222 33467 39873 61003 66675 60390 69905 90036 93637 95375 96862 104226 106918 108483 109439 114504 117091 117639

118324 124014 124654 133743 136247 144392

147790 149271 160698 152006 163360 154088

156020 160083 161700 169707 171393 180686

183997 187157 193299 199097 204487 204506

208453 209162 209842 210261 213485 223676

230639 239643 246364 251110 264090 264470

267798 269035 270849 273026 273040 284952

288190 298555 302150 303528 303878 313071

314634 318604 319847 324430 324944 326286

327197 329858 329900 333752 348521 354891

355132 356170 359385 382845 365370 376469

376646 385001 396118

Im Oerotnnrabe verblieben: 2 Prämirn zu je 6000Ö0, 2 Gewinne zu je 600000, 2 zu Je 800000, 2 zu je 200000, 2 zu je 100000, 2 Gewinne zu je 75000, 4 zu je 50000, 8 zu je 25000, 76 zu e 10000, 186 zu je 5000, 894 zu je 8000, 646 zu je 2000, 1756 zu je 1000, 8752 zu je 500. 9926 zu je 300 M.

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