Ausgabe 
14.10.1930
 
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Oer Reichsfinanzminisler zur Lage.

Das einzige Mittel gegen die Kapitalflucht Wiederherstellung des Vertrauens.

Berlin, 13. Okl. (Tel.-U.) Vor der Verwal- lungsakademie in Berlin sprach über die Bedeutung der ftapitalbilbung für Staat und Wirtschaft und die steuerliche Behandlung des Ka­pitals Reichsfinanzminister Dietrich Er führte u a. aus, daß die Kapitalflucht nach dem Ausland, die nach den Wahlen Platz griff, nicht einfach dadurch zu erklären fei, daß das Ausland feine kurzfristigen Kredite zurückgezogen habe, son­dern vor allem darauf zurückzuführen, datz auch Teile der deutschen Bevölkerung Ver­mögensbestandteile zwar nicht nach dem Ausland geschafft, aber in ausländische Werte um- g e setzt was praktisch auf dasselbe herauskomme. Dagegen könne nicht mit Paragraphen angekämpst werden Es gäbe nur ein Mittel Wieder- Herstellung des Vertrauens Daher sei die große Ausgabe des Augenblicks die Fmanzwirt- fchaft beschleunigt in Ordnung zu bringen Darum gehe der Kampf der Regierung. Dietrich kam in in diesem Zusammenhang auch auf die Gehalts­kürzung der Beamten zu sprechen Ehe die Finanzwirtschaft zu Grunde gehe und man im­mer in Angst leben müsse, die Gehälter nicht

zahlen zu können, dürfe auch vor diesem Mittel nicht zurückgeschreckt werden Bezüglich der Preissenkung sprach der Finanzminister dann di« Hoffnung aus, dah diesmal die Preise zurück­gehen werden. Die weltwirtschaftliche Loge müsse sich irgendwie doch auch bei uns in Deutschland aus- wirken Er warne aber vor der optimistischen Er­wartung. dah eine völlige Anpassung der Klein­handelspreise an das Wirtschaftsniveau erreicht wer­den könnte. Dazu sei bei uns der Weg im Han­del zu übersetzt und die Wirtschaft mit steuerlichen und sozialen La st en zu stark in Anspruch genommen. Die oor- geschlagene Steuervereinfachung fei aus doppeltem Grunde notwendig Einmal seien die Or­gane der Finanzverwaltung tatsächlich nicht mehr in der Lag«, die vorhandene Arbeit erledigen zu können und zweitens sei die Bevölkerung mißmutig geworden, weil sie sich nicht mehr durch die kom­plizierten Steuergesetze hindurchiinden könne Von den vorgeschlagenen Maßnahmen seien schon im Frühjahr nächst n Jahres einige wesentliche E r» leichter ungen zu erhoffen

räte mit Wirkung ab 1. November um 5 Pro­zent zu feinen. Für Waren, wie Kabel, Drähte, Glühlampen u. a für die Preisermäßigungen bereits vorgenommen sind, erfolgt besondere Re­gelung. Diese Preissenkung übersteigt bei wei­tem den durch die in Aussicht genommene Lohn­senkung ersparten Betrag und seht voraus, daß auch in anderen Gebieten Deutschlands und in den zu liefernden Industrien ein Lohnabbau er­folgt.

Macdonalds Dank an Eckener.

^nlcressantc Bekundungen tztteners zur Katastrophe des R 101

London, 13. Okl. (WTB.) Dr. Eckener, der als Bertreter Äeutschlandö an der Beerdi­gung der Opfer des R 101 teilgenommen hat, stattete heute vormittag dem Luftfahrt- Ministerium einen Besuch ab und wurde von Llnterstaatssekretar Montagne und Lustvizemar­schall Dowding empfangen 3n einem Jnlerview mit einem Vertreter derTimes' machte Dr Eckener interessante Mitteilungen über die baro­metrischen Veränderungen, die wäh­rend der Nacht, in der das Lustichifs R 101 ver­unglückte, begutachtet wurden. DerGraf Zep­pelin" unternahm in den krühen Morgenstun­den des 5. Oktobers gleichfalls eine kurze Fahrt. Als das deutsche Luftschiff nach vier­stündiger Fahrt in Zürich landete, zeigte fein Höhenmesser eine Höhe von 130 Meter an, ob­wohl es sich au| dem Boden befand. Dr Eckener fügte hinzu, daß er in feiner 30jä.)rigen Erfah­rung als Luftschifier niemals beobachtet habe, daß ein Gebiet niedrigen Luft­drucks sich mit einer solch ei.s1aunl.chen Schnel­ligkeit gebildet habe. Er erklärte, daß er beab­sichtige, dein britischen Lufl.ahrtminisienum einen eingehenden Bericht über seine Beobachtungen zu erstatten.

