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Berlin, 14. Juni. ((Eigene ERB.-Meldung.) Laut „Berliner Börfenfourler“ finden am kommenden Dienstag im Reichsarbeitsministenum Verhandlungen mit den Spitzen der Landesversicherungsan st allen statt, die die Gewährung eines offenen Darlehens im Betrage von 60 bis 70 Millionen Mark an das Reich zum Gegenstand haben. Die Landes- Versicherungsanstalten sind grundsätzlich bereit, den erwähnten Betrag für das Reich aufzubringen, doch liegen noch keine übereinstimmenden Abmachungen über die Modalitäten vor. Vermutlich wird man sich hierüber am Dienstag verständigen. DieReichsverficherungsanstaltfürAn- gepellte hat im laufenden Jahr bereits 50 Millionen Mark Vorzugsaktien übernommen und die feste Zusage gegeben, im nächsten Jahre weitere 50 Millionen Mark dem Reich gegen Ileberlassung von Reichsbahnvorzugsaktien zur Verfügung zu stellen. An die Reichsverficherungsanstalt für Angestellte werden also insgesamt 100 Millionen
Mark Vorzugsaktien fliehen. Ls scheint in Aussicht genommen zu sein, auher diesen beiden Transaktionen später noch einen Betrag von etwa 50 Millionen Mark Vorzugsaktien zu begeben, und zwar dürften diefe ins Ausland wandern.
Die internationale Anleihe.
Berlin, 13.3uni. (Eigene ERB.-Meldung.) Die Meldungen, die in der Presse über die internationale Anleihe für das deutsche Arbeitsbesch a f f u n g s p r v g r a m m veröffentlicht worden sind, treffen, wie wir von unterrichteter Seite hören, in ihren wesentlichen Teilen zu. Die Verhandlungen sind aber noch sticht beendet. Die Angaben über die Zinsfrage sind unrichtig. Diese Frage ist noch nicht entschieden. Sn Berliner politischen Kreisen betrachtet man es naturgemäß als erfreulich, wenn durch die Anleihe ein großzügiges Arbeitsbeschaffungspro- g r a m m ermöglicht wird.
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Oie Hilleruniform auch in Baden verboten.
Karlsruhe, 13. Suni. (MTB.) Der badische Mini st er des Innern hat das öffentliche Tragen der Uniform der R a ti- onalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei und ihrer Organisationen bis auf weiteres verboten. Den Anlaß zu dieser Maßnahme gaben die zahlreichen Zusammenstöße mit Angehörigen anderer politischer Richtungen, die im Laufe der letzten Zeit auch in Baden vorgekommen sind. „Gegenüber anderen Verbänden liegt, zur Zeit wenigstens", so heißt es in der Bekanntmachung, „ein Anlaß zu gleichem Vorgehen nicht vor, abgesehen von dem bestehenden Verbot gegenüber dem Rotfrontkämpferbund."
Die deulsch-nissischen Verhandlungen
Eine amtliche Mitteilung über die Bereinigung strittiger Fragen.
slellung Befindlichen müssen der Rot der Zeit ein Opfer bringen, da auch von den Arbeitnehmern Opfer gefordert werden. Andere Wege, wie zum Beifpiel ein allgemeiner Zufchlag zur Einkommen- steuer, haben eine neue Beladung der Produktionserfolge und wirken dem Gedanken des Preisabbaues und der Linderung der Arbeitslosigkeit entgegen.
Vie Reichsregierung sieht in dem Ganzen ein einheitlichesProgramm.andemsienach wie vor festhält, da sie der Ueberzeugung ist, dah nur feiue konsequente Durchführung die Rettung aus schwerer Rot bringen kann und bringen wird.
Schlechtes Echo in der Berliner presse.