Premierminister R a m s a n M a c d o n a l d Hai a n D r E ck e n e r das nachstehende Telegramm gc sandteBevor Sie unser Land verlassen machte ich Ihnen und durch Sie dem deutschen Volke wärmstens für die herzliche Teilnahme danken, die Sie u>>s in unserem Schmerz über das Unglück des Luftschiffes R 101 bezeigt haben Ihre und des Kapitäns von Schiller von der Zeppelingefellfchaft Anwesenheit bei den Trauerfeiern in London und Bedford war ein leuchtender Beweis für die Verbundenheit der L u f I f a h r e r aller Länder. Dr. Eckener und Kapitän von Schiller haben um 14 Uhr mit Flugzeug Croydon verlassen, um nach Deutschland heimzukehren.

Oie Revolution in Brasilien.

Tie Negierung nicht zu beruhigen

R i o d e I a n e i r o , 13. Oft (Havas.) Eine Mit« teilung des Innenministeriums besagt, daß in Rio de Janeiro und im Staate Sao Paulo völlige Ruhe herrsche. Die von den Regierungstruppen cingeleiteten Operationen verliefen ordnungsge­mäß. Im Staate Minas Geraes rückten die Regie­rungstruppen vor und hatten die Verbindung mit starken Abteilungen regierungstreuer Elemente aus Sao Paulo ausgenommen Ein Vorstoß der Aus ständischen an der Grenze von Parana fei unter, ernsten Verlusten der Angreifer zurückgewie­sen worden. Im Staate Para fei völlige Ruhe Im Staate Bahia seien sechs Freiwilligenbataillone un­ter zwei Obersten, die schon in früheren Zeiten mir kungsvoll gegen Aufständische gekämpft hätten auf gestellt worden General Santa Cruz bilde gegen wärtig in Bahia Abteilungen, die mit Unterstützung der Truppen in Rordbrafilien eingesetzt werden

gefunden, bie bacaui schuc >en lassen, daß Dia­mond eine zweite Reise nach Deutsch­land plante. Rach Ansicht der Polizei wollte Diamond die Reise unternehmen, um einen Rauschmittelschmuggel in die Wege zu leiten. Die Ramen der Absender und der (Emp­fänger der Kabeltelegramme werden geheim­gehalten. Alle Besucher des Krankenhauses werden nach Waffen durchsucht da weitere Anschläge befurchtet werden. 3n bei. Kreisen der Unterwelt ist es ein ofsenes Geheim­nis, daß Diamond seit seiner Rückkehr aus Eu­ropa von seinen Gegnern zum Tode verurteilt war. Bei. seiner Vernehmung die von dem Polizeipräsidenten von Reuyork vorgenommen wurde, beantwortete Diamond alle Fragen mit einem Kopfschütteln ober ber Be- mcrhmg, baß er nicht die leiseste Ahnung habe

Feuergesechl zwischen Verbrechern und volizei

In Düsseldorf kam es zu einem Feuergefecht zwischen Verbrechern und der Kriminalpolizei in dem Geschäft eines Autohändlers. Bei diesem waren einige Männer mit einem Personenauto vorgefahren und boten den Wagen zum Kauf an. Der Auto- Händler schöpfte indefsen Verdacht, daß der Wagen gestohlen fei und verständigte die Polizei, die bei ihrem Eintreffen von den Fremden sofort mit R e - voloerschüssen empfangen wurde Im Verlaufe des Gefechts wurde ein Verbrecher erschos­sen und ein Kriminalbeamter schwer verletzt

Berliner Lorie.