Berlin, 14.Suni. (TU. Funkspruch.) Zu dem Deckungsprogramm Der Reichsregierung nehmen nur wenige Blätter ausführlich Stellung:
Die „D. A. Z." sagt, die Vorschläge des Reichsfinanzministers liehen jeden staatsmänni- schenZugvermissen und gingen an einer durchgreifenden Reform vorbe i. Zur Erfindung neuer Steuern genügten im besten Falle die Lehrbücher der Finanzwissenschaft, zur Rettung des Landes aus der furchtbaren Wirtschaftlichen Rot reichten sie jedoch schon lange nicht mehr aus.
Das „Berliner Tageblatt schreibt, alles. was bisher gegendieseFinanzgesetz- gebung schon gesagt worden sei erhalte durch den amtlichen Bericht über die Kabmettsbeschlusse seine umfassende Bestätigung.
Der „Börsen - Courier" hält es zwar für bemerkenswert, dah die Reichsregierung mit Bestimmtheit versichere, an dem von ihr als einheitlich bezeichneten Programm festzuhalten, glaubt aber, dah sie sich von den Regierungsparteien zu weitgehenden Modifizierungen werde drängen lassen. Rach den Sn» formationen des „Börsen-Couriers" wird das nur in allgemeinen Grundsätzen bekannte Aus- gabensenkungsgeseh eine Art Sperr» aesetz für die Länder und Gemeinden enthalten, das auf eine Herabsetzung der Personalausgaben
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Berlin, 13.Suni. (WTB.) Bon zuständiger amtlicher Stelle wird mitgeteilt:
Sm Verkehr zwischen Deutschland und der Sowjetunion sind im Laufe der Zeit ver* schiedene Fragen aufgetaucht, die im Snter» esse der Weiterführung der beiderseitigen freundschaftlichen Beziehungen ver Bereinigung bedürfen. Die beiden Regierungen haben daher die Gesamtheit der Fragen zum Gegenstand zu- sammenfasfenderdiplomatischerBe- sprechungen gemacht, die in den letzten Wochen in Berlin und Moskau stattgefunden haben und jetzt zu einem gewissen Abschluh
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London, 13. Juni. (TU. Funkspruch.) Major Sir Henry Segraeve ist am Freitag bei dem », mit seinem neuen Motorboot ,,Mih Eng» ‘ auf dem Windermere-See f---- ------
fetzen, die sie auf Grund dieser Verträge nun schon lange Sabre hindurch verfolgt haben. Sn offener Aussprache find sie sich von neuem darüber klar geworden, daß die grundsätzliche Verschiedenheit der beiden Staatsshsteme kein Hindernis für die gedeihliche Weiterentwicklung ihrer freundschaftlichen Beziehungen zu fein braucht. Dabei gehen beide Regierungen davon aus, daß alle Versuche einer aktiven
Berlin, 13. Juni. (WTB.) Der Deutsche Beamtenbund hatte für heute abend zahlreiche Vertreter der Presse zu sich gebeten, um ihnen einen Ueberblick über die Stellungnahrnezu den geplanten Maßnahmen der Reichsregierung zu geben, die die Interessen der Be- amten eng berühren. Der Protest der Beamten richtet sich gegen die Einseitigkeit und den unsozialen Charakter der in dem Deckungs- Programm vorgesehenen Reichshilfe, und rveller dagegen, daß durcy das Äusgabenfenkungs-
Um was es ging.
Berlin, 13. Suni. (ERB. Eigene Meldung.) Das Kommunique über die deutsch-russischen Beziehungen wird in Berliner unterrichteten Kreisen als der offizielle R i e de r s ch l a g de r Verhandlungen gewertet, die auf deutsche Anregung seit Monaten zwischen den beiden Regierungen geführt worden sind. Sie waren notwendig geworden, weil sich die Situation im Frühjahr dieses Sahres bis zu einem ge- wissen Grade zugespitzt hatte. Das lag einmal an der Verschiedenheit der bei- denStaatensysteme, zum anderen an dem Kurs des sog. hundertprozentigen Stalinismus, und an einzelnen akuten Vorfällen, wie z. B. die E r e i g n i s s e a u f k i r ch l i ch e m und religiösem Gebiet, die bekanntlich in der ganzen Welt eine Aktion gegen Rußland hervorriefen. Unter diesen Umständen hielt es die Reichsregierung für richtig, in Verhandlungen mit den Russen einmal zu überprüfen,
ob sich die politische Linie des Vertrages von Rapallo weiter fortsehen lasse, oder ob es notwendig sei, neue Elemente der deutsch-russischen Politik zu suchen.
Die Verhandlungen haben nun, wie in dem Kommunique mitgeteilt wird, zu einer Verständigung im Sinne der ersten dieser beiden Möglichkeiten geführt. An dem Ergebnis wird besonders unterstrichen, daß beide Staaten sich zum ersten Male verpflichten, sich der Einmischung in die innerpolitischen Angelegenheiten des andern zu enthalten.
Es liegt auf der Hand, daß diefe Verpflichtung in erster Linie Rußland betrifft Wenn man solchen Versprechungen Sowjetrußlands in der deutschen Oesfentlichkeit naturgemäß auch eine gewisse Skepsis entgegensetzt so betrachten unterrichtete politische Kreise der Reichshauptstadt den Abschluß der Verhandlungen doch als einen Erfolg der deutschen Außenpolitik, der sich auch erneut in den Schiedsgerichtsverhandlungen auswirken wird. Die Russen haben Versprechungen, sich nicht in die innerdeutschen Verhältnisse einzu- mischen, in der Form des Austausches feierlicher Erklärungen gegeben. Sn diesem Zusammenhang wird auch betont, daß man in der letzten Zeit bereits eine Vermiude- rung der Aktivität der lH.Snterna- t i o n a l e feststellen kann.
hinziele.
Der „Tag" hebt als politisches Ergebnis der _____________ v_ ........o _ _ , , . .
amtlichen Mitteilung hervor, daß das Kabinett gelangt sind. Ein Teil der beiderseitigen Einalle Vorlagen, vor allem Rotopfer und Osthilfe, I zelbeschwerden ist in den Unterhaltungen zu einem gemeinsamen Gesetz aufammen* I bereits befriedigend gettärt toorden. Die fassen wolle, um das bekannte „Sunetim“ zu I übrigen sollen der dafür in dem Abkommen vom erreichen. Man wolle dadurch die nicht hinter 25.Sanuar 1929 vortzesehenen Schlich tun gs- der Regierung stehenden Parteien, ähnlich wie es kommission unterbreitet werden, die einmal vor Ostern versucht wurde, zur Annahme der von um Mitte des Sahres sich versammeln soll, ihnen im einzelnen abgelehnten Steuergesehe un& &ie in diesem Sabre am 16. Suni in Moskau zwingen. zu ihrer ordentlichen Tagung zusammentreten
Weltrekord aufzustellen, tödlich verunglückt. Das Rennboot überschlug sich plötzlich.wobei der Mechaniker ertrank, wäyrend Sir Henry Segraeve und ein Ingenieur gerettet werden konnten, lieber das Unglück werden folgende Einzelheiten gemeldet: Segraeve war zu einem Rekordversuch gestartet. In der dritten Runde Über« chlug s i ch das Boot plötzlich und die Insassen türzten ins Wasser. Während der Mechaniker nicht wieder zum Vorschein kam, konnten Segraeve und der Ingenieur ans Land gebracht werden. Segraeve war bewußtlos. Die Untersuchung ergab, daß er beide Beine und eine Rippe gebrochen hatte, wodurch die Lunge verletzt worden war. Einige ©tun», den darauf ist er seinen schweren Verletzungen erlegen. Das Rennboot, das zuerst kieloben schwamm, sank eine halbe Stunde später. Segraeve hat, wie offiziell mitgeteilt wird, vor dem Unfall den Weltrekord zweimal überboten, indem er auf der ersten Strecke «ine Geschwmvlgkeit von 96,41 Meilen (154 Kilometer) und auf der zweiten Strecke eine Geschwindigkeit von 101,11 Meilen (162,7 Kilometer) erreichte. Als Durchschnittsstundengeschwindigkeit ergaben sich also 98,76 Meilen in der Stunde, während der bisherige Rekord des Amerikaners Garwood 96,252 Meilen betrug.