Berlin, 14. Oft. (WTD Funkspruch.) Nachdem gestern abend die Tendenz unter dem ersten Ein­druck der Straßenunruhen in Berlin auch an der Frankfurter Abendbörse etwas leichter geworden mar, lag der heutig« Friihoerkehr abwartend. Kurse waren noch nicht zu hören Am Devisenmarkt nannte man London gegen Paris 123,93, London gegen Mailand 92.51 London gegen Spanien 49,40, Lon­don gegen Kabel 4.8580, London gegen Berlin 20,4425 Kabel gegen Berlin 4,2080.

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sollen.

Ernste Lage in Spanien.

Madrid, 14 \ Murcia kam

es im Lause des Montags wiederholt zu Z u - sammen flößen zwischen Strebenden und der Polizei, die von der Schußwaffe Gebrauch machte Ein Student und zwei Arbeiter wurden schwer verwundet. Das Militär ist in den Kasernen alarmbereit. 3n Malaga traf ein Bataillon Eisenbahntruppen von Madrid ein, um bei Zwi­schenfällen eingesetzt zu werden. Der Iustizminister erklärte Pressevertretern. das; schärfstes Durchgrei­fen unbedingt notwendig sei. damit die Ordnung aufrechteryalten werbe.Wir sitzen auf einem Pulverfaß," sagte der Minister wörtlich,ein Funke kann es zur Explosion bringen, wenn nicht sofort der Zusammenschluß aller konservativen Elemente erfolgt."

Aus aller Welt.

Der Anschlag auf Diamond.

Der Zustand des Banoensuhrcrs Zack Diamond der in einem Hotelzimmer von einem ilnbe- kannten niedergefchofscn wurde, hat sich soweit gebessert, dah mit seiner Genesung gerechnet wird, falls nicht noch Komplikationen eintreten. Die Untersuchung des Falles hat zu Feststellung gen geführt, die gewisse Aufschlüsse über die möglichen Motive des Anschlags geben. Unter den Effekten Diamonds wurden Kabeltelegramme

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lieber dem Festland hat der Luftdruck noch etwas zugenommen. so daß Zentraleuropa im Bereich eines Hochdruckgebietes liegt Sein Einfluß wirkt sich bei uns zur Zeit noch aus und hemmt das raschere Vordringen der Atlantikstörung Wenn auch dadurch eine Verzögerung mit dem Witterungsum schlag eingetreten ist, so bleibt er nicht aus. Die Ausläufer der Störung greifen bis nach Frankreich vor und bringen an der Rordwestküfte bereits Nie­derschlage Bei uns werden sie sich im Laufe des morgigen Tages auswirken und dabei neben Be- mölfung und Regen Temperaturanstieg bringen.

Aussichten für Mittwoch Wockig und bedeckt mit Temperaturanstieg, zeitweise Rieder­schläge, ludliche bis südwestlich« Winde.

Aussichten sür Donnerstag: Wech- lelnd bewölkt mit vorübergehendem Aufklaren, einzelne Riedcrschläge im Laufe des Tages, wie­der etwas kühler.

Lufttemperaturen am 13 Oktober: mittags 11,7 Grad Celsius, abends 9,3 Grad, am 14. Oktober morgens 5,5 Grad Maximum 11,8 Grad, Minimum 5 Grad Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 13 Oktober: abends 10 7 Grad: am 14 Oktober morgens 7,6 Grad Celsius Sonnenjcheindauei l/4 Stunde. Niederschlag 0,6 mm.

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für den Zigarettenfachmann war bislang der gelbliche Tabakstaub. Sein bitterer Geschmack nimmt beim Ver­brennen selbst der herrlich­sten Macedoncnmischung die Blüte des Aromas. Er bildet sich in allen Stadien der Ver­arbeitung immer wieder zum Leidwesen aller in Tabak­betrieben tätigen Menschen. Nachdem Haus Neuerburg aber den Kampf gegen den Tabakstaub aufgenommen hat, strahlen die Räume un­serer Fabriken vor Sauber­keit. Gleichzeitig wurde den Zigaretten, die in staub­freien Arbeitssälen hergestellt werden, jeder bittere Bei­geschmack genommen und eine ganz gleichmäßig bren­nende Füllung sichergestellt.

OVERSTOLZ 5PF.

RAVENKLAU 6 PF.

staubfrei

schmecken niemals bitter!

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kJie können unsere Angaben nachprüfen: Wenn Sie durch eine HAUS NEUERBURG- Zigarette blasen - ehe sie brennt so wer­den Sie keine Spur von Staub bemerken.