hohe Zuchthausstrafen für Verfichcrungsbelrüger. ’ Stuttgart, 13. Suni. (LldTD.) DasSchwur» gericht verurteilte den 41jährigen Kaufmann Paul Kehrer und den 22jährigen Kaufmann Albert Bossenmaier wegen zahlreicher Verbrechen des Meineides, der Anstiftung zum Meineide und des Versicherungsbetruges zu Zuchthausstrafen von 12 bzw. 10 Sahren sowie zu 10 Sabren Ehrverlust. Fünf weitere Mitangeklagte, die als Eideshelfer gedient hatten, erhielten Zuchthausstrafen von P/4 bis 4 Sahren.
Vier Kinder oerbrannt.
Ratibor, 13. Suni. (WTB.) Sn Stanitzi bei Räuden brannte das Anwesen des Grubenarbeiters K e s ch k a bis auf die Grundmauern nieder. Dabei fanden vier Kinde« in den Flammen den Tod, während die Frau und zwei weitere Kinder mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert werden muhten. Man vermutet Brandstiftung»
Der Brand in Rosalima gelöscht.
Kowno , 13. Suni. (WTB.) Das ©roßte u e r in Rosalima, über das bereits berichtet wurde, konnte am Donnerstagabend durch mehrere Feuerwehren aus der Rachbarschaft auf feinen Herd beschränkt werden. Sns» gesamt sind 24 Häuser vollständig nieder- gebrannt und eine große Anzahl Gebäude • beschädig t worden. Auch der Glockenturm der katholischen Kirche ist schwer beschädigt. Die beiden wertvollen Glocken sind durch die Glut des Feuers geschmolzen.
Fährunglück in Rumänien. — Zehn Personen ertrunken.
Bukarest, 13. Suni. (WTB.) Bei Tirgu Siu im Zsil-Tal ist bei der Eröffnung des neuen Fährbetriebes über den Zsilfluß die Fähre mitten im Fluh u n t er g e g a n g e n, da sie statt der vorgeschriebenen 30 Personen 55 Personen beförderte. 45 Menschen konnten sich durch Schwimmen retten, zehn Fahrgäste fa .'en den Tod in den Fluten.
Die „Deutsche Zeitung" sagt, man müsse wird.
den Mut bewundern, mit dem das neue Kabinett | Del der Behandlung der vorliegenden Ein» zelfragen gehen beide Regierungen übereinstimmend von dem Wunsche aus, die entstandenen Schwierigkeiten im Geiste des Rapallo-Vertrages und der anderen zwischen ihnen bestehenden Verträge zu überwinden und damit auch bei fortschreitender internationaler Entwicklung die Politik sortzu-
Anleiheaufnahme zur Mlschafisbelebung
Begebung von Reichsbahn-Vorzugsaktien.
i Baden-Baden. 19 Grad, Nordostwind, heiter r „ Garmisch-Partenkirchen. 16 Grad, Süd,
einen neuen * westwind, wolkig.
Das neue rumänische Kabinett Maniu.
Bukarest, 13.Suni. (WTB.) Der König hat heute mittag den früheren Ministerpräsidenten Maniu mit der Regierungsbildung betraut. Manui hat nach der Auhienz erklärt, dah er vom König den Auftrag erhalten habe, eine Parteiregierung zu bilden.
Das neue Kabinett setzt sich folgendermaßen zusammen: Ministerpräsident Maniu, auswärtige Angelegenheiten M i n o r e s c u, Sn» neres Vaida Voevod, Landwirtschaft Mi- Ha l a k e, öffentliche Arbeiten und Verkehr Matt oilefcu, Finanzen Popovici, Unterricht und Kultus Eostakescu, Heer Condesscu,
diesen negativen Plan dem am Montag zusammentretenden Reichstag als „einheitliches Programm" aufzuzwingen gedenke.
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Wettervoraussage.
Die kühlere und feuchte Luft, welche gestern über der Nordsee lag, ist südwärts über Deutschland vor» gedrungen und hat dabei auch in unserem Bezirk zu Gewitterstörungen und Gewitterregen geführt. Seit gestern sind namentlich im westlichen Deutschland die Temperaturen etwa 3 bis 5 Grad zurück- gegangen. Der hohe Druck im Norden hat sich weiter aufgebaut und durch die kühle Lust auf dem Festlande Platz gegriffen, so daß erneuter Druckanstieg einsetzt. Unter der Vorherrschaft des hohen Druckes ist wieder besseres und aufheiterndes Wetter zu erwarten.
Aussichten für Sonntag: Bewölkt mit Aufheiterung, trocken, Temperaturen wenig verändert, aber im ganzen noch etwas kühler.
Aussichten fürMontag: Vielfach heiteres, warmes und trockenes Wetter wahrscheinlich.
Lufttemperaturen. Am 13. Juni: mittags 28,1 Grad, abends 18,8 Grad Celsius; am 14. Juni, morgens 18,6 Grad. Maximum: 29,6 Grad, Mini- mum: 15,6 Grad Celsius. — (Erdtemperaturen in 10 Zentimeter Tiefe. Am 13. Juni: abends 28,6 Grad, am 14. Juni: morgens 20,6 Grad Celsius. Niederschläge: 4,5 Millimeter. Sonnenscheindauer 8K Stunden.
Reisewetter dienst
Westerland auf Sylt. 14 Grad, Südwest» wind, Nebel.
Der „Vorwärts" schreibt, das große Regierungsprogramm sei in seinen Grundzügen eine Herausforderung.
„Für die Sozialdemokratie nicht annehmbar."
Berlin, 14. Sunt (ERB. Eigene Meldung.) Der Vorstand der sozialdemokratischen Reichstagsfraktion besprach gestern abend in mehrstündiger Sitzung die politische Lage und erörterte namentlich die Vorschläge, die das Reichskabinett zur Abdeckung I Beeinflussung der internationalen Angelegen- des Defizits auggearbeitet hat. Es bestand betten des anderen Landes zu unterbleiben wie der „Vorwärts" meldet, Einmütigkeit haben.
darüber, daß die Rgierungsprojekte in .. .
ihrer gegenwärtigen Fassung f ü r d ie S o z i a l - Beide Regierungen sind entfetten, auf dieser Demokratie nicht annehmbar fein wer- Grundlage die gegenseitigen Beziehungen zu Pfle- Den. Insbesondere bestehen lebhafte Bedenken gen und an die sich ihnen künftig noch stellenden gegen den Versuch, Die Beseitigung des Fehl- Aufgaben heranzutreten mögen diese Aufgaben betraget der Arbeitslosenversicherungsanftalt das unmittelbare Verhältnis zwischen Den beiden durch eine einseitige Belastung Der Beamten und Sandern, oder andere ihre Interessen berührender festangestellten Privatbeamten zu erreichen; den Fragen betreffen. Sie sind überzeugt, daß die alte sozialdemokratische Anregung zur Sanie- sie auf Diese Weise sowohl Dem Vorteil ihrer rung der Arbeitslosenversicherung, Die höhe- Sander, als auch Der Sicherung Des Weltfriedens ren Einkommen ganz allgemein Durch ent» I Dienen werden.
sprechende höhere Zuschläge heranzuziehen, ——————■ wurde aufs neue in Den Vordergrund gestellt. , ... , ... ,
Sie endgültige Entscheidung über diese Ange- gesetz die m der Reichsverfassung gewährleisteten leaenheit, sowie über den ganzen Komplex der Garantien erschüttert werden.
nut Der Wirtschafts- unD Finanzlage zusammen- Auch hinsichtlich Des Ausgabensenkungs- und des hängenden Fragen wurde der Reichstags- Spargesetzes bringt der Deutsche Beamtenbund eine frattion Vorbehalten, Die am kommenden Reihe von Bedenken zum Ausdruck. So erklärt er
Industrie und Handel Madgearu, Justiz 3 u ni an, Gesundheit und soziale Fürsorge Ha° lippa.
Heute abend leistete das Kabinett Den Eid auf die Verfassung; morgen vormittag wird der erste Ministerrat stattsinden. Am Rachmittag wird sich das neue Kabinett Der Kammes vor- ftellen.
Aus aller Welt.
Das Unglück bei Beckerhagen.
WSR. Kassel, 13. Juni. Zu Dem Unglück Der Mindener Pioniere bei Veckerhagen erfahren wir noch folgende Einzelheiten: Eine aus etwa 30 Zugmaschinen mit Anhängewagen bestehende Drückenbauabteilung der 6. Pioniere aus Minden, die sich auf Der Fahrt nach Ingolstadt befand, kam auf der abschüssigen Straße des Hemelberges in rasche Fahrt. Verschiedene Fahrer lenkten ihre Wagen, die durch die schweren Anhänger nach unten gedrückt wurden, seitwärts in den Wald und entgingen so einer Katastrophe. An einer scharfen Kurve unterhalb des Forsthauscs Hemelberg fuhr ein Lastwagen über die steinerne Drüstung einer Brücke in den Abgrund. Die nachfolgenden Wagen hatten infolge der starken Stauben twicke- lung die Sicht verloren und fünf Zugmaschinen mit ihren Anhängern stürzten gleichfalls über Die Drücke den Abhang hinunter, wo sie einen großen Trüm merh auf en bildeten. Dabei erlitt nach Mitteilung des Reichswehrministeriums ein Pionier eine Drustquetschung, ein anderer eine Fleischwunde. Außerdem wurden sieben Pioniere leicht verletzt. Sie find aber heute schon wieder dienstfähig. Der Unfall ist wahrscheinlich auf oas Vers agen der Dremseinrichtungen Der Wagen zurückzuführen. Rach Dekanntwerden des Unfalles ist ein Sachverständiger des Reichswehrministeriums xur Untersuchung an den Ort des Unfalles entsandt worden. Bei den beiden Schwerverletzten besteht keinerlei Lebensgefahr.
Major Segraeve tödlich verunglückt. — Ein neuer Weltrekord.
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, . „ - a , bedenklichsten und schädlichsten, finanziell am wenig-
!OlC fäu)fifd)€n OCtt10ir0f€tl sien wirksam erscheine. Zu beanstanden sei auch, daß
K, # c’iC das Sperrgesetz mehrfach den Rechtsweg aus-
gegen Die ^eicysyttte. schließe, ein Verfahren, das mit Den Pflichten eines _ =40 r, ■ /«.<-. x o s , » Rechtsstaates nicht im Einklang stehe. Auch das
Dresden, 13.Ium. (5UJ ©er Sandes- finanzielle Ergebnis einer Pensionskürzung partervorstand der Deutschen ®e- = nnbebeutenb
mokratischen Partei Sachsens gibt । ,et unbeDeuKnD- durch seinen Vorsitzenden Qlbg. Dr. Külz folgende Erklärung zu der geplanten Steuergesetzgebung ab:
„Die für Beamten und Angestellten in Aussicht genommene ungeheuerliche Sonderbelastung, die von der Reichsregierung fälschlich Reichs- Hilfe genannt wird, ist in der vorgeschlagenen Form für die Partei unannehmbar. Jede Sonderbesteuerung, die nur einen einzelnen Stand belastet, ist sozial ungerecht. Diese Steuer ist vor allem auch gar nicht notwendig, da durch strengeSpar- samkeit im Reichsetat mühelos derjenige Betrag im bevorstehenden Haushaltsjahr eingespart werden kann, der durch diese Sonderbesteuerung aufgebracht werden soll. Richt durch neue Steuern, sondern durch Einschrän kung in der Ausgabenwi rtschaft des Reiches ist in erster Linie das vorhandene Defizit auszugleichen. Das ist die einzig richtige Reichshilfe, die Wirtschaft und Steuerzahler gebieterisch fordern müssen."
Der Deutsche Beamtenbund protestiert.
